debx-CH 2019 altes und neues

Heute beginnt die debx Exkursion. Basel erwacht langsam…

Und der Tag lässt sich mit einem schönen Sonnenaufgang schon mal gut an.

Auch der NightJet der ÖBB mit dem nicht wenige der Teilnehmer aus Deutschland anreisen ist auf die Minute pünktlich.

Aber auf dem Weg zur Hauenstein Bergstrecke fängt sich die S-Bahn kurz nach Basel SBB gut 8 min Verspätung ein und der Anschluss in Sissach ist weg. Der Zug wird zwar noch gesehen aber die Gruppe fährt einfach mit der S-Bahn via Basislinie nach Olten weiter und auf den Fussweg zur SBB Betriebszentrale Mitte beim Bahnhof.

Die Öffnungszeiten am Eingang beziehen sich definitv nicht auf die Zugverkehrsleiter (zu deutsch die Fahrdienstleiter) sind 24 / 7 da und halten den Bahnbetrieb am laufen.

Nach ein wenig Videos und allgemeinen Infos ging es auf die Runde durchs Gebäude welcher im Erdgeschoss bei den Notstromaggregaten beginnt. Zwei Aggregate sichern den Betrieb falls beide Ortsnetze ausfallen und einer der beiden Aggregate sichert den Betrieb der BZ, inkl. der Kaffeemaschine, und falls auch das Reseveraggregat nicht will gibt es noch zwei weitere welche gut drei Tage die Anlage, mit Einschränkungen, autark betreiben können.

Die Rechner usw. befinden sich alle unter dem Bedienraun womit auch weniger Lärm und Abwärme im Bedienraum erzeugt wird. Mit der Abwärme der techn. Anlagen wird das Gebäude beheizt und überschüssige Wärme wird in die Aare abgeleitet welche hierzu teilweise unter dem Gebäude verläuft.

Am Schulungsarbeitsplatz kann auch das Zeit-Wege-Liniendiagram vom verpassten Anschluss ansehen. Mehr wie vier Minuten darf dieser nicht warten da dies sonst den Umlauf auf der Bergstrecke nachhaltig gefährdet.

Nach der interessanten Besichtigung hat es noch etwas Zeit in Olten bevor es mit dem ICE nach Bern und der S-Bahn nach Kerzers geht.

Als nächster Punkt steht das Umformerwerk in Kerzers an.

Unser Führer durch Werk kannte vermutlich kein Bauteil zu dem er nicht eine interessante Geschichte erzählen konnte. Es war schon faszinierend was alles dazugehört um zwei Umformer und Schaltstellen am Laufen zu halten.

Feel the Power.
Erstaunlich wie relativ ruhig der hintere und Betriebsführende Umformer läuft welcher aus dem 50 Hz Drehstrom 17,7 Hz zweiphasigen Wechselstrom für die SBB herstellt.
Aber in den Etagen unter den Umformern wurde es doch etwas lauter und windiger.

Da es so viel zu zeigen gibt wird die Führung gut 30min überzogen, was wohl öfter vorkommt, wurde unser Führer bereits kurz nach der ursprünglichen Zeit fürs Museumsstellwerk von den dortigen Kollegen angerufen (nicht ich als Primärkontakt 🤗) und das weitere Vorgehen abgeklärt. Man kennt sich halt. Aber erst mal müssen noch die Trafos und Kühlanlagen gezeigt werden. Das fahrbare Unterwerk ging in der Fülle der Infos und Anekdoten fast unter.

Und dann wird endlich das Museumsstellwerk erreicht welches nicht nur aus dem markanten Stellwerksgebäude besteht, nein es existiert im Empfangsgebäude auch noch das Befehlsstellwerk Bauart Bruchsal welches mittels Drahtzugleitungen mit dem Stellwerk auf der anderen Seite, hinter Gleis 3 verbunden ist.

Wir bekommen das Vorgehen der bis 2005 und in Spitzenzeiten über 200 Zugfahrten pro Tag sichernden Anlage en Detail erläutert. Die Herren sind mit sehr grossem Elan bei der Sache und würde unser Zug nicht um 17 Uhr fahren, ich glaube die Gruppe hätte noch Stunden an der sich in hervorragend Zustand präsentierenden Anlage verbringen können.

Dass die Gleisfreimeldung des neuen ESTW für die Freimeldung und Aktivierung der Hebelsperren der Weichen abgegriffen werden ist dabei nur eines der vielen Highlights der Besichtigung.

Pünktlich geht es wieder zurück nach Bern und mit dem IC durchs Lötschberg Basistunnel nach Brig.

Hat eigentlich noch jemand eine richtige Kamera dabei? Ja, aber zumeist kommt das Smartphone zum Einsatz. Ich glaube das wird das Titelbild des nächsten debx Kalender 🤣

Und hier ist auch für die Gruppe reserviert.

Einchecken im Good Night Inn in Brig und Abendessen bei interessanten Gesprächen.

So… morgen geht’s in den Basistunnel.

Mal kurz nach Bulle

Am Nachmittag ging es nach Bulle, was ab zu Hause sogar mit nur 2x Umsteigen erreichbar ist.

Da ich aber zuvor noch einem Termin hatte war ein Umstieg mehr nötig. Der direkte Weg von Babenhausen nach Frankfurt geht über Wie-Heu.

Zunächst geht es via Rastatt zum „hellsten Bahnhof der Schweiz“ .

Auch wenn es anders aussieht. Ich hab den RE nach Bulle (Zwischenhalte nur in Fribourg und Romont) trotz zwischenzeitlich 16min Verspätung (generiert bis Basel) nicht verpasst. Die Bereitstellung erfolgte bereits mit für die Abfahrt passendem Zugschluss.

Warum ich nach Bulle will?

Das wird morgen verraten.