Lehrstellwerk Regensburg

Das DB Trainingszentrum in Regensburg soll leider demnächst geschlossen werden. Im Trainingszentrum befindet sich ein Lehrstellwerk aus dem Jahre 1977 mit einer hervorragend gepflegten Anlage und mech. Präzisiosen wie einer Weiche im Maßstab ca. 1:10 mit funktionstüchtig Schlüsselabhängigkeit per Weichenschlösser.

Die zugehörige Relaianlage die u. a. der Steuerung der Fahrschautafel sieht scheint aus den Ende 1980er oder frühen 1990er Jahren zu sein so neu wie u. a. die Verkabelung und die Gruppen aussehen.

„Kabelporno“ vom Feinsten.

Uralt aber immernoch aktuell. Wenngleich so nicht mehr in der Ril 408 vorhanden, mahnt der Text an der Wand des Lehrstellwerks im DB Trainingszentrum in Regensburg, zur Vorsicht und zur gewissenhaften Arbeit.

Verschlimmbesserung

„Toller“ Refit am ICE3. Die Nichtfensterplätze haben nun noch schmälere Schiessscharten. 😕
Dafür informiert das Display wo man ist wenn man es schon nicht draussen sehen kann.
Die Anzeige ist mit den Anschlüssen schlicht überfordert. Vielleicht hat #heagmobilo hierbei Consulting betrieben, so unbrauchbar die Anzeige ist. Die Busse der nächsten 5min kehrt aber keine Anschlusszüge.
Dazu so sinnvolle Infos wie dass der Bus um 10:27 heute erst um 10:27 fährt.
Oh mann…

Und wieder nach Hause…

… aber nicht so schnell.

Toll dass die SNCF nicht nur ihre Tarife sondern auch ihren Fahrplan nicht mehr im Griff hat.

Neben dem Murks der nicht in D erhältlichen Fahrscheine im Nahverkehr zeigte die DB, SBB und auch die SNCF Auskunft (Web und App) als ich die Tour vorbereitete keine sinnvolle Verbindung über La-Chaux-de-Fonds an, heute erscheint sie dann doch mit der Verbindung ab halb 10. Na toll, jetzt wo ich alle Fahrscheine via Belfort habe.

Das Wetter ist gut und daher gehe ich nochmal runter in die Altstadt bevor ich mit dee Tram wieder hochfahre. Aber zu Fuss hätte es auch gereicht.

Heute ist der Wurm drin.
(Teil)Sperrung zwischen Mouchard und Besançon mit Umleitung via Dôle. Daher ist mein TER aus Lyon nach Belfort vsl. 30min verspätet. Gut dass in Belfort 44min Übergang sind.
Und bei Colmar knarzt es auch. Aber da wil ich ja nicht hin.
Hmmm. Gestern endete der sonst pünktliche Tag mit +10 und +20. Wenn es heute schon mit +30 Beginnt kann es ja heiter werden. 😉

Mit +25 erscheint der AGC Triebwagen und diese baut er auch ein wenig ab so das nach einer schönen Fahrt entlang des Fluss Doubs sowie ä dem Rhein-Rhone-Kanal Belfort erreicht wird.

Wie gesten in Bourg-en-Bresse ist auch in Belfort der Kaffeeautomat defekt 🙁 aber zum Glück gibt es ja mit Personen besetze Verkaufssellen 🙂

Weiter geht es bei bestem Wetter nach Mulhouse wo ich den direkten Abschluss sausen lasse und ein wenig die Tram fotografiere.

Am Platz am Dom ist man derzeit damit beschäftigt die „Glühweinkerb“ aufzubauen.

Bart Simpsons Sidekick ist also auch da.
Schade nur das irgendjemand pubertär auf dem Grafitti drauf herumschmieren musste.

Mit einem Blauwal geht es in sehr gemächlichen Tempo (ca. 50 km/h) nach Müllheim und dann flott nach Freiburg.

Da der ICE nach Frankfurt gut 15min Verspätung hat bleibt noch Zeit für ein paar Trambilder auf der Brücke über den Bahnhof. Auf Grund der Verspätung fährt der planmässig später fahrend ICE nach Amsterdam vor dem nach Hamburg (via Frankfurt Hbf) aber nur um später vor Offenburg wieder überholt zu werden. Muss man nicht verstehen…

In Frankfurt scheint am Bahnsteig Gleis 8 und 9 Verdunklung befohlen zu sein. Der 18:24 Richtung Erbach wird problemlos erreicht der aber als zweiteilige Garnitur sehr „kuschelig“ besetzt ist.

3x CAF Urbos und 1x Alstom Citadis.
Ein Querschnitt durch die Ausbeute der heutigen Heimreise.

Die Daten der Heimfahrt

Reise: Besançon-Viotte nach Reinheim(Odenw)
Datum: 21.11.17

ab 10:11 Besançon-Viotte (TER95823)
an 11:25 Belfort Ville

ab 12:06 Belfort Ville (TER30417)
an 12:39 Mulhouse Ville

ab 14:34 Mulhouse Ville (TER87489)
an 15:29 Freiburg(Breisgau) Hbf – Gleis 4

ab 15:49 Freiburg(Breisgau) Hbf – Gleis 1 (ICE 70)
an 17:53 Frankfurt(Main)Hbf – Gleis 8

ab 18:24 Frankfurt(Main)Hbf – Gleis 11 (VIA25177)
an 19:05 Reinheim(Odenw) – Gleis 1

Dauer: 8:54 , Umsteigevorgänge 4

Im übrigen frage ich mich langsam warum man für Frankreich überhaupt Fahrscheine erwirbt…
Die „hohe Arbeitsmotivation“ des SNCF Zugpersonas dürfte nicht gerade wenige Schwarzfahrer generieren. Aktuell Bilanz der 3 Tage:

2x TGV
Mulhouse – Besançon France-Comté TGV
Bourg-en-Bresse – Besançon-Viotte
Kontrollen: 0

8x TER
Basel SNCF – Mulhouse
Besançon France-Comté TGV – Besançon-Viotte
*Besançon-Viotte – Mouchard*
Mouchard – Morez – St-Claude
*St-Claude – Bourg-en-Bresse*
Besançon-Viotte – Belfort
Belfort – Mulhouse
Mulhouse – Freiburg
Kontrollen: 2 (mit * gekennzeichnet)

Zum Vergleich D
Anreise: Vias nach Ffm und ICE nach Basel je 1x Kontrolle
Abreise: ICE Freiburg – Ffm 2x Kontrolle + 1x Vias

Premiere und Abgesang

Gestern hatte ich bereits einiges zur zu besuchenden Strecke geschrieben und ich muss sagen dass ich begeistert vonder „Ligne des Hirondelles„.

Nach Mouchard ging es mit einem der neuenRegiolis Triebwagen von Alstom und ab Mouchard, wo ich erst einmal zum falschen Bahnsteig wechselte, mit dem aus Dôle kommenden „Blauwal“ weiter Richtung Andelot, Morez und St-Claude. Es herrscht Hochnebel aber hinter Mouchard auf dem Weg nach Andelot löst sich dieser langsam auf und an schattigen Stellen liegt noch Schnee.

In Andelot wird die auch von den TGV nach Frasne und Vallorbe befahrene Strecke verlassen und die Fahrtrichtung gewechselt.

Kontinuierlich geht es durch die Hochebene und Täler hinauf nach Champagnole. Nach der dortigen Zugkreuzug nehmen die Schneeflecken immer mehr zu und gehen in eine geschlossene Schneedecke über.

Zwischen Saint-Laurent-en-Grandvaux und Morbier wird auf 948 m. ü. M. In herrlicher Winterlandschaft der Scheitelpunkt der Stecke erreicht.

Hinter Morbier steigt die Strecke mit vielerlei Kunstbauten hinab nach Morez auf 726 m. ü. M.

Der Abstieg nach Morez steht der Albula Strecke nicht viel nach. Schade nur dass die Schmalspurbahn aus dem Schweizer Nyon nicht mehr bis Morez fährt sondern stündlich an der Grenze im Nirgendwo und ohne vernünftige Busverknüpfung nach Morez endet.
Aber bei der angedachten Radtour in 2018 auf dem Jura Radweg werde ich definitv einen Abstecher nach Morez einplanen.
Auch wenn dann vmtl. das Motto vom Besuch der Schmalspurbahnen im Waldviertel gilt: „So viele Motive, so wenig Züge“.

Die diversen Viadukte sind schon aus dem Zug heraus fotografiert spektakulär und verlangen nach der Dokumentation aus „normaler“ Perspektive.

Weiter geht es, ohne weiteren Halt durch das fast menschenleere Tal nach St-Claude. Apropos menschenleer. Die Anzahl der Fahrgäste im Blauwal war maxial zweistellig. Schade eigentlich. Gerade in touristischer Hinsicht hätte die Strecke hohes Potential. Die Kappung des Mittelteils und die dürftigen Fahrpläne dürfte dies aber kaum fördern.

Der Zug endet pünktlich in St-Claude und am Nachbargleis wartet schon ein AGC als Zug nach Oyonnax und Bourg-en-Bresse.

Wie man unten rechts gut sieht war ich nicht der Einzige der den am 10.12.2017 stillgelegten Abschnitt ab St-Claude befahren wollte.

Ein paar Impressionen vom Abschnitt Morez – St-Claude – Oyonnax. Die Bahn befährt dabei eine recht dünn besiedelte Region. Leider hält der zug nur ein mal zwischen St-Claude und Oyonnax und mehrere der wenigen Orte werden ohne Halt durchfahren. Hier wird, unterstützt vom schlechten Fahrplanangebot, viel Potential verschenkt.

Der Oberbau ist hinter St-Claude bis Oyonnax in wahrlich schlechtem Zustand. Der AGC fährt normalerweise recht leise und ruhig aber hier rappelt, quietscht und scheppert er recht heftig. In Deutschland würde die Strecke vmtl. schon vor etlichen Jahren wegen Oberbaumängeln gesperrt worden und nicht erst demnächst im Dezember 2017.

Nach dem Übergang auf die für den TGV nach Genf sanierte Strecke Bellegarde – Bourg-en-Bresse kommt der Hochnebel bis in die Täler zurück. Der Viadukt bei Cize-Bolozon hat es definitiv aud meine „muss ich mal Fotografieren“ Liste geschafft. Dwr Blick von oben ist selbst bei so einem Wetter toll und der Viadukt selbst ust auch etwas besonderes.

In Ceyzériat muss auf der eingleisigen Strecke die Kreuzung mit einem verspäteten TGV nach Genf abgewartet werden was 10min Verspätung verursacht.

Die Verspätung macht aber nichts da ich ohnehin gut eine 3/4 Stunde Übergang habe und der Anschluss hat wegen einer Panne an einem anderen Zug ebenfalls 20 bis 25min Verspätung.

Aber irgendwann kommt er dann doch und es geht wieder über die Ausläufer des Jura via Mouchon (ohne Halt) zurück nach Besançon-Viotte.

Noch schnell die Fahrkarte für morgen nach Belfort geholt und der Weg zum Abendessen in der Pizzeria „L’Etna 3“ ist freu. 🤓

Ab 10. Dezember 2017 ist die Rundreise nur per Bahn so leider nicht mehr fahrbar.

Insofern sind die Fahrkarten in wenigen Wochen bereits historisch. 😔

1) TER95910
-> Mouchard
Ab 10:04 Besançon-Viotte
An 10:27 Arc-et-Senans

2) TER95511
-> St-Claude
Ab 10:33 Arc-et-Senans
An 12:40 St-Claude

3) TER86411
-> Bourg-en-Bresse
Ab 12:45 St-Claude
An 14:22 Bourg-en-Bresse +10 wegen X mit TGV nach Genf

4) TGV 6874
-> Strasbourg
Ab 15:19 Bourg-en-Bresse +20
An 16:54 Besançon-Viotte

Mal sehen was die morgige Rückreise bringt.

Anreise zur Abschiedsfahrt

Nicht nur in Deutschland haben es Nebenbahnen schwer, auch in Frankreich haben diese insbesondere wegen der sehr niedrigen Siedlungsdichte ausserhalb der Zentren einen sehr schweren Stand.

Neben Rodez – Severac-le-Chateau (wobei im Grunde alle Strecken um Severac-le-Chateau und Marvejol herum akut bedroht sind) und
Limoux – Quillan (Region Aude) steht zum Fahrplanwechsel auch Oyonnax (Ain) – Saint-Claude (Jura) auf der „Ligne des Hirondelles“ zur Disposition. Nachdem der Abschnitt Oyonnax nach Bourg-en-Bresse von 2005 bis 2010 während der Sanierung (TGV tauglichmachung) der mitgenutzten Stecke von Bourg-en-Bresse nach Bellegarde ohne Betrieb war und danach (teilsaniert) wieder in Betrieb ging trifft es nun den nördlich anschließenden durch wenig besiedeltes Gebiet führenden Abschnitt nach St-Claude da dieser verschlissen ist und seitens der 2016 fusionierten Regionen France-Comté und Bourgogne derzeit kein Interesse am Betrieb von diesem Streckenabschnitt besteht wird auch nicht renoviert. Das Zugangebot ist hier an geringsten. Mo – Sa verkehren gerade einmal vier Zugpaare in diesem Abschnitt wobei Zugpaare etwas eigenartig ob des sehr asynchronen Fahrplan kling.

Da die Tage jetzt sehr kurz sind bietet sich nur der mittägliche Zug von St-Claude nach Bourg-en-Bresse für eine Abschiedsfahrt an.

Bei herrlichen Herbstwetter ging es daher heute nach Besançon.

Noch ein paar Jahre und die Ranke hat sich von der Friedhofsmauer bis hinunter auf das Gleis der ehm. Gersprenztalbahn vorgearbeitet.
Mal sehen ob aus der Idee der Flügelzüge nach Frankfurt mit einen „intermodalen Unsteigepunkt“ Bus/Bahn/Auto im Rahmen einer angedachten Stadt-Land-Bahn etwas wird. Es wäre zu hoffen

Auch glaube ich nicht dass ich es noch erlebe dass die Heag Mobilo als Tochergesellschaft der „Wissenschaftstadt“ Darmstadt ihre in Darmstadt und im Umland aufgestellten Anzeiger zuverlässig zum Laufen bringt (dieser Anzeiger ist regelmässig offline oder zeigt Wirrwarr an wie z. B. zuletzt am Freitag) und diese frei von Datenfehlern wie das übliche Doppeln der Züge sowie dem üblichen Nachlaufen von ca. 2min bei der Abfahtszeit werden. Wer sich bei in 1min oder sofort freut dass er den Zug oder Bus noch erreicht wird in der Regel enttäuscht da der dann schon weg ist.
#heagmobilo

Die weitere ist unspektakulär, das Wetter gut und die Baustelle in Rastatt die mitte Jahr die dort die Rheintalbahn mehrere Monate zum Stillstand brachte wird ohne Probleme passiert. Im ICE gibt es auch die letzte Fahrscheinkontrolle des Tages. In Basel werden landestypische Betriebsstoffe aufgenommen bevor es zum im Umbau befindlichen französischen Bahnhofsteil geht.

Was ist Europa?
Europa ist wenn der Deutsche in der Schweiz vom Franzosen gefragt wird ob das der Zug ins Elsass ist.

Just dorthin geht es mit meinem liebsten SNCF Triebwagen, dem AGC.

Mulhouse wird pünktlich erreicht, die in Deutschland nicht erhältliche Fahrkarte von Besançon France-Comté TGV nach Besançon-Viotte für 1,40€ beschafft, nach der Tram am Bahnhofsvorplatz geschaut und schon ist es Zeit für den TGV nach Paris für die Fahrt nach Besançon. Eine top gepflegte Caravelle wartet derweil im Hintergrund auf die nächsten Sonderfahrten. Die Displays der TGV Einheit sind wie üblich ohne Info (ausser der auch als Aufkleber vorhandenen Sitzplatznummer) da diese nur bei Fahrten von / nach Deutschland die reservierten Abschnitte anzeigen. Mit bis zu 310 km/h und einem Stop in Belfort-Montbelliard TGV, von wo aus man bald auch wieder mit dem Zug nach Belfort sowie nach Delle und das schweizer Delemont fahren können wird, wird pünktlich Besançon France-Comté TGV erreicht. Dass der halt bereits 10min vor der Ankunft angezeigt wird sorgt für diverse aber wenige „Frühaufsteher“.

Die an die hier früher sehr dominant ansässige Uhrenindustrie erinnert die sich bewegende Kunstinstallation im Empfangsgebäude. Die vor Jahren vorhanden Audioinstallation „tic-tac“ hat man aber abgeschaltet.

Mit einer an einem der beiden Kopfgleise wartenden Doppeltraktion Blauwale geht es nach kurzem Übergang nach Besançon-Viotte was sogar 1min zu früh erreicht wird. Die ARD und TF1 senden daher vmtl. einen deutsch / französischen Brennpunkt. 😀

Nach dem Einchecken im Etap-Hotel ähm Ibis Budget am Bahnhof wird noch schnell die Tram (Urbis 3 von CAF) im letzten Licht fotografiert und nach dem Kauf der Fahrkarten runter in die Altstadt gelaufen. Man empfiehlt mir, entgegen der DB und SNCF Fahrplanauskunft morgen erst in Mouchard umzusteigen. Schaumermal.

Zu meiner Verwunderung haben hier noch weniger Restaurants geöffnet wie im Sommer wenn diese wegen den Ferien geschlossen haben.

Daher fahre ich mit der Tram (Sonntags Abends verkehren die zwei sich überlagernden Linien im 30min Takt) wieder hoch zum Bahnhof. Die Sitzbezüge sind ein Fall für die Fb-Gruppe „Sitzmuster des Todes“.

Tuffig, nicht? Dazu noch mit dem Muster aus Uhrenteilen und der unschlagbaren Farbharmonie zur „Kackbraunen“ Ablagefläche. Herrlich. 😂😎🤓

Die SNCF macht übrigens derzeit azf ihren Fahrkartenmappen Werbung für den neuen Asterix Band.

Achja. Ginko, so nennt sich der Betreiber der Tram bzw. der Aufgabenträger kann was die Heag nicht kann. Die Abschlüsse und selbst die Züge der SNCF in der Tram richtig anzeigen. Mit einer leckeren Andouliette und Ile de Flotande klingt ein guter Tag aus.

So. Morgen geht es ins Gebirge. Da heute in den Höhen von Schwarzwald und Vogesen Schnee zu sehen war bin ich mal gespannt.

Hier noch der Fahrplan der Anreise

1) VIA25164
-> Frankfurt(Main)Hbf
Ab 09:49 Reinheim(Odenw), Gleis 1
An 10:32 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 12

2) ICE 277
-> Basel SBB
Ab 10:50 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 9
An 13:47 Basel SBB, Gleis 11

3) TER96120
-> Mulhouse Ville
Ab 14:39 Basel SBB, Gleis 33
An 15:10 Mulhouse Ville

4) TGV 6706
-> Paris Gare de Lyon
Ab 15:42 Mulhouse Ville
An 16:27 Besançon Franche-Comté TGV

5) TER94532
-> Besançon-Viotte
Ab 16:38 Besançon Franche-Comté TGV
An 16:52 Besançon-Viotte

Blick hinter die Kulissen

Es mag ja einiges gegeben haben was 40 Jahre Eiserner Vorhang trennendes verursacht hat aber hinsichtlich der Bahntechnik gibt es häufige und bisweilen erstaunliche Parallelen.
Die Hilfsrelais des GsIII Stellwerke für Neben und Mühlbach z. B. weisen sehr grosse Gemeinsamkeiten mit den in SpDrL20 Stelkwerken verwendeten Typen auf. Aber im Grunde ist es kein Wunder wenn man bedenkt dass die Entwicklungen eine gemeinsame Basis besitzen.

Heimfahrt und Bilanz

Bei einer Wetterprognose mit Sonnenschein bis zum Wochenende sollte man nicht heimfahren müssen. Aber es nützt nichts…

Der Zug ist gebucht (Europa-Spezial Sparpreis für unschlagbare 39,- €) und morgen steht ein drängender Termin an. So nehme ich schon früh um 7:49 Abschied und starte im IC Richtung Zürich. Bis Bern war noch viel Platz. Dann aber füllte sich das Rad- und Kinderwagenbteil bis über 110%. Die meisten wollen wohl bis zur Endhaltestelle Romanshorn um am Bodensee zu radeln. Ich kann es verstehen.

.

Der Zug kommt im neuen Tiefbahnhofsteil von Zürich HB mit seinen schrägen und ewig langsamen Aufzügen an. Noch schnell eine für Zürich typische Tram 2000 fotografiert und dann das Rad im IC nach Stuttgart verstaut.

Noch ein letzter Kaffee und es folgt ein Blick vom Eglisauer Bahnviadukt auf den Fotostandort vor wenigen Tagen.

Adieu Helvetia. Es war eine tolle Tour entlang des Rhein und der Rhone.
Zum Abschied präsentierte sich eben auf der Heimfahrt auch der Rheinfall nochmal von der besten Seite.

Achja. Da schwurbelte doch letzten wieder ein merkbefreiter Pro Bahn Sprecher in der Diskussion über zukünftige ICE via Gießen von 15 Jahre alten und schrottreifen Zügen.
Hallo geht es noch?
15 Jahre sind für Eisenbahnfahrzeuge kein Alter! Da sind die in den besten Jahren.
Aber auch mit 44 Jahren tun diese bei guter Pflege und regelmäßigem Refit ihren Dienst.
Hier gut an der SBB Lok zu sehen die den Zug von Zürich bis Singen führte.
Baujahr 1973 und hat zudem auch alle der Herstellerfirmen auf ihrem Fabrikschild überlebt.

Ab Singen führte dann eine Lok der DB Baureihe 120 durch die Herbstlandschaft an. Das Wetter indes wurde immer trüber bis regnerisch.

Aha. Neben dem S21 Tunnel baut man in Stuttgart also auch an einem „Time-Tunnel“? Oder warum sonst steht auf Gleis 8 der spätere Zug ganz oben.

Das schöne am Steuerwagen-Radabteil ist die Streckensicht. Entweder bei 200 km/h auf der SFS oder halt auch unter dem Motto „Alle Räder stehen still, wenn die Baustelle es so will“. So samnelt der Zug wegen Baustellen in Weinheim und zwischen Bensheim und Heppenheim knapp 20 min Verspätung. Egal, ich will dann eh mit dem Rad heimfahren.

So und jetzt etwas Statistik.

Vom 1. bis 10.10. sammelte ich somit von Haustüre bis Haustüre (An- / Abfahrt Darmstadt, Erzingen – Lauchringen sowie Etappe 1 bis 8) insgesamt 581km, 4.870 Höhenmeter aufwärts und 4.330 Höhenmeter abwärts.

Dazu noch ein Satz Bremsbeläge (hinten) und eine neue Tretkurbel.

Geil war es und wird bestimt fortgesetzt. Der Rhone Radwegroute Nr 2 lässt sich bestimmt gut mit der Route Nr 7 durch das Schweizer Jura verknüpfen. Oder doch mal über den Gotthardpass ins sonnige Tessin?

Schaumermal…

Der lange Abstieg

Die Achte und letzte Etappe ging von Oberwald nach Brig und hatte es ob ihrer starken Gefälleabschnitte in sich. Auf Komoot ist es natürlich wieder aufgezeichnet und bebildert.

Zunächst widersprach das Wetter der Vorhersage. Eigentlich war Sonnenschein angezeigt aber bei der Abfahrt in Oberwald regnete es sogar leicht.

Vermutlich hätte ich die Morgentoilette nicht mit Hilfe der Deko im Hotelflur machen sollen 😉

In Oberwald lebt übrigens die Furka-Oberalp-Bahn weiter. Selbst 14 Jahre nach deren Fusion mit der BVZ wird der Bahnhof noch mit FO ausgeschildert.

Mit leichtem Gefälle beginnt die Fahrt und schnell ist der erste Fotostandort gefunden.

Stetig bergab mit kurzen Steigungen wurd der ehm. Militärflugplatz bei Ulrichen erreicht. Um von den Hangars zur Rollbahn zu komnen mussten die Kampfjets die Rhone / den Rotten und die Bahnstrecke queren. Ab und an bin ich mir ob der Wegbeschaffenheit nicht sicher ob ich einer nationalen Hauptradwegroute oder doch nur auf einem Trampelpfad bin.

Egal. Auch die schlechteren Abschnitte sind befahrbar. Man muss halt nur langsam machen…

Und weiter bergab. Irgendwie hab ich deweil den Verdacht dass auch das Tretlager einen abbekommen hat. Egal… es geht bergab… zumeist.

Nein. Kühe sind abslut nicht neugierig. Wie schon gestern bei Hospental. Kaum steht man etwas länger neben der Wirde um einen Zug abzufangen kommen sie rudelweise angetrabt. 😎

Es wird Mühlebach erreicht. Etwa 92m über der hier tief ins Tal eingeschnittenen Rhone führt seit 2015 eine Hängebrücke von Mühlebach hinüber zur Bahnstation Fürgangen-Bellwald.
Eine sehr schwankende Angelehenheit das ganze. Wie muss das erst bei Föhnsturm sein 😨

In Ernen wird empfohlen mit dem Zug weiterzufahren. Die 6% Steigung und den schlechten Wegen vor denen „Gewarnt“ wird ist etwas obskur. Ins Tal der Binn geht es zunächst mit nur um die 4% Steigung auf einer Nebenstrasse. Zur „Wendestelle“ über die „Römerbrücke“ geht es dann aber stramm mit bis zu 15% auf einem guten Wanderweg bergab. Jedenfalls auf einem besseren Weg wie ich bereits oberhalb im Tal fuhr.

Das Wetter ist mitlerweile 1a und die Landschaft herrlich herbstlich.

Warum man hier vor einem Bahnübergang warnt? Achso, kein Bü. Es ist nur vor einer eine Waldwegschranke gewarnt.

Hinter der „Römerbrücke“ geht es gut 100 Höhenmeter wieder berauf. Bei der kleinen Kapelle am Talausgang des Binntals ist der heutige Scheitelpunkt erreicht und ab jetzt geht es nur noch bergab.

Am südlichen Hang des Rhonetal geht es weit oberhalb von Grengiols weiter um dann in einen raschen und serpentinenreichen Anstieg nach Mörel überzugehen.

Zwischen Mörel und Bitsch muss die relativ gut befahrene Kantonsstrasse genutzt werden. Auf Höhe der Kapelle gibt es einen netten Wasserfall der früher eine Wasserleitung zum SBB Kraftwerk speiste.

Mit der Neutrassierung der Bahnstrecke zwischen Bitsch und dem Bahnhofsvorplatz in Brig um ohne Kopfmachen in Brig von Zermatt bis Andermatt fahren zu können wurde die alte Trasse übet Naters aufgegeben und in einen „Radweg de luxe“ umgebaut.

Über diesen wird sodann Brig und damit das Ende dieser Radtour erreicht.

Im „Good Night Inn“ bekommt das Rad einem Stellplatz in der Tiefgarage (nicht bei der Modellbahnanlage) und mein Magen das durch Halbpension günstigste Abendessen der Tour. Dafür gibt es regionalen Dôle Wein und einen Marc de Dôle als Absacker.

So. Morgen früh wird es stressig. Der Zug fährt bereits um 7:49 Uhr.

Das Leben ist ein stetes Auf und Ab 😁

Hatte ich noch Hoffnung dass das schlechte Wetter sich wie bisher nur Nachts abreagiert und der Tag dann mindestens passabel werden wurde so wurde ich leider enttäuscht. Das war die Prognose vom Vorabend.

Die Wolkendecke war nun aber niedrig und es regnete leicht bis zeitweise mässig daraus.

Egal! Ich bon doch nicht bis hierher gefahren um jetzt einen Rückzieher zu machen. Zudem wozu hätte ich dann die Regenschutzklamotten die ganze Zeit spazieren gefahren?

Hier wie gewohnt die heutige Etappe auf Komoot.

Also das Rad und mich wetterfest gemacht und ab ging es mit kontinuierlicher Steigung in Richtung des ersten Ort am Rhein, Tschamut genannt.

Zu der Kapelle gibt es eine Anekdote. Sünder sollen diese mehrfach umrunden und dabei jedes mal den Radius um mehrere Fuss vergrössern um ihre Sünden vergeben zu bekommen. Kann man machen, ist nur doof wenn man nicht beachtet dass das Gelände nur wenige Meter hinter der Kapelle senkrecht und Tief zum Rhein hin abfällt.

Es regnet weitet und hinter Tschamut beginnen die Kehrschleifen mit deren Hilfe sich die Strasse zum Oberalppass hinaufwindet. Die Bahn fährt direkter, aber dafür mit Zahnstange.

Noch vor der ersten Spitzkehre geht der Regen langsam in Schnee und Graupel über der einem vom stellenweise recht blligen Wind ins Gesicht geblasen wird. Nicht schön aber der Weg ist das Ziel und schneller als erwartet grüsst der Leuchttum am Scheitelpunkt des Oberalppass, an dem sich auch die Grenze zwischen den Kantonen Graubünden und Uri befindet, von 2044m ü. M.. Der Start der Tour befand sich in Basel Bad Bf auf 257m. ü. M.

Doofes Selfi musste auch sein. Man möge den verkniffenen Gesichtsausdruck verzeihen aber Wind und Graupel / Regen machten nur dann Pause wenn ich nicht fotografierte. 😁

Noch ein paar Züge fotografiert ubd dem bisweilen sehr hefigen Wind aus Westen getrotzt und dann habe ich mir erst mal eine warme Suppe on der örtlichen Gastronomie gegönnt.


Jetzt erst mal eine Urner Käsesuppe (beim Essen erinnerte es stark an das Käsefondue aus Asterix bei den Schweizern) bevor es bei knapp über 0°C und böigem Wind runter nach Andermatt geht. Die Bremse freut sich schon.

Jetzt kam der weniger anstrengende Teil wobei der auf der Andermatter Seite hängende teils dichte Nebel die Abfahrt nicht gerade zum Vergnügen machte. Aber die Bremse hat es überlebt und ich mich nicht hingelegt. Ab und zu konnte man meinen die Züge kämen aus dem Nichts.

Kurz vor Andermatt wurde die Wolkenuntergrenze erreicht und ein brauchbater Fotostandort gefunden. Wie muss der erst bei blauem Himnel sein. Ich werde es irgendwann rausbekommen.

Durch Andermatt hindurch geht es nun nach Hospental was mit hübschen alten Brücken und Gebäuden aufwarten kann. Seit Andermatt fahre ich nicht mehr auf dem nationalen Radweg Nr. 2 der dort endete und bin auf den Radweg Nr. 1, der Rhone-Route, gewechselt.

In Andermatt kommeb zwar werder Rhein noch Rhone vorbei da diese östlich des Oberalppass bzw. westlich des Furkapass entspringen aber da durch Andermatt und Hospental zudem als Nr. 3 die Nord-Süd-Route führt ist es eine sinnvolle Verknüpfung der Routen.

Der Furkapass ist bereits geschlossen was aber kein Problem ist. Einmal Schnee und Kalt reicht mir pro Tag. Ich werde den Furka eh per Zug unterqueren.

Das Wetter wird gefühlt besser. Wenngleich auch kalt.

Und wenn man schon in Realp ist musd auch ein Abstecher zur Dampfbahn Furka Bergstrecke sein.

Diese hat heute Saisonende und der letzte Zug der Saison 2017 erreicht laut pfeiffend den heimatlichen Bahnhof.

Danach stellt sich mir die Frage ob ich per Rad im Autozug oder mit dem Regiobalzug fahre. Ich entscheide mich für den Regionalzug.

Doofe Idee. Beim Autozug hätte ich das Rad nicht in den Wagen wuchten müssen und zudem wäre mir die nicht barrierefreie Unterführung vom Inselbahnsteig on Oberwald erspart geblieben. Aber das Wetter im Wallis ist eindeutig besser.

Was macht man wenn man eine Bahnstecke reaktiviert, wie es die DFB tat, aber dabei ein neuer Bahnübergang mit Zahnstange nötig ist was eigentlich nicht neu gebaut werdem darf, wegen dem durch die Zahnstange erzeugten „Hügel“ im Strassenbelag? Man wird kreativ umd baut eine versenkbare Zahnstange die bei geöffneten Bahnübergang auf Schienenoberkante liegt und bei geschlossen Bü angehoben wird. 👍

Zimmerbezug im Hotel Furka. Eines gleichen Nanens gibt es auch in Reap. Ich würde gerne wissen wie oft schon Gäste am jeweils „falschen Ende“ des Furkatunnels ausgestiegen sind. 😂

Abendessen dann mit Kastaniensuppe, dem regionalen Gericht Cholerä (mit a oder auch ä geschrieben) und Aprikoseneis mit *hicks*…

So. Ab ins Bett. Morgen ruft das Rhonetal (hier noch Rotten genannt) und Brig.

Hinauf ins Gebirge

Bisher waren die Etappen noch relativ flach (Experimente wie auf Rorschach – Maienfeld mal ausgeklammert) wenngleich auch länger. Heute stand eine mit „nur“ geplanten 39km und schlussendlich gut 45km an, die aber mehrheitlich nur bergauf ging. Die hier verlinkte Aufzeichnung bei Komoot ist der Meinung dass es 830m aufwärts bei nur 110m abwärts waren. Das Bordgerät des Fahrrad redet von gar 1009m zu 327m, naja… eher nicht.

Nach einer erholsamen Nacht gibg es kurz nach 9 Uhr los. In der Nacht hatte es geregnet und in höheren Lagen geschneit aber jetzt begann der Himmel aufzuklaren. Sehr schön, wobei sich die Temperaturen ganztags „nur“ im oberen einstelligen Bereich bewegen sollten.

Nach einem kurzen Schlenker durch die Altstadt von Ilanz ging es recht flott aber stets an die Akkukapazität denkend Richtung Tavanasa.

Hmmm. Kein Durchgang für Fussgänger? Und was ist mit Radfahrern? Und was ist das für eine Sprache? Es ist Rumantsch was ab ca. Ilanz bis hinauf zum Oberalppass neben (Schweizer)Deutsch hier gebräuchlich ist. Die Höhe nimmt zu und der Vorderrhein nimmt ab. In Surrein locken vielerlei Wanderwege. Mir bleibt nur der eine Radweg hinaf nach Disentis.

Um Höhenmeter zu sparen und auf dem sonnigen Nordhang zu bleiben wechselte ich bem Weiler Pardomat Dadens vom Radweg Nr. 2 auf die Alpine Bike Route Nr. 1. Der Weg war gut zu fahren und führte (wieder mal) an „Dingen die man nicht sieht“ vorbei. Kurz hinter den Panzersperren aus Beton taucht am Radweg eine mit aufgemalten Türen und Fensten „getarnte“ Minenwerferstellung auf die ein Teil der ehm. Festung Stalusa ist. Willkommen im Reduit.

Stets bergan ubd ab und zu bergab geht es nun zum Weiler Disla und ab dort stramm bergauf nach Disentis.

Parkt die HGe 4/4 II der MGB etwa verbotswidrig bis zu ihrem nächsten Einsatz? 😎

Achja. Eine Kamera habe ich auch dabei, u. a. um besser zoomen zu können. Leider will sich die SD Karte via Adapter am Smartphone anmelden. Daher gibt es hier nur „Panorama Handyfotos“. Bis zim Oberalppass komme ich heute nicht. Er ist offen. Ich hoffe mal dass es so bleibt. Auf 1441 m. ü. M ist der Bahnhof von Sedrun erreicht. Jetzt geht es nich schnell über die beiden Röhren des Gotthardbasistunnels welche etliche hunderte Meter tiefer Sedrun unterqueren und Ziel als das Hotel Soliva ist erreicht.

Der örtliche Coop hat noch bis 17 Uhr auf. Somit Zeit zum Vorräte zu bunkern. Die Flimser Brauerei stellt übrigens zim Ende des Monats den Betrieb ein. Das Monschauer aber bleibt bestehen. Danach mache ich noch einen Spaziergang ins Tal zum Zugangsstollen des Gotthardbasistunnels. Von den ehemals umfangreichen Anlagen zim Tunnelbau sind nur wenige geblieben. Das Gelände wird in Teilen gewerblich weiter genutzt und teilweise renaturisuert. Als Abendessen gibt es dann Bündner Tris (v. l. n. r.: Maluns, Capuns und Bizochels) und als Hauptgang Rösti mit Käse und Speck. Abnehmen beim Radeln? So eher nicht 😂

Und zum Schluss noch meine Lieblibgsbilder des Tages

Laut Voraussage wird es morgen nicht so schön. Aber egal. Selbst wenn es ein wenig regnet. Der Oberalppass muss daran glauben. Tschakka!