Stippvisite zur Rhön- und Vogelsbergbahn

Der Wetterbericht sagte zwar Hochnebel bzw. Bewölkung voraus aber um mal die Flaschen bei der Wiesenmühle in Fulda wieder zu befüllen reicht es.

RB82 (25160)
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 06:34 Reinheim(Odenw), Gleis 1
An 07:20 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 10

„Nichtanschluss“ wurde trotz Halt der RB82 am Deckungssignal vor der Halle noch erreicht.

RE50 (4504)
Nach Bad Hersfeld
Ab 07:24 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 8
An 08:48 Fulda, Gleis 7

Durch den Nichtanschluss war auch noch genügend Zeit für eine Befahrung der letzten verbliebenen im regulären Personenverkehr genutzten Strecke in der Rhön. Die Strecken nach Bischofsheim und Hilders sind schon lange „verradwegt“ und nach Fladungen hat es nurnoch die Museumsbahn.

Aber zuvor konnte ein wenig der Rettungszug von Fulda beobachtet werden der gerade aus seinem Standby Schlaf geweckt wurde um unter anderen seine automatischen Kupplungen zu testen.

Eigentlich wollte ich bis Gersfeld fahren, aber dann ist mir ein auf der Herbstradtour2024 nicht umgesetztes Fotomotiv eingefallen und daher steige ich kurz vor Gersfeld in Altenfeld aus.

RB52 (29449)
Nach Gersfeld(Rhön)
Ab 09:20 Fulda, Gleis 1
An 09:56 Altenfeld(Rhön), Gleis 1

Am derzeit geschlossenen Biergarten der Forellenzucht unterhalb des Haltepunkt wird vor Betrunkenen gewarnt.

Und ein Druckbehälter kann auch als rostiges Minion dienen.

Der Bahnübergang hinter dem Haltepunkt dürfte der Alptraum jedes Bü Planer werden falls dieser mal technisch gesichert werden sollte.

Der Zug nach Fulda und danach der nach Gersfeld wurden abgefangen bevor es zurück zum Haltepunkt ging.

Barrierefreiheit, nee nicht hier. Aber ob die Anzahl der Kunden, ausser im Sommer wenn der Biergarten auf hat, täglich mehr als fünf ist?

Der Fahrkartenautomat dürfte mehr Strom verbrauchen wie er Umsatz macht.

Aber bis hiet reicht die Generalsanierung der Riedbahn. Einer der DSA war ehemals in Mörfelden verbaut.

RB52 (29452)
Nach Fulda
Ab 11:22 Altenfeld(Rhön), Gleis 1
An 11:57 Fulda, Gleis 9

Der Zug ist gut besetzt, vermutlich wären es die Züge aus Hilders auch wenn es die Strecke noch gäbe. Fulda wird pünktlich erreicht.

Quer durch die Altstadt und über den hübschen Weihnachtsmarkt geht’s Richtung Dom.

Und dann runter zu den Fuldauen zur Wiesenmühle.

Der „Fitnesssalat“ mit Champions und Hähnchen ist eher gewaltig und von fairem Preis.

Die beiden Flaschen wurden währenddessen auch wieder befüllt und helles sowie dunkles Wiesenmühlenbier begleitet den Monstersalat.

Und dann ist es Zeit zurück zum Bahnhof zu laufen (ca. 20 min.), vorbei an den Bischofsampelmännchen.

Pünktlich gehts dann mit dem gut besetzten HLB Lint über die Vogelsbergbahn nach Giessen und ab dort mit dem HLB Flirt nach Frankfurt.

Beide hatten etwas Verspätung, aber kein Risiko bei den Anschlüssen.

RB45 (29326)
Nach Limburg(Lahn)
Ab 14:33 Fulda, Gleis 38
An 16:16 Gießen, Gleis 11

RB41 (24855)
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 16:22 Gießen, Gleis 4
An 17:07 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 15

RB82 (25179)
Nach Erbach(Odenw)
Ab 17:24 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 11
An 18:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Die wenig erfolgreichen Wasserstoff-Lint die auf den Linien von Frankfurt nach Königstein und Grävenwiesbach / Brandoberndof verkehren stehen sich hier in Gießen die Radreifen platt während auf ihren Ursprungslinien Ersatzfahrzeuge dieseln.

Schön wars, auch wenn wie üblich vor Feiertagen relativ viel „DAU“ Bahnnutzer unterwegs waren die immer und überall im Weg stehen.

Im Regen in den Spessart

Hmm, noch sieht das Wetter akzeptabel aus.

Daher wird erst noch eine kleine Runde um den Dom gefahren, dort wo sogar die Ampelmännchen Bischöfe sind.

Und von der Domplatte wieder runter in die Fuldaauen und weiter ortsauswärts.

Dann noch ein kleiner Schlenker über Johannesberg bevor es weiter zum Örtchen Ziegel geht.

Die Strasse dorthin ist etwas schmäler so dass eine Ampelregelung besteht, Fahrräder haben aber immer grün.

Weiter geht’s über Kerzell bis zur südlichen Fliedetalbrücke die gerade vom IC2083 nach Berchtesgaden passiert wird. Einer der letzen klassischen Lok + Wagen IC der DB.

Kurz darauf geht’s unter der Brücke durch und aus Frankfurt kommt ein ICE1 vorbei.

Immer weiter das Tal hinauf, zeitweise zwischen Bahnstrecke und A66, geht es nach Neuhof.

Der dortige Kaliberg wurde in den letzen Jahren sukzessive mit Erde abgedeckt so dass dieser nichtmehr wie ein schneebedeckter Berggipfel erscheint.

Ein kleiner Abstecher zur Kaligrube ist drin, immerhin nieselt es nur ganz leicht. Noch…

Mit der Lok scheint man etwas Probleme zu haben, jedenfalls werkelt gefühlt die halbe Bahntruppe an der Lok herum.

Und so langsam fängt es während des „Passübergangs“ von Flieden nach Schlüchtern an vom leichten Nieselregen in Regen über zu gehen.

Kurzer Abstecher rüber an die Strecke von Flieden nach Elm und Gemünden bevor es zu den Südportalen der Schlüchterner Tunnel geht.

An der Gasverladung, kurz vor dem alten nach der Sanierung einspurig rückgebauten Schlüchterner Tunnel, steht ein Gaswagen zur Entladung. Rechts davon die eingleisige Strecke nach Elm.

Aus dem neuen Tunnel kommt derweil ein Güterzug Richtung Hanau.

Und nun erst hoch zur A66 und dann runter nach Schlüchtern wo eine kurze „Regenrast“ eingelegt wird.

Aber es nützt nichts, es regnet weiter.

Kurz darauf wurde bei „Süffwetter“ die Kinzigtalsperre erreicht.

Und nach ein paar Regenfotos mit Zug und Wasser geht’s weiter Richtung Bad Soden.

Und über Bad Soden und Wächtersbach, wo die ausschilderung und Wegführung des Radwegs mehr als unterirdisch ist, wird Gelnhausen erreicht.

In Gelnhausen wird das Kinzigtal Richtung Spessart verlassen. Und es regnet sich weiterhin ein… 🙁

Nach dem Foto mitte links habe ich vermutlich den falschen Abzweig zwei Strassen weiter erwischt, was mir aber erst einige Orte später auffällt. +[oo]+ *mist* So ist es wenn man blind dem Navi vertraut.

Also dann halt weiter das Tal runter fahren und ab Michelbach über Möbris den Kahlgrund Richtung Schöllkrippen hinauf.

In Blankenbach wurde nachdem der „Bahnland Bayern“ Desiro abgelichtet wurde dann die richtige Abzweigung erwischt und kurz darauf wurde mit knapp 1h Verspätung Krombach und das Landhotel Windspiel erreicht.

Als Halbpension konnte hier ein 5-Gänge-Menü gebucht werden was 100% sein Geld wert ist.

Sehr gut und fein zubeteitet, aber in keiner Weise Miniportionen Marke „Zahnstocher Süss-Sauer“. Begleitet von einem guten Müller-Thurgau aus Alzenau.

So kompensiert das Abendessen den verregneten Tag doch um einiges.

Wobei trotz des miesen Wetters einige gute Fotomotive drin waren. Mal sehen ob die Klamotten bis morgen wieder trocken sind. Aber andererseits soll es morgen ja auch wieder regnen.

Abschließend noch die Aufzeichnung der Tour  bei Komoot, die durch das falsche Abbiegen dann 106km bei  970m aufwärts lang wurde.

Restkapazität der beiden Akkus zusammen (625+500Ah) noch 35%

Übers rote Moor nach Fulda

Das gute Wetter hat sich über Nacht verflüchtigt. Aber gut, erstmal ein sehr gutes Frühstück „mit ohne Aussicht“ geniessen.

Zum ersten mal auf der ganzen Tour ziehe ich den Satteltaschen den Regenschutz über, es soll heute fast ganztags nieseln oder regnen. Na dann schaumermal.

Der Aushang der Bushaltestelle bewahrheitet meine Vermutung, der ÖPNV besteht hier nur aus Schulbusverbindungen.

Und jetzt geht es im Nieselregen und Nebel erstmal weiter den Berg hinauf nach Geba.

Der Scheitelpunkt liegt dann bei 705m.ü.M. kurz vor Geba. Jetzt geht es ersmal wieder runter und nur ein wenig hinauf.

Weiter gehts durch Helmershausen, ein Ortsteil der Gemeinde Rhönblick wobei es heute leider nicht weit her ist mit den Blicken in die Rhön.

Zwischen Helmershausen und Weimarschmieden wurde ein kurzes Stück der DDR Grenzsicherungsanlagen erhalten.

Zum Glück besteht diese Grze nicht mehr und es gehen heute die Schranken nurnoch über den zum Wanderweg umfunktionieren Kolonnenweg und kurz darauf wird der bayerischen Teil der Rhön erreicht.

Weimarschmieden lag bis 1989 auch in der Position dass überall Osten war, nur im Süden, da war der Westen.

Im bebachbarten Brüchs steht eine Wetterstation des Strassenbauamt, an die extra geschrieben wurde dass die Anlage keine Geschwindigkeitsmessung durchführt 😀

Und vorbei am Hotel Sonnentau, das schon zwei mal mir als Zwischenstop diente, wurde dann Fladungen erreicht.

Da der Regen nun etwas stärker wurde lege ich eine kleine Pause in der Pappert Filiale beim Bahnhof ein.

Und trotz des Regens geht es nun stramm den Berg hinauf zur St. Gangolf Kapelle. Die Sonnen- und Aussichtsliege etwas oberhalb der Kapelle dürfte heute noch länger auf ihren Einsatz warten.

Durchs Örtchen Hansen geht es kontinuierlich hinauf zur Hochrhönstrasse und zaghaft lässt sich sogar mal die Sonne in den Wolken blicken.

Und siehe da, die Hochrhönstrasse liegt nicht im Nebel, aber dieser kommt und geht im gut minütigen Wechsel.

Unterhalb des Heidelstein wird abgezweigt und Hessen erreicht. Die Wasserkuppe in der Ferne hüllt sich derweil teils in Wolken.

Die Wasserkuppe ist diesmal nicht das Ziel wie im September 2019.

Aber der 30 fach Zoom bringt zumindest den Foto bis zum Radom.

Die Route soll aber nach Gersfeld führen und deshalb geht’s nun abseits der Hauptstraße zum roten Moor.

Das rote Moor lag auch auf der Route der Tour von 2019, diesmal schaue ich mir aber auch mal den Moorlehrpfad an, da dieser als rollstuhlgeeignet ausgeschildert ist geht das mit dem geschobenen Rad auch problemlos.

Es fängt am Ende des Moorlehrpfad wieder mehr an zu regnen, aber nicht sonderlich stark.

Entspannt rollt es sich nun runter nach Mosbach.

Während der Fotos wunderte ich mich wo denn die Baustelle mit dem Presslufthammer ist, bis mir dämmert dass bebachbart der TrpÜbPl Wildflecken liegt und der Lärm von ganz anderen Kalibern wie einem Presslufhammer kommt…

Die Kühe hier auf den Wiesen stört das in keiner weise.

Und recht stramm geht’s nun runter nach Gersfeld.

Noch recht jung ist hier die Fulda die neben dem Altstadtkern vorbeifließt.

Vom Bahnhof ist nicht viel übrig geblieben, das alte Empfangsgebäude hat einen modernen Anbau erhalten, das EG an sich ist in einem eher desolaten Zustand.

Von den einst umfangreichen Gleisanlagen ist nur ein Stumpfgleis geblieben.

Leider habe ich die stündliche RB nach Fulda um wenige Minuten verpasst.

Und so fahre ich halt ohne Zugfoto auf dem Fuldaradweg entlang der Bahn talwärts.

Und wie es sich fast gehört, als der Zug nach Gersfelsd kommt ist natürlich kein Fotostandort erreichbar.

Erst zwischen Ried und Lütter ist erwas brauchbares vorhanden, wobei natürlich nicht so Rhön typisch wie weiter oben im Tal.

Da in Lütter gekreuzt wird war erst der Zug nach Fulda und dann ein versprühter Lint nach Gersfeld möglich. Passend dazu hat sich die Sonne wieder verzogen.

Über Welkers mit seiner modernen Kirche und Eichenzell gehts weiter talwärts nach Fulda.

Dazu geht’s unter der Bahnstrecke nach Würzburg und Flieden durch und vorbei an Bronnzell nach Johannisberg.

Durch die Fuldaauen wird nun auch Fulda erreicht.

Übernachtung dann in der Wiesenmühle mit eigener Brauerei die sogar ein brauchbares IPA Ale braut. Passend zum heutigen Wetter ist es ein „Wolken Ale“. Der „Fuldaer Rucksack“, eine Cordon Bleu Adaption, schmeckt auch.

Zum Abschluss wie gewohnt der Link bei Komoot zur heutigen knapp 79km Etappe mit 1110m aufwärts.

Morgen geht’s dann über Flieden, Schlüchtern und Gelnhausen bis kurz vor Schöllkrippen.

Strom, Dampf und Diesel

Nach einer guten Nachtruhe sollte es heute wieder heim gehen und Petrus meinte es sehr gut.

Ich hatte diverse Heimfahrpläne, so z. B. via VDE8 oder Zella-Mehlis und Hammelburg nach Hause, aber letztendlich nahm ich doch den ehemaligen Basler BLT Triebwagen hinauf nach Bad Tabarz. Mitlerweile sind drei der sehr gepflegten Gebrauchtfahrzeuge bei der Thüringerwald- und Gothaer Strassenbahn im Einsatz, ein vierter Wagen steht im Depot im Aussenbereich als Arbeits- und Materialreserve.

Etwas „Swissness“ verblieb auch in den Wagen, so unter anderem die kleinen Behälter für nichtmehr benötigte Fahrkarten ähm Billette.

In der Wendeschleife in Bad Tabarz wartet bereits ein weiterer Schweizer der sich nach der Einfahrt „meiner“ Fahrt auf die Talfahrt machte.

Ich warte daher die nächste „Bergfahrt“, ein Tatra mit Werbung für die Stadtwerke Gotha, und die Rückfahrt „meines“ Schweizer ab.

Danach ist etwas Bewegung angesagt und ich laufe zur Marienglashöhle.

Heute laufen je zwei Tatra hinter zwei bzw. drei Schweizern. Etwas ungünstig für Leute die auf den Niederflurteil angewiesen sind. Da kann schnell mal eineinhab Stunden vergehen.

Am Hbf ist dann Rushhour. Kommen doch kurz nach der Linie 4 nich eine 2 vom Ostbahnhof und eine 1 vom Krankenhaus herein. Da flüchtet meine Rückfahrt mit dem roten Tatra (die übrigens seit Bad Tabarz schon sehr gut besetzt war) lieber wieder hinauf in den Thüringer Wald.

Die Bahnhofshalle in Gotha ist zwar recht sauber, aber mittlerweile ohne jedweden Service. Die Bäckerei hat ebenso wie der schon etwas besondere Imbis dauerhaft geschlossen und das Reisezentrum ist schon lange in die ÖV Station am Vorplatz ungezogen.

Über Kassel zu fahren ist keine Option, die 612 verkehren wegen Bauarbeiten nur bis/ab Mühlhausen. Der Rest wöre bis zu 2h Busfahrt… nee danke.

Mit dem Abellio Flirt der RB20 geht’s nach Eisenach und mit der RB6 von Cantus und einem hut besetzten älteren Flirt nach Bebra.

Der Bahnhof Bebra präsentiert sich sehr gut renoviert, inkl. Warteraum und einer Dauerausstellung zur Geschichte des Bahnhof die ich mir mal mit Zeit ansehen sollte.

Überraschung dann bei der Einfahrt in Fulda.

Auf Gleis 1 steht eine Dampflok der Baureihe 58 der Ulmer Eisenbahnfreunde mit einem Sonderzug auf der Vogelsbergbahn Richtung Gießen.

Das ehemalige Stellwerk wird dabei gut eingenebelt, ungefähr genau so vernebelt wie der Lokführerrucksack-Kasper der sich zielgenau den am Bahbsteigende wartenden Fotografen ins Bild stellte.

Aber naja, man konnte ihn dann doch ausblenden.

Der RE50 ist leicht verspätet und zuvor läuft noch Joachim über den Weg der dem Dampfzug zuvor bei Bad Salzschlirf auflauerte 😉

Wegen Bauarbeiten ging es ab Hanau via der nordmainischen Strecke nach Frankfurt Hbf, was noch ein paar nette Fotos von der Skyline, aber auch Blider mit dem Sonnenuntergang im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs.

Die RB82 bat sich derweil vor dem Zustieg zur Abfahrt um 18:26 noch etwas Geduld aus.

Eigentlich wollte ich ab Hanau via Wie-Heu fahren, aber die RB82 nach Frankfurt ist ab Wie-Heu wegen Personalausfall entfallen.

Egal, die Sonnenuntergangsfotos haben für die knapp 1h Wartezeit entschädigt ubd effektiv waren es zum Schluss nur gut 15min Verspätung nach 7h Fahrt (12:07 ab Marienglashöhle).

Und alleine mit der heutigen Tour hat sich das D-Ticket rentiert. Die TWSB, Abellio, Cantus und Vias sind ja in der Freifahrt nicht drin und die Fahrten zusammen wären auf 54,21€ gekomnen. Fulda – Ffm wäre noch der Steueranteil der Freifahrt dazu zu rechnen.

Für die Anreise am Freitag wären Vias nach Frankfurt sowie Cantus und Abellio von Fulda nach Gotha für 45,95€ fällig gewesen.

Warum direkt nach Gotha…

… wenn es auch umständlich geht.

Anreise zum Tag der offenen Tür der Fachschule Gotha
Um die Überstunden der letzten Wochen mit Baustellen etwas zu kompensieren fahre ich auf das Deutschlandticket auf Umwegen nach Gotha
Los ging es kurz nach 6 mit der RB81 nach Darmstadt Hauptbahnhof, im gleichen Fahrzeug als RB66 nach Pfungstadt (ja echt, es fahren da ab und an Züge hin) und wieder zurück zum Hauptbahnhof
Dort wechselt der Lint54 der Vias Odenwald auf eine Füllleistung der RB61 und fährt via Dieburg und Ober Roden nach Frankfurt am Main Hbf.
Dort wechsele ich in die aus fünf (!!!) Doppelstockwagen bestehenden RB34 nach Glauburg-Stockheim und dabei gleich mal den viergleisigen Ausbau für die S6 besichtigt.

Die RB34 erhielt in Bad Vilbel 15min Verspätung da der Fdl in Altenstadt alleine war und Pause machen musste.
Noch schnell ein Foto vom HLB Bahn GTW nach Gelnhausen und der 10min verspäteten Rückfahrt der RB34 gemacht und dann ging es weiter Richtung Giessen.

Der Taktknoten in Nidda wurde für ein Foto der GTW aus bzw. nach Friedberg, sowie der Lint nach Gelnhausen und Giessen genutzt und es gab nochmal 15min Zusatzaufenthalt wegen der nächsten Pause beim Fdl Altenstadt 🤮.


Damit war der Plan via Kassel und Hessisch Lichtenau zu fahren erledigt da der Anschluss in Giessen platzte.


Daher via Kaffeeaufnahme in Gießen und via Vogelsbergbahn, die mit +15 aus Limburg ankam und mit +20 Fulda erreichte.

„In Lauterbach hab ich mein Strumpf verloren“ war viele Jahre der Werbeslogan der am Bahnhof Lauterbach Nord (seit Stillegung der Strecke über den Vogelsberg aus Glauburg-Stockheim der einzige Bf der Stadt) gelegenen Lauterbacher Molkerei und Käserei deren letzte Spuren derzeit verschwinden.

Weiter mit Cantus nach Bebra mit entspannen 6min Umstieg und weiter nach Eisenach.

Die RB20 von Abellio kam mit +25 aus Leipzig in Eisenach an, aber packte es mit einer < 3min Wende mit gerade mal +1 in Gotha anzukommen.

Check in in der Pension Suzette und Abendessen beim „Griechen“.

Hmm, ob die Wurst nach Postversand noch heiss ist?

Na, damm mal ab ins Bett und morgen gehts ins Betriebsfeld.

Pleiten, Pech und Pannen

Der Plan war um kurz vor 11 mit der Vias nach Frankfurt zu fahren, dann mit dem RE99 nach Wetzlar (um Umsteigezeit im Kalten zu sparen) um dann mit der RB am nördlichen Vogelsberg vorbei nach Fulda zu fahren.

Da derzeit die Main-Neckar-Bahn für den S6 Ausbau zwischen Frankfurt und Bad Vilbel gesperrt ist soll die RB99 ohne Halt über Hanau nach Friedberg fahren.

Soll…

Die RB kommt auch pünktlich in Frankfurt Süd an und es geht auch pünktlich um 12:05 los… bis Offenbach Hbf.

Dort ist dann erstmal schluss da zwischen Hanau und Friedberg eine Weichenstörung in Nidderau die Fahrten verhindert.

Nach gut 1,5h warten plane ich um auf den RE50 direkt nach Fulda da es nun für die Vogelsbergbahn zu dunkel wird und es daher nix mehr bringt.

Kurz bevor der RE50 in Offenbach Hbf ankommen sollte steige ich aus und kurz darauf wird dieser mit +10 angekündigt. Dass der RE99 um 15:40 endlich weiter fährt ist ja klar.

Und dann werden wegen Türstörung +20 daraus und irgedwann 40min nach Planabfahrt kommt die Durchsage… Der RE50 13:38 ab Offenbach Hbf fällt aus.

Den RE5 nach Bebra lässt man natürlich nicht ersatzweise halten, der brettert durch…

Wozu braucht es noch GdL Streiks, wenn es so läuft? 🙈

Aber der RE50 um 14:38 kommt wenigstes pünktlich und auch so in Fulda an.

Auch auf eine Stichfahrt nach Gersfeld habe ich jetzt langsam keine Lust mehr. 5h von Reinheim nach Fulda,… da wäre ja fast das Fahrrad schneller 😂

Der Brauereigasthof Hopfenglück in Hotelnähe (Das Ibis ist jetzt ein B&B) hat ab heute Betriebsurlaub ubd so geht’s am Dom vorbei zur Wiesenmühle mit deren Hausbrauerei.

Man bietet auch Service draussen an?!? WTF?!?

Nee, danke. Heute lieber drinnen.

Der Fuldaer Rucksack, eine Cordon Bleu Adaption, gefällt, wie auch das Bier.

Ein Dunkles und ein Helles (Literflaschen 🤪) findet auch den Weg in die Tasche.

Nich schnell die Beleuchtung am Fulda Schriftzug repariert und schon ist, vorbei an der Bischofsampel, das Hotel wieder erreicht.

Der Plan war gut, aber die Realität war eine andere.

So, nun ab in die Falle damit ich morgen zum FIT auch Fit bin.

Frühjahrsradtour 2023 – Etappe 6 Im Land der offenen Fernen

„Im Land der offenen Fernen“ ist der Slogan des Tourismusverband Rhön und beim Blick aufs Titelbild des Beitrags erkennt man warum.

Die Rhön, einfach eine wunderschöne Region die sich Hessen, Bayern und Thüringen teilt.

Aber wer hier auf den ÖPNV angewuesen ist hat insbesondere am Wochenende oftmals ganz schlechte Karten, wobei einige Relationen, insbesondere in der hessischen Rhön, dann mit Shuttlebussen mit Radanhänger aufwarten.

Aber ich will nicht klagen, denn zum Glück hat mich das Rad bisher treu begleitet was den ÖPNV erstmal obsolet machte.

Heute ging es von Fladungen „quer durch“ nach Fulda inkl. dem thüringischen Zipfel Frankenheim.

Also ging es erstmal hinunter zum Bahnhof und dortigen Getränkemarkt um das Reiseproviant aufzufrischen und hernach stetig bergauf über Oberfladungen Richtung Frankenheim.

Und da waren sie auchvdchon wieder die „offenen Fernen“ kurz bevor der Weg vor der thüringischen Landesgrenze etwas „rustikal“ wurde. Danach ging es entlang der Landesgrenze bis zum Kolonnenweg und an friedlich grasenden Kühen weiter nach Frankenheim.

Für das kleine Ort Frankenheim galt jahrzehntelang galt dass überall Westen ist, nur im Norden da war der Osten. Das kleine Ort bestand fast nur aus Grenzsperrbereichen, die heute zum Glück nurnoch annähernd zu erahnen sind. Auch besitzt das Örtchen ein respektables Neubau- und Gewerbegebiet hier im „Nirgendwo“.

Aus dem Ort raus ist man schnell wieder im ehemaligen Grenzstreifen und der offene Schlagbaum gehört schon zu Hessen.

Eigentlich ist der Uhu auf gelben Grund eher für Thüringen und die östlichen Bundesländer für die Kennzeichnung von Naturschutzgebieten typisch während in den westlichen Bundesländern der fliegede Storch auf blau umrandeten weisen Untergrund üblich ist. Aber hier darf auch der Uhu über die hessische Rhön wachen.

Der blick schweift über das Ulstertal hinüber zur Wasserkuppe, welche heute aber nur aus der Ferne betrachtet wird. Diese war bereits mit der Tour in 2019 einen Besuch wert und wurd es auch wieder mal werden.

Und dann geht’s hinab ins Ulstertal.

Statt wie 2019 teils über die ehemalige Bahntrasse bleibe ich auf der östlichen Talseite und rolle nach Hilders wo beim ehemaligen Bahnhof der Ulster- und der Milsburgradweg, wie einst die Bahnstrecken, einen ersten Abschnitt gemeinsam geführt sind.

Eine Wandzeichnung an der Buswartehalle brim alten Bahnhof von Hilders vermittelt mit dem Schotterzug und Gleisen inkl. Radweg eine Symbiose die so hier nie wieder zu sehen sein wird.

Im sonst sehr gepflegten Areal um das ehemalige Empfangsgebäude herum steht ein Schienenbuswagen welchem man wohl leider recht wenig Pflege angedeihen lässt.

Mit fast durchgehend 2 bis 3% Steigung geht es nun hinauf zum Milseburgtunnel.

Kurz vor dem Milseburgtunnel ist Zeit fpr eine kurze Rast mit hausgemachter Linsensuppe ung gutem Rother Radler.

Das Radler amüsiert übrigens auf dem Etikett. Da echter Apfelsaft hierfür verwendet wird und dieser sich absetzt wird das Schütteln der Flasche empfohlen. Ähm… vor dem öffnen, oder danach?

Egal, es gibt vsl. Sauerei 😂

Und dann geht es hinein in den Tunnel. Der Scheitelpunkt dercStrecke liegt fast direkt am Ostportal und so ist nun angenehmes Rollen angesagt.

Bei der Abfahrt ins Tunnel meinte das Navi nich dass ich in Fulda den RE nach Hanau um 14:07 nicht mehr erreiche. Na dann halt auch bergab fleißig in die Pedale treten. Vielleicht klappt es doch.

Daher auch kein Abstecher zum Schloss Bieberstein, aber da war ich ja 2015 schon mit dem „normalen Fahrrad“ hochgehechelt.

Am ehemaligen Bahnhof Bieberstein finden sich ein paar aufgestellte Signale, wobei das Lichtsignal mit seiner zusätzlichen Kennlichtoptik vermutlich nicht zur Originalausstattung der Strecke gehört.

Den Biergarten beim ehemaligen Bf Langenbieber gibt es auch noch und auch das 2015 genutzte Hotel nebenan hat nach Corona wieder geöffnet. Gut zu wissen fürs nächste mal.

Kurz vor Götzenhof dann ein „Notschuss“ hinüber zur Strecke von Fulda nach Bebra bzw. Gotha. War ja klar dass kurz nach dem sich in der Szenerie recht gut tarnenden Güterzug ein Cantus Flirt und ein ICE unfotografiert davon kamen. 🙈

In Götzenhof endet der Radweg auf der Bahntrasse und mit nicht immer optimalen Ausschilderung und Wegen geht es über den Berg nach Fulda und zum Bahnhof wo der auf Gleis 1 abfahrende RE um ganz kurz vor 14 Uhr erreicht wurde.

Hier der Link zu Komoot zur Teiletappe nach Fulda.

Mit dem RE 50 ging es dann in gut 60min von Fulda nach Hanau und von dort wieder per Rad bis nach Hause.

In Hanau war dann erstmal mangels Aufzug bzw. Rampe wie üblich Fahrrad tragen angesagt bevor es bei geführter Sauhitze nach Klein Auheim ging.

Noch ein Fotostop auf und an der Mainbrücke bevor es weiter Richtung Seligenstadt ging.

Die ursprünglich geplante Heimradelroute durchs Rodgau wurde zugunsten der Aussucht auf ein Eis in Seligenstadt abgeändert.

Der Versuch das Kraftwerk Staudinger bei Großgrotzenburg auf der bayrischen Mainseite mir einem Itino abzulichten scheiterte kläglich.

In Seligenstadt wurde eine Rast für ein Eis eingelegt und damit das Gewitter „verpasst“ was südlich von Seligenstadt durchzog. Jedenfalls donnerte es in der Ferne und bei der Weiterfahrt waren die Wege von Zellhausen, mit seinen markanten Funkmasten welche unter anderem das DCF77 Zeitfunksignal ausstrahlen, bis Babenhausen nass.

So wurden zwar nicht die Klamotten nass, aber das Rad und die Hosenbeine doch ein wenig „eingesaut“.

Auch die grössere Gewitterzelle welche hinter Langstadt erkennbar wurde zog dann nördlich an mir vorbei.

Wie gerne wäre ich zum Abschluss im K2 in Habitzheim eingekehrt, aber leider ist diese sonst recht gut besuchte Dorfkneipe / -gaststätte seit Ende 2022 geschlossenen. 😩

Gewitterwolken allenthalben, aber alle ziehen nördlich vorbei, so dass das heimliche Reinheim trocken erreicht wurde

Hier der Link bei Komoot zum zweiten Etappenteil von Hanau nach Hause.

Somit kamen heute nochmal 100km zusammen und das neue Rad hat somit in den 12 Tagen schon 745 km geleistet.

Hier, sofern der Link funktioniert, die gesamte 6 Tages Tour mit 522km und 3610m aufwärts, als Collage bei Komoot.

Und wieder nach Hause

Irgendwie hatte ich keine Lust darauf Abellio Geld für die fahrt nach Eisenach in den Rachen zu werfen und da ich ohnehin relativ früh wach wurde fuhr ich die 30 km nach Eisenach auf dem Rad um dort in den Cantus nach Fulda zu steigen, mit Verspätung und und daher eher unentspannten Umsteigen in Bebra durch die dortige Unterführung.

In Fulda dann der K(r)ampf einen DB FV Automaten für die Regio Tickets zu finden. Die am Haupteingang sind dauerhaft belagert, also wieder zurück Richtung AW und siehe da, der dortige ist frei.

Und wieder zurück zu Gleis eins wo ein sehr gut belegtes Mehrzweckabteil im Steuerwagen wartet. Übliche Diskussionen mit Rentnern ohne Rad oder Kinderwagen die meinen ein Vorrecht auf die Klappsitze zu haben und ein Zugbegleiter der verwirrt ist als ich einer Dame mit Kinderwagen den Vortritt lasse. Seiner freundlichen Bitte doch in den weiteren Fahrradwagen in Zugmitte zu wechseln komme ich gerne nach was ihn noch mehr verwirrt. „Komisch, normalerweise habe ich da immer riesige Diskussionen“, so ein Kommentar. Warum? Kinderwagen und Rollstuhl vor Fahrrad und wenn andernorts im Zug mehr Platz ist, warum nicht.

Naja, im „Fahrradwagen“ sieht man dann wider wie Profis und Stümper Fahrräder unterbringen. die einen bekommen 3-4 Räder aneinandergestapelt. Andere meinen dass sie Sitzen müssen und ihr Rad vor sich halten. Naja, dann mal das Rad fies den Stümpern quer Beet reingeklemmt 😀

Ach wie gerne wäre ich noch vor Fulda ausgestiegen und noch eine Runde durch die Rhön gefahren, aber die Pflicht ruft am Montag…

Doofer weise war die Tür auf der in Fahrtrichtung linken Seite defekt und das Rad im Falle dass der Bahnsteig in Hanau just dort zum Liegen käme durch den Wagen ans andere Ende zu bugsieren, da hatte ich keine Lust darauf. daaher szeig ich bereits in Langenselbold aus. Uiuiui,… meinte es die Sonne heute gut. Da war der Fahrtwind des ICE richtig erfrischend.

Über Hanau-Wolfgang und Groß Auheim ging es über den Main nach Klein Auheim wo ein VIAS Lint in die Fotofalle ging.

Mehr Fotos hat es hier bei Komoot von der zweiten Tagesetappe nach Hause.

Im Wald westlich von Hainstadt entdecke ich auf der Komoot Landkarte Schienen und will mal nachsehen und in der Tat, hier liegt eine offenbar auch noch befahrene Feldbahn.

Einstmals gab es mehrere Feldbahnen die die Verbindung zwischen den im Wald gelegenen Tongruben zu dem am zu dem am westlichen Ortsrand liegenden Ziegeleien herstellten. Die Feldbahn der Bumörschen Ziegelei hat überlebt und wird von einem privaten Verein befahren. Die ehemalige Schleife im Wald ist dabei zwei Ästen mit Stumpfgleis gewichen.

Auf Grund der nicht unerheblichen Sonnenwärme geht es schnellstmöglich (Fahrtwind) weiter bis Messel ins Freizeitzentrum zur „Auszeit bei Axel“ um sich mit Sauerspritzen Äppler und Wurstsalat zu stärken.

Heimatliche Gefilde in Sicht. Schön wieder zu Hause zu sein.

Abschlusstatistik.

Zu den Kilometern die ich bis Gotha zusammengezählt hatte sind somit noch einige dazugekommen und so sind es am Schluss (Werte der Komoot App) :

747,2 km laut Kommot und dabei ging es an Höhenmetern 7.320 auf- sowie 7.670 abwärts.

So, das war es für diese Tour. Weiter geht es dann im Juli, quer über die Schweizer Alpen.