Bahnhofswandertour zur Anreise

Die erste Etappe der Anreise zum Winterurlaub 2026 beinhaltet gleich mal eine kleine Wanderung. Denn die wegen Kopfmachen in Darmstadt Hbf (der Blindgänger am Nordbahnhof ist geborgen, aber jetzt müssen die Gleise usw. erst wieder rein)etwa 13min verspätete RB82 teilt sich das Gleis mit dem RE85 nach Babenhausen und steht in Gleis 10 daher vor der Bahnhofshalle.

Aber der Anschlusszug fährt auf Gleis 2 fährt eh erst in knapp einer halben Stunde, kein Grund für Hektik.

Ich mache es mir im Endwagen bequem, sonderlich voll wird es eh nicht.

Mangels aktivem ETCS gehts die Riedbahn mit 160 runter nach Mannheim was trotzdem pünktlich erreicht wird, obwohl der Zug zwischen Niederrad und Mörfelden ziemlich getrödelt hatte.

Der EC151 scheint üppige Fahrtzeitreserven zu haben.

Was er auch üppig hat sind Toiletten. Neben einer Unisex Toilette und einer reinen Damentoilette hat es auch eine für Stehpinkler die nur ein Urinal besitzt. Aus der ferne dachte ich erst das rechte Symbol sei nicht richtig montiert und daher nur zum Teil ausgeleuchtet.

Bei tristem Wetter gehts das Rheintal nach Weil am Rhein und Basel hinauf.

Mit dem beim beworbenen Apero Plättli inkludierten Wein könnte man sich das Wetter ggf. schön saufen, aber dafür ist es noch zu früh.

Bisher war der EC151 top pünktlich, aber hinter Basel Bad Bf auf der Verbindungsbahn stockert es gewaltig und der sportliche 8min Übergang in Basel SBB schmilzt auf knapp 5 Minuten.

Also dann flotten Fusses das Gleis 5 entlang und ein kleiner Sprint durch die Pasarellle nach Gleis 20 wo der BLS RABe 528 (MIKA) als IR56 nach Biel bereits wartet.

Der  Mika ist ein Stadler Flirt 4 und in der hochwertigen Innenausstattung dem SOB Gothardino recht ähnlich.

Er wird noch erreicht und pünktlich geht’s durch Tal der Birs über Laufen nach Delémont wo die Fahrtrichtung gewechselt wird und nebenan Schweizer Alkohol per Rangiertraktor verschoben wird.

Weiter nach Moutier, das vor wenigen Wochen per Volksentscheid vom deutschsprachigen Kanton Bern zum französischsprachigen Kanton Jura wechselte und nach dem langen Tunnel wird nach dem Abstieg bei Grenchen das eher flache Seeland erreicht.

Im zweisprachigen Biel/Bienne fährt der Zug extrem langsam ein. Der Grund wird beim Umstieg gewahr. Im Gleis steht auch noch ein auf Ausfahrt wartender Übergabezug von SBB Cargo.

„Dieser Zugteil bleibt in Biel, bitte aussteigen. Weiter fahrende Fahrgäste bitte im den vorderen Zugteil umsteigen“ ähm nein, besser nicht. 😉

Stattdessen wartet ein Bahnsteig weiter ein BLS Dosto „MUTZ“, aus der Stadler Kiss Reihe, dessen 1. Klasse im Einsatz ebenfalls als IR ggü. dem MIKA sehr enttäuscht. Aber die Fahrt ist ohnehin nur recht kurz. Kurz vor Bern HB kann in Wankdorf an der kleinen SBB Uhr des SBB Hauptsitz noch schnell ein Uhrenvergleich gemacht werden.

Der IR65 erreicht Bern HB zwar von Westen her, passiert aber die Bahnsteige und hält erst hinter der dunklen da überbauten Bahnhofs“halle“ am Außenbahnsteiggleis 49. Da Gleis 49 die Verlängerung von Gleis 9 ist und man die Fahrgstströme entkoppeln wollte hat es hier ein begehbares und Witterungsgeschütztes Bahnsteig“dach“ mit dem man vom am Hallenrand gelegenen Querbahnsteig, „die Welle“ genannt, ohne den Bahnsteig Gleis 9 bzw 10 zu nutzen zum Gleis 49 bzw. 50 kommt.

Also hoch, vorlaufen, rüber und runter nach Gleis 8 wo kurz darauf der IC 61 aus Basel via Olten nach Interlaken Ost einfährt.

Auf der IC Linie 61 sind noch klassische Lok/Wagen Züge mit den Loks der SBB Reihe Re460 aus den 1990er Jahren und eine der letzten grossen Entwicklungen der langjährigen Schweizer Lokomotivschmiede SLM und den ungefähr gleich alten und wie die Re460 in den letzten Jahren aufgefrischten Doppelstockgarnituren IC2000 unterwegs. Der gebutzte Zug hat noch einen Verstärkergarnitur aus einem EW IV Wagen und einem aus den UIC Wagen umgebauten Steuerwagen zusätzlich vorangestellt, wobei kein Durchgang zur IC2000 Garnitur möglich ist da einerseits der Dosto Steuerwagen keinen Durchgang hat und die IC2000 Wagen ihren Durchgang im Oberstock angeordnet haben, ähnlich wie später auch z. B. bei den SNCF Duplex TGV.

Durch die in keiner Weise winterliche Landschaft gehts weiter zum Thuner See. Nur auf den Höhen der umliegenden Berge hat es ab und an Schneeflächen.

Aber allgemein ist es einfach nur diesig und ab und zu regnet bzw. nieselt es etwas während sich der Zug Interlaken nähert.

Bahnsteiggleich wird umgestiegen, nun in die auf Meterspur verkehrende Brünigbahn die von der SBB Tochter Zentralbahn betrieben wird.

Hinter Brienz kommt mir die Idee auch noch die MIB von Meiringen nach Innertkirchen abzufahren, Zeit habe ich ja heute genug, so pünktlich wie heute alles läuft.

Die NUB war lange Jahre die „Werksbahn“ der Kraftwerke Oberhasli (KWO) und mit teils interessanten Gebrauchtfahrzeugen wie einem ehm. OEG Triebwagen aus Rhein/Neckar der ein Notstromaggregat eingebaut bekam um grosse Kraftwerksteile auch bei ausgeschalteter Oberleitung (Profil im Tunnel) nach Innertkirchen bringen zu können.

2021 trennte sich die KWO von ihrer Bahn und die Zentralbahn übernahm die Strecke und Traktion.

Da die MIB mit 1kV= in der Oberleitung betrieben wird können die Triebwagen nicht direkt in den Bahnhof von Meiringen einfahren und halten an einem vorgelagerten Bahnsteig, da die übrigen Strecken der Zentralbahn wie bei den SBB 15kV 16,7Hz in der Oberleitung haben.

Die Strecke nach Innertkirchen ist nicht lange, der Unsteigeknoten ist die vorletzte Station Grimseltor wo zu den Bussen umgestiegen werden kann, wobei die Linien über den Grimsel und Susten im Winter nicht verkehren da die Pässe im Winter gesperrt sind.

In der Endstation Innertkirchen Kraftwerk parkt auch ein ehemaliger Triebwagen der Frauenfeld-Wiel Bahn mit dem die Zentralbahn zusammen u. a. mit der RWTH Aachen versuche am Brünigpass fährt mit dem Ziel dass die zukünftigen Triebwagen über den Brünig trotz Gefälle/Steigungen von 120 Promille keine Zahnstange mehr benötigen.

Der nurnoch als Ausstellungswagen dienende Akku Triebwagen der MIB ist derzeit zerlegt und in Aufarbeitung.

Sodenn wieder zurück nach Meiringen und die gut 30min Übergang zum nächsten PE nach Luzern für eine kleine Besorgung in der Migros genutzt.

Lok und Wagen Garnituren gibt es bei der Zentralbahn auch noch, wobei diese primär nurnoch auf dem Ast nach Engelberg eingesetzt werden, nach Meiringen kommen diese nurnoch wegen der Werkstatt zur Instandhaltung. Der Verkehr über den Brünigpass ist fest in der Hand der Fink- bzw. Adler-Triebwagen und Güterverkehr hat es seit den 2000er schon keinen mehr, wobei die Rollbockanlage in Interlaken immernoch existiert.

Und dann geht’s hinter Meiringen stramm den Berg hinauf zur Passhöhe und zum etwas über 1000m.ü.M. gelegen Bahnhof Brünig-Hasliberg.

Was hier im ganzen Bahnhof an Schnee liegt hatte es letzte Woche im Bahnhof Rennsteig auf „nur“ 759m.ü.M. auf einem Quadratmeter.  🙁

Erst hinter der Passhöhe und in vor der Sonne geschützt Lagen hat es etwas Schnee.

Lungern und der zugehörige See präsentieren sich dagegen regelrecht frühlingshaft. Wobei der See einen massiv niedrigen Wasserstand aufweist.

Und weiter geht’s bis zum Vierwaldstädter See und damit ist dann auch bal Luzern erreicht wo kurz nach der Ankunft des PE sich eine HGe4/4, mit ihrem aus einer klassischen Einheitawagebmnganitur plus einem Modul wie es auch die Adler Triebwagen zur Verstärkung beigestellt bekommen, auf den Weg nach Engelberg macht.

Gesten vor 55 Jahren ist der alte Luzerner Hauptbahnhof fast vollständig abgebrannt, eines seiner alten Portale steht aber bis heute auf dem nach dem Neubau vergrößerten Bahnhofsvorplatz.

Selbst im Winter verkehren nicht gerade wenige Schiffe auf dem Vierwaldstädter See und das auch bis spätabends.

Noch etwas Turifotos von der alten Brücke machen.

Statt einer Strassenbahn setzt man in Luzern mit der Linue 1 auf Doppelgelenk Oberleitungsbusse.

Zimmerbezug und dann begebe ich mich auf die Suche zim Abendessen.

Am Ufer der Reuss werde ich beim Italiener fündig und das Risotto mit viel Käse und schönen Fleischstückern war richtig gut, ebenso wie die Panna Cotta.

Noch eine Verdauungsrunde über die Reuss und durch die Altstadt zurpck zum Hotel.

Hier sei noch der Tagesfahrplan dokumentiert.

RB82 (25160)
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 06:34 Reinheim(Odenw), Gleis 1
An 07:20 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 10 D-E

ECE 151 / EC 151
Nach Milano Centrale
Ab 08:02 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 3
An 10:54 Basel SBB

IR 1864
Nach Biel/Bienne
Ab 11:02 Basel SBB, Gleis 20
An 12:11 Biel/Bienne, Gleis 4

IR 3344
Nach Bern
Ab 12:22 Biel/Bienne, Gleis 7
An 12:48 Bern, Gleis 49

IC 969
Nach Interlaken Ost
Ab 13:04 Bern, Gleis 8
An 13:59 Interlaken Ost, Gleis 5

PE 2929
Nach Luzern
Ab 14:04 Interlaken Ost, Gleis 4
An 14:35 Meiringen, Gleis 1

Ab 14:45 Meiringen – Gl. 13 (R 71, Richtung: Innertkirchen Kraftwerk (Bahn))
An 14:56 Innertkirchen Kraftwerk (Bahn) – Gl. 1

Umsteigen

Ab 15:02 Innertkirchen Kraftwerk (Bahn) – Gl. 1 (R 71, Richtung: Meiringen)
An 15:13 Meiringen – Gl. 13

Umsteigen

Ab 15:41 Meiringen – Gl. 1 (PE, Richtung: Luzern)
An 16:55 Luzern – Gl. 14

Morgen ist eine Fahrt auf den und rund um den Rigi vorgesehen. Schaumermal…

P. S. Der Beitragstitel war mir wegen der längeren Bahnhofswege bei den Umsteigen in Frankfurt, Basel und Bern eingefallen, nachdem ein Scherzkeks u. a. bei Komoot die der Baustelle für S21 geschuldeten sehr langen Wege von den Bahnsteigen von Stuttgart Hbf (oben) zur S-Bahn als Fernwanderweg Stuttgart Hbf betitelt hatte.

Weiterfahrt in die Reifenstadt, mit Hindernissen

Die Ursprungsplanung sah vor von Mulhouse via Belfort, Besancon und Nevers nach Clermont-Ferrand zu fahren.

Da die SNCF auf dieser Route diverse reservierungspflichtige Züge vorsieht und diese zu Buchen ein mittlerer Krampf ist wurde Plan B gewählt.

Vom definitiv auf der Bahnsteigseute renovierungsbedürftigen Bahnhof Mulhouse ging es mit dem nur 1x in St. Louis haltenden TER nach Basel.

Erschütternde Zustände auf dem dortigen Displays. Zwei ausfallende Züge und es sind sogar Binnenzüge, also keine Verspätung aus D die schuld ist  😉

Mit dem IC der Linie 51 geht es dann via Laufen, Delemont und Moutier sowie dem kurzen BLS Streckenabschnitt via Grenchen Nord nach Biel.

Die Bauarbeiten für die Doppelspurinseln im Abschnitt bis Delemont schreiten kontinuierlich voran.

Der aus einem ICN RABe500 mit aktiver Neigetechnik gebildete Zug erreichte dabei pünktlich Biel.

In Biel dann entspannt mit bahnsteiggleichen Umstieg zum ICN nach Genf und ebenso entspannt ging es dann am Bieler-, Neuchâteler- und Genfer See entlang in den westlichsten Zipfel der Schweiz.

Im Gegensatz zu diversen anderen CH/D Grenzbahnhöfen wo die Anlagen der Grenzabfertigung nicht mehr vorhanden sind oder umgangen werden muss man in Genf immernoch durch die Katakomben unter den Bahnsteigen der Grenzabfertigung. Auch wenn diese unbesetzt ist um nach Gleis 7 und 8 mit den Zügen Richtung Frankreich zu gelangen.

Der Zug nach Lyon wird aus einer Doppeltraktion AGC gebildet. Kurz nach diesem wird dann ein TGV nach Paris folgen.

Die Oberleitungen der Gleise 6 und 7 können für 15kV 16,7Hz oder 25kV 50Hz geschalteten, Gleis 8 ist dauerhaft auf 25kV so wie es scheint.

Durchs Rhonetal ging es pünktlich und mit schöner Landschaft bis Amberieu wo auch gerade ein Güterzug aus Richtung Bourg-en-Bresse auf die Strecke nach Lyon einfädeln will. Aber der Personenverkehr fährt vor…

… aber recht langsam und ab dort sammelt der Zug fleißig Verspätungsminuten so dass der angedachte Zug bei der Einfahrt in Lyon Part-Dieu beim Ausfahren gesehen werden konnte. Das ist doof.

Naja, dann halt kurz ein Blick auf den östlichen Bahnhofsvorplatz mit der Strassenbahn und dem „Rhone-Express“ zum Flughafen und der dortigen TGV Station.

Zudem Zeit zum Organisieren diverser Platzreservationen für die nächsten Tage.

Als der Servicemensch mit der Kombi Interrail und FIP kollidierte war er erst etwas konfus, verschwand dann einige Minuten und aks er zurück kam lief es wie geschmiert.

Vermutlich hat er heimlich die Hotline für die Taskforce gegen Fahrkartenterroristen kontaktiert die ihn dann unterstützten 😀

Im IC nach Nantes der aus einem Fernverkehrs Alstom Coradia Polyvalent gebildet wurde ging es über Tarare und Roanne über Brücken und durch Tunnrl nach St-Germain-des-Fosses.

Dort verblüffte das rege Treiben von SNCF Fret mit mehreren langen Reihen von Schiebewandwagen und vier Güterzugloks von denen dann eine mit ihrem Zug abrückte und due andere rangierte.

Ziel dürfte eine Flaschendabrik an der nurnoch bis Puy-Guillaume befahrenen Strecke von Vichy nach Darsac sein.

Ein weiterer Alstom Coradia Polyvalent, diesmal als TER, stellte dann den letzten Zug der heutigen Etappe nach Clermont-Ferrand dar.

Einchecken im Hotel und dann hinauf zum Altstadtkern zum Abendessen.

Da in einer Stadt die von einem Reifenwerk dominiert wird eine klassische Strassenbahn nicht en vouge ist wurde das System von Translohr mit Spurführung aber mit Gummireifen gewählt.

Im Gegensatz zum System wie es in Caen oder Nancy eingesetzt wurde können die Translohr Fshrzeuge nicht ohne Spurführung wie gewöhnliche Busse fahren.

Sehr gutes Abendessen beim Korsen und dann über den Hügel durch die Altstadt zurück zum Hotel.

Die „Strassenbahn“ dient den Bahnhof leider nicht an.

So gibts aber halt auch Bilder aus der sogenannten blauen Stunde.

Die 15 min Verspätung bekamen somit am Etappen Ende noch 1h aus Wartezeiten ubd Umstiege dazu.

Egal. Immerhin angekomen. Morgen gehts per Bahn und Bus zur nächsten Museumsbahn.

Mulhouse Ville → Clermont-Ferrand
08.08.2024

TER96207
Ab 08:16 Mulhouse Ville
An 08:40 Basel SBB, Gleis 31

IC 1614
Nach Biel/Bienne
Ab 09:03 Basel SBB, Gleis 19
An 10:10 Biel/Bienne, Gleis 4

IC 514
Nach Genève-Aéroport
Ab 10:16 Biel/Bienne, Gleis 5
An 11:47 Genève, Gleis 3

TER96564 / TER K1+ (96564) / TER96564
Nach Lyon Part Dieu
Ab 12:25 Genève, Gleis 7
An 14:22 Lyon Part Dieu (+15)

Anschluss geplatzt.

TER75736
Ab 14:34 Lyon Part Dieu
An 16:59 Clermont-Ferrand

Ersatzverbindung:

IC 4506
Ab 15:44 Lyon Part Dieu
An 17:28 St-Germain-des-Fosses

TER73363
Ab 17:43 St-Germain-des-Fosses
An 18:22 Clermont-Ferrand

Plan:
Umstiege: 4
Dauer: 8h 43min

Ist:
Umstiege: 5
Dauer: 10h 06min

Ein Satz mit „X“…

… war wohl nix. Wobei so ganz nichts war der Tag trotzdem nicht.

Aber erst mal der Reihe nach.

Zunächst war frühes Aufstehen angesagt, wollte ich doch den morgendlichen Sandzug auf der Rückfahrt zur Grube bei Siselen erwischen.

Also 6:30 Frühstück und ab zum Bahnhof, aber etwas Zeit für Fotos am Peter-Merian-Steg blieb noch.

In Basel SBB wartete dann ein ICE4 als IC 333 der Linie IC 61 nach Interlaken Ost wartet der mich zunächst nach Olten brachte. Hinterher stellte sich heraus dass der Führerstand mit einer mir wohlbekannten Person besetzt war. Hinterher…

Ab Liestal und bis hinter Olten lag sogar etwas Schnee im Tal.

In Olten dann Wechsel in den leicht verspäteten ICN der mich bis Biel bringt. Eine Verspätung von 3 – 4min ist zu Hause eher als pünktlich anzusehen, hier in der Schweiz mit recht schlanken Anschlüssen musste ich mich in Biel doch etwas sputen um den Triebwagen der ASm im Untergeschoss noch zu erreichen. Aber es hat geklappt und reichte sogar noch für Fotos.

Den Bereich um den Haltepunkt von Lüscherz, das Ort liegt derweil ein paar Kilometer entfernt am See, hatte ich als Fotostandort auf der Landkarte ausgemacht und er erscheint auch recht brauchbar.

Was aber nicht erscheint ist der Sandzug. 😔

Naja, nachdem auch die zweite Fahrt des Sandzug von der Grube bei Siselen zum Werk in Sutz nicht kam lief ich rüber nach Siselen.

Die zweite bzw. Ersatzgarnitur steht dort wohl schon länger abgestellt im Stumpfgleis. Die Schüttwagen wurden im Dampflokwerk Meiningen gebaut und dabei auch VEB Radlager verwendet. Die Wagen könnnen auf einer Seite entladen, aber die Konstruktion zeigt auch wieso die relativ kurzen Aufenthalts- und Wendezeiten zum Entladen von 20min möglich sind.

Die Garnituren sind fest gekuppelt und verkehren normalerweise mit je einem Triebwagen an beiden Enden.

In Siselen befindet sich neben Täuffelen das zweite Depot der ASm (ehm. BTI) aus dem auch gerade eine Einheit der GTW der ersten Generation, welche aber in den letzten Jahren grundlegende Revisionen erhielten, ausrückt.

Das rechte Gleis am Bü führt zur Sandgrube, die noch aktive Transportgarnitur steht bereus in diesem Gleis, ist aber abgerüstet.

Somit habe ich den Zug nicht verpasst sondern die beiden Vormittagspendel sind ausgefallen. Da zur Nachmittagsfahrt noch etwas Zeit ist gebe ich die Hoffnung weiter nicht auf.

Und so laufe ich nun auf der anderen Gleisseite zurück nach Lüscherz.

Der Berg Chasseral grüsst derweil in feinster Schneepracht aus der Ferne.

Ab Lüscherz verläuft die Bahn, abgesehen von einem Abschnitt zwischen Hagneck und Täuffelen bis Biel fast durchgehend parallel zur Strasse.

In Hagneck quert sie dabei den Hagneckkanal welcher einen Großteil des Wassers der Aare in den Bieler See leitet. Ein idealer Einsatzort für die Fotohornisse, wenngleich es sich leider etwas zuzieht.

Was soll ich sagen, auch der nachmittägliche Sandzug kam leider nicht und so konne uch ihn auch nicht im Einsatz fotografieren. 😩

Dafür noch ein paar GTW und die Depotlok in Täuffelen.

Noch ein Blick durch die Glasscheibe ins Stellwerk von Täuffelen von wo aus die ganze Strecke von Biel nach Ins gesteuert wird.

Und dann geht’s mit einem Zug früher wie geplant zurück nach Biel wo ein BLS Mutz zur Fahrt als IR nach Basel wartet. Der Mutz hat in der Wagenmitte ein kürzeren Fenster was zu einem Reihensitz mit extravaganter Beinfreiheit führt.

Einfahrt von Osten her in den Berner Hauptbahnhof mit dem immer wieder schönen Blick über die Aarebrücken in die Berge.

Der Zug durchfährt dabei die normalen Bahnsteige des Hauptbahnhofs und hält erst am Westende dieser am neuen Bahnsteig für Gleis 49 und 50. Damit es wenn hier Züge halten zu keinem Gedränge auf dem Bahnsteig Gleis 9 und 10 kommt, in deren Verlängerung 49 und 50 liegen, gibt es eine Passerelle welche über den Bahnsteig von Gleis 9 / 10 die Verbindung zum auf der Westseite der Bahnhofs“halle“ gelegenen, auch „Welle“ genannten, Überführung führt.

In der „heimeligen Bahnhofshalle“ des Berner Hauptbahnhof warte ich dann auf den IC nach Interlaken Ost der mich nach Spiez bringen wird. Kurz nach dem BLS Triebwagen im Nachbargleis fährt dort der aus einer IC2000 Garnitur gebildete IC nach Brig ein der meinem IC in wenigen Minuten Abstand folgen wird aber im Gegensatz zu diesem gesteckt voll ist. Vermutlich dürften es zumeist Pendler aus dem Wallis sein.

Ich erwische einen der wenigen EW IV Wagen mit teilweiser Reihenbestuhlung, den Hersteller gibt es schon lange nicht mehr aber den Standort gibt es als Werk von Stadler immernoch.

Und die Schneedecke wird immer dichter. Leider sagt der Wetterbericht für morgen Samstag Plusgrade und Regen voraus. Naja, erstmal abwarten.

In Spiez friert eine 147 (?) welche normalerweise mit dem Befördern der DB IC2 Garnituren betraut ist vor sich hin.

Nicht mit einem Lötschberger sondern dem BLS Adäquat des SBB NPZ geht es dann das Simmental hinauf nach Zweisimmen, währenddessen die Sonne langsam Feierabend macht.

In Zweisimmen wartet derweil eine EW III Garnitur als RE nach Interlaken Ost auf den Zug und Fahrgäste aus Lenk. Zum Fahrplanwechsel am 12.12.2021, also in gut einer Woche, scheiden diese aus dem aktiven Dienst aus.

Es ist kalt mit gut Minus 6 Grad und so freue ich mich nach dem Erkunden des für die zukünftige per Spurweitenwechsel verkehrenden Züge von Montreux bis Interlaken Ost grundlegend umgebauten Normslspurteil des Bahnhof als endlich der Zug aus und nach Lenk eintrifft.

Und dsnn ist pünktlich kurz vor 18 Uhr Lenk erreicht. Nach dem Zimmerbezug noch schnell ins Coop und dann ruft auch schon das Abendessen.

Achja Zimmerbezug. Gebucht habe ich im Krone „Budget“. Da das eigentliche Hotel Krone aber derzeit Ferien hat gibts den Schlüssel im Hotel „Sternen“, also direkt und „kontaktlos“ dort am Tisch der Rezeption zum Mitnehmen und das Abendessen als auch Frühstück gibt’s wiederum im Hotel „Zum Gade“. Lustige Konstruktion.

Die zugebuchte Halbpension die im Gade serviert wird kann sich sehen lassen.

So, dann bin ich mal gespannt was der morgige Tag an Wetter und Überraschungen bringt.

Vielleicht wird es doch nicht so regnerisch wie vorausgesagt. Die Wettervorhersage bei Kachelmannwetter tendiert mit fortschreitendem Abend immer mehr zu Schneeregen.

Hier auch noch der Link zu Komoot bei dem ich vergessen hatte in Täuffelen die Aufzeichnung zu stoppen. 🙈

Nach Frankreich durch die Schweiz

So und nun noch eine Woche „Maskenball“ Bahnfahren.

Pünktlich waren die Vias und der ICE nach Karlsruhe. Da der dort zu erreichende ICE 101 aus Dortmund aber wegen technischer Gebrechen Karlsruhe erst mit +20min erreichte musste der ursprüngliche Plan ab Basel Bad Bf via Waldshut und Koblenz (CH) nach Genf zu fahren umgeplant werden da der Anschluss sicher weg war. Andererseits gaben die 20min Zeit noch weitere Freifahrten zu ziehen da die beiden letzten Fernverkehrsautomaten in Darmstadt Hbf beide defekt waren. Gut dass ich schon vor gut 2 Wochen in Trossingen Bf welche gezogen hatte.

Der relativ schwach besetzte ICE 101 baute zum Glück noch ein paar Minuten ab und mit Abfertigungspfiff wzrde um 11:04 der ICN nach Biel über Delemont erklommen.

Dass der ICN sogar Abteile besitzt war mir neu, die Diskussion der aus der französischen Schweiz stammenden Zugbegleiterin über die Art was eine Maske sei absolut sinnlos (insbesondre in Anbetracht dessen was ich auf der Radtour erlebte) und vorbei am mit letzten mit mech. Signalen ausgestatteten Bahnhof, dem Güterbahnhof von Biel, ging es in Biel rüber zur ehm. Biel-Täufelen-Ins Bahn welche heute als ASm firmiert.

Offenbar wurde die letzte im alten BTI Design verkehrende Dopoelgarnitur GTW erwischt, alle anderen Garnituren präsentieren sich nun in Rot und vorbei an schönen Ausblicken in den Jura und die Seen ist rasch Ins erreicht.

Von Ins geht es dann mkt dem RE der BLS welcher aus den wunderbaren EW III Wagen und mit Kambly Ganzwerbung versehen ist nach Neuchâtel.

Der Zug ist immer wieder wie eine Zeitreise.

Ab Neuchâtel geht wieder im ICN über Yverdon und Morges nach Genf. Die in Yverdon und Morges abzweigenden Schmalspurbahnen konnten leider nicht befahren werden.

In Genf den richtigen Bahnsteig zur gewünschten Linie zu finden ist nicht trivial, ebenso wie die Wunderwerke welche aus Kombination der Fahrleitungen von Tram und O-Bus hier in Genf über den Kreuzungen hängen.

Mit der Linie 14 geht es zunächst zur Hst. Bel Air worauf wieder heiteres Halteplatzsuchen beginnt und dann mit der Linie 17 über die Grenze zur derzeitigen Endhaltestelle Annemasse, Parc Montessuit.

Von dort zu Fuss mit Abklappern diverser Fotostellen zurück zur Grenzhaltestelle Moillesulaz.

Und dann ging es schon wieder zurück zum Bahnhof wobei beim Umstieg in Bel Air bequem die kleine Fontaine von Genf fotografiert werden konnte.

Jetzt wieder nach Annemasse, diesmal aber mit der S-Bahn durch das neue Tunnel, also über die CEVA Linie.

Hier wurde nicht gekleckert sondern geklotzt. Wenn man bedenkt wie vor Jahren die alte oberirdische und nur dürftig befahrenene Stichstrecke Annemasse – Eaux-Vives aussah.

In Annemasse dann Wechsel in einen sdhr gut besetzen AGC und nach gut 1 1/4h ist um 19:16 dann St Gervais erreicht.

Der Großteil der Fahrgäste steigt dort in die Meterspurbahn nach Chamonix um.

Der letzte Zug des Tages der Tramway du Montblanc ist schon seit über einer Stunde weg und es steht nur noch die Denkmallok neben dem schmucken kleinen Empfangsgebäude gegenüber des SNCF Bahnhofs.

Abendessen mit Pizza und italienischen Bier. Leider gibt es das tolle Tiramisu was es bei einem anderen Besuch vor vielen Jahren gab wegen Betreiberwechsel nicht nehr.

Aber die Pizza und die „gebrannte Creme“ waren auch ganz fein.

Und morgen geht’s zum Adlernest.