Eigentlich wollte ich heute morgen um Landwasser-Viadukt zum „Rückseitenknipsen mit Güterzug, aber den morgendlichen Vorlauf habe ich etwas verpennt. Für den 8:01 nach Preda reicht es gerade noch und so ist heute der Bahnwanderweg von Preda nach Bergün dran.
Wenn man Preda noch von früher als kleine verschlafene Kreuzugsstation, vor dem Umbau zum Doppelspurbegegnungsabschnitt kennt, ist es der schlichte Wahnsinn was hier an Infrastruktur im Alpinen Nirgedwo errichtet wurde.
Aber für den Betriebsablauf und insbesondere im Winter mit den Schlittenshutteln, die nun mit dem Gleis 1 einen eigenes Kopfgleis vor der Schlittenausgabe im ehemaligen Empfangsgebäude besitzen, wird es förderlich sein.

Die Vorbereitungen für die Eröffnungsfeier für den Albulatunnel II laufen auf Hochtouren. Sogar das Festzelt steht schon und wird geheizt obwohl es sich jetzt schon gut kurzärmlig aushalten lässt.
So wie ich das Festagsprigramm für Sonntag 9.6.2024 lese dürfte die Spurplananpassung in Spinas und Preda erst in den Nächten nach der Eröffnung geschehen da am Sonntag reine Pendelfahrten im neuen Tunnel vorgesehen sind und der Regelverkehr vmtl. noch im alten Tunnel laufen wird. Leider ist am Sonntag mein Abreisetag und ich werde mir das Spektakel leider entgehen lassen müssen. 🙁

Bis auf wenige Baucontainer und das Infozentrum sind die meisten Installationen für den Tunnelbau bereits abgebaut.
Es finden noch kleinere Aufräum- sowie Renaturierungsarbeiten der Materialdeponien statt.
Mal sehen ob die kultigen Sitzgelegenheiten aus Puffern vor dem Infozentrum Überleben.
Und dann kommt auch schon der erwartete Güterzug, die Sonne steht leider genau senkrecht zum Zug.
Der Zug hat einen Halt welcher vom Personal ebenfalls für eine Fotogelegenheit wird.
Gekreuzt wird mit dem Glacier-Express welcher von der grünen Ge4/4 II geführt wird. Laut Umlaufplan soll sie diesen heute Nachmittag auch wieder zurück bringen. Sollte…
Achja, der weiße Flecken rechts des Güterzug im mittleren rechten Bild ist noch Schnee.

Und dann geht es weiter talwärts.
Und wiedermal führt der Wanderweg mitten durch eine Kuherde die sich aber im Gegensatz zur gestrigen nicht entschließt mich zu verfolgen. Nur die Blockadekuh musste weiträumig umgangen weden, zumal Jungkühe mit in der Herde sind.

Es blüht und selbst die Mücken helfen beim Bestäuben.
Züge kommen auf den zahlreichen Brücken natürlich auch vorbei während der Fluss sich darunter tosend seinen Weg bahnt.

Kurzzeitig erscheint ein kleiner „Halo-Regenbogen“ am Himmel, was aber nur kurz vom Bahnbetrieb ablenkt. Sogar die „Gelbe Gefahr“ kommt überraschend vorbei.

Das untere Portal des Rugnux-Kehrtunnel weist als Besonderheit ein automatisches Tor auf was bei entsprechender Witterung geschlossen wird um Eisbildung im Tunnel durch Zugluft zu vermeiden, insbesondere da das aus dem Tunnel geleitete Wasser laut Infotafen teils nur 4°C kalt ist.
Unterhalb und oberhalb des Tunnels hat es zahlreiche Fotomotive.

Aber irgendwann muss es dann doch weiter gehen. Unterhalb des interessanten Wasserfalls quer der Wanderweg ohne Brücke oder Steg das Wasser. Wasserdichte Schuhe… Check!

Und weiter geht’s bis kurz vor Bergün. Wasserfall ist hoch oben am Berg und ich konnte mal gut die Zoomfunktionen ausprobieren oder halt bei den schönen Blüten.
Nochmal Kühe und schon wird am gegenüberliegenden Hang der nächste Güterzug Richtung Engadin abgefangen.

An der Talstation der Darlux Sesselbahn, welche offiziell erst nächste Woche in die Sommersaison startet aber trotzdem schon geöffnet ist, geht es (ohne Seilbahn) nochmal stramm bergauf um die drei Ebenen der Bahnstecke bei Bergün zu erkunden.

Und bei top Wetter werden die diversen Züge auf den unterschiedlichen Ebenen beobachtet.

Dem IR um 14:45 Bergpn erreichen wird hat hinter der schiebenden Lok noch drei Tragwagen mit Postcontainern dabei, was mit der Akvra Garnitur und zwei Verstärkerwagen einen recht imposanten Zugverband ergibt.

Dann kommt noch der Bernina-Express auf dem Weg nach Tirano vorbei und ich begebe mich hinunter in Richtung Bahnhof.
Vorbei am Aquädukt und dem Bahnmuseum.

Auch am Bahnmuseum laufen Vorbereutungen, am 8. und 9.6. finden in zeitlicher Kombination mit der Tunneleröffnung die Welterbetage mit allerlei Veranstaltungen statt.
Der Bahnhofshund inspiziert die Anlagen während such der Glacier-Express, jedoch entgegen der Umlaufpläne, mit einer „normal roten“ statt der erhoffte grünen Ge4/4 II nähert.

Hmm, ob die Leistung für den Güterzug, bestehend aus einer einzigen Wagen für Postcontainer, ausreicht? Gleich drei Ge4/4 II sind diesem vorgespannt, wobei die dritte Lok abgebügelt geschleppt wird.
Vor meinem Zug nach Filsur kommt noch ein weiterer Güterzug vorbei, der im Gegensatz zu den anderen des Tages, mit einer Ge4/4 III geführt wird und Heizöl in Kesselwagen, Container und Tübbinge ins Engadin bringt.

In Stuls wird mit einem weiteren Glacier-Express gekreuzt und in Filisur fange ich den Bernina-Express unterhalb der Station ab bevor es zum Coop und wieder ins Hotel geht.

Abebdessen und raustellen der Mitbringsel sowie Wanderversorgung (das bleifrei Zeugs) zur Kühlung.
Gegen 21 Uhr fängt es mal kurz an zu regnen, was aber nicht die Schuld des AppenzellerBier ist. 😀

Wie üblich zum Schluss der Link auf Komoot zur Bahnwanderung von Preda nach Bergün mit weiteren Bildern.
Was mich wundert ist dass ich auf der Hauptroute, also ohne den Abstecher zum Westhang bei Bergün, durch die diversen Fotostops ubd das Abwarten von Zügen gerademal von zwei Wanderern überholt wurde und mir nur sechs entgegen kamen. Gut, es ist ja auch noch keine richtige Saison und der Wanderweg wurde auch am 1.6. wieder aus seinem Winterschlaf freigegeben.
Mal sehen was ich morgen mache, einfach mal abwarten.








































































































































