Etappe 2 – Von Wertheim über Lohr nach Hammelburg

Zum Frühstück regnet es noch, aber der Wetterbericht sagt ab spätrstwns 10 Uhr ein Ende des Regens voraus und so kommt es auch. Schön…

Zunächst wurde dir ehm. Brücke über die Tauber zum ehm. Schlossbergtunnel der ehm. Bahnstrecke nach Lohr angefahren. 

Danach ging es Rechts des Main weiter. Die Hauptroute läuft Links des Mains und das merkt man.

Zunächst wurde dann das Nordportal und die Mainbrücke angefahren. Siehe gestern. 

Abseits der Hauptroute liegt der Bettenbergtunnel. Wegen der im Winter hier eingenisteten Fledermäusen wurde der Radweg nicht durch den Tunnel fortgeführt. Zu Fuss ist er aber von Mai bis Oktober begehbar. Da er in der südlichen Hälfte einstmals für Testfahrten für Spurbusse genutzt wurde ist dieser Zeil recht gut befahrbar. Im nördlichen Teil ist Schieben angesagt. 

An der frisch sanierten A3 ist die Trasse unterbrochem. Autobahn statt Eisenbahn… deutsche Verkehrspolitik. 

Ab Lengfurt-Trennfurt, wo ein größeres Fest stattfand, verlief der Web ab und an auf der Bahntrasse oder daneben. Der teilweise genutzte Mainwanderweg erinnerte stellenweise eher an einen Bach denn einen Weg. 

Ab Marktheidenfeld wurde der Weg besser und recht rasch wurde Lohr und die letzten (genutzten) Reste der Bahn nach Wertheim erreicht. 

Eine kurze Rast in Lohr müsste azch sein…

Nach der überfahrt des 50. Breitengrad und da die Brücke bei  Gemünden derzeit saniert wird gibt es etwas stromabwärts des Mains eine Fährvetbindung als Ersatz. Die Fähre ist normalerweise zwischen Kaub und Niederheimbach im Einsatz. Ein Blick auf die Schnellfahrstecke Würzburg – Fulda müsste natürlich auch sein  (die Mainbrücke nach Lohr hatte ich leider ohne Zug erreicht.

Darauf folgte etwas Entschleunigung entlang der fränkischen Saale nach Hammelburg. 

Hammelburg ist eine hübsche Stadt mit üblichen Problemen im Einzelhandel.

Auch wenn ich eher wenig von Burgen halte war der fränkische Chefburger am Marktplatz beim Bosa eine sehr gute Wahl. Dagegen wirkte der Wachturm und der Bahnhof wie aus einer anderen Welt.

Weshalb der Fdl neben der mechanischen Hebelbank auch eine elektromechanischen Hebelbank nur mit Weichen- und Fahrstrassenhebel besitzt erschließt sich nicht gleich. Hat aber vmtl. was mit den Weichen im weiter weg liegenden Westkopf des Bf. zu tun.

Die ganze Etappe wie üblich hier bei Komoot

Etappe 1 – Es geht nach Wertheim

Lange geplant. Durch die Verlegung der Gothaer Kulturnacht im eine Woche verlegt und umgeplant ging es heute endlich los. 

Der Wetterbericht verheißt jedoch nichts gutes. Es sind sogar Unwetterwarnungen aufgelaufen…

Bei bestem Wetter ging es aber zunächst über Lengfeld und Heubach zur Burg Breuberg wo der (elektrisch unterstützte) Anstieg mit einer tollen Rundumsicht belohnt wurde. 

In der kommissarisch vom Burgverein geleiteten Burgschenke wurde zu einem Radler und Kartoffelsuppe eingekehrt. Der Blick auf das Regenradar zeigt dass derzeit bei Miltenberg Regen unterwegs ist. So ist zunächst keine Eile angesagt. 

Aber weitere kleinräumige Regengebiete rücken aus dem Westen an und so erwischt es mich bei Großheubach.

Aber bis Miltenberg trocknet alles wieder.

Weiter geht es nach Freudenberg wo mich zum zweiten mal durch eine Regen- und Gewitterwolke erwischt. Auch wenn die Bilder nicht so aussehen hatte es gut 20min sehr heftig geregnet. 

Durchnässt wird in Freudenberg von der linken auf die rechte Mainseite gewechselt und nun recht trocken geht es weiter nach Wertheim.

Wertheim ist ein schönes Städtchen. Wobei man vor dem Kauf oder Miete den eigenen BMI beachten sollte, oder auch die Hochwassermarken am Nachbarhaus.

Das Abendessen gibt es beim im „Adria“

Das gebratebe Fladenbrot war eine interessante Abwechslung zu den sonst üblichen Pommes. 

Der Blick aus dem Zimmer vom Hotel geht auf die Tauber und die Bahnstrecke nach Tauberbischofsheim. Der letzte Zug des Tages kam sogar 3min zu früh an

Die ganze erste Etappe gibt es wie üblich bei Komoot mit vielen weiteren Bildern. 

So. Jetzt ins Bett und Morgen geht es die ehm. Strecke nach Lohr hoch und dann via Gemünden nach Hammelburg.
Apropos ehm. Bahnstrecke. Der ehm. Schlossbergtunnel erinnert mit seinem nördlichen Portal noch an diese. 

Notwendiges und angenehmes

Manchmal kann man das notwendige mit dem angenehmen verknüpfen. 

Da am Freitag zwei der vier Bau-GÜ beschlossen hatten Suizid vor der Abnahme  zu begehen mussten umgebaut weden damit die zwei ab Freitag Abend nötigen liefen und die zwei ausgefallenen erneuert und heute abgenommen werden.

3x Siemens und 1 GWT… „tolle“ Mischung.

Eine gute Gelegenheit dem eBike Auslauf zu gewähren. Per Rad waren es gut 1h nach Wixhausen. Fast so gut wie mit dem Auto zur Hauptverkerszeit 😉

Auf dem Heimweg noch einen Schlenker via Ober Ramstadt gefahren. Die markanten Bäume sind an der Stelle leider weg. Aber der Bauernhof im Hintergrund ist auch brauchbar. Das Motiv muss ich mal mit Zweier- oder Dreifachtraktion wiederholen. 

Abschied von der Spessartrampe

Nachdem ich im Oktober am Tag der offenen Baustelle in Heigenbrücken das östliche Portal des Falkensteintunnel besichtigen konnte war stets die Idee da der Spessartrampe vor der Inbetriebnahme der Neubaustrecke mitte Juni und anschließenden Rückbau der Trasse via Schwarzkopftunnel einen Besuch abzustatten.

Am 25.5. (Christi Himmelfahrt) gab es dort diverse Sonderfahrten, aber da war mir der „Schratfaktor“ zu hochund so nutzte ich das via www.dbfirmenrad.de erhaltene neue eBike für einen netten Tagesausflug mit 115km Radstreke zur westlichen Rampe ab Laufach bis zum westlichen Portal.

Die gesamte Route mit vielen Bildern gibt es hier bei Komoot. 

Enstannt, zügig und in den Steigungen freundlich elektrisch unterstützt wurde zunächst Nilkheim erreicht. Quer durch das Industriegebiete ziehen sich diverse und zumeist ungenutzte oder überbaute Anschlussgleise. Vor dem Prellbock der das heutige Ende der ehm. Bachgaubahn via Großostheim nach Höchst (Odw.) markuert wird aber auch noch ein Gashandel angedient. Erfreulicher Weise hat man 2016 die Straßenbrücke der B469 erneuert die die Trasse bis Großostheim weiter möglich macht. Derzeit bestehen Bestrebungen Großostheim wieder anzubinden.

Entlang des Mains geht es Richtung Aschaffenburger Innenstadt und durch den Park (Fasanerie) Richtung Laufach.

In Laufach rollte gerade ein langer Zug mit Eaos Wagen ein der vermutlich nachgeschoben werden wurd. Ein guter Grund einen guten Fotostandort zu finden.

Warum man das Portal des westlichsten Hainer Tunnels so gelegt hat dass man bis zum vollständigen Rückbau der dortigen Alttrasse einen wenige hundert Meter langen einspurigen Abschnitt genereriert erschließt sich mir nicht, zumal dort viel Platz gewesen wäre.

Die Baustrasse ermöglicht ein gutes Anfahren der diversen Fotostandorte. Die Aussicht von der Gaststätte des Sportzentrums bei Hain dürfte auf die zwischen dem Hainer- und Metzer Tunnel und tiefer liegenden Neubaustrecke nicht mehr so optimal sein wie zuvor auf die Altbaustrecke.

Beim Blick auf das Trogbauwerk Etzbachtal kam dann ein „Warum?!?“ Effekt auf. Wenige Wochen vor der Stillehung waren zwei Mann mit Grünschnitt (Gras und Gestrüpp) an der Alttrasse beschäftigt…

Die Baustraßen waren nicht wirklich gut in den diversen Landkarten (Komoot oder Bosch Navi)  dokumentiert. Aber auch das westliche Portal verbarg sich recht gut. Auf Grund der fortgeschrittenen Uhrzeit entschloss ich mich nicht auf einen weiteren nachgeschobenen Güterzug am bzw. über dem westlichen Portal abzuwarten und direkt zurückzufahren. Auch der Stichweg, der als Weg zum Portal ausgeschildert war entpuppte sich als zugewucherte Stelle.

Links oben: Blick von oberhalb des Westportals des Schwarzkopftunnel auf die Üst. Heigenbrücken West wo die Nachschiebeloks enden mit eibem ICE-T Richtung Laufach.

Oben rechts: Zurückkehrende Nachschiebeloks oberhalb des Trognauwerks Elzbachtal.

Mitte links: ICE3 am westlichen Portal des Metzer Tunnels in Fahrtrichtung Laufach.

Mitte Rechts: Gegenrichtung zum Bild mitte links, Regionalexpress Richtung Heigenbrücken beim östlichen Portal des Haine Tunnel.

Unten links: Nachgeschobener Güterzug in Richtung Heigenbrücken am westlichen Portal des Hainer Tunnels.

Unten rechts: Regionalexpress zwischen Hösbach und Goldbach.

Wer jetzt meint dass Bahnstrecken immer langweiliger werden da Tunnel und Lärmschutzwände due Sicht versperren der möge mal bei Hösbach und Goldbach die A3 befahren. Ich dachte die Berliner Mauer hätte hier innerorts eine Wiederauferstehung gefunden.


Im Biergarten mitten in der Aschaffenburger Fasanerie wurde sodann eingekehrt und das Mittagessen nachgeholt.

Bier bzw. Apfelwein zu 2,90 für 0,5l und üppiger Braten zu 9,50 kann man sich gefallen lassen. Es bestätigt sich wieder dass Mahlzeiten unter 500g Fleischeinlage in Franken vmtl. als vegetarisches Gericht eingestuft werden. 😂


Frisch gestärkt ging es dann nach Hause.

Ein schöner Tag in Blau (und Beige)

Die DB Westfrankenbahn welche ihren betrieblichen Mittelpunkt in Miltenberg hat richtet seit mehreren Jahren einen Tag der offenen Tür in Miltenberg aus. Im ehm. Nordbahnhof (seit Schließung des ehm. Hbf nur noch Miltenberg bezeichnet) finden dabei u. a. Führungen im Stellwerk als auch eine Fahrzeugausstellung sowei allerlei Begleitprogramm statt. Zu diesem Anlass verkehren auch Sonderfahrten.

Zwischen Aschaffenburg und Miltenberg verkehrte eine Doppeltraktion 628er. Somit eine Einheit mit Fahrzeugen wie sie bis vor kurzem noch die Regelauf dem WFB Netz waren. Heute verkehren zumeist Desiros. Zwischen Wertheim – Miltenberg und Amorbach verkehrte eine Garnitur aus einer ozeanblau / beige lackierten 212 und einer 216 (Conny) mit einem AB Silberling und zwei Schnellzugwagen. Zur Vermeidung des Umsetzens stan due 216 auf der Seite Wertheim und die 212 auf der Amorbacher Seite. Zudem war im Erlebnisbahnhof Amorbach das dortige Bahnmuseum geöffnet. 

Ein guter Anlass meine beiden Hobbys zu kombinieren und so ging es nach einem gutem Frühstück zum Bahnhof um mit dem ersten Zug nach Bad König – Zell (ehm. Zell – Kirchbrombach) zu fahren. Der Zug ist gering belegt, trotzdem sind bereits 6 Räder in der Einzelgarnitur.

Nach der Ankunft in Bad König-Zell ging es zunächst stramm bergan nach Vielbrunn und hernach stellenweise rasant hinab nach Amorbach. Wenn auch der Radweg gemäss dem hessischen Radroutenplaner existiert so fehlte jedwede Ausschilderung und die Motorradfahrer auf der Strasse hinunter Richtung Amorbach nervten nur noch. Warum müssen die Kisten einerseits so laut sein und zudem derartig stinken?

Daher ändere ich die Route etwas ab, was mir mal wieder zu einem kurzen Stück „Single Trail“ quer über eine Wiese und steiler Abfahrt beschert. 😉

Die Etappeninfos und Bilder habe ich auf Kommot abgelegt. 

Die Altstadt von Amorbach ist wahtlich sehenswert, wenngleich auch etwas von Leerstand geplagt.

Das kleine aber feine Museum im ehm. Empfangsgebäude des Bf Amorbach überrascht mit alten aber stets noch aktuellen Plakaten und vielen weiteren Dingen der letzten über 150 Jahre Eisenbahn. Den langsam aufkommenden Hunger konnte gleich im Haus im sehr schön eingerichteten und im April wiedereröffneten Restaurant „Gleis 1“ bekämpft werden, wobei ich dann doch den Biergarten vorzog. 

Wer nach dem Essen immernoch zu schwach für weitere Aktionen ist dem stehen für kleines Geld Betten im Schlafwagen bereit 😉

Während des Essens wurde der Sonderzug bei der Wende beobachtet und das seltsame Verhalten diverser damit angekommener Bahnschrate 😂

Sollte mal zu viel Gedränge bei den Toiletten der Gaststätte bzw. des Museums herrschen kann bequem in der Sitzgruppen eines Silberling warten.
Mit Rückenwind ging es nun Talabwärts und bei Breitendiel wirde eine brauchbare Fotostelle für den nächsten Pendel der Sonderfahrt entdeckt. 

Weiter ging es noch zum ehm. Miltenberger Hbf. Dort steht an einer grossen Brachfläche noch das stattliche ehm. Empfangsgebäude und weiter hinten (ehm. Kopfbahnhof) die Stückguthalle. Hier hat man aber auch einen guten Blick auf die Mainbrücke. Leider wendete das Ausflugsschiff kurz vor der Brücke sonst wären fast Schiff und Zug auf ein Bild zu bannen gewesen.

Man merkt man wird alt wenn man Fahrzeuge in der einstmals verhassten ozeanblau / beigen Bundesbahnlackierung für ein gutes Fotomotiv hält.

Der Wind im Tal ist recht eigenartig. Regelmäßig drehte dieser zwischen talaufwärts und talabwärts. Muss man nicht verstehen. Da der Zeitplan etwas nach hinten gerutscht war verzichtete ich auf den Besuch des Festgelände am Bahnhof in Miltenberg und strampelte stramm Mainabwärts nach Großheubach ink. diversen gewonnenen Rennen mit Frachtschiffen (siehe Teilbild oben bei Kleinheubach).

Über Grossostheim, Schafheim, Keestadt und Semd ging es nach Habitzheim zur zweiten Einkehr des Tages im dortigen „K2“. Der Handkäse überzeugt. Beim nächsten Mal teste ich die Schnitzel ob sie „Mickler Qualität“ (ehm. Gaststätte „Zur frischen Quelle“ in Habitzheim) erreichen. Die Gaststätte ist inkl. des Aussenbereichs voll. Spricht für das vorhandene Bedürfnis nach einer guten Dorfgaststätte. 

Anbei im Textlink der Tourbericht der zweiten Etappe mit weiteren Bildern,wobei diese auch auf Grund der Gesamtfahrstrecke ab Miltenberg etwas weniger werden.

Fazit zur Radtour:

Während die Auschilderung der Radwege im bayrischen… ähm unterfränkischen Teil sehr gut war ging die Qualität im Landkreis Darmstadt-Dieburg ab Schafheim rapide zurück. In die falsche Richtung zeigende oder fehlende Wegweiser waren ab dann gefühlt eher die Regel denn die Ausnahme. 😕

Auch wenn ich die Anfahrt zum Bahnhof noch dazurechne habe ich die 100km nicht geschafft aber gut 99km sind auch nett, und das (noch) ohne Akkuunterstützung.

Langstreckenfahrt

Angeregt von einem Beitrag in einer Fb-Gruppe über stillgelegte Bahnstrecken über das fehlgeschlagene Projekt eines Strassenbahnmuseum auf der ehm. Strecke von Neckarsteinach nach Schönau statte ich dieser mit dem Rad einen Besuch ab.

Zunächst ging es ab kurz nach 9 via Gersprenz- und Ostertal zur Wegscheide und dann wieder hinab nach Wahlen und auf der ehm. Bahnstrecke bis Waldmichelbach. 

Hinter Waldmichelbach wurde wieder etwas der Hügel erklommen um bei Siedelsbrunn den höchsten Punkt der Tour zu erreichen. Danach ging es stellenweise rasant abwärts durch das Wunderschöne Tal des Eiterbach ind weiter nach Schönau.

Ein Grossteil des ehm. Bahnhofsgelände in Schönau dient heute als Festplatz  (und Parkplatz) und wurde mit einem Vereinsheim bebaut. Das Empfangsgebäude sieht nicht taufrisch aus, ist abet bewohnt.

Am ehm. stadtseitigem Ende befindet sich eine Gaststätte „Altes Haus“ in dem sich gut einkehren lässt.

Die Bahnstrecke wurde 2008 zum Radweg umgestaltet und vmtl. vor kurzem erst asphaltiert. Am Rand von Neckarsteinach trifft die alte Trasse beim Tunnel der Neckartalbahn auf diese. Hier endet auch der Radweg. Der Bahntrasse ist noch das dritte Gleis als Trasse erkennbar, insbesondere durch die Oberleitungsanlage. Zwei Bahnbrücken bis zum Bahnhof wurden in den letzten Jahrzehnten erneuert, jedoch nur zweigleisig. 

Ursprünglich wollte ich nach Heidelberg weiterfahren änderte aber das Ziel auf Eberbach. Die Eisdiele am neuen Markt rief 😉

Entspannt ging es mit dem 18:39 Uhr Vias nach Hause zurück. 

Mehr Bilder, wenn auch nur als kleiner Teil der Radtour, gibt es unter:

Reinheim – Neckarsteinach – Eberbach

Home sweet Home 

Petrus ist ein böser Mensch 😉

Pünktlich zum Abreisetag wird das Wetter wieder besser und besser ist glatt untertrieben. Wolken mit Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen machen den Abschied schwer.

Statt einer Heimfahrt „über Umwege“ entscheide ich mich für die direkte Heimfahrt und mache zuvor eine kleine Fotorunde nach Zweilütschinen. Für Bahn2000 inkl. dem Halbstundentakt wurde zwischen Zweilütschinen und Wilderswil bis auf Höhe von Gsteigwiler ein Doppelspurabschnitt gebaut der Anfang der 2000er Jahre  (Dez. 2002?) in Betrieb ging. Wenn man die Stecke noch aus den 90er Jahren kennt in der auf dem mit engen Radien gespickten Abschnitt im beschaulichen Gebirgsbahntempo gefahren wurde erinnert die heutige mit bis zu 70km/h befahrbare Strecke schon fast an eine Stadtbahn im Gebirge. Alle Züge werden die Züge aus Grindelwald (vorderer Zugteil) und Lauterbrunnen vereinigt. In der Gegenrichtung werden diese geteilt. Der Grindelwälder Zugteil besteht on der Regel aus einem dreiteiligen Steuerwagenmodul (ABt 422-425 aus 2004 von Stadler mit Niederfluranteil), zwei normalen Wagen und einem ABeh I oder II Triebwagen. Der Lauterbrunner Zugteil verfügt über einen dritten normalen Personenwagen. Womit die vereinigten Züge mit 13 Fahrzeugen eine recht beachtliche Länge aufweisen. In einigen Umläufen bestand der Grindelwalder Zug aus zwei je dreiteiligen ABDeh 8/8 von denen sukzessive ab Nov. 2016 die Fahrzeuge 321 bis 326 in Betrieb gesetzt werden.

Die kurze Wanderung habe ich zusammen mit weiteren Bildern hier dargelegt.

Zurück in Wilderswil wird das Gepäck abgeholt und der bergwärts fahrende Zug am ehm. Flugplatz abgefangen. Die BOB Betriebsleitung wünscht im Display einen schönen Tag und bei prächtigen Wetter geht es sm Thuner See entlang Richtung Spiez.

Die Fernsicht in Bern ist wieder toll. Rin letzter Blick in die Alpen  😧

Erst jetzt stelle ich fest das die IC2000 Wagen gut getarnte Steckdosen in der Leiste mit den Reservierungsanzeigen und Kleiderhaken hat.

Wegen einer Türstörung legt der Zug nach der Wende in Bern HB noch einen Stopp in Bern-Wankdorf neben der SBB Zentrale ein. Mit +7 geht es weiter nach Basel was den 7 min Übergang zum ICE70 (der auch am Mo von Landquart bis Zürich genutzt wurde) sportlich machte, aber dieser Wartete und bsute die gut 7 min Verspätung bis Frankfurt Hbf ab.

So. Die heimische Couch hat mich nun wieder  😆

Due nächste grössere Tour steht ende Mai per Rad von zu Hause bis Gotha an.

Zermatt und Stalden

Dee Wetterbericht sagte nichts gutes voraus. Zwar war der Blick aus dem Fenster nicht allzu übel aber eine Verschiebung der Schneegrenze nach oben war klar erkennbar. Da ich gestern schon diverse WAB Fotos machen konnte lies ich ob des vorhergesagten Regen mit niedrigen Wolken die Idee von Fotos zwischen Alpiglen und Grund sausen.

Stattdessen ging es via Lötschberg Basistunnel nach Visp.

Der ICE4 verfolgt mich seit dem Tourbeginn. Zuerst in Frankfurt/M Süd, dann Hamburg, irgendwo unterwegs in der Schweiz (Lausanne?) und jetzt hier in Spiez. Hat man ihm für den Lötschberg sicherheitshalber eine „richtige Lok“ [tm] mitgegeben? 😉

Der Gewinner des Lötschberg Basistunnel dürften die Täler und Orte um Visp sein. Im Vergleich zur Fahrtzeit über die Bergstrecke und dem Umweg über Brig liegt jetzt z. B. Zermatt für Bern und Spiez geradezu vor der Haustüre. Da Zermatt autofrei ist sind die Güterzüge der MGB zwischen dem Güterterminal in Visp und Zermatt unverzichtbare Versorgungfahrten. Eine Rangierlok wartet in Gleis 3 darauf die Wagen nach Gleis 1 an die Laderampe bzw. die Freiladegleise zu Fahren.

Apropos Autofrei. Was für eine Farce. Stattdessen heizen jede Menge Elktrokarren, vgl. denen die früher für die Gepäck- und Stückguttransporte im Bahnhof zu den Zügen genutzt wurden, für Material- oder Personentransporte durch die bisweilen engen Gassen.

Das Matterhorn hat heute vmtl. keinen Dienst. Zu sehen ist es jedenfalls nicht.

Noch schnell ein paar Fotos von der Gornergratbahn und dann zurück zum Zug nach Stalden.

Vmtl. im Zuge der Oberbauerneuerung i der Zahnstangenrampe unterhalb von Stalden wurde ein bahnparalleler Fussweg angelegt. Der Beginn liegt direkt am Bahnübergang im Bf. Stalden und ist mittel einer „winzigen“ Schranke mit 1m Baumlänge gesichert. Verbotsschildet hat es keine, also nutze ich ihn. Vorbei an der Zahnstangenweiche mit drei S700KM Antrieben (*schauder*) und dem Modulgebäude geht es talwärts. Auf Höhe des im Tal liegenden Umspannwerk und Schaltanlage geht es von der Bahn weg ins Tal aber wenige Meter weiter kann man wieder hoch zur Bahn gehen und diese auf einem recht merkwürdigen Bahnübergang wieder queren.

Den Weg, inkl. weiterer Fotos, habe ich unter diesem Link bei Komoot aufgezeichnet wobei der Beginn nicht am Bahnhof liegt.

Mit dem Bus geht es nach Visp. Der Fahrer hatte vmtl. nicht mehr mit Kundschaft gerechnet da die Kasse bereits abgebaut war. 😀 Ich liebe den Schweizer Postbus. Ich habe hier fast nur freundliches und motiviertes Personal erlebt. „You get what you pay for“?

Rollkoffer sind was böses. Es geht immer mehr rein. Aber wehe es kommen Treppen, Rampen oder schlicht Eisenbahnwagen. In Visp daher noch einer ältern Dame mit ihrem Übergepäck auf der Rampe und in den Zug geholfen. Gar nicht mein stil 😂😂😂

In Spiez grüßt dann noch ein ehm. Schweiz Express mit EW III Wagen, nun als Golden Pass beschriftet. 

Auch heute übertrifft sich die Küche wieder. 

Lustige Radieschen in Gelb und Rot-Weiss, Ente mit handgemachten Gnochi sowie Rumtopf. Als Abschluss ein guter Aprikosenbrand. Es war sehr schön hier.

Rodeln First

Wenn ein gewisser Herr aus Washington meint „America first“ so hat er die Rechnung ohne Grindelwald gemacht. Denn dort gibt es schon seit Ewigkeiten den „First“  und dieser sowie die dortigen Rodelstrecken waren heute das Ziel.

Zunächst aber der „Schreck in der Morgenstunde“. Die BOB ist nicht mehr in der Liste der Auslandsfreifahrt enthalten. Auch die Jungfraubahn Gruppe zu der sie gehört fehlt. Die Nachfrage am Schlater in Wilderswil bestätigt diese. Es gibt aber noch 50% Reduktion auf den FIP-Ausweis. Aber dafür gibt es die 50% auch auf die Seilbahnen die zur Jungfraubahn Gruppe gehören. Das nenne ich toll. Nun geht es mit der BOB hinauf nach Grindelwald. Wilderswil lag zwar noch im Grünen aber der „Puderzucker“ auf den Bergen drumherun wurde in der Nacht erneuert. So präsentiert sich Grindelwald auch wie man es erwartet. 😉

Interesannte Postfahrzeuge hat es hier und an der Talstation der Firstbahn eine erste kleine Enttäuschung. Der (Winter)Wanderweg der von der Bergstation der Firstbahn zum unterhalb des Faulhorn liegenden Beginn der 15km Rodelstrecke hinunter nach Grindelwald ist gesperrt. 😕

Seilbahntechnik ist imner wieder faszinierend. 

An der Bergstation grüßt, zwar ohne blauen Himmel aber nichtsdestotrotz, ein herrliches Panorama über Mannish, Egger, Monk, Virgin, Fright- and Weatherhorn. 😂

Bei den asiatischen Reisegruppen laufen derweil die Deppenzepter (Selfi-Sticks) heiß.

Es bestätigt sich die Sperrung des Weges zum weltlängsten Rodelweg (wobei diesen Titel auch andere beanspruchen) aber der Weg nach Bort via Waldspitze sei offen. Sehr schön. 15 CHF kostet der Schlitten und nun ist erst einmal ein Anstieg bis zur Gummihütte angesagt. Leider zieht es sich nun etwas zu und auch sehr leichter Schneefall setzt zeitweise ein.

Die Aufzeichnung der Wander – Rodeltour ist, mit weiteren Fotos, hier bei Komoot aufrufbar.

Der Einstieg ist erreicht und teilweise recht rasant geht es bergab. Eins bis zwei mal wurde, teils freiwillig aber auch unfreiwillig, die Notbremse via Schneewall gezogen. Der Weg hat zudem meist in der Mittelspur einen unverdichteten Streifen der zum Bremsen genutzt werden kann. Nach einem rasanten Beginb folgten aber auch flachere Abschnitte in denen der Schlitten wieder gezogen werden musste. In der Waldspitze wurd auf eine Ovomaltine eingekehrt…

Danach geht es weiter mit rasanten Abschnitten aber auch wieder mit Laufen. Die Umgebung ist ein einziges Winterwunderland und irgendwann ist die Zwischenstation Bort der Firstbahn erreicht. Die  Rodelstrecke hinunter ins Tal ist gesperrt (trotz ausreichend Schnee und als Wanderweg offen ) und so geht es mit der Seilbahn hinab ins Tal

In Grindelwald steht der Schneepflug bereit und es wurden auf dem Abschnitt der WAB von Grund zum Bahnhof noch ein paar Fotos gemacht.

Der Tag klingt aus bei hervorragenden Essen und einem Verdauungs Grappa einer sehr guten Brennerei 

Für Morgen ist Regen angesagt. Naja, Schaumermal.