Ich bitte die zahlreichen Tipp- und Schreibfehler in den Berichten zu entschuldigen. 90% der Texte werden abends nach den Touren auf dem Smartphone erstellt und dann ist es bei der Konzentration, gepaart mit dicken Fingern, nicht mehr sonderlich gut bestellt.
So und nun noch eine Woche „Maskenball“ Bahnfahren.
Pünktlich waren die Vias und der ICE nach Karlsruhe. Da der dort zu erreichende ICE 101 aus Dortmund aber wegen technischer Gebrechen Karlsruhe erst mit +20min erreichte musste der ursprüngliche Plan ab Basel Bad Bf via Waldshut und Koblenz (CH) nach Genf zu fahren umgeplant werden da der Anschluss sicher weg war. Andererseits gaben die 20min Zeit noch weitere Freifahrten zu ziehen da die beiden letzten Fernverkehrsautomaten in Darmstadt Hbf beide defekt waren. Gut dass ich schon vor gut 2 Wochen in Trossingen Bf welche gezogen hatte.
Der relativ schwach besetzte ICE 101 baute zum Glück noch ein paar Minuten ab und mit Abfertigungspfiff wzrde um 11:04 der ICN nach Biel über Delemont erklommen.
Dass der ICN sogar Abteile besitzt war mir neu, die Diskussion der aus der französischen Schweiz stammenden Zugbegleiterin über die Art was eine Maske sei absolut sinnlos (insbesondre in Anbetracht dessen was ich auf der Radtour erlebte) und vorbei am mit letzten mit mech. Signalen ausgestatteten Bahnhof, dem Güterbahnhof von Biel, ging es in Biel rüber zur ehm. Biel-Täufelen-Ins Bahn welche heute als ASm firmiert.
Offenbar wurde die letzte im alten BTI Design verkehrende Dopoelgarnitur GTW erwischt, alle anderen Garnituren präsentieren sich nun in Rot und vorbei an schönen Ausblicken in den Jura und die Seen ist rasch Ins erreicht.
Von Ins geht es dann mkt dem RE der BLS welcher aus den wunderbaren EW III Wagen und mit Kambly Ganzwerbung versehen ist nach Neuchâtel.
Der Zug ist immer wieder wie eine Zeitreise.
Ab Neuchâtel geht wieder im ICN über Yverdon und Morges nach Genf. Die in Yverdon und Morges abzweigenden Schmalspurbahnen konnten leider nicht befahren werden.
In Genf den richtigen Bahnsteig zur gewünschten Linie zu finden ist nicht trivial, ebenso wie die Wunderwerke welche aus Kombination der Fahrleitungen von Tram und O-Bus hier in Genf über den Kreuzungen hängen.
Mit der Linie 14 geht es zunächst zur Hst. Bel Air worauf wieder heiteres Halteplatzsuchen beginnt und dann mit der Linie 17 über die Grenze zur derzeitigen Endhaltestelle Annemasse, Parc Montessuit.
Von dort zu Fuss mit Abklappern diverser Fotostellen zurück zur Grenzhaltestelle Moillesulaz.
Und dann ging es schon wieder zurück zum Bahnhof wobei beim Umstieg in Bel Air bequem die kleine Fontaine von Genf fotografiert werden konnte.
Jetzt wieder nach Annemasse, diesmal aber mit der S-Bahn durch das neue Tunnel, also über die CEVA Linie.
Hier wurde nicht gekleckert sondern geklotzt. Wenn man bedenkt wie vor Jahren die alte oberirdische und nur dürftig befahrenene Stichstrecke Annemasse – Eaux-Vives aussah.
In Annemasse dann Wechsel in einen sdhr gut besetzen AGC und nach gut 1 1/4h ist um 19:16 dann St Gervais erreicht.
Der Großteil der Fahrgäste steigt dort in die Meterspurbahn nach Chamonix um.
Der letzte Zug des Tages der Tramway du Montblanc ist schon seit über einer Stunde weg und es steht nur noch die Denkmallok neben dem schmucken kleinen Empfangsgebäude gegenüber des SNCF Bahnhofs.
Abendessen mit Pizza und italienischen Bier. Leider gibt es das tolle Tiramisu was es bei einem anderen Besuch vor vielen Jahren gab wegen Betreiberwechsel nicht nehr.
Aber die Pizza und die „gebrannte Creme“ waren auch ganz fein.
Anbei meine gerade abgeschlossene zweiwöchige Radtour durch das Neckartal, den Schwarzwald, vorbei an Zürich, über den Albula Pass und das Inntal hinunter nach Brannenburg am Wendelstein. Tolle Landschaften und schöne Eindrücke. Nur den Neckar zwischen Cannstatt und Plochingen sowie den Inn zwischen Innsbruck und Kufstein kann man sich eigentlich Schenken da dort eher ein Industriegebiet (Neckar) bzw. Radeln zwischen Autobahn und „Stausee“ (Inn).
14 Tage fast störungsfreie Tour, das einzige war 1x bei Stuttgart die vorne abgeworfen Kette da ich eine ungünstige Kombi aus Schalten und Unterstützung auslöste 😎, bei Maienfeld hatte sich dann die rechte Tretkurbel auf der Motorwelle gelockert (Ursache unbekannt, hatte vor der Tour alles nachgezogen) und 2x beide Bremsbelagsätze erneuert (1. mal vor Marienfeld und das 2. mal nun nach Tourabschluss).
Also alles bequem und ohne grossen Aufwand mit Bordwerkzeug zu beheben. Somit hat der nun über 3 Jahre alte Steven Triton Bock mit dem Performance Line Antrieb tadellos seinen Job gemacht. Ich kann mich nicht beklagen.
Hinweis: Die Gebirgsetappen bzw. >80km und ca. >700 Höhenmeter wurden mittels zweitem Akku (meist nur 1/3 der zweiten Kapazität genutzt) gefahren.
Anbei die somit nun abgeschlossene zweiwöchige Radtour als Collection bei Komoot.
14 Tage dauerte die Anreise und nach Hause waren es gesamt nur knapp 9h wobei es noch schneller gegangen wäre, aber ich hatte großzügig und entspannte Umsteigezeiten von 1:13 in München und 49min in Stuttgart eingeplant.
Die Fahrplanauskunft meint zwar dass Umstiege vom im Holzkirchener Bahnhof (Gleis 5 bis 10) gelegenen Gleis 6 zum in der Haupthalle gelegenen Gleis 18 in 10min zu bewältigen wären aber das ist reine Theorie. Insbesondre wenn gerade am Gleis 11 gerade ein Fahrgastwechsel stattfindet verzögert das den Weg vom Flügelbahnhof in die Haupthalle nicht unerheblich und wenn dann die Wagenreihung gedreht ist und der Fahrradwagen an der Spitze… Uiuiui, dann wird es sportlich.
Petrus ist heute weniger wankelmütig wie gestern. Erlässt es nun dauerhaft regnen. Mal mehr, mal weniger.
Aber das Frühstück gibt’s ja auch nicht im freien. Kurz vor 10 Zeit geht es dann den steilen Weg hinab zum Bahnhof. Dabei wird auch die ehm. Talstrecke der Wendelsteinbahn genutzt.
Na, ratet mal in welchem Bahnhof gerade die Aufzüge erneuert werden und somit nicht nutzbar sind? Genau, in Brannenburg 🤣
Aber das bedeutet hat nur Gepäck runter und hochtragen. Aber was macht jemand der auf einen Rollstuhl angewiesen ist?
Entspannt und bequem im Flirt2 der BOB (Meridian) wird nach knapp einer Stunde schon München Hbf erreicht.
Am Gleis 11 steht eine ÖBB Garnitur mit großzügigen Fahrradabteil dessen Fahrgastwechsel für etwas Stau am Bahnsteig sorgt. Aber egal, die Umsteigezeit ist großzügig gewählt.
Ob die Grundig Werbung auch den Umbau des Hauptbahnhofs (inkl. einer Querungsmöglichkeit bei den Flügelbahnhöfen) überleben wird? Die eigentliche Grundig AG aus Fürth hat sie schon allemal überlebt.
An den Nachbargleisen sind drei Generationen ICE (ICE 4, ICE 1, ICE 3, v. l. n. r.) versammelt und als der ICE 4 den Bahnhof verlässt regnet es mal wieder.
Laut Fahrplanauskunft fehlt im IC 2266 der Fahrradwagen. Komisch, in diesem nicht vorhandenen Wagen stehen dann doch 14 Fahrräder. Interessanter weise sind auf dem Reservierungsdisplay nur 16 der gesamt 18 Plätze angezeigt. Zwei Plätze sind abgeklebt und diesen scheinbar als „stille Reserve“? Beim ab Stuttgart genutzten IC 2294 waren auch nur 16 der 18 Plätze anzeigbar.
Und dann ist Stuttgarts Baugrube erreicht. Noch kann man hier ebenerdig umsteigen.
Hmm, zwei gekuppelte ICE 3 NG (Velaro) sehen irgendwie aus wie sich küssende Kaulquappen oder Welse an der Glasscheibe.
Und dann wurd schon der IC 2294 bereitgestellt und es geht weiter Richtung Darmstadt.
Hier tummeln sich nun je Abschnitt 9 bis 12 Räder im Wagen.
Wegen der Sperrung der Schnellfahrstrecke verkehrt der IC über die Altstrecke über Mühlacker und Bruchsal.
Hinter Weinheim überlege ich nach Hause noch eine Runde durch den Odenwald zu fahren und dazu in Bensheim auszusteigen.
Klar dass es dann kurz nach Heppenheim anfängt zu regnen. Das Regengebiet ist laut Wetterradar zwar stark aber nur sehr klein und zieht schnell weiter.
Also dann das Lautertal hinauf und über Brandau und Webern hinab ins heimatliche Reinheim.
Ahja, und morgen müssen ganz dringend die Bremsbelagsätze gewechselt werden. Der steile Stutzen von Brandau hinab nach Webern hat nach der morgendlichen Abfahrt in Brannenburg diesen den letzten Rest gegeben. Somit ging es fast ungebremst nach Hause 🤣
Petrus war heute etwas wankelmütig und hielt sich lieber bedeckt. Das war aber nicht verkehrt, denn bei der Hitze der Vortage hätte es mir bei der Rundfahrt um den Wendelstein in den Steilstrecken vermutlich den Faden aus der Mütze gehauen.
Aber bei solchem Wetter wäre ich vmtl. auch lieber bequem mit der Zahnradbahn auf den Wendelstein statt per Rad drumherum gefahren.
Also dann erst mal wieder unter ins Tal und am Ortsausgang parkiert ein schöner und noch gut im Schuss scheinender alter Mercedes Reisebus der aber anscheinend schon länger nicht mehr im Einsatz steht.
Und dabei entdecke ich dass die eigentlich geplante Route ja gar nicht so weit von der Bahnstrecke entfernt liegt und fotografiere den Heimfahrzug von der BOB / Meridian mit Ralph und Manu. Kurz darauf gesellt ich noch ein EC / IC der ÖBB und ein von Lokomotion bespannter Güterzug dazu.
Aber ich muss weiter, immerhin sind gut 50km noch auf den Tacho zu bringen und etliche Höhenmeter.
Ab Bad Feilnbach geht es im Osterbachtal stramm bergauf. Wie man auf die Idee kommen kann den dem über etliche Kaskaden talwärts fließenden Osterbach Weg als normalen Radweg auszuschildern frage ich mich ernsthaft. Werde von der Steigung, teils über 14%, noch vom Belag her, der meist nur wenig eben und über losen Schotter bzw grobe Steine führt, erfüllt er annähernd die Kriterien eines normalen Radwegs. Eher nur für Mountainbikes tauglich und ich muss fast die ganze Strecke schieben. Aber der Weg ist definitiv schöner als der profane Feldweg der auch hinaufführt.
Ab der Kapelle und der benachbarten Herberge der Pfadfinder ist der Weg wieder „normal“ und es geht entspannt an einem Bergbaustollen vobei, hier bei Deisenried wurde mal Pechkohle abgebaut und ein Besucherstollen soll im ehem. Wetterstollen errichtet werden, nach Elbach.
Und weiter geht es durchs typische Oberbayern.
Die BOB wollte mir zwar keinen der einst 17 und für ihr Netz typischen Integral Triebwagen mehr ins Bild schicken, denn die letzten eingesetzten Exemplare wurden bereits im Juli 2020 durch zweiteilige Alstom Coradia Lint 54 ersetzt, aber die machen auch ein gutes Motiv.
Der mit natürlicher Warnweste versehene Bahnmeister kontrolliert bei Getau die Anlage, es scheint ein Verwandter der Streckenkatze aus der Schweiz bei Broc Fabrique zu sein 😉 und bei Osterhofen, dem Haltepunkt mit Kneipanlage und Seilbahnanschluss auf den Wendelstein, ergben sich nochmal Motive mit BOB Triebwagen.
Die Kuh bewacht derweil mein Rad.
Bayrischzell verfügt über vier Stumpfgleise von denen drei mittels Ausfahrtsignalen der vereinfachten Nebenbahnbauform von Scheidt & Bachmann sowie zugehörigen Dr SchuB Stellwerk ausgestattet sind.
Ab Bayrischzell geht es wieder stramm hinauf auf das „Sudelfeld“. Ich verlasse auf Höhe der im Sommer außer betrieb befindlichen Sesselbahn die Hauptstraße und nutze den Feldweg welcher aber ähnlich wie der im Ostertal nicht befahrbar ist. Der Belag ist zu lose und der Weg zu steil um sinnvoll zu fahren und dann macht das Sudelfeld auch noch dem Namen alle Ehre. Es fängt a zu regnen.
Aber trotz Regen haben sich die Mühen gelohnt. Der Ausblick ist nicht gerade unschön und nach einem weiteren Anstieg auf der geteerten Straße bis Grafenherberg geht es nun hinab und durch das Gassenbach- und auerbachtal der wieder hinab zu den Tatzelwurm Wasserfällen.
Nach kurzem Anstieg geht es nun das Mautpflichtige Förchenbachtal hinunter nach Brannenburg. Fahrräder passieren dieses aber gratis.
Höhepunkt auf der Fahrt im netten Tal ist dabei ist der kurze aber mit 16% Gefälle beschilderte einspurige Tunnel durch den „Tunnelberg“ bevor dann vorbei am Stausee zur Wasserfassung des Kraftwerks der Wendelsteinbahn kurz vor der Mautstelle das Kraftwerk und Depot der Wendelsteinbahn erreicht wird.
Und ich kam gerade rechtzeitig unterhalb des Depots an wo der Zuggraben in den Förchenbach mündet als kurz darauf der vorletzte Zug vom Wendelstein herunterkam. Ähnlich wie bei der Zugspitzbahn in Grainau liegt das Depot nicht am Talbahnhof sondern etwas talaufwärts und hier neben dem zur Bahn gehörige Kraftwerk. Also war zu vermuten dass er kurz darauf die Betriebsstrecke befahren wird und ja, so kam es und der Triebwagen der Wendelsteinbahn konnte dann auf der Feierabendfahrt nochmal abgelichtet werden.
Die Wendelsteinbahn kommt mit wenigen Fahrzeugen aus. Der Regelbetrieb wird mit zwei Beh 4/8, die von SLM Winthertur und Siemens 1980 gebaut wurden und in dieser Bauform u. a. auch bei der Zugspitzbahn oder als Lizenzbau bei der Nuria Bahn in den spanischen Pyrenäen eingesetzt sind, abgewickelt. Daneben gibt es noch eine historische Garnitur mit der Lok Nr. 2 HGe 2/2 von BBC und der Maschinenfabrik Esslingen von 1911 sowie zwei Personenwagen die bei MAN hergestellt wurden.
Danach weiter und ohne Zahlungsverpflichtung weiter hinab durch die Mautstelle und hinüber zum heutigen Talbahnhof der Wendelsteinbahn. Einstmals ging die Bahn bis zum Bahnhof von Brannenburg. Der Abschnitt wurde aber schon 1961 eingestellt und eine moderne zweigleisige Talstation mit großem Parkplatz errichtet.
Auf der ehem. Trasse verläuft heute ein Fuss- und Radweg und der handschriftliche Hinweis auf dem Schild „Bundesbahnbahnhof “ verwittert immer weiter. Zumal es die Bundesbahn nicht mehr gibt und auch kein DB Zug mehr dort hält.
Und dann wieder aml stramm den Berg hinauf zum Kraxenberger Hof.
Auch heute war es wieder sehr heiß, dafür aber fast ohne Steigungen. Fast, denn der Anstieg zum Hotel hatte es stellenweise mit über 12% ziemlich in sich, aber dafür hat es hier eine schöne Aussicht.
Aber somit ist die 14. und letzte Streckenetappe abgeschlossen. Schön wars, abwechslungsreich und insbesondere ohne Unfälle oder grössere Defekte. So macht das Laune.
Anbei erst mal ein Foto aus Jenbach.
Nach einer relativ kurzen Nacht, es wurde erst gegen 3 Uhr schlaftauglich kühler im Zimmer und damit erst dann mit einen guten Schlaf, verspricht der Blick aus dem Fenster dass es heute ähnliches Wetter wie gestern geben wird.
Weshalb der Automat bei Auswahl „Kaffee braun“ dann dazu anzeigt „Kaffee weiß wird bereitet“ muss man nicht verstehen, aber jedenfalls weckt der gute Kaffee wieder alle Lebensgeister.
Dann noch die Ampelmännchen als Türanhänger entdeckt, auch ganz nett und schon geht es wieder auf Tour zur „letzten Etappe“ zum Tourziel Brannenburg.
Es ist warm aber nicht so drückend warm wie gestern und so geht es im breiten Tal des Inns entlang Richtung Jennbach.
Ausser den S-Bahnen / Regionalzügen und RailJet etwas anderes auf der Schiene zu fotografieren ist relativ schwierig. Der Güterverkehr im Zulauf des Brenners ist ab östlich von Brixelegg bis zum bei Weer beginnenden Umgehungstunnel von Innsbruck fast komplett in einer eigenen Tunneltrasse verschwunden.
Auch bei der traditionsreichen Achenseebahn stehen derzeit alle Räder still. Schon ohne Corona stand 2020 bei der Achenseebahn unter keinem guten Stern und in 2020 ist diese nun ohne Betrieb. Die Bahn schreibt Verluste, die Anlagen sind teils verschlissen und / oder zur Betriebsabwicklung nicht optimal usw. und in 2018/19 kam man auf die Idee die teuren Dampfzüge teilweise durch Triebwagen zu ersetzen bzw. neben reinen Tourismusverkehr per Dampfzug auch richtigen Nahverkehr anzubieten. Dafür beschaffte man bei den Appenzeller Bahnen durch die Inbetriebnahme des ohne Zahnstange auskommenden Ruckhaldetunnels und der Tango Triebwagen obsolet gewordene Triebwagen und Steuerwagen welche nun am Bahnhof (und mehrere Steuerwagen im Bereich der Zillertalbahn) im freien abgestellt sind.
Mal sehen ob man tatsächlich eine Oberleitung nachrüsten oder die Triebwagen mit Diesel- bzw. Wasserstoffantrieben ausrüstet oder ob es mit dem Bähnchen überhaupt irgendwie weitergeht. Immerhin konnte man an den Gleisen vor der Halle sehen dass ab und an Fahrzeuge umgesetzt werden, vmtl. zur Revision. Hoffen wir mal das beste. Ach dass die Triebwagen, im Gegensatz zu den Steuerwagen, von Schmierereien verschont bleiben.
Auch das dem Empfangsgebäude gegenüberliegende Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen.
Da der Aufzug am Gleis 1 streikt, ich wollte mal die faule Tour machen, fahre ich halt wieder vorbei an der Baustelle für das neue Parkhaus am Bahnhof (wozu?) vorbei und über die Brücke hinüber zum Bahnhof der Zillertaler Bahn. Den Dampfzug hatte ich bei meiner Ankunft in Jennbach knapp verpasst, Schade.
Während der Zug aus zwei Triebwagen und einem niederflurigen Mittelwagen auf die Abfahrt wartet rangiert ein Vectron mit „Dieselhilfsmotor“ im Gütergleis mit seinem Holzzug. der Güterverkehr auf der Zillertalbahn mittels Rollwagen ist seit 2013 Geschichte.
Und weiter geht es Richtung Brixlegg und wieder verpasse ich den ausfahrenden Zug ins Zillertal. Von der Fuss- / Radwegbrücke hätte dieser gut auf der Bahnbrücke über den Inn fotografiert werden können.
Schon etwas sehr altmodisch muten diverse Verkehrszeichen in Österreich an.
Wieder mal ein Talenttriebwagen bei Bixlegg bevor Rattenberg seine schöne Kulisse mit der Altstadt und dem Kloster zeigt und dann kurz vor Wörgel der erst Güterzug.
Nun geht es am immer mehr zum Stausee werdenden Inn weiter nach Kufstein. In den Altarmen des Inns tummels sich die Enten und anders Getier.
Kufstein mit seiner Festung ist erreicht, dann noch eine runde durch die Altstadt um im dortigen Spar wieder mal Getränke aufzunehmen.
Ich bleibe am rechten Ufer des Inn und kann dabei ein paar Züge auf Höhe der Trennstelle zwischen Kufstein und Kiefersfelden (Grenze D/A bzw ÖBB Infra / DB Netz) fotografieren bevor es unter der Autobahnbrücke hindurch in nördliche Richtung, bisher verlief der Inn primär in östliche Richtung, weitergeht.
Der Grenzübergang von Tirol nach Bayern ist nur an einem kleinen Grenzstein auszumachen und bald nach dem Innkilometer 202, gemessen ab der Mündung in die Donau in Passau, wird die Seite gewechselt und es geht auf knapp 3 Kilomtern noch mal stramme 200m nach oben um den Gasthof Kraxenberger Hof zu erreichen.
Unter anderem Ralph und Manu sind auch schon da. Die usprünglich vorgesehene Mondscheinfahrt mit der Wendelsteinbahn wurde wegen Corona leider abgesagt, so bleibt aber doch noch Essen und Trinken und Quatschen. Hmmm, wer ist nun dunkler? Mein nun gut zwei Wochen von der Sonne verwöhnter Arm oder das Bier?
Im Laufe des Abends zieht dann etwas Gewitter auf.
So, mal sehen was ich morgen mach. Faul auf den Wendelstein fahren, oder mit dem Rad drumherum. Oder gar beides?
Der Blick aus dem Fenster verspricht einen guten Tag, also dann erst mal rüber ins Haupthaus zum Frühstück.
Bom Balkon des Gebäudes noch schnell den RJX161 von Zürich nach Wien im Tal fotografiert (Suchbild) und dann das Rad bepackt. Gut 94km sind geplant und der Wetterbericht verspricht dass es heiß werden soll.
Hier oben ist es noch relativ angenehm und es geht nun erst mal steil hinunter ins Tal wo gleich mal einer der in Österreich allgegenwärtigen Elektro Talent der ÖBB als REX nach Innsbruck ins Bild gerät.
Auch hier bleibt der Weg nicht im Tal, immer wieder kletter der Weg ein wenig in die Höhe, aber kein Vergleich zu gestern.
Bei Imst, in der Schlucht hinter dem nicht gerade ortsnah liegenden aber gut per Bus angebunden Bahnhof, gibt es mehrere interessante Fotomotive. Leider finden nur die stündlich REX mit Elektrotalent und die zweistündigen Railjet ihren Weg ins Bild und das auch bei nicht optimalen Sonnenstand. Aber was will man machen.
Bald schon bald weitet sich das Tal wieder.
Auch wenn es nicht so aussieht, ein nicht unerheblicher Teil des Radwegs verläuft entlang oder in der Nähe der Inntalautobahn A12. Da ist man froh wenn der Weg etwas abseits verläuft.
Den Pferden ist es offenbar auch etwas zu warm. Der (noch) kühlere Boden wird daher liegend genutzt.
Nur selten führt der Weg auch mal südlich der Bahnstrecke entlang so dass zumeist „Schattenbilder“ entstehen.
Die Bank läd zum Verweilen ein, aber sie liegt mitten in der Sonne, dann lieber weiterfahren und etwas Fahrtwind erhalten. Mit einem Durchschnitt von 21km/h wird es daher zur schnellsten Etappe der Tour.
Vor Innsbruck dann eine schlecht ausgeschilderte Umleitung, da der Radweg entlang des Inns wegen Verlegung einer Gasleitung gesperrt ist, welche mich auf die gut befahrene Landesstrasse führt. Aber bald geht es durch Wohngebiete zurück an den Inn um den Weg auf der linken Flussseite fortzusetzen.
Am Inn lässt es sich gut fahren, in der Altstadt wird derzeit massiv gebaut und ist kaum befahrbar.
Also wieder zurück an den Fluss und noch Fotos von der neuen Hungerburgbahn gemacht welche hier am rechten Ufer des Inns eine Haltestelle hat und dabei fast in der Ebene verkehrt bevor sie am linken Ufer, nach der Unterquerung der Strasse, mit 46% den Berg erklimmt.
Die Brücke über den Inn und das Gerüst der relativ gerade geführten alten Hungerburgbahn existiert derweil ungenutzt weiter. Die Talstation wurde zu einem Kulturzentrum umgebaut.
Ab hier geht es auf gut ausgebauten separaten Radwegen oder kombinierten Fuss- / Radwegem und in teils parkartigen Anlagen weiter am Inn entlang.
Bei Hall begegnet dann eine Rangierfahrt und wird natürlich eingefangen.
Danach geht es wieder rüber ans rechte Ufer und eingeklemmt zwischen Ufer und Autobahn geht es weiter.
Um die Klosterkirche von Volders quer über die A12 ohne Autos zu erwischen brauchte es mehrere Anläufe.
Und nach einem 4. Stop des Tages zum Getränkenachschub ist endlich Weer erreicht.
Ein gutes Abendessen belohnt für die Anstrengung und 97,5km Strecke.
Bereits auf der Etappe am 26.7. nach Maienfeld wurde der seit zwei Jahren im Juli aufgestelle beste Monat mit 1095km erreicht und heute stand der Zähler in Weer auf 1480km was der langen Tour aber auch der intensiven teiks fast täglichen Nutzung auf dem Weg von und zur Arbeit in der ersten Hälfte des Monats geschuldet ist. Das wird schwierig den Wert nochmal zu knacken.
… wie es im hiesigen Rhätoromanischen, der vierten Amtssprache der Schweiz und im Engadin noch recht verbreitet, tönen würde trifft es ganz gut.
„Auf Wiedersehen Engadin“
Nach einem gutem Frühstück mit regionalen Wurst und Käsesorten ging es los und heute mal nicht bergauf sondern erst mal runter ins Tal an den Inn.
Vor der Pension wird derweil ein Stand mit Feuerwerkskörpern für den Nationalfeiertag am 1. August aufgebaut. Leicht amüsiert war ich über die Aussage an der Rezeption „Man hätte halt leider viel Verkehr vor dem Haus“. Ähm ja,… alle 15 bus 30min ein Bus und dazwischen ab und an ein Auto, ja das ist wie Übernachten am Frankfurter Kreuz 🤣
Nach der Getränkeversorgung im Volg Laden schräg gegenüber der Pension ging es also abwärts und was muss ich entdecken, neben der von von Reichbürgern und andren Aluhuttrögern propagierten BRD GmbH gibt hier sogar den Sitz für das helvetische Pendant, die „Schweizer AG“ 🤣
Und mit dem Niveau sinkt auch die Strasse immer weiter hinab ins Tal des Inn…
… bis hinunter zum unterhalb von Crusch liegenden Campingplatz.
Dort beginnt auch der Skulpturenweg der im Gegensatz zu anderen derartigen Wegen nicht alle Kilometer sondern alle paar Meter diverse Kunstwerke präsentiert.
Aber irgendwann zweigt der Weg vom Skulpturenweg ab und es zählt wieder nur die Schönheit der Landschaft.
Aber mit einfach untem im Tal radeln ist auch nicht viel drin, immer wieder verlässt der Radweg den Talboden, wobei der Höhenunterschied nicht annähernd so stark ist wie auf der gestrigen Etappe.
Bei Raschvella sorgt die über den Weg verrieselnde Bewässerung für kurze aber heftige Abkühlung.
Und schon bald wird mit Martina das letzte Schweizer Ort am Inn erreicht. Hier hat die Engadiner Brauerei ihren Sitz, direkt zwischen Kirche und Zollgrenzstation 😎
Ohne Passkontrolle geht es weiter, die Zöllner interessieren sich primär für einreisende.
Ab Martina geht es erst mal auf der Hauptstraße weiter, es besteht kein paralleler Weg oder zumindest Seitenstreifen. Einersets ist die Straße zumeist recht breit ausgebaut aber auch das Tal recht schmal. Der relativ geringe Verkehr macht das Fahren erträglich.
Kurz hinter dem Abzweig nach Samnaun fahre ich den Feldweg hinunter zur historischen Grenzstation Altfinstermünz.
Kurz vor dieser wechselt die Grenze zwischen Schweiz und Österreich von der Mitte des Inns an den linken Hang so dass der Feldweg ab hier österreichisch ist. Naja, heute ist es ein Feldweg. Früher und insbesondere vor dem Bau der direkten Strasse von Pfunds nach Nauders bzw. von Pfunds über Martina nach Nauders war hier der Hauptweg der Strasse zum Reschenpass.
Aber jetzt gibts mit Plaumenkuchen erst mal eine kleine Stärkung.
Und ab hier geht es auch wieder abseits oder zumindest neben der Hauptstraße weiter.
Noch schnell einen Schweizer Postbus abgelichtet und schon ist die Kajetansbrücke welche die heutige Straße zum Reschenpass über den Inn führt erreicht.
Kurz hinter dem Campingplatz geht der Radweg dann über eine neu errichtete Brücke. An dieser Stelle hätte auch eine der Varianten der nie realisierten Bahnstrecke über den Reschenpass ihren Anstieg nach Nauders begonnen.
Und von nun an geht es recht entspannt dem Inn entlang in Richtung Landeck. Aber ein recht strammer Wind weht das Tal herauf und so ist selbst bergab Treten angesagt.
Schon interessant was so alles in Österreich nicht auf due Schnellstraße darf. Insbesondere kein Viehtrieb 🤣
Und immer weiter bergab wo nicht nur das Tal…
… sondern auch der Radweg schmaler wird. Aber nicht lange. Zumindest der Radweg wird wieder breiter.
Kurz vor Landeck ist zwischen dem Ungehungstunnel und Ortseingang die auf der rechten Talseite gelegene Strasse wegen umfangreicher Arbeuten zur Hangsanierung gesperrt. Der kleine Feldweg dient daher als Ersatzverbindung für die Anwohner. Die talwärtige Einfahrt ist daher nur von x:40 bis x:45 gestattet was auch auf halber Strecke durch die Polizei kontrolliert wird. Was für ein Glück bin ich um x:25 angekommen so dass die Wartezeit eher mininal ist.
Bei der Durchfahrt wird auf der anderen Talseite ein Tunnel entdeckt. Dies ist einer der wenigen realisierten Objekte der Reschenbahn und ist ungenutzt, zugemauert und unter Denkmalschutz.
Na? Hat einer gehofft einen ganzen Tagesbericht ohne Bahnfotos zu lesen. Leider verloren. Ein Abstecher zum Bahnhof Landeck-Zams muss natürlich auch sein.
Aber nun rüber nach Zams und rein in den letzten steilen Anstieg nach Anreit und Rifenal.
Bevor es erst nochmal leicht runter und dann final zum Gasthof Kronburg, welcher sich in einer noch teils genutzten Klosteranlage befindet, hoch geht. Zum Glück muss ich nicht hoch bis zur ehm. Burg.
Abendessen mit Tiroler Geröstel, Apfeklstrudel (bei dem die Hauswespe die Brombeere bevorzugte) und einem Bierlikör der hiesigen Brauerei.
Nich ein Blick in die benachbarte Kirche und ins Tal und der Tag geht zur Neige.
Der gestrige Tag steckt mir ein klein wenig in den Knochen, aber bangemachen gilt nicht.
Die heutige Etappe war mit die anstrengendste mit zwar „nur“ 76km aber dafür mit 1.350m aufwärts. Daran hatte der Albulapass mit 1.000m den Löwenanteil, das ständige auf und ab über kleine Seitentäler oder auf die in Hanglagen liegenden Orte im Engadin empfand ich jedoch wesentlich anstrengender.
Etwas verspätet, denn der Körper war unwillig, ging es um halb 10 los. Im Abstellraum / Skikammer wo ich das Rad deponiert habe wartet derweil eine alte elektrische Registrierkasse auf den Schrott oder museale Erhaltung.
Das Wetter sollte brauchbar werden so wie es aussieht.
Und der Landschaft geschuldet geht es unmittelbar in die Steigung, ein letzter Blick auf die Grossbaustelle und kurz darauf ist wenige Serpentinen der herrlich gelegene Lai da Palpougna erreicht an dem der Albulabach zum ersten mal gefasst um im Kraftwerk in Preda Strom zu erzeugen.
Mit wunderschönen Ausblicken geht es immer weiter hinauf. Die Steigung ist brauchbar, irgendwo zwischen 7 und 12 Prozent. Zumeist um di 8 bis 9.
Kurz vor der Passhöhe dann die „Festung Albula„. Das unmittelbar an der Passstrasse gelegene „auffällig unauffällige“ Hauptwerk hat auf der Geschützseite (Ri. Engadin) geöffnet. Mit Hilfe der Infotafeln kann man dann auch noch die beiden in den flankierenden Berghängen verbaten Werke erkennen.
Und dann ist er erreicht. Mit 2035m der höchste Punkt der Tour. Zwar nicht so hoch wie 2019 der Furka, aber schon jetzt sind wesentlich mehr Höhenmeter auf der Tour zusammengekommen.
Eine Ovo mit Nusstortre, soviel Zeit muss sein bevor noch ein paar Meter auf den Hügel mit den Fahnen gestiegen wird.
Und von nun an musste die Bremse leiden. Da die Passstrasse hier im oberen Teil relativ flach ist kann man es auch gut rollen lassen.
Im unteren Teil wird es kurvenreicher und steiler. Der Pass scheint bei „non Elektro“ Radfahrern sehr beliebt zu sein. Ich würde da eher am Stock gehen.
Und somit ist das Engadin und der Inn erreicht. Aber wer denkt es geht nun bequem im Tal rollend zum Tagesziel, weut gefehlt. Wie schin geschrieben folgt nun ein stetes auf und ab.
Ich spare mir nun weiteren Text und Kommentare zu den Bildern durch dje herrliche Landschaft, hübschen Bergdörfern und natürlich mit den Zügen der RhB.
Einfach die Bilder anschauen, die Abschnitte wo sie gemacht wurden stehen drauf.
Achja, vom wunderschönen Guarda nach Ardez sowie von Ftan nach Scuol hat die Bremse vmtl. mehr gelitten wie den Albula hinab. Es kommt in Bildern halt nie gut heraus wie sehr es bergab geht.
Und von Scuol wiede hoch zum, wie viele der hiesigen Dörfer, auf einem Absatz im Nordhang des Inntal gelegenen Sent.
Die „Pensiun Plaz“ liegt wie es der Name schon sagt am Dorfplatz und sieht von aussen neuer aus wie das Gebäude wirklich ist, was man besonders an der Höhe der Zimmer und besonders der Türen bemerkt.
Nach dem Zimmerbezug gehts als Tipp von der Rezeption zum „Chasa Veglia“ direkt neben der Kirche. Eine urige Gaststätte und gut besucht. Aber ich ergattere zum Glück noch einen Platz.
Für den ersten Durst einen „suure Most“, also Apfelwein, zum üppigen kleinen Salat und zu den Quark-Pizzocel dann einen Bündner Pinot Noir. Den Appenzeller zur Verdauung gab es dann aufs Haus. Merci.
Noch eine Runde durchs Ort und ab ins Bett. Ich bin heute ganzschön „Platt“.
Morge ist Abschied von der Schweiz angesagt. Es geht weiter den Inn hinab nach Österreich bis hinter Landeck.
Laut Planung wären es 43km und 1.810m aufwärts unf 680m abwärts gewesen und es sind es am Ende 44,9km mit 1.670m hoch und 570m bergab.
Aber nun erst mal von Anfang an.
Nach dem guten Frühstück, Käse und Schinken gab es auch noch, und netten Gesprächen mit anderen per Rad bzw. per Wanderschuh unterwegs seienden Frühstückgästen geht es nach dem Aufrüsten direkt „in die Rampe“ um rechts der Albula in die Schynschlucht einzusteigen.
Momentnal? MTB? Ich bin doch „nur“ mit dem Tourenrad unterwegs. Aber ja, das ist zu schaffen und zur Not wird geschoben. Im Zweifelsfall auch bergab. Schlechter wie der Weg gestern am Rhein kann es der Beschreibung und Berichten im Netz nach nicht werden.
Also geht es erst mal auf gut ausgebauten und geteerten Wegen kurz nach dem Hotel mit über 10% bergauf bis dann mal eun wenig flachere Erholung kommt.
Schade dass in den Fotos die Steilheit nie so richtig herauskommt.
Der Vorteil wenn es weit am Hang nach oben geht? Die Ausblicke sind gut. Das wurde mir gestern kurz nach dem Kunkelspass von einem Radler aus der französischen Schweiz schon angekündigt der den Abschnitt der Schynschlucht schon fuhr. Und das alles ohne Elektrounterstützung. Respekt!
Aufpassen heißt es bei den vielen Entwässerungsrillen welche stabil und für die Ewigkeit aus alten Bahnschienen hergestellt sind.
Alsbald ist es vorbei mit der asphaltierten Strasse und der Weg wird schmäler und noch steiler womit irgendwann Schieben angesagt ist und mir gestern auch schon angekündigt wurde. Teils war es auch sinnvoll bergab zu „schieben“ da die Neigung und Beschaffenheit des Weges nicht ganz für ein voll beladenes Tourenbike taugt.
Aber die Ausblicke entschädigen dafür. Auch die Sonne meint es gut und treibt die Temperaturen weit in die oberen Bereiche der 20er.
Zur Umfahrung einer Steilwand gibt es ein abschnittsweise relativ niedriges Tunnel mit automatischer Solarbekeuchtung.
Je tiefer und auch höher es in der Schynschlucht hineingeht umso toller werden die Ein- und Ausblicke.
Kurz bevor das Tal beim Bf Solis und kurz vor der Kapelle Pleuna etwa breiter wird findet sich auf Höhe von Mutten wo auch mal versucht werden konnte einen der wie auf einer Modellbahn in Spur Z aussehenden Züge anzufangen. Na wer erkennt den Zug auf den Bildern?
Gut einen halben Kilometer vorher gibt es eine ebenfalls gute Fotostelle, aber zu der wollte ich gerade wegen der starken Neigungswinkel nich zurück und dann wieder den Berg hoch. Naja, da kann man ja auch irgendwann mal hinwandern.
Jetzt geht es weniger steil durch die oberhalb der Station Solis auf einem Sonnenhang liegenden Örtchen Muldain und Zorten.
Und ab Zorten wurde wieder mal heftig die Bremse verschlissen, galt es doch etliche hunderte Höhenmeter hinunter nach der Soliser Brücke „runterzubremsen“.
Der Fahrstil der örtlichen PKW usw. fahrenden kann getrost als „sportlich“ bezeichnet werden. Nicht umsonst scheint das Kennzeichen GR für Graubünden aber auch für „Gebirgsrowdy“ zu stehen.
Ich komme passend für die IR von und nach St. Moritz an der Soliser Brücke an.
Mittlerweile fahren diese IR komplett mit den Alvra Gliederzügen mit dem Steuerwagen auf der Seite Chur. Die Traktion besorgen dabei die Ge 4/4 III oder Allegra Triebwagen. Neustwerden noch 2 bis 3 konventionelle Wagen mitgeführt oder halt auch ein dunkelblauer Gourmino Speisewagen.
Die Sonne knallt herunter, da kommt Rivella genau richtig, wie auch ein Bündner Salsiz „light“.
Einziger Wermutstropfen ist dass ich drei einen Güterzug mit Ge 6/6 II auf dem Viadukt verpasse. Naja, man muss auch Opfer bringen. 😎
Danach geht’s wueder hinauf nach Alvanschein. Von der Spitzkehre der Straße aus ergibt sich wueder eine 1a Modellbahnperspektive auf den IR nach St. Moritz.
Der schon seit Jahren geschlossene Einzelhandelsladen von Alvaschein trägt immernoch den Schriftzug der nicht mehr existenten Usego welche viele der Dorfläden versorgte. Deren Platz hat heute teils Volg übernommen.
Hinter Alvaschein geht’s wieder runter zur Kirche Mistail und drei vorbei an einem recht massiven Tor mit zugehörigen Zweckgebäude. Dass eines der parkenden Autos eun blaues Kennzeichen mit „M“ für Militär besitzt ist bestinnt reiner Zufall. 😉
Die Kirche von St. Peter Mistail ist eines der ältesten Kirchengebäude der Schweiz mit einer Geschichte zurück bis um das Hshr 800 herum. Ich verzichte aber auf eine Besichtigung, zumal diese „schwer bewacht“ ist.
Auf dem schmalen Weg geht es hinunter zur Bahnstrecke und wurde gleich noch der IR nach Chur „abgefangen.
Zwischen Tiefenkastel und Surava gelingt ein Notschuss auf einen Richtung Chur fahrenden Güterzug. Die Güterzug der RhB befinden sich im Wandel. Weg vom klassischen Güterwagen. Zumeist bestehen diese zu 2/3 aus Tragwagen für Container oder Wechselpritschen.
Es geht also mit dem Güterverkehr in der Fläche, wenn es denn politisch gewollt ist.
Und es geht weiter Bergauf. Auf Höhe von Alvaneu Bad wurde beim Rad- und Grillplatz am dortigen Brunnen der zur Neige gegangenen Getränkevorrat aufgefrischt was mir den „anstieg“ zum Coop in Filisur erspart.
Ging es zwischen Tiefencastel und Filusur nur sehr moderat nach oben so beginnt ab dem ehm. Gasthaus Bellaluna der Anstieg über den Geländeabsatz nach Bergün. Da der Akku auf 15% ging wurde er sicherheitshalber gleich hier gewechselt um die anschließende Rampe mit voller Kapazität zu bewältigen.
„Gewarnt“ wird vor der Steigung aber bereits früher kurz nach dem Schotterwerk.
Stetig mit um die 6 bis 10% windet sich die Strasse hinauf zur Engsgelle am Bergünerstein.
Die Wegeführung ist schon sehr gewagt und elegant zugleich. Von der Strasse heruntergeschaut ist der Talboden nicht mehr zu sehen.
Nach dem Bergünerstein wird es wieder flacher und am Glatscherastunnel welches letztes Jahr im Herbst im zuge der debx-Exkursion begangen werden durfte findet sich noch ein Fotomotiv.
Gut zu sehen ist dass stärkere Bewölkung aufkommt. Für nach 17 Uhr sind Gewitter angesagt. Ob es wieder eine Dusche gibt? Aber immerhin ist Preda auch nicht mehr so weit weg.
Das Dorf Bergün ist geradezu in der Zeit stehengeblieben. Sehr viel alte Bausubstanz und dazu gut integrierte neuere Bauten. Es ist auch einiges los im Ort und im Dorfladen wird noch schnell der Getränkevorrat ergänzt.
Es zieht sich immer mehr zu und erstes Gewittergrummeln ist zu vernehmen. Daher spute ich mich ein wenig.
Aber auch ohne Sonnenschein macht die Landschaft einen tollen Eindruck und angenehner sind die Temperaturen nun sowieso.
Auch wenn das „Unheil“ in Form von Regen immer näher kommt, die paar Minuten am Albula Viadukt 1 und dem Rugnux Kehrtunnel für den aus Tirano kommenden Bernina-Express müssen gewartet werden.
Und schon kurz darauf fängt es leicht an zu tröpfeln und kurz vor Preda fängt es richtig an zu schiffen. Naja, nass bin ich jetzt, aber nicht bis auf die Knochen wie bei Waldshut.
Zimmerbezug im Hotel Preda Kulm mit Baustellenausblick und „füllen der Minibar“. Das Kaltwasser macht hier seinem Namen alle Ehre. Noch etwas kälter und es kämen Eiswürfel aus dem Hahn.
Und da auf Regen meist Sonne folgt noch eine kleine Runde über den Bahnhof gedreht.
Derzeit ist das Gleis 2 abgebaut und man baut wohl am neuen Bahnsteig, zudem sind das Empfangs- und andere Gebäude eingerüstet und werden renoviert. Der Albulatunnel 2 geht in die Zielgerade. Nicht mehr lange werden die Züge aus dem alten Tunnel kommen.
Das Infozentrum hat auch geöffnet.
Aber jetzt ist erst mal Zeit für die Halbpension.
Karottensuppe mit viel Sahne, ein üppiger Salat und sehr sättigende Capuns Sursilvans. Aber für ein Eis mit Steinbock ist natürlich noch Platz.
Das Hotel ist auch vom der benachbarten Tunnelbaustelle gut besucht bzw. zur Übernachtung gebucht.
Gian und Giachen stehen derweil im Treppenhaus herum und ich mach noch schnell den Versuch mit Fotos vom letzten Zug des Tages (Richtung St. Moritz) zur einsetzenden blauen Stunde.
So, morgen geht es über den Albula ins Engadin. Mal sehen was das Wetter so bringt.
Erstes Ziel war heute die Taminabrücke und der Kunkelspass.
Beim Frühstück könnte ich schon mal ein Etappenziel der heutigen Etappe sehen. Die Taminaschlucht bei Bad Ragaz.
Das „kleine Glas“ auf dem Klavier gefällt. Heute gibts nur ein Glas zum Abendessen, oder wie? 🤣😎
Vor dem strammen Anstieg dort ging es aber entspannt und flach nach Bad Ragaz um im örtlichen Coop Getränke zu bunkern. Es sollte heute nach der Voraussage warm werden.
Und dann finde ich raus was beim Fahren knackt. Die rechte Tretkurbel hat sich etwas gelockert, was noch beim Coop provisorisch beseitigt werden konnte.
Egal, rüber auf die andere Talseite. Vor dem Bau der Taminabrücke verfügten beide Talseiten über ihre eigene Anbindung nach Bad Ragaz. Mit der Brücke übernahm die neben der ehm. Talstation beginnende Straße nach Pfäfers diese Aufgabe während die andere Straße für den Autoverkehr gesperrt und nun als Rad- und Fußweg dient.
Und dann geht es rein in die Steigung. Bei um die 10 bis 12 Prozent Steugung geht es ca. 3km Serpentine für Serpentine hinauf um dann 300m höher die neue Brücke zu sehen.
Die Brücke ist schon ein „mords Klotz“ aber sie schmiegt sich trotzdem elegant in die beiden Hänge der 200m tiefen Taminaschlucht deren tiefe durch die Abschattung durch die steilen Hänge per Foto kaum zu erfassen ist. Dem Schmetterling am Wegesrand ist das derweil völlig egal.
Jetzt geht es entlang der linken Talseite mit kontinuierlicher aber moderater Steigung hinauf in die kleinen Dörfer wie Valens und Vasön.
Warum der Weg als MTB Weg ausgeschildert ist erscheint komisch. Bisher verläuft er nur auf geteerten Straßen und Wegen. Ich bin auch nicht alleine unterwegs. Viele Rennradfahrer erklomnen z. B. die alte Strasse um dann mit bisweilen sehr hoher Geschwindigkeit über die Taminabrücke und die Hauptstraße wieder hinabzufahren. Ohne Ekektrounterstützung wäre für mich in der ersten Kehre vmtl. schon Schluß gewesen.
Weiter im Tal steigt der eBike Anteil signifikant auf über 3/4 aller Nutzer.
Noch eine Brücke und total entspannte Kühe am Wegesrand.
Der Zweck der Zapfsäule erschloss sich mir nicht recht, es ging irgendwie um Milch.
An der Staumauer des Malpraggsee trafen sich vor dem Bau der Taminabrücke erstmals seit Bad Ragaz die Strassen der beiden Talseiten.
Ich bleibe auf der in Flussrichtung der Tamina gesehenen linken Talseite und jetzt wird der Weg etwas MTB tauglich. Beginnt er noch als Feldweg si wird er am Ende des Stausee zum schmalen aber gut fahrbaren Pfad. Der Schreck dass am Ende der kleinen Brücke eine Treppe 2m hinauf zur Straße steht verfliegt schnell, es gibt auch einen Trampelpfad hinauf.
Vättis ist im Tal das letzte Ort.
Bergpoststrasse, Berge, grpne Wiesen und ein Schweizerkreuz. Es hätten nur noch ein paar Kühe auf der Wiese gefehlt für den totalen Zuckerschock dieses CH Klischeebild.
Und von nun an ging es wieder steiler bergauf, jedoch abgesehen des letzten Kilometers in keinem Vergleich zum Anstieg bei Bad Ragaz. Ein Elektromobil wie es früher für Gepäck-, Stückgut- oder Posttransporte im Bahnhof zwischen den Zügen genutzt wurde hat es bis hierhin verschlagen.
Noch ein letzter steiler Stutzen und schon ist die Passhöhe mit dem Schreibfehler erreicht. Eine beachtliche Anzahl von Fahrrädern leht und steht um das Gasthaus herum. Einige hängen auch am Ladegerät. Verständlich, mein Akku ist nun auch auf 13% herunter.
Ich habe Glück und es wird gerade was frei und bei einem Bier unbekannter Herkunft, was aber gut gekühlt und sehr süffig war, und einem gutem Stück Heidelbeerkuchen wurde sich für den Anstieg belohnt und die Aussicht genossen.
Es gibt sogar ein paar wenige Motorrad- und Autofahrer hier oben, für diese kostet die Fahrt über den Pass 10 CHF. Es gibt aber keine Schranken o. ä. Keine Ahnung wer das kontrolliert.
Auf der Graubündner Seite, das Tal der Tamina gehört zum Kanton St. Gallen, hinunter nach Reichenau-Tamins geht es mit teils über 15% steil bergab. Ich glaube ich habe die bessere Seite für den Anstieg gewählt. Dafür sind aber hier die Ausblicke ins noch junge Rheintal umso spektakulärer. Insbesondere aus den Seitenstollen des kurz nach dem Pass durch eine Steilwand führenden Tunnels.
Und es geht mit maximal 10km/h und stark bremsend bergab. Bei den kurzen Fotostopps stinkt die Bremse schon heftig.
Und alsbald ist Tamins erreicht wo im Dorfladen wieder Getränkenachschub geholt wird. Die Sonne meint es gut und es ist klar über 26°C warm.
Badefreuden in Reichenau am Zusamnenfluss von Vorder- und Hinterrhein mit Zug auf der Brücke, was will man mehr. Und dann musste ich das Rad doch noch mal eine Treppe hochtragen. 😉
Einer der neuen Capricorn Triebwagen macht in Reuchenau-Tamins, vermutlich azs einer Inbetriebnahmetestfahrt, Pause während ein aus einem Albula Gliederzug plus zwei Verstärkungswagen als RE nach Chur strebt und hinter der schiebenden Ge4/4 III noch drei Containerwagen mit Post mitführt.
Die neue Brücke für das zweite Gleis über den Hinterrhein fügt sich sehr harmonisch an die alte Brücke an.
Und vor lauter Begeisterung über die Fotomotive verpasse ich den Abzweug und lande irgendwann direkt am Hinterrhein auf einem abschnittsweise sehr schlecht „beschiebbaren“, an fahren ist nicht zu denken, Trampelpfad.
Aber die Aussicht ist herrlich.
Kurz bevor ich wieder einen Feldweg erreichte kamen mir ein paar Wanderer entgegen. Da war ich froh dass der Weg auch irgendwo herkam. Zitat des einen Wanderers nachdem ich meinte dass ich mich doch etwas verfranzt hätte: „Aber mit so schöner Aussicht haben sie such bestimmt noch nicht verfranzt“. Recht hat er.
Auf dem richtigen Weg geht es dann recht entspannt unt mit tollen Aussichten weiter das Tal hinauf.
Nein das Tunnel ist nicht militärisch. Das ist für die hier auch verlaufende Erdgasleitung.