Von der Rhône auf Unwegen zum Brienzer Rothorn

Und dann kam er doch der Regen…

Es war früher Aufsteigen angesagt, denn schon um 7:56 ging es nach Aigle.

Natürlich nicht ohne die Zeit bis zur Abfahrt für Fotos zu nutzen.

Von Aigle bis Le Sepey besteht seit mitte Juli Schienenersatzverker und der Aushang der „tpc“ klingt nicht danach dass dieser bald vorbei wäre.

Denn dieser ist mit dringenden Baumaßnahmen als Grund und zeitlich mit „bis auf weiteres“ betitelt. 🤔😔

Der Abschnitt Aigle Bahnhof bis Verschiez wird aber befahren und bringt die Fahrgäste zum Bahnhof von wo sie dann im SEV Bus nach Le Sepey fahren können. Ein „kleiner“ Umweg. Zudem befinden sich auf der Straße nach Le Sepey mehrere Baustellen die den SEV Bus nicht grade positiv beeinflussen. In einer der Baustellen musste dann auch heftig rangiert werden.

Trotzdem gelang der Umstieg auf den im Inselbetrieb zwischen Le Sepey und Les Diablerets verkehrenden Triebwagen fast pünktlich.

Auch diese Strecke hat recht spektakuläre Abschnitte mit tiefen schluchtenartigen Abschnitten die aber nur schwer zu fotografieren sind.

Und so wird auch Les Diablerets pünktlich erreicht und der knappe Übergang zum Postbus über den Col du Pillon nach Gstaad problemlos erreicht.

Leider präsentierte sich der Pass im dichten Nebel aber weiter in Richtung Gstaad wurde das Wetter langsam besser und Gstaad wurde exakt laut Plan erreicht.

Mit dem Pullmann Classic bzw. Panorama Express ging es von dort nach Zweisimmen.

Das „Classic“ ist eher etwas kreativ ausgelegt da die MOB ihre Pullmann Wagen von 1939 nach wenigen Jahren an die RhB verkaufte. Daher hat die MOB gut 70 Jahre später ihre „Pullmann Classic“ Wagen aus EW I neu gebaut und u. a. mit Klimaanlage ausgestattet.

Die Fahrt mit diesen Wagen kostet 7 CHF Zuschlag und sie gefallen auch wenn extrem wenig Platz für Gepäck im Abteil ist (Gepäckablagen nur im Einstiegsraum) und die Fenster nicht schratkompatibel zum Öffnen sind.

Die weichen Sitze sind gewöhnungsbedürftig aber recht brauchbar aber insgesamt sind diese Wagen sehr schön ausgestattet und die abgeschrägt angeordneten Fenster erzeugen einen super Panoramablick.

Gefühl zu schnell ist Zweisimmen erreicht und beim knappen Umstieg wird noch schnell die Umspuranlage Besichtigung welche demnächst durchgehende Züge über die meterspurige Strecke von Montreux nach Zweisimmen und dann normalspurig weiter via Spiez nach Interlaken Ost ermöglichen soll.

Unterwegs kreuzte dann eine der noch im Einsatz stehenden EW III Garnituren den „Lötschberger“ nach Spiez.

In Spiez wurde das Panorama genossen bevor ich mich als BLS Fahrkartenautomat tarnte. 😉

Weiter dann im IC am Thuner See entlang nach Interlaken Ost und im „Adler“ der Zentralbahn am Brienzer See bis Brienz.

Da der Fahrplan bis hierher ein paar recht knappe Übergänge enthielt, die aber klappten, war die Gruppe recht frühzeitig in Brienz. Ein paar nutzen die etwas über 2h für einen Abstecher nach Innertkirchen, andere verblieben am See bzw. fingen den vom Rothorn komnenden Zug gegen 15:25 ab.

Um 16:36 ging es dann mit der letzten Bergfahrt Richtung Brienzer Rothorn. Denn nur mit dieser gilt das Angebot für 100 CHF für Berg- und Talfahrt inkl. Übernachtung auf dem Brienzer Rothorn.

By the Way. Die Fahrt um 15:36 wurde wegen starker Winde heute gestrichen. Ich frage mich nur… Welcher Wind.

Schwer arbeitend schnaubte sich die Maschine mit ihrem Zug bergauf. Ein akustischer Genuss.

Beim Halt in der Station Planalp wurde Wasser gefasst und es wäre fast einer der Mitreisenden beim Toilettenbesuch verloren gegangen.

Der Nebel bzw. die tief hängenden Wolken sorgen für eine sehr interessante Stimmung.

Und dan ist nach etwa 1h Fahrtzeit das Ziel in Sicht bzw. wurde auch erreicht und die Woken gaben sogar den Blick auf den Brienzer See frei.

Nach nichtmal 10min kehrte der Dampfzug wieder zurück nach Brienz zurück, gefolgt vom Güterzug der in Dieseltraktion verkehrte.

Danach folgte der Zimmerbezug…

… und das Abendessen in geselliger Runde.

Mal sehen ob das Wetter morgen für einen Sonnenaufgang am Berg mitspielt.

Anschließend noch der Fahrplan von heute:

Ab 07:57 Brig – Gl. 6 (IR 1710, Richtung: Genève-Aéroport)
An 09:05 Aigle – Gl. 2

Ab Aigle (Fussweg)
An Aigle, gare

Ab 09:29 Aigle, gare (B B 428, Richtung: Le Sépey, gare)
An 09:57 Le Sépey, gare

Ab Le Sépey, gare (Fussweg)
An Le Sépey

Ab 10:01 Le Sépey – Gl. 1 (R 428, Richtung: Les Diablerets)
An 10:19 Les Diablerets – Gl. 1

Ab Les Diablerets (Fussweg)
An Les Diablerets, poste

Ab 10:22 Les Diablerets, poste (B 180 18022, Richtung: Gstaad, Bahnhof)
An 11:15 Gstaad, Bahnhof

Ab Gstaad, Bahnhof (Fussweg)
An Gstaad

Ab 11:25 Gstaad – Gl. 1 (PE 2214, Richtung: Zweisimmen)
An 11:57 Zweisimmen – Gl. 5

Ab Zweisimmen (Fussweg)
An Zweisimmen

Ab 12:02 Zweisimmen – Gl. 6 (R 6820, Richtung: Bern)
An 12:47 Spiez – Gl. 5

Ab Spiez (Fussweg)
An Spiez

Ab 13:04 Spiez – Gl. 1 (IC 1069, Richtung: Interlaken Ost)
An 13:28 Interlaken Ost – Gl. 5

Ab Interlaken Ost (Fussweg)
An Interlaken Ost

Ab 13:33 Interlaken Ost – Gl. 4 (R 9873, Richtung: Meiringen)
An 13:54 Brienz – Gl. 1

Ab 16:36 Brienz BRB (CC 17, Richtung: Brienzer Rothorn)
An 17:31 Brienzer Rothorn

Steil hinauf und Innenansichten

Der Wetterbericht sagte nichts gutes voraus, zeitweise gar mit Unwetterwarnung.

Ideale Bedingungen für eine Fahrt zum Emosson Stausee 😉

Aber um es vorwegzunehmen, Petrus war eingeschränkt einsichtig mit der Reisegruppe.

Und so gibg es um 9:26 wieder die Rhone hinab bis Martigny wo in die Schmalspurbahn nach Le Châtelard umgestiegen wurde und zuvor gelang kurz hinter Leuk im kurzen Abschnitte zwischen zwei Tunnels mal ein Foto ins Tal mit teils der weit oberhalb das Tal überspannenden Strassenbrücke.

Der bahnsteiggleiche 4min Übergang gelang problemlos und so gibg es kurz darauf aus dem Rhonetal steil hinauf ins Trienttal wobei die Wolken in diesem Tal jedwede Sicht auf das Tal verwehrten. Aber das sollte sich zur Rückfahrt ändern.

In Le Châtelard wurde dann auf die Standseilbahn des Parc d’Attractions du Châtelard VS  gewechselt die sehr steil an der Nordflanke hinauf zur Feldbahn ging.

Die Fotos können kaum vermitteln wie steil diese verläuft. Kurz nach der Talstation liegt z.b. bereits ein Abschnitte mit 86% Neigung und mit 87% im inneren Abschnitt war diese bis zum Bau der Stoosbahn die weltweit steilste Standseilbahn mit zwei Kabinen.

Die alte Standseilbahn von 1920 wurde ab Oktober 2012 saniert wodurch auch daa Kuriosum des Gegengewichtswagens auf den oberen 300m, der das Gewicht des Seils des talwärts laufenden Wagens kompensieren sollte, entfaielund 2015 gibg somit eine den aktuellen Standards entsprechende Standseilbahn in Betrieb.

Und Petrus lies es etwas regnen so das die Aussicht etwas „verwässert“ war.

An der Bergstation dann der Wechsel zur Feldbahn, das Personal trieb zur Eile wobei ausser unserer Gruppe nur eine handvoll anderer Fahrgäste im Zug waren.

Die Feldbahn wurde zusammen mit der Standseilbahn zum Bau der ersten, heute im Ende der 60er Jahre erweiterten Emosson Stausee versunkenen, Staumauer des Emosson Stausee errichtet.

Kurz vor der Staumauer wird dann nochmal in ein „Minifuni“ umgestiegen das einem zum Endpunkt oberhalb der Staumauer bringt. Die Umsteigestation am Abgrund ist schon sehr speziell.

Ein paar Blicke auf die Bahn, deren Leitstand und den See sowie eine ausgestellte aber nicht am Stausee eingesetztes Turbinenrad das aber sehr gut die Abnutzung im Betrieb durch Wasser mit hohem Druck und darin enthaltenen Sedimente aufzeigt und schon beginnt die Führung.

Anhand eines Modells wird erläutert wohin das Wasser für den Emosson Stausee geht (turbiniert wird oder für einen Pumpspeichersee oberhalb verwendert wird) bzw. woher das Wasser durch teils bis zu 20km lange Stollen kommt.

Danach geht es hinab zur Krone der Staumauer des Emosson Stausee und der Regen hat zwischenzeitlich auch wieder aufgehört.

Und so geht es nun hinein und hinab in den obersten Inspektionsgang der Staumauer.

Der „Knubbel“ im linken Bild der mittleren Reihe ist kein Schalter sondern ein Referenzpunkt zur Vermessung des Staudamm welcher sich im übrigen ganz normal über das Jahr um mehrere Zentimeter in allen Achsen bewegt.

Die blaue Beleuchtung wurde nur im obersten Gang extra für die Führungen eingebaut.

Daneben finden sich hier auch die oberen Endpunkte mehrerer Pendel welche ebenfalls der Erfassung der Bewegungen der Staumauer dienen.

Ich glaube ich war 16kV noch nie so nahe wie bei den mit im Inspektionsgang verlegen Hochspannungskabel.

Auch ein paar historische Aufnahmen vom Bau des Staudamms wurden für die Besucher aufgehängt und kurz darauf wurde nach gut 500m in der Staumauer wieder das Tageslicht erreicht.

Das Bergpanorama versteckt sich etwas, aber der Ort auf der Staumauer taugt für ein Gruppenbild.

Fast im Minutentakt ändern sich die Wolken rundum von „null“ auf „ein wenig“ Aussicht und zurück.

Die massive Betonwand direkt oberhalb des östlichen Ende der Staumauer (Bild unten links) entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als ehm. Geschützstellung, hat man doch von hier das Tal Richtung Frankreich „im Blick“.

Unten rechts ist der bis Anfang der 2000er im Einsatz stehende Vorgänger des Minifuni zu sehen. Ein sehr spezielles Gefährt.

Nach einer Stärkung mit Ovo geht es auch schon wieder zur aktuellen Minifuni welche auch diesmal nicht über die untere Station hinaus fuhr.

Und nach einiger Zeit kam auch wieder die Feldbahn um die Gruppe zur Standseilbahn zu befördern.

Und siehe da, es begann sogar langsam etwas aufzuklaren bzw. besser gesagt, es verzogen sich die Wolken eher in höhere Lagen.

Die Druckrohre welche einst parall zur Standseilbahn liefen befinden sich heute im Berg.

Und ohne regennasse Scheibe ist die steile Standseilbahn noch eindrucksvoller.

Und schon ist wieder die Talstation bei Le Châtelard erreicht. Neben dem Kraftwerk wird derzeit das Ausgleichsbecken erweitert und saniert. Die grossen Bagger, Radlader usw. wirken darin wie Modelle in Modellbahngrösse.

Das Bedientableau kündigt schon etwas an und schon kommt der Zug aus Le Châtelard-Frontiere (weiter nach Vallorcine, Chamonix und St. Gervais geht es derzeit wegen Bauarbeiten auf der französischen „SNCF“ Seite der Strecke nur per Bus) nach Martigny.

Da Petrus etwas Einsicht hatte ist jetzt auch etwas mehr Einsicht in die doch teils spektakuläre Trassierung der Bahn in dem teils extrem steilen Trienttal möglich und auch recht steil geht es dann wieder hinab ins Rhonetal.

Dass der Zug 4min Verspätung hat und der Anschluss IR mit Bahbsteigwechsel planmäßig in 3min erreicht werden soll ist auch kein Problem (mehr) da der IR ab Vevey bis Brig ausfällt und so wird halt der 10min später fahrende aber halt auch länger untwerwegs seiende Regionalzug nach Brig genomnen was nun 17:24 statt 17:02 erreicht wurde.

Als nächster Programmpunkt stand nämlich um 18:30 die Modellbahnanlage der Lötschberg Süd- und Nordrampe sowie der Furka Bergstrecke und gewisser Highlights des Glacier Express an.

Diese befindet sich im 4. Untergeschoss des Hotels Good Night Inn auf gut 700qm.

Die Lötschbergstrecke ist eine Anlage der Kölner Modellbaugruppe die über einen Berner Verein von den Hoteleigentümern übernommen wurde und so, da die Räumlichkeiten dem Verein gekündigt wurden, vor der Verschrottung verschont wurde. Der Teil mit Glacier Express und der Furka Bergstrecke wird von lokalen und Berner Modellbauern betreut und weitergebaut bzw. auch der Lötschberger Teil überarbeitet und unter anderem digitalisiert.

Auch die Ausstattung mit Tag/Nacht Steuerung und allerlei Ausrüstungsgegenständen wie Sitzen aus bekannten SBB und BLS Wagen und allerlei weiterer Dekoration machen die Anlage zum Erlebnis.

Sogar an einem funktionstüchtige Rottenwarnanlage (mittlere Reihe links) wurde gedacht.

Aber auch hier ist mal Schluss(signal) denn das Abendessen ruft.

Acha, später fing es doch heftig an zu regnen und diverse Pässe wurden laut Infos der Verkehrsmeldungen schon gesperrt.

Es könnte also morgeb spannend werden mit der Fahrt über den Pass bei Les Diablerets und der Zahnradbahn hinauf zum Brienzer Rothorn. Aber erstmal abwarten und ab ins Bett.

Wandern am Col-de-Bretaye

Um 8:28 ging es zunächst mit dem IR nach Aigle und dem RE zurück nach Bex.

Der um und im Bahnhof herum wird kräftig gebaut und so hält die Bahn nach Villars-sur-Ollon nichtmehr parallel zu den SBB seitlich des Bahnhofsvorplatzes sondern frontal vor dem Empfangsgebäude. Diese Gleise wurden bis in die 90er Jahre von der zur Taktverdichtung innerorts von Bex verkehrenden „Tram“ benutzt und bei einem seinerzeitigen Besuch hatte sich ein Fahrer wohl verbremst, was man gut an den Spuren im Asphalt und der defekten Fernsprecherbude, welche sich dort befand wo heute der Selecta Verkaufsautomat steht, erkennen konnte. Rührt daher der recht massiven Prellbock?

Die Strecke von Bex nach Villars-sur-Ollon verfügt über keine Streckensicherung mit Signalen. Stattdessen zeigen Tafeln an den Kreuzungsstationen an welcher Zug mit welchem anderen Zug kurzen soll.

Nach einiger Zeit kommt schon der Zug und mangels Bahnsteig wird wieder bewusst woher der Satz „Bitte einsteigen“ herrührt und kurz darauf geht es schon im Strassenplanum durch die teils sehr enge Ortsdurchfahrt von Bex.

Im Depot von Bex steht noch einer der nicht mit Zahnrad ausgestatteten „Tram“-Triebwagen des ehm. innerstädtischen Verkehrs.

Kurz hinter dem Depot geht es dann in die Zahbstange und der Zug gewinnt „schnell“ an Höhe.

Die Panoramen die sich bieten werden, ebenso wie die „schratkompatiblen“ öffenbaren Fenster intensiv genossen und zum Fotografieren genutzt.

Nach gut 40min Fahrtzeit ist Villars-sur-Ollon erreicht. Beim heutigen Stundentakt braucht es dazu zwei Garnituren. Die Fahrt Erfolgte mit dem Beh 4/8 93 von 2001 (eigentlich auf Tuttlingen getauft) und der zweiten Garnitur mit dem Triebwagen BDeh 4/4 81 von 1977 mit Beiwagen.

Umstieg in den BDeh 4/4 83 von 1987 der nun zwei Personenwagen ziehend und einen Güterwagen schiebend hinauf zum Col-de-Bretaye beförderte.

Durchgehende Fahrten von Bex zum Col-de-Bretaye gibt es derzeit keine, die Infrastruktur lässt es aber zu und wird z. B. zum Fahrzeugtausch genutzt.

Da die Bergstrecke wesentlich stärker frequentiert wird und eher touristischen Zwecken dient ist eine Trennung der Fahrgastströme jedoch sinnvoll. Trotzden werden Swisspass, GA, Tageskarte usw. anerkannt was bei touristischen Strecken nicht sonderlich üblich ist.

In der derzeitigen Nebensaison verkehrt ein einziger Triebwagen im Stundentakt, aber im Gegensatz zum Streckenabschnitt Bex – Villars-sur-Ollon ist die Bergstrecke mit ihren mehrern Kreuzungsstationen mit Signalen ausgestattet was der dichte Verkehr im Winter hinauf ins Skigebiet um den Col-de-Bretaye vermutlich bedingt.

Nach kurzer Wende geht es für den Zug schon wieder hinab nach Villars-sur-Ollon.

Die vierköpfige Wandergruppe (die übrigen sechs Teilnehner der debx2021 Tour erkundeten derweil die Bahnen um Aigle) erklomm dann noch einen kleinen Berg / Hügel auf der Suche nach Ausblicken und fand den Weg querfeldein zurück zur Bergstation.

Entweder gab es mal eine Standseilbahn von der Bergstation hinauf zum Gipfel des Le Chamossaire oder diese wurde nie vollendet. Jedenfalls ist eine Trasse gut neben der Bergstation der Bahn erkennbar, im Netz findet sich leider nichts dazu. Heute wird der Gipfel von einer Sesselbahn erschlossen.

Und dann kommt auch schon der nächste Zug von und nach Villars-sur-Ollon an.

Von nunan ging es bergab, was bisweilen anstrengender sein kann wie hinauf.

Natürlich wurde auch mal der nächste Zug zum Fotostop abgewartet, wie hier oberhalb des Golfplatzes und dabei der Flughornisse Auslauf und Höhenluft gegönnt, während andere (zum Ausgleich?) eher das „niederflurige“ Fotomotiv suchten.

Und dann ging es wieder weiter. Die Zahnstange sollte man als Autofahrer und insbesondere Radfahrer, von den nicht wenige der Talfahrt fröhnten, nicht missachten. Die Rampen die diese bedingen sind nicht zu verachten.

Kurz vor der Station Col-de-Soud dann der nächste Fotostop und mit herrlichen Panorama. Die Entscheidung fällt dann direkt runter nach Villars-sur-Ollon zum Zug nach Bex zu laufen und nicht auf den Zug nach Villars-sur-Ollon zu warten.

Teils sehr steil geht es nun zumeist durch den Wald hinab, aber noch mit ausreichender zeitlicher Reserve wird der Bahnhof von Villars-sur-Ollon erreicht.

Der noch im alten BVB Lack erscheinende Triebwagen BDeh 2/4 Nr. 25 steht wohl schon länger unter dem Dach und wird derzeit als Covid Teststation genutzt. Der im neuen TPC Design gehaltene Be2/3 Nr. 15 wartet derweil darauf mal wieder gebraucht zu werden.

Die Abfahrtszeit rückt heran und der Triebwagen 93 steht auch schon zur Fahrt nach Bex bereit.

Teils wie eine Strassenbahn und dann wieder mal per Zahnrad sehr steil geht es hinab nach Bex.

In Gryon, wo BDeh 2/4 Nr. 24 im Altlack angestellt ist, wird gekreuzt und bald ist wieder Aigle erreicht.

Noch ein paar Fotos von der Ein“steige“situation und so weiter und es geht wieder mit dem RE nach Aigle und dem IR nach Brig.

Die Reisezeit vergeht mit ETCS und LEA „Studien“ schnell vorbei und die Erkenntnis siegt dass die deutsche Umsetzung von ETCS bzw. dem Pendant EBuLa zum Schweizer LEA viel zu kompliziert und unflexibel ist.

Noch ein paar Eindrücken aus Brig.

Es gibt zwar auch noch das Stockalper Schloss, aber das habe ich auch schon oft genug fotografiert.

Abendessen und nette Gespräche, ein schöner Tag klingt aus.

Die nächsten Tage soll das Wetter mit Dauerregen usw. weniger erbaulich werden. Aber mal abwarten.

Zum Abschluss noch der Link zur Wanderung vom Col-de-Bretaye nach Villars-sur-Ollon bei Komoot mit noch mehr Bildern.

debx2021 – Durchs Jura zur Rhone

Morgenröte über Basel und die mit dem Nachtzug angereisten Teilnehmer sind auch schon da.

Die Besen in Basel SBB dienen nicht der Wagenreinugung sondern als Warnung vor den bauzeitlichen Stützen für die Hallendachsanierung damit sich daran keiner der aus den wenigen öffnungsfähigen Zugfenstern herausschaut sich an diesen den Kopf stösst.

Mit Umstieg in Olten in einen Wackeldackel (ICN) ging es dann nach Yverdon.

In Neuchâtel musste ausserplanmässig nochmal umgestiegen werden da der hintere Triebwagen dort verblieb. Aber so konnte wenigstens noch eine der wenigen im Swiss-Express Lack verkehrenden Re4/4 fotografiert werden.

Im recht gut besetzen ICN ging es nun weiter nach Yverdon und dort auf Meterspur und kurvenreich hinauf ins schweizer Jura nach Ste-Croix.

Der Bahnhof von Ste-Croix wurde umgebaut und hat dabei die seit mehreren Jahren ungenutzten Gütergleise verloren, die Rollbockanlage in Yverdon wurde aber konserviert.

Switzerland in a Nutshell. Eine Kirche mit Werbeschild der Kantonalbank. 🤔

Mit dem Bus gibg es dann nach Echallens.

In Echallens befindet sich der Betriebsmittelpunkt der LEB welche Bercher mit Lausanne-Flon verbindet.

Zwischen Lausanne und Echallens besteht ein 15min Takt. Nach Bercher sind die Züge halbstündig durchgebunden.

Die Hauptlast tragen die von 2010 bis 2021 beschafften zehn RBe 4/8 und sechs Be4/8 von Stadler. Die vier älteren und nicht barrierefrei gestalteten Be4/8 von 1985 werden ausrangiert. Die drei Be4/8 von 1991 verbleiben zunächst als Reserve.

Auch der Bahnhof Bercher wurde renoviert und barrierefrei ausgestattet.

Und so geht es durch die hügelige Landschaft über Echallens nach Lausanne.

Bis 1995 endete die Strecke oberirdisch in Lausanne-Chauderon inmitten der Strasse und wurde dann in eine unterirdische Station verlegt.

2000 wurde die Tunnelsttecke bis nach Lausanne-Flon verlängert wo bessere Anbindungen z. B. zum Bahnhof der SBB bestehen.

Seit einigen Wochen enden die Züge bereits in Prilly-Chasseur da nun auch der Abschnitte von Union-Prilly bis Lausanne-Chauderon in einen Tunnel verlegt wird unddazu die Rampe und Tunnelanbindung erstellt wird was nicht im laufenden Verkehr möglich ist. Damit wird auch der letzte Abschnitt in dem die LEB im Strassenplanum und je nach Fahrtrichtung gegen den fließenden Straßenverkehr fahren aufgelassen.

Bevor es ab Gleis 70 (Kopfgleis auf der Westseite neben Gleis 1) ein Blick auf die Signale.
Signal E211 Lausanne am Gleis 1 mit Restriktion auf 50km/h
Im Signalsystem N macht man bei den Geschwindigkeitsanzeigern keinen farblichen Unterschied zwischen Zs3v in Gelb und Zs3 in Weiß.
Fungiert er als Voranzeiger erscheint dazu „Gelb“ als Warnung. Hier zusammen ist es dem deutschen Zs3 ähnlich anzusehen.
Man beachte auch den sehr späten Signalhaltfall und dass die Rangiersignale sich nicht am „Hauptsignal“ sondern wesentlich weiter hinten erst am Grenzzeichen befinden.
Mehr zu Schweizer Signalen unter diesem Link.

Mit 15 Promille Steigung geht es nun im NPZ durch die Vororte und Weinberge hinauf nach Puidoux.

Reinhard verlor beim Bahnsteigwechsel nur knapp gegen den aus Vevey kommenden NPZ an der Ziellinie 😉

Und mit bis zu 40 Promille Gefälle ging es auf der Strecke des „Train des Vignes“ wieder hinunter an den Genfer See nach Vevey.

Die am Bahnhof befindlichen ehm. Werksanlagen der auch Bahnfahrzeuge Herstellern Altelliers Construction Vevey wurden in Büros, Einkaufsmöglichkeiten usw. umgewandelt.

Am Bahnhof warten derweil die IC Züge nach Lausanne und die der Meterspurstrecke nach Chamby.

Mit einer Verspätung von 5 Minuten geht es nun die Rhône hinauf und alsbald wird Brig erreicht.

Zimmerbezug im Good Night Inn und Abendessen unserer kleinen Gruppe.

Der komplette Fahrplan von heute:

Ab 08:28 Basel SBB – Gl. 10 (IC 1063, Richtung: Brig)
An 08:55 Olten – Gl. 11

Ab Olten (Fussweg)
An Olten

Ab 09:02 Olten – Gl. 3CD (IC 1512, Richtung: Lausanne)
An 10:20 Yverdon-les-Bains – Gl. 2

Ab Yverdon-les-Bains (Fussweg)
An Yverdon-les-Bains

Ab 10:46 Yverdon-les-Bains – Gl. B3 (R 29, Richtung: Ste-Croix)
An 11:21 Ste-Croix

Ab 11:36 Ste-Croix (R 30, Richtung: Yverdon-les-Bains)
An 12:12 Yverdon-les-Bains – Gl. B3

Ab Yverdon-les-Bains (Fussweg)
An Yverdon-les-Bains, gare

Ab 12:27 Yverdon-les-Bains, gare – Kante V (B 670 67031, Richtung: Echallens, gare)
An 12:58 Echallens, gare

Ab Echallens, gare (Fussweg)
An Echallens

Ab 13:24 Echallens (R LEB 135, Richtung: Bercher)
An 13:37 Bercher

Ab Bercher (Fussweg)
An Bercher

Ab 13:54 Bercher (R LEB 138, Richtung: Prilly-Chasseur)
An 14:28 Prilly-Chasseur

Ab Prilly-Chasseur (Fussweg)
An Prilly, Chasseur

Ab 14:31 Prilly, Chasseur (B Bus-LEB 78196, Richtung: Lausanne, gare)
An 14:44 Lausanne, gare

Ab Lausanne, gare (Fussweg)
An Lausanne

Ab 15:13 Lausanne – Gl. 70 (S 9 24955, Richtung: Kerzers)
An 15:22 Puidoux – Gl. 1

Ab Puidoux (Fussweg)
An Puidoux

Ab 15:31 Puidoux – Gl. 3 (S 7 24757, Richtung: Vevey)
An 15:44 Vevey – Gl. 5

Ab Vevey (Fussweg)
An Vevey

Ab 16:05 Vevey – Gl. 2 (IR 1825, Richtung: Brig)
An 17:32 Brig – Gl. 7

Zwei Quellen Tag

Heute standen „nur“ 92km an, aber dafür ging es etwas später los. Einerseits nette Gespräche mit Radlern die den Neckar richtig herum, also talwärts, bewahren andererseits Werkzeughilfe…

Aber gegen halb 10 ging es dann los, nicht ohne unten am Bahnhof die Getränkevorräte zu ergänzen.

Kurz hinter dem Bahnhof Horb überrascht mich dann der IC2 als IC/RE Derivat von Singen nach Stuttgart. Zusammen mit den ebenfalls zweistündlich zwischen Zürich und Stuttgart verkehrenden SBB IC Garnituten besitzt die Gäubahn somit einen sauberen Stundentakt mit schnellen Verbindungen.

Kurz vor Sulz findet sich dann ein geeigneter Fotostandort für den SBB IC.

Zuvor mogelt sich aber noch ein Talent der DB Regio als RB von Rottweil ins Bild bevor es dann nach Sulz am Neckar mit seiner netten Brücke geht.

Und zur Sicherheit schreibt man bei Oberndorf nochmal den Fluss ans Geländer. Ab Oberdorf sind es noch 50 km bis zur Quelle laut der Stele und zweihundert irgendwas bis zur Mündung in den Rhein bei Mannheim.

Bei Talhausen dann der nächste IC aus Zürich. Wie üblich mit SBB Garnitur und ÖBB Taurus bespannt die mit den Nachtzügen aus Wien nach Zürich kommen und dann Kilometerausgleich für die ICE Frankfurt – Wien fahren bevor es mit dem Nachtzug wieder nach Wien geht.

Kurz vor Rottweil bei der Autobahnbrücke war ich ganz knapp zu spät für den RE nach Singen 😣

Aber egal, danach geht es am Wasserwerk stramm berauf nach Rottweil und neben den schönen Ausblicken grüßt auch der Turm welcher der Aufzugssparte von ThyssenKrupp für Versuche dient, mal sehen ob ich den azch mal „begehe“ Do bis So kann man zur Aussichtsebene fahren.

Die Ausschilderung für Wanderer des schwäbischen Alpvereins bei Rottweil erinnert sehr stark an die schweizer Version.

Auch Rottweil verfügt über einen schönen Altstadtkern, der Radweg verläuft am Rande dieser aber leider mitten auf der Haupstrasse was bei dem relativ dichten Verkehr nicht sonderlich Spaß macht. Aber schon bald geht auf Nebenstrassen weiter und Laufen ist wenigstens nicht angesagt.

Kurz vor Trossingen Bahnhof rollt wie aufs Stichwort ein RS1 der WEG welche die Linien des „Ringzug“ betreibt ins Bild.

In Trossingen Bahnhof überrascht das innovative Sitzplatzkonzept am Automaten und wenn man schon mal einen DB Fernverkehrsautomaten auf dem Land findet werden gleich mal Freifahrten gezogen.

Mit dem Ringzug wurde der Bahnhof komplett umgestaltet und der „Gasthof Staatsbahnhof“ und das alte Empfangsgebäude liegen nun etwas abseits.

Die nur 4km lange Trossinger Eisenbahn, welche den „Staatsbahnhof“ mit dem Stadtbahnhof verbindet ist elektrifiziert, was aber im Regelbetrieb nicht mehr genutzt wird da der Verkehr mit den Dieseltriebwagen des Ringzug abgewickelt wird. Im ehm. Lokschuppen residiert ein Eisenbahnmuseum mit Altfahrzeugen der TE. Da nicht genügend Platz in der Halle ist bekam der Triebwagen ein Dach über dem Kopf. Er kann aber nicht mehr auf die Strecke da er hinter einem Prellbock steht.

Es geht ein wenig hinauf und alsbald steil abwärts. Naja, es wurden 11% und „Radfahrer absteigen“ angekündigt, aber warum? So steil ist das auch nicht.

Zur Landesgartenschau 2010 wurden die einst sehr umfangreichen Anlagen des Schwenninger Güterbahnhof und Industriebrachen der einstmals in der Region bedeutenden Uhrenindustrie abgebrochen und umgestaltet.

Der Neckar ist hier schon sehr übersichlich geworden und kann bisweilen mit einem Schritt überquert werden.

Und dann ist die Neckarquelle erreicht.

Wobei sich die Quelle an mehreren Stellen befindet.

Die offizielle Quelle des Neckar liegt (wieder) am Möglingsee am Rande des ehm. Gartenschaugelände. Während den Jahren an denen diese versiegt war lag diese im inoffiziellen Quellbereich im Schwenninger Moos in dem ein Reiher vom Passanten unbeeindruckt durch das Wasser stakst. Offiziell beginnt hier der Moosbach der nach dem Möglingsee in den jungen Neckar mündet.

Dann ging es über die Wasserscheide Nordsee / Schwarzes Meer nach Donaueschingen zur Donauquelle welche neben der Kirche ihren Quelltopf besitzt.

Na dann schauen wir uns mal die Quelle an deren Abfluss als Donaubach zunächst in die Bregach mündet.

Der offizielle Km „Null“ bzw. „Km 2779“ liegt erst am Zusammenfluss der Brigach und Breg. Der Mündungsbereich wird derzeit umgestaltet so dass dieser wieder wie vor über 100 Jahren etwas flussaufwärts liegen wird.

Es ist kurz nach 18 Uhr und ich erreiche das Hotel. Fahrradgarage „check“, Schlüssel und Meldeformular liegt an der wegen Ruhetag unbesetzten Rezeption „check“ und auch das grosszügige Einzelzimmer gefällt.

Also gehts vom „Hirschen“ halt zum eine Querstrasse weiter liegenden Hirschen.

Wahrlich gut das Putensteak mit Pfifferlingen sowie 1a Salat und zuvor Flädlesuppe und Bier der hiesigen Brauerei.

Da der Magen gut zu verdauen hat schlafe ich im Hotel noch beim Schreiben des Tourberichts ein. 🤣

Die in der Gästekarte inkludierte „Konus Karte“ für den ÖPNV im südlichen Schwarzwald werde ich hoffentlich nicht brauchen, ist aber ein top Angebot.

Und hier nun die knapp unter 100km gebliebene Etappe 4 zu den zwei Quellen bei Komoot.

Von der Rhone zum Bernina

Tag 3 der debx-Exkursion und heute war Ortswechsel angesagt.

Es ging von Brig via dem Goms, Furka Basistunnel, Andermatt, dem Oberalppass und dem Vorderrheintal nach Reichenau-Tamins und von dort über den Albula auf den Berniapass zum Tagesziel Alp Grüm. Und das bei herrlichen Herbstwetter.

Leider fehlt mir, bedingt durch die netten Gespräche am Abend in der Gruppe, wie gestern schon die Zeit für einen vollständigen Reisebericht.

Daher hier nun aber die Bilder zum heutigen Tag und die Details folgen dann später. Versprochen.

Der Wagen, welcher sich wie der ganze Zug sehr gut füllte wurde in Brig „geentert“ und dann das.

Der Wagen mit der Gruppenreservierung ist mit ausgefallener Klimaanlage oder Heizung bezettelt.
Hmmm, die Heizung läuft was soll die Klimaanlage sein? Fenster nicht zu öffnen?
Und ich frotzele noch und ja, eines der Fenster ist an der Gepäckablage hochgebunden. Das ist also die Klimaanlage. 🤣

Aber die anderen Fenster funktionieren und im oberen Goms wird der Zug auch ein wenig leerer so dass nun fleißig Signale und die herrliche Landschaft fotografiert werden können.

In Hospental kruezt dann ein „kurz Autozug“ aus zwei Transportwagen die mit einer Tunnellok Ge 4/4 III hinten und einer HGe 4/4 II vorne bespannt sind.

Nach dem Umstieg in den Regionalzug nach Disentis/Mustér, welcher erst kurz vor abfahrt mit einer HGe 4/4 II bespannt wurde fing es hinauf auf den Oberalppass.

Dieser präsentiert sich frisch verschneit. Der Regen heute Nacht wie in Brig kam also hier oben als Schnee herunter.

Der Umstieg in Disentis/Mustér ist wie üblich „knapp“ reicht aber für ein Bahnsteigfoto, insbesondere da der Zug Richtung Chur mit einer Ge 6/6 II bespannt ist.

Und das Winterwunderland am Oberalppass noch mal en Detail.

Durch das Vorderrheintal mit seinen imposanten Felsformationen geht es nach Reichenau-Tamins und nach einem weiteren Umstieg in den RE Richtung Albula.

Ein paar der Mitreisenden haben entdeckt dass der Zug aus Disentis bis Landquart durchläuft und fahren via Vereinatunnel ins Engadin.

Man bleibt hier aber bei der Ursprungsplanung und spät sommerlich bzw früh herbstlich präsentiert sich das Albulagebiet und Engadin.

In Samnden dann die nächsten „Verluste“, es wird die fahrt via St. Moritz gewählt. In anbetracht des guten Wetters lautet aber u. a. mein Entschluss „kürzeste Fahrtzeit bis Alp Grüm“ um noch ein paar Fotos um Alp Grüm herum machen zu können.

Herrlicher Tunnelblick in Ospizio Bernina.

Und dann ist auch Alp Grüm erreicht. Nach dem Einchecken und abklären wegen dem Zeiptunkt des Abendessens sowie dass die weiteren Teilnehmer nun „tröpfelches weise“ eintreffen werden geht es zu Fuß ein wenig in Richtung Ospizio Bernina zurück um den Zug aus St. Moritz mit dem nächsten Gruppenanteil abzulichten.

Neben dem Abstellgleis ist ein grösserer Mast für die Materialseilbahn sowie eine Fläche für die Baulogistik eingerichtet die für die Sanierung der Galerien unterhalb von Alp Grüm benötigt werden. Eine Baustelle die auch Bestandteil des morgigen Exkursionsprogramms sein wird.

Und dann kommt langsam die Abendröte über den Palü Gletscher gekrochenen.

die Nacht bricht herein. Jetzt erst mal eine Ovomaltine vor dem Abendessen.

Nach dem Esen und ausgiebigen Gespröchen ist jetzt erst mal Zeit für „Zzzzz“ denn Morgen steht ein eng getaktetes Programm auf dem Plan.

SBB Brig und Lötschberg Basistunnel

Tag 2 der debx CH 2019 beginnt mit dem Besuch in der Unterhalts- / Instandhaltungsanlage der SBB Personenverkehr in Brig.

Eine Folge der Trennung von Personen- und Güterverkehr ist dass hier zwei getrennte Serviceanlagen in einem Areal existieren. Mit je einer eigenen Verwaltung, Lager usw.

So sind im hundertjährigen Rundschuppen die Stände 1 bis 7 von SBB Cargo belegt und erst ab stand 8 „parken“ die Fahrzeuge von SBB Personenverkehr. Immerhin ist die Division Personenverkehr hier für die Fern- (außer IC2000 Garnituren) und Nahverkehrsfahrzeuge (auch die der Tochter RhoneAlps) zuständig.

Nach etwas „Powerpointkaraoke“ geht es durch die Unterhaltsanlage die im wesentlichen aus drei Hallengleisen besteht. Aber auch das Lager wurde besichtigt.

Nicht undokumentiert soll auch die typische Schweizer Handweiche bleiben die einem wenigstens das tiefe Bücken erspart, aber dafür recht aufwändig gestaltet ist.

Danach bekommen wir das wichtigste Werkzeug der Serviceanlage also den Kaffeeautomaten präsentiert und degustiert.

Nein die neue Waschanlage wird nicht mit Nespresso Kapseln betrieben, auch wenn der Aufdruck dies vermuten lies. Es handelt sich um Entkalkungsmittel in der Klinikpackung.

Da sich Brig im SIM (Simplon-Intermodal) 4m Eckhöhe Korridor befindet finden sich an diversen Engstellen die SIM Signale die eine Einfahrt in die dahinter liegenden Bereiche für Hupackfahrzeuge mit 4m Eckhöhe verbieten.

Der Interrecgio von Brig ohne Halt nach Domodossola um 10:44 ab Brig könnte heute mit seiner grün lackierten Re 4/4 und den EW I Wagen fast aus dem Fundus von SBB Historic bestehen.

Derweil bastelt SBB Infra am Ladegleis und wechselt u. a. ein paar alte Stahlschwellen aus.

Noch ein Blick in die Hallen, auf eine Re460 die sich leicht mit einem Gepäckkarrenfahrzeug (?) um die Profilfreiheit gestritten hat und in den Maschinenraum sowie Führerstand der Re 4/4.

Schnell gingen die 2h herum, Zeit für den Weg zum Bahnhof, eine Mittagspause und ein paar Fotos bevor es weiter geht.

Im Lötschberger (RABe535) der BLS geht es über die Bergstrecke nach Frutigen zur nächsten Station der Exkursion.

In Kandersteg hat man zur Erinnerung an den Bau der Bergstrecke eine der Bauloks auf dem Bahnsteig ausgestellt. Der Verlauf und die Geschichte der Baubahn ist bei www.eingestellte-bahnen.ch sehr gut dokumentiert.

In Frutigen geht es hinüber zum ehm. Bahnhof von Frutigen welcher seit der Erstellung der Bergstrecke nur noch als Güterbahnhof diente. Das ehm. Empfangsgebäude wurde vorbildlich renoviert und dient heute als Besucherzentrum der BLS für die von ihr angebotenen diversen Führungen am Lötschberg.

Es folgt eine ausführliche Erklärung des Lötschberg Basistunnels mit vielen fachfragen bevor es im Kleinbaus zunächst an die breitesteTreppe der Schweiz, der Nothaltestelle am Nordportal des Basistunnels geht.

Und dann kommt das Highlight, die Einfahrt in den Lötschberg Basistunnel am Fensterstollen Mitholz. Zur Zeit des Baus hatte ihn die debx Gruppe auch schon mal besucht und im Juni 2004 war ich im Rahmen einer AKA Bahn Exkursion am Tag der offenen Baustelle auch schon mal drin. Es hat sich seither doch einiges verändert. Auf jedenfalls ist es nun wesentlich sauberer. 😀

Blick in die ausgebrochene nicht bahntechnisch ausgebauten Weströhre und eine der Technikzentralen. Warum die Container mit den Technikeinrichtungen aus Edelstahl sind? Weil es besser aussieht wie Alu. So in etwa eine nicht ganz ernst gemeinte Kommunikation.

Einblicke in die Querstollen und das Nordende des westlichen Stollens in der Versuchsstrecke in der der bahntechnische Ausbau vor dem eigentlichen Ausbau der Röhren geübt wurde. Ab hier fehlen noch 7km der westlichen Röhre bis Frutigen. Aktuell wird der bahntechnische Ausbau der westlichen Röhre vom Fensterstolten steg (unter Goppenstein) und Mitholz diskutiert. Zwar ist ein Verbindungstollen zwischen der Ost- und Weströhre vorhanden, diese ist aber so trassiert dass der Wechsel zwischen den Röhren nur für 80km/h möglich ist. Für eine Anbindung müsste daher ein neier Verbindungsstollen erstellt werden, was jedoch grössere und längere Sperrungen des Basistunnels zur Folge hätte. Ein Weiterbau bis Frutgen und somit eine durchgehende zweite Röhre wäre hier wohl die bessere Lösung.

Durch ein Fenster am Querstollen kann man einen Blick auf die mit bis zu 200km/h durch die Oströhre verkehrenden Züge werfen. Südlich des Versuchsstollens ist ein Ausstellungbereich vorhanden welcher ursprünglich auch für „Tunnelevents“ genutzt werden sollte. Es stellte sich aber heraus dass der Spritzbeton immer etwas bröckelt und damit sich schlecht auf Canapés und Co macht, zudem passen Baustellenhelme auch nicht unbedingt zum Abendkleid.

Noch ein paar Details vom Versuchstollen und der Zufahrt von Mitholz her.

Zurück im Besucherzentrum werden noch die Exponate begutachtet und sich am Integra Schalterstellwerk versucht. Aber irgendwas funktioniert nicht und in der Sicherungleiste sind defekte Sicherungen erkennbar wie die „üblichen Verdächtigen“ diagnostizieren. Aber irgendwie bekam man es dann doch zum Laufen.

Wieder über die Bergstrecke geht es zurück nach Brig.

Ein kleiner Umweg über das Stockalperschloss bietet sich an, das Wetter im Wallis ist eineindeutig besser wie nördlich des Alpenhauptkamm.

Abendessen im Good Night Inn. Und ganz nebenbei ist der Lötschberg Basistunnel mit seiner Schnellfahrweiche für 160km/h mit 12 Antrieben (9 für die Zunge, 2 am Herzstück und ein Herzstück Niederhalter) zur Überleitung am Fensterstollen Steg auch auf den neuen 10,- CHF Scheinen verewigt.

So, morgen get es durch das Goms und über den Oberalppass nach Ap Grüm

debx-CH 2019 altes und neues

Heute beginnt die debx Exkursion. Basel erwacht langsam…

Und der Tag lässt sich mit einem schönen Sonnenaufgang schon mal gut an.

Auch der NightJet der ÖBB mit dem nicht wenige der Teilnehmer aus Deutschland anreisen ist auf die Minute pünktlich.

Aber auf dem Weg zur Hauenstein Bergstrecke fängt sich die S-Bahn kurz nach Basel SBB gut 8 min Verspätung ein und der Anschluss in Sissach ist weg. Der Zug wird zwar noch gesehen aber die Gruppe fährt einfach mit der S-Bahn via Basislinie nach Olten weiter und auf den Fussweg zur SBB Betriebszentrale Mitte beim Bahnhof.

Die Öffnungszeiten am Eingang beziehen sich definitv nicht auf die Zugverkehrsleiter (zu deutsch die Fahrdienstleiter) sind 24 / 7 da und halten den Bahnbetrieb am laufen.

Nach ein wenig Videos und allgemeinen Infos ging es auf die Runde durchs Gebäude welcher im Erdgeschoss bei den Notstromaggregaten beginnt. Zwei Aggregate sichern den Betrieb falls beide Ortsnetze ausfallen und einer der beiden Aggregate sichert den Betrieb der BZ, inkl. der Kaffeemaschine, und falls auch das Reseveraggregat nicht will gibt es noch zwei weitere welche gut drei Tage die Anlage, mit Einschränkungen, autark betreiben können.

Die Rechner usw. befinden sich alle unter dem Bedienraun womit auch weniger Lärm und Abwärme im Bedienraum erzeugt wird. Mit der Abwärme der techn. Anlagen wird das Gebäude beheizt und überschüssige Wärme wird in die Aare abgeleitet welche hierzu teilweise unter dem Gebäude verläuft.

Am Schulungsarbeitsplatz kann auch das Zeit-Wege-Liniendiagram vom verpassten Anschluss ansehen. Mehr wie vier Minuten darf dieser nicht warten da dies sonst den Umlauf auf der Bergstrecke nachhaltig gefährdet.

Nach der interessanten Besichtigung hat es noch etwas Zeit in Olten bevor es mit dem ICE nach Bern und der S-Bahn nach Kerzers geht.

Als nächster Punkt steht das Umformerwerk in Kerzers an.

Unser Führer durch Werk kannte vermutlich kein Bauteil zu dem er nicht eine interessante Geschichte erzählen konnte. Es war schon faszinierend was alles dazugehört um zwei Umformer und Schaltstellen am Laufen zu halten.

Feel the Power.
Erstaunlich wie relativ ruhig der hintere und Betriebsführende Umformer läuft welcher aus dem 50 Hz Drehstrom 17,7 Hz zweiphasigen Wechselstrom für die SBB herstellt.
Aber in den Etagen unter den Umformern wurde es doch etwas lauter und windiger.

Da es so viel zu zeigen gibt wird die Führung gut 30min überzogen, was wohl öfter vorkommt, wurde unser Führer bereits kurz nach der ursprünglichen Zeit fürs Museumsstellwerk von den dortigen Kollegen angerufen (nicht ich als Primärkontakt 🤗) und das weitere Vorgehen abgeklärt. Man kennt sich halt. Aber erst mal müssen noch die Trafos und Kühlanlagen gezeigt werden. Das fahrbare Unterwerk ging in der Fülle der Infos und Anekdoten fast unter.

Und dann wird endlich das Museumsstellwerk erreicht welches nicht nur aus dem markanten Stellwerksgebäude besteht, nein es existiert im Empfangsgebäude auch noch das Befehlsstellwerk Bauart Bruchsal welches mittels Drahtzugleitungen mit dem Stellwerk auf der anderen Seite, hinter Gleis 3 verbunden ist.

Wir bekommen das Vorgehen der bis 2005 und in Spitzenzeiten über 200 Zugfahrten pro Tag sichernden Anlage en Detail erläutert. Die Herren sind mit sehr grossem Elan bei der Sache und würde unser Zug nicht um 17 Uhr fahren, ich glaube die Gruppe hätte noch Stunden an der sich in hervorragend Zustand präsentierenden Anlage verbringen können.

Dass die Gleisfreimeldung des neuen ESTW für die Freimeldung und Aktivierung der Hebelsperren der Weichen abgegriffen werden ist dabei nur eines der vielen Highlights der Besichtigung.

Pünktlich geht es wieder zurück nach Bern und mit dem IC durchs Lötschberg Basistunnel nach Brig.

Hat eigentlich noch jemand eine richtige Kamera dabei? Ja, aber zumeist kommt das Smartphone zum Einsatz. Ich glaube das wird das Titelbild des nächsten debx Kalender 🤣

Und hier ist auch für die Gruppe reserviert.

Einchecken im Good Night Inn in Brig und Abendessen bei interessanten Gesprächen.

So… morgen geht’s in den Basistunnel.

Holprige Heimfahrt

Das war der Plan:

1) IC 815
-> Romanshorn
Ab 09:49 Brig, Gleis 6
An 11:58 Zürich HB, Gleis 34

2) IC 188
-> Stuttgart Hbf
Ab 12:35 Zürich HB, Gleis 7
An 15:36 Stuttgart Hbf, Gleis 5

3) IC 2292
-> Frankfurt(Main)Hbf
Ab 16:04 Stuttgart Hbf, Gleis 6
An 17:22 Darmstadt Hbf, Gleis 5

4) RB 75
-> Aschaffenburg Hbf
Ab 17:32 Darmstadt Hbf, Gleis 8
An 17:35 Darmstadt Nord, Gleis 3

5) VIA RB82
-> Erbach(Odenw)
Ab 17:44 Darmstadt Nord, Gleis 4
An 18:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Wobei ab Darmstadt eigentlich schon das Rad vorgesehen war.

Und dann…

Jeah!
IC 288 Zürich- Stuttgart an mit gut +15 (bis Singen absolut pünktlich).

Der Anschluss IC 2188 um 16:04 nach Darmstadt zählt von +10 auf +45 hoch und fällt dann aus. Na toll.
Aber es gibt die Alternative mit dem nach Saarbrücken, um wenigstens nach Mannheim zu kommen. Aber dem fehlt zur Abfahrtzeit die Lok und die Durchsage im Zig prognostiziert eine Abfahrtverspätung ist ca. 20 – 40min. Letztendlich ist er wohl auch ausgefallen

Ein ebenfalls das Rad mitfürender bringt die Idee auf den ICE 572 (ICE4 mit Radtransport) Richtung Hamburg zu nutzen und oh Wunder es sind von den 8 Radstellplätzen genau zwei nicht reserviert. Der ICE verlässt Stuttgart mit etwas über +10 und hält als Umleiter über die Bergstraße vsl. in Heidelberg Hbf, mit Ausfall von Mannheim und Ffm Flughafen.

In Heidelberg wird Gleis 5 angefahren die RB68 (Plan ab 18:21) ist mit +10 auf Gleis 3 angekündigt. Also entspannter Umstieg. But Carma is a bitch.

Dann mit + 20 angekündigt und auf Gleis 5 verlegt. Danke, nochmal das Rad die Treppe hochtragen.

Letztendlich ging es, da diverse ECE und ICE vorgelassen wurden mit gut +30 in Heidelberg los und in Heppenheim wurde die RB 68 von 3x ICE, 2x EC und 1x S-Bahn überholt.

Damit könnte man den 20:37 in den Odenwald locker erreichen.

Aber ich habe keinen Bock mehr auf Treppen und steige daher in Eberstadt aus. Mitlerweile ist es 20:11 und damit hier schon über 2h nach der Planankunft zu Hause.

Via Mühltal ging es per Rad nach Hause.
Inkl. Einkauf im REWE in FORA an Haustüre 21:18.
Der Vias hatte übrigens auch Verspätung und war erst für 21:44 in Reinheim prognostiziert.

Aber eigentlich gibt es nur zweierlei ärgerliches am Tag. Pöbelnde Kunden die das Zug- und Servicepersonal absolut unwürdig anpöbeln und dass mir beim Umstieg in Heidelberg die Dose Walliser Bier beschädigt wurde so dass ich es wegschütten (3/4 waren in die Vortasche ausgelaufen) musste.

Seufz…

Aber was soll’s 99% meiner Fahrten sind unspektakulär und bei über 2h Verspätung gibt es trotz Sparpreis CH auch vdl. noch eine Erstattung.

Abet darum kümmer ich mich am Dienstag. Jetzt erst mal erholen.