Landschaft, irgendwie in Schwarz – Weiss

Ein klein weing blauer Himmel lugt hervor, aber im Engadin hat es sich richtig zugezogen.

Eigentlich wollte ich nach Ardez, aber angesichts der vorausichtlich lückenhaften Schbeedecke mit Schlonz am Himmel plane ich um und bleibe im oberen Engadin.

In Samedan steht mit der Ge 3/3 214 ein regelrechter Dinosaurier im Rangiereinsatz. Wobei sie erst 1984 mit ihrer Schwesterlok und zusammen mit der zweiten Serie Ge 4/4 II in Betrieb ging sieht sie irgendwie viel älter aus. Normalerweise ist die 214 in Chur und die 215 in Samedan im Einsatz.

Zu Fuss geht’s nun entlang der mitlerweile zweigleisigen Strecke zwischen Bever und Samedan nach Bever.

Der zweigleisige Ausbau ermöglicht es dass die Züge zum Albula und im Engadin parallel verkehren können. So kommt erst eine geschobene Alvra Garnitur des IR nach Chur um die Ecke und wird dann von der besser beschleunigenden Capricon Garnitur des Regio nach Scuol-Tarasp überholt.

Noch einen Schlenker über den Bahnhof von Bever bevor es ins Val Bever geht.

Einmal am Tag kommt man auch per Pferdekutsch nach Spinas und zurüpck.

Der Zug ist aber schneller und vermutlich auch die Langlauf Skifahrer. Man beachte übrigens den an der Bank angehängten Handbesen.

Kurz nach dem Albula IR kommt der mit zwei Ge 4/4 II bespannte Güterzug Richtung Chur vorbei bevor dann etwas später der IR nach St. Moritz folgt.

Kurz vor Spinas wartet dann der rekativ kurze Güterzug nach Samedan auf die Kreuzung mit dem nächsten IR nach Chur.

Das ehemalige Toilettengebäude in Spinas ist immernoch verpackt. Vermutlich als Schutz vor der Baustrasse zum alten Albulatunnel.

Im alten Empfangsgebäude gibt es einen beheizten Warteraum und ein tiptop saubere Toilette.

Ein paar Bündner Steinböcke grasen am schneefreien Hang. Nur ihr „Gian & Giachen“, die Graubünden Werbesteinböcke, Geläster über die Touristen ist nicht zu hören 😉

Auf der linken Talseite des Val Bever geht’s nun zurück nach Bever und noch ein paar Züge erwischt. Den zurückkehrende Güterzug mit den zwei Ge 4/4 II verpasse ich leider knapp an einem guten Fotostandort, irgendwie ärgerlich.

Noch eine Runde durchs Dirf und dann zum Bahnhof. L

Den Regio nach Pontresina habe ich um 15min verpasst, aber auch hier hat es einen geheizten Warteraum. Die Wartezeit und RhB WLAN wird für das Hochladen der Wanderung genutzt.

Die Aufzeichnung bei Komoot mit weiteren Bildern zur Runde durchs Val Bever gibt es hier.

Mit dem Regio aus Scuol-Tarasp geht’s nun nach Punt Muragl wo im Ladegleis des örtlichen Baustoffhändler zwei Schiebewandwagen eingestellt wurden. Der alte Güterwagen dahinter  darf aber gemäß eine Aufschrift nicht mehr ins Netz der RhB und dient nurnoch als Werbeträger.

Vorbei an der Talstation der Standseilbahn zum Muottas Muragl geht es nun zu Fuss auf dem Winterwanderweg weiter nach Pontresina.

Da die beiden Strecken von St. Moritz und Samedan nach Pontresina hier relativ parallel zueinander verkehren ist es einfach möglich die Züge auf beiden Strecken nacheinander zu fotografieren.

Kurz vor Pontresina kommen sich die Gleise auch recht nahe, aber da die Ankunfts- bzw. Abfahrtzeiten beider Strecken in Pontresina ein paar Minuten auseinander liegen ist beim aktuell sehr pünktlich verlaufenden Betrieb keine Parallelfahrt abzulichten.

Das Einfahrsignal aus Samedan besitzt einen Zusatzanzeiger der bei Fahrten nach Gleis 3 anzeigt ob das dortige Gleis mit Stammnetzspannung („11“ für 11kV 16,7Hz), oder 1kV Gleichspannung („=“) oder Neutral (Hauptschalter aus, Bügel ab) geschaltet ist.

Der Bahnübergang zum RhB Depot ist als Anrufschranke ausgelegt bei der die Lichzeichen sich kurz nach dem beendeten Schliessvorgang der Schranken abschaltet.

Im Güterladegleis wird Heizöl von den Wagen in die unterirdischen Tanks umgepumpt.

Die Trennstellen zwischen 11kV  und 1kV = sind recht auffällig gekennzeichnet.

Die Aufzeichnung der zweiten und kürzeren Wanderetappe von heute bei Komoot findet sich hier verlinkt.

Das Gepäckaufkommen in Pontresina hält sich sehr in Grenzen, früher bis vor 10-15 Jahren wurden hier täglich etliche Paletten und Gitterboxen mit Gepäck in die Züge verladen, heute reicht der Sprinter des SBB Gepäckservice.

Schade, den Allegra im Lack als Generationenzug hätte ich gerne gestern am Bernina erwischt. So muss ein Bahnsteig Notschuss reichen.

Mit dem Bernina-Express Tirano – Chur geht es ohne Zwischenstop direkt nach Bergün zurück.

Wobei in Samedan kurz abgehalten werden muss da nun der IR aus Chur und der Regio aus Scuol-Tarasp parallel einfahren.

In Bergün wird der eher spartanische Bahnsteig des Gleis 2 genutzt da das Gleis 1 vom stündlichen IR nach St. Moritz belegt ist. Die Türfreigabe erolgt dabei erst wenn der IR ausgefahren ist.

Abendessen dann heute nochmal ausgelagert im Weissen Kreuz mit einem sehr feinen dunklem Appenzeller Bier.

Zum Abschluss noch ein feiner Bündner Tresterbrand, der sehr großzügig bei 4 statt 2cl eingeschenkt war.

Morgen werde ich mal das Rodeln und insbesondere Nachtrodeln einplanen.

Der Winter kommt zu Besuch

In der Nacht war es sehr stürmisch und auch am Morgen bläst noch ein strammer Wind, der aber im wesentlichen die Wolken und den Nebel von gestern Abend vertrieben hat.

Heute endet die debx2025 Tour und die Teilnehmer streben nach ubd nach ihren Heimatorten zu, was durch eine Baustelle nördlich von Basel erschwert wird. Die meisten, wenn sie nördlich davon nach D weiter müssen, versuchen es via Gäubahn oder Lindau – München die beide nicht gerade für ihre Zuverlässigkeit bekannt sind.

Ich werde den Blick aus dem Zimmerfenster vermissen…

Aber immerhin muss ich nicht durchs Baustellenchaos fahren, ist das nächste Ziel „nur“ Davos.

Teils blauen Himmel hat es, aber es ist kalt und windig. Kein Vergleich zu den letzten acht Tagen, insbesondere im Tessin.

Dass es kalt ist zeigt ein Verteiler mit seinen Eiszapfen sehr gut.

Zunächst trifft kurz nach 10 Uhr der Zug nach Tirano ein und kurz darauf gibts eine Ausfahrt Richtung Pontresina.

Entlang des ein wenig aufgewühlten Lago Bianco rollt es sich gemütlich und gut geheizt im Alegra  Triebwagen nach Pontresina.

Wechsel vom Alegra in den Capricorn und weiter gehts das Engadin hinab Richtung Zernez wobei mit jedem Kilometer hinter Samedan das Blau am Himmel immer weiter zurück geht.

Zwischen Zernez und Susch ist blauer Himmel nurnoch eine Randerscheinung.

In Susch muss auf Grund des schmalen Bahnsteigs von Gleis 2 erst noch die Ausfahrt des Zugs Richtung Samedan abgewartet werden bevor sich die Türen öffnen ubd dann gehts strammen Schrittes zum schon wartenden Postbus Richtung Davos.

Mit dem Postbus fährt es sich den Flüelapass wesentlich entspannter hinauf wie im Sommer per Rad. Zumal nach einigen hundert Höhenmetern der erste Schnee liegt. Aber einige verwegene Radler überholt der Postbus trotzdem. Respekt, bei dem Wetter.

Der Bus fährt nur vier mal am Tag im 3h Takt über den Pass, aber auf der Davoser Seite hat es ab Flüela Ospiz einige zusätzliche Fahren, meist 1h nach dem durchgehenden Kurs und so steige ich an der schon etwas winterlichen Flüela Passhöhe in Ospiz aus.

Huii, ist das frisch hier und der Wind verstärkt das auch noch. Dann erstmal ein paar ein pasr Fotos machen und dann die 1h Wartezeit in der Gaststube bei einem Flüela Teller mit hervorragenden Trockenfleisch und Schinken/Speck überbrücken.

Und dann kommt auch schon der Bus aus Davos welcher hinter Ospiz wendet und mich dann hinab nach Davos bringt.

In Davos ist es wieder eher grün wobei die Schneebedeckten Gipfel das ganze umgrenzen.

Vom Bahnhof Davos Platz geht’s nun zu Fuss zum  Hotel. Kurzfristig wurde ich vom Hotel Mountain Club ins Mountain Plaza umgebucht da das Club kurzfristig bereits am 10.10. in die Zwischensaisonpause geht, aber bei einem Upgrade von *** auf ***** stört dasxeher nicht.

Der grosse Ubterschied zu den Übernachtungen in Weil am Rhein, Interlaken, Bellinzona und Alp Grüm ist nur das ich nun zum ersten mal keinen Blick auf die (Strassen)Bahn habe bzw. die Station nicht in Steinwurfweite liegt.

Aber der Ausblick vom Balkon gefällt, auch wenns für diesen aktuell etwas zu kalt ist.

Das „Goldeneye“ im Osten von Davos oasdt architektonisch eher wie Arsch auf Eimer in die Landschaft.

Egal, jetzt geht’s erstmal mit dem Stadtbus nach Laret um den nachmittäglichen hist. Zug nach Filisur abzufangen. Die hist. Züge verkehren in der ungefähren Fahrlage der Regelzüge und ersetzen diese dann zwischen Davos Platz und Filisur. Da sie aber etwas langsamer sind und zudem in Filisur umgesetzt werden muss ist deren Fahrplan doch recht „sportlich“.

Lange blieb keine Zeit zum Suchen eines Fotostandorts, da schlossen sich auch schon die Schranken und kündigten damit den Zug an.

Ich wartete noch den Regelzug nach Landquart ab und laufe dann dem Landwasser entlang, vorbei an der Umladestation auf die Bahn für die Kehrrichtcontainer, nach Davos Platz.

Neben dem Kehrrichtverlad findet nurnoch ein Containerverlad in Davos Platz (u. a. Coop) statt.

Die alten Lagerschuppen für Stückgut und anderere Güter sind derweil schon lange anderweitig genutzt und schon lange nicht mehr per Bahn bedient.

Vorräte Ergänzen im mitlerweile auch Sonntags geöffneten Coop am Postplatz / Bf Davos Platz und es geht wiedercein weniger Zurück an den Fluss Landwasser.

Die klassischen rechteckigen Häuser der 20er bis 30er Jahre werden in Davos langsam immer weniger und durch noch gesichtlosere Neubauten ersetzt. Aber es gibt sie noch.

Der Schbeeregen fängt während der Wartezeit auf die Rückkehr des historischen Zuges an in Schnee überzugehen und so kommt der hist. Zug dann mit „Bildstörungen“ auf die Speicherkarte.

Und dann geht’s wieder gemütlich zim Hotel.

Nach dem Auspacken ist dann auch schon Zeit zum Abendessen wobei die Umbuchung und Halbpension beim Personal erstmal nicht geläufig ist bzw. ich mehrfach gefragt wurde ob ich im Hotel Strela übernachte.

Aber alles konnte geklärt werden und nach dem Essen istc auch die Sonne schon im Bett und ich tue es ihr auch alsbald gleich.

Zum Abschluss hier noch die Aufzeichnung des Spaziergangs von Davos Laret nach Platz bei Komoot mit wie üblich noch weiteren Bildern, als auch der heutige Fahrplan:

Ab 10:13 Alp Grüm (RE9, Richtung: St. Moritz)
An 10:56 Pontresina – Gl. 3

Umsteigen

Ab 11:05 Pontresina – Gl. 1 (R 15, Richtung: Scuol-Tarasp)
An 11:59 Susch

Fussweg

Ab 12:03 Susch, staziun (B 331, Richtung: Davos Dorf, Bahnhof)
An 12:30 Flüela, Ospiz

Fotos vom winterlichen Pass und kleine Rast in der Gaststätte

Ab 13:30 Flüela, Ospiz (B 331, Richtung: Davos Platz, Bahnhof)
An 14:03 Davos Platz, Bahnhof

Einchecken Hotel

Ab 15:10 Davos Platz, Postplatz (B 301, Richtung: Davos Glaris, Ortolfi)
An 15:15 Davos Platz, Islen

Fotos hist. Zugsgarnitur und Spaziergang

Morgen soll das Wetter eher so mittelprächtig werden, daher gibt’s noch keine Planung. Wird dann kurzfristig entschieden.

Über den Lukmanierpass nach Alp Grüm

So, heute wieder weiter mit Gepäck. Umsetzen von Bellinzona nach Alp Grüm war angesagt. Da für den Weg vom Tessin dort hin in den vergangenen Touren schon diverse Wege wie über den San Bernadino, via Lugano und Bus nach Tirano oder auch via Mailand genutzt wurden wurde heute mal, sozusagen auf den Spuren der ehemaligen Biasca – Aquarosa Bahn, der Weg über den Lukmanier Pass gewählt.

Dazu ging es erstmal wieder durch die Altstadt zim Bahnhof. Bei dem Kunstwerk am Wegesrand frage ich mich ob es eine Eistüte oder einen Norddeutschen im Nordeesturm darstellt.

Mit der S10 wurde dann Biasca erreicht.

In der Fahrplanauskunft war die Eigenartigkeit aufgefallen dass für die späteren Busse ein Hinweis drin war dass die Haltestelle am Bahnhof verschoben sei. Beim Bus um 10:11 aber nicht. Beim Blick auf den Bahnhofsvorplatz ist aber schnell klar dass auch dieser woanders hält.

Auf dem Weg zur provisorischen Haltestelle wird im Depot beim Bahnhof eine angeheizte kleine Dampflok gesichtet.

Die Fahrplanaushänge im provisorischen Halt verwirrend etwas. Ist die Linie 140 doch mit Biasca – Aquarosa – Olivone und dem Logo des regionalen Busanbieters überschrieben, deren Haltestellenkette führt aber bis Disentis. Der Ubersichtsplan daneben suggeriert dazu zwei Betreiber. Den regionalen Bus bis Lukmanier Passhöhe und ab dort den Postbus.

Aber letztenendes war es dann doch wie in der Fahrplanauskunft ausgegen ein durchgehend verkehrender Postbus.

Dieser war bis Aquarosa sehr gut besetzt, ab Olivone waren er aber auch noch zu gut 50% belegt.

Von der ehemaligen und 1974 eingestellten Bahnstrecke nach Aquarosa ist nicht mehr viel zu sehen. Ein Relikt ist die Lawinenzugunterfahrung am Ortsrand von Biasca und ein andres due heute als Busdepot genutzte ehemalige Remise in Aquarosa.

Hinter Olivone steigt die Strasse dann stärker an und mit ein paar Kehren geht es hinauf zur Lukmanier Passhöhe.

Im Gegensatz zur Fahrt über den Grimsel, Susten oder Gotthardpass hat es hier keine 20min Aufenthalt und es geht sogleich in den Lawinenschutztunnel in dem sichvdann auch der höchste Punkt der Passstrasse mit 1972m.ü.M. befindet, womit der Lukmanierpass mit der niedrigste alpenqerende Pass in der Schweiz ist.

Von nunan ging es bergab und bach vielen schönen Ausblicken ins Alpenpanorama kommt nach 1 3/4h Fahrt das Kloster von Disentis/Mustér in Sicht.

Hier war etwas Zeit beim Umstieg der für einen Einkauf genutzt wurde und um das Umspannen des Glacier-Express nach Zermatt von der im historischen Grün gehaltenen Ge4/4 II 611 der RhB auf eine HGe4/4 II der MGB zu beobachten.

Der Glacier-Express ist neben RhB Güterzügen und den immer seltener werdenden mit Deh4/4 der MGB bespannten Pendelzügen, wobei diese nicht mehr nach Disentis kommen, einer der wenigen nicht mit Triebwagen geführten Züge hier.

Ansonsten dominieten hier die MGB Komet und RhB Capricon Triebwagen den Verkehr.

Der aus zwei Capricon gebildete Zug nach Chur ist geführt vom Capricon der beim Rekord am Albula 24 weitere Capricon im Schlepptau hatte.

Diesmal kann er aber auch wieder in ganz normaler Vielfachsteuerung das Vorderrheintal hinsb fahren.

Nach der Rheinschlucht ist in Reichenau-Tamins umsteigen Richtung Albula angesagt, wobei dirt der Zug nach Disentis mit dem einzigen in Champagnersilber lackierten Capricon vorbei kommt. Sieht interessant aus, aber Rot steht dem Triebwagen besser.

Bei bestem Wetter präsentiert sich die Albulalinie, Bilder werden eher weniger gemacht denn man ist ja nicht zum ersten mal hier 😉

In Preda sond die Bauarbeiten zum Umbau des alten Albulatunnels in einen Rettungsstollen/-tunnel im vollen Gange.

Der 3min Anschluss am selben Bahnsteig in Samedan klappt reibungslos und ebenso der letzte Umstieg des Tages in Pontresina in die Berninabahn.

Statt des Allegra wurde als Sitzplatz der als vorletzter Wagen eingereihte AB-Wagen ausgewählt. Wobei dort eine Familie mit zwei „wohlerzogenen“ Blagen nervte.

Aber die Aussicht auf die grandiose Landschaft und die sehr respektable Wagenschlange entschädigte etwas.

Vorbei am einer dekorativen Steinsammlug aks Überbleibsel der Sperrstelle Bernina wurd alsbald der Lago Bianco erreicht…

… und damit auch Ospizio Bernina mit 2254m.ü.M. der höchste Punkt der heutigen Tour und damit sind es nurnoch wenige Minuten bis zum heutigen Tourziel Alp Grüm.

Bezug des Zimmers mit Blick auf den immer mehr schwindenden Palü Gletscher und noch ein kurzer Spaziergang zur nun mit einem dekorativen Aussichtspunkt versehenen Kehrschleife am Bahnhof.

Im letzten Sonnenschein noch eine heisse Ovomaltine auf der Terasse bevor es ans auspacken geht.

Die in Basel auf gerademal 260m.ü.M. gekaufte Chipstüte hat sich nun auf 2090m.ü.M. ganzschön aufgebläht.

Noch kurz mit den NightJet Schlappen etwas entspannen bevor es zun Essen geht.

Schon fast traditionell gibt es Pizzoccheri und das anschließende Braulio „Sorbet“… ein Traum.

Vor dem Weg ins Zimmer mache ich noch schnell einen Abstecher in die Kälte für ein Foto vom letzten Zug des Tages.

Aber auch der Blick aus dem Zimmerfenster mit dem Sternenhimmel kann sich sehen lassen.

Zum Abschluss wieder der heutige Fahrplan:

Ab 09:20 Bellinzona – Gl. 2 (S10, Richtung: Biasca)
An 09:37 Biasca – Gl. 3

Fussweg

Ab 10:11 Biasca, Stazione (B 140, Richtung: Disentis/Mustér, staziun/posta)
An 11:57 Disentis/Mustér, staziun/posta

Fussweg

Ab 12:44 Disentis/Mustér – Gl. 2 (RE7, Richtung: Chur)
An 13:49 Reichenau-Tamins – Gl. 3

Ab 14:08 Reichenau-Tamins – Gl. 4 (IR 38, Richtung: St. Moritz)
An 15:45 Samedan – Gl. 2

Umsteigen

Ab 15:47 Samedan – Gl. 3 (R 15, Richtung: Pontresina)
An 15:55 Pontresina – Gl. 1

Umsteigen

Ab 16:05 Pontresina – Gl. 4 (R 19, Richtung: Tirano)
An 16:49 Alp Grüm

Morgen geht’s dann nach St. Moritz ein wenig Bahntechnik anschauen und dann über den Maloja Pass zum mit einer recht eindrucksvoll verlaufenenden Seilbahn zum Albigna Stausee.

Bei Regen und Sonne durch drei Sprachgebiete

Vormittags sagte der Wetterbericht noch Regen voraus, daher halt erstmal mit dem Bus über den Julierpass und dann weitersehen.

Aber zuvor erstmal zum örtlichen Coop und Vorräte aufnehmen und um kurz nach 10 geht’s erstmal nach Tiefencastel wo bereits die Anschlussbusse in diverse Richtungen warten.

Durch den Regen, vorbei am Wintersportort Savognin und in den kleinen Orten weiter oberhalb auf einer bisweilen schmalen Strasse geht es das Tal der Gelgia hinauf. An der Haltestelle Sur Plazza della Posta hat es eine eierlegende Wollmilchsau als Geschäft.

Postfiliale, Lebensmittel, Grünzeug, regionale Käse und Wurst, Cafe, Bushaltestelle und natürlich Kommunikationspunkt für die Dorfbewohner.

Am Stausee Lai da Marmorera vorbei wird Bivio erreicht. Hier enden die stündlich verkehrenden Busse aus Tiefencastel. Nach St. Moritz fahren über den Julierpass aktuell nur zwei Busse (11:12 und 15:12 Uhr), ab Ende der Woche dann ab 9:12 fünf im 2h Takt.

Der Anschlussbus kommt aus St. Moritz an und fährt sofort zurück.

Kurz vor der Passhöhe geht der Regen in Schneeregen über, wird aber dann auf der Engadiner Seite kontinuierlich weniger.


Der Bus kam in St. Moritz trotz einer Baustellenampel mit Minus 8 an.

Ursprünglich hatte ich vor den Bahnwanderweg von Preda nach Bergen zu laufen, da es im Engadin jedoch noch leicht und laut Regenradar im Albulatal stärker regnet plane ich um auf die Berninabahn.
Und durch die Verfrühung des Busses konnte sogar der Zug nach Tirano 1h früher wie laut Fahrplanauskunft erreicht werden, was sogar eine Fahrt bis Tirano erlauben würde.

Auch am Bernina liegt noch einiges an Schnee. Der Regen lässt langsam nach.

Die Skipiste vom Divolezza herunter ist bis auf gut 400m vor der Talstation noch fast komplett vorhanden aber nstürlich nicht mehr fahrbar.

Aber auch Wandern ist ab Bernina Lagalp ob der nicht unerheblichen Schneeflocken eher Chancenlos.

Auf dem Lej Pitschen, Lej Nai und Lago Bianco am Berninapass hat es noch üppige Eisflächen.

Gefühlt liegt nun Anfang Juni noch mehr Schnee wie 2023 Anfang März während der debx2023 Tour.

Ab Alp Grüm ist der Schnee auf dem Rückzug und einige Wanderer wagen sich auf den Weg nach Cavaglia. Nee, das wäre mir zu matschig.

Der Ausblick ins Puschlav ist vielversprechend und immer öfter kommt sogar die Sonne heraus.

Die RhB saniert derzeit diverse Tunnel auf der Berninastrecke und hat dazu am ehemaligen Haltepunkt Privilasco einen Installationsplatz mit Gleisanschluss angelegt.

Die Schneefräse steht in Poschiavo bereit, wird aber hoffentlich vor dem Spätherbst nicht mehr zum Einsatz kommen müssen.

Das Wetter wird immer besser und bald wird nach dem Passieren des Lago Poschiavo Brusio erreicht.

Also wird kurzfristig nochmal umgeplant. Der Weg zum Kreisviadukt sollte 15min sein, die Auskunft zeigt für das Zeitfenster bis zur Rückfahrt nach Filisur einen Bernina-Express und einen Regionalzug nach Tirano an. Na dann… hinab zum Viadukt.

Der Wanderweg ist eher ungepflegt aber schön bahnparallel gelegen sowie vorbei an steinernen „Iglus“, alte Lagerräume für temperaturempfindliche Lebensmittel, zwischen denen es in der Tat kühler wie drumherum ist.

Die grössere Gruppe Koreaner bewegt sich dankenswerter weise Weise ausserhalb meines Fotoausschnitts.

Deren Guide hatte wohl gespannt dass ich mit ihrer Gruppe, die über die Hauptstrasse herlief, in Brusio ankam aber nun vor ihnen da bin. 😉

Die Gruppe kehrt nach dem Bernina-Express zurück zum Bahnhof, ich warte noch den Regio ab.

Strammen Schrittes geht’s zurück zum Bahnhof wo auch die Reisegruppe wieder wartet.

Der RE nach St. Moritz kreuzt hier mit einem Bernina-Express was eine weitere Wanderergruppe nervös werden lässt da dieser auf Gleis 1 einfährt und man befürchtet das der bergwärts fahrende Zug dann nicht erreicht wird. Es war etwas Überzeugungsarbeit nötig diese am Hausbahnsteig zu halten, nicht dass die Reisegruppe dann auch noch auf den schmalen Bahnsteig des Gleis 2 marschiert.

Und natürlich steht der RE noch nicht als der Bernina-Express losfahren, so wie man es halt in CH kennt.

Und dann gemütlich wieder hinauf zum Berninapass.

Die Gruppe stieg übrigens in Le Prese schon wieder aus.

Und weiter den Berg hinauf…

Der Schnee hat übrigens einiges vom Saharastaub abbekommen so rötlich gepudert wie er aussieht.

In Lagap kreuzt dann der Allegra ABe 8/12 3514 als „Ahnenzug“ im historischen Berninabahn/RhB Lack. Macht sich gut die Lackierung.

Der RE hat gut 4 Minuten Verspätung aber der Anschluss in Pontresina ist davon nicht gefährdet  und mit einer Doppeltraktion Capricon geht es nach Samedan.

Ab Samedan dann im von einem Allegra geschobenen „Gemischtwarenzug“ weiter Richtung Albula.

Am Sonntag geht der neue Albulatunnel II in Betrieb, aktuell ist er schon für ein Gleis angebunden und entsprechende Gleisstücke zum vollständigen Anschluss liegen bereit. Irgedwie sieht es aus als sei das alte Dienstgebäude in Spinas im Weg, oder es werden später die Gleise nochmals ein wenig anders verschwenkt.

Der Hilfsbahnsteig vor dem Tunelportal ist vermutlich für die Prominenz bei der offiziellen Eröffnung am 9.5.2024.

Auch in Preda ist alles vorbereitet. Aktuell ist der alte Tunnel nur über Gleis 3 und der neue über Gleis 2 erreichbar und die finale Verschwenkung vorbereitet. Neu hat es ein separates Kopfgleis 1 für die Schlittelzüge.

Da somit derzeit nur eine Bahnsteigkante zur Verfügung steht muss der Gegenzug erstmal vor dem Bahnhof warten.

Es nieselt leicht und bei tief hängenden Wolken geht es nun durchs Albulakarussel hinunter nach Bergen.

Die tief hängenden Wolken generieren ein interessantes Panorama bei Bergün.

Kurz vor Filisur wird im hoch oben am Berg liegenden Betriebsbahnhof Stuls noch die Kreuzung mit dem Glacier-Express abgewartet um Filsur dann mit wenigen Minuten Verspätung zu erreichen.

Drei CHF pro Nacht und Zimmer. Was für Preise,  gut zu der Zeit wäre das mit heutigen Preisen verglichen auch eher 150 oder mehr CHF gewesen.

Abendessen mit Apfel-Orange Suppe und „Riz Casimier“ keine Ahnung wann ich das zum letzten Mal hatte.

Dazu ein Riesling Silvaner aus der Bündner Herrschaft und Rhäzünser.

Besser wie die Biersimulation von Feldschlösschen.

Und auch heute ist die laut Menüblatt „Gebrannte Creme“ etwas anders. Vermutlich ein Running Gag des Koch und die steht die ganze Woche drauf und gibt es erst am Samstag… oder gar nicht. 😉

Der Wetterbericht sieht für Di bis Do gut aus und erst ab Fr soll es wieder etwas feuchter werden.

Noch ein bißchen Fotofuzzen vom Flurbalkon bzw. Zimmerfenster aus.

Der letzte Zug des Tages nach Chur wird vom silbernen „Champgner“ Capricon geführt. Das beleuchtete Bündnerwappen, da hatte ein Designer bei Stadler und der RhB wohl Freigang.

Morgen gehe ich, wenn das Wetter wird wie vorausgesagt, vsl. in die Vorderrheinschlucht.

Hier noch der Link zu Komoot vom Spaziergang zum Kreisviadukt von Brusio mit weiteren Bildern.

Sowie hier der Fahrplan von heute:

Ab 10:01 Filisur – Gl. 1 (IR 38, Richtung: Chur)
An 10:15 Tiefencastel

Fussweg

Ab 10:20 Tiefencastel, staziun (B 577, Richtung: Bivio, posta)
An 11:07 Bivio, posta

Umsteigen

Ab 11:12 Bivio, posta (B 182, Richtung: St. Moritz, Bahnhof)
An 11:50 St. Moritz, Bahnhof – Kante D

Der Bus kam mit Minus 8 an.
Daher wurde der Zug nach Brusio 1h früher erreicht.

Ab 11:48 St. Moritz – Gl. 7 (R 19, Richtung: Tirano)
An 14:02 Brusio

Ab 15:16 Brusio – Gl. 2 (RE9, Richtung: St. Moritz)
An 16:53 Pontresina – Gl. 3

Umsteigen

Ab 17:02 Pontresina – Gl. 1 (R 15, Richtung: Sagliains)
An 17:09 Samedan – Gl. 3

Umsteigen

Ab 17:15 Samedan – Gl. 2 (IR 38, Richtung: Chur)
An 17:59 Filisur – Gl. 1

Vom Bernina über den Arlberg nach Innsbruck

Es war Abschiednehmen von Alp Grpm und bei bestem Wetter ging es sogar eine Stunde früher wie geplant los im via St. Moritz den RE über Klosters nach Landquart zu nehmen statt nochmal über den Albula nach Chur.

Wie gewohnt pünktlich erreicht der erste Zug des Tages überpünktlich kurz nach 7 Uhr Alp Grüm mit einem Coop Container im Schlepp.

Das Frühstück ist schon gerichtet al um kurz vor 8 Uhr der erte Zug des Tages nach Poschiavo abgefangen wird.

Bei top Wetter geht’s eine Stunde früher wie ursprünglich geplant Richtung St. Moritz

In Poschiavo konnte während des längeren Aufenthaltes der Kran begutachten werden der gestern Abend in Alp Grüm auftauchte.

Weiter ging es nach St. Mortiz wo die Ladestation für Akkubusse vom Bahnhofsplatz verschwunden ist und nur der Bus ins italienische Chiavenna auf Fahrgäste wartet.

Der Zug durch das Vereinatunnel nach Landquart wird mittels zweier Capricorn Triebwagen gebildet. Der Rollkoffer dient beim Fotografieren derweil als mobiler Tisch.

Die Mosaikbilder in der Unterführung sibd auch sehenswert.

Durch das schneearme Engadin und das noch schneeärmere Prättigau geht es weiter nach Landquart. In Klosters Platz wurde derweil auf den aus Davos kommenden Capricon aufgekuppelt.

Umstieg in den ICE4, welcher zum Glück nur bis Sargans genutzt werden musste. Alleine schon bei der Bestuhlung ist wunderbar die seinerzeitige Mehdorn Devise bei der Bestellung „hauptsache Billig“ bzw. dass es eigentlich ein IC und kein ICE werden sollte sehr augenfällig.

In Sargans fährt der ICE dann vor den RailJet (die Kiste ist auch nicht viel besser wie ein ICE4) aus Wien.

Nebenan wartet derweil einer der neuen SBB Dienstwagen?

Ein IC nach Chur führt derweil einen der genialen SBB Panoramawagen mit.

Und dann kommt schon der ÖBB QuälJet öhm RailJet nach Bratislava welcher bis Innsbruck genutzt wird.

In Buchs noch ein eigenartigen Schild und die Ausgeburt an tollen Design *hust* der Fa. Alstom fotografiert bevor es über den Rhein nach Lichtenstein geht.

Und kurz drauf wird Österreich mit Feldkirch erreicht.

Pber den Arlberg ist es Zeit für etwas „Mohnkuchen un a Melange“.

So sieht es also kurz vor Landeck von oben aus wo ich 2022 auf der Radtour unten am Kraftwerk stand.

Mit 5min Verspätung wurde dann Innsbruck erreicht und mit der Tram geht’s dann zur Jugendherberge.

An der Rezeption stellt man sich mit der Verrechnung der Vorauszahlung seltendämich an, naja egal will mich nicht weiter aufregen. Kommimunikation im Vorfeld scheint nicht so die Sache dieses Ladens zu sein. Immerhin sind die Zimmer recht brauchbar.

Abendessen dann im Stigl Bräu in der Nähe der Haltestelle Casino.

Morgen geht’s dann zur Baustelle des Brenner Basistunnel bei Steinach.

Durchs Centovalli nach Alp Grüm

Heute war nach schönen Tagen in Brig wieder ein Stellungswechsel angesagt und daher war in Brig der EC um 7:44 Richtung Venedig, ein ETR610 aber wenigstens mit SBB Ausstattung, bis Domodossola angesagt.

Dass das Hotel so nahe am Bahnhof liegt war hierbei für entspanntes Frühstücken von Vorteil.

Pünktlich wurde dann auch das italienische Domodossola erreicht.

Hier war dann Umsteigen in den Untergrund zur von der italienischen SSIF und der schweizer FART in Kooperation betriebenen Centovallibahn nach Locarno angesagt.

Der Zug ist im Fahrplan als PE, also Panorama Express, dargestellt und so wurde angenomnen bzw. befürchtet dass einer der unseligen Traktionen aus den Schneewittchensärgen aus 1x ABe4/4 und 2x Be4/4 von 2007 das zudem zuschlagpflichtige Fahrzeug für die knapp zweistündige Fahrt auf der 52km langen meterspurigen Strecke wird.

Zur Freude aller Mitreisenden der Gruppe kam dann aber der ABe8/8 Nr. 21 von 1959 in die Station einrollte.

Die Reservation für unsere Gruppe war an den Kopfstützen zu finden und kurz darauf ging es mit dem Fahrzeug mit seiner eigenwilligen Wandgestaltung los nach Locarno.

Die Strecke führt zunächst quer durch das breite Tal der Ossola um dann an dessen östlichen Rand mit recht bemerkenswerten Steigungen und Kerhrschleifen an Höhe zu gewinnen um sich anschließend oberhslb des tiefen Tals der (des?) nach Domodossola fliesenden westlichen Melezza nach Santa Maria Maggiore zu schlängeln.

Ab dort wird der zum Lago Locarno fließenden östlichen Melezza gefolgt welche später das dem Zug namensgebende Centovalli durchquert.

Einige Zeit wird das Tal relativ breit bevor es bus zur schweizer Grenze zunehmend enger, tiefer und schroffer wird.

Leider ist das spektakuläre Centovalli zwischen Camedo und Intragna kaum sinnvoll fotografierbar. Das Auge nimmt es aber begierig auf.

Hinter Intragna wird spektakulär das Tal des Isorno gequert bevor es von Palmen begleitet nach Ponte Brolla geht wo einstmals die Maggiatalbahn abzweigte und sich der namensgebende Fluss tief in die Felsen eingeschitten hat.

Und dann ist auch schon Locarno mit seinem parallel zum oberirdischen SBB Bahnhof liegeden Tiefbahnhof der Centovallibahn erreicht.

Weiter geht’s mit dem Treno Gottardo der SOB, unter Optimierung des Koffeinpegels,bis Bellinzona.

Auf Grund von aktuell nicht erkennbaren aber aus früheren Touren bekannten Fastnachtsumtrieben sind die Bushaltestellen in die unterhalb des Bahnhofs liegende Parallelstrasse verlegt wo auch pünktlich der Expressbus nach Chur ankommt und der Postbuschauffeur sich persönlich um das Verstauen des Grossgepäcks im Bauch des Busses kümmert.

Ist das nun auf dem Weg zum San Bernardino das Misox im unteren Teil noch rekativ flach so ändert sich dies geradezu Schlagartig ab Mesocco. Schade dass die schon seit 2016 endgültig stillgelegte Misoxer Bahn nie bis Thusis erweitert wurde. Der Abschnitt zwischen Mesocco und San Bernardino wäre dem eines Albulas oder Bernina bestimmt ebenbürtig geworden.

Nach dem Ort San Bernardino geht es im 6,6km langen Tunnel unter dem namensgebenden Pass hindurch ins Hinterrheintal. Auch hier hat sich der Winter recht rar gemacht, wenngleich etwas mehr Schnee liegt wie im Misox.

Durch das Hinterrheintal und somit auch der Via Mala Schlucht aber dirt zumeist im Tunnel geht’s hinauf nach Thusis …

… wo es laut Fahrplan den heutigen kritischen, da mit mit 4min recht knappen Anschluss Richtung Albula hatte, aber der Bus war gut 5min zu früh in der Postautostation was das Umsteigen sehr entspannt machte.

Laut Fahrplan verkehrte der RE nach St. Moritz als Ersatzkomposition und bestand daher nicht aus einem Albula Gliederzug plus Verstärkerwagen sondern vollständig azs den typischen RhB Einheitswagen.

So konnte nun bei erneuter Koffeinaufnahme die Landschaft bei weiterhin bestehenden „Kaiserwetter“ genossen werden.

Filisur wird passiert und die Rodelbahn Peda – Bergün ist trotz eher schwacher Schneelage offen und benutzt. Aber diverse Eis, Schneematsch auch schneefreie Stellen sind auszumachen.

Das neue Albulatunnel geht in den Endspurt, auf der Nordseite in Preda läuft der Rückbau der Bauinstalationen an und in Spinas muss vsl. noch ein Gebäude weichen welches noch in der zukünftigen Tunnelzufahrt steht. Nochmal umsteigen in Samedan, was trotz 5min Verspätung problemlos klappt, und Pontresina ist erreicht.

Fahrt Frei und so startet die letzte heutige Etappe nach Alp Grüm bei bestem Wetter und tollen Aussichten nach rechts und links sowie durch den Führerstand auf die Stecke.

In Ospizio Bernina grüssen hinter dem „Minitunnel“ der Remise bereits das Puschlaver Berge und kurz darauf ist Alp Grüm erreicht.

Zeit für eine Ovo auf der Terasse und ein paar Fotos. Diesmal habe ich das Zimmer „Bernina“ mit Blick uim Bahnsteig und nach Sassal Masson (letzteres siehe Beitragstitelbild).

Langsam dämmert es und vor dem Abendessen können noch ein paar Bilder gemacht werden.

Due Schneehöhe an der offiziellen Messstelle ist deprimierend.

Noch den 18:53 nach Poschiavo abgelichtet bevor es zum Abendessen geht, mit Pizzoccheri und Bündner Rotwein aus Malans.

Morgen soll das Wetter nicht ganz so sonnig werde, aber mal schauen was es so bringt und wo es am „freien Tag“ dann hin geht.

Rüber nach Südtirol

Heute galt es Abschied nehmen von den schönen Ausblicken und Alp Grüm an sich.

Die Gruppe begibt sich auf den Heimweg. Wobei ein Teilnehmer noch etwas länger bleibt. Der Glückliche.

Das Wetter zeigt sich wieder von der besten Seite, eigentlich mag ich das nicht, macht es den Abschied doch schwerer aber es ist ja nicht so dass der Urlaub vorbei ist. Es geht ja nun weiter.

In Pontresina fährt die Dresdner Truppe weiter nach St. Moritz, und andere Teile wechseln mit mir zum Zug nach Samedan.

Im Engadin hängt die Wolkendecke niedrig aber das macht die Landschaft nicht weniger faszinierend.

Ich verlasse den Zug in Zernez. Die Zeit bis der Bus nach Mals kommt wurd zum Erkunden benutzt. Auch hier wird u. a. für die Coop Supermärkte der Umgegend Material umgeladen.

Der Zug aus Landquart bringt sehr viele Umsteiger zum Bus ins Münstertal und den Nationalpark.

Es kommen zwei Busse um die Ecke die beide bis zum letzten Platz gefüllt werden. Dank Koffer Tetris des Fahrers ist auch für das Luftballonmobil nich Platz undxes geht trotz des großen Andrangs pünktlich Lis Richtung Mals.

Eiber der Gründe für den grossen Andrang ist neben dem doch guten Wetter und Ferienbeginn das Erntedankfest in St. Maria.

Ich hatte den zweiten Bus genommen. Dessen Fahrt endete in Müstair Clostra und es wurde in den ersten Bus, der wenige Minuten später ankam, gewechselt.

Kurz darauf wurde Italien erreicht. Waren mehrere der seit Zernez durchfahren Ortsdurchfahrten schon eng so schiesst das Tor in Glurns den Vogel ab. Nur wenige Zentimeter ist der Bus kleiner wie die lichte Weite des Stadttors.

Unbeschadet kommt der Bus, inkl. heute ungenutzten Radanhänger, in Mals an.

Aber statt nun bequem im Diesel-GTW nach Meran zu fahren überrascht die Vinschgaubahn mit einem Busersatzverkehr bis Schlanders. Die Bauarbeiten zur Elektrifizierung und weiteren Anpassung zum Kapazitätsausbau sollten eigentlich am 29.9. beendet sein, wurden aber bis 13.10. verlängert. Leider ohne Anpasdung der Fahrplanauskunft. Leider sammelt der Bus, auch wegen eines Staus wegen Unfall vor Schlanders, den planmäßigen Anschluss und so ging es gut eine halbe Stunde später im 15:18 erst weiter.

So blieb aber etwas Zeit den Bahnhof anzusehen. Die Ausfahrsignale direkt am Prellbock ohne eigentliches Bahnhofsgleis scheinen eine Bauvorleistung zu sein. Als Stütze für die Stehtische der Bahnhifskneipe dient ehm. Stellwerkstechnik.

Irgebdwann kommt dann ein einzelner GTW welcher sich bis Mals gut füllen wird.

Ubd so geht es flott durch das Tal.

Fahrzeuge des Grauens. War der GTW ein aufgeräumtes und helles Fahrzeug so ist der Abschlusszug nach Bozen ein ETR526 von Trenitalia also ein unseliger „Jazz“. Schrecklich alleine schon die viersergruppe ohne Fenster und dafür sitzt in der nächsten Sitzgruppe der Fensterbalken mitten im Sitzteiler. Wer denkt sich sowas aus?

Italienische Signalbilder sind schon ulkig. Dauerrot ubd darunter blinkt Grün und Gelb.

Im Bahnhof dann ein Kaffeeautomat mit sichtbaren Innereien und am Busbahnhof ein interessantes Hinweisschild. Zugbahnhof, aha…

Egal, es geht erst mal rüber zur Seilbahn nach Oberbozen.

Und 6 Euro später geht es schon hinauf nach Oberbozen. Der Blick auf den Bahnhof zeigt dass die neben der Talstation liegende und beschildert Autoverladung schon lange unbenutzt und nicht mehr nutzbar ist…

11min später ist dann schon Oberbozen erreicht. Schade eigentlich dass die Rittnerbahn nicht mehr bis Bozen fährt, aber die Seilbahn ist hier definitiv das schnellere Verkehrsmittel.

Die Hauptlast tragen mittlerweile die ehm. Triebwagen der Trogener Bahn, aber auch einer der Alioth Triebwagen von 1910 steht derzeit azsgeachst in der Wartungshalle.

Ich checke im Hotel Regina ein, mit Zimmer mit Rittnerbahnblick Richtung Westen nach Klobenstein, und mache beim Bedarfshakt Linzbach noch ein paar „Dunkelfotos“.

Auf dem Rückweg wurde dann nich das Foto vom Titelbild eingefangen und es ist somit langsam Zeit zum Abendessen.

Noch mehr Mampf …

Eine Preisfrage die ich mir beim Abendessen stellte.
Ist das relativ lärmige Rudel älterer Briten hier im Hotel weil …
[ ] … sie sich Südtirol (aus Schweizer Sicht eher ein Billiglohnland 🤣) nach dem Brexit nicht mehr leisten werden können.
[ ] … sie es nicht mehr erleben werden wann man sich es als britischer Rentner nach dem Brexit wieder leisten kann.
[ ] … beides?

Zusatzfrage:
Sind die so laut weil bereits die Batterien fürs Hörgerät knapp werden?

Fragen über Fragen 🤣🤣🤣

P. S. der absolute Brüller ist der hier mit Kniestrümpfen die über die Knie gehen und Shorts rumläuft. So auch schon im Ort am Nachmittag gesehen. Stilsicher sind sie die Briten. 🥳😎

So, mal sehen was es morgen gibt. Aktuell regnet es um 23 Uhr. Hmm…

Von der Rhone zum Bernina

Tag 3 der debx-Exkursion und heute war Ortswechsel angesagt.

Es ging von Brig via dem Goms, Furka Basistunnel, Andermatt, dem Oberalppass und dem Vorderrheintal nach Reichenau-Tamins und von dort über den Albula auf den Berniapass zum Tagesziel Alp Grüm. Und das bei herrlichen Herbstwetter.

Leider fehlt mir, bedingt durch die netten Gespräche am Abend in der Gruppe, wie gestern schon die Zeit für einen vollständigen Reisebericht.

Daher hier nun aber die Bilder zum heutigen Tag und die Details folgen dann später. Versprochen.

Der Wagen, welcher sich wie der ganze Zug sehr gut füllte wurde in Brig „geentert“ und dann das.

Der Wagen mit der Gruppenreservierung ist mit ausgefallener Klimaanlage oder Heizung bezettelt.
Hmmm, die Heizung läuft was soll die Klimaanlage sein? Fenster nicht zu öffnen?
Und ich frotzele noch und ja, eines der Fenster ist an der Gepäckablage hochgebunden. Das ist also die Klimaanlage. 🤣

Aber die anderen Fenster funktionieren und im oberen Goms wird der Zug auch ein wenig leerer so dass nun fleißig Signale und die herrliche Landschaft fotografiert werden können.

In Hospental kruezt dann ein „kurz Autozug“ aus zwei Transportwagen die mit einer Tunnellok Ge 4/4 III hinten und einer HGe 4/4 II vorne bespannt sind.

Nach dem Umstieg in den Regionalzug nach Disentis/Mustér, welcher erst kurz vor abfahrt mit einer HGe 4/4 II bespannt wurde fing es hinauf auf den Oberalppass.

Dieser präsentiert sich frisch verschneit. Der Regen heute Nacht wie in Brig kam also hier oben als Schnee herunter.

Der Umstieg in Disentis/Mustér ist wie üblich „knapp“ reicht aber für ein Bahnsteigfoto, insbesondere da der Zug Richtung Chur mit einer Ge 6/6 II bespannt ist.

Und das Winterwunderland am Oberalppass noch mal en Detail.

Durch das Vorderrheintal mit seinen imposanten Felsformationen geht es nach Reichenau-Tamins und nach einem weiteren Umstieg in den RE Richtung Albula.

Ein paar der Mitreisenden haben entdeckt dass der Zug aus Disentis bis Landquart durchläuft und fahren via Vereinatunnel ins Engadin.

Man bleibt hier aber bei der Ursprungsplanung und spät sommerlich bzw früh herbstlich präsentiert sich das Albulagebiet und Engadin.

In Samnden dann die nächsten „Verluste“, es wird die fahrt via St. Moritz gewählt. In anbetracht des guten Wetters lautet aber u. a. mein Entschluss „kürzeste Fahrtzeit bis Alp Grüm“ um noch ein paar Fotos um Alp Grüm herum machen zu können.

Herrlicher Tunnelblick in Ospizio Bernina.

Und dann ist auch Alp Grüm erreicht. Nach dem Einchecken und abklären wegen dem Zeiptunkt des Abendessens sowie dass die weiteren Teilnehmer nun „tröpfelches weise“ eintreffen werden geht es zu Fuß ein wenig in Richtung Ospizio Bernina zurück um den Zug aus St. Moritz mit dem nächsten Gruppenanteil abzulichten.

Neben dem Abstellgleis ist ein grösserer Mast für die Materialseilbahn sowie eine Fläche für die Baulogistik eingerichtet die für die Sanierung der Galerien unterhalb von Alp Grüm benötigt werden. Eine Baustelle die auch Bestandteil des morgigen Exkursionsprogramms sein wird.

Und dann kommt langsam die Abendröte über den Palü Gletscher gekrochenen.

die Nacht bricht herein. Jetzt erst mal eine Ovomaltine vor dem Abendessen.

Nach dem Esen und ausgiebigen Gespröchen ist jetzt erst mal Zeit für „Zzzzz“ denn Morgen steht ein eng getaktetes Programm auf dem Plan.

Der Sonne entgegen, oder: Bernina und Engadin

Der morgendliche Blick aus dem Fenster scheint (ausnahmsweise) mal die Wetterprognose zu bestätigen. Eine niedrige Wolkendecke und teilweise Dunstschwaden lassen nichts gutes ahnen.

Egal, erstmal ist das Frühstück dran und kann ein Tag schlecht werden der so beginnt? Nein.

Andernorts rücken die Schneeräumtrupps mit dem Kfz an. Bei der RhB passiert dies mit dem Baudiensttraktor. Schön…

Die Bilder der Wetterkameras die im Morgenprogram von SRF gezeigt werden lassen die Hoffung aufkommen dass sich das Wetter im Engadin sich vom üblichen Wetter im Land erheblich unterscheidet.

Zunächst einmal zieht es sich erheblich zu in Filisur. Auch in Bergün werden die Bahnsteige geräumt. Wobei es mit knapp über Null Grad schon recht mild ist.

Kurz nach der Einfahrt in Preda kann das Licht am Ende des Tunnels dokumentiert werden. Oder ist es schlicht das Einfahrsignal von Preda? 😉

Das Wetter hält was es für’s Engadin versprach und ich disponiere um. Alp Grüm statt Samedan oder St. Moritz soll das neue Ziel sein.

In Pontresina rangiert man den Container für den Coop in Poschiavo bereit. So geht moderne Logistik. Wenn es denn politisch gewollt ist.

Keine Panik. Der aus Ospizio Bernina kommende Zug entschloss sich on Bernina Lagalp das noch freie Gleis zur Vorbeifahrt zu nehmen. Nett, der Führerstandsblick im Allegra.

Mit knackigen Kontrasten präsentiert sich der Berninapass bei Ospizio Bernina und kurz darauf kann „im Fuzzyblick“ die Einfahrt nach Alp Grüm genossen werden. Im Gleis 2 wartet derweil der zumeist in Bauzugdiensten stehende und in hervorragender roter Lackierung leuchtende ABe 4/4 I Nr. 47 mit einem Bauzug auf die Weiterfahrt.

Und es hat sich etwas getan in Alp Grüm. Wahnsinn. Alp Grüm hat jetzt einen Bahnübergang, man bedenke dass man Alp Grüm im Gunde nicht per Strassenfahrzeuge erreichen kann und aktuell der Weg meterhoch verschneit ist, und für genau die 50m in denen der Bü liegt gilt zudem „Fahren auf Sicht“ bzw. Abschnitt ohne eigenes Trassee.

Im Prinzip fragt man sich was das soll aber kurz darauf legt der Bernina-Express auf dem Weg nach Tirano hier seinen Halt ein und so unkoordiniert wie die aufsteigenden Heerscharen herumirren dürfte ein Warninstrument doch eine gute Idee zu sein. Gesunder Menschenverstand ist halt keine Serienausstattung…

Der Zug aus Gleis 2 ist derweil Richtung Pontresina „geflüchtet“ und macht damit das Gleis für die Kreuzung des Bernina-Express mit dem Regionalzug nach St. Moritz frei. Diesen zu besteigen erscheint mir ob der „Touri-Flut“ eine gute Idee.

Nächster Halt… Ospizio Bernina. Auch hier sind die Schneeräümtruppen mit dem gelben Dienstfahrzeug vor Ort. Klar, wer will schon von der Passstrasse durch den hohen Schnee hier her herunter laufen. 😎

Das auf der Hinfahrt geduchtete „Monster“, also die neue Schneefräse, ist derweil schon Richtung Pontresina abgerückt.

Ich stapfe etwas durch den hohen Schnee oberhalb der Station, aber für einen richtig guten Fotostandort hätte ich Schneeschuhe gebraucht. Schade…

Dann eben mit dem nächsten Zug weiter nach Morteratsch.

Warum man den Allegra trotz Klimaanlage mit mehreren öffenbaren Fenstern verdehen hat? Weil es die Kundschaft gut findet. 🤗

Apropos Schneefräse. Gab es beim Kauf der drei „kleinen“ Fräsmonster das kleine dann noch weiterhin in Ospizio Bernina stehende Modell gratis dazu? Der Hersteller ist der gleiche 🤣

Nächster Halt… Morteratsch.

Kurz hinter dem dezeit eingefrorenen Wasserfall vor Morteratsch entdecke ich einen Bahnübergang mit vsl. guter Sicht auf Zug und den Gletscher, bzw. was vom Gletscher übrig ist. Vor 150 Jahren reichte dieser noch bis fast zur heutigen Bahnstation. Heute ist er in der Ferne noch erkennbar. Leider steht die Sonne noch nicht optimal, aber eine weitere Stunde wollte ich nicht warten, zumal das Highligt der zurückkehrende ABe 4/4 I Nr. 47 war und so ging auf dem Winterwanderweg weiter Richtung Pontresina mit weitern interessanten Fotostellen.

Interessant auch das Restaurant mit „Nebenraum“ in der Form einer akten Gondel der Diavolezza Seilbahn.

Hinter Pontresina verzweigen sich die Strecken nach St. Moritz und Samedan. Der Zug aus St. Moritz überrascht mich etwas und beim Anblick des vielen Radwegwegweiser denke ich mir „nicht eure Saison“ und werde prompt eines Besseren belehrt. Auch hier fährt man also Fatbikes.

Die Sonne macht sich langsam aus dem Staub und bald ist Celerina erreicht.

In Celerina scheint man gerne Schilder zu allem möglichen aufzustellen, sei es wie weit es wohin ist oder wie man nicht parken soll. Aber die Schilderkombination der „Pilzkontrollstelle“ mit der zu den Toiletten. Echt jetzt? Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Ich liebe den „Paschifig“ Wagen im Alvra, lasse mir von Scotty einen Kaffee an den Platz beamen und genieße die in der Nacht verschwindende Landschaft.

Die Schlittelbahn ist im Bahnbetrieb ausgeleuchtet. Das fehlt mir noch auf der Liste m. Das muss ich irgendwann mal fahren, wobei das besser mit einet Übernachtung in Bergün klappen sollte. Der letzte Zug nach Filisur geht um 20:47.

Apropos Filisur. Hier hatte sich die Nebelsuppe vom Morgen vermutlich festgesetzt. Aber der Weg zim Hotel ist noch erkennbar.

Am Ende des Zuges hinter dem „Schratwagen“ mit der Aussichtsbank hängt ein gut besetzter Gourmino.

Hier nochmal eine Sammlung der „Schlechtwetterbilder“ von heute. 😂

Und dann der Tagesabschluss mit Abendessen und dem „Blogschreibe-Bier“ aus dem Engadin.

Die Wandertour wie üblich mit noch mehr Bildern hier auf Komoot.