Über die Berge nach Hause

Auf dem schnellsten bzw. direktesten Weg nach Hause? Machbar, aber eher langweilig.

Daher wählte ich die umständliche aber landschaftlich reizvollere Variante über Filisur und den Oberalppass nach Göschenen.

Dann mit dem Traverso die Gotthardrampe runter nach Luzern und normalerweise fährt er bis Basel durch aber heute endete er vorzeitig im Banknoten Olten.

Umstieg in einen Dosto IC2000 bevor es dann in Basel SBB das Downgrade auf einen ICE4 gab.

Immerhin fuhr er, wenn auch anders gereiht wie am Bahnsteig und SBB App angezeigt, aber er fuhr und das bis Mannheim sogar pünktlich bis vor Plan.

Manheim ab +2 und Frankfurt Hbf an +3

Auch wenn der DB Navigator meinte der Anschluss zum IC nach Darmstadt würde nicht mehr erreicht, es reichte locker.

Und so wurde Darmstadt Hbf absolut pünktlich erreicht.

Zum Glück musste ich für morgen früh die Dienstkutsche holen, sonst wären es auf den letzen Metern noch mindestens +60 geworden da die RB82 um 19:25 wegen „kurzfristigen Personalausfall“ (ja, ja, wer es glaubt) erstzlos ausgefallen ist.

Hier der Fahrplan

Ab 08:31 Davos Platz – Gl. 2 (R 1, Richtung: Filisur)
An 08:56 Filisur – Gl. 3

Umsteigen

Ab 09:00 Filisur – Gl. 1 (IR 38, Richtung: Chur)
An 09:52 Reichenau-Tamins – Gl. 4

Umsteigen

Ab 10:05 Reichenau-Tamins – Gl. 3 (RE7, Richtung: Disentis/Mustér)
An 11:11 Disentis/Mustér – Gl. 2

Umsteigen

Ab 11:14 Disentis/Mustér – Gl. 3 (R 45, Richtung: Andermatt)
An 12:22 Andermatt – Gl. 2

Umsteigen

Ab 12:29 Andermatt – Gl. 3 (R 44, Richtung: Göschenen)
An 12:44 Göschenen – Gl. 11

Umsteigen

Ab 13:09 Göschenen – Gl. 1 (IR 26, Richtung: Olten)
An 15:28 Olten – Gl. 10

Umsteigen

Ab 15:33 Olten – Gl. 7 (IC 6, Richtung: Basel SBB)
An 16:01 Basel SBB – Gl. 9 (Änderung auf Gl. 4)

Umsteigen

Ab 16:13 Basel SBB – Gl. 5 (ICE, Richtung: Berlin Ostbahnhof)
Wagenreihung am Bstg und SBB App verkehrt herum dargestellt. In SBB App aber Hinweis auf geänderte Zugslomposition. Im DB Navigator war die Anzeige korrekt, jedoch ohne Angabe der Bahnsteigsektoren /-abschnitte. Ein Hoch auf funktionierende Netzwerkübergreife IT Systeme…
An 19:08 Frankfurt (Main) Hbf

Umsteigen

Ab 19:18 Frankfurt (Main) Hbf – Gl. 13 (IC, Richtung: Stuttgart Hbf)
An 19:35 Darmstadt Hbf – Gl. 10

Mehr Text zu den Bildern gibt’s später

Wechsel per Postbus ins Tessin

Im Tessin waren wir auf den diversen debx Touren schon öfters und meist über die üblichen Bahnstrecken, aber diesmal ging es auf vollkommen neuer Route in den Süden.

Dazu galt es aber relativ früh aufzustehen denn der Zug fuhr schon um kurz nach 8 ab, dank der verkehrsgünstigen Lage der Jugi direkt am Bahnhof wurde dieser aber wenigstens ohne langen Fussweg erreicht.

Die Gruppenreservation war Ausgeschildert und so ging es entspannt am Brienzer See entlang nach, weil schon vorgestern aber da über 1h später, nach Meiringen.

Hier erfolgte dann der Wechsel auf den Bus zum Sustenpass welcher wie der Bus nach Gletsch erstmal die Aareschlucht überwinden muss um nach Innertkirchen zu komnen. Die Wetterlage ist bedeckt mit „Schlonz“, also recht unstrukturierte Wolken, am Himnel und ohne Bodennebel der vorgestern eine interessante Stimmung erzeugte.

Unterwegs wird dann Gebäck (kein Schreibfehler) an einer Bäckerei aufgenomnen und dann später oberhalb Innertkirchen an einem Haus abgestellt.

Das Infoschild am Ortsausgang von Innertkirchen kündigt am Sustenpass Schnee an.

Die Fahrtstecke das Tal des Gadmerwasser ist interessant und mit diversen sehr schönen Ausblicken gespickt.

Und kurz vor der vorerst Endstation „Steingletscher“ liegt dann in der Tat der erste Schnee.

Hier waren dann knapp 20min Wartezeit auf den Bus aus Andermatt angesagt der dann wieder nach Andermatt zurück fuhr.

Warun man hier, irgendwo im Nirgedwo, aber wenigstens mit Gasthaus die Buslinie bricht erschien erst unlogisch, aber später wurde der Grund erkannt. Denn, soviel sei vorab verraten, der Fahrer sprach primär italienisch.

Im Bus nach Andermatt geht es nun Kehre für Kehre weiter hinauf zur Passhöhe.

Kurz nach der Haltestelle Susten Passhöhe wurde damn der eigentliche Pass mit einem kleinen Tunnel unterquert.

Im Gegensatz zur westlichen Rampe hat es hier nur wenige Spitzkehren, die Strasse folgt dem Tal der Meienreuss und fällt dabei kontinuierlich ab.

Aber die Ausblicke ins Tal und die umliegenden Berge sind wirklich beeindruckend und ich nehme mir vor den Pass auch irgedwann per Rad zu genießen.

Kurz vor dem Wechsel ins Tal der Reuss und der Gotthard Bergstrecke bei Wassen hat es dann noch etwas an Kehrschleifen und dann geht es hinter Wassen auch schon wieder das Tal der Reuss hinauf.

Leider kam kein Zug passend zum Postbus an den Fotostellen vorbei.

In Göschenen wartet derweil der MGB Pendelzug auf Fahrgäste Richtung Andermatt und durch die Schöllenenschlucht geht es nun hinauf nach Andermatt wo der Bahnhof, zimidest hinsichtlich der Zugänge gewaltig verändert hat. Der Hauptzugang und die Busstation liegen nun auf der Nordseite.

Und jetzt löst sich auch die Frage vom Susten, denn das Gepäck muss für den in 25min fahrendenden Bus nach Airolo nicht ausgeladen werden, der Bus vom Sustenpass geht nämlich auf den Kurs über den Gotthardpass nach Airolo über. Auch ganz praktisch.

In Andermatt wurde m Bahnhof richtig geklotzt. Nicht nur dass nördlich des Bahnhofs ein komplett neuer Ortsteil aus dem Boden gestampft wurde, auch das neue „Emofangsgebäude“ inkl. Unterführung und Tunnel zur Seilbahn (für lauffaule Skifahrer inkl. Laufband) ist für Menschenmassen ausgelegt.

Der Bahnsteig Gl. 2 und 3 wurde zwar nicht sonderlich verändert, aber der Zugang von der relativ schmalen Treppe auf eine großzügige Rampe Umgebaut.

Derweil kämpfen drei Siemens Techniker mit dem Anschluss der alten Zugsicherung. 😉

Pünktlich um 11:30 Uhr setzt der Bus seine Fahrt fort und über Hospental geht es nun den Gotthardpass hinauf der sich ab ca. 1800 bis 1900m.ü.M. auch mit Schnee zeigt.

Auch auf dem Gotthardpass hat es, wie bereits am Grimsel oder Susten, einen mindestens 20 minütigen Aufenthalt. Die Passfahrten dienen zwar auch heute noch dem Posttransport, die Fahrererin zum Steingletscher hatte auch Post für das Hotel dabei, aber primär sind es touristische Fahrtrouten.

Somit hat es genug Zeit für ein kurzes Sightseeing. Ursprünglich war geplant das hiesige Festungsmuseum Sasso San Gotthardo zu besuchen und mit einem späteren Bus weiterzufahren, aber das Museum hat im September leider Dienstags nicht geöffnet.

Aber es ist genügend Zeit für eine Wurst und ein Gotthardbier was zu einem bis auf das Wetter fast identischen Foto wie zur Radtour über den Gotthardpass im Juli 2024, damals jedoch in der Gegenrichtung, führte.

Es ist schon ein wenig kühl hier heroben und der Wind verstärkt es noch, aber die „Strickjacke“ reicht dafür noch gerade so aus, aber als der Bus wieder geöffnet wird ist es darin auch ganz angenehm.

Im Gegensatz zur Radtour geht es nun nicht über die alte Tremola Strecke sondern über die mit viel weniger steil seiende und nur wenige Spitzkehren besitzenden sowie mitceiner breiteren Fahrspur ausgestatteten neuere Trasse talwärts.

Und rasch wird es nun auch wieder grüner, der typische Alpenherbst mit den gelb bis rötlich gefärbten Nadelbäumen ust aber noch nicht in Sicht.  Noch…

In Airolo endete dann die Busfahrt und es wurde in den Zug umgestiegen.

Wie schon in Göschenen dominieren hier die Anlagen zum Bau der zweiten Röhre des Gotthard Strasdentunnels, damit sich die beiden Fahrtrichtungen nichtmehr eine Röhre Teilen müssen, das Landschaftsbild und auch hier wird vieles der Baulogistik per Bahn abgewickelt.

In Airolo besteht sogar noch eine Drehscheibe. Warum diese wenn deren Endlage nicht verriegelt ist dem Lokführer das Straßenverkehrschild für „Durchfahrt verboten“ und nicht das schweizer Adöquat für Schienenverkehr, eine runde rote Scheibe mit nach oben rechts steigendem weissen Strich, zeigt wiseen wohl nur Insider.

Im von der SOB geführten IR in dem die Gruppenreseevierung in den Displays angezeigt wurde rollt es sich nun bequem das Tal des dem Kanton den Namen gebenden Fluss Ticino hinab nach Süden.U

Unterwegs wurde auf einem Nebengleis ein vor sich hin verrottender ehm. BLS Gepäcktriebwagen gesichtet bevir um kurz nach 14 Uhr pünktlich Bellinzona erreichte wurde.

Hier auf 230m.ü.M. (Normal Null aus Genua) ist es auch ohne Sonnenschein deutlich wärmer wie auf dem 2091 bis 2106m.ü.M.hoch gelegenen Gotthardpass.

Durch die Altstadt von Bellinzona geht es nun zur südöstlich des Bahnhofs und unterhalb der alten Burgmauern des Castello Montebello gelegenen Jugendherberge.

Die Jugendherberge wird nach gut einer Viertelstunde Fussweg erreicht und ist in einem altehrwürdigen Gebäude untergebracht, einfach aber gut ausgestattet und das Zimmer bietet zudem einen 1a Bahnblick und Zugakustik 😉

Aber den restlichen Nachmittag im Zimmer zu verbringen wäre vergeudete Zeit und so fahre ich alsbald mit der S-Bahn nach Locarno.

Und im sogenannten Schneewittchensarg der italienenischen SSIF, welche zusammen mit der schweizer FART die Züge zwischen Locarno und Domodossola auf der Centovallibahn fährt, geht es nun weiter nach Intragna.

Den Schneewittchensarg hatte ich unangenehmer in Erinnerung, er ist aber doch recht geräumig, nur der Sitzabstand ist recht knapp und insbesondere relativ laufruhig.

Begleitet von interessanten Wolkenformationen wird Intragna erreicht und ich begebe mich auf den Weg zur Strassenbrücke über den Fluss Isorno um das klassische Fotomotiv der markanten Eisenbahnbrücke zusammen mit der Kirche von Intragna zusammen einzufangen.

Das Motiv ist von der Strassenbrücke aus recht gut umsetzbar, nur halt um diese Uhrzeit komplett gegen die Sonne, welche sich bei den bei den mit einem der neuen Triebwagen von, na wer wohl, Stadler geführten Züge sich zumindest hinter den Wolken etwas versteckt, beim aus Domodossola kommenden „Schneewittchensarg“ bringt sie den Bildsensor aber sehr stark an seine Grenzen und darüber hinaus.

Dazwischen schaute ich auch ob optional ein Bild Richtung Osten, also talauswärts, möglich wäre, aber die Strasse führt leider nicht weit genug bis zur alten abgebrochen Brücke. Ich hätte vielleicht doch die Drohne mitnehmen sollen, aber die schlummert noch im Rucksack in Bellinzona.

Die Seilbahn Intragna – Pila-Costa ist seit Jahreswechsel 2024/25 ausser Betrieb wegen „Sanierung“, wovon jedoch von aussen nichts erkennbar ist.

Noch einen Zug abwarten und dann begebe ich mich zur bei der Brücke gelegenen Bushaltestelle. 

Zur passenden Zeit kam auch ein Bus, aber dessen Aussenanzeigen waren inaktiv. Als ich den Fahrer fragen will fuhr er schon Los und da kommt auch schon ein Bus mit „Locarno“ in der Anzeige entgegen.

Der Fahrer hiekt nochmal und mit kurzem Sprint wurde dann doch der richtige und zunächst recht volle Bus erreicht. Warum ich an der falschen Haltestelle stand und m Bus nach Spruga landete?

Ich hatte den Fahrplan falsch gelesen und meinte die Postbusse nach Locarno würden wie der Zug links des Flusses verkehren, was aber wie ich merkte falsch war.

Trotz dichtem Strassenersatzverkehr wird Locarno fast pünktlich erreicht, der Anschlusszug ist am Prellbock gesteckt voll, wird aber zur Zugspitze hin kontinuierlich leerer.

Hi hi hi, der RE80 fällt aus. Ob da die Aura des Odenwaldbahn RE80 bis hierher wirkt?

Und so geht’s am Lago Maggiore entlang und das Ticino Tal hinauf wieder nach Bellinzona.

In der Aktstadt ist nun nach 18Uhr deutlich weniger los wie heute Nachmittag.

Die Abendsonne bescheint die Jugi und Burgmauer und vom Zimmer konnte nich kurz die Paralleleinfahrt der S-Bahnen aus Lugano und Locarno beobachten werden bevor es wieder zurück in die Altstadt zur Piazzaria Michele ging.

Nach gutem Essen dann noch ein paar Nachtaufnahmen bevor es ins Bett geht.

Dabei wurde ein wenig mit dem Fotografieren des altuell nur zu 50% sichtbaren Mond Experiment.

Es ist schon der Hammer was diese winzigen Fotosensoren mittlerweile leisten.

Zum Abschluss wieder der heutige Fahrplan.

Ab 08:04 Interlaken Ost – Gl. 4 (PE, Richtung: Luzern)
An 08:35 Meiringen – Gl. 1

Fussweg

Ab 08:50 Meiringen, Bahnhof (B 162, Richtung: Steingletscher, Susten)
An 09:41 Steingletscher, Susten

Umsteigen

Ab 10:00 Steingletscher, Susten (B 162, Richtung: Andermatt, Bahnhofplatz)
An 11:04 Andermatt, Bahnhofplatz – Kante 1

Umsteigen

Ab 11:30 Andermatt, Bahnhofplatz – Kante 1 (B 110, Richtung: Airolo, Stazione)
An 12:50 Airolo, Stazione

Fussweg

Ab 13:02 Airolo – Gl. 2 (IR 26, Richtung: Locarno)
An 14:00 Bellinzona – Gl. 3

Zimmerbezug in der Jugi

S 20
Nach Locarno
Ab 15:19 Bellinzona, Gleis 3
An 15:45 Locarno, Gleis 2

PE 72
Nach Domodossola
Ab 15:51 Locarno FART, Gleis 11/12
An 16:08 Intragna

Ab 17:15 Intragna, Ponte (B 324, Richtung: Locarno, Stazione)
An 17:39 Locarno, Stazione – Kante A

Fussweg

Ab 17:45 Locarno – Gl. 3 (S20, Richtung: Castione-Arbedo)
An 18:11 Bellinzona – Gl. 1

Morgen geht’s zur Zahnradbahn auf den Monte Generoso, eine der wenigen Bahnen in CH die ich noch nie befuhr.

Über den Gotthardpass

Der Gotthardpass stand schon länger auf meiner Liste zum Befahren per Rad.

Mit den Zug schon mehr- und zigfach drunter durch (oben und unten) und sogar schon in beiden ausgestiegen. Sowohl im Scheiteltunnel als auch im Basistunnel.

Aber obendrüber? Da verlässt mich mein Gedächtnis. Ich meine nein.

Der nächtliche Regen ist weggezogen und sogar etwas blauer Himmel lässt sich schon blicken.

Aber ich fahre erstmal in die falsche Richtung, da ich mir erstmal noch die Schlucht südlich von Rodi-Fiesso ansehen will.

Vor lauter tosenden Wasser hört man kaum den Zug und so gelingt gerade noch ein Notschuss eines nach Süden fahrenden Giruno.

Ab September wird es, mit dem Abschluss der Reparaturarbeiten im Gotthardbasistunnel, auf der Bergstrecke wieder viel ruhiger werden. Aktuell verkehren neben den regulären stündlichen Traverso Zügen nach Locarno der SOB je Richtung noch zwei Züge (Giruno, RABD500, Pendolino) und ab und an ein Güterzug über die Bergstrecke.

Wegen Bauarbeiten ist die Schlucht nicht per Rad auf der alten Strasse passierbar, dann halt etwas laufen.

Die Bilder geben nicht annähernd das Spektakel des tosenden Wassers im engen Felsbett dar.

Aber jetzt geht es bergauf, kurz darauf noch ein Giruno in nördlicher Richtung und ich hoffe das Jagdverbotsschild, zumindest scheint es die Übersetzung davon zu sein, bezieht sich nur auf Tiere und nicht auf Züge 🙈

Ein FS/TI Pebdolino ETR610 drängt sich dann auch noch ins Bild.

Und so wird alsbald Ambri-Piotta erreicht, zwei kleine Orte mit einem vergleichsweise riesigen Eishockeystadion.

Im Bahnhof warte ich dann erst mal ein paar Züge ab, so auch den RABD500, welcher als Neigezug hier vor der Eröffnung des GBT die Hauptlast im Fernverkehr trug. Dann eine Re4/4 mit dem Gotthard-Panorama-Express inkl Panoramawagen für die 1. Klasse und einer uralt Schlurre mit öffenbaren Febstern für die 2. Klasse. Von beiden wird augenscheinlich gut gebrauch gemacht.

Zum Abschluss kreuzt noch der SOB Traverso mit dem SBB Giruno.

Funfact, das auf der anderen Talseite liegende Ritom Kraftwerk besaß lange Jahre einen Gleisanschluss quer über die Autobahn so dass bei allfälligen Transporten nur die Leitplanken entfernt und natürlich die Autobahn gesperrt werden musste. Im Zuge der Sanierungen, Lärmschutuz und Ausbau der Autobahn wurden die Gleise aber nun aus der Autobahn entfernt. Ausserhalb liegen die Gleise noch.

Ich hatte erst die verwegene Idee per Standseilbahn (welch eigentich ein Schrägaufzug mit Antrieb in der Talstation ist) das Rad und mich (Velo kostet 10 CHF extra) hinauf fahren zu lassen, den Ritom Stausee zu besichtigen und dann wieder runter nach Airolo zu rollen. Der Gedanke den Bock aber in der Bergstation über die steilen Stufen nach oben zu wuchten, nee. Dann lieber irgendwann mit Wandern verknüpfen oder falls das Rad dabei ist dies ohne Gepäck zu machen.

Also geht’s ohne Standseilbahn weiter Richtung Airolo.

Und auch in der Engstelle südlich Airolo wieder ein Glückstreffer.

Ein in südlicher Richtung fahrender SBB Fernverkehrs Flirt2 trifft auf der Brücke auf einen SBB Giruno der Gegenrichtung.

Das Schild verlautbart dass der Gotthard und Nufenen offen sind. Gut, letzter ist heute nicht relevant und so geht’s durch Airolo zum Einstieg in die Gotthardrampe

Ich weiche hier etwas von der Veloroute 3 ab und erklimme die ersten hundert Höhenmeter auf einem gut fahrbaren Feldweg, fernab jedweden Verkehrs.

Derweil verschwindet kurz darauf ein SOB Traverso im Gotthardtunnel.

Jetzt trifft der Feldweg wieder auf die alte Gotthardstrasse, welche abschnittsweise „nur“ gepflastert ist. Bei Nässe und bergab könnte das „interessant“ werden.

Zwar ziehen im Süden dicke Wolken auf, aber zum Pass wollen diese wohl doch nicht.

Noch 9km bis kurz vor den Scheitelpunkt der Gotthardpassstrasse. Mal sehen was da oben an Akkukapazität noch übrig ist.

Aber zunächst geht es Kehrschleife für Schleife weiter hinauf. Der vier mal am Tag über den Gotthard fahrende Postbus nimmt auch bevorzugt die neue Gotthardstrasse.

Und jetzt biegt die alte Passstrasse „Tremola“ in ein Seitental ein und statt der zuvor langen geraden mit relativ weiten Kehren wird es jetzt geradezu „wild“ mir vielen kurz aufeinander folgenden engen Kehren, wie am Berg als auch dem Kartenausschnitt gut zu erkennen ist.

Und ab und an kommt, natürlich gerade hier am Gottard, immer wieder was vorbei was man jahrzehntelang nicht sehen sollte. Das mitlerweile inaktive TCS Notruftelefon gehört da aber nicht dazu.

Und Kehre für Kehre geht es ähnlich den Spaghetti zum Abendessen gestern Abend immer weiter hinauf.

Abgesehen von einigen Motorradfahren sind ältere Sportwagen und Velos die Hauptnutzer. Und dann noch ein echter Oldtimer. Der muss natürlich mit ins Bild. Ich mag mir die Kehren gar nicht ohne Servolenkung vorstellen…

Und dann kommt so langsam die Passhöhe bzw. Ospizio in Sicht.

Fast geschafft, mit 2091m liegt Ospizio noch kurz unter der Passhöhe, aber ein Zwischenstop bietet sich an.

Die Pferde der Postkutsche sind auch gerade im Wartungsmodus.

Eine Rast mit Bier aus Faido und Wurst (siehe Titelbild) wird eingelegt und ganz nebenbei, die Akku Restkapazität steht trotz intensiver Nutzung der Unterstützungsstufe 3 (100% dazu) noch bei 50%.

Das Festungsmuseum Sasso St. Gotthardo hat heute leider zu, aber zur Not kommt man ja auch mehrmals am Tag per Postbus hier hoch.

Nur noch ein paar hundert Meter weiter ist mit 2106m.ü.M die Passhöhe erreicht und von nunan ging’s bergab.

Kurz bevor die alte Passstrasse in die neue einmündet steht der Oldtimer am Rand und wird von seinem Fahrer gepflegt. Alte Autos brauchen eben mehr Pflege und dieser blitzt und blinkt sogar unter der Motorhaube.

Ab hier ist wieder mehr Individualverkehr mit dabei und so ist flottes Rollen angesagt, man will den Verkehr ja nicht mehr behindern wie unbedingt nötig. Aber ab und an hat es Seitenflächen um anzuhalten zum Fotografieren.

Das Gebäude mitten im Nirgendwo ist keine Kapelle oder ähnliches sondern ein Be- und Entlüftungsbauwerk des Gotthard Strassentunnels der hier genau unterhalb verläuft, bei Hospental steht noch so ein Ding.

Kurz vor Hospental ist einer der „Grand Tour of Switzerland“ Landmarken aufgestellt.

Ab hier geht’s nochmal auf einem Feldweg weiter zum Ort.

Auf der Radtour im Herbst 2017 hatte ich das in der Nähe von Hospental gelegene klassische Postkartenmotiv am Viadukt über die Furkareuss schon mal versucht, aber das Wetter war nicht so doll und auf der Sommerradtour 2019 war es zwar besser aber noch nicht so gut wie heute.

Daher fahre ich noch einen kleinen Abstecher Richtung Realp und erfreulicherweise kommen zwei lokbespannte Regionalzüge nach Andermatt vorbei, ersterer und der kürzere ist vermutlich eine Leerfahrt da nicht im Fahrplan zu finden und Verfrühung von 5 bis 10min ist auch bei der MGB eher nicht üblich. Und dann kommt auch noch der Glacier-Express Richtung Brig vorbei und keine Fotowolke in Sicht. Wunderbar.

Danach geht’s in „kürzester Fahrtzeit“ [tm] zurück nach Hospental.

Und rüber nach Andermatt, während sich ein MGB Triebwagenzug zum Oberalppass hinaufschraubt.

An der Teufelsbrücke nur ein kurzer Stopp da der Bereich schon auf der Sommerradtour2019 ausgiebig erkundet wurde und so wird flott hinabgerollt, natürlich nicht ohne geeignete Fotostops.

Kurz vor Göschenen finde ich dann noch eine Fotostelle an der dem Zug nach Andermatt aufgelauert werden kann.

Wie auch in Airolo befinden sich zum Bau der zweiten Strassenröhre für die Autobahn umfangreiche Anlagen im Aufbau. Unter anderem wird gerade über den ehemaligen Güter- und Autoverladegleisen eine umfangreiche Verladeanlage für Schüttgüter errichtet welche das Bahnhofsareal eindeutig dominiert.

Auf dem dritten Gleis der MGB auf dem Bahnhofsvorplatz wartet eine recht neue Diesellok mit Zahnradantrieb mit ihrem Bauzug auf den nächsten Einsatz. Das Gleis 2  (12) ist eher ungenutzt da in der Regel auf der Stecke in der Ausweichstelle gekreuzt wird.

Die Verlängerung der beiden Gleise „11“ und „12“ zum Güterschuppen ist gesperrt und das weiterführende Gleis über die Brücke der hier aufgestauten Göschenerreus zum SBB Verladekran ist mangels Bedarf schon lange abgebaut. Güterverkehr führt die MGB nurnoch als Punkt zu Punkt Verkehr zwischen Visp und dem autofreien Zermatt aus.

Und dann gehts gemütlich rollend auf der relativ schwach befahrenen Kantonsstrasse weiter talwärts. Vorbei an einem der vielen ehemaligen Militärdepots welches heute zur Lagerung von „spaltbaren Material“ dient.

Ein Blick auf die Reuss und wiedermal Dinge die man nicht sieht am Wegesrand bevor Wassen erreicht wird. Auf der Autobahn bildet sich gerade ein respektabler Stau in Richtung Göschenen.

Die 2016 genutzte Fotostelle zwischen den Bäumen mit dem Motiv der Wattinger Kurve am Tunnelportal ist so leider nicht mehr umsetzbar, die Bäume sind halt gewachsen und direkt am Portal gefällt mir das Gesamtbild nicht sonderlich.

Also zurück auf die linke Talseite und nach etwas Wartezeit wurden ein Traverso nach Norden und ein Giruno nach Süden erwischt.

Als ich oben am Bahnhof wieder ankam rauschte gerade eine Re4/4 mit einem kurzen Postzug aus dem Tunnel und nach kurzem Unsetzen über die Strasse konnte ich diesen dann nochmal unten im Tal erwischen.

Auch die Kirche von Wassen wurde, da schon 2016 bzw. 2019 erkundet, ignoriert und es geht weiter nach Gurtnellen.

Kurzer Baustellen Zwangshalt am SBB Kraftwerk von Wassen und dann wird der Bahnhof von Gurtnellen erreicht der sich durch das Fenster geblickt so präsentiert als sei das Stationspersonal nur gerade eben mal kurz weg.

Es wird plötzlich sehr windig und bei 2 bis 3% Gefälle muss ich trotzdem richtig reintreten um weiter flott vorwärts zu kommen.

Das Motiv mit der Brücke kurz vor dem Etappenziel in Intschi werde ich vsl morgen früh versuchen mit einem Zug umzusetzen.

Ankunft im Gasthof Schäfli und Begrüßung durch eine der beiden total entspannten Hauskatzen.

Uiii, Rohrverkabelung. Auch schon lange nicht mehr gesehen, aber in alten Fachwerk und Holzhäusern nicht unüblich.

Aber nun ist es Zeit zum Abendessen.  Brennessel-Kartoffelsuppe, klang interessant und schmeckte auch. Gebnau wie die Pouletbrust mit Haussauce.

Ab und an klingt es nach einer deutschen Bahnübergangsakustik, aber die stellt sich als „Klingelton“ zur Abfertigung der Seilbahn direkt neben dem Gastof Schäfli heraus.

Das Zimmer hat übrigens sogar eine eingeschränkte Fotomöglichkeit auf die Gotthardbahnstrecke oder halt zur blauen Stunde auf den Bus nach Göschenen.

Apropos blau? Welcher der drei erlebt wohl morgen nicht mehr? Es wurde die Volg Eigenmarke und das naturtrübe kann sogar sehr überzeugen.

Durch die beiden Abstecher wurden es am Ende mit 68km, somit gut 10km mehr wie geplant, wobei die Höhenmeter aufwärts mit 1400m nur 170m mehr wurden und 36% Restakku war am Ende auch noch da.

Insgesamt also dann doch eine entspannte Tour und auch, so meine Meinung, in Süd-Nord-Richtubg am besten zu befahren. Denn im Individualverkehr von Hospental die erste Hälfte oder gar Göschenen – Andernatt hochzuochsen stelle ich mir nicht angenehm vor.

Somit hier wie gewohnt der Link zur Tour bei Komoot zur heutigen 10. Etappe.

Morgen Mittag ist dann „Bergfest“ für die geplanten 21 Etappen.

Durch den Newsletter des Basel Tattoos habe ich mal neugieriger weise geschaut wie es von der Belegung her am Samstagabend aussieht.

Die mittel- und höherpreisigen Plätze sind fast alle ausgebucht aber im „Niedrigpreisbereich“ mit schlechteter Sicht hat es noch grosse freie Flächen.

Vielleicht müsste die Arena anders aufgebaut sein, aber geht vielleicht nicht da das auch wäre wie ein 30m breiter und 2m langer Bus weil jeder in der ersten Reihe sitzen will. 😉

Der Wetterbericht sieht für Samstagabend im Moment wenig gut aus, aber erstmal abwarten.

Vom Rigi zum Bernina

Vom Zimmer aus konnte heute morgen der geschäftige Güterverkehr der Rigibahn beobachtet werden, was auch vom Nachbarzimmer geschah. Ein Highlight war dabei der Transport eines LKW mit Holzpellets. Kein billiges Vergnügen was laut Info aus dem Hotel mit um die 400 CHF zu Buche schlägt.

Nach dem Frühstück ging es dann weiter, heute stand der Umsteigemarathon mit sieben Umstiegen an, von denen einige recht knapp gestrickt waren. Spoiler, alle haben geklappt.

Zunächst ging es erst einmal hinauf in die Endstation Rigi Kulm wo vom roten Triebwagen aus Vitznau in den blauen Triebwagen nach Arth-Goldau umgestiegen wurde.

Da derzeit keine Mehrfachtraktionen nötig sind konnten beide Züge in einem Gleis geparkt werden.

Dies war auch daher nötig da ein Triebwagen mit Bauarbeiten in Rigi-Staffel die Zufahrt zum andren Gleis blockierte. Wie schon gestern war das Wetter auch jetzt recht unterschiedlich und wechselhaft.

Überpünktlich wird Arth-Goldau erreicht, leider wurde der Gotthard-Panorama-Express von Gleis 4 nach drei verlegt was einen Gang durch die Unterführung nötig machte. Da der Zug zudem etwas verspätet war war dies ebenfalls kein Problem.

Der Zug der SOB die seit Fahrplanwechsel wieder Fernverkehr über den Gotthard von Zürich und Basel nach Locarno anbieten war sehr gut gefüllt und die reserierten Plätze der Gruppe nicht verfügbar, aber trotzdem, stehen musste keiner.

Die Verspätung konnte etwas abgebaut werden und der flotte Umstieg in Göschenen klappte, wobei auch der nächste Zug für den Anschluss in Andermatt gereicht hätte.

Die Teufelsbrücke hüllte sich derweil im Nebel.

In Andernatt lockere es wieder auf und am Hang ist der Zug aus Disentis erkennbar.

Dessen Lok wird umrangiert und er wird unser Zug nach Disentis.

Und schon schraubt sich der Zug die zahlreichen Kehrschleifen hinauf zum Oberalppass.

Am Albulapass ist es geradezu winterlich. Es erinnter mich stark an meine Radtour im Herbst 2017 über diesen.

Aber kurz hinter den diversen Schneegallerien im Vorderrheintal ist es wieder herbstlich grün.

Schneller bahnsteiggleicher Umstieg in Disentis in den Zug Richtung Scuol und durchs wunderschöne Vorderrheintal nach Reichenau-Tamins.

Die Surselva, also der Durchbruch des Vorderrhein nach Reichenau-Tamins, lässt ob der schroffen Talflanken die Kameras heisslaufen. 😉

Und in Reichenau-Tamins war wieder Unsteigen Richtung Samedan über die Albulastrecke angesagt.

Egal wie oft ich die Strecke schon gefahren bin, der Ausblick ist immer wieder schön. Besonders mit passender Reiseverpflegung und mal in der 1. Klasse.

In Filisur grösste das bis Ende Oktober 2x täglich zwischen Davos und Filisur mit einer hist. Komposition inkl. offener Wagen verkehrende RhB Krokodil herüber.

Ein Tunnelfoto im alten Albulatunnel dessen Nachfolfer Teil der vorherigen debx Tour war und nach Umsteigen in Samedan und Pontresina war der Zug nach Alp Grüm erreicht.

So viel Panorama…

Pünktlich angekommen und bei Pizzocheri klingt der Tag aus.

Abschließend hier der Fahrplan zur heutigen Etappe:

Ab 09:35 Rigi Kaltbad-First (CC 1109, Richtung: Rigi Kulm)
An 09:42 Rigi Staffel

Ab Rigi Staffel (Fussweg)
An Rigi Staffel

Ab 10:06 Rigi Staffel (CC 126, Richtung: Arth-Goldau RB)
An 10:48 Arth-Goldau RB

Ab Arth-Goldau RB (Fussweg)
An Arth-Goldau

Ab 10:54 Arth-Goldau – Gl. 4 (IR 2417, Richtung: Locarno)
An 11:50 Göschenen – Gl. 1

Ab Göschenen (Fussweg)
An Göschenen

Ab 11:54 Göschenen – Gl. 11 (R 637, Richtung: Andermatt)
An 12:06 Andermatt

Ab Andermatt (Fussweg)
An Andermatt

Ab 12:28 Andermatt – Gl. 2 (R 836, Richtung: Disentis/Mustér)
An 13:39 Disentis/Mustér

Ab Disentis/Mustér (Fussweg)
An Disentis/Mustér

Ab 13:44 Disentis/Mustér – Gl. 3 (RE 1744, Richtung: Scuol-Tarasp)
An 14:49 Reichenau-Tamins – Gl. 3

Ab Reichenau-Tamins (Fussweg)
An Reichenau-Tamins

Ab 15:09 Reichenau-Tamins – Gl. 4 (IR 1149, Richtung: St. Moritz)
An 16:45 Samedan – Gl. 2

Ab Samedan (Fussweg)
An Samedan

Ab 16:48 Samedan – Gl. 3 (R 1949, Richtung: Pontresina)
An 16:57 Pontresina – Gl. 1

Ab Pontresina (Fussweg)
An Pontresina

Ab 17:04 Pontresina – Gl. 4 (R 1649, Richtung: Tirano)
An 17:42 Alp Grüm

Von der Rhone zum Bernina

Tag 3 der debx-Exkursion und heute war Ortswechsel angesagt.

Es ging von Brig via dem Goms, Furka Basistunnel, Andermatt, dem Oberalppass und dem Vorderrheintal nach Reichenau-Tamins und von dort über den Albula auf den Berniapass zum Tagesziel Alp Grüm. Und das bei herrlichen Herbstwetter.

Leider fehlt mir, bedingt durch die netten Gespräche am Abend in der Gruppe, wie gestern schon die Zeit für einen vollständigen Reisebericht.

Daher hier nun aber die Bilder zum heutigen Tag und die Details folgen dann später. Versprochen.

Der Wagen, welcher sich wie der ganze Zug sehr gut füllte wurde in Brig „geentert“ und dann das.

Der Wagen mit der Gruppenreservierung ist mit ausgefallener Klimaanlage oder Heizung bezettelt.
Hmmm, die Heizung läuft was soll die Klimaanlage sein? Fenster nicht zu öffnen?
Und ich frotzele noch und ja, eines der Fenster ist an der Gepäckablage hochgebunden. Das ist also die Klimaanlage. 🤣

Aber die anderen Fenster funktionieren und im oberen Goms wird der Zug auch ein wenig leerer so dass nun fleißig Signale und die herrliche Landschaft fotografiert werden können.

In Hospental kruezt dann ein „kurz Autozug“ aus zwei Transportwagen die mit einer Tunnellok Ge 4/4 III hinten und einer HGe 4/4 II vorne bespannt sind.

Nach dem Umstieg in den Regionalzug nach Disentis/Mustér, welcher erst kurz vor abfahrt mit einer HGe 4/4 II bespannt wurde fing es hinauf auf den Oberalppass.

Dieser präsentiert sich frisch verschneit. Der Regen heute Nacht wie in Brig kam also hier oben als Schnee herunter.

Der Umstieg in Disentis/Mustér ist wie üblich „knapp“ reicht aber für ein Bahnsteigfoto, insbesondere da der Zug Richtung Chur mit einer Ge 6/6 II bespannt ist.

Und das Winterwunderland am Oberalppass noch mal en Detail.

Durch das Vorderrheintal mit seinen imposanten Felsformationen geht es nach Reichenau-Tamins und nach einem weiteren Umstieg in den RE Richtung Albula.

Ein paar der Mitreisenden haben entdeckt dass der Zug aus Disentis bis Landquart durchläuft und fahren via Vereinatunnel ins Engadin.

Man bleibt hier aber bei der Ursprungsplanung und spät sommerlich bzw früh herbstlich präsentiert sich das Albulagebiet und Engadin.

In Samnden dann die nächsten „Verluste“, es wird die fahrt via St. Moritz gewählt. In anbetracht des guten Wetters lautet aber u. a. mein Entschluss „kürzeste Fahrtzeit bis Alp Grüm“ um noch ein paar Fotos um Alp Grüm herum machen zu können.

Herrlicher Tunnelblick in Ospizio Bernina.

Und dann ist auch Alp Grüm erreicht. Nach dem Einchecken und abklären wegen dem Zeiptunkt des Abendessens sowie dass die weiteren Teilnehmer nun „tröpfelches weise“ eintreffen werden geht es zu Fuß ein wenig in Richtung Ospizio Bernina zurück um den Zug aus St. Moritz mit dem nächsten Gruppenanteil abzulichten.

Neben dem Abstellgleis ist ein grösserer Mast für die Materialseilbahn sowie eine Fläche für die Baulogistik eingerichtet die für die Sanierung der Galerien unterhalb von Alp Grüm benötigt werden. Eine Baustelle die auch Bestandteil des morgigen Exkursionsprogramms sein wird.

Und dann kommt langsam die Abendröte über den Palü Gletscher gekrochenen.

die Nacht bricht herein. Jetzt erst mal eine Ovomaltine vor dem Abendessen.

Nach dem Esen und ausgiebigen Gespröchen ist jetzt erst mal Zeit für „Zzzzz“ denn Morgen steht ein eng getaktetes Programm auf dem Plan.

Hinauf auf den Furkapass…

und hinab zum Urnersee.

Das sind 1190 Meter hoch und 2020 Meter abwärts auf gesamt 80km Strecke. Der Akku war ab Hospental „rot“ da unter 15% gefallen aber er wurde erst vor Amsteg mit 8% zur Sicherheit gewechselt.

Aber der Reihe nach.

Ich starte relativ früh gegen 8:30 um rechtzeitig vor dem Frühzug / Wanderzug bei Gletsch abzulichten.

Aber trotzdem ist noch Zeit für ein paar Bilder auf dem Weg.

Und bei bestem Licht kommt der Zug.

Weiter nach Gletsch und sich noch schnell mit Rivella und Apfelkuchen beim Hotel Glacier du Rhône versorgt und dann wird der Anstieg zum Furkapass in Angriff genommen.

Postkartenmotive wohin man auch schaut.

Und dann kommt bei Muttbach auch noch der morgendliche Dampfzug nach Oberwald vorbei. Herrlich und dann geht’s weiter bergan.

Ein Zwischenstopp wird am Belvédère eingelegt um hier den Rhonegletscher zu besuchen, bzw. was davon noch übrig ist. Bis in die 1980er Jahre konnte man diesen noch im Hintergrund des Bahnhofs Gletsch erkennen. Mittlerweile hat er sich weiter und hinter einen Felsabsatz zurückgezogen und ist vom Tal aus „unsichtbar“.

Im unteren Teil gibt es einen Gletscherstollen in dessen Bereich der Gletscher mit Geotextil abgedeckt ist um den Schmelzprozess abzubremsen.

Nach der Abkühlung im Gletscher folgen noch ein paar Serpentinen und der Furkapass mit seinen 2436m.ü.M. ist erreicht. So hoch war ich mit dem Rad bisher nicht gekommen.

Zeit für einen Kaffee.

Von nun an ging es bergab. Die Eindrücke sind auch auf der Urner Seite überragend.

Tief im Tal schnauft der am Freitag nachmittäglich verkehrende Zug hinauf zum Furka Scheiteltunnel.

Unterhalb des geschlossenen Hotel Galenstock finden sich Bauernhäuser mit „unauffällig“ massiven Kellergeschoss. Tarnung ist im Reduit alles.

Nach der steilen Abfahrt nach Realp ist die Weiterfahrt im Tal richtig entspannend.

Der Glacier Express überrascht mich bei Zumdorf und am Viadukt bei Hospental zieht passend zum Zug eine Fotowolke auf.

Mein Zeitplan geriet derweil etwas ausser Tritt aber es sollte ja weiter bergab gehen.

In Hospental dann eine Umleitung über die nördliche Talseite wegen Strassenbauarbeiten. Gut auch schön, dann entfällt damit auch der Schlenker durch Andermatt und es geht direkt in die Schöllenenschlucht.

Für die bergwärts fahrenden Radfahrer gibt es bis zur Teufelsbrücke einen eigenen Seitenstreifen, die talwärts fahrenden sollen wohl die Strasse benutzen. Bei dem Verkehr, nein Danke.

Erst mal etwas die Teufelsbrücke besichtigt und dann ging es auf der alten Strasse bergab.

Der Fuss- und Radweg setzt sich später auf dem Dach der Einhausung der Strasse fort.

Irgendwann soll dann aber wieder auf die Strasse gewechselt werden. Ich entscheide mich das Rad den Wanderweg runterzuschieben um über die alte Steinbrücke nach Göschenen zu gelangen.

Die diversen Stufen und insbesondere die steile Treppe im Verlauf des Wegs sah ich von oben nicht, aber was solls. Die alte Brücke und besonders die Bahnbrücke über die Reuss waren das auch wegen des Fotomotivs wert.

Und dann ist das heute recht beschauliche Göschenen erreicht.

Bei Wassen staut es sich, wie fast üblich auf der Gotthardautobahn inkl. min. zweier Flixbusse *hähähä*

Es geht schnell abwärts im Tal und schon ist Amsteg mit dem das Dorf dominierenden Kraftwerk und Brücke erreicht.

Ab jetzt geht es flacher aber gleichwohl flott nach Attinghausen bei Altdorf.

Leider hat die Restauration vom Hotel Krone in der ich Übernachte Sommerferien und so muss ich in die Pouletburg ausweichen. Der Name ist der Speisekarte Befehl und somit wird es das „Poulet im Körbli“. Dazu ein regionales Bier aus Altdorf.

Danach noch eine Runde durchs Dorf.

Komoot kaspert weiter. So dass kaum Bilder hochladbar sind. Ein Macken den ich voraussichtlich erst zu Hause reparieren kann.

Daher hier nur die Route fast ohne Bilder.

2019-07-19 Fr Etappe 6 Ulrichen-Attinghausen

Ortswechsel

Der Sonnenschein hatte sich gestern vmtl. verausgabt denn heute hatte er Probleme mit dem Aufstehen. Der morgendliche Blick zeigt dass das Programm „gutes Wetter“ heute wohl etwas länger brauchen wird.

Um den 9:28 nach Disentis zu erreichen müsste ich mich mit dem Frühstück und Auschecken aus dem Hotel sputen… nee wozu der Stress.

Stattdessen nehme ich dem 9:55 Sportpendel nach dem Oberalppass und das Wetter scheint zwischenzeitlich auch aufgewacht zu sein. Es wird besser.

Aber mal ehrlich. Mit dem Rollkoffer im Winter auf dem Oberalppass kommt man sich reichlich deplatziert vor. Aber schön ist es hier allemal.

Der Zug aus Abdermatt kommt in geradzu untypischer weise fast pünktlich an, bekommt aber vom Gegenzug einige Minuten aufgebrummt und durch die dadurch erfolgte Verlegung der Kreuzung von Mompé-Tujetsch nach Sedrun kommen in Summe 12min ab Sedrun zusammen. Hmm, bei 5min Übergang in Disentis? Das wird ggf. „lustig“, aber erst mal abwarten.

In Sedrun parken Fahrzeuge der SBB und Alptransit. Dass es letztere noch gibt?

In Bugnei hat der örtliche Bauunternehmen eine Werbung mit Bahnbezug am Gerüst aufgehängt 🤣😎😉

Die Verspätung reduziert sich auf knapp 8min, auch da an den Bedarfshalten niemand Ein- oder Aussteigen wollte und die RhB wartet am gleichen Bahnsteig den Anschluss ab. Sehr schön.

Durch die Surselva und die Rheinschlucht geht es Richtung Chur.

Die Sonne hat dem Schnee an den Nordhängen schon ganz schön zugesetzt, in geschützten Lagen liegt aber noch reichlich von der weißen Pracht.

Der Bordservice generiere sich aus der Reservedose Äppler aus der Heimat und Zweifel Senfchips. Das beste aus D, CH und F sozusagen 🤗

Hinter Ilanz läuft derzeit sogar etwas Holzverladung.

Ab Reichenau-Tamins herrschen schon regelrecht milde Temperaturen im Rheintal und nach 20min Aufenthalt in Chur setzt der Zug die Fahrt nach Landquart und Scuol-Tarasp fort. In Untervaz wartet der Rangierer mit seiner 232 (keine Ludmilla) auf die nächsten Einsätze und in Zizers betätigt sich Sienehmens CH (ex. Integra) im Kabelziehen, vmtl. für das ETCS Derivat für Schmalspurbahnen wie es die RhB als hierfür federführende Bahn in CH derzeit installiert.

Im Gewerbegebiet vor Landquart zeigt der Detailhändler Volg dass die regionale Belieferung auch per Bahn funktionieren kann. Auch Migros und in Graubünden insbesondere Coop setzen dabei auf Wechselbehälter so dass fann nur „die letzte Meile“ zum Supermarkt per LKW bedient wird.

In Landquart wird in den am gleichen Bahnsteig stehenden RE nach Davos Platz gewechselt.

Bis Malans bleibt es frühlingshaft aber schon wenige Kilometer weiter in Grüsch präsentiert sich das Prättigau tief verschneit. Wenngleich wie üblich mit „Sonnenflecken“.

Der Himmel zeigt sich immer blauer und schnell wird Davos Platz erreicht. Eindrucksvoll sind die Schneehöhen am See bei Davoser. Vom Winterwanderweg aus kann man diesen vor lauter Schneewänden nur erahnen.

Der Zug erreicht Davos Platz pünktlich auf Gleis 2, hängt das Verstärkermodul ab und setzt auf Gleis 3 um und wird somit zum Regionalzug nach Filisur. Eigentlich hätte er ja in Gleis 2 stehen bleiben können. Aber das Rangiermanöver erspart vmtl. Unklarheiten ob der dann in Davos bleibenden Wagen bei der Kundschaft, bzw. erspart das Verschließen der Zusatzwagen

Nun ins Hauptmodul umgezogen gfht es bei bestem Wetter durch die Zügenschlucht nach Filisur, dem Ziel des heutigen Ortswechsels.

Vir dem Abendessen und zur „Blauen Stunde“ wird noch schnell der Fotostandort oberhalb des Landwasserviadukt besucht und im örtlichen Coop Proviant gebunkert.

Ob es die Telefonzelle noch lange geben wird? Auf Grund der durch Mobiltelefone rapide gesunkenen Nutzungsquoten hat die Eidgenossenschaft der Swisscom das Vorhalten von Telefonzellen als Teil der Daseinsvorsorge aus ihrem Auftrag gestrichen.

Hier noch die Aufzeichnung, mit weiteren Bildern, der Mini-Wanderung zum Landwasserviadukt sowie der heutige Fahrplan:

R 826
-> Oberalppass
Ab 09:55 Andermatt, Gleis 1
An 10:14 Oberalppass, Gleis 11

1) R 828
-> Disentis/Muster
Ab 10:50 Oberalppass, Gleis 1
An 11:39 Disentis/Muster, Gleis 2

2) RE 1736
-> Scuol-Tarasp
Ab 11:44 Disentis/Muster, Gleis 3
An 13:41 Landquart, Gleis 6

3) RE 1045
-> Davos Platz
Ab 13:47 Landquart, Gleis 5
An 14:57 Davos Platz, Gleis 2

4) R 1837
-> Filisur
Ab 15:31 Davos Platz, Gleis 3
An 15:56 Filisur, Gleis 3

Hinab nach Andermatt

Ähm. Bitte wie?!? Ich bin doch in Andermatt.

Aber der Reihe nach.

Der morgendliche Blick aus dem Fenster bestätigte was gestern im Wetterbericht vorhergesagt wurde. Und das was da kam „nur“ gutes Wetter zu nennen würde dem nicht gerecht werden was Petrus den ganzen Tag bot.

So wurde wieder der Zug um 9:29 bestiegen der heute zu über 100% in der 2. Klasse mit Skifahrern Richtung Nätschen, Oberalppass und Dieni besetzt war wohingegen für die 1. Klasse „nur“ ein Panoramawagen beigestellt war und ausreichte, heute aber schon weit vor der Abfahtszeit. 😂

Sodenn ging es auch bequem bergan, heute jedoch nur bis Nätschen.

Erwähnte ich dass das Wetter einfach sagenhaft war? Nein? Nadenn es war wahrliches Kaiserwetter, insofern man diesen Begriff in der Schweiz und inmitten des sagenumwobenen Reduit überhaupt benutzen darf. 😊

Der Bahnhof Nätschen wurde in 2017 eteas verlegt um näher an die neue Mittelstation der Seilbahn heranzurücken und damit optimale Verknüpfungen für Schneesportbegeisterte zu generieren.

Ich orientiere mich zunächst ostwärts um die als Winterwanderweg präparierte Passstrasse so weit wie möglich Richtung Oberalppass zu laufen. Dabei erwische ich auch einen der drei und heute wieder mal „brechend vollen Autotransportzüge“ nach Sedrun.

Auf Höhe der Staumauer ist Schluss mit dem präparierten Weg. Warum das Schild mit den Warnhinweisen in Richtung Nätschen lesbar ist weis wohl nur der Wind der es vermutlich auch verdreht hat.

Dieser weht auch heute etwas und kühlt Finger und Nase sehr gut herunter.

Ich habe einmal Bilder von der Radtour im Oktober 2018 denen von heute direkt gegenübergestellt. Nur beim ersten Motiv hat es nicht 100% geklappt da der Winterwanderweg nicht bis zum Fotostandort ging. Daher ist dort die Perspektive in der Gegenrichtung.

Faszinierend was ein wenig blauer Himnel ein Motiv doch aufwertet.

Ochsen gab es dann eher weniger auf der unter einer hohen Schneedecke liegenden Passstrasse runter nach Andermatt. Dafür viele Ski- und Snowboardfahrer, Rodler und Wanderer die sich zivilisiert die Trasse teilen.

Als Besonderheit wartet die Strecke mit einem beschneiten Tunnelaschnitt auf. Ich laufe aber lieber aussen vorbei. Zu schön wärmt die Sonne.

Die Schneekanone ist dieses Jahr eher unterbeschäftigt da das Original in mehr als ausreichender Menge verfügbar ist.

Eine kleine Rast mit Jagertee ist drin und das Highlight des Tages ist die „Toilette to go“ die mir kurz darauf begegnet. 🤣😎

Weiter geht es hinunter ins Tal zu weiteren alten vom Oktober und neuen Fotostandorten. Die taktischen Zeichen an der Straße für Radfahrer, Autofahrer und Militär sind derzeit eher obsolet. Weiter wie bis kurz hinter Nätschen geht es eh nicht.

Sodenn wird Andermatt durchquert und auf dem Weg von vorgestern sich auf den Weg nach Hospental gemacht.

Die Sonne geht langsam dem Horizont entgegen und während die Lok der auf Oberleitunganlagen spezialisierten Fa. Furrer&Frey ihren Winterschlaf fröhnt wird Hospental erreicht.

Es muss kalt werden in Hospental wenn sogar Brunnen Handschuhe tragen…

Die Sonne ist weg und der 17:41 nach Visp wird noch am Schneeschuh-Bü geknipst bevor ich mich vorbei am Hospentaler Wasserkraftwerk zu einet kurzen Runde durchs Dorf aufmache.

Das Ort präsentiert sich tief verschneit und extrem still. Kein wunder wenn der Gotthardpass gesperrt ist. Wobei die meisten dabei an Hospental vorbeigeleitet werden.

Der Bahnhof von Hospental zeigt sich gepflegt, mit funktionierender Fahrgastinfo und beheiztem Warteraum.

Nicht lange und der Zug nach Andermatt kommt und Andermatt wird fast pünktlich und zur blauen Stunde erreicht.

Nach so viel entspannter Bewegung, wie üblich hier bei Komoot anzusehen, geht es direkt über zum Abendessen mit einem guten Whisky zum krönenden Abschluss.

Morgen ist ein „Stellungswechsel“ nach Filisur angesagt. Mal sehen ob ich das vormittags mache oder nach 12 um hier noch ein wenig zu fotografieren. Schaumermal. Es kommt auf’s Wetter an.

Ab in den Süden

Nach einer kurzen Nacht ging es um 6:30 ab Darmstadt Hbf nach Frankfurt. Normalerweise hätte ich gut 20min später von zu Hause abfahren können aber wegen kurzfristig angesetzter Arbeiten (Danke liebe Lärmschutzwandsanierer) wurde die Abfahrt des ECE 151 in Frankfurt von 8:01 auf 7:38 vorverlegt. Zu früh für den Samstagsfahrplan. Dafür fährt der ECE 151 dann via Riedbahn und Worms. Auch interessant.

Da ich mit einem Sparpreis Europa CH unterwegs war bekam ich eine Info über die Vorverlegung der Abfahrt aber den Vorschlag der Auskunft stattdessen mit dem Bus nach Darnstadt u f via RB68 nach NA-Friedruchsfeld und Umsteigen nach Mannheim zu fahren ignoriere ich lieber. Gerade ob der Zuverlässigkeit der auf der RB68 eingesetzten Twindexx.

Der Blick auf die Anzeiger. Richtung Mailand, Amsterdam, Goddelau oder Limburg?
Ich wähle Mailand. Aber wenn 2min vor der Planabfahrt zum 3. Mal ab- und aufgerüstet wird bin ich mal gespannt auf die weitere Fahrt…
Vielleicht wurde er deshalb gut 1/2h in der Abfahrt vorverlegt damit man genügend Zeit hat die Gurke zum laufen zu bringen. 🤣😎
Aber mit 7:44 statt 7:38 geht es dann doch schon los. *daumendrück*

Wie vermutet geht es ab Biblis rüber nach Worms und mit viel gezuckel ab Hofheim über Ludwigshafen nach Mannheim.

Warum man in Zeppelinheim den ECE an einem vom Flughafen kommenden ICE vorbeifährt aber dann in Walldorf den ECE auf den Rand fährt um den ICE vorbeizulassen muss man nicht wirklich verstehen.

Den ersten Schnee kann man dann bei Freiburg sehen wo auch ein Schnappschuss mit Tram entsteht. So jetzt noch schnell ein Kaffee.

In Haltingen rangiert die Kandertalbahn und bald ist Basel erreicht wobei die Verspätung kontinuierlich bei um die 10min bestehen bleibt. In Basel SBB wird das Stumpfgleis 3 angefahren. In SBB beginnt derzeit eine Hallendachsanierung. Ob die bisher alle Designänderungen der SBB überstanden habenden alten Bahnhofsschilder diese überleben?

In Luzern wuselt jede Menge in voller in top top gepflegter Arbeitsschutzkleidung stehender Truppenteile herum. Man wechselt Weichen aus. Ob der top Ausstattung bin ich immer wieder begeistert. Aber vermutlich wird die Arbeitskleidung nicht bei Bar***** gemietet. Mit +6 wurd Luzern verlassen aber in Meggen wegen einer Kreuzung wieder etwas audgebaut. Nicht gerade prickelnd bleibt das Wetter auf der Alpennordseite. Das ändert sich aber schlagartig nach dem Verlassen des Gotthardbasistunnels. Strahlender Sonnenschein und die grosszügigen Fahrtzeitreserven für den Tunnel machen aus Arth-Goldau +8 ein Bellinzona an Minus 2. So hat der Alsthom „Italiener“ in Bellinzona etws mehr Zeit sich die Sonne auf’s Blech scheinen zu lassen. In der Strasse vir dem Bahnhof zieht derweil der Faschingsumzug vorbei.

Zur Besetzung des ECE 151. Bis Basel war die Belegung in der 1. Klasse bei 10 bus 25%. Ab Basel 50% und ab Luzern bei gut 80%.

Mit dem Tilo Flirt (Kooperation von SBB und Trenord) geht es nun im Bergstecken „RE“ wieder zurück über die alte Gotthard-Bergstrecke nach Göschenen. Auch wenn auf den sonnigen Hängen der Schnee schon recht dezimiert ist so sind die Mengen im schattigen Tal sehr beachtlich. War der in Doppeltraktion gefahrene Zug bis Göschenen eher überdimensioniert so ändert sich dies dort schlagartig. Der Hausbahnsteig 1 ist schwarz vor Skifahrern. Am Bahnhofsvorplatz wartet derweil schon die MGB nach Adermatt. Das gute Wetter blieb leider südlich des Gotthard.

Die Suppe wird oberhalb Göschenen immer dicker. Nie berühmte Teufelsbrücke ist nicht einmal erkennbar. Die alten Sirze in neuem Gewand machen die kurze Fahrt sehr angenehm. Nach dem Einchecken im Hotel wurd ein wenig die Umgebung erkundet. Die Schneemengen sind schon mal sehr beachtlich.

Nach einem guten Halbpensionmenü kann ich zudem feststellen dass sich der Dunst langsam verzieht. Mal sehen wie morgen das Wetter wird.