Hinunter zum Neckar mit Aprilwetter mitten im Mai

Nachdem gestern Petrus wohlgesonnen war hoffe ich mal dass es heute ähnlich läuft.

Anfang der Woche war noch Dauerregen für den heutigen Freitag gemeldet. Wolkig ist es, aber beim Etappenstart um halb 10 ist es noch trocken.

Stubersheim ist irgendwie ein interessantes Dorf,  kein Bäcker oder Metzger im Ort aber zwei Gasthöfe (das Bahnhöfle und der Stubersheimer Hof) während in vielen Orten im Umkreis nichtmal mehr eine Gaststätte besteht.

Aber nun geht’s erstmal über die Landstraße hinab nach Amstetten.

Der Radweg ist von der Strassenbaustelle nur am Rande betroffen und da ich den Abstecher zum Aussichtspunkt auf die Geislinger Steige angesichts des wolkigen Himmel sausen lasse rolle ich erstmal steil hinab bis zur Straubschen Mühle und mache einen Fotohalt am Weiher mit Bahn am gegenüberliegenden Hang.

Ab und zu kommt die Sonne durch und so geht’s durch die hübsche Altstadt von Geislingen zur ehemaligen Bahnstrecke nach Wiesensteig die auf einem kurzen Stück genutzt wurde.

Regelkonform wurde für das Foto vor dem Bü3 gehalten um die Einschaltstrecke nicht zu stören. 😉

Gestört war eher die Ampelschaltung an der folgenden Kreuzung zu betrachten die nicht gewillt war die Fußgänger-/Radfahrerlinie grün zu machen.

Bei Sonnenschein ging es dann das Filstal hinunter Richtung Göppingen wobei es zwischen Süßen und Eislingen einen gut fahrbaren Radschnellweg gibt.

Und bald ust Göppingen erreicht wo erstmal die ehemalige Bahnstrecke nach Bad Boll unterquert wird.

Eher unschön ist dagegen ist die Fahrt links der Fils durch Göppingen aber zum Ortsende und bis Faurndau wurd es wieder besser.

Hinter Uhingen wurd dann, nach einem Zugfoto, das Filstal in Richtung Norden verlassen und durchs  Nassachtal geht es hinauf nach Baiereck.  Hier scheint es früher diverse Köhler gegeben zu haben. Weiter unten im Tal findet Schauköhlern statt und in Baiereck steht ein Meiler als Denkmal im Ort.

Nach Baiereck geht es nochmal stramm bergauf bevor in der Nähe von Schlichten (was aber links öhm rechts liegeb gelassen wurde) wird der Scheitelpunkt erreicht.

Kurz danach wird der sonst auf der Landstraße oder gut ausgebauten Feldwegen gelegene Radweg zum Trampelpfad.

Aber nur kurz und dann geht es auf dem Rücken zwischen Fils- und Remstal weiter Richtung Remstal.

In den Weinbergen oberhalb Schnait und Beutelsbach hat es gute rundum Ausblicke inkl. Sicht auf den vsl. nächsten Schauer.

Nach Beutelsbach fängt es leicht an zu regnen, aber nur kurz und bis ich Waiblingen erreiche ist alles wieder trocken.

Die Wegeausschilderung bei Waiblingen ist durch Umleitungen etwas chaotisch aber dadurch lande ich auch in der hist. Altstadt.

Danach geht’s auf den eigentlichen Remstalradweg und an der Fa. Stihl vorbei weiter der Rem entlang.

Als die Brücke der Bahnstrecke nach Backnang über das Remstal in den Blick kommt fängt es an etwas stärker an zu regnen. Der Schauer wird unter Bäumen abgewartet und statt untem im Tal zu bleiben fahre ich nach dem Schauer wieder etwas zurück und bis kurz vor Kleinhegnach wo dann auch das heutige Titelbild entstand.

Kurz nach den Brückenfotos regnet es zwischen Kleinhegnach und Hegnach nochmal recht heftig, zur Krönung ist der geplante Weg gesperrt, aber erst mehrere hundert Meter und etliche Höhenmeter tiefer, so dass ich wieder hoch zur Landesstrasse fahren muss.

Bis Remseck ist es wieder trocken aber kurz hinter Remseck und dem überqueren der Neckars per überdachter Brücke wurde es richtig April vom Wetter her. Die Sonne schien und trotzdem regnete es bei starken Gegenwind.

Unter den Bäumen standen etliche Radler, zumeist wie ich mit Gepäck, und warteten den Regen ab. Aber ich war eh schon angeweicht und dachte mir, in Anlehnung an einen Spruch von Karl Valentin: „Warte ich ab, regnet es. Fahr ich weiter, regnet es auch“.

Kurz vor Neckarweihingen schien dann wieder die Sonne als sei nichts gewesen.

Hinter Neckarweihingen nehme ich nicht den direkten Weg (der wäre eh ab Hochberg via Poppenweiler gewesen) und biege in die Weinberge ab.

Danach geht’s über den Rücken nach Marbach, wobei das Tal des Eichgraben bequem ohne Höhenverlust per Brücke gequert wird.

Vorbei am Literaturmuseum auf der Schillerhöhe mit wunderbaren Ausblick ins Neckartal wird die Altstadt von Marbach (Neckar) und die Übernachtung im Schillerhof erreicht.

Fas Zimmer ist etwas in den 90er stehen geblieben, aber bei dem Preis mehr als akzeptabel. Der Getränkekühlschrank mit Vertrauenskasse zu 1,50 € je Flasche ist ein weiterer Pluspunkt.

Gutes Abendessen dann im Balkangrill im Haus und danach noch eine Runde um den Block bis zum oberen Torturm und in der Eisdiele „La Porta“ eine feine Nachspeise geholt, bevor es ins Hotel zum Schreiben des Tagesbericht geht.

Wie üblich zum Abschluss der Link zur heutigen Etappe bei Komoot.

Statt wie geplant 83km wurden es dann doch fast 92km.

Im Aprilwetter Ende Mai auf die Schwäbische Alb

Relativ kurzfristig hatte ich die Frühjahrsradtour vor etwas über einer Woche eingeplant. Der Brückentag am Freitag bot sich an am „Vatertag“/Christi Himmelfahrt am 29.5.2025 die in Amstetten beginnenden Museumsbahnen, normalspurig nach Gerstetten und schmalspurig nach Oppingen (einst bis Leichlingen), an ihrem Fahrtag zu besuchen.

Im Gegensatz zum Wetter der letzten Woche(n) ist Petrus heute eher widerspenstig.

Schon auf dem Weg zum Zug um 4:59 schifft es und um die Umsteigezeit in Darmstadt zu verkürzen steige ich aus, obwohl der Zug zum Hauptbahnhof fährt, und radele durch die noch ruhige und verschlafene Stadt zum Hauptbahnhof.

Mit dem im „Flecktarn“ des ehemaligen Touristikzug lackieren Doppelstockzug von DB Gebrauchtzug gehts weiter nach Mannheim.

Im Gegensatz zum recht stramm besetzten einzelnen Itino nach Darmstadt wo auch die Radstellplätze knapp wurden fährt es sich im Dosto sehr entspannt und ruhig.

In Mannheim ist wieder gut eine 3/4h Umsteigezeit fälig. Dabei fällt mir auf dass gut 15min vor „meinem“ ICE511 noch ein ICE nach Stuttgart fährt, jedoch über Heidelberg mit 1/4h Aufenthalt und Wiesloch und der daher wenige Minuten nach dem ICE511 in Stuttgart ankommt und daher in der Auskunft nicht angezeigt wird.

Der ICE511 kam pünktlich aus Köln die Riedbahn herunter und ich habe wenigstens keinen „Hängeplatz“ fürs Rad im winzigen Radabteil des ICE4.

Der Zug ist relativ schwach besetzt und so pflanze ich mich mit meinen nassen Klamotten in das Abteim hinter dem Führerstand.

Fahrscheinkontrolle entfällt heute wohl im ICE, zwar schaut zwei mal Personal ins Abteil, das grüsst aber nur und geht wieder.  😀

Die Schnellfahrstrecke ist übers verlängerte Wochenende wieder gesperrt für die Tunnelsanierung und so geht’s über Graben-Neudorf, Bruchsal, Bretten und Mühlacker auf der Altstrecke nach Vaihingen/Enz. Stuttgart wird dann mit den vor Bretten gesammelten 5min Verspätung erreicht.

Der Regen hatte mitlerweile nachgelassen, aber auf xem Bahnsteig in Stuttgart Hbf fängt es wieder an zu tröpfeln.

Durch den Schlossgarten gehts weiter bis zur Stadtbahn Station Mineralbäder.

Und während ich noch auf ein paar Stadtbahnen an der Streckenverzweigung warte fängt es wieder an zu tröpfeln und regnet sich dann auf der Weiterfahrt entlang des Neckars nsch „Mercedes City“ also Untertürkheim richtig ein.

Es regnet mal stärker und mal schwächer, aber zum Durchweichen der Klamotten reicht es.

In Obertürkheim wird unter der Fahrleitung des O-Bus gedieselt und wenn auf der Linie 101 mal ein O-Bus vorbei kommt ist er abgebügelt und fährt auf Batterie.

Der Weg am Neckar ist wegen Bauarbeiten gesperrt und so geht es eine blöde Rampe aus der Unterführung hoch um parallel zur Strasse zu fahren.

In der Hengstenberg Stadt Esslingen finden sich auch noch Relikte ehemaliger teils noch erkennbarer Gleisanschlüsse über kleine Drehscheiben die durch Muster im Pflaster dargestellt wurden.

Entlang des Neckars und teils Industriegebiete gehts weiter nach Altbach wo ein Gleisanschluss beim EnBW Kraftwerk wohl bald zurückgebaut wird, die Andienung erfolgt hier in der Regel vom Gleis an der Neckarseite.

In Plochingen fängt es wieder an richtig zu regnen und so lege ich in Reichenbach eine kleine Rast für das verspätete Frühstück ein und Währenddessen lässt dann auch der Regen nach und so gibt es vor Ebersbach auch nich ein wenig Zeit zum Züge knipsen.

Einer der MEX kam dabei im Gegengleis das Filstal hoch.

Die kleine Schnecke krabbelte derweil horizontal an einer senkrechten Wand entlang.

Und ab und an kommt hier doch noch ein ICE vorbei, wenn der Stuttgarter Tiefbahnhof in Betrieb geht werden diese vsl. alle über die Schnellfahrstrecke fahren.

Vorbei am ehm Bf. Faurndau Nord, welcher an der Strecke nach Schwäbisch Gmünd lag, wird Göppingen erreicht.

Während die Schuhmarke Salamander hier nicht mehr produziert wird gibt es das alte Stammwerk von Märklin immernoch.

Vorbei an alten Gebäuden, dem gruseligen Woolworth und einen Gebäde das seine Herkunft als Horten Kaufhaus nicht verleugnen kann gehts durch Göppingen weiter ostwärts nach Eislingen.

Und kaum fangen die Klamotten an abzutrocknen fängt es prompt hinter Eislingen wieder an zu regnen.

Aprilwetter im Frühsommer…

Aber kurz vor Kuchen (leider keinen Konditor am Weg gefunden)hört es dann wieder auf, aber nass bin ich jetzt auch wieder.

Und kurz darauf wird Geislingen an der Steige erreicht. Auf einem kurzen Stück der schon mal in 2021 befahrenen Tälesbahn aus Wiesensteig geht’s zum EDEKA zum Getränkeauffüllen, in der Zufahrt liegt noch das Anschlussgleis in der Strasse das die vorherig hier ansässige Firma andiente.

Vorbei am Bahnhof gehts durch Geislingen und in Richtung der Steige das Tal hinauf.

Am Rohrachweiher bietet sich ein guter Blick auf die Rampe der Bahnstrecke hinauf nach Amstetten, wenngleich der Zug sich doch etwas im Bild verliert. Siehe hierzu auch das Titelbild des Beitrags.

Vorbei an der seit 1652, und schon im 11. Jahrhundert erwähnten, Straub Mühle geht es kontinuierlich mit 5-10% hinauf und kurz vor dem Ende der Steige gipfelt es in 15%, aber auch die werden geschafft.

Und mot einem kleinen Umweg um die stark befahrene B10, auch wenn obiges Foto nicht so aussieht, wird Amstetten erreicht. Im Bahnhofsteil der Schmalspurbahn stehen diverse, teils sehr interessante Fahrzeuge herum.

Durch die Unterführung wechsele ich die Bahnhofsseite und teils parallel der Museumsbahn nach Gerstetten geht es zum heutigen Etappenziel Stubersheim, wobei natürlich auch Fotostandorte für morgen ausgespäht wurden.

Stubersheim verblüfft ein wenig, mit um die 380 Einwohnern ist der Amstetter Ortsteil nicht gerade ein urbaner Hotspot, aber er besitzt zwei Gasthöfe bzw. Hotels mit Restauration, Was man im grösseren Amstetren oder im näheren Umland eher nicht findet.

Die Zimmer des Hotels und Restaurant „Zum Bahnhöfle“ befinden sich nicht im Haupthaus sondern in einem 2022 neu erstellten Haus auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Zimmer mit Bahnblick inklusive.

Bier der Brauerei Kaiser aus Geislingen, ein Schwäbisches CordonBleu mit Schwarzwälder Schinken und einem recht dominanten Backsteinkäse und zum Abschluss eine Vanilleeis im Espresso runden den Tag ab.

Wie gewohnt hier zum Abschluss der Link zur Aufzeichnung bei Komoot über die Etappe, mit 80km (zzgl. Fahrten zum Bf bzw. Hbf) und 800m aufwärts, und noch mehr Bildern.

Wanderung an der Geislinger Steige und Reisepannen

Heute war wieder die Heimreise angesagt.

Da das Wetter halbwegs passabel angesagt wurde beschloss ich nach dem Frühstück beim dem Hotel benachbarten Bäcker schon kurz nach 9 Uhr Richtung Hauptbahnhof weiter nach Ulm und Amstetten zu fahren um eine kleine Wanderung entlang der Geislinger Steige einzulegen. Immerhin geht im Dezember die Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm in Betrieb und die Anzahl der ICE über diese mit 22,5 Promille doch recht steile und maximal 70km/h langsame Strecke ausdünnen.

Aber zuerst noch ein paar Fotos im Tiefbahnhof der S-Bahn im Hauptbahnhof mit seinen „Spanischen Bahnsteigen“ (innen Zustieg, aussen Ausstieg).

Die Werbung für Grundig höltauch länger wie die Firma an sich da die „echte Grundig“ schon seit 2005 nichtmehr besteht und nur der Markenname überlebt hat.

Noch ein paar Ausblicke in Münchner Gleisvorfeld und dann kommt leicht verspätet der IC1290 aus Salzburg.

Schon vor Augsburg zieht es sich zu und bis Ulm wird die Suppe noch dicker. Na, toll…

10min Übergang in dem noch eine Fahrkarte für die Fahrt mit GoAway nach Amstetten gezogen werden musste da der Laden die DB Freifahrt nicht anerkennt.

Der Fdl war kreativ und lies den kurz vor der Abfahrt des MEX16 von GoAway durchgefahrenen Güterzug im Gegengleis fahren den der MEX kurz vor Beimerstetten eingeholt wurde mit dem Effekt dass der Güterzug sich dort vor den MEX setze und ihm ein paar Minuten Verspätung einbrockte.

Der Saisonverkehr nach Gerstetten endete im August und beginnt erst wieder im Mai 2023.

Und wie so oft steht das Gasthaus am Bahnhof leer und sucht nach einem Pächter.

Am Ortsrand wird dann ein ICE4 abgefangen der in Kürze die Geislinger Steige überwunden haben wird.

Durch den herbstlich gefärbten Wald geht es auf schmalen Pfaden zum Wittinger Fels von dem man eine sehr gute Sicht auf die Bahnstrecke mit ICE, RE und MEX hat. Leider hatte ich keinen IC oder Güterzug erwischt, aber diese werden ach nach der Inbetriebnahme der Neubaustrecke auf der Steige bleiben.

Und dann geht’s steil hinsb ins Tal und wieder hinauf zur Bahn. Ein Schild empfiehlt für Fußgänger eine Unterführung statt der Brücke zu nutzen. Warum Fußgänger? Wie will man hier mit der Rad oder Auto drüberfahren? 🤔

Eine „historische“ Ersatzkomposition ist mit n-Wagen und Baureihe 143 talwärts unterwegs, kurz darauf vom RE aus Lindau nach Stuttgart und einem ICE gefolgt.

Kurz nach dem bergwärts fahrenden MEX folgt auf dem Gegengleis ein ICE4 in gleicher Richtung. Ob das Manöver besser klappt wie am Morgen in der Gegenrichtung?

Der weg führt oberhalb Bahn und Stadt mit interessanten Aussichten weiter bis zum Bahnhof der während der Wartezeit auf den RE Richtung Stuttgart auch ein RailJet durcheilt.

Mit dem RE aus Lindau geht es sann um 15:18 nach Esslingen von wo es mit dem, wie zuvor auch schon der RE, gut besetzten EC114 aus Klagenfurt über die Schusterbahn nach Mannheim weiter geht. Kaffee hat es, nur halt keine Spezialitäten weil die Maschine… ach ja wie üblich.

In Mannheim Hbf laufen Weichenerneuerungen won der RE60 nach Frankfurt über Mannheim aber nicht betroffen ist und auf eine zweiteilige Garnitur verstärkt.

Noch ist der Zug relativ leer und pünktlich, aber dann geht es in Bensheim „auf den Rand“ weil irgendwelche Idioten in Auerbach Steine von der Brücke werfen und gut 50min Verspätung verursacht. Der Zug füllt sich da die meisten Fahrgäste der etwas später verkehrenden RB und nun am Bahnsteig 1 stehebded herüber umsteigen da der RE vsl. als erster fährt.

Statt 18:05 wird Darmstadt erst um 18:51 erreicht womit der Anschluss in den Odenwald ganz klar weg ist.

Sowohl der RE als auch die RB werden in Darmstadt gebrochen und wenden auf die Gegenrichtung und so drängen nun zwei mit zweiteiligen Twindex (je 3er plus 4er Garnitur) in den dreie Wagen Twindex RE der 19:07 nach Frankfurt fährt. Wahnsinn.

Aber auch bei mir wird es später da die RB82 aus Frankfurt knapp 20min Verspätung hat und so ist Warten in DA Nord angesagt.

Es kommt ein sehr stark besetzter einzelner Lint, also gut 1,4 Itono ubd nicht auszudenken wenn es nur ein Itino gewesen wäre.

Selbst ab Nord ist er koch über 100% belegt und mit gesanthaft gesehen +78 komme ich zu Hause an.

Aber trotzdem war es ein Super Tag.

Hier der Link zur Wanderung über die Geislinger Steige mit noch mehr Bildern bei Komoot.

Über die Alb, in die Alb und ins Filstal

Nach dem Frühstück und auschecken wurde erstmal das Hinterrad gecheckt und nachgezogen was auch den ganzen Tag hielt.

Zunächst ging es entspannt in Richtung Weiler im Talboden der Blau.

Hinter Weil wurde dann in das Tiefental eingebogen und auf einem gut befahrbaren Weg geht es mit 1 bis 3% Steigung recht gut fahrbar und zügig berauf.

Erst kurz vor Heroldstatt wird es relativ steil.

Über die Hochebene ging es weiter Richtung Laichingen.

An der Tiefenhöhle Laichingen wurde ein Stop eingelegt und auf steilen Treppen gin es bis auf 50m unter der Oberfläche durch die Karsthöhle. Diese weist nicht wie andere großartige Kalkformationen auf, aber trotzdem ist sie sehr interessant.

Aber „Streuselkuchen“ und Kalkformationen gibt es auch hier zu sehen.

Am meisten fasziniert mich aber wie man hier den Weg und insbesondere die steilen Treppen hineingebaut hat. Ab und bin ich aber auch froh nicht alles zu sehen da es im Dunklen liegt.

Nachdem die Oberfläche wieder errichtet war gab es eine kleine Stärkung bevor es nach Laichingen zum ehm. Bahnhof der 1985 stillgelegten Strecke Amstetten – Laichingen geht.

Weiter geht es über die Hochfläche der Alp bevor es wieder hinunter zur Quelle der Fils geht. Warun ich wohl erst „Filisur Sprung“ auf der Ausschilderung las? Ich glaube ich habe Schweizentzug. 🙈

Ähnlich dem Blautopf handelt sich es bei der Quelle des Filsursprung um eine Karstquelle die auch stark sprudelt.

In Wiesensteig endete bis 1963 die Tälesbahn aus Geislingen.

Das einstige Bahnhofsareal dient hier heute als Parkplatz.

Zwischen Wiesensteig und Mühlhausen im Täle befindet sich die Filstalbrücke der Neubaustecke Stuttgart- Ulm derzeit in den letzten Zügen der Erstellung wobei es sich um zwei Brücken handelt welche die jeweils beiden eingleisige Tunnel beiderseits des Tals miteinander verbinden.

Eine gute Gelegenheit für die Fotohornisse.

In Deggingen existiert noch das Empfangsgebäude inmitten eines Wohngebiet. Wie auch in den andren Orten ist die Trasse innerorts überbaut oder in Ortsstrassen umgewandelt.

Zudem finde derzeit Bauarbeiten ausserhalb der Orte an der ehm. Trasse statt so dass bis Reichenbach auf den zweiten Radweg auf der anderen Talseite ausgewichen werden muss.

Noch in Erstellung

Aber auch nach Reichenbach verläuft der Radweg nicht auf der ehm. Bahntrasse sondern teils etwas höher, aber die Ausblicke entschädigen dafür und fädelt kurz vor Überkingen wieder auf die ehm. Trasse ein.

In Überkingen verlässt der Radweg wiede die Trasse. Die Anlagen der 2019 insolvent gegangenen Überkinger Mineralquelle dominierende das Ort und überbauten auch die ehm. Bahntrasse.

Auf der rechten Talseite geht es nun nach Geislingen bis zum ehm. Bahnhof Geislingen-Altenstadt.

Von Geislingen-Altenstadt aus wurde bis Ende 2000 u. a. noch das WMF Werk bedient. Am zur Eventlocation und Bürogebäude umgebauten „Albwerk Speicher“ liegt noch das ehm. Ladegleis, am ehm. Bahnübergang über die Bahnhofstraße/B10 existiert der Mast eines ehm. Bü Lichtzeichen als Schilderpfosten weiter.

Vom ehm. Kehrbahnhof Eybtal ist nichts mehr zu erkennen ausser dass neben dem breiten Durchlass unter der Bahnstrecke noch ein weiterer, aber schlecht zu fotografierender Durchlass besteht, das obwohl die Stecke zum Kehrbahnhof schon weit vor dem Brückenneubau stillgelegt wurde.

Was noch erkennbar ist ist der heute als Fussweg genutzte Damm vom Kehrbahnhof in Richtung Bahnhof Geislingen.

Auf der alten Tälesbahn Trasse geht es wieder etwas hinab. Auf Höhe des Edeka liegen noch Gleise in der Heidenheimer Strasse.

Am ehm. Bü über die Werkstrasse hat eine Rautentafel überlebt. Hier wurde die Tälesbahn wieder verlassen und von nun an ging es bergab.

Nicht ohne einen Stop bei Gingen für den MEX nach Ulm und ICE1124 von München nach Hamburg.

Wohn- und Instruegebiete wechseln sich ab und dann ist auch Göppingen erreicht.

Hotel CheckIn, Duschen und auf zum Essen. Die Wahl fällt auf den Andechser.

Es dämmert auf dem Heimweg. Welches der Biere wohl den Tagesbericht begleitet?

Es ist das Kapsele, da es gekühlt ist. 😉

Irgendwie scheint man hier an alter Werbetafeln zu hängen. Auch wenn die Firmen auf den Schildern schon lange erloschen sind bzw. auch in den Lokalitäten andrer Geschäfte eingezogen sind bleiben die Schildern bestehen.

So in Wiesensteig mit Agfa oder mitten in der vorbildlich sanierten Einkaufsstraße in Göppingen mit Agfa, Kodak oder Dugena.

Ja, Woolworth existiert noch, aber sowohl das Gebäude als auch die Eingangstüren erinnern sehr stark an 70er Jahre Kaufhäuser.

Ubd zum Schloss wie gewohnt der Link zu Komoot der Etappe 6 von Blaubeuren nach Göppingen.

Heimreise

Wie schon fast üblich fängt es am Abreisetag an zu regnen. Vermutlich habe ich wieder mal das gute Wetter eingepackt.

Die Heimfahrt soll über die Ausserfernbahn gehen und Hafas legt dabei noch Neckar und Odenwald obendrauf. Der 6 bzw 5min Übergang in Ulm und Mannheim lässt Zweifel aufkommen, aber: „no risk, no fun“.

1) RB 5512
-> Reutte in Tirol
Ab 10:04 Garmisch-Partenkirchen, Gleis 3
An 11:00 Reutte in Tirol, Gleis 2

2) RB 5478
-> Kempten(Allgäu)Hbf
Ab 11:09 Reutte in Tirol, Gleis 1
An 12:28 Kempten(Allgäu)Hbf, Gleis 5

3) RE 57644
-> Ulm Hbf
Ab 12:35 Kempten(Allgäu)Hbf, Gleis 3
An 13:39 Ulm Hbf, Gleis 4 Süd

4) ICE 596
-> Berlin Hbf (tief)
Ab 13:44 Ulm Hbf, Gleis 1
An 15:29 Mannheim Hbf, Gleis 2

5) RE 16889
-> Stuttgart Hbf
Ab 15:35 Mannheim Hbf, Gleis 10b
An 16:16 Eberbach, Gleis 1

6) VIA25172
-> Frankfurt(Main)Hbf
Ab 16:39 Eberbach, Gleis 5
An 17:48 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Mit dem omnipräsenten Talent2 geht es zunächst durchs Ausserfern nach Reutte in Tirol.
Wieder einmal höchst interessant ist wo man hier noch Sitze hineinquetscht. So z. B. in den schmalen Gang neben der behindertengerechten Toilette.

Andererseits hat man recht großzügige Mehrzweckbereiche unter anderem mit platzsparenden Radhalterungen voresehen.

Ein treuer Begleiter ist die niedrige Wolkendecke.

Da Reutte in Tirol nur noch über einen Mittelbahnsteig verfügt muss sich der Gegenzug nach Garmisch die Bahnsteigkante mit dem Zug nach Kempten teilen.
Der Oberbau im österreichischen Teil ist überarbeitungbedürftig. Insbesondere im Bereich von Vils (Bf im Zugleitbetrieb ohne Stellwerk aber mit Güteranschluss, der Rest im österreichischen Teil ist ESTW) fällt eine 20er La negativ auf.
Ab Pfronten-Steinach ist die Strecke mit einem ESTW von Scheidt&Bachmann ausgestattet und der Oberbau merklich besser. Trotzdem bremsen diverse, oft vmtl. nur selten genutzte, Bü ohne technische Sichrung den Zug aus.

Ab Kempten geht es sehr zügig mit dem „Wackeldackel“ (BR 612) nach Ulm.

Mit dem ICE über die herbstliche schwäbische Alp und wegen Bauarbeiten bis Vaihingen (Enz) über die Altstrecke geht es nach Mannheim Hbf.

Da die Ankunft 2-3 min verspätet ist, ist ein kleiner Sprint von Gleis 2 nach 10b nötig, aber der Anschluss klappt und der Anschlusszug wartet auch noch ein paar weitere Minuten.
Durchs herrliche Neckartal geht es mit dem RE recht flott nach Eberbach, welches sogar kapp 2min vor Plan erreicht wird. Kein Wunder wenn dieser nur im Heidelberg Hbf und HD-Altstadt hält.

De letzte Etappe führt durch den südlichen Odenwald Richtung Zielbahnhof.
Ab Eberbach zu gut 1/4 belegt gibt es schon ab Michelstadt die ersten Stehplätze zu vergeben.

Pünktich und wie geplant komme ich zuhause an.
War schön die letzten 1 1/2 Wochen.