Die letzte Etappe nach Gotha

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Teilweise bewölkt ist es und die dünne Jacke kann man schon gebrauchen aber es ist doch irgendwie angenehm.

Also geht es von Neustadt erst einmal auf und neben der Strasse in Richtung Allzunah. Etwas nervig sind die vielen Motorradfahrer welche im Gegensatz zu den meist sehr vernünftig überholenden PKW sehr knapp überholen.

Ab Allzunah geht es auf der ehm. Bahntrasse aus Frauenwald in Richtung des Bf. Rennsteig.

Mitten im Wald dann der schon bei früheren Touren Hinweis auf das Bunkermuseum. Es ist kurz nach 10 Uhr und um 11 Uhr ist die offizielle erste Tour im Angebot. Also auf zur Zeitreise.

Unweit des heutigen Hotels befindet sich der Eingang zur „Unterwelt“. Die knapp einstündige Führung wird sehr kompetent und detailliert geführt und erläutert, das Bunkermuseum ist sehr detailverliebt ausgestattet.

Hernach geht es weiter zum Bf. Rennsteig in dem derzeit die Theatertruppe „Das letzte Kleinod“ gastiert deren Veranstaltungsort aus ehemaligen DB Bauwagen besteht.

Leider ist hier nur an Sa, So und Feiertagen Bahnbetrieb und die Bahnhofsgastronomie durch Motorradfahrer „belagert“ also fahre ich weiter zum 944m hohen Großen Finsterberg. Dessen Anstieg ist recht steil und so ist auch wieder mal Schieben angesagt. Von der Schutzhütte kurz unterhalb des Gipfels hat es einen schönen Ausblick auf den Thüringer Wald.

Der Rundumausblick vom Gipfel ist derzeit (noch) nicht möglich da der Aussichtsturm derzeit erneuert wird. Stramm geht es nun wieder bergab zur Hauptstraße. Kurz vor Schmücke oberhalb von Gehlberg wechselt der Radweg auf einen Waldweg auf dem sich eine Blindschleiche „sonnt“. Ich konnte sie aber überreden sich einen neuen Platz am Wegrand zu suchen damit sie nicht überfahren wird.

Eine kurze Rast mit Soljanka und Radler und nach dem Ausblick auf das Panorama geht es abwärts.

Oder eher gesagt erst noch mal kurz hoch und an einer Infotafel konnte einer Wespe beim Holzkauen für den Nestbau beobachtet werden. Von nun an ging es aber definitiv bergab. Ab der auf gut 930m.ü.M. liegenden Anhöhe gilt es nun auf gut 300m.ü.M. in Gotha hinabzusteigen. Das wird wieder einigen Verschleiß an den Bremsen bedeuten. Mal sehen ob diese bis Gotha durchhalten.

Heute sind auch mehrere Oldtimer Korso unterwegs. Bei Allzunah waren es Alfa Romeo und bei Gehlberg diverse MG.

In Gehlberg folgt einer 12% Rampe bevor es im Seitental nach Geraberg stetig bergab geht wobei der Feldweg besser selbst bremst wie eine Asphaltstrasse. In Geraberg dann ein vorzüglich gepflegter Wartburg.

Die Bremse schleift schon merklich… Ohn mann.

Vor Gräfenroda dann ein schlechtes Bahnfoto einer 612er Dröhnröhre auf den Weg vin Schweinfurt nach Neudietendorf.

An der Bahnstrecke Gräfenroda – Gotha wird das Wetter teils wieder besser. Obwohl die Strecke und der Haltepunkt Frankenhain anfang der 2000er Jahre umfassend saniert wurde erfolgte Ende 2011 die Einstellung des Nahverkehrs. Seit 2017 betreibt Zossen Rail die gesamte Infrastruktur, jedoch findet derzeit nur Güterverkehr zwischen Gotha und dem Tanklager in Emmleben statt.

Kurz hinter Frankenhain ist dann ein kurzer Werstatthalt fällig, nach gut 700km sind die vorderen Bremsbeläge fällig, 20min später und mit rabenschwarzen Fingern geht es weiter nach Crawinkel.

Wieder mal eine verlorene Investition. Hier vergammelt, wie auf Der Stecke ab Probstzella nach Lausca, wieder ein EBÜT80 Bü während andernorts noch Lo57 oder anderes Altzeug am Laufen gehalten werden muss. Einfach nur ärgerlich. ☹️

In Crawinkel war offenbar die letzte Station des Waggon von Compiègne.

In Crawinkel hatte man den mit mechanischen Schranken ausgestatteten Bü „westifiziert“ indem das Blinklicht aus dem Andreaskreuz in einen eigenen Signalschirm verlagert wurde. Die Schrankenbäume sind aber am Lagerbock angekettet, ein Schliessen ist somit nicht ad hoc möglich.

Es wird Ohrdruf durchquert welches über eine sehr schöne Altstadt verfügt.

Dann noch eine Fahrt auf dem Radweg quer durch den Randbereich des ehm. Truppenübungsplatz Ohrdrufund nach diversen“Schlenkern“ weiter nach Schwabhausen.

Und bald ist Gotha, oder eher der Ortsteil Töpfleben erreicht. Zur Begrüßung gibt es in der Übernachtung Cafe Suzette eine gute Thüringer Bratwurst. Danke dafür. Danach noch geduscht und eingekauft und dabei noch etwas Straßenbahnen fotografiert.

Noch ein wenig Statistik bis hierher.

624,2km laut Fahrrad, 611 km laut Kommot.

Aufwärts: 6.080m, Abwärts: 6.400m wobei da was nicht ganz stimmen kann da Reinheim mit 110m.ü.M. tiefer wie Gotha mit 300m.ü.M liegt. Demnach müssten weniger Abwärtsmeter drin sein. Aber das ist Hintergrundrauschen.

Naja, morgen ist vor der Kulturnacht ja noch etwas Zeit zum Radeln, Erkunden und Sightseeing. Es geht also weiter 😉

Bevor es vergessen geht, hier die heutige achte Etappe bei Komoot.

Oberweißbacher Auf und Ab

Von Neuhaus am Rennweg nach Neustadt am Rennsteig ginge es relativ bequem auf dem Höhenrücken, aber das wäre ja langweilig.

Also ging es erst einmal rüber nach Cursdorf. Die ersten „Herrentagsgruppen“ sind auch schon unterwegs. Das Wetter könnte kaum besser sein. Nur der kühle Wind zwingt (noch) zur Jacke.

Der „Bahnhof“ von Cursdorf ist sehr übersichtlich aber barrierefrei wenngleich relativ ausserhalb des Ortes gelegen.

Auf dem Weg nach Lichtenhain zur Bergstation der Standseilbahn ergebenen sich mehrere Fotostellen. Die Strecke verfügt über keine Ausweichstellen so dass einer der beiden Triebwagen mit seinem „Cabrio-Beiwagen“, der als Olitätenwagen beschriftet ist, stets halbstündig pendelt. Die Züge sind in Richtung Cursdorf, besonders im Beiwagen, gut besetzt, für viele scheint der Kirchberg oder Neuhaus das Ziel. In der Gegerichtung ist (noch) kaum jemand unterwegs.

In Lichtenhain ist an der Bergstation „Kirmes“. Da verkrümel ich mich lieber wieder. Auf Grund des guten Wetters verkehrt ein offener Wagen auf der Standseilbahn. Dieser nutzt die Güterbühne mit der früher zweiachsige Güterwagen von der Schwarzatalbahn auf die Stecke nach Cursdorf überstellt werden konnten.

Der Maschinenraum der Bergststion kann übrigens öffentlich besichtigt werden und eine kleine Ausstellung zeig allerlei interessantes zur Bahn. Konstruiert wurde die Standseilbahn von Wolfgang Bäseler, einem in Bahnangelegenheiten sehr umtriebigen Menschen.

Der beim unteren Eingang an der Strassenkreuzung stehende und als Imbiss dienende Personenwagen ist vermutlich nicht mit der Standseilbahn hier hoch gekommen.

Entgegen der Planung fahre ich nicht über die Hauptstraße hinunter ins Tal sondern nutze den Rad- bzw. MTB Weg durch den Wald der in gut 5km die 300m Höhenmeter hinunter ins Tal überwindet.

Die Taktik nicht schneller bergab wie bergauf zu fahren drückt zwar die durchschnittliche Geschwindigkeit aber sie mindert den Verschleiß an der Bremse ungemein. Immernoch schaufelt die Bergbahn fleißig Ausflügler auf den Berg, an der Tastation bildet sich schon eine Schlange.

Es geht nun das Tal hinab. In fast jedem Ort gibt es mindestens eine Grillstation und Vatertagsbiergärten welche bri so einen guten Wetter auch gut besucht sind. Das Motiv mit der Brücke ca. 1km unterhalb von Oberweißbach (oben rechts) muss ich mir mal merken. Denn eine 3/4h wollte ich dann doch nicht auf den nächsten Walfisch warten.

Schwarzburg ist ein sehr nettes in einer Flussschleife liegender Ort. Weniger schön ist dann der steile Anstieg aus dem Tal hinaus nach Bechstedt hinauf. Der teils sehr steile Weg zwingt abschnittsweise zum Schieben.

Stets etwas auf und ab geht es bis Garsitz. Nach Herschdorf dann auf einem nennen wir es mal freundlich Weg stets dem Bach Rinne hinauf nach Herschdorf.

Brauerei? Hier?

Na da mach ich in Herschdorf und damit kurz vorm Ziel doch noch einen Stop.

Hinter Herschdorf fällt der Blick nach Süden hinüber auf Lichtenhain.

Jetzt noch an Großbreitenbach vorbei und schon wird Neustadt mit dem Gadthof Hubertus erreicht.

Am Wasserturm gibt es neben der dürftig beliebten Bushaltestelle auch eine Mitfahrbank. Die Bankrotterklärung des ÖPNV

Halbpension zu 12€, Zimner zu 36€. Sehr angenehm. Der Feiertag sorgt wohl für reichlich Zulauf. Alle 10 Zimmer sind mit zumeist Wanderern belegt, ebenso die Gaststätte mit Nebenraun.

Hier nun die Statistik. Die Restreichweitenanzeige blieb heute standhaft dabei dass selbst mit vollem oder halbvollen Akku nie mehr wie 23km drin wären. Am Schluss waren noch 26% übrig was angeblich nich 5km reichen sollte. 😂

Die Komoot App hat heute wieder mal nicht alle gewählten Bilder übernommen, aber ich weis jetzt vmtl. woran es liegt. Aber Bilder am Mobilgerät nachpflegen ist mühselig, das geht zu Hause am PC besser.

Daher hier die Tour mit Bildern der ersten Hälfte der Strecke.

Achja, hinter Bechstedt ging es mit den Orten Allendorf, Aschau und Willmersdorf auf wenigen Kilometer quer durch Deutschland 😂