Vom Rigi zum Bernina

Vom Zimmer aus konnte heute morgen der geschäftige Güterverkehr der Rigibahn beobachtet werden, was auch vom Nachbarzimmer geschah. Ein Highlight war dabei der Transport eines LKW mit Holzpellets. Kein billiges Vergnügen was laut Info aus dem Hotel mit um die 400 CHF zu Buche schlägt.

Nach dem Frühstück ging es dann weiter, heute stand der Umsteigemarathon mit sieben Umstiegen an, von denen einige recht knapp gestrickt waren. Spoiler, alle haben geklappt.

Zunächst ging es erst einmal hinauf in die Endstation Rigi Kulm wo vom roten Triebwagen aus Vitznau in den blauen Triebwagen nach Arth-Goldau umgestiegen wurde.

Da derzeit keine Mehrfachtraktionen nötig sind konnten beide Züge in einem Gleis geparkt werden.

Dies war auch daher nötig da ein Triebwagen mit Bauarbeiten in Rigi-Staffel die Zufahrt zum andren Gleis blockierte. Wie schon gestern war das Wetter auch jetzt recht unterschiedlich und wechselhaft.

Überpünktlich wird Arth-Goldau erreicht, leider wurde der Gotthard-Panorama-Express von Gleis 4 nach drei verlegt was einen Gang durch die Unterführung nötig machte. Da der Zug zudem etwas verspätet war war dies ebenfalls kein Problem.

Der Zug der SOB die seit Fahrplanwechsel wieder Fernverkehr über den Gotthard von Zürich und Basel nach Locarno anbieten war sehr gut gefüllt und die reserierten Plätze der Gruppe nicht verfügbar, aber trotzdem, stehen musste keiner.

Die Verspätung konnte etwas abgebaut werden und der flotte Umstieg in Göschenen klappte, wobei auch der nächste Zug für den Anschluss in Andermatt gereicht hätte.

Die Teufelsbrücke hüllte sich derweil im Nebel.

In Andernatt lockere es wieder auf und am Hang ist der Zug aus Disentis erkennbar.

Dessen Lok wird umrangiert und er wird unser Zug nach Disentis.

Und schon schraubt sich der Zug die zahlreichen Kehrschleifen hinauf zum Oberalppass.

Am Albulapass ist es geradezu winterlich. Es erinnter mich stark an meine Radtour im Herbst 2017 über diesen.

Aber kurz hinter den diversen Schneegallerien im Vorderrheintal ist es wieder herbstlich grün.

Schneller bahnsteiggleicher Umstieg in Disentis in den Zug Richtung Scuol und durchs wunderschöne Vorderrheintal nach Reichenau-Tamins.

Die Surselva, also der Durchbruch des Vorderrhein nach Reichenau-Tamins, lässt ob der schroffen Talflanken die Kameras heisslaufen. 😉

Und in Reichenau-Tamins war wieder Unsteigen Richtung Samedan über die Albulastrecke angesagt.

Egal wie oft ich die Strecke schon gefahren bin, der Ausblick ist immer wieder schön. Besonders mit passender Reiseverpflegung und mal in der 1. Klasse.

In Filisur grösste das bis Ende Oktober 2x täglich zwischen Davos und Filisur mit einer hist. Komposition inkl. offener Wagen verkehrende RhB Krokodil herüber.

Ein Tunnelfoto im alten Albulatunnel dessen Nachfolfer Teil der vorherigen debx Tour war und nach Umsteigen in Samedan und Pontresina war der Zug nach Alp Grüm erreicht.

So viel Panorama…

Pünktlich angekommen und bei Pizzocheri klingt der Tag aus.

Abschließend hier der Fahrplan zur heutigen Etappe:

Ab 09:35 Rigi Kaltbad-First (CC 1109, Richtung: Rigi Kulm)
An 09:42 Rigi Staffel

Ab Rigi Staffel (Fussweg)
An Rigi Staffel

Ab 10:06 Rigi Staffel (CC 126, Richtung: Arth-Goldau RB)
An 10:48 Arth-Goldau RB

Ab Arth-Goldau RB (Fussweg)
An Arth-Goldau

Ab 10:54 Arth-Goldau – Gl. 4 (IR 2417, Richtung: Locarno)
An 11:50 Göschenen – Gl. 1

Ab Göschenen (Fussweg)
An Göschenen

Ab 11:54 Göschenen – Gl. 11 (R 637, Richtung: Andermatt)
An 12:06 Andermatt

Ab Andermatt (Fussweg)
An Andermatt

Ab 12:28 Andermatt – Gl. 2 (R 836, Richtung: Disentis/Mustér)
An 13:39 Disentis/Mustér

Ab Disentis/Mustér (Fussweg)
An Disentis/Mustér

Ab 13:44 Disentis/Mustér – Gl. 3 (RE 1744, Richtung: Scuol-Tarasp)
An 14:49 Reichenau-Tamins – Gl. 3

Ab Reichenau-Tamins (Fussweg)
An Reichenau-Tamins

Ab 15:09 Reichenau-Tamins – Gl. 4 (IR 1149, Richtung: St. Moritz)
An 16:45 Samedan – Gl. 2

Ab Samedan (Fussweg)
An Samedan

Ab 16:48 Samedan – Gl. 3 (R 1949, Richtung: Pontresina)
An 16:57 Pontresina – Gl. 1

Ab Pontresina (Fussweg)
An Pontresina

Ab 17:04 Pontresina – Gl. 4 (R 1649, Richtung: Tirano)
An 17:42 Alp Grüm

Von der Rhone zum Bernina

Tag 3 der debx-Exkursion und heute war Ortswechsel angesagt.

Es ging von Brig via dem Goms, Furka Basistunnel, Andermatt, dem Oberalppass und dem Vorderrheintal nach Reichenau-Tamins und von dort über den Albula auf den Berniapass zum Tagesziel Alp Grüm. Und das bei herrlichen Herbstwetter.

Leider fehlt mir, bedingt durch die netten Gespräche am Abend in der Gruppe, wie gestern schon die Zeit für einen vollständigen Reisebericht.

Daher hier nun aber die Bilder zum heutigen Tag und die Details folgen dann später. Versprochen.

Der Wagen, welcher sich wie der ganze Zug sehr gut füllte wurde in Brig „geentert“ und dann das.

Der Wagen mit der Gruppenreservierung ist mit ausgefallener Klimaanlage oder Heizung bezettelt.
Hmmm, die Heizung läuft was soll die Klimaanlage sein? Fenster nicht zu öffnen?
Und ich frotzele noch und ja, eines der Fenster ist an der Gepäckablage hochgebunden. Das ist also die Klimaanlage. 🤣

Aber die anderen Fenster funktionieren und im oberen Goms wird der Zug auch ein wenig leerer so dass nun fleißig Signale und die herrliche Landschaft fotografiert werden können.

In Hospental kruezt dann ein „kurz Autozug“ aus zwei Transportwagen die mit einer Tunnellok Ge 4/4 III hinten und einer HGe 4/4 II vorne bespannt sind.

Nach dem Umstieg in den Regionalzug nach Disentis/Mustér, welcher erst kurz vor abfahrt mit einer HGe 4/4 II bespannt wurde fing es hinauf auf den Oberalppass.

Dieser präsentiert sich frisch verschneit. Der Regen heute Nacht wie in Brig kam also hier oben als Schnee herunter.

Der Umstieg in Disentis/Mustér ist wie üblich „knapp“ reicht aber für ein Bahnsteigfoto, insbesondere da der Zug Richtung Chur mit einer Ge 6/6 II bespannt ist.

Und das Winterwunderland am Oberalppass noch mal en Detail.

Durch das Vorderrheintal mit seinen imposanten Felsformationen geht es nach Reichenau-Tamins und nach einem weiteren Umstieg in den RE Richtung Albula.

Ein paar der Mitreisenden haben entdeckt dass der Zug aus Disentis bis Landquart durchläuft und fahren via Vereinatunnel ins Engadin.

Man bleibt hier aber bei der Ursprungsplanung und spät sommerlich bzw früh herbstlich präsentiert sich das Albulagebiet und Engadin.

In Samnden dann die nächsten „Verluste“, es wird die fahrt via St. Moritz gewählt. In anbetracht des guten Wetters lautet aber u. a. mein Entschluss „kürzeste Fahrtzeit bis Alp Grüm“ um noch ein paar Fotos um Alp Grüm herum machen zu können.

Herrlicher Tunnelblick in Ospizio Bernina.

Und dann ist auch Alp Grüm erreicht. Nach dem Einchecken und abklären wegen dem Zeiptunkt des Abendessens sowie dass die weiteren Teilnehmer nun „tröpfelches weise“ eintreffen werden geht es zu Fuß ein wenig in Richtung Ospizio Bernina zurück um den Zug aus St. Moritz mit dem nächsten Gruppenanteil abzulichten.

Neben dem Abstellgleis ist ein grösserer Mast für die Materialseilbahn sowie eine Fläche für die Baulogistik eingerichtet die für die Sanierung der Galerien unterhalb von Alp Grüm benötigt werden. Eine Baustelle die auch Bestandteil des morgigen Exkursionsprogramms sein wird.

Und dann kommt langsam die Abendröte über den Palü Gletscher gekrochenen.

die Nacht bricht herein. Jetzt erst mal eine Ovomaltine vor dem Abendessen.

Nach dem Esen und ausgiebigen Gespröchen ist jetzt erst mal Zeit für „Zzzzz“ denn Morgen steht ein eng getaktetes Programm auf dem Plan.

Hinauf auf den Furkapass…

und hinab zum Luzerner See.

Das sind 1190 Meter hoch und 2020 Meter abwärts auf gesamt 80km Strecke. Der Akku war ab Hospental „rot“ da unter 15% gefallen aber er wurde erst vor Amsteg mit 8% zur Sicherheit gewechselt.

Aber der Reihe nach.

Ich starte relativ früh gegen 8:30 um rechtzeitig vor dem Frühzug / Wanderzug bei Gletsch abzulichten.

Aber trotzdem ist noch Zeit für ein paar Bilder auf dem Weg.

Und bei bestem Licht kommt der Zug.

Weiter nach Gletsch und sich noch schnell mit Rivella und Apfelkuchen beim Hotel Glacier du Rhône und dann wird der Anstieg zum Furkapass in Angriff genommen.

Postkartenmotive wohin man auch schaut.

Und dann kommt bei Muttbach auch noch der morgendliche Dampfzug nach Oberwald vorbei. Herrlich und damn weiter bergan.

Ein Zwischenstopp wird am Belvédère eingelegt um hier den Rhonegletscher zu besuchen. Bis in die 1980er Jahre konnte man duesen noch im Hintergrund des Bahnhofs Gletsch erkennen. Mitlerweile hat er sich weiter und hinter einen Felsabsatz zurückgezogen und ist vom Tal aus „unsichtbar“.

Im unteren Teil gibt es einen Gletscherstollen in dessen Bereich der Gletscher mit Geotextil abgedeckt ist un den Schmelzprozess abzubremsen.

Noch ein paar Serpentinen und der Furkapass mit seinen 2436m.ü.M. ist erreicht. So hoch war ich mit dem Rad bisher nicht gekommen.

Zeit für einen Kaffee.

Von nun an ging es bergab. Die Eindrücke sind auch auf der Urner Seite überragend.

Tief im Tal schnauft der am Freitag nachmittäglich verkehrende Zug hinauf zum Furka.

Unterhalb des geschlossenen Hotel Galenstock finden sich Bauernhäuser mit „unauffällig“ massiven Kellergeschoss. Tarnung ist alles.

Nach der steilen Abfahrt nach Realp ist die weiterfahrt im Tal richtig entspannend.

Der Glacier Express überrascht mich bei Zumdorf und am Viadukt bei Hospental zieht treffsicher eine Fotowolke auf.

Mein Zeitplan geriet derweil etwas ausser Tritt aber es sollte ja weiter bergab gehen.

In Hospental dann eine Umleitung wegeb Strassenbauarbeiten über die nördliche Talseite, gut auch schön. Dann entfällt damit auch der Schlenker durch Andermatt und es geht direkt in die Schöllenenschlucht.

Für die bergwärts fahrenden Radfahrer gibt es bus zur Teufelsbrücke einen Seitenstreifen die talwärts fahrenden sollen wohl die Strasse benutzen. Bei dem Verkehr, nein Danke.

Erst mal etwas die Teufelsbrücke besichtigt und dann ging es auf der alten Strasse bergab.

Der Fuss- und Radweg setzt sich dann auf dem Dach der Einhausung der Strasse fort.

Irgendwann soll dann aber wieder auf die Strasse gewechselt werden. Ich entscheide mich das Rad den Wanderweg runterzuschieben um über die alte Steinbrücke nach Göschenen zu gelangen.

Die diversen Stufen und insbesondere die Treppe auf dem Weg sah ich von oben nicht, aber was solls. Die alte Brücke und besonders die Bahnbrücke über die Reuss waren das wert wegen des Fotomotivs.

Und dann ist das heute recht beschauliche Göschenen erreicht.

Bei Wassen staut es sich, wie fast üblich auf der Gotthardautobahn inkl. min. zweier Flixbusse *hähähä*

Es geht schnell abwärts im Tal und schon ist Amsteg mit dem das Dorf dominierenden Kraftwerk und Brücke erreicht.

Ab jetzt geht es flacher aber gleichwohl flott nach Attonghausen bei Altdorf.

Leider hat die Restauration vom Hotel Krone Sommerferien und so muss ich in die Pouletburg ausweichen. Der Name ist der Speisekarte befehl mit „Poulet im Körbli“. Dazu ein regionales Bier aus Altdorf.

Danach noch eine Runde durchs Dorf.

Komoot kaspert weiter. So dass kaum Bilder hochladbar sind. Ein Macken den ich erst uu Hause reparieren kann.

Derher hier nur die Route fast ohne Bilder.

2019-07-19 Fr Etappe 6 Ulrichen-Attinghausen

Ortswechsel

Der Sonnenschein hatte sich gestern vmtl. verausgabt denn heute hatte er Probleme mit dem Aufstehen. Der morgendliche Blick zeigt dass das Programm „gutes Wetter“ heute wohl etwas länger brauchen wird.

Um den 9:28 nach Disentis zu erreichen müsste ich mich mit dem Frühstück und Auschecken aus dem Hotel sputen… nee wozu der Stress.

Stattdessen nehme ich dem 9:55 Sportpendel nach dem Oberalppass und das Wetter scheint zwischenzeitlich auch aufgewacht zu sein. Es wird besser.

Aber mal ehrlich. Mit dem Rollkoffer im Winter auf dem Oberalppass kommt man sich reichlich deplatziert vor. Aber schön ist es hier allemal.

Der Zug aus Abdermatt kommt in geradzu untypischer weise fast pünktlich an, bekommt aber vom Gegenzug einige Minuten aufgebrummt und durch die dadurch erfolgte Verlegung der Kreuzung von Mompé-Tujetsch nach Sedrun kommen in Summe 12min ab Sedrun zusammen. Hmm, bei 5min Übergang in Disentis? Das wird ggf. „lustig“, aber erst mal abwarten.

In Sedrun parken Fahrzeuge der SBB und Alptransit. Dass es letztere noch gibt?

In Bugnei hat der örtliche Bauunternehmen eine Werbung mit Bahnbezug am Gerüst aufgehängt 🤣😎😉

Die Verspätung reduziert sich auf knapp 8min, auch da an den Bedarfshalten niemand Ein- oder Aussteigen wollte und die RhB wartet am gleichen Bahnsteig den Anschluss ab. Sehr schön.

Durch die Surselva und die Rheinschlucht geht es Richtung Chur.

Die Sonne hat dem Schnee an den Nordhängen schon ganz schön zugesetzt, in geschützten Lagen liegt aber noch reichlich von der weißen Pracht.

Der Bordservice generiere sich aus der Reservedose Äppler aus der Heimat und Zweifel Senfchips. Das beste aus D, CH und F sozusagen 🤗

Hinter Ilanz läuft derzeit sogar etwas Holzverladung.

Ab Reichenau-Tamins herrschen schon regelrecht milde Temperaturen im Rheintal und nach 20min Aufenthalt in Chur setzt der Zug die Fahrt nach Landquart und Scuol-Tarasp fort. In Untervaz wartet der Rangierer mit seiner 232 (keine Ludmilla) auf die nächsten Einsätze und in Zizers betätigt sich Sienehmens CH (ex. Integra) im Kabelziehen, vmtl. für das ETCS Derivat für Schmalspurbahnen wie es die RhB als hierfür federführende Bahn in CH derzeit installiert.

Im Gewerbegebiet vor Landquart zeigt der Detailhändler Volg dass die regionale Belieferung auch per Bahn funktionieren kann. Auch Migros und in Graubünden insbesondere Coop setzen dabei auf Wechselbehälter so dass fann nur „die letzte Meile“ zum Supermarkt per LKW bedient wird.

In Landquart wird in den am gleichen Bahnsteig stehenden RE nach Davos Platz gewechselt.

Bis Malans bleibt es frühlingshaft aber schon wenige Kilometer weiter in Grüsch präsentiert sich das Prättigau tief verschneit. Wenngleich wie üblich mit „Sonnenflecken“.

Der Himmel zeigt sich immer blauer und schnell wird Davos Platz erreicht. Eindrucksvoll sind die Schneehöhen am See bei Davoser. Vom Winterwanderweg aus kann man diesen vor lauter Schneewänden nur erahnen.

Der Zug erreicht Davos Platz pünktlich auf Gleis 2, hängt das Verstärkermodul ab und setzt auf Gleis 3 um und wird somit zum Regionalzug nach Filisur. Eigentlich hätte er ja in Gleis 2 stehen bleiben können. Aber das Rangiermanöver erspart vmtl. Unklarheiten ob der dann in Davos bleibenden Wagen bei der Kundschaft, bzw. erspart das Verschließen der Zusatzwagen

Nun ins Hauptmodul umgezogen gfht es bei bestem Wetter durch die Zügenschlucht nach Filisur, dem Ziel des heutigen Ortswechsels.

Vir dem Abendessen und zur „Blauen Stunde“ wird noch schnell der Fotostandort oberhalb des Landwasserviadukt besucht und im örtlichen Coop Proviant gebunkert.

Ob es die Telefonzelle noch lange geben wird? Auf Grund der durch Mobiltelefone rapide gesunkenen Nutzungsquoten hat die Eidgenossenschaft der Swisscom das Vorhalten von Telefonzellen als Teil der Daseinsvorsorge aus ihrem Auftrag gestrichen.

Hier noch die Aufzeichnung, mit weiteren Bildern, der Mini-Wanderung zum Landwasserviadukt sowie der heutige Fahrplan:

R 826
-> Oberalppass
Ab 09:55 Andermatt, Gleis 1
An 10:14 Oberalppass, Gleis 11

1) R 828
-> Disentis/Muster
Ab 10:50 Oberalppass, Gleis 1
An 11:39 Disentis/Muster, Gleis 2

2) RE 1736
-> Scuol-Tarasp
Ab 11:44 Disentis/Muster, Gleis 3
An 13:41 Landquart, Gleis 6

3) RE 1045
-> Davos Platz
Ab 13:47 Landquart, Gleis 5
An 14:57 Davos Platz, Gleis 2

4) R 1837
-> Filisur
Ab 15:31 Davos Platz, Gleis 3
An 15:56 Filisur, Gleis 3

Hinab nach Andermatt

Ähm. Bitte wie?!? Ich bin doch in Andermatt.

Aber der Reihe nach.

Der morgendliche Blick aus dem Fenster bestätigte was gestern im Wetterbericht vorhergesagt wurde. Und das was da kam „nur“ gutes Wetter zu nennen würde dem nicht gerecht werden was Petrus den ganzen Tag bot.

So wurde wieder der Zug um 9:29 bestiegen der heute zu über 100% in der 2. Klasse mit Skifahrern Richtung Nätschen, Oberalppass und Dieni besetzt war wohingegen für die 1. Klasse „nur“ ein Panoramawagen beigestellt war und ausreichte, heute aber schon weit vor der Abfahtszeit. 😂

Sodenn ging es auch bequem bergan, heute jedoch nur bis Nätschen.

Erwähnte ich dass das Wetter einfach sagenhaft war? Nein? Nadenn es war wahrliches Kaiserwetter, insofern man diesen Begriff in der Schweiz und inmitten des sagenumwobenen Reduit überhaupt benutzen darf. 😊

Der Bahnhof Nätschen wurde in 2017 eteas verlegt um näher an die neue Mittelstation der Seilbahn heranzurücken und damit optimale Verknüpfungen für Schneesportbegeisterte zu generieren.

Ich orientiere mich zunächst ostwärts um die als Winterwanderweg präparierte Passstrasse so weit wie möglich Richtung Oberalppass zu laufen. Dabei erwische ich auch einen der drei und heute wieder mal „brechend vollen Autotransportzüge“ nach Sedrun.

Auf Höhe der Staumauer ist Schluss mit dem präparierten Weg. Warum das Schild mit den Warnhinweisen in Richtung Nätschen lesbar ist weis wohl nur der Wind der es vermutlich auch verdreht hat.

Dieser weht auch heute etwas und kühlt Finger und Nase sehr gut herunter.

Ich habe einmal Bilder von der Radtour im Oktober 2018 denen von heute direkt gegenübergestellt. Nur beim ersten Motiv hat es nicht 100% geklappt da der Winterwanderweg nicht bis zum Fotostandort ging. Daher ist dort die Perspektive in der Gegenrichtung.

Faszinierend was ein wenig blauer Himnel ein Motiv doch aufwertet.

Ochsen gab es dann eher weniger auf der unter einer hohen Schneedecke liegenden Passstrasse runter nach Andermatt. Dafür viele Ski- und Snowboardfahrer, Rodler und Wanderer die sich zivilisiert die Trasse teilen.

Als Besonderheit wartet die Strecke mit einem beschneiten Tunnelaschnitt auf. Ich laufe aber lieber aussen vorbei. Zu schön wärmt die Sonne.

Die Schneekanone ist dieses Jahr eher unterbeschäftigt da das Original in mehr als ausreichender Menge verfügbar ist.

Eine kleine Rast mit Jagertee ist drin und das Highlight des Tages ist die „Toilette to go“ die mir kurz darauf begegnet. 🤣😎

Weiter geht es hinunter ins Tal zu weiteren alten vom Oktober und neuen Fotostandorten. Die taktischen Zeichen an der Straße für Radfahrer, Autofahrer und Militär sind derzeit eher obsolet. Weiter wie bis kurz hinter Nätschen geht es eh nicht.

Sodenn wird Andermatt durchquert und auf dem Weg von vorgestern sich auf den Weg nach Hospental gemacht.

Die Sonne geht langsam dem Horizont entgegen und während die Lok der auf Oberleitunganlagen spezialisierten Fa. Furrer&Frey ihren Winterschlaf fröhnt wird Hospental erreicht.

Es muss kalt werden in Hospental wenn sogar Brunnen Handschuhe tragen…

Die Sonne ist weg und der 17:41 nach Visp wird noch am Schneeschuh-Bü geknipst bevor ich mich vorbei am Hospentaler Wasserkraftwerk zu einet kurzen Runde durchs Dorf aufmache.

Das Ort präsentiert sich tief verschneit und extrem still. Kein wunder wenn der Gotthardpass gesperrt ist. Wobei die meisten dabei an Hospental vorbeigeleitet werden.

Der Bahnhof von Hospental zeigt sich gepflegt, mit funktionierender Fahrgastinfo und beheiztem Warteraum.

Nicht lange und der Zug nach Andermatt kommt und Andermatt wird fast pünktlich und zur blauen Stunde erreicht.

Nach so viel entspannter Bewegung, wie üblich hier bei Komoot anzusehen, geht es direkt über zum Abendessen mit einem guten Whisky zum krönenden Abschluss.

Morgen ist ein „Stellungswechsel“ nach Filisur angesagt. Mal sehen ob ich das vormittags mache oder nach 12 um hier noch ein wenig zu fotografieren. Schaumermal. Es kommt auf’s Wetter an.

Ab in den Süden

Nach einer kurzen Nacht ging es um 6:30 ab Darmstadt Hbf nach Frankfurt. Normalerweise hätte ich gut 20min später von zu Hause abfahren können aber wegen kurzfristig angesetzter Arbeiten (Danke liebe Lärmschutzwandsanierer) wurde die Abfahrt des ECE 151 in Frankfurt von 8:01 auf 7:38 vorverlegt. Zu früh für den Samstagsfahrplan. Dafür fährt der ECE 151 dann via Riedbahn und Worms. Auch interessant.

Da ich mit einem Sparpreis Europa CH unterwegs war bekam ich eine Info über die Vorverlegung der Abfahrt aber den Vorschlag der Auskunft stattdessen mit dem Bus nach Darnstadt u f via RB68 nach NA-Friedruchsfeld und Umsteigen nach Mannheim zu fahren ignoriere ich lieber. Gerade ob der Zuverlässigkeit der auf der RB68 eingesetzten Twindexx.

Der Blick auf die Anzeiger. Richtung Mailand, Amsterdam, Goddelau oder Limburg?
Ich wähle Mailand. Aber wenn 2min vor der Planabfahrt zum 3. Mal ab- und aufgerüstet wird bin ich mal gespannt auf die weitere Fahrt…
Vielleicht wurde er deshalb gut 1/2h in der Abfahrt vorverlegt damit man genügend Zeit hat die Gurke zum laufen zu bringen. 🤣😎
Aber mit 7:44 statt 7:38 geht es dann doch schon los. *daumendrück*

Wie vermutet geht es ab Biblis rüber nach Worms und mit viel gezuckel ab Hofheim über Ludwigshafen nach Mannheim.

Warum man in Zeppelinheim den ECE an einem vom Flughafen kommenden ICE vorbeifährt aber dann in Walldorf den ECE auf den Rand fährt um den ICE vorbeizulassen muss man nicht wirklich verstehen.

Den ersten Schnee kann man dann bei Freiburg sehen wo auch ein Schnappschuss mit Tram entsteht. So jetzt noch schnell ein Kaffee.

In Haltingen rangiert die Kandertalbahn und bald ist Basel erreicht wobei die Verspätung kontinuierlich bei um die 10min bestehen bleibt. In Basel SBB wird das Stumpfgleis 3 angefahren. In SBB beginnt derzeit eine Hallendachsanierung. Ob die bisher alle Designänderungen der SBB überstanden habenden alten Bahnhofsschilder diese überleben?

In Luzern wuselt jede Menge in voller in top top gepflegter Arbeitsschutzkleidung stehender Truppenteile herum. Man wechselt Weichen aus. Ob der top Ausstattung bin ich immer wieder begeistert. Aber vermutlich wird die Arbeitskleidung nicht bei Bar***** gemietet. Mit +6 wurd Luzern verlassen aber in Meggen wegen einer Kreuzung wieder etwas audgebaut. Nicht gerade prickelnd bleibt das Wetter auf der Alpennordseite. Das ändert sich aber schlagartig nach dem Verlassen des Gotthardbasistunnels. Strahlender Sonnenschein und die grosszügigen Fahrtzeitreserven für den Tunnel machen aus Arth-Goldau +8 ein Bellinzona an Minus 2. So hat der Alsthom „Italiener“ in Bellinzona etws mehr Zeit sich die Sonne auf’s Blech scheinen zu lassen. In der Strasse vir dem Bahnhof zieht derweil der Faschingsumzug vorbei.

Zur Besetzung des ECE 151. Bis Basel war die Belegung in der 1. Klasse bei 10 bus 25%. Ab Basel 50% und ab Luzern bei gut 80%.

Mit dem Tilo Flirt (Kooperation von SBB und Trenord) geht es nun im Bergstecken „RE“ wieder zurück über die alte Gotthard-Bergstrecke nach Göschenen. Auch wenn auf den sonnigen Hängen der Schnee schon recht dezimiert ist so sind die Mengen im schattigen Tal sehr beachtlich. War der in Doppeltraktion gefahrene Zug bis Göschenen eher überdimensioniert so ändert sich dies dort schlagartig. Der Hausbahnsteig 1 ist schwarz vor Skifahrern. Am Bahnhofsvorplatz wartet derweil schon die MGB nach Adermatt. Das gute Wetter blieb leider südlich des Gotthard.

Die Suppe wird oberhalb Göschenen immer dicker. Nie berühmte Teufelsbrücke ist nicht einmal erkennbar. Die alten Sirze in neuem Gewand machen die kurze Fahrt sehr angenehm. Nach dem Einchecken im Hotel wurd ein wenig die Umgebung erkundet. Die Schneemengen sind schon mal sehr beachtlich.

Nach einem guten Halbpensionmenü kann ich zudem feststellen dass sich der Dunst langsam verzieht. Mal sehen wie morgen das Wetter wird.