Heimreise mit Umwegen

Heute schlief ich etwas länger und nach dem hervorragenden Frühstück ging es nochmal an die Isar zurück. Leider war ich um kurz nach 10 Uhr ca. 1h zu spät und die Sonne stand schon längs zur Brücke. Trotzdem wurden ein paar Motive umgesetzt bevor es um 12:01 mit dem ICE 28 nach Hanau ging.

Es scheint Leute zu geben die das Prinzip des Fahrradhalter nicht so recht verstehen. Naja, dann halt die freie Stellfläche genutzt. Der Anpfiff vom ZuB an die „Quersteller“ erfogte prompt. 😉

Entspannt und überpünktlich ging es dann nach Hanau. Und im Gegensatz zur Radtour im Herbst 2019 bei Lohr nicht unter der Mainbrücke hindurch sondern drüber.

Hanau wurde mit +1 erreicht und dann ging es ohne Fahrstuhl in die unbeleuchtete Unterführung un beim Kollegen in Hanau noch einen Bürokaffee zu schnorren bevor es per Rad bei starken Gegenwind nach Reinheim ging.

Einkehr bei der Auszeit bei Axel im Freizeitzentrum von Münster die leider zum Ende der Saison schliessen wird. Hoffentlich findet sich ein neuer Pächter der diese mit genausviel Herzblut weiterbetreibt.

Und wie beim Tourbeginn ist es auch wieder dunkel als Reinheim erreicht wurde.

Hier die beiden Tagesetappen:

Rund um die Isarbrücke in Plattling

Von Hanau nach Reinheim

Und etwas Abschlussstatistik:

8 Tage, 574km und 4.950m aufwärts.

Alle Etappen als Kollektion sind hier versammelt verlinkt.

Und dann kam doch ein Schauer vorbei.

Bisher hatte sich Petrus zurückgehalten und das Wetter war auf der Tour gut insbesondre in Anbetracht dass es laut Wetterbericht ja fast jeden Tag mal regnen sollte. Dafür erwischte mich heute ein 5min „Schutt“ und sorgte trotz am Weg gefundener Schutzhütte für heftigen Durchnässen inkl. Schuhe.

Auch ärgerlich waren diverse schlechte Ausschilderungen, besonders in Baustellenbereichen. Sehr bedauerlich bei derart überregionalen Routen.

Die Tour liegt hier bei Komoot.

Aber diverse den Baustellen geschuldeten Umwege sorgten auch für schöne Ausblicke, wenngleich mit „unnützen Höhenmetern“. 😉

Der Tag beginnt mit einem Frühstück „über den Dächern von Passau“ im Adalbert-Stifter-Saal des Hotels Wilder Mann bevor es wieder auf Tour und und damit auf die letzte eigentliche Etappe der Tour geht.

Nachts hatte es nicht unerheblich geregnet, aber jetzt scheint das Wetter recht brauchbar zu sein. Zum Abschied spielt das Glockenspiel des benachbarten Rathausturms eine nette Melodie.

Aber zuerst geht es noch an den Zusammenfluss von Inn und Donau mit Blick hinüber auf die Mündung der Ilz. Im Gegensatz zur relativ klaren, zwar nicht blauen sondern eher schwarzen Donau, bringt der Inn eher hellgraues Wasser mit.

Am Inn entlang mit Blick auf die alte Braustätte der Innstadt Brauerei geht es bis zur Fussgängerbrücke über den Inn und danach hinüber zum Bahnhof.

Entlang der Hauptstraße die wesentlich stärker befahren ist wie es das Foto darstellt und am Güterbahnhof mit Stellwerk sowie dem ehm. Betriebswerk und nun Stützpunkt der Passauer Eisenbahnfreunde geht es vorbei an der Donaubrücke der Ilzalbahn bis zum Kraftwerk.

Gab es bereits eine (schlecht ausgeschilderte) Umleitung wegen Strassenbauarbeiten auf Höhe des Güterbahnhofs folgt am Wasserkraftwerk und der Schleuse nun die nächste Überraschung. Der Überweg ist gesperrt. Die (nicht ausgeschilderte) Umleitung wäre über die knapp einen Kilometer Flussabwärts gelegene stark befahrene Strassenbrücke.

Ich plane um und bleibe auf der rechten Donauseite was erst mal eine Unterführung ohne Rampe (aber mit Kinderwagenspur) bedeutet und nach einem ICE Foto eine 20% Rampe um ab „Schalding rechts der Donau“ nicht auf der dicht befahrenen Bundesstraße Fahren zu müssen. Dafür belohnt die Route mit schönen Ausblicken auf die Donau.

Durch den Wald geht es dann weiter. und irgendwann auch wieder hinab über Weiler mit lustigen Namen an die Donau nach Sandbach.

Im Bereich der ehm. Laderampe von Sandbach hat man auch ein kostengünstige Methode zum Befestigen der Zufahrtsstraße gefunden in dem man umgedrehte alte Schwellen dafür verwendete. Eine Methode die mir auf der letztjährigen Herbsttour auf dem ex. Truppenübungsplatz beim Eisenacher Flugplatz auch schon mal über den Weg lief.

Da die Strasse parallel zur Bahn verläuft bieten sich auch eine paar Fotostopps an.

In Vilshofen lege ich eine kurze Rast am Marktplatz ein. Eine netter Platz und wenn man den Autoverkehr vernünftig von diesem entfernen würde wäre es auch richtig schön. So nervt der doch recht rege Straßenverkehr und die parkenden Autos erheblich.

Weiter gehts entlang der Bahn und ein „fast Fotoschaden“ wird dann zum Foto in der richtigen Sekunde mit einem Boxxpress Vectron und einem „Erdbeerkörbchen“ Coradia.

Noch hält das Wetter, aber der schwach zu erkennende Regenbogen weist auf Regen in der Nähe hin.

Und es zieht sich weiter zu.

Wenige Minuten nach dem Foto des Regionaltriebwagens bei Girching fängt es an leicht und im laufe der nächsten Minuten mehr als erheblich an zu regnen so dass ich mich nach knapp einem Kilometer fahrt erst mal in einer Schulbushaltestelle (Haltestellenhütte bei einem Aussiedlerhof, irgendwo im Nirgendwo) unterstelle. Wenige Minuten später hört es aber auf stark zu regnen und es nieselt nur noch ein wenig. Aber der kurze Schutt hat gereicht dass von der Hose bis in die Schuhe alles durchnässt ist. Die Jacke hat aber dicht gehalten.

So schnell wie der Regen kam ist er wieder weg und hinter Osterhofen lockert es sogar ein wenig auf.

Über Haardorf geht es vorbei an der Arco Brauerei (welche zu Hause auch im Getränkemarkt erhältlich ist, aber keine der grossen Braukonzerne angehört) nach Moos. Im kleinen örtlichen „EDEKA“ Ableger wurden die Vorräte ergänzt, dass die örtliche Brauerei die fast die Hälfte des Ladens einnehmende Getränkeabteilung (davon wieder über 50% Bier) dominiert war zu erwarten.

Der Weg via Moos ist übrigens einer Umleitung geschuldet da auf dieser Seite, wie vor ein paar Tagen auf dem Weg von Bogen nach Deggendorf auf der andren Donauseite, der eigentliche Radweg wegen Bauarbeiten am Donaudeich gesperrt ist.

Mündungsbereich der Isar in die Donau kommt dann sogar noch ein wenig blauer Himmel und die Sonne durch.

Auf und neben der Eindeichung der Isar geht es weiter und dann ist schon fast Plattling erreicht. Die parallel zur Straßenbrücke liegende Bahnbrücke wird für einen morgendlichen Fototermin vorgemerkt da dann ggf. das Licht gut auf dieser und dem an der Brücke liegenden Stauwehr liegt. Elemente der alten Straßenbrücke stehen als Denkmal neben dieser.

einmal quer durch Plattling und dann ist als Etappenziel das Hotel Liebl gegenüber des Bahnhofs erreicht.

Sehr schöne moderne aber auch gemütliche Zimmer hat es hier. Und den Spagat zwischen Tradition und Moderne bekommt man auch im Restaurant gut hin. Und das Essen war köstlich.

Gut gestärkt geht es ins Bett. Morgen ist die Heimreise angesagt. Eine schöne Tour war es, mit besserem Wetter wie ursprünglich vorausgesagt.

Von der Donau auf Umwegen zum Inn

Ich hatte es am Morgen erst mal nicht eilig aber es stand das Ziel im Raum spätestens um 16 Uhr herum in Passau anzukommen. Aber da es erst mal regnete war der Antrieb hierzu nicht allzugroß.

Also erst mal gemütlich gefrühstückt und siehe da, als ich auf die Piste ging begann es aufzuklaren und die Sonne kam raus. Das Donautal ist ab dem Schlögener Bogen flussaufwärts nicht mehr ganz so einsam wie gestern.

Bei Niederranna wurde dann über die Brücke, mit Denkmal des Fährmanns, vom rechten auf das linke Ufer gewechselt und in mehreren Serpentinen mit fast durchgehend 10% Steigung hinauf der Mühlkreis wieder erklommen.

Warum warnt man vor der Ortschaft dessen Einwohner bei der Vergabe der Ortsnamen vor vielen Jahrhunderten wohl nicht gerade den kreativsten Einwohner damit beauftragt haben einen Ortsnamen anzugeben? Mit leichten Bergauf und Bergab geht es auf der Hochebene weiter.

Hinter dem Dorf „Dorf“ liegt zwischen Pühret und Großmollsberg der Penzenstein welcher und er dortigen Kapelle einen wunderschönen Blick ins Donautal bei Engelhartszell gewährt.

Die auf dem Foto rechte Seite (=linkes Flussufer) des Stuwerks bei Engelhartszell liegt bereits in Deutschland.

Aber es geht erst mal in regelrechten Postkartenidyllen weiter durchs österreichische Mühlviertel nach Neustift und Oberkappel.

In Neustift war eine kurze Pause angesagt, beim Auschecken war ganz vergessen gegangen dass ich noch den Zimmerschlüssel einstecken habe. Aber die Chefin war flott hier oben und so kam der Schlüssel auch schnell wieder zu seiner eigentlichen Wirkungsstätte zurück.

Nach Oberkappel hinunter konnte man es gut rollen lassen, nach dem Grenzübertritt ins deutsche Kappel ging es dann wieder stramm bergauf bis nach Wegscheid.

In Wegscheid wurde erst mal das, total untypisch nicht von Supermärkten überbaute, ehemalige Bahnhofsareal erkundet und an der Sporthalle steht sogar ein Denkmal an Bayerns einzige normalspurige Zahnradbahn welche von hier aus nach Obernzell und Erlau an der Donau führte.

Im auf der anderen Straßenseite und zusammen mit anderen Gewerbebetrieben irgendwie auf der seit 1965 ohne Verkehr seienden und 1975 abgetragenen Bahntrasse liegenden Edeka werden erst mal die Getränkevorräte aufgefrischt bevor es dann in die Teils 71 Promille Gefälle aufweisende Trasse als Fuß-, Wald- und Radweg ging.

Beim Bahnhof von Wildenranna, dessen einfaches Bahnhofgebäude früher sogar als Modell bei Kibri erhältlich war, endete der obere Zahnstangenabschnitt und der Radweg wechselt auf den parallelen Feldweg.. Der Bahnhof lag weit unterhalb des Ortes und langsam breitet sich ein Neubaugebiet bis hierhin aus. Die Bahnanlagen und das Gebäude sind schon lange verschwunden. Auch die Brücke der Bahnhofstraße über den Einschnitt wurde abgetragen und der Einschnitt verfüllt. Irgendwie habe ich noch eine Erinnerung an den Einschnitt aus jungen Tagen im Urlaub im Bayr. Wald…

Hinter dem Sägewerk fädelt sich der Radweg abschnittsweise wieder auf die Trasse ein. Die beiden Brücken beim Sägewerk stehen jedoch ungenutzt in der Landschaft.

Relativ flach geht es nun die 5km bis zum Ortsrad von Untergrießbach wo der untere Zahnstangenabschitt nach Obernzell begann. die tRasse ist nur teils noch erhalten und so beginnt die Steilstrecke nun unmittelbar nach einem scharfen Abbiegen von der Landstraße nach Scherleinsöd. Hier sind auch ab und an mal wieder Hektometersteine stehen geblieben.

Und so geht es weiter steil bergab und da ich in Wegscheid auch regionales Bier als Urlaubserinnerung gebunkert habe muss die Bremse nun ein paar Kilo mehr bremsen. Ich denke nach der Tour sind dann neue Beläge fällig.

Unterwegs dann ein paar Infotafeln und verschraubte Zahnstangen in einem neben dem ursprünglich liegenden Gleisbett. Verwendet wurden Zahnstangen der Bauart Strub.

Der Obernzeller Viadukt wurde 1985 abgebrochen und so geht es nun durchs Wohngebiet hinunter an die Donau zur Fähre, Schloss und auf der Hauptstraße durch die Altstadt.

Bis zum Bahnhof von Obernzell liegen sogar noch die Gleise aus Erlau. wenn auch nicht mehr benutzt. Aber es besteht ein klein wenig Hoffnung. Die Strecke wurde zwar 2007 zusammen mit dem Ast von Erlau nach Hauzenberg stillgelegt aber von der DRE zunächst gepachtet und später von deren Tochter BRE gekauft.

Der Förderverein Lokalbahn Hauzenberg-Passau e.V. ist derzeit bestrebt den Verkehr wieder aufzunehmen und 2020 wurde der durch die Innstadt führende 2km lange Abschnitt, der sogenannten Granitbahn, zwischen Passau und Passau-Rosenau wieder reaktiviert wird.

An der Donau entlang geht es nun nach Erlau mit einem kurzen Abstecher zum Ast nach Hauzenberg bevor es zum Bahnhof von Erlau mit seinem sehr gepflegten Empfangsgebäude weitergeht. Auch wenn es nicht so aussieht, auf der parallel zum Radweg liegenden B388 ist richtig dichter Verkehr was beim Radfahren auch etwas nervt…

Kurz vor Passau dann die Kräutelsteinbrücke mit der die Bahnstrecke Hauzenberg – Erlau – Passau über die Donau wechselt um nach der durchfahrt der Innstadt und Kopf machen in Passau-Voglau wieder den Inn zu queren um den Hauptbahnhof von Passau zu erreichen.

Ich bliebe jedoch am linken Ufer der Donau und erreiche schon Bald die Mündung von Inn (rechts der Donau) und Ilz (links der Donau).

Ein paar Ausflugsschiffe bieten sich dabei vor der Mündung des Inns noch ein Wettrennen.

Und dann ist das Etappenziel Passau mit dem Hotel „Wilder Mann“ erreicht.

Das Rad kann hier im Vorraum abgestellt werden, ob Räder auch 1,5m Corona Mindestabstand halten müssen?

Das Hotel ist passend zu seinem historischen Gebäude ausgestattet und es schläft sich herrlich in den alten bzw. auf alt gemachten Möbeln wie ich bereits bei einem früheren Besuch feststellen durfte.

Aber nach kurzem Aufenthalt geht es erst mal durch Passaus enge Gassen zu Fuß weiter zum Bahnof. Und mit dem ÖBB Talent nach Schärding.

Mit einem Bekannten wurde ein konspiratives Treffen im „Wirtshaus zur Bums’n“ (ich erspare mir hier jetzt jedwede Wortspiele) bei währschaften Essen und örtlichem Bier der Brauerei Baumgartner durchgeführt.

Mit dem letzten ICE geht es für den bekannten zurück Richtung Wien, ich lasse den kurz darauf fahrenden RE nach Passau aber erst einmal sausen.

Denn etwas später kommt der Nacht IC nach Warnemünde. Dieser besteht aus einem Stadler Kiss der ehemals bei der österreichischen Westbahn im Fernverkehr im Einsatz war. DB Fernverkehr hat alle 17 Fahrzeuge dieses Typs der Westbahn gekauft. Diese werden sukzessive durch Stadler umgebaut sollen u. a. auf der IC-Strecke Dresden–Berlin–Rostock zum Einsatz kommen. Welche Fahrzeuge die Westbahn zukünftig auf ihrem Netz einsetzt steht noch in den Sternen. Derzeit fährt sie noch mit den verkaufen Fahrzeugen. An sich fährt es sich recht angenehm im Dosto IC.

Und bei einsetzendem leichten Regen geht es in Passau zurück ins Hotel bevor es richtig und stärker anfängt zu regnen.

Der Link zu Komoot von der Touraufzeichnung darf natürlich auch heute nicht fehlen.

Runter an die blaue Donau

Aber einfach das Tal runterrollen ist nicht drin. Denn einerseits folgt die Bahn nur teilweise der Großen Mühl bis Neufelden und wenn doch gibt es teils keinen parallel fahrbaren Weg. Und so ging es stets auf und ab.

Aber der Reihe nach. Die Wettervorhersage klang nicht gut. Bus zum späteren Nachmittag immer wieder mal Regen und Schauer. Das kann ja heiter werden. Da hilft erst mal nur ein Frühstück, später auch mit Lachs. Ja, das Frühstück gefällt.

Aber es nutzt nichts und ich breche auf. Vorbei an der Werbung für die hiesige Stiftsbrauerei „Schlegl“.

Der Radweg führt hinter dem Stift erst mal den Hang hoch und dann wieder runter ins Tal des Kennbach nur um auf der andren Seite wieder den Hang hochzuführen, aber immer noch besser wie auf der gut befahrenen Hauptstraße zu fahren.

Dafür gefällt mir die Stelle im Tal für ein Foto gut und die ÖBB schicken netterweise einen 5047er mit Güterwagen als Fotomotiv vorbei. Der Güterwagen dient dem Fahrradtransport der in den 5047er eher nur sehr eingeschränkt möglich ist. Der Wagen muss zudem in der Endstation Aigen-Schlägl unfahren werden, jetzt erscheint es auch logisch dass im Dienstabteil, wie gestern von aussen gut zu erkennen war, auch orange Arbeitsjacken hängen.

Ich erklimme den nächsten Hügel, nächstes Ziel ist Rohrbach-Berg.

Ab und an von leichten Nieselregen begleitet wird über die Hügel und mit Ausblicken über den Mühlkreis Rohrbach-Berg erreicht. Hier scheint der Instandhaltungsstützpunkt angesiedelt zu sein wie die typischen ÖBB Gebäude sowie Instandhaltungsfahrzeuge auf Stahlrädetn oder auch Gunmireifen vermuten lassen.

Am Empfangsgebäude stehen diverse Signale und die Lok Aigen. Der Siloturm der benachbarten Genossenschaft hat enig von einem Profanbau, am Marktplatz findet derweil „Markt“ statt.

Und wieder hoch auf den Bergrücken nur um in steiler Abfahrt beim Bf Haslach, der zugehörige Ort liegt gut 2km entfernt, wieder das Tal der Großen Mühl zu erreichen.

Und das genau rechtzeitig für die Rückfahrt nach Linz-Urfahr des 5047er mit seinem Fahrradwagen.

Es geht weiter talabwärts und der Regen wird kurz stärker ubd das gerade als der Zug nach Aigen-Schlägl kommen soll.

Die Hoffnung auf die Doppeltraktion 5047er  wird enttäuscht und es kommt zwischen Haslach und Iglmühle  ein 5022, die ÖBB Variante des Desiro vom Hersteller Siemens ins Bild gerollt.

Hinter Iglmühle geht es, mangels befahrbaren Weg am Talboden, wieder mal hoch zum Weiler Iglbach.

Und so geht’s im steten Auf ubd Ab auf der Hochfläche Richtung Neufelden.

Vor Neufelden liegt die Burg Pürnstein hoch über dem Tal und Wasserkraftwerk. Auch der benachbarte Wingert könnte bei passender Witterung und insbesondre wenn ein Zug vorbeikommt ein schönes Motiv hergeben. Denn diese kommen halt hier im oberen Bereich nur alle 2h vorbei. Im unteren und weniger fiitogenen Abschnitt von Linz-Urfahr bis Rottenegg verkehrenden die Züge dagegen teils im 15min Takt.

Also geht’s weiter Richtung Neufelden.

Der Tunnel mit unmittelbar darauf folgenden Bahnübergang ohne technische Sicherung (der Zug darf hier nur 10km/h fahren) ist auch sehr speziell, der Haltepunkt Pürnstein wird nicht mehr bedient.

Hmm, Angeln mit Karte? Ich dachte man nimmt Würmer usw. als Köder. 😅

Da noch gut über 1h Zeit bis zum nächsten Zug ist (in Neufelden wird in der Regel gekreuzt) fahre ich weiter nach Neufelden an die Staustufe…

… und weiter zum weit unterhalb des Ortes im Tal liegenden Bahnhof wo zwei Hälften zweiteiliger Elektrotriebwagen herumstehen die solchen wie sie einst bei der KFBE bzw. KBE (Köln-Bonner-Eisenbahn) oder später bei Stern und Hafferl bzw auch der Salzburger Lokalbahn eingesetzt waren.

Im ehm. Lagerhaus ist eine Kunstgalerie ansässig vermutlich gehören die Wagen dazu. Im hinteren Bereich des Geländes ist ein weiterer halber Wagen, diesmal aber schwarz lackiert, zu erkennen.

Dass die Wagen ohbe Schienen direkt im Dreck stehen dürfte diesen nicht gerade zum Vorteil gereichen.

Und dann ist es langsam Zeit wieder etwas die Mühl hinaufzufahren. Am aufgetauten Bereich gab es mehrere interessante Fotostellen.

Anscheinend haben die 5047er nun keinen Auslauf mehr. Denn nach dem Desiro aus Aigen-Schlägl kommt auch der nächste Zug nach Aigen-Schlägl als 5022er Desiro, diesmal im neuen ÖBB Fahrzeuglack.

Durchs Ort, also stramm bergauf geht es nun wieder zurück.

Aha, dann waren das kurz unterhalb des Bf. Haslach tatsächlich Gerüste an denen der Hopfen wächst. Brauereien hats ja in der Gegend.

Und wieder runter ins Tal nur um nach der Brücke im Seitental parallel zur Bahn wieder aus dem Tal herauszuklettern.

Der Bus fährt im Gegensatz zur Bahn stündlich zwischen Rohrbach und Linz und zudem auch in die Orte welche bei der Bahnstrecke bisweilen rekativ abseits liegen. Keine guten Karten für die Zukunft der Bahn. Zumal der Inselbetrieb auch zusätzliche Kosten verursacht.

Und wieder geht es auf der Hochebene stets ein wenig auf und ab bevor es beim Schloss Neuhaus wieder stramm hinab zur Großen Mühl geht, kurz bevor diese in die Donau mündet.

Geplant gatteich in Untermühl mit der Fahrradfähre ans rechte Donauufer umzusetzen. Da habe ich aber übersehen dass diese gestern Saisonende hat. Also geht’s am linken Ufer hinauf nach Obermühl zur Autofähre.

Die Donau hat hier etwas vom Mittelrheintal, nur ohne Hauptstraßen, Bahnstrecken und viel weniger Burgen. 😎🙈

Um kurz nach halb 5 komme ich an der Fähre an. Phu, Glück gehabt. Diese verkehrt von April bis Oktober und im Oktober ist die letzte Fahrt um 17 Uhr…

Lustige Ortsnamen hat es hier… Hühnergeschrei. Gaaak gak gak…

Wie sang Chris de Burgh?

„Whatever you do
Don’t pay the ferryman
Don’t even fix a price
Don’t pay the ferryman
Until he gets you to the other side“

Naja, der Preis war fixiert mit 2,50 als Radfahrer und so landete ich, nachdem erst noch ein Flusskreuzfahrtschiff vorbeigelassen werden musste, kurz vor 17 Uhr als exklusiv einziger Fahrgast am rechten Donauufer an.

Und das Wetter setzt auch zum Endspurt an währed ein Donabogen nach dem Anderen durchfahren wird. Sehr schön.

Das Tagesziel mit dem Gasthof „Zur blauen Donau“ ist erreicht.

Leider hat die Gaststätte Montage nur Mittags auf, die Chefin erspart mir aber die Fahrt zurück ins 1km entfernte Schlögen zum Hotelresort. Aufs Zimmer bekomme ich ein gutes Schnitzel mit Kartoffelsalat und Beilagensalat sowie Hopfenkaltschale von Schlägl serviert, da die Gaststätte heute auch Generalgereinigt wird.

Ich verlegen das Essen dann auf die Terasse vor dem Zimmer und schaue dabei dem Tag zu wie er zu Ende geht.

Fazit, ein Tag mit Höhen und Tiefen in vielerlei Betrachtungsweisen aber de facto ein sehr schöner Tag.

Am Schluss wurden es 10km mehr wie geplant. Hier zum nachschauen und „Bilderkucken“ der Tour bei Komoot.

Drei Länder Tour

Der Tag beginnt neblig aber es klart während des Frühstücks immer weiter auf.

Leider gab es im Aufzug keine passende Musik. Interessante Überraschung beim CheckOut im „Mutterhaus“. Die Übernachtung war unkomminiziert gut 20 Euro günstiger geworden. Das kompensiert so einiges.

Dunkel hängt die Wolkensuppe über dem Ort und am Bahnhof ergattere ich noch zwei der Ilztalbahn Kalender.

Danach geht’s ein kurzes Stück Richtung Freyung für ein Nebelbild und sogar im Bahnhof erwische ich den ersten Zug des heutigen letzten Betriebstag 2020 nach Passau nochmal. Leider funktionieren Videos hier im Blog nicht gut, sonst könnte ich hier einen Videoschnipsel der Ausfahrt zeigen.

Und nun geht’s auf den Adalbert-Stifter-Radweg welcher auf der ehm. Bahnstrecke von Waldkirchen nach Haidmühle liegt.

Am Bahnübergang in Waldkirchen lag eine Zufahrtstrasse zwischen den Gleisen nach Haidmühle und Freyung. Ein Konstrukt das es auch in Hofheim/Ried gab, aber neu so nicht mehr zulässig ist. Aber seit der Stilllegung und Entwidmung in 2001 ist das Thema hinfällig. Eine Reaktivierung bis Jandelsbrunn scheiterte an der min. 1000 Fahrgästegrenze der BEG.

Erholsam ist der Radweg eher nicht. Es geht kontinuierlich mit 1 bis 3% Steigung hinauf.

Gut 1km hinter Waldkirchen steht noch ein Prellbock und dahinter liegen noch gut 100m Gleis weshalb der Radweg hier die Trasse kurz verlässt. Eigenartig sind die unterschiedlichen und nicht miteinander verbundenen Schienenprofile am Prellbock.

Und es geht nun weiter hinauf…

Kurz vor Jandelsbrunn dann eine Umleitung, die Trasse wird für Rohrverlegungen umgegraben, aber da Sonntags vmtl. nicht gebaut wird und weitere Radspuren zu sehen waren blieb ich auf der Trasse.

Mit dem Herstellers von Wohnwagen und Wohnmobilen Knaus-Tabbert liegt in Jandelsbrunn der letzte grosse Kunde der Bahnstrecke welcher aber 1995 ganz auf den Transport per LKW umstellte, je nur zwei pro LKW da Dumpinglöhne es rentabel machen.

Im Bahnhof Jandelsbrunn liegen noch ein paar Gleise, andere sind der Erweiterung des Werks zum Opfer gefallen.

Es geht weiter in Richtung Altreichenau was mit geradezu sozialistischen Plattenbauten aufwartet.

Zwischen Altreichenau und Frauenberg wird an der Strassenbrücke der höchste Punkt der Strecke erreicht und ein „wohlschmeckender“ Pilz gefunden. 😅

Von nun an ging es entspannt abwärts und durch ein Hochmoor geht es hinunter nach Haidmühle.

Am Ortseingang steht eine Werkshalle mitten auf der Trasse und belegt auch den Bereich des ehm. Lokschuppen wie den an der Trasse stehenden Stelen und Tafeln zu entnehmen ist.

Auch das Bahnhifsareal ist überbaut, das alte K&K Zollamt hat aber überlebt.

Am Zollamt gibt es übrigens die zwei interessante Hausnummer. Die linke Hälfte ist 17 1/2 und die rechte 17 2/3. Sehr interessant.

Das ehm. Empfangsgebäude und nochmal das Zollamt sowie die „Kalte Moldau“ welche hier in der Nähe entspringt.

Noch eine Runde durchs Ort und dann geht es rüber nach Nové Údolí wo die kürzeste internationale Bahnstrecke über den Grenzbach „verkeht“. Naja, eigentlich ist es nur ein Grill im Dampflokstil der die wenigen Meter über die Grenze geschoben wird. Nun in der Nebensaison bleibt die „Lok“ kalt.

Im Gegensatz zum bayrischen Nachbarn war man in Tschechien nicht so bescheuert die Bahnstrecke aus Číčenice zur Grenze stillzulegen, erst recht nicht nach der Grenzöffnung und so verkehrt hier im fast Stundentakt der Zug ins „Nirgendwo“, genannt Nové Údolí, einige direkt aus Budweis. Seit Dezember 2017 verkehrt hier nicht mehr die staatliche CD sondern die private GW Train welche den Verkehr u. a. mit ehm. DB Triebwagen der Baureihe 628 abwickelt.

2017 konnte ich im Sommer noch eine Taucherbrille der CD mit Wagenzug, inkl Umsetzen in Nové Údolí, fotografieren.

Und nach dem Bahnintermezzo geht’s wieder hinauf in den Wald zum Schwarzenbergschen Schwemmkanal.

Kontinuierlich mit 1% Gefälle geht es nun dem am Hang entlangführenden Kanal entlang. Naja, der Radweg ist auf den ersten paar hundert Metern schwer befahrbar, stellenweise aber ein guter Waldwege oder gar geteert aber ab und an auch mit übelst groben Schotter befestigt.

Der Kanal an sich enttäuscht. Er ist über die Jahrzehnte, u. a. und insbesondere aus der Zeit des Eisernen Vorhangs, beschädigt, zugeschüttet und nicht mehr durchgängig vorhanden. Aber was vorhanden ist, insbesondere die „Schleusen“ und Bachkreuzungen sind meist gut erhalten,  aber funktionslos, werden auch gut Beschildert.

Und immer weiter den Kanalfragmenten entlang.

Ein Highlight ist der mehrere hunder Meter lange Tunnel welcher den Kanal unter einem Bergrücken hindurchführt. Wobei die maximale Überdeckung des Tunnels nur wenige Meter beträgt, ddr Tunnel ist zudem nur wenige Meter an den beiden Portalen begehbar.

Hier das obere Portal, heute käme vmtl. Niemand mehr auf die Idee solch einen Zweckbau mit derartig netten Portalen zu versehen.

Und das untere Portal.

Kurz nach dem Portal geht der Kanal sehr steil abwärts um in den „alten Kanal“ einzumünden.

An dieser Stelle befindet sich sich ein kleines Museum über die Geschichte und Verlauf des Kanals.

Ab hier fließt auch etwas Wasser im Kanal und an mehreren Tagen im Jahr wird auf einem kurzen Stück das Schwemmen vorgeführt.

Ab und an lichtet sich der Nadelholzwald und gewährt Einblicke in den Böhmerwald.

Kurz vor der Grenze nich eine Kirche mitten im Wald und schon wurde nach gut 75km Österreich erreicht. Genau an der Grenze ist eine recht aufwändige „Schleuse“ vorhanden da hier zwei Bäche in, durch und über den Kanal hinweg geleitet werden mussten.

Von der Grenze bis kurz nach dem Ausflugslokal beim Sonnenwald wird der Kanal auf diesen kurzen Stück richtig genutzt, jedoch nicht zum Schwemmen sondern für ein kleines Kraftwerk.

Nach ein paar weiteren Kilometern geht es vom kaum noch erkennbaren Kanal weg und hinauf auf den Bergrücken.

Und von nun an ging es teils recht heftig bergab nach Aigen-Schlägl. Bei dem tollen Wetter heute ist es schwer sich vorzustellen dass es morgen regnen soll.

Am Bahnhof dann die Überraschung.

Ich dachte ja ich bekäme in 2020 im Regelbetrieb nur ÖBB Triebwagen der Gattung Desiro oder Talent vor die Linse. Aber die ÖBB überrascht auf der oberen Mühlkreisbahn gar mit einer Doppeltraktion 5047. Ein weiterer parkt am Prellbock und somit gefühlt unterhalb der Kirche.

Etwas unterhalb des Haltepunkt Schlägl bot sich dann der Bogen für ein Foto an. Leider zog eine Schleierwolke kurz vor dem Zug vor die Sonne, welche natürlich nur Sekunden nach dem Zug wieder verschwand.

Hmm, Toilette als Spielplatz? Örks…

Nein es ist die Toilette für den Spielplatz.

Ubd nach 89,7km und damit 12km mehr wie geplant, wird das Biergasthaus Schiffner erreicht.

Bei diversen guten regionalen Bieren, Rinderbrühe mit Fritaten, Hirschbraten und „Bieramisu“ werden die laut Radcomputer abgestrampelten 2644 kcal wieder draufgeschafft.

Hier der Link zur Etappe 4 bei Komoot. Damit wäre die Halbzeit der Tour erreicht.

Mal sehen was das Wetter morgen bringt.

Das Ilztal hinauf…

… im 3G und Edge Land. LTE? Was ist das. Zumindest kann man sich ob der Netzabdeckung hier in der Region fragen.

Um 8 Uhr war Frühstück angesagt da es noch ein paar Kilometer bis Kalteneck waren und ich den ersten nach Passau zurückfahrenden Zug abfangen wollte.

Und so geht es bei mittelprächrigen aber immerhin trocken Wetter los.

Kurz hinter Fürstenstein überrascht eine alte Gleisewaage mitten im Wald. Der Wikipedia Artikel zur Bahnstrecke Deggendorf–Kalteneck lässt sich dazu nicht aus. Vermutlich lag hier einer der hier in der Region zahlreichen Steinbrüche.

Kurz vor Tittling an der ehm. Station Tittling West begrüsst ein „Granitzug“ den Radler. Die ehm. Strecke ist im übrigen heute morgen recht gut von Radlern, Spaziergängen und Jogger genutzt.

In Tittling Markt liegen im ehm. BayWa Anschluss noch Gleise. Das Bahnhofsareal ist u. a. mit einem Spielplatz überbaut. Die ehemalige Seiten- bzw. Kopframpe besteht auch noch. Auf dem älteren Abschnitt des Radweges ab Tittling ist dieser nicht mehr geteert aber sehr gut fahrbar. Insbesondre da nun der höchste Punkt erreicht wurde und es nun im wesentlichen bis Kalteneck nur noch bergab geht.

Auf dem Abschnitt nach Witzmannsberg hat man nach der Stilllegung zwischen Eging und Kalteneck in 1995 einen kompletten Lo57 Schaltschrank vergessen. Mangels DB Rot konnte ich aber nicht schauen ob auch noch alle „Innereien“ vorhanden sind. Die restliche Aussenanlage ist jedoch zurückgebaut.

Im Bereich des ehm. Bf. Witzmannsberg findet sich noch ein ehm. Bauwagen (oder ähnliches).

Was auch auffällt ist dass insbesondre hier im ältesten Radwegabschnitt fast durchgehend Hektometersteine vorhanden sind und diese sogar korrekt aufgestellt sind (ungerade Hunderte in Richtung Kalteneck rechts, gerade Hunderter für die Gegenrichtung) und mehrere relativ frisch neu aufgestellt wurden.

Kurz vor Kalteneck verlässt der Radweg die Bahntrasse, die Brücke über die Ilz wurde leider nicht in den Radweg integriert.

Und fast pünktlich auf die Minute erreicht der Schienenbus Kalteneck und verlässt hupend und mit dem einzigartigen Sound eines Uerdinger Schienenbus der Baureihe 798 diesen wieder Richtung Passau. Leider hat mich das Handy an meinem Standort auf Höhe der Kläranlage etwas „veralbert“ und die Serienbildfunktion nicht ausgelöst weshalb nur der „Vorschuss“ verwertet werden konnte.

In Kalteneck geht es erst mal raus aus dem Tal und wo geht es hin? Nach Prag und vorbei an München und das innerhalb weniger Kilometer 😅

Irgedwie hatte ich Prag grösser in Erinnerung und die Strassenbahn hat man wohl auch eingestellt.

Es geht auf und ab über die Höhen ubd kurz vor Röhrnbach bei der Köppelmühle wird der zweite Zug des Tages nach Freyung abgefangen. Die Wartezeit konnte mit dem Beobachten der freilaufenden Hühner überbrückt werden. Im Internet surfen war eh nicht drin… siehe Eingangsabsatz. Willkommen im 3G Land.

Ab Röhrnbach geht es dem streckenweise dem Osterbachkanal entlang der ein E-Kraftwerk kurz vor Röhrnbach antreibt.

Bei Hauzenberg (bei Waldkirchen, nicht das an der Granitbahn) fährt dann die Rückleistung ins Motiv am Bü. Leider nahm während der knappen halben Stunde Wartezeit die dichte Bewölkung mehr zu und es wurde gefühlt stockfinster.

Einmal hoch ins Ort und rüber zum zweiten Fotostandort. Die Wartezeit von gut 1,5 kann mit Ovo Keksen überbrückt werden. Achja, Surfen geht, wenn auch mit turbogeschwindigkeit Marke „Edge“. Ab und an kommt aber LTE mit 0 bis 1 Balken vorbei. Whoooooow…

Und damn kommt der dritte Zug nach Freyung mit gut 15min Verspätung aus Passau an.

Danach geht’s wieder runter ins Tal und zum oberen Teil des Osterbachkanals der ein Kraftwerk unterhalb von Hauzenberg versorgt.

Hinter der Fassung war ein paar hunderte Meter Schieben angesagt da der Weg zum Wanderpfad wurde und maximal MTB tauglich ist. Aber er wurd bald wieder breiter und fahrbar und bei Schiefweg wird wieder die Bahntrasse erreicht, ein dort geplantes Foto (Vorlage hier bei DSO gefunden) ist leider nicht umsetzbar da ein Feld mit Mais im Weg ist.

Also geht’s durch das Ort Schiefweg durch ubd runter zur Bahn und oh welch Überraschung es kommt sogar die Sonne heraus womit der gut 10min verspätete 15:59 ab Waldkirchen von seiner Sonnenseite abgelichtet werden kann.

Warum ist eigentlich der Schienenbus auf der Bahnstrecke zwischen Passau und Freyung unterwegs? Normalerweise fährt die Ilztalbahn von Mai bis Mitte September mit bei Agilis ausgeliehenen Regioshuttle (Baureihe 650), da die Saison coronabedingt später begann hat man vier Wochenende verlängert und bedient sich dabei der Schienenbusgarnitur der Passauer Eisenbahnfreunde die normal nur an wenigen Tagen auf der Ilztalbahn zum Einsatz kommt.

Dabach gehts runter ins Tal und sofort wieder hoch nach Waldkirchen. Meine Herren hat die Stadt steile Strassen.

Was such ich mir auch ein Hotel fast ganz oben am Berg…

Und dann hat das Zimmer nicht mal einen vernünftigen Ausblick. Naja, dafür hat es einen Retro Radio integriert. Das Hotel Karoli war wohl früher mal ein VdK-Heim, worauf der Strassennamen hindeutet.

Check in ist im gut 300m entfernt liegenden „Mutterhaus“. Aber wenigstens das Frühstück soll es morgen ab 7 vor Ort geben. Na schaumermal. Aber der Ausblick von vor dem Hotel ist schon gut.

Aber jetzt geht’s erdt nochnal runter und rüber zum Bahnhof fprden letzten Zug fes Tages nach Freyung.

Interessant grosse Autos *hust* hat es da am Marktplatz.

Ich suche erst nach einem Fotostandort hinter Waldkirchen entscheide mich ob der immer schlechter werdenden Lichtverhältnisse dann doch für den Bahnhof als Motiv für den Zug um kurz nach 18 Uhr.

Es steigen gut 20 Personen aus. Der Zug ist also gefragt.

Jetzt ist die Frage, wo essen. Eigentlich wollte ich „Zur Emmerenz“ in Schiefweg wo ich vor ein paar Jahren mal eine gute Rast einlegte, leider war alles ausreserviert und so geht’s wieder rüber nach Waldkirchen wo ich am Marktplatz im „Herzstück“ neben dunklen Augustinerbräu einen 1a Burger mit Simmetaler Rind sowie ein geniales Mousse au Choccolat mit Früchten genieße. Die Farben sind etwas verzerrt von den Infrarotstrahlern die trotz der kühleren Temperaturen das Sitzen auf der Terrasse ermöglichen.

Und nach ein paar Nachtbildern vom Marktplatz ging es wieder weiter hoch auf den Berg. Das Rad darf heute im geräumigen Zimmer übernachten.

Es wurden dann doch 50km mit über 800 Höhenmeter aufwärts (Aufzeichnung endet am Marktplatz und nicht am Hotel).

Morgen geht’s nach Österreich und Tschechien wird dabei gestreift.

Wasser und Hügel und tote Bahnen

Petrus meint es wieder gut und so geht es nach dem guten Frühstück bei Sonnenschein weiter hinab nach Bogen.

Bogen, die Stadt des sinnlosen Drängelgitters.

Am Ende der Hartwigstraße befindet sich ein nicht technisch gesicherter Bahnübergang mit Drängelgitter. Aber Wozu? Auf der Westseute sitzt in gut 50m Entfernung ein Prellbock der das heutige Streckenende vor dem Bü markiert. Wobei jedoch die Schienen bis kurz vor den Bü erneuert sind. Der Blick nach Osten zeigt das Ende der Gleise. Die weitere Strecke nach Miltach ist abgebaut und nach knapp 1km beginnt auf der Trasse ein… Radweg.

Also, warum immernoch das Drängelgitter?

Die Strecke nach Miltach wollte ich in der ursprünglichen Tourplanung im Mai befahren, jetzt beim Nachholtermin musste ich den Schlenker über Miltach und Viechtach leider aus zeitlichen Gründen leider streichen. Aber ein guter Grund wiederzukommen.

Zurück zum „Bahnhof“. Dieser ist komplett „gerupft“. Es blieb nur noch das ehm. Gleis 2 als Bahnsteiggleis übrig das im übrigen im Zugleitbetrieb mit „TuZ“ angefahren ist. Aber es gibt noch zwei Gleise. Auf dem östlich des Empfangsgebäude steht ein Schnellzugwagen der zur Übernachtungsmöglichkeit umgebaut wurde. Auf der Ostsseite zwischen Empfangsgebäude und Bahnübergang parkt eine Köf als Leihgabe des DB Museum in Koblenz auf dem ehm. Gleis 1.

Der Bahnhof ist sehr schön saniert und verfügt über ein recht gut besuchtes Bahnhofs Bistro und eine geradezu luxuriöse Fahrradabstellung.

Mit etwas Verspätung kommt der Zug rein und rollt kurz danach zurück, naja erst nach dem Ruf des Lokführers zu den Kollegen am Bü sie mögen doch mal den Fdl anrufen, da er sonst nicht abfahren dürfe. Aha, super GSM-R Abdeckung hier. Kommt mir bekannt vor. 😅

So, nun aber weiter. Schließlich standen für heute 83km auf dem Plan. Und dann folgte noch eine Umleitung da derzeit an diversen Stellen der Donauuferradweg wegen Bauarbeiten am Damm gesperrt ist.

Aber auch im „Hinterland“ war es schön.

In Mariaposching an der Fähre wird wieder auf den ursprünglich geplanten Weg zurückgekehrt wobei ich die Fähre nicht brauche. Es geht am flussabwärts linken Ufer weiter Richtung Metten bei Deggendorf.

Bei Zeitldorf verlasse ich den Donauuferradweg in Richtung Metten. Ob der Pool an der Kirche mehr Besucher im Gottesdienst generiert?

On Metten biege ich beim Rathaus auf den Radweg der 1993 stillgelegten ehm. Strecke Deggendorf – Metten ein. Am ehm. Streckenende, der Verladestelle für den Steinbruch, ist davon nichts mehr zu sehen. Das ganze Areal ist in einem Neubaugebiet aufgegangen.

Ein Gedenkstein erinnert an die „Verradwegung“ und es geht auf diesem, vorbei an diversen Hektometersteinen und dem ebenfalls überbauten ehm. Bahnhofsareal zur das Panorama der Stadt dominierenden Abteikirche.

Und dann gehts weiter Richtung Deggendorf.

Im Bereich von Metten verläuft der Radweg auf der Trasse, danach wechselt er auf die parallele ehm. Staatsstraße, die Trasse ist aber gut zu erkennen. In Deggendorf ist die Strecke überbaut. Wobei ich Deggendorf nur am Rande streife und am Hafen auf die ehm. Strecke von Deggendorf nach Kalteneck welche heute nur noch bis Hengersberg zum dortigen Sägewerk führt.

Zwischen Deggendorf und dem Hafen ist der Radweg nicht so prickelnd, aber dahinter verläuft er abseits der Strasse aber teils parallel zur A3. Tolle Akustik…😔

Die Fotostelle an der Kirche bei Halbmeile muss ich irgendwann mal mit einem Zug umsetzen. Ich vermute mal dass ich den Zug nur relativ knapp verpasst habe da bei der Durchfahrt von Deggendorf ein ewig langer leerer Holzzug über die Brücke fuhr.

Etwas hinter Halbmeil geht der Radweg an der Donau entlang. In Niederalteich gibt es ein derzeit geschlossenes Museum über Gerhard Neumann, dem Vater des auch Witwenmacher genannten Starfighter.

Bei Hengersberg stößt dann wieder die Bahnstrecke auf die Tourstrecke. Aber in Hengersberg Mam derzeit im Umbau befindlichen Marktplatz lege ich im Café Einhellig eine Pause ein.

An der Schwanenkirchener Straße endet heute die Bahnstrecke, hier beginnt dann der eigentliche Donau-Ilz-Radweg. Auf dem letzten Bild, ein Blick zurück auf das recht große Sägewerk.

Kontinuierlich mit 1 bis 2% geht es nun aufwärts. Wie schon gestern finden such zahlreiche Hektometersteine an der Strecke. Auch diverse Telegraphenmasten haben, der Kupferadern beraubt, überlebt.

Und immer mal wieder schöne Ausblicke in den höheren Bayrischen Wald.

Außernzell Bahnhof, das adäquat zum Flughafen Frankfurt-Hahn, liegt doch der Bahnhof gut 3km vom Ort entfernt.

Aber im Gegensatz zu den bisherigen Stationen am Radweg hat hier das Empfangsgebäude überlebt und läd zur Rast ein bevor es auf die letzten gut 15km bis Fürstenstein geht.

In Eging am See ist das Bahnhofsareal teiweise überbaut, an der Stützmauer hat man diverse Signalschilder montiert (mit über Kopf montierten Ne1) sowie alte Fotos vom Bahnhof.

Hinter dem Bahnhof ein weiterer der hier zahlreichen Steinbrüche und schon ist Nammering erreicht.

Das abgeräumte Bahnhogsgelände dominiert eine Gedenkstätte und Erinnerungstafeln zu einer schwarzen Episode in der deutschen Geschichte. Hier blieb im April 1945 in der Endphase des WK 2 mehrere Tage ein Zug mit Kz-Insassen stecken in dessen Folge 794 Tote zu beklagen waren.

Hinter Nammering dann noch eine Gedenkstele zum Zugunglück von 1953 mit 8 Toten und 13 Verletzte. Hier stießen im Bf Fürstenstein entlaufene Wagen mit einem Richtung Fürstenstein fahrenden Triebwagen zusammen.

Kurz vor Fürstenstein dann eine Langsamfahrtstelle mit 20km/h. Hmm, werde ich geblitzt oder wird mir einer einen 500Hz Indusi vors Rad wenn ich zu schnell bin?

Da ich aber Akku spare werde ich mit minimaler Unterstützung bei leichter Steigung eh nicht über 20.

Und dann ist auch Fürstenstein erreicht und mit 5% Restakkuladung kurz vor Abschaltung wird die Übernachtung im Fürstensteiner Hof erreicht der sich wie der Landgasthif in Steinach frisch renoviert präsentiert.

Feines Essen mit Rinderbrühe mit Leberknödelkrümel, Cordonbleu inkl. 1a Salat und hinterher Kaiserschmarrn.

So leer wie auf dem Foto blieb es nicht, der Ofen neben dem Tisch macht dabei eine recht gute Hitze.

Und hier zum Abschluss der Link zur 90km Etappe bei Komoot.

Morgen geht’s auf Schienenbusjagd auf der Ilztalbahn.

Das Falkensteiner Bockerl

Die wegen den Corona Einschränkungen im Frühjahr ausgefallene Radtour durch den bayrischen Wald wird nun nachgeholt.

Erst mal geht es um kurz vor halb 6 durch die Nacht nach Dieburg und von dort mit der HLB weiter nach Aschaffenburg zum ICE 21 nach Regensburg.

Das Wetter scheint gut zu werden. Kaffe ist auch da… was kann da noch passieren.

Aber Regensburg tarnt sich lieber im Nebel, was aber noch lange kein Grund ist eine Runde durch die Altstadt wegzulassen.

Über die Steinerne Brücke und am „Stellwerk“ der Schleuse im Main-Donau-Kansl geht’s weiter…

… zum Regen. Aber Regen ist heute zum Glück nicht angesagt. Beim Bf. Wutzelhofen wird noch schnell ein 612er im Nebel auf dem Weg nach Schwandorf abgefangen und die Müllverladung in Augenschein genommen bevor auf den Radweg auf der bis 198u hier abzweigende Strecke nach Falkenstein eingebogen wird. Kurz vor Gonnersdorf findet sich noch ein Prellbock. Vermutlich gab es hier noch ein weiteres Ausziehgleis parallel zur Strecke.

Und Petrus hat ein einsehen und mit jedem Kilometer wird das Wetter besser. Auffällig sind die vielen noch erhaltenen Hektometersteine.

Infotafeln hat es relativ viele an der Strecke oder auch interessante Plaketten in Form einer Dampflok zum Gedenken an die ehm. Bahnstrecke und nun verziehen sich sogar die letzten Wolken.

Der Radlerbahnhof in Hauzendorf hat wegen Generalsanierung leider geschlossen ubd so geht’s bei besten Wetter und fast kontinuierlich 1 bis 2 % Steigung weiter.

Bei Lambertsneukirchen hat ein Privatmann in den 90er Jahren mit allerlei Bahnrelikten der ehm. Bahnstrecke ein Denkmal gesetzt.

Im Bereich des Landkreis Cham ist der Radweg stellenweise nicht mehr so gut ausgebaut sondern eher ein befestigter Feldweg. Zudem scheint man das Prinzip Radweg nicht zu verstehen da vor fast jedem nich so kleinen die ehm. Bahntrasse querenden Feldweg ein Schild „Vorsicht Strassenkreuzung! Radfahrer absteigen“. Warum? Muss der kreuzende Autofahrer seine Kutsche auch schieben?

Der Spielplatz bei Hirschenbühl hat das Bähnchen zum Thema inkl. Rutsche am Triebwagenmodell mit alten Bundesbahnkeksen.

Der Bahnhof von Gfäll wird als Abstellplatz für LKW genutzt. Geradezu symbolisch für die verkehrte Verkehrspolitik in Deutschland.

Und dann kommt Falkenstein bei km 34 in Sicht und ab dem ehm. Bahnübergang vor Falkenstein verlässt der Radweg die alte Trasse. Im Ortsbereich ist diese in Gänze überbaut.

Und nun geht’s erst mal hoch zur Burg Falkenstein.

50ct kostet der Turm in dem sich auch noch diverse Pranger als Ausstellungsstücke befinden und der Aufstieg belohnt mit einer tollen Aussicht.

Die rote Linie im ersten Bild ist der ehm. Streckenverlauf angedeutet. Interessant war auch dass man laut Infotafel das ehm. Schwimmbad (heute ist dort das Kneipbecken aus den vorherigen Collagen) als Wasserreserve für die Bahn diente.

Nich ein paar Ausblicke in die Umgebung und dann ist eine kleine Einkehr in der Burgschenke drin.

Auf dem ehm. Bahnhofsgelände befindet sich der Busbahnhof, der ehm. Anschließer BayWa existiert immernoch.

Ab jetzt geht es abseits von Bahntrassen weiter und dementsprechend auch öfter mal etwas steiler bergauf bzw. bergab.

Und so gehts über die Hügel weiter. Bei Großviecht präsentiert sich ein gepflegt im Einsatz befindlicher Nutz-Porsche von 1959 mit 822qcm Hubraum.

In Falkenfels dann die nächste Burg. Danach geht es noch einmal stramm bergauf bevor der entspannende Teil der Tour ansetzt, ab jetzt geht’s fast nur noch bergab.

Mit schönen Ausblicken und Gefälle rollt es sich gut dahin.

Und dann wäre das Etappenziel, das Landhaus Krone in Steinach erreicht. Aber zuvor ist noch ein Abstecher zim EDEKA fällig um die Getränkevorräte aufzufrischen.

Sehr schöne Zimmer und eine feine Küche(Kürbissuppe, Milchrind und gefüllten Knödel als Abschluss) runden dann den Tag ab.

Und wie üblich zum Schluss der Link zu Komoot mit der ganzen Tour und mehr Bildern.

Zusammen mit der Fahrt nach Dieburg waren es dann 85km mit gut 750m bergauf.

Morgengrauen und Abschied

Heute war frühes Aufstehen angesagt. Sonnenaufgang sollte gegen 7:11 sein, somit beginnt die morgendliche „Blaue Stunde“ und die Morgenröte kurz nach sechs Uhr.

So bdgebeich mich kurz nach sechs Uhr auf den Gipfel des Rothorn. Es ist nicht einmal so kalt wie erwarte, die dünne Fleecejacke reicht.

Einfach nur dastehen und der Sonne beim Aufgehen zuzuschauen hat etwas herrlich entspannendes. Entschleunigung pur.

Viertel nach Sieben bricht sich die Sonne endlich ihren Weg über den Gebirgskamm beim Titlis östlich des Rothorn.

Auch die Berner Alpen wie Wetterhorn usw. bekommen nun mehr Licht ab.

Einfach schön… wobei vom Westen her Dunst und Wolken aufziehen.

Eigentlich sollte nach Fahrplan erst gegen halb Zehn der erste Zug die Bergstation erreichen, aber der nur Sonntags verkehrende Frühzug kommt auch am heutigen Samstag ddn Berg um kurz nach halb Neun herauf. Dann muss das Frühstück eben noch etwas warten.

Nach dem Frühstück wird der Zug um halb Zehn noch abgepasst bevor es nschdem Auschecken mit der Seilbahn Richtung Sörenberg geht.

Schön dass man in der SBB App einen durchgehenden Fahrscheine „Rothorn Seilbahn – Sörenberg – (Bus) – Schüpfheim“ lösen kann. Doof nur dass der Scanner am Zugang zur Seilbahn den QR-Code nicht lesen kann. Der Seilbahnführer der kurz vor Abfahrt erscheint kennt das Problem. Zugang gewährt.

Während talwärts ausser mir nur der Seilbahnführer und zwei weitere Fahrgäste unterwegs sind ist die bergwärts fahrende Gondel brechend voll. Daher wurde auch schon 4min vor Planabfahrt losgefahren und dann im verdichteten Plan (regulär nur *.15 und *.50) gefahren.

Während der Wartezeit bis zum Bus ist auch noch ein Blick durchs geklappte Fenster auf die Maschinenanlage möglich.

Rund um die Talstation stehen mehrere Stangen die vor Baumaßnahmen anzeigen sollen was ein Gebäude später für Dimensionen haben wird. Steht eine Sanierung oder gar Neubau an?

Und beim Halt in Sörenberg an der Post zeigt sich warum der Postbus ein echter Postbus ist. Der Fahrer verläd erst mal Briefpost und Pakte in den Bus welche in Schüpfheim wieder in die Post am Bahnhof übergeben werden.

[So, mehr Beschreibungen gibt es erst morgen. Ich lege mich nun aufs Ohr.]

Mit dem RE von Bern nach Luzen geht es nach Wolhusen. Eingesetzt werden die RABe535 „Lötschberger“ der BLS. Viele Jahre von 2004 bis 2016 dominierten diese Leistung die EW III Wagen des ehm. Swiss-Express nachdem er von den BLS von den SBB übernommen wurde , der aber nun nur noch auf der Linie Bern – La-Chaux-de-Fonds verkehrt. Aber auch die RABe 535 beten einen guten Komfort, so kamen u. a. in der 1. Klasse die recht bequemen Sitze zum Einsatz welche man auch aus den TGV Erstklasswagen kennt.

Bai der Einfahrt in Wolhusen wundere ich mich dass ein Lötschberger mit Kambly Werbung und der Linienbezeichnung „S6 Langenthal“ am Gleis 2 steht der aber noch bevor dessen Tür erreicht werden kann abfährt. „Mist!?!“ Hatte mein Zug so viel Verspätung, eher nicht. Aber hinten dran, und somit im Bereich 2B wie in der sBB Fahrplanauskunft angegeben, steht ein „RABe525 „NINA“, ebenfalls mit „S6 Langenthal“ beschriftet und das erklärt auch warum ich schon gestern in Luzern eine Kombination aus Lötschberger plus Nina sah. Denn in Wollhusen vereinigen sich die Kompositionen der RE aus Langnau und Langenthal der S6 welche auch die zwei Endäste bedient für die Weiterfahrt nach Luzern bzw. umgekehrt. Um dies Fahrplankonzept zu ermöglichen wurde der Bahnhof in den letzten Jahren umfangreich ernueert. Wenn ich mich recht erinnere war Wolhusen bis dahin eines der letzten Stellwerke mit ortsgetellten Schlüsselweichen auf einer Hauptstrecke.

Der NINA ist nicht fanz so bequem wie der Lötschberger, aber seitdem diese den Refitdurchlaufen haben auch ganz angenehm. Das Wetter ist recht trübe geworden…

In Langenthal findet sich Bahnsteiggleich der Anschluss an die S-Bahn Richtung Olten. Aber ich will den IR nehmen und habe daher eine gute halbe Stunde Zeit um mich umzuschauen. Die kurzfristig aufgekommene Idee mit der Schmalspurbahn via Niederbipp nach Oensingen zu fahren muss ich genau so schnell wieder verwerfen da diese bis Aarwangen wegen Bauarbeiten im Schienenersatzverkehr verkehrt. Die Ansagen weisen aber auf diesen nicht hin, dort und in den Anzeigern steht nur „Ausfall“.

Und irgendwann kommt dann der RABe511 „KISS“ als Doppelstock IR, welcher in etwas abgewandelter Lackierung und Innenaustattung auch als S-Bahn in Zürich verkehrt.

In Olten habe ich Übergang auf den EC 6 nach Dortmund. Während der Wartezeit durchfährt dann die bereits Vorgestern gesichtete Ceneri Tunnel Werbelok der Baureihe Re 460 031 mit ihrer recht langen Doppelstock IC2000 Garnitur den Bahnhof Richtung Zürich ohne Halt während auf den südlichen Gleisen weitere IC Züge mit EW IV Wagen und der neue RABe501 Giruo ihren Fahrgastwechsel vollziehen.

Aber dann kommt auch schon pünktlich auf die Minute der EC 6 Steuerwagen voraus und von einer Re 460 geschoben. DER Steuerwagen läuft aber nur bis Basel SBB mit da er im Gegensatz zu den sogenannten EC Wagen, wie auch die EW IV Wagen, nicht auslandstauglich ist.

In Liestal wird für den Vierspurausbau,d er auch die hier parallel verkehrende Waldenburger Bahn betrifft, kräftig gebaut. In Basel SBB wartet beim Peter-Merian-Steg bereits die Lok zur Weiterfahrt nach Deutschland während kurz vor der Halle eine Re4/4 im Lack des ehm. Swiss-Express auf die nächsten Dienste wartet.

In Basel SBB wird derzeit das Hallendach saniert und die dafür nötigen Gerüste stehen dabei recht nahe am Lichtraumprofil. Damit niemand beim aus dem Fenster Schauen, ein öffenbares Fenster vorausgesetzt, unliebsamen Kontakt mit den Gerüsten erleidet bekommt er zuvor von den Besenkonstruktionen eine „sanfte Erinnerung“ den Kopf einzuziehen.

Naja, das Umhängen dauerte trotz 26min Haltezeit etwas länger wie geplant und so wurde Basel SBB mit +5min verlassen.

Bis Basel Bad. Bg. und kurz vor dem Katzenbergertunnel ging es auch nur recht langsam (Baustellenbedingt?) und zögernd weiter.

Ein sog. „Holzroller“ der DR Baureihe 242 welcher an die seiner zeitige MThB / Lokoop verkauft und schweiztauglich umgebaut wurde hängt zusammen mit einer ex. Lok 2000 vor einem Zuckerübenzug (Bio Zuckerrüben aus D für die schweizer Zuckerfabriken) und wartet in Hatingen auf die weiterfahrt nach CH. Man beachte auch das Rudel an Schaltkästen für die ganzen ETCS Balisen im Vordergrund.

Das „gezuckel“ geht hinter dem Tunnel wieder weiter und in Mülheim steht der Zug einige Zeit herum bevor es am Zwischensignal S1 per Ersatzsignal weitergeht. Ergebnis: +20 die auch bis Karlsruhe so bleiben.

Eifgentlich wäre in Karlsruhe ein planmäßiger Übergang von 1:05 auf den ICE nach nach Darmstadt dran gewesen aber der Wagen ist so schön bequem und warum nicht mal linksrheinisch nach Main und von dort nach Darmstadt und nach Hause? Bei kontinuierlichen +20 bleiben in Mainz immer noch 11 Minuten Umsteigezeit auf die RB75. Also warum nicht.

In Mannheim wird übrigens der laut Plan 14min. vor dem EC 6 in Basel abgefahrene ICE 276 übeholt. Dieser hält, im Gegensatz zum EC auch in Offenburg und Baden Baden. Hätte aber schon vor der Ankunft des EC weiterfahren sollen. Es ist ein ICE4 und vielleicht auch der Grund für das Gezuckel hinter Basel?

Zu meiner Verwunderung geht es dann aber auf die Riedbahn, da baustellenbedingt Worms umfahren wurde.

Schön, so komme ich auch mal dazu die Spange GG-Dornberg – Groß Gerau zu befahren. Wennglich mich ein ungutes Gefühl beschleicht als es nach flotter Fahrt via Biblis (*hust* flott im 90er Bogen 😀 ) in Goddelau wieder etwas stockt und in Dornberg die Überleitung nach Gleis 2 und auch die Fahrt weiter nach Groß Gerau im gefühlten Fussgängertempo geschieht und dann wird wegen hoher Streckenauslastung noch ein Extrahalt am Einfahrsignal von Nauheim eingelegt.

Naja, was soll ich sagen, es kommt wie es kommen musste, mit +30 in der Ankunft in Mainz Hbf wurde der Anschluss an die RB75 sauber verpasst.

Na dan ist halt Zeit für eine Currywurst am Bahnhofsvorplatz und ein paar Fotos am Bahnsteig. Ich nehme eine RB75 früher wie von der Auskunft empfohlen, bringt zwar keine frühere Verbindung nach Hause, aber Hauptsache raus aus Mainz 😀

Und so wird auch schon Darmstadt erricht. Der frühere Zug bedingt ein Umsteigen auf den Bus der Linie R zum Nordbahnhof oder warten auf die RB75 welche auch aus Minz hätte benutzt werden können.

Ich nutze den Bus und die Wartezeit für ein paar Fotos mit Abendstimmung am Hbf.

Willokommen am „Welstastdtbahnhof“ Darmstadt Nord derauf Fotos schöner wirkt wie er wirklich ist.

Lust auf eine Runde Golf auf dem 4 Loch Platz des Bahnsteig 2?

Und alsbald kommt nach der RB75 der HLB nach Aschaffenburg die RB 82 nach Erbach und bringt mich pünktlich nach Hause.

Drei wunderbare Tage sind wieder mal vorbei. Aber die Eindrücke, gerade auf dem Rothorn, waren überwältigend.

Anbei noch der Fahrplan der Heimfahrt:

Ab 10:15 Brienzer Rothorn (Seilbahn) (PB 20, Richtung: Sörenberg-Schönenboden)
An 10:25 Sörenberg-Schönenboden

Ab Sörenberg-Schönenboden (Fussweg)
An Sörenberg, Rothornbahn

Ab 10:45 Sörenberg, Rothornbahn (B 241 24316, Richtung: Schüpfheim, Bahnhof)
An 11:22 Schüpfheim, Bahnhof

Ab 11:29 Schüpfheim – Gl. 2 (RE 4367, Richtung: Luzern)
An 11:43 Wolhusen – Gl. 3

Ab 11:46 Wolhusen – Gl. 2B (S 6 22740, Richtung: Langenthal)
An 12:38 Langenthal – Gl. 13

Ab 13:12 Langenthal – Gl. 3 (IR 30371, Richtung: Zürich HB)
An 13:24 Olten – Gl. 4

Ab 13:33 Olten – Gl. 7 (EC 6, Richtung: Dortmund Hbf)
An 17:18 Mainz Hbf – Gl. 3a/b (+30 verpätet)

Ab 18:22 Mainz Hbf, Gleis 4a (RB75 Richtung: Darmstadt Hbf)
An 18:50 Darmstadt Hbf, Gleis 9

Ab 19:19 Hauptbahnhof, Darmstadt (Bus R , Richtung Nordbahnhof)
An 19:29 Nordbahnhof, Darmstadt

Ab 19:44 Darmstadt Nord, Gleis 4 (VIA RB82, Richtung: Erbach(Odenw)
An 20:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Somit gut eine Stunde verpätet zu Hause. Aber ich habe es ja so gewollt 😉

Vom Nebel in die Sonne

Der Uetliberg mag mich nicht, schon 2017 Anfang März verbarg er morgens seine Aussicht wobei diesesmal etwas mehr zu sehen ist. Zürich leuchtet derweil durch den Dunst herauf, naja dann erst mal ordentlich Frühstücken.

Erstes Ziel ist spätestens die Seilbahn um 10:20 vom Felsenegg nach Adliswil zu bekommen.

Und so geht es immer mal wieder bergab und bergauf auf dem Höhentweg entlang. Die Aussicht ist nicht der Hit, aber es geht. Es ist trotzdem schön. Mehr Bilder gibt es dazu hier in der Touraufzeichnung bei Komoot.

Und siehe da, die Seilbahn um 10:05 kann sogar noch als Fotomotiv umgesetzt werden so dass es dann zum „Schweinepreis [tm]“ von 4,40 CHF entspannt nach Adliswil runter geht.

Von der Seilbahn Talstation sind es noch ein paar wenige hundert Meter bis zur SZU Bahnstation. Wo auch kurz darauf nach dem Zug nach Sihlwald der nach Zürich eintrifft. Dessen einstöckige Wagen verbreiten etwas retro Charme, sind aber 1a gepflegt.

Die Strecke der SZU verläuft großteils mitten in der Bebauung der Städte an ihr, freie Stellen wie die unten links sind eher die Ausnahme.

Hinter Zürich Gieshübel verschwindet die SZU in einen Tunnel und endet an den Gleisen 21 und 22 seitlich unterhalb des Zürcher Hauptbahnhofs. Ein Zug mir einer alten Garnitur wartet derweil darauf Richtung Triemli zu fahren.

Raus aus dem Tunnel und ans Tageslicht, an Gleis 6 soll der IR nach Luzern abfahren. Ich bin in Zürich HB immer wieder von der riesigen Anzeigetafel begeistert in der trotz der Grösse gerade mal die Züge der nächsten 20 bis 30 Minuten dargestellt werden können. In so manchen spanischen Großstädten könnte man darauf die Züge der nächsten 2 bis 3 Monate anzeigen.

Moment! Das soll der IR nach Luzern sein? Ein Doppelpack Flirt wie sie normalerweise im S-Bahn oder eher Regionalzugdiensten im Einsatz sind? Kein IC2000 Dosto? Egal, Hauptsache es fährt und so wird auch Luzern pünktlich erreicht. Dass die BLS Nina und Lötschberger miteinander kuppel- und steuerbar sind war mir neu, aber ist natürlich sinnvoll.

Zum Lötschberger gesellen sich noch ein IC Steuerwagen und der neue Starzug der SBB, der Giruno von Stadler.

Apropos Stadler, gefühlt sind über 3/4 aller Fahrzeuge im Luzerner Bahnhof aus diesem Hause.

Ein Tilo der Kooperation der SBB mit den TI (Regionalverkehr der FS) für die Verkehre zwischen Norditalien und dem Tessin hat sich auch hierher verirrt.

Seit wann besitzt eigentlich die Zentralbahn vernünftige Panoramawagen, ähnlich derer der RhB für den Bernina Express. Naja, später mal googeln, heute ist es mir zu spät.

Ich fahre mit dem „Adler“ Richtung Interlaken. Die Adler (mit Zahnrad) und Spatz Triebwagen haben auf der Linie die Lokbspannten Züge vollends abgelöst.

Was soll ich viel schreiben. Entspannt und wesentlich weniger anstrengend für mich ging es, im Gegensatz zur letztjährigen Radtour, über den Brünig.

Dass die „Panoramaschlitze“ im Dach eigentlich überflüssig sind sieht man, so meine zumindest ich, recht gut auf den Bildern. Aber sehr ruhig und angenehm fahren die Triebwagen und das ganz ohne „Nichtfensterplätze“. Sehr angenehm.

In Brienz komme ich für meine gebuchte Fahrt aufs Brienzer Rothorn eine Stunde zu früh an, was noch Zeit für eine Fotorunde für den gegenüber desBsBB / Zentralbahn Bahnhofs stehenden Zug der Brienz-Rothorn-Bahn um 13:58 und den örtlichen Coop gibt.

Noch ein paar Bilder am See und um 14:30 herum kann dann eingecheckt werden.

Um Punkt 14:58 beginnt unter heftigen Auspuffschlägen die gut einstündige Bergfahrt aufs Rothorn. Schon erstaunlich was eine erst in den frühen 1990er Jahren gebaute Dampflok für einen tollen Sound haben kann.

Und so geht es mit bis zu 250 Promille Mittels Zahnstange des Systems Abt bergauf. Interessanter weise wird dabei auf weniger Steilen Abschnitten nur eine Lamelle, in den steileren Abschnitten eine Doppellamelle genutzt.

Diverse talwärts fahrende Züge werden gekreuzt und auch mal Wasser nachgefasst. Gut 2000 Liter Wasser verbracht laut einem Prospekt der BRB jede Lok pro Berg- und Talfahrt.

Oberhalb der Station Planalp kommt dann das Tagesziel in Sicht, das Brienzer Rothorn bzw. die zugehörige Bergstation.

Noch ein letzter Tunnel und dann ist auch die Bergstation erreicht. Der Sound der schwer arbeitenden Dampflok ist im Tunnel umso beeindruckender.

Zimmerbezug im zur BRB gehörigen Berggasthaus Rothorn Kulm…

„Leider“ übernachte ich Freitag auf Samstag, da gilt das Sonderangebot von 100 CHF. inkl Bahnfahrt und Übernachtung mit Frühstück leider nicht. Das gilt es nur für Übernachtungen ab Sonntags bis Donnerstags. Aber eine Idee für debx 2021 wäre es gegebenenfalls.

Für 15 CHF auf das Rothorn und zurück,… ähm ja, ist aber der Preis von 1892 und dürfte für den Normalen Arbeiter damals ein vielfaches mehr wie die heutigen 92,- CHF (mit Halbtax 46,- CHF). Das Zimmer ist schlicht, Toilette und Dusche schräg gegenüber auf dem Flur, aber alles sauber und gepflegt. Abendessen als Halbpension kostet 33,- CHF.

Und dann mal kurz hoch zum eigentlichen Rothorngipfel.

Mit dem Blitzer kann man sich wohl auf der Schaukel blitzen lassen. „G’schpunna“ (Verrückt) würden die Graubündener Werbesteinböcke dazu wohl sagen.

Der letzte Zug erreicht die Bergstation und kehrt 17:40 ins Tal nach Brienz zurück. Um 17:50 fährt zudem die letzte Seilbahn nach Sörenberg. Danach geht es erst mal zum Essen.

Während des Essens setzt so langsam der Sonnenuntergang mit einer schönen Abendröte ein für den öfter mal rausgegangen wird um zu fotografieren.

Noch mehr Sonnenuntergang bis zur „Blauen Stunde“.

Da bin ich mal gespannt ob ich morgen, bevor es wieder heim geht, mehr Glück mit dem Sonnenaufgang habe wie auf dem Uetliberg.

Anbei noch der Fahrplan der Anreise zum Brienzer Rothorn:

Ab 10:20 Felsenegg (PB LAF 189, Richtung: Adliswil (Luftseilbahnstation))
An 10:25 Adliswil (Luftseilbahnstation)

Fussweg 400m

Ab 10:35 Adliswil – Gl. 3 (S 4 12502, Richtung: Zürich HB SZU)
An 10:51 Zürich HB SZU – Gl. 21

Ab Zürich HB SZU (Fussweg)
An Zürich HB

Ab 11:04 Zürich HB – Gl. 6 (IR 2621, Richtung: Luzern)
An 11:49 Luzern – Gl. 6

Ab 12:06 Luzern – Gl. 12 (IR 2924, Richtung: Interlaken Ost)
An 13:33 Brienz – Gl. 1

Ab 14:58 Brienz BRB (CC 15, Richtung: Brienzer Rothorn)
An 15:57 Brienzer Rothorn