Weiterfahrt in die Reifenstadt, mit Hindernissen

Die Ursprungsplanung sah vor von Mulhouse via Belfort, Besancon und Nevers nach Clermont-Ferrand zu fahren.

Da die SNCF auf dieser Route diverse reservierungspflichtige Züge vorsieht und diese zu Buchen ein mittlerer Krampf ist wurde Plan B gewählt.

Vom definitiv auf der Bahnsteigseute renovierungsbedürftigen Bahnhof Mulhouse ging es mit dem nur 1x in St. Louis haltenden TER nach Basel.

Erschütternde Zustände auf dem dortigen Displays. Zwei ausfallende Züge und es sind sogar Binnenzüge, also keine Verspätung aus D die schuld ist  😉

Mit dem IC der Linie 51 geht es dann via Laufen, Delemont und Moutier sowie dem kurzen BLS Streckenabschnitt via Grenchen Nord nach Biel.

Die Bauarbeiten für die Doppelspurinseln im Abschnitt bis Delemont schreiten kontinuierlich voran.

Der aus einem ICN RABe500 mit aktiver Neigetechnik gebildete Zug erreichte dabei pünktlich Biel.

In Biel dann entspannt mit bahnsteiggleichen Umstieg zum ICN nach Genf und ebenso entspannt ging es dann am Bieler-, Neuchâteler- und Genfer See entlang in den westlichsten Zipfel der Schweiz.

Im Gegensatz zu diversen anderen CH/D Grenzbahnhöfen wo die Anlagen der Grenzabfertigung nicht mehr vorhanden sind oder umgangen werden muss man in Genf immernoch durch die Katakomben unter den Bahnsteigen der Grenzabfertigung. Auch wenn diese unbesetzt ist um nach Gleis 7 und 8 mit den Zügen Richtung Frankreich zu gelangen.

Der Zug nach Lyon wird aus einer Doppeltraktion AGC gebildet. Kurz nach diesem wird dann ein TGV nach Paris folgen.

Die Oberleitungen der Gleise 6 und 7 können für 15kV 16,7Hz oder 25kV 50Hz geschalteten, Gleis 8 ist dauerhaft auf 25kV so wie es scheint.

Durchs Rhonetal ging es pünktlich und mit schöner Landschaft bis Amberieu wo auch gerade ein Güterzug aus Richtung Bourg-en-Bresse auf die Strecke nach Lyon einfädeln will. Aber der Personenverkehr fährt vor…

… aber recht langsam und ab dort sammelt der Zug fleißig Verspätungsminuten so dass der angedachte Zug bei der Einfahrt in Lyon Part-Dieu beim Ausfahren gesehen werden konnte. Das ist doof.

Naja, dann halt kurz ein Blick auf den östlichen Bahnhofsvorplatz mit der Strassenbahn und dem „Rhone-Express“ zum Flughafen und der dortigen TGV Station.

Zudem Zeit zum Organisieren diverser Platzreservationen für die nächsten Tage.

Als der Servicemensch mit der Kombi Interrail und FIP kollidierte war er erst etwas konfus, verschwand dann einige Minuten und aks er zurück kam lief es wie geschmiert.

Vermutlich hat er heimlich die Hotline für die Taskforce gegen Fahrkartenterroristen kontaktiert die ihn dann unterstützten 😀

Im IC nach Nantes der aus einem Fernverkehrs Alstom Coradia Polyvalent gebildet wurde ging es über Tarare und Roanne über Brücken und durch Tunnrl nach St-Germain-des-Fosses.

Dort verblüffte das rege Treiben von SNCF Fret mit mehreren langen Reihen von Schiebewandwagen und vier Güterzugloks von denen dann eine mit ihrem Zug abrückte und due andere rangierte.

Ziel dürfte eine Flaschendabrik an der nurnoch bis Puy-Guillaume befahrenen Strecke von Vichy nach Darsac sein.

Ein weiterer Alstom Coradia Polyvalent, diesmal als TER, stellte dann den letzten Zug der heutigen Etappe nach Clermont-Ferrand dar.

Einchecken im Hotel und dann hinauf zum Altstadtkern zum Abendessen.

Da in einer Stadt die von einem Reifenwerk dominiert wird eine klassische Strassenbahn nicht en vouge ist wurde das System von Translohr mit Spurführung aber mit Gummireifen gewählt.

Im Gegensatz zum System wie es in Caen oder Nancy eingesetzt wurde können die Translohr Fshrzeuge nicht ohne Spurführung wie gewöhnliche Busse fahren.

Sehr gutes Abendessen beim Korsen und dann über den Hügel durch die Altstadt zurück zum Hotel.

Die „Strassenbahn“ dient den Bahnhof leider nicht an.

So gibts aber halt auch Bilder aus der sogenannten blauen Stunde.

Die 15 min Verspätung bekamen somit am Etappen Ende noch 1h aus Wartezeiten ubd Umstiege dazu.

Egal. Immerhin angekomen. Morgen gehts per Bahn und Bus zur nächsten Museumsbahn.

Mulhouse Ville → Clermont-Ferrand
08.08.2024

TER96207
Ab 08:16 Mulhouse Ville
An 08:40 Basel SBB, Gleis 31

IC 1614
Nach Biel/Bienne
Ab 09:03 Basel SBB, Gleis 19
An 10:10 Biel/Bienne, Gleis 4

IC 514
Nach Genève-Aéroport
Ab 10:16 Biel/Bienne, Gleis 5
An 11:47 Genève, Gleis 3

TER96564 / TER K1+ (96564) / TER96564
Nach Lyon Part Dieu
Ab 12:25 Genève, Gleis 7
An 14:22 Lyon Part Dieu (+15)

Anschluss geplatzt.

TER75736
Ab 14:34 Lyon Part Dieu
An 16:59 Clermont-Ferrand

Ersatzverbindung:

IC 4506
Ab 15:44 Lyon Part Dieu
An 17:28 St-Germain-des-Fosses

TER73363
Ab 17:43 St-Germain-des-Fosses
An 18:22 Clermont-Ferrand

Plan:
Umstiege: 4
Dauer: 8h 43min

Ist:
Umstiege: 5
Dauer: 10h 06min

Ein Satz mit „X“…

… war wohl nix. Wobei so ganz nichts war der Tag trotzdem nicht.

Aber erst mal der Reihe nach.

Zunächst war frühes Aufstehen angesagt, wollte ich doch den morgendlichen Sandzug auf der Rückfahrt zur Grube bei Siselen erwischen.

Also 6:30 Frühstück und ab zum Bahnhof, aber etwas Zeit für Fotos am Peter-Merian-Steg blieb noch.

In Basel SBB wartete dann ein ICE4 als IC 333 der Linie IC 61 nach Interlaken Ost wartet der mich zunächst nach Olten brachte. Hinterher stellte sich heraus dass der Führerstand mit einer mir wohlbekannten Person besetzt war. Hinterher…

Ab Liestal und bis hinter Olten lag sogar etwas Schnee im Tal.

In Olten dann Wechsel in den leicht verspäteten ICN der mich bis Biel bringt. Eine Verspätung von 3 – 4min ist zu Hause eher als pünktlich anzusehen, hier in der Schweiz mit recht schlanken Anschlüssen musste ich mich in Biel doch etwas sputen um den Triebwagen der ASm im Untergeschoss noch zu erreichen. Aber es hat geklappt und reichte sogar noch für Fotos.

Den Bereich um den Haltepunkt von Lüscherz, das Ort liegt derweil ein paar Kilometer entfernt am See, hatte ich als Fotostandort auf der Landkarte ausgemacht und er erscheint auch recht brauchbar.

Was aber nicht erscheint ist der Sandzug. 😔

Naja, nachdem auch die zweite Fahrt des Sandzug von der Grube bei Siselen zum Werk in Sutz nicht kam lief ich rüber nach Siselen.

Die zweite bzw. Ersatzgarnitur steht dort wohl schon länger abgestellt im Stumpfgleis. Die Schüttwagen wurden im Dampflokwerk Meiningen gebaut und dabei auch VEB Radlager verwendet. Die Wagen könnnen auf einer Seite entladen, aber die Konstruktion zeigt auch wieso die relativ kurzen Aufenthalts- und Wendezeiten zum Entladen von 20min möglich sind.

Die Garnituren sind fest gekuppelt und verkehren normalerweise mit je einem Triebwagen an beiden Enden.

In Siselen befindet sich neben Täuffelen das zweite Depot der ASm (ehm. BTI) aus dem auch gerade eine Einheit der GTW der ersten Generation, welche aber in den letzten Jahren grundlegende Revisionen erhielten, ausrückt.

Das rechte Gleis am Bü führt zur Sandgrube, die noch aktive Transportgarnitur steht bereus in diesem Gleis, ist aber abgerüstet.

Somit habe ich den Zug nicht verpasst sondern die beiden Vormittagspendel sind ausgefallen. Da zur Nachmittagsfahrt noch etwas Zeit ist gebe ich die Hoffnung weiter nicht auf.

Und so laufe ich nun auf der anderen Gleisseite zurück nach Lüscherz.

Der Berg Chasseral grüsst derweil in feinster Schneepracht aus der Ferne.

Ab Lüscherz verläuft die Bahn, abgesehen von einem Abschnitt zwischen Hagneck und Täuffelen bis Biel fast durchgehend parallel zur Strasse.

In Hagneck quert sie dabei den Hagneckkanal welcher einen Großteil des Wassers der Aare in den Bieler See leitet. Ein idealer Einsatzort für die Fotohornisse, wenngleich es sich leider etwas zuzieht.

Was soll ich sagen, auch der nachmittägliche Sandzug kam leider nicht und so konne uch ihn auch nicht im Einsatz fotografieren. 😩

Dafür noch ein paar GTW und die Depotlok in Täuffelen.

Noch ein Blick durch die Glasscheibe ins Stellwerk von Täuffelen von wo aus die ganze Strecke von Biel nach Ins gesteuert wird.

Und dann geht’s mit einem Zug früher wie geplant zurück nach Biel wo ein BLS Mutz zur Fahrt als IR nach Basel wartet. Der Mutz hat in der Wagenmitte ein kürzeren Fenster was zu einem Reihensitz mit extravaganter Beinfreiheit führt.

Einfahrt von Osten her in den Berner Hauptbahnhof mit dem immer wieder schönen Blick über die Aarebrücken in die Berge.

Der Zug durchfährt dabei die normalen Bahnsteige des Hauptbahnhofs und hält erst am Westende dieser am neuen Bahnsteig für Gleis 49 und 50. Damit es wenn hier Züge halten zu keinem Gedränge auf dem Bahnsteig Gleis 9 und 10 kommt, in deren Verlängerung 49 und 50 liegen, gibt es eine Passerelle welche über den Bahnsteig von Gleis 9 / 10 die Verbindung zum auf der Westseite der Bahnhofs“halle“ gelegenen, auch „Welle“ genannten, Überführung führt.

In der „heimeligen Bahnhofshalle“ des Berner Hauptbahnhof warte ich dann auf den IC nach Interlaken Ost der mich nach Spiez bringen wird. Kurz nach dem BLS Triebwagen im Nachbargleis fährt dort der aus einer IC2000 Garnitur gebildete IC nach Brig ein der meinem IC in wenigen Minuten Abstand folgen wird aber im Gegensatz zu diesem gesteckt voll ist. Vermutlich dürften es zumeist Pendler aus dem Wallis sein.

Ich erwische einen der wenigen EW IV Wagen mit teilweiser Reihenbestuhlung, den Hersteller gibt es schon lange nicht mehr aber den Standort gibt es als Werk von Stadler immernoch.

Und die Schneedecke wird immer dichter. Leider sagt der Wetterbericht für morgen Samstag Plusgrade und Regen voraus. Naja, erstmal abwarten.

In Spiez friert eine 147 (?) welche normalerweise mit dem Befördern der DB IC2 Garnituren betraut ist vor sich hin.

Nicht mit einem Lötschberger sondern dem BLS Adäquat des SBB NPZ geht es dann das Simmental hinauf nach Zweisimmen, währenddessen die Sonne langsam Feierabend macht.

In Zweisimmen wartet derweil eine EW III Garnitur als RE nach Interlaken Ost auf den Zug und Fahrgäste aus Lenk. Zum Fahrplanwechsel am 12.12.2021, also in gut einer Woche, scheiden diese aus dem aktiven Dienst aus.

Es ist kalt mit gut Minus 6 Grad und so freue ich mich nach dem Erkunden des für die zukünftige per Spurweitenwechsel verkehrenden Züge von Montreux bis Interlaken Ost grundlegend umgebauten Normslspurteil des Bahnhof als endlich der Zug aus und nach Lenk eintrifft.

Und dsnn ist pünktlich kurz vor 18 Uhr Lenk erreicht. Nach dem Zimmerbezug noch schnell ins Coop und dann ruft auch schon das Abendessen.

Achja Zimmerbezug. Gebucht habe ich im Krone „Budget“. Da das eigentliche Hotel Krone aber derzeit Ferien hat gibts den Schlüssel im Hotel „Sternen“, also direkt und „kontaktlos“ dort am Tisch der Rezeption zum Mitnehmen und das Abendessen als auch Frühstück gibt’s wiederum im Hotel „Zum Gade“. Lustige Konstruktion.

Die zugebuchte Halbpension die im Gade serviert wird kann sich sehen lassen.

So, dann bin ich mal gespannt was der morgige Tag an Wetter und Überraschungen bringt.

Vielleicht wird es doch nicht so regnerisch wie vorausgesagt. Die Wettervorhersage bei Kachelmannwetter tendiert mit fortschreitendem Abend immer mehr zu Schneeregen.

Hier auch noch der Link zu Komoot bei dem ich vergessen hatte in Täuffelen die Aufzeichnung zu stoppen. 🙈

Nach Frankreich durch die Schweiz

So und nun noch eine Woche „Maskenball“ Bahnfahren.

Pünktlich waren die Vias und der ICE nach Karlsruhe. Da der dort zu erreichende ICE 101 aus Dortmund aber wegen technischer Gebrechen Karlsruhe erst mit +20min erreichte musste der ursprüngliche Plan ab Basel Bad Bf via Waldshut und Koblenz (CH) nach Genf zu fahren umgeplant werden da der Anschluss sicher weg war. Andererseits gaben die 20min Zeit noch weitere Freifahrten zu ziehen da die beiden letzten Fernverkehrsautomaten in Darmstadt Hbf beide defekt waren. Gut dass ich schon vor gut 2 Wochen in Trossingen Bf welche gezogen hatte.

Der relativ schwach besetzte ICE 101 baute zum Glück noch ein paar Minuten ab und mit Abfertigungspfiff wzrde um 11:04 der ICN nach Biel über Delemont erklommen.

Dass der ICN sogar Abteile besitzt war mir neu, die Diskussion der aus der französischen Schweiz stammenden Zugbegleiterin über die Art was eine Maske sei absolut sinnlos (insbesondre in Anbetracht dessen was ich auf der Radtour erlebte) und vorbei am mit letzten mit mech. Signalen ausgestatteten Bahnhof, dem Güterbahnhof von Biel, ging es in Biel rüber zur ehm. Biel-Täufelen-Ins Bahn welche heute als ASm firmiert.

Offenbar wurde die letzte im alten BTI Design verkehrende Dopoelgarnitur GTW erwischt, alle anderen Garnituren präsentieren sich nun in Rot und vorbei an schönen Ausblicken in den Jura und die Seen ist rasch Ins erreicht.

Von Ins geht es dann mkt dem RE der BLS welcher aus den wunderbaren EW III Wagen und mit Kambly Ganzwerbung versehen ist nach Neuchâtel.

Der Zug ist immer wieder wie eine Zeitreise.

Ab Neuchâtel geht wieder im ICN über Yverdon und Morges nach Genf. Die in Yverdon und Morges abzweigenden Schmalspurbahnen konnten leider nicht befahren werden.

In Genf den richtigen Bahnsteig zur gewünschten Linie zu finden ist nicht trivial, ebenso wie die Wunderwerke welche aus Kombination der Fahrleitungen von Tram und O-Bus hier in Genf über den Kreuzungen hängen.

Mit der Linie 14 geht es zunächst zur Hst. Bel Air worauf wieder heiteres Halteplatzsuchen beginnt und dann mit der Linie 17 über die Grenze zur derzeitigen Endhaltestelle Annemasse, Parc Montessuit.

Von dort zu Fuss mit Abklappern diverser Fotostellen zurück zur Grenzhaltestelle Moillesulaz.

Und dann ging es schon wieder zurück zum Bahnhof wobei beim Umstieg in Bel Air bequem die kleine Fontaine von Genf fotografiert werden konnte.

Jetzt wieder nach Annemasse, diesmal aber mit der S-Bahn durch das neue Tunnel, also über die CEVA Linie.

Hier wurde nicht gekleckert sondern geklotzt. Wenn man bedenkt wie vor Jahren die alte oberirdische und nur dürftig befahrenene Stichstrecke Annemasse – Eaux-Vives aussah.

In Annemasse dann Wechsel in einen sdhr gut besetzen AGC und nach gut 1 1/4h ist um 19:16 dann St Gervais erreicht.

Der Großteil der Fahrgäste steigt dort in die Meterspurbahn nach Chamonix um.

Der letzte Zug des Tages der Tramway du Montblanc ist schon seit über einer Stunde weg und es steht nur noch die Denkmallok neben dem schmucken kleinen Empfangsgebäude gegenüber des SNCF Bahnhofs.

Abendessen mit Pizza und italienischen Bier. Leider gibt es das tolle Tiramisu was es bei einem anderen Besuch vor vielen Jahren gab wegen Betreiberwechsel nicht nehr.

Aber die Pizza und die „gebrannte Creme“ waren auch ganz fein.

Und morgen geht’s zum Adlernest.