Der (Um)Weg über den Rennsteig ist das Ziel

Es bleibt auch am Sonntag kalt aber auch weiterhin bewölkt.

In der Strassenbahnhaltestelle treffen sich gerade der Tatra der Linie 2 zum Ostbahnhof und die ex. BLT Schindler Tram auf der Linie 4 nach Tabarz.

Auf der Abfahrtstafel im immer mehr zu einem „Lost Place“ verkommenden „Empfangsgebäude“ *hust* steht ein IGEW Zug nach Arnstadt der in 2min Abfahren wird.

Es ist der „Rodelblitz“ welcher von Gotha über Eisenach, Wernshausen, Suhl und Plaue nach Arnstadt fährt.

Eine halbe Minute hat mir gefehlt, so reichte es nur für Nach- und Seitenschüsse auf den ausfahrenden Zug.

Ich entere jedoch die kurz darauf pünktlich ankommende RB20 bis Erfurt.

Die Fahrplanauskunft empfahl den Umstieg mit 59min Übergang in Neudietendorf.

Nee, dann in Erfurt noch ein paar Strassenbahnen knipsen und ein Mega Hackepeterbrötchen für später mitnehmen.

Der Triebwagen zum Rennsteig füllt sich bis zur Abfahrt auf über 100% der Sitzplätze. In Neudietendorf hätte ich nurnoch einen Stehplatz ergattern können.

Mit jedem Streckenkilometer wird es noch Winterlicher und pünktlich um 12:09 wird der Kopfbahnhof Rennsteig erreicht.

Die Schneehöhe im Bahnhof Rennsteig auf 747m.ü.M. ist mit gut 30-40cm sehr respektabel.

Wenn ich mir die aktuellen Webcambilder von Bergün auf 1.370m.ü.M. an der Albulalinie ansehe liegt dort auch nicht mehr Schnee. Nächste Woche werde ich es dann real prüfen können.

Viel Zeit habe ich dort nicht, denn eigentlich bin ich ja auf dem Heimweg.

Aber eine Rubde um den verschneiten Bahnhof ist drin.

Leider reicht nach der Runde die Zeit nicht mehr für einen Glühwein oder Jagertee. Erst später und zu dpät bekomme ich heraus dass es die auch zum Mitnehmen gegeben hätte.

Pünktlich um 12:43 geht’s wieder zurück und an der Wasserscheide Weser-Elbe vorbei wieder hinunter Richtung Ilmenau. Die Strecke nach Stützerbach und Schleusingen ist zwar geräumt, aber leider fährt dort nicht regelmässug etwas.

Und immernoch pünktlich im gut besetzten und seit Ilmenau in Doppeltraktion verkehrenden Zug wird Plaue erreicht.

Der Dampfzug aus Gotha müsste hier auch noch vorbeikommen oder schon vorbeigekommen sein.

Mit der Dröhnröhre, dem Neigetechnik 612er, geht’s als RE7 durch den Brandleitetunnel nach Zella-Mehlis und via Suhl nach Grimmenthal und dann der fränkischen Saale entlang über Melrichstadt nach Schweinfurt.

Der DB Navigator wies den in Doppeltraktion verkehrenden RE7 nach Würzburg als gering ausgelastet an, die Bahnsteiganzeiger ab Mellrichstadt bis Schweinfurt jedich verkünden dass ein Zustieg auf Grund hohem Fahrgastaufkommem nicht gewährleistet sei.

Real war der Zug zwischen 75 bis 90% der Sitzplätze ausgelastet.

Ich steige bereits in Schweinfurt aus da der RE54 von Bamberg nach Frankfurt hier noch als normal/mittel ausgelastet Prognostiziert wird, ab Würzburg soll er stark Ausgelastet sein.

Somit ist auch Zeit für einen Kaffee.

Der RE54 kommt an und ist zu gut 90% belegt. Aber einen Sitzplatz hat es noch und pünklich wird Würzburg und nach knapp 2h Fahrtzeit Aschaffenburg erreicht.

Die RB75 nach Aschaffenburg hat heute, wegen einer Fliegerbombenentschärfung in Darnstadt Nord, einen auf DA-Kranichstein verkürzten Umlauf der auch nach Ende der Vollsperrung von Darmstadt Nord gegen Mittag bis zum Betriebsschluss beibehalten wurde.

Der Übergang in Dieburg zum Bus ist wegen der geplant späteren Abfahrt in Aschaffenburg kürzer, aber klappt. Auch wenn die Fahrplanauskunft kurz bei Altheim sich meldete und meinte der Zug habe 12min Verspätung, wohlgenerkt kurz nachdem er pünktlich in Altheim los fuhr…

Überpünktlich war der Büs nach Reinheim. Dieser fuhr die Haltestellen durchschnittlich um 2 bis 3 Minuten zu früh an und ab.

Und so wird nach über 9h Bahntour die Heimat wieder erreicht.

Der heutige Fahrplan:

01.02.2026

RB20 (74615)
Nach Naumburg(Saale)Hbf
Ab 09:36 Gotha, Gleis 3
An 09:48 Neudietendorf, Gleis 1
An 09:58 Erfurt Hbf, Gleis 8a

Statt 1h in Neudietendirf rumzustehen, weiterfahrt nach Erfurt Hbf

RB46 (81199)
Nach Rennsteig
Ab 10:38 Erfurt Hbf, Gleis 7
Ab 10:48 Neudietendorf, Gleis 2
An 12:09 Rennsteig

RB46 (81206)
Nach Erfurt Hbf
Ab 12:43 Rennsteig
An 13:40 Plaue(Thür), Gleis 3

RE7 (3761)
Nach Würzburg Hbf
Ab 13:58 Plaue(Thür), Gleis 1
An 15:25 Schweinfurt Hbf, Gleis 6

RE54 (4624)
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 15:56 Schweinfurt Hbf, Gleis 6
An 17:41 Aschaffenburg Hbf, Gleis 8

HLB RB75 (34992)
Ab 17:58 Aschaffenburg Hbf, Gleis 5
An 18:21 Dieburg, Gleis 2

Bus 679
Nach Bahnhof, Reinheim
Ab 18:30 Bahnhof, Dieburg, Bussteig 12 ab -2min
An 18:57 Bahnhof, Reinheim, Bussteig 12 an -4min

Vollkommen blamiert hat sich heute übrigens Vias.

Kurz nach dem Ende der Vollsperrung in Darmstadt Nord verkündete man folgendes:

Was für ein Blödsinn von A bis Z.

Denn die Schutzbauten müssen jetzt erstmal zurückgebaut und dann Gleise, Oberleitung und Signale wieder hergestellt/aufgestellt werden bevor die RB82 wieder direkt zwischen DA-Nord über Arheilgen nach Frankfurt verkehren kann.

Bis heute hat der Laden aber nichtmal einen Ersatzfahrplan mit angepassten Fahrtzeiten zum Kopf machen in DA Hbf kommuniziert und heute sind angeblich alle Züge pünktlich.

Diagnose: Planlose Viad Leitstelle die vermutlich nichtmal besetzt ist und daher keine Istdaten freigegeben werden. Nur schwachsinnige Social Media Posts. 🙁

Frühjahrsradtour – Etappe 3 Vom Main ins Grabfeld

Gut gestärkt ging es heute zunächst weiter aufwärts am Main entlang.

Während am Rhein lange Strecken ohne Brücke oder Fähre sind tumneln sich zwischen Volkach und Schweinfurt neben den Brücken im Volkach, Bergrheinfeld und Schweinfurt in Fähr, Obereisenbach und Wipfeld auf wenigen Kilometern drei Fähren.

Vorbei am abgeschalteten AKW Grafenrheinfeld geht es zügig dem Main hinauf.

Von Bergrheinfeld ging es unter Umgehung der Innenstadt von Schweinfurt zur hiesigen Schleuse. Die Enten sind vermutlich Publikumsverkehr gewohnt und dösen in der Sonne.

Der Stassenübergang des Maintalradwegs über die Brückenstraße, welche über die Maxbrücke führt, ist suboptimal gestaltet und ausgeschildert. Aber mit einem Schlenker über die Brücke gibts einen Ausblick auf die Schleuse und wieder am rechten Ufer angekommen wird die „Strandbar “ und ein alter Verladekran passiert.

Der Bahnhof Schweinfurt Stadt war einstmals der einzige Bahnhof Schweinfurts, wovon das heute recht überdimensioniert erscheinende ehem. Empfangsgebäude zeugt.

Ein Güterzug Richtung Würzburg drängt sich hier gleich mal als Fotomotiv auf.

Am Stadtrand bietet sich ein Weinberg als Fotomotiv für den RE 55 nach Frankfurt an. Der bebachbarte „Private Bahnübergang“ mit Schlüsselsperre, Winde und ohne Strassenbelag ist wohl eher nur was für Anliger mit Off-Road tauglichen Fahrzeugen 😉

Und vor Schonungen fuhr dann die Gegenleistung nach Bamberg ins Bild.

Lamm Bräu in Untertheres braut schon länger nicht mehr, die Gaststätte ist nun ein Grieche.

Am Main gibt’s dafür mit einer Kasse des Vertrauens Konzernbier zu 1,50€, wenn auch Alkoholfrei.

Auch wenn die Bilder anders aussehen, der Autoverkehr durch die Altstadt von Haßfurt ist regelrecht unerträglich. Aber immerhin hat es nicht allzuviel Leerstand in den Geschöftshäusen. Aber aks Fußgänger oder Radfahrer mach es hier keinen Spaß.

Durchs Getümmel geht es im weiten Bogen westlich von Haßfurt zur ehemaligen Bahnstrecke zwischen Haßfurt und Hofheim (Oberfranken).

Leider hat man die Chance vertan innerhalb Haßfurts einen Radweg zwischen Bahnhof und Stadtrand auf die ehem. Trasse zu legen.

So muss man zunächst „ungesichert“ die Hauptstraße queren bevor es auf die alte Bahntrasse geht.

Mit ein Grund für die Stilllegung war dass die Bahnstrecke in Königsberg (Bayern) das Werksgelände der „Fränkische„, ein Hersteller von Rohren, durchschnitt. Meggle in Wasserburg läßt die Amigos in der lokslen Politik grüssen. Heute ist das Gelände mehrfach erweitert, die Logistik stützt sich auf LKW aus Osteuropa und selbst der Radweg muss einen weiten Bogen um das Werk nehmen.

Der ehem. Bahnhof schliesst an den Firmenparkplatz an und die ehm. Bahnsteigkante dient als Bordstein.

Das Wetter wird langsam besser und weiter geht’s kurvenreich nach Hofheim.

Das kleine Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bf. Hofheim welches durch den ehm. Bahnhofsvorsteher Emil Lehmann erstellt wurden präsentiert sich auch nach dem Tod seines Initiator noch relativ gepflegt und weitestgehend vollständig. Es sei zu hoffen dass es so bleibt.

An der Strecke stehen nurnoch wenige Hektometersteine und meist ist die Beschriftung nicht mehr erkennbar. Die besseren Exemplare hat man hierher verbracht.

Auch die Altstadt von Hofheim ist sehenswert.

Auch wenn es einige wohl nicht so mit dem Denkmalschutz haben.

Hinter Hofheim ist Ende mit dem entspannten Fahren, es geht hinauf in die Haßberge um rüber nach Bad Königshofen zu kommen.

Ein Abstecher zum Aussichtsturm an der Schwedenschanze oberhalb von Eichelsdorf wird kurzfristig eingelegt. Der Turm ist offen und bietet wunderbare Aussichten Richtung Hofheim und Schweinfurt und auch eingeschränkt Richtung des Grabfeld.

Auf dem Rennweg, ich dachte immer dieser wäre die Verlängerung des Rennsteig, geht es relativ geradlinig im dauerndeb ab und auf nach Nordwesten weiter.

Kurz vor Althausen hat es vor der steilen Abfahrt noch eine schöne Aussichtskanzel mit Überblick in die Region Grabfeld.

Dann ging es steil begab und durch Althausen weches an sich gepflegt wird aber etliche tote Gebäude beherbergt.

Noch eine Runde durch Bad Königshofen und zum ehemaligen Bahnhof den ich bereits 2017 auf der Frühjahrstour besuchte.

Auch in Bad Königshofen hat es nicht unerheblichen Leerstand, wodurch auch historische Werbeschilder wie z. B. für Agfa überlebt haben.

Eingekehrtwird dann im Landhotel Vier Jahreszeiten.

Abendessen mit Leberknödelsuppe und Schweinskopfsülze mit 1a Bratkartoffeln.

Die Vordrucke für die Reservierungsschilder sind schon älter, wie die vierstellige Postleitzahl andeutet 🤗

Derweil geht nach dem Essen die Sonne unter.

Hier der übliche Link zu Komoot mit der heutigen 90km Etappe.

Auf dem Maintal Radweg war heute tierisch was los. Bis hin zu einer Gruppe mit gut 20 Radlern.

Auf derm ehemaligen Hofheimer Bähnchen hatte es interessanter Weise relativ viele Fussgänger aber die Anzahl der Radler war doch eher gering.

Im Wald auf dem Rennweg waren erstaunlich viele Mountainbiker unterwegs, mehr wie auf der Bahntrasse.

Mal sehen was das Wetter morgen beim kleinen Abstecher nach Thüringen so bringt.