Südtirol

Um 7:40 ging es recht früh los in Richtung Norden.

Zunächst mit dem Regionalzug bis Bologna Centrale.

Das Wetter ist gut warm aber nach dem was man aus der Heimat erfährt immer noch angenehmer wie zu Hause.

In Bologna ist dann erst mal Laufen angesagt. Denn das Gleis 17 liegt nicht nur ganz hinten im Bahnhof sondern dazu auch noch gut drei Stockwerke unter der Erde.

Weiter geht es ab Bologna mit einem der unsäglichen ETR600 inkl. hyperaktiver Kinder und Plärrtelefonierer in Richting Bozen.

Einige Zeit hinter Verona wird die bisher stinklangweilige Landschaft (die Küste und vielleicht der neue O-Bus Riccione – Rimini war noch etwas interessant aber dann kam die Po-Ebene) endlich wieder interessant.

Die Zahnradbahn hinauf nach Overbozen wurde leider schon 1968 eingestellt, aber mit der 2009 erneuerten Seilbahn geht es sodenn flott und gut 950 Höhenmeter nach oben und den Ort Oberbozen.

Hach welch angenehme Temperatur es hier hat. Zwar auch schon in den mittleren bis oberen 20 aber inkl. Wind sehr erträglich.

Es wird das Zimmer bezogen und dank der Rittner-Card die es zur Übernachtung dazu gibt ist der ÖPNV in ganz Südtirol und die Seilbahn zum Rittnerhirn bzw. besser gesagt der dem Rittnerhorn vorgelegenen Schwarzseespitze auf 2070m gratis dazu.

Somit wurde mit der Rittnerbahn bis Klobenstein ind dem Bus der Linie 166 zur Talstation gefahren.

Der Weg bis hinauf aufs Rittberhorn (ca. 1h Gehzeit) wurde jedoch auf halben Wege abgebrochen, einerseits ob der unsicheren Wetterlage, es waren Gewitter in der Umgegend unterwegs und um etwas Zeit zim Fotografieren an der Rittnerbahn zu gewinnen.

Den Panoramablick am Umkehrpunkt über die Zapfanlage fand ich besonders nett. 😊

Also den Weg zur Seilbahn wieder zurück und der Bus wurde genau rechtzeitig erreicht.

Auch die Züge bieten einen guten Panoramablick. Im übrigen sind es vier gut gebrauchte BDe 4/8 (der Beiwagen zählt fest zum Triebwagen) der ex. Trogener Bahn heute Appenzeller Bahnen die bei der Rittnerbahn im Einsatz stehen und teils im Halbstundentakt verkehren. Wobei in der Regel hierzu nur zwei Fahrzeuge benötigt werden.

Nach einem Fotostop in Wolfsgruben geht es weiter nach Oberbozen und von dort zu Fuss zur 6x am Tag angefahren Endhaltestelle „Maria Himmelfahrt“. Hiet begann einstmals der Zahnstangenabschnitt hinunter nach Bozen.

Der lange anstehende 1/4 Regenbogen kommt auf dem leider nicht gut zur Geltung.

Die Besetzung des ankommenden Zuges ist mit gut 10 Fahrgästen wider Erwarten gut. Zurück sknd es mit mir nur 2. Es fahren halt auch nur Morgens, Mittags und Abends je zwei Fahrten mit 30min Abstand hierher.

Jetzt ist erst mal Zeit für die Halbpension…

Gut gestärkt wurden dann noch mal Spätfotos am Bf. Oberbozen gemacht.

Morgen geht es an den Reschensee

An der Küste entlang

Die Zielrichtung war Norden mit zwei Abstechern nach Westen.

Es ist warm bis heiss aber immernoch 2 bis 5 Grad „kühler“ wie zu Hause.

Früher fuhr man nach Italien um den kalten Sommern zu entfliehen. Heute vmtl. weil es dort nicht so heiss ist. 😉

Also geht es bei vormittäglichen 27°C erst mal der Küste entlang im IC bis San Benedetto del Tronto.

Diverse Landschaftsabschnitte erinnern dabei etwas an Szenerien der Spaghettiwestern aber schon bald ist die Adria in Sicht.

Von San Benedetto del Tronto geht es westwärts nach Ascoli Piceno wobei die Strecke genau dort endet wo es landschaftlich interessant wird.

Das Ort verfügt neben einer Altstadt über eine interessante Brücke mit schönem Ausblick.

Noch ein Blick von der Brücke in die andere Richtung und über den Supermarkt geht es zurück zum Bahnhof wo der „Jazz“ Triebwagen nach einer intensiven Innenreinigung auf die Rückfahrt wartet.

Auch wenn die FS ihren Triebwagen lustige Musiknamen gibt so täuscht dies nicht über die bisweilen abartigen Sitzanordnungen hinweg. In dieser „Jazz“ Bauserie hat man ggü. anderen Modellen diese sogar noch perfektioniert. Wer braucht schon Fenster wenn er schon sitzen darf…

Zurück an der Küste geht es mit einem weiteren „Jazz“ nach Ancona was überpünktlich mit -2 erreicht wird und da der Zug statt dem planmäßigen Gleis 2 am Hausbahnsteig Gleis 1 einfährt ist der 5min Umstieg zum Anschlusszug nach Albacina ab den Kopfgleis „3 Ovest“ ganz entspannt erreichbar.

Hier wartet der nächste Jazz.

Erst der Küste entlang, dann ins flache Hinterland abbiegend und dann nach einem kurzen Tunnel durch ein richtiggehendes Gebirgstal gehtes nach Albacina was eigentlich nur ein Bahnhof ist. Das Ort liegt einen Kilomter weiter an der Strecke nach Macerata. Ein italienisches Wiebelsbach sozusagen.

Der Bahnhof verfügt noch als einer der wenigen über ein elektromechanisches bzw. Schalter-Stellwerk und der Fdl lässt freundlicher weise Einblick gewähren.

Es geht über Macerata zurück nach Ancona wobei das im Fahrplan angezeigte Umsteigen in Macerata entfällt da der Zug schlicht nur 15min herumsteht und dann mit neuer Zugnummer weiterfährt.

Im Zug ist zudem eine Ausbildungstruppe der FS was zu Gedränge im Führerstand führt und in Macerara wird zusammen mit dem Lokführer den zukünftigen Schaffnern erklärt wie das mit den Bedieneinrichtungen für Zugankunftsmekdungen usw. funktioniert.

Hinter Macerata wird dann noch ein kleiner Dampflokfriedhof passiert.

Leider verkehren, wie schon in Bologna, in den Sommerferien keine Oberleitungsbusse. Naja, dann halt gleich Essen gehen.

Morgen geht’s nach Südtirol.

Über den Berg nach Osten

Zunächst aber erst mal mit der Metro zum Hbf und nach der in grossen Bahnhöfen in Italien mitlerweile üblichen Bahnsteigskontrolle (hier zum Querbahnsteug) wurde die Zugzieltafel inkl. der Uhr bewundert. Ob man hier Lizenz an die SBB bezahlt?

Und wie sollte es abders sein. Der Zug fährt von 20bis ab. Also den Bahnsteigen 20/21 bis ausserhalb der Halle nach vorne latschen.

Der Triebwagen ist gut besetzt. Man fragt sich was die Leute in Campobasso so wollen. Der erste Halt des Regionalzug ist nach über 90min (!) in Cassino. Ab dort wird öfter gehalten und der Zug schlängelt sich flott hinauf nach Campobasso.

Ehemals konnte man von hier weiter und über den Gebirgskamm bis Tèrmoli an der Adriaküste fahren. Aber seit einigen Jahren verkehrt hier, wie auch nach Benevento im Süden und Sulmona im Norden (die Strecken zweigten an der Strecke nach Campobasso ab), nur noch der Bus.

Die Strecke erschien beim Hinauffahren recht unspektakulär aber das sollte sich ändern.

Der bei der Ankunft gesichtete Doppelpack Aln668 übernahm die Talfahrt Richtung Caserta.

Auch dieser Zug war gut besetzt. Wobei Neapel doch eher ein anders Ziel wie Campobasso ist.

Auf der anderen Fensterseite ergeben sich weite Ausblicke ins Tal und hinter Isernia wird ein imposantes Viadukt gequert. War bei der Bergfahrt irgendwie nicht aufgefallen.

Hinter Venafro wird dann nach Süden und somit nach Caserta abgezweigt.

Unmittelbar am Bahnhof von Caserta liegt ein imposanter Palast inkl. auf diser Südseite ungepflegten Parkanlage. Auf der Nordseite soll dies ganz anders aussehen.

Caserta ist im Grunde eine Retortenstadt die zum Palast gebaut aber nie in der angedachten Art und Weise vollendet wurde.

Es ist eh zu heiß für exzessive Exkursionen und der Zug kommt auch bald.

Und ich falle fast vom Glauben ab.

Der FC kommt 9 Minuten zu früh in Caserta an!

Aber er fährt mit +5 ab und kommt on Foggia mit +7 an. Die Welt ist somit wieder in Ordnung.

In den Höhen regnet es. Die Landschaft erinnert streckenweise fast an den Odenwald aber je weiter es Talwärts und nach Osten geht desto flacher und trockener wird die Szenerie.

Das Gepäck wird in Foggia im Hotel verstaut und mit dem nächsten Flirt der FdC geht es (vom Kopfgleis nördlich des Empfangsgebäude) nach Lucera.

Abet zunächst gaben sich ein weiterer Flirt der FdC welcher Richtung San Severo und die FdC Heimatstrecke Richtung Peschici fahren wird, ein Ferroviabianci nach Bari und eine Miet 189 in der italienischen Version mit Güterzug nach Norden sowie der örtliche Rangierhobel ein Stelldichein.

Tritz intensiven Hupens des Güterzuges hatte der Fdl kein Einsehen und lies diesen erst mal stehen.

Merke zudem. Italienische Lokführer hupen ohnehin sehr gerne.

Die Fahrkarten der FdG (Ferrovie del Gargano) erhält man nicht am FS Automaten oder Schalter sondern wie so oft bei italienischen Privatbahnen in diversen Kiosken (Tabacci) rund um oder im Bahnhof.

Ein kleiner Rundgang hinauf in die Altstadt von Lucera schliesst sich an. Die derzeit im Aufbau befindluche weihnachtsartige Dekoration zur Beleuchtung verwirrt etwas. Ein nettes Ort mit diversen Bars und Cafes aber richtig was zu Essen a la Ristorante / Pizzeria wurde vergeblich gesucht. Also wieder runter zum Bahnhof, der FdG Schalter hatte nun geschlossen und im Kiosk in der Nähe Fahrkarten (1,50€ für 19km) geholt.

Unspektakulär ging es nach Foggia zurück wo man gerade dabei war den Kupplungsadapter des Rangierhobels umzuhängen und vermutlich dem Azubi das Hupen beibrachte. 😂

Hmmm. Wenn ich im Aufzug auf Alt drücke gibt’s dann Bier aus Düsseldorf oder doch nur Ärger? 😉

Eher Spektakulär war dann das Ausmass und die Knusprigkeit der Pizza in Bahnhofsnähe und diese scheint auch beim Zugpersonal beliebt zu sein. Bis zu 10 FS Personal kehrten dort zu der Zeit ein.

Morgen geht’s weiter gen Norden. Aber kälter soll es nicht werden. Weiter über 33°C

Ins gebirgige Hinterland

Ob es sinnvoll war von der U-Bahn Station Bologna zum Bf. Tirbutina zu fahren? Ich zweifle daran denn die verschlungenen Wege runter und wieder hoch dürften zzgl. der Wartezeit auf die U-Bahn den direkten Fussweg zumindest an der Wegezeit weit überschritten haben.

Warum in Tirbutina die Gleise 1 Est bis 3 Est nicht irgendwie bei Gleis 1 bis 3 als „Tronko-Gleis“ also am Bahnsteigkopf sondern hinter Gleis 20 usw. zu finden sind muss man nicht verstehen. Zumindest sind die jetzigen 1 bis 3 Est vom neuen Querbahnsteig aus erreichbar und nicht wie vor Jahren auf verschlungenen Pfaden quer durch alle Etagen.

Zunächst recht unspektakulär durch die relativ flache Landschaft geht rs aber schon bald recht stramm aufwärts nach Avezzano.

Die wie Storchennester auf den Bergen thronende oder an Vorsprüngen und Bergflanken hängenden Städte und Dörfer faszinieren stets aufs neue.

In Avezzano hat es angenehme 26°C im Schatten weshalb sich der Aln668 mit dem es nun bald wieder hinunter nach Roccasecca gehen soll entschloss seine Klimaanlagen ohne Funktion zu lassen. Aber dafür hat es ja Fahrtwind bei geöffneten Fenster…

Das Ort döst derweil in der Sommersonne.

Von Avezzano kommt man mit den Zug auch schön quer über den Appennin nach Pescara an der Adriaküste. Aber nur 2x am Tag. Schade eigentlich da die Strecke landschaftlich etwas hergibt.

Auch aus Avezzano heraus geht es erst mal in der Hochebene weiter aber nach einem Tunnel im Seitental eröffnet sich ein enges Tal welches wieder von diversen Dörfern auf den Bergspitzen gesäumt ist. Das Tal wird mal breiter und schmäler und insgesamt geht es sehr abwechslungsreich hinab nach Roccasecca.

Die Fahrgastzahlen sind sehr übersichtlich. Mehr wie 2 bis 5 Fahrgäste waren selten im Zug, in Kombination mit den zahlreichen Langsamfahrstellen über diversen Brücken lässt dies keine grosse Hoffnung für die Zukunft der Strecke aufkommen. Aber selten waren 2h Fahrzeit so abwechslungsreich.

Von Roccasecca geht es wieder nach Rom zurück.

Und wie üblich stehen schon vor Rom wieder über 2000 Jahre alte Bauruinen herum. Baustellen aufräumen ist nicht so das Ding des Italieners wie mir scheint 😎

In Rom mal schauen ob der Papst zu Hause ist 😁

Es ist später Nachmittag / früher Abend (ca. 18:30) und die Touri-Brennpunkte sind nicht meher bzw. nicht mehr sonderlich überlaufen.

An der komischen Treppe drängen sich aber weiter die Massen. Da ist mir nebenan der Zugang zur Metro lieber. Denn der führt damit zum Hotel und anschliessend zum Essen.

Calzone und Pizza mit Nutella… „strange“ aber gut.

Morgen geht’s auf Umwegen bis fast an die Adriaküste.

Es regnet!

Aber erst später. Zunächst mal der Reihe nach.

Der Wecker klingelt erst um 8 und damit recht spät und es geht erst mal in die weniger gute Ecke von Rom.

Neben der Südseite und gaaaanz weit draussen kauert sich mit ihrem Bahnhof „Laziali“ die ehemals bis nach Frosinone führende Schmalspurbahn Roma Laziali–Giardinetti an die Stützwand des Hauptbahnhofs.

Die ehemals über 140km ins Landesinnere führende Bahn wurde mehfach verkürzt, zuletzt mit der Eröffnungung der Metro Linie C bis zu der an ihrem Betriebshof liegenden Station Centocelle. Das Fahrzeugmaterial ist sehr überaltert, der Betriebshof erscheint stark überdimensioniert, was auch nicht wundert wenn von ehm. ca. 140km Strecke nur noch 6km übrig bleiben und das Publikum ist doch etwas „speziell“. Wie gesagt es ist nicht die Postkartenseite von Rom.

An der Porta Maggiore verknüpft sich die Bahn mit den Linien der Tram, da aber derzeut hier an diesem Knoten diverse Weichen usw. ausgewechselt werden ruht aktuell der Trambetrieb in Rom.

Zurück am Hauptbahnhof wird in dessen Untergeschoss gewechselt und mittels Laufband zur Metro Linie A geeilt um die nächste Lokalbahn zu erreichen.

Neben der Metrostation der Piazzale Flaminio liegt die Endstation der über 100 km nach Norden nach Viterbo führenden ehm. Schmalspurbahn welche später auf Normalspur umgebaut wurde. Der Bahnhof liegt in einem Tunnel, die Fahrzeuge sind hochgradig versprüht und die Hitze in den aufgeheitzten und unklimatisisuerten Wagen fast nicht auszuhalten. Die Profis warten bis kurz vor Abfahrt auf den Bänken vor den Prellböcken oder auf den Einstiegstritten.

Sodenn man etwas durch die Fenster erkennen kann 😉 geht es recht flott auf zweigleisiger Strecke nach dem Tunnel ungefähr nordwärts teils dem Fluss Tiber entlang bis zur Station Montebello wo nach 11km auch der dichte und einer Metro oder Stadtbahn vergleichbare Verkehr endet. Ab jetzt geht es zwischen alle halbe bis zwei Stunden im „Nichttakt“ weiter. Hier ist auch die Tarifgrenze und so wird im dortigen Kiosk die Fahrkarte nach Viterbo erstanden und mit dem nächsten Zug geht es zunächst weiter is gut 56 Bahn-km entfernte Catalano, dem Betriebsmittelpunkt der Strecke.

Ist im ersten Abschnitt noch moderne Technik zur Zugsicherung eingesetzt so finden sich nun immer öfter mechanische Stellwerke, wobei die Signalhebel zumeist in einem Schrank auf dem Bahnsteig angeordnet sind. Der englische Begriff Signalbox bekommt da eine ganz andere Bedeutung. 😎

Die Bahn schlängelt sich durch gefühlt jedes Tal und über jeden Bergrücken bis bei über 30°C Aussentemperatur (im Schatten) Catalano erreicht wird. Die Suche nach dem ausgeschilderten Coop gestaltet sich ob wirrer Beschilderung schwierig aber doch erfolgreich.

Jetzt wartet sogar ein klimatisierter und kaum versprühter Triebwagen zur Weiterfahrt nach Viterbo. Am Himmel zieht derweil ein Gewitter herum.

Der Fahrplan in diesem letzten Abschnitt von 44 ist noch dünner und nicht gerade sonderlich gut auf den vorherigen Abschnitt abgestimmt. War der Oberbau bisher auch gut so wird die Fahrt nun ruppiger und sehr schwankend.

Und dann fängt es hinter Fabrica di Roma (ach hier wurde Rom also gebaut?!?) an zu regnen und die Endstation Viterbo wird bei strömendem Regen erreicht.

Der Bahnhof der FS liegt gut 200m parallel zu dem der Privatbahn und die kurzen aber erheblichen Regenmengen des Gewitters sammeln sich im Gleis am Bahnübergang.

Am Bahnhof Viterbo Porta Fiorentina parkt ein Bus der FS und ich lästere noch dass dies unser Bus werden wird.

Viterbo besitzt zwei Bahnhöfe Viterbo Porta Fiorentina und Porta Romana wobei ersterer zumeist von den Zügen aus Orte und letzterer von denen aus Rom angefahren wird. Zwischen den beiden Bahnhöfen verhehren nur eine Handvoll Fahrten am Tag, warum auch immer.

Noch eine kurze Runde durch die schmucke Altstadt von Viterbo…

… und bei der Rückkehr zum Bahnhof Viterbo Porta Fiorentina begrüsst die Anzeige mit einem Ausfall des Zuges um 17:49 aus Rom (eine der wenigen Fahrten zwischen den beiden Bahnhöfen von Viterbo) und dementsprechend der eigentlich geplanten Fahrt um 18:06 nach Rom. Irgendwas an der Strecke sei defekt wurde verlautbart.
Ein Ersatzbus bis Vetralla würde fahren, da dieser aber vmtl. auch aus der Ersatzleistung des ankommenden Kurs kommt und nach der Planabfahrt noch nicht in Sicht war wurde umgeplant und mit dem bereits gesichteten Bus um 18:16 nach Orte gefahren. Auf der Stecke nach Orte wird derzeit gebaut, daher der Bus.

Die Fahrweise des Busfahrers ist sehr sportlich und fast pünktlich wird der Bahnhif von Orte (der recht weit vom interessant auf dem Berg liegenden eigentlichen Orte entfernt liegt) erreicht und mit dem RV geht es flott nach Roma Turbutina und zum Abendessen.

Toskana

Heute ging es aus der flachen Po-Ebene hinauf in den gebirgigen Teil der Emilia-Romagna und die Toskana und ich kann mich in Bologna auf dem Weg zum westlichen Kopfbahnsteug wieder über die Bahnpolizei Einsatzfahrzeuge amüsieren.

Zunächst auf der alten Hauptstrecke „Direttissima“ nach Prato und dabei durch mehrere lange Tunnel die dafür sorgen dass Gebirgszug relativ steigungsarm zu durchqueren ist. Die in gewisser weise parallel nördlich davon von Bologna über Pistóia nach Prato führende ältere Strecke ist dahingehend wesentlich steiler und kurviger trassiert.

Mitten im über 18,5 km langen „Grande Galleria dell’Appennino“ („Appennin Basistunnel“) hält der Zug an. Es sind alte Bahnsteige erkennbar und in der Tat gab es bis in die 1960er Jahre hier einen Bahnhof mit Ausweichgleisen den man vom über dem Tunnel liegenden Ort mit 1000 Treppenstufen erreichen konnte. Der Grund für den Halt ist am nächsten regulären Halt zu erkennen als ein Eisenbahner mit Taschenlampe und Werkzeug aus dem Zug steigt.

In Prato ist etwas warten angesagt und nach weiterem Umsteigen in Florenz wird Arezzo erreicht.

Von hier geht es mit der Privatbahn „La Ferrovia Italia“ welche die Züge unter der Marke „Trasporto Ferroviario Toscano (TFT)“ sowie die Infrastruktur auf den Strecken Arezzo Stia und Arezzo – Sinalunga betreibt.

Zunächst geht es hinauf nach Stia durch die liebliche Landschaft die jedoch nur bedingt genossen werden kann da heutige italienische Fahrzeugkonstrukteure anscheinend eine Vorliebe für Nichtfensterplätze besitzen. 🤨

Der kurze Aufenthalt wird zum Erwerb der Fahrkarten am etwas kuriosen Automaten genutzt. Eine Tabelle weist den Fahrpreis aus und was man einwirft wird zur Fahrkarte.

Keine Münzen? Pech gehabt. Keine Kleinen Münzen… dann halt überzahlen. 😁

Leider weist die Tabelle nicht den Preis nach Sinalunga aus.

So wird die Anschlussfahrkarte halt beim Umstieg in Arezzo wieder im Kiosk geholt und schon geht es weiter nach Sinalunga über die etwas weniger gebirgige Strecke.

Neben dem grossen Depot bei Arezzo stehen auch unterwegs noch viele alte Personen- und Güterwagen auf den Abstellgleisen.

Der Bahnhofsteil der RFI von Sinalunga ist ohne Oberleitung und nach 23 Minuten warten sorgt ein aus Siena kommender Aln668 für den Weitertransport nach Chiusi-Chianciano Terme wo „dank“ der doch sehr eigenartigen Halte- und Anschlusspolitik gut 1:23 Warten angesagt ist.

Die Unterführung von Chiusi-Chianciano Terme erinnert etwas an Star Trek und ab ind3an kommen Züge vorbei. Das Ort ist eher uninteressant.

Währenddessen gewittert es über den Bergen was einen netten Regenbogen erzeugt (siehe Beitragstitelbild).

Der IC nach Rom hat leider gut 25min Verspätung.

Die Fahrzeit kann gut für den Tagesbericht, unterbrochen von einem Dienstgespräch (warum geht immer das kaputt was nicht auf Lager ist. Dennis als mein Vertreter tut mir leid), genutzt werden. Druckertüchtigte Wagen scheinen in Italien auch ein Fremdwort zu sein. In den Tunneln der Schnellfahrstrecke nach Rom gibt es gut Druck auf die Ohren.

Es wird hiet unten wahrlich früh und schnell dunkel und so wird Roma Termini um kurz nach 21 Uhr bereits in dunkler Nacht erreicht und die Freigabe der Türen lässt dann noch mal gefühlte 5min auf sich warten.

Runter zur Metro (in die Gegenrichtung kommt was neues von CAF, zum Hotel geht es mit der B in einer abgewatzen Ursprungsgarnitur) und ab zur Haltestelle Bologna (Hallo?!? Das war doch der heutige Start), Einchecken und auf Futtersuche gehen.

Dabei einen Laden „Doppelgänger“ gesehen. Lustig…

Burger mit Bratkartoffel gibt’s heute mal und zum Ausklang Simpsons in französisch mit schweizer Werbung.

Vive le Europe. 🤣😂

Morgen geht’s durch die Stadt und ins Umland.

Auf nach Italien

Zu Hause ist es zu heiß, also warum nicht nach Italien fahren? 🤣

In aller Herrgottsfrühe (typischer Holger K. Fahrplan 😎🤗) ging es ab Darmstadt erst mal nach Stuttgart um, wieder einmal das Milliardenloch zu bewundern.

Mittlerweile beginnt man die „Dach“stützen zu betonieren welche vom Lehrgerüst aber eher an einen Überlauf eines Stausee erinnern. Kommt also doch das Projekt Baggersee 21? 😅

Und Zugvögel hat es hier auch…

Weiter geht’s zeitweise mit +5min übet die Gäubahn nach Singen und vorbei am Rheinfall nach Zürich HB welcher dann 3min vor Plan erreicht wird, weshalb der planmäßige 7min Übergang zum Neige IC Richtung Tessin total entspannt wird. Kann ja mal was klappen…

Und nein… es braucht laut SBB keine direkten Züge nach Locarno. Nein, total überflüssig diese Forderung. Ist ja nur der halbe ICN (RABDe500) in Bellinzona ausgestiegen und wird nun mit dem Flirt der S20 nach Locarno verbracht.

Unsereins steigt aber schon in Cadenazzo aus um mit der S30 via Luino nach Gallerate zu fahren.

Noch mal einen reagierenden Güterzug fotografieren, dürfte für due nächsten Woche das letzte mal sein sowas zu sehen. Einzelwagenladungsverkehr ist in Italien schon lange ein Fremdwort.

In Luino ist im Tilo/SBB/Trenord Flirt dann Personalwechsel und ab dann dauern die Halte in den Bahnhöfen wieder länger da er ja stets inkl. Pfeiffen durch das Zugpersonal Abgefertigt werden muss.

Die Unterführung in Gallerate steht im starken Kontrast zum Ort und dem Empfangsgebäude. Es komnt diverses an Personen- und ab und an ein Container-/KLV-Zügen durch. Liegst doch bei Gallerate das grosse Hupac Verladezentrum.

Leider ist das alles aus dem gut besetzten Minuetto Triebzug schlecht zu erkennen da dieser im Hochflurbereich echte Wandplätze ohne Fenstet besitzt. Das Werbeschild für einen „Genusszug“ hier unten auf dem Bild hängt dabei über der Kopfstütze des Vierer am Fenster.

In Milano C wurd dann der ECE bestaunt und nun geht es weiter im Regionalzug (Regionale Veloce, also sowas wie ein RE) mit klassischen einstöckigen Wagen und einer Tiefkühlklimaanlage durch die Einöde der Po-Ebene nach Bologna. Dem heutigen Etappenziel

Achja. Die Trabsportfahrzeuge wie man sie u. a. in grossen deutschen oder schweizer Bahnhöfen z. B. für den Transport von Personen mit Gehbehinderung nutzt hat es in Milano C auch und insbesondere in der Version „Alarm für Cobra 11“. Inkl. Blaulicht 😎🤣

Denn wer will schon quer durch den Bahnhof von der Polizeiwache an Gl. 21 zum Mignions Stand an Gl. 3 laufen bei der Hitze.

Vor Bologna dann noch ein Wettrennen mit einem Freccerossia das der „RE“ sogar gewinnt.

Man merkt dass man etwas weiter südlich ist da schon kurz nach 20 Uhr die Abendröte einsetzt.

Zimmerbezug und Mafiatorte in der Nachbarstrasse und der Tag klingt aus.

Tourstatistik

Meine Herren ist das eklig warm hier zu Hause…

Was für ein Glück geht es am 2.8. wieder weiter… in den Süden nach Italien 😀

So hier mal der Rückblick auf die Tour auf Basis der Daten die Komoot und das Fahrradnavi aufgezeichnet hat.

Zusammen mit der Fahrt zum Hotel am 20.7., der Rundfahrt im Hinterland von Basel am 22.7. sowie die Heimfahrt ab Eberstadt am 30.7. hat die Tour von Spiez über Montbovon, Aigle, St. Gingolph, Agettes nach Brig folgende Werte ergeben:

Komoot: 497,3 km Strecke bei 5.420m aufwärts und 5.640m abwärts.

Fahrradnavi: 507,3 km Strecke bei 6.007m aufwärts und 6.054m abwärts.

1x Hinterradbremsbeläge wechseln (St. Gingolph) und der Fahrradständer hat den Geist aufgegben, warum auch immer.

Sonst alles in Ordnung. Hat Spaß gemacht.

Holprige Heimfahrt

Das war der Plan:

1) IC 815
-> Romanshorn
Ab 09:49 Brig, Gleis 6
An 11:58 Zürich HB, Gleis 34

2) IC 188
-> Stuttgart Hbf
Ab 12:35 Zürich HB, Gleis 7
An 15:36 Stuttgart Hbf, Gleis 5

3) IC 2292
-> Frankfurt(Main)Hbf
Ab 16:04 Stuttgart Hbf, Gleis 6
An 17:22 Darmstadt Hbf, Gleis 5

4) RB 75
-> Aschaffenburg Hbf
Ab 17:32 Darmstadt Hbf, Gleis 8
An 17:35 Darmstadt Nord, Gleis 3

5) VIA RB82
-> Erbach(Odenw)
Ab 17:44 Darmstadt Nord, Gleis 4
An 18:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Wobei ab Darmstadt eigentlich schon das Rad vorgesehen war.

Und dann…

Jeah!
IC 288 Zürich- Stuttgart an mit gut +15 (bis Singen absolut pünktlich).

Der Anschluss IC 2188 um 16:04 nach Darmstadt zählt von +10 auf +45 hoch und fällt dann aus. Na toll.
Aber es gibt die Alternative mit dem nach Saarbrücken, um wenigstens nach Mannheim zu kommen. Aber dem fehlt zur Abfahrtzeit die Lok und die Durchsage im Zig prognostiziert eine Abfahrtverspätung ist ca. 20 – 40min. Letztendlich ist er wohl auch ausgefallen

Ein ebenfalls das Rad mitfürender bringt die Idee auf den ICE 572 (ICE4 mit Radtransport) Richtung Hamburg zu nutzen und oh Wunder es sind von den 8 Radstellplätzen genau zwei nicht reserviert. Der ICE verlässt Stuttgart mit etwas über +10 und hält als Umleiter über die Bergstraße vsl. in Heidelberg Hbf, mit Ausfall von Mannheim und Ffm Flughafen.

In Heidelberg wird Gleis 5 angefahren die RB68 (Plan ab 18:21) ist mit +10 auf Gleis 3 angekündigt. Also entspannter Umstieg. But Carma is a bitch.

Dann mit + 20 angekündigt und auf Gleis 5 verlegt. Danke, nochmal das Rad die Treppe hochtragen.

Letztendlich ging es, da diverse ECE und ICE vorgelassen wurden mit gut +30 in Heidelberg los und in Heppenheim wurde die RB 68 von 3x ICE, 2x EC und 1x S-Bahn überholt.

Damit könnte man den 20:37 in den Odenwald locker erreichen.

Aber ich habe keinen Bock mehr auf Treppen und steige daher in Eberstadt aus. Mitlerweile ist es 20:11 und damit hier schon über 2h nach der Planankunft zu Hause.

Via Mühltal ging es per Rad nach Hause.
Inkl. Einkauf im REWE in FORA an Haustüre 21:18.
Der Vias hatte übrigens auch Verspätung und war erst für 21:44 in Reinheim prognostiziert.

Aber eigentlich gibt es nur zweierlei ärgerliches am Tag. Pöbelnde Kunden die das Zug- und Servicepersonal absolut unwürdig anpöbeln und dass mir beim Umstieg in Heidelberg die Dose Walliser Bier beschädigt wurde so dass ich es wegschütten (3/4 waren in die Vortasche ausgelaufen) musste.

Seufz…

Aber was soll’s 99% meiner Fahrten sind unspektakulär und bei über 2h Verspätung gibt es trotz Sparpreis CH auch vdl. noch eine Erstattung.

Abet darum kümmer ich mich am Dienstag. Jetzt erst mal erholen.

„Ruhetag“ im Wallis

Heute mal keine Etappe oder Rückreisestress… einfach nur entspannen.

Ja nee, ist klar und gerade heute werd ich früh wach und sitze schon um kurz vor halb Neun im Regionalzug Richtung Zermatt mit dem Ziel Stalden-Saas. Brig ist auch gerade erst im Erwachen.

Im März 2017 hatte ich Stalden schon mal besucht und wollte nun die Fotostellen unterhalb des Bahnhofs bei gutem Wetter nochmal umsetzen.

Aber zunächst ging ich erst mal auf die Suche nach weiteren Motiven oberhalb von Stalden.

Man ist zudem am Bauen um die Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr zu entlassten. Insbesondere Reisebusse fahren gut alle 2-5 min durch den Ort um die Touristen nach Täsch zu bringen. Sehr heftig, dabei sind die MGB Züge schon alle halbe Stunde zwischen Zermatt, Visp, Brig und Fiesch unterwegs.

Am Kreisel auf der anderen Talseite in Illas wo später auch die Umgehungsstraße einmünden eird wurde eine ehm. Lok der Gornergratbahn aufgestellt.

Bei Stalden und Illas ist das Tal sehr schroff und steil und die Bahn hangelt sich an deren Kante entlang.

Der Sonntagsverkehr macht sich auch beim Postbus bemerkbar wo diverse Kurse in Doppelführung gefahren werden.

Zurück in Stalden geht es durch den alten Ortsteil und an der Kirche vorbei talabwärts. Inmitten der Wiesen und Wingerte ergaben sich nette Motive.

Noch eine Detailansicht der Zahnstange und ein bergwärts fahrender Zug und es ist Zeit für einen Stellungswechsel.

Da es selbst hier „angenehme“ Temperaturen gegen 28°C und mehr hat wird beim Umsteigen in Visp erst mal der Getränkevorrat ergänzt bevor es weiter nach Grengiols geht.

Die altehrwürdige HGe 4/4 wartet derweil im MGB Depot auf einen adäquaten Einsatz auch wenn der Alpine-Classic-Express dieses Jahr vsl. leider nicht fahren wird.

In Grengiols ist beim Ausstieg noch echtes Schmalspurbahnfeeling angesagt. Es gibt nicht mehr viele Stationen in denen man auf derart schmalen Bahnsteigen aussteigt während der Gegenzug ausfährt.

Als nächstes wird der Anstieg Richtung Lax erklommen wobei sich bei bestem Wetter hervorragende Aussichten ergeben. Es ist hslt nur ziemlich heiss.

So heiss dass die Kamera im Telefon sich, während der Powerpack nachläd, sich temporär wegen Übersetzung anmeldet.

Irgendwann ist Lax erreicht. Der Weg dorthin scheint übrigens früher einmal ein Wässerweg gewesen zu sein worauf die bergseitige Vertiefung hindeutet.

Die flachen Steinplatten unter den Schuppen sollten dafür sorgen dasd keine Mäuse an die dort gelagerten Vorräte gelangen.

Während in Brig und Visp die Supermärkte am Samstag bereits um 17 Uhr schliessen hat der Volg im kleinen Dorf Lax täglich bis 20 Uhr geöffnet. Verrückte Welt.

Und warum es dort Eichbaum Bier aus Mannheim sowie irgendeine „rosa ‚Eve‘ Plörre“ gibt muss man wohl nicht verstehen.

Dann bleib ich lieber beim Elmer Zitro und einem Eis bevor es weiter nach Fiesch via dem Talboden bei Niederernen geht. Am Wasserkraftwerk üben derweil zwei Alphornspieler.

Und schon geht es wieder runter ins Tal zum nächsten Kraftwerk im Talboden. Das Wasser wird hier sehr effizient genutzt.

Bald ist Fiesch erreicht und Reinhard in seinem Feriendomizil „heimgesucht“ 😊

Bei Kaffee und Kuchen ist es dort im Schatten bei leichtem Wind sehr gut auszuhalten.

Aber irgendwas muss ich wieder hinab zim Bahnhof an dem die Busse aus den Seitentälern weitere Fahrgäste herankarren und nach halb Sieben ist wieder Brig erreicht.

Abendessen, ein Blick auf das Höhenmodell des Wallis (das ich inkl. der 2017er Herbsttour, jedoch ohne Furka, in Gesamtlänge durchfahren wurde) und Brig taucht ein in die Nacht.

Hier nun die zwei heutigen Wanderbschnitte mit gesamt 12km und 400 Höhenmetern

Vormittagstour 2018-07-29 Rund um Stalden

Nachmittagstour 2018-07-29 Von Grengiols nach Fiesch

Am Montag geht es über Zürich und Stuttgart wieder nach Hause bevor es, ohne Fahrrad, am 02.08. via Schweiz nach Italien zu diversen Nebenbahnen und zurück in den Bregenzer Wald.

Mal schaun ob alles klappt…