Ich bitte die zahlreichen Tipp- und Schreibfehler in den Berichten zu entschuldigen. 90% der Texte werden abends nach den Touren auf dem Smartphone erstellt und dann ist es bei der Konzentration, gepaart mit dicken Fingern, nicht mehr sonderlich gut bestellt.
Auf dem schnellsten bzw. direktesten Weg nach Hause? Machbar, aber eher langweilig.
Daher wählte ich die umständliche aber landschaftlich reizvollere Variante über Filisur und den Oberalppass nach Göschenen.
Dann mit dem Traverso die Gotthardrampe runter nach Luzern und normalerweise fährt er bis Basel durch aber heute endete er vorzeitig im Banknoten Olten.
Umstieg in einen Dosto IC2000 bevor es dann in Basel SBB das Downgrade auf einen ICE4 gab.
Immerhin fuhr er, wenn auch anders gereiht wie am Bahnsteig und SBB App angezeigt, aber er fuhr und das bis Mannheim sogar pünktlich bis vor Plan.
Manheim ab +2 und Frankfurt Hbf an +3
Auch wenn der DB Navigator meinte der Anschluss zum IC nach Darmstadt würde nicht mehr erreicht, es reichte locker.
Und so wurde Darmstadt Hbf absolut pünktlich erreicht.
Zum Glück musste ich für morgen früh die Dienstkutsche holen, sonst wären es auf den letzen Metern noch mindestens +60 geworden da die RB82 um 19:25 wegen „kurzfristigen Personalausfall“ (ja, ja, wer es glaubt) erstzlos ausgefallen ist.
Hier der Fahrplan
Ab 08:31 Davos Platz – Gl. 2 (R 1, Richtung: Filisur) An 08:56 Filisur – Gl. 3
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Ab 09:00 Filisur – Gl. 1 (IR 38, Richtung: Chur) An 09:52 Reichenau-Tamins – Gl. 4
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Ab 10:05 Reichenau-Tamins – Gl. 3 (RE7, Richtung: Disentis/Mustér) An 11:11 Disentis/Mustér – Gl. 2
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Ab 11:14 Disentis/Mustér – Gl. 3 (R 45, Richtung: Andermatt) An 12:22 Andermatt – Gl. 2
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Ab 12:29 Andermatt – Gl. 3 (R 44, Richtung: Göschenen) An 12:44 Göschenen – Gl. 11
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Ab 13:09 Göschenen – Gl. 1 (IR 26, Richtung: Olten) An 15:28 Olten – Gl. 10
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Ab 15:33 Olten – Gl. 7 (IC 6, Richtung: Basel SBB) An 16:01 Basel SBB – Gl. 9 (Änderung auf Gl. 4)
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Ab 16:13 Basel SBB – Gl. 5 (ICE, Richtung: Berlin Ostbahnhof) Wagenreihung am Bstg und SBB App verkehrt herum dargestellt. In SBB App aber Hinweis auf geänderte Zugslomposition. Im DB Navigator war die Anzeige korrekt, jedoch ohne Angabe der Bahnsteigsektoren /-abschnitte. Ein Hoch auf funktionierende Netzwerkübergreife IT Systeme… An 19:08 Frankfurt (Main) Hbf
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Ab 19:18 Frankfurt (Main) Hbf – Gl. 13 (IC, Richtung: Stuttgart Hbf) An 19:35 Darmstadt Hbf – Gl. 10
Im Tessin waren wir auf den diversen debx Touren schon öfters und meist über die üblichen Bahnstrecken, aber diesmal ging es auf vollkommen neuer Route in den Süden.
Dazu galt es aber relativ früh aufzustehen denn der Zug fuhr schon um kurz nach 8 ab, dank der verkehrsgünstigen Lage der Jugi direkt am Bahnhof wurde dieser aber wenigstens ohne langen Fussweg erreicht.
Die Gruppenreservation war Ausgeschildert und so ging es entspannt am Brienzer See entlang nach, weil schon vorgestern aber da über 1h später, nach Meiringen.
Hier erfolgte dann der Wechsel auf den Bus zum Sustenpass welcher wie der Bus nach Gletsch erstmal die Aareschlucht überwinden muss um nach Innertkirchen zu komnen. Die Wetterlage ist bedeckt mit „Schlonz“, also recht unstrukturierte Wolken, am Himnel und ohne Bodennebel der vorgestern eine interessante Stimmung erzeugte.
Unterwegs wird dann Gebäck (kein Schreibfehler) an einer Bäckerei aufgenomnen und dann später oberhalb Innertkirchen an einem Haus abgestellt.
Das Infoschild am Ortsausgang von Innertkirchen kündigt am Sustenpass Schnee an.
Die Fahrtstecke das Tal des Gadmerwasser ist interessant und mit diversen sehr schönen Ausblicken gespickt.
Und kurz vor der vorerst Endstation „Steingletscher“ liegt dann in der Tat der erste Schnee.
Hier waren dann knapp 20min Wartezeit auf den Bus aus Andermatt angesagt der dann wieder nach Andermatt zurück fuhr.
Warun man hier, irgendwo im Nirgedwo, aber wenigstens mit Gasthaus die Buslinie bricht erschien erst unlogisch, aber später wurde der Grund erkannt. Denn, soviel sei vorab verraten, der Fahrer sprach primär italienisch.
Im Bus nach Andermatt geht es nun Kehre für Kehre weiter hinauf zur Passhöhe.
Kurz nach der Haltestelle Susten Passhöhe wurde damn der eigentliche Pass mit einem kleinen Tunnel unterquert.
Im Gegensatz zur westlichen Rampe hat es hier nur wenige Spitzkehren, die Strasse folgt dem Tal der Meienreuss und fällt dabei kontinuierlich ab.
Aber die Ausblicke ins Tal und die umliegenden Berge sind wirklich beeindruckend und ich nehme mir vor den Pass auch irgedwann per Rad zu genießen.
Kurz vor dem Wechsel ins Tal der Reuss und der Gotthard Bergstrecke bei Wassen hat es dann noch etwas an Kehrschleifen und dann geht es hinter Wassen auch schon wieder das Tal der Reuss hinauf.
Leider kam kein Zug passend zum Postbus an den Fotostellen vorbei.
In Göschenen wartet derweil der MGB Pendelzug auf Fahrgäste Richtung Andermatt und durch die Schöllenenschlucht geht es nun hinauf nach Andermatt wo der Bahnhof, zimidest hinsichtlich der Zugänge gewaltig verändert hat. Der Hauptzugang und die Busstation liegen nun auf der Nordseite.
Und jetzt löst sich auch die Frage vom Susten, denn das Gepäck muss für den in 25min fahrendenden Bus nach Airolo nicht ausgeladen werden, der Bus vom Sustenpass geht nämlich auf den Kurs über den Gotthardpass nach Airolo über. Auch ganz praktisch.
In Andermatt wurde m Bahnhof richtig geklotzt. Nicht nur dass nördlich des Bahnhofs ein komplett neuer Ortsteil aus dem Boden gestampft wurde, auch das neue „Emofangsgebäude“ inkl. Unterführung und Tunnel zur Seilbahn (für lauffaule Skifahrer inkl. Laufband) ist für Menschenmassen ausgelegt.
Der Bahnsteig Gl. 2 und 3 wurde zwar nicht sonderlich verändert, aber der Zugang von der relativ schmalen Treppe auf eine großzügige Rampe Umgebaut.
Derweil kämpfen drei Siemens Techniker mit dem Anschluss der alten Zugsicherung. 😉
Pünktlich um 11:30 Uhr setzt der Bus seine Fahrt fort und über Hospental geht es nun den Gotthardpass hinauf der sich ab ca. 1800 bis 1900m.ü.M. auch mit Schnee zeigt.
Auch auf dem Gotthardpass hat es, wie bereits am Grimsel oder Susten, einen mindestens 20 minütigen Aufenthalt. Die Passfahrten dienen zwar auch heute noch dem Posttransport, die Fahrererin zum Steingletscher hatte auch Post für das Hotel dabei, aber primär sind es touristische Fahrtrouten.
Somit hat es genug Zeit für ein kurzes Sightseeing. Ursprünglich war geplant das hiesige Festungsmuseum Sasso San Gotthardo zu besuchen und mit einem späteren Bus weiterzufahren, aber das Museum hat im September leider Dienstags nicht geöffnet.
Aber es ist genügend Zeit für eine Wurst und ein Gotthardbier was zu einem bis auf das Wetter fast identischen Foto wie zur Radtour über den Gotthardpass im Juli 2024, damals jedoch in der Gegenrichtung, führte.
Es ist schon ein wenig kühl hier heroben und der Wind verstärkt es noch, aber die „Strickjacke“ reicht dafür noch gerade so aus, aber als der Bus wieder geöffnet wird ist es darin auch ganz angenehm.
Im Gegensatz zur Radtour geht es nun nicht über die alte Tremola Strecke sondern über die mit viel weniger steil seiende und nur wenige Spitzkehren besitzenden sowie mitceiner breiteren Fahrspur ausgestatteten neuere Trasse talwärts.
Und rasch wird es nun auch wieder grüner, der typische Alpenherbst mit den gelb bis rötlich gefärbten Nadelbäumen ust aber noch nicht in Sicht. Noch…
In Airolo endete dann die Busfahrt und es wurde in den Zug umgestiegen.
Wie schon in Göschenen dominieren hier die Anlagen zum Bau der zweiten Röhre des Gotthard Strasdentunnels, damit sich die beiden Fahrtrichtungen nichtmehr eine Röhre Teilen müssen, das Landschaftsbild und auch hier wird vieles der Baulogistik per Bahn abgewickelt.
In Airolo besteht sogar noch eine Drehscheibe. Warum diese wenn deren Endlage nicht verriegelt ist dem Lokführer das Straßenverkehrschild für „Durchfahrt verboten“ und nicht das schweizer Adöquat für Schienenverkehr, eine runde rote Scheibe mit nach oben rechts steigendem weissen Strich, zeigt wiseen wohl nur Insider.
Im von der SOB geführten IR in dem die Gruppenreseevierung in den Displays angezeigt wurde rollt es sich nun bequem das Tal des dem Kanton den Namen gebenden Fluss Ticino hinab nach Süden.U
Unterwegs wurde auf einem Nebengleis ein vor sich hin verrottender ehm. BLS Gepäcktriebwagen gesichtet bevir um kurz nach 14 Uhr pünktlich Bellinzona erreichte wurde.
Hier auf 230m.ü.M. (Normal Null aus Genua) ist es auch ohne Sonnenschein deutlich wärmer wie auf dem 2091 bis 2106m.ü.M.hoch gelegenen Gotthardpass.
Durch die Altstadt von Bellinzona geht es nun zur südöstlich des Bahnhofs und unterhalb der alten Burgmauern des Castello Montebello gelegenen Jugendherberge.
Die Jugendherberge wird nach gut einer Viertelstunde Fussweg erreicht und ist in einem altehrwürdigen Gebäude untergebracht, einfach aber gut ausgestattet und das Zimmer bietet zudem einen 1a Bahnblick und Zugakustik 😉
Aber den restlichen Nachmittag im Zimmer zu verbringen wäre vergeudete Zeit und so fahre ich alsbald mit der S-Bahn nach Locarno.
Und im sogenannten Schneewittchensarg der italienenischen SSIF, welche zusammen mit der schweizer FART die Züge zwischen Locarno und Domodossola auf der Centovallibahn fährt, geht es nun weiter nach Intragna.
Den Schneewittchensarg hatte ich unangenehmer in Erinnerung, er ist aber doch recht geräumig, nur der Sitzabstand ist recht knapp und insbesondere relativ laufruhig.
Begleitet von interessanten Wolkenformationen wird Intragna erreicht und ich begebe mich auf den Weg zur Strassenbrücke über den Fluss Isorno um das klassische Fotomotiv der markanten Eisenbahnbrücke zusammen mit der Kirche von Intragna zusammen einzufangen.
Das Motiv ist von der Strassenbrücke aus recht gut umsetzbar, nur halt um diese Uhrzeit komplett gegen die Sonne, welche sich bei den bei den mit einem der neuen Triebwagen von, na wer wohl, Stadler geführten Züge sich zumindest hinter den Wolken etwas versteckt, beim aus Domodossola kommenden „Schneewittchensarg“ bringt sie den Bildsensor aber sehr stark an seine Grenzen und darüber hinaus.
Dazwischen schaute ich auch ob optional ein Bild Richtung Osten, also talauswärts, möglich wäre, aber die Strasse führt leider nicht weit genug bis zur alten abgebrochen Brücke. Ich hätte vielleicht doch die Drohne mitnehmen sollen, aber die schlummert noch im Rucksack in Bellinzona.
Die Seilbahn Intragna – Pila-Costa ist seit Jahreswechsel 2024/25 ausser Betrieb wegen „Sanierung“, wovon jedoch von aussen nichts erkennbar ist.
Noch einen Zug abwarten und dann begebe ich mich zur bei der Brücke gelegenen Bushaltestelle.
Zur passenden Zeit kam auch ein Bus, aber dessen Aussenanzeigen waren inaktiv. Als ich den Fahrer fragen will fuhr er schon Los und da kommt auch schon ein Bus mit „Locarno“ in der Anzeige entgegen.
Der Fahrer hiekt nochmal und mit kurzem Sprint wurde dann doch der richtige und zunächst recht volle Bus erreicht. Warum ich an der falschen Haltestelle stand und m Bus nach Spruga landete?
Ich hatte den Fahrplan falsch gelesen und meinte die Postbusse nach Locarno würden wie der Zug links des Flusses verkehren, was aber wie ich merkte falsch war.
Trotz dichtem Strassenersatzverkehr wird Locarno fast pünktlich erreicht, der Anschlusszug ist am Prellbock gesteckt voll, wird aber zur Zugspitze hin kontinuierlich leerer.
Hi hi hi, der RE80 fällt aus. Ob da die Aura des Odenwaldbahn RE80 bis hierher wirkt?
Und so geht’s am Lago Maggiore entlang und das Ticino Tal hinauf wieder nach Bellinzona.
In der Aktstadt ist nun nach 18Uhr deutlich weniger los wie heute Nachmittag.
Die Abendsonne bescheint die Jugi und Burgmauer und vom Zimmer konnte nich kurz die Paralleleinfahrt der S-Bahnen aus Lugano und Locarno beobachten werden bevor es wieder zurück in die Altstadt zur Piazzaria Michele ging.
Nach gutem Essen dann noch ein paar Nachtaufnahmen bevor es ins Bett geht.
Dabei wurde ein wenig mit dem Fotografieren des altuell nur zu 50% sichtbaren Mond Experiment.
Es ist schon der Hammer was diese winzigen Fotosensoren mittlerweile leisten.
Zum Abschluss wieder der heutige Fahrplan.
Ab 08:04 Interlaken Ost – Gl. 4 (PE, Richtung: Luzern) An 08:35 Meiringen – Gl. 1
Fussweg
Ab 08:50 Meiringen, Bahnhof (B 162, Richtung: Steingletscher, Susten) An 09:41 Steingletscher, Susten
Umsteigen
Ab 10:00 Steingletscher, Susten (B 162, Richtung: Andermatt, Bahnhofplatz) An 11:04 Andermatt, Bahnhofplatz – Kante 1
Umsteigen
Ab 11:30 Andermatt, Bahnhofplatz – Kante 1 (B 110, Richtung: Airolo, Stazione) An 12:50 Airolo, Stazione
Fussweg
Ab 13:02 Airolo – Gl. 2 (IR 26, Richtung: Locarno) An 14:00 Bellinzona – Gl. 3
Zimmerbezug in der Jugi
S 20 Nach Locarno Ab 15:19 Bellinzona, Gleis 3 An 15:45 Locarno, Gleis 2
PE 72 Nach Domodossola Ab 15:51 Locarno FART, Gleis 11/12 An 16:08 Intragna
Ab 17:15 Intragna, Ponte (B 324, Richtung: Locarno, Stazione) An 17:39 Locarno, Stazione – Kante A
Fussweg
Ab 17:45 Locarno – Gl. 3 (S20, Richtung: Castione-Arbedo) An 18:11 Bellinzona – Gl. 1
Morgen geht’s zur Zahnradbahn auf den Monte Generoso, eine der wenigen Bahnen in CH die ich noch nie befuhr.
Der Gotthardpass stand schon länger auf meiner Liste zum Befahren per Rad.
Mit den Zug schon mehr- und zigfach drunter durch (oben und unten) und sogar schon in beiden ausgestiegen. Sowohl im Scheiteltunnel als auch im Basistunnel.
Aber obendrüber? Da verlässt mich mein Gedächtnis. Ich meine nein.
Der nächtliche Regen ist weggezogen und sogar etwas blauer Himmel lässt sich schon blicken.
Aber ich fahre erstmal in die falsche Richtung, da ich mir erstmal noch die Schlucht südlich von Rodi-Fiesso ansehen will.
Vor lauter tosenden Wasser hört man kaum den Zug und so gelingt gerade noch ein Notschuss eines nach Süden fahrenden Giruno.
Ab September wird es, mit dem Abschluss der Reparaturarbeiten im Gotthardbasistunnel, auf der Bergstrecke wieder viel ruhiger werden. Aktuell verkehren neben den regulären stündlichen Traverso Zügen nach Locarno der SOB je Richtung noch zwei Züge (Giruno, RABD500, Pendolino) und ab und an ein Güterzug über die Bergstrecke.
Wegen Bauarbeiten ist die Schlucht nicht per Rad auf der alten Strasse passierbar, dann halt etwas laufen.
Die Bilder geben nicht annähernd das Spektakel des tosenden Wassers im engen Felsbett dar.
Aber jetzt geht es bergauf, kurz darauf noch ein Giruno in nördlicher Richtung und ich hoffe das Jagdverbotsschild, zumindest scheint es die Übersetzung davon zu sein, bezieht sich nur auf Tiere und nicht auf Züge 🙈
Ein FS/TI Pebdolino ETR610 drängt sich dann auch noch ins Bild.
Und so wird alsbald Ambri-Piotta erreicht, zwei kleine Orte mit einem vergleichsweise riesigen Eishockeystadion.
Im Bahnhof warte ich dann erst mal ein paar Züge ab, so auch den RABD500, welcher als Neigezug hier vor der Eröffnung des GBT die Hauptlast im Fernverkehr trug. Dann eine Re4/4 mit dem Gotthard-Panorama-Express inkl Panoramawagen für die 1. Klasse und einer uralt Schlurre mit öffenbaren Febstern für die 2. Klasse. Von beiden wird augenscheinlich gut gebrauch gemacht.
Zum Abschluss kreuzt noch der SOB Traverso mit dem SBB Giruno.
Funfact, das auf der anderen Talseite liegende Ritom Kraftwerk besaß lange Jahre einen Gleisanschluss quer über die Autobahn so dass bei allfälligen Transporten nur die Leitplanken entfernt und natürlich die Autobahn gesperrt werden musste. Im Zuge der Sanierungen, Lärmschutuz und Ausbau der Autobahn wurden die Gleise aber nun aus der Autobahn entfernt. Ausserhalb liegen die Gleise noch.
Ich hatte erst die verwegene Idee per Standseilbahn (welch eigentich ein Schrägaufzug mit Antrieb in der Talstation ist) das Rad und mich (Velo kostet 10 CHF extra) hinauf fahren zu lassen, den Ritom Stausee zu besichtigen und dann wieder runter nach Airolo zu rollen. Der Gedanke den Bock aber in der Bergstation über die steilen Stufen nach oben zu wuchten, nee. Dann lieber irgendwann mit Wandern verknüpfen oder falls das Rad dabei ist dies ohne Gepäck zu machen.
Also geht’s ohne Standseilbahn weiter Richtung Airolo.
Und auch in der Engstelle südlich Airolo wieder ein Glückstreffer.
Ein in südlicher Richtung fahrender SBB Fernverkehrs Flirt2 trifft auf der Brücke auf einen SBB Giruno der Gegenrichtung.
Das Schild verlautbart dass der Gotthard und Nufenen offen sind. Gut, letzter ist heute nicht relevant und so geht’s durch Airolo zum Einstieg in die Gotthardrampe
Ich weiche hier etwas von der Veloroute 3 ab und erklimme die ersten hundert Höhenmeter auf einem gut fahrbaren Feldweg, fernab jedweden Verkehrs.
Derweil verschwindet kurz darauf ein SOB Traverso im Gotthardtunnel.
Jetzt trifft der Feldweg wieder auf die alte Gotthardstrasse, welche abschnittsweise „nur“ gepflastert ist. Bei Nässe und bergab könnte das „interessant“ werden.
Zwar ziehen im Süden dicke Wolken auf, aber zum Pass wollen diese wohl doch nicht.
Noch 9km bis kurz vor den Scheitelpunkt der Gotthardpassstrasse. Mal sehen was da oben an Akkukapazität noch übrig ist.
Aber zunächst geht es Kehrschleife für Schleife weiter hinauf. Der vier mal am Tag über den Gotthard fahrende Postbus nimmt auch bevorzugt die neue Gotthardstrasse.
Und jetzt biegt die alte Passstrasse „Tremola“ in ein Seitental ein und statt der zuvor langen geraden mit relativ weiten Kehren wird es jetzt geradezu „wild“ mir vielen kurz aufeinander folgenden engen Kehren, wie am Berg als auch dem Kartenausschnitt gut zu erkennen ist.
Und ab und an kommt, natürlich gerade hier am Gottard, immer wieder was vorbei was man jahrzehntelang nicht sehen sollte. Das mitlerweile inaktive TCS Notruftelefon gehört da aber nicht dazu.
Und Kehre für Kehre geht es ähnlich den Spaghetti zum Abendessen gestern Abend immer weiter hinauf.
Abgesehen von einigen Motorradfahren sind ältere Sportwagen und Velos die Hauptnutzer. Und dann noch ein echter Oldtimer. Der muss natürlich mit ins Bild. Ich mag mir die Kehren gar nicht ohne Servolenkung vorstellen…
Und dann kommt so langsam die Passhöhe bzw. Ospizio in Sicht.
Fast geschafft, mit 2091m liegt Ospizio noch kurz unter der Passhöhe, aber ein Zwischenstop bietet sich an.
Die Pferde der Postkutsche sind auch gerade im Wartungsmodus.
Eine Rast mit Bier aus Faido und Wurst (siehe Titelbild) wird eingelegt und ganz nebenbei, die Akku Restkapazität steht trotz intensiver Nutzung der Unterstützungsstufe 3 (100% dazu) noch bei 50%.
Nur noch ein paar hundert Meter weiter ist mit 2106m.ü.M die Passhöhe erreicht und von nunan ging’s bergab.
Kurz bevor die alte Passstrasse in die neue einmündet steht der Oldtimer am Rand und wird von seinem Fahrer gepflegt. Alte Autos brauchen eben mehr Pflege und dieser blitzt und blinkt sogar unter der Motorhaube.
Ab hier ist wieder mehr Individualverkehr mit dabei und so ist flottes Rollen angesagt, man will den Verkehr ja nicht mehr behindern wie unbedingt nötig. Aber ab und an hat es Seitenflächen um anzuhalten zum Fotografieren.
Das Gebäude mitten im Nirgendwo ist keine Kapelle oder ähnliches sondern ein Be- und Entlüftungsbauwerk des Gotthard Strassentunnels der hier genau unterhalb verläuft, bei Hospental steht noch so ein Ding.
Ab hier geht’s nochmal auf einem Feldweg weiter zum Ort.
Auf der Radtour im Herbst 2017 hatte ich das in der Nähe von Hospental gelegene klassische Postkartenmotiv am Viadukt über die Furkareuss schon mal versucht, aber das Wetter war nicht so doll und auf der Sommerradtour 2019 war es zwar besser aber noch nicht so gut wie heute.
Daher fahre ich noch einen kleinen Abstecher Richtung Realp und erfreulicherweise kommen zwei lokbespannte Regionalzüge nach Andermatt vorbei, ersterer und der kürzere ist vermutlich eine Leerfahrt da nicht im Fahrplan zu finden und Verfrühung von 5 bis 10min ist auch bei der MGB eher nicht üblich. Und dann kommt auch noch der Glacier-Express Richtung Brig vorbei und keine Fotowolke in Sicht. Wunderbar.
Danach geht’s in „kürzester Fahrtzeit“ [tm] zurück nach Hospental.
Und rüber nach Andermatt, während sich ein MGB Triebwagenzug zum Oberalppass hinaufschraubt.
An der Teufelsbrücke nur ein kurzer Stopp da der Bereich schon auf der Sommerradtour2019 ausgiebig erkundet wurde und so wird flott hinabgerollt, natürlich nicht ohne geeignete Fotostops.
Kurz vor Göschenen finde ich dann noch eine Fotostelle an der dem Zug nach Andermatt aufgelauert werden kann.
Wie auch in Airolo befinden sich zum Bau der zweiten Strassenröhre für die Autobahn umfangreiche Anlagen im Aufbau. Unter anderem wird gerade über den ehemaligen Güter- und Autoverladegleisen eine umfangreiche Verladeanlage für Schüttgüter errichtet welche das Bahnhofsareal eindeutig dominiert.
Auf dem dritten Gleis der MGB auf dem Bahnhofsvorplatz wartet eine recht neue Diesellok mit Zahnradantrieb mit ihrem Bauzug auf den nächsten Einsatz. Das Gleis 2 (12) ist eher ungenutzt da in der Regel auf der Stecke in der Ausweichstelle gekreuzt wird.
Die Verlängerung der beiden Gleise „11“ und „12“ zum Güterschuppen ist gesperrt und das weiterführende Gleis über die Brücke der hier aufgestauten Göschenerreus zum SBB Verladekran ist mangels Bedarf schon lange abgebaut. Güterverkehr führt die MGB nurnoch als Punkt zu Punkt Verkehr zwischen Visp und dem autofreien Zermatt aus.
Und dann gehts gemütlich rollend auf der relativ schwach befahrenen Kantonsstrasse weiter talwärts. Vorbei an einem der vielen ehemaligen Militärdepots welches heute zur Lagerung von „spaltbaren Material“ dient.
Ein Blick auf die Reuss und wiedermal Dinge die man nicht sieht am Wegesrand bevor Wassen erreicht wird. Auf der Autobahn bildet sich gerade ein respektabler Stau in Richtung Göschenen.
Also zurück auf die linke Talseite und nach etwas Wartezeit wurden ein Traverso nach Norden und ein Giruno nach Süden erwischt.
Als ich oben am Bahnhof wieder ankam rauschte gerade eine Re4/4 mit einem kurzen Postzug aus dem Tunnel und nach kurzem Unsetzen über die Strasse konnte ich diesen dann nochmal unten im Tal erwischen.
Auch die Kirche von Wassen wurde, da schon 2016 bzw. 2019 erkundet, ignoriert und es geht weiter nach Gurtnellen.
Kurzer Baustellen Zwangshalt am SBB Kraftwerk von Wassen und dann wird der Bahnhof von Gurtnellen erreicht der sich durch das Fenster geblickt so präsentiert als sei das Stationspersonal nur gerade eben mal kurz weg.
Es wird plötzlich sehr windig und bei 2 bis 3% Gefälle muss ich trotzdem richtig reintreten um weiter flott vorwärts zu kommen.
Das Motiv mit der Brücke kurz vor dem Etappenziel in Intschi werde ich vsl morgen früh versuchen mit einem Zug umzusetzen.
Ankunft im Gasthof Schäfli und Begrüßung durch eine der beiden total entspannten Hauskatzen.
Uiii, Rohrverkabelung. Auch schon lange nicht mehr gesehen, aber in alten Fachwerk und Holzhäusern nicht unüblich.
Aber nun ist es Zeit zum Abendessen. Brennessel-Kartoffelsuppe, klang interessant und schmeckte auch. Gebnau wie die Pouletbrust mit Haussauce.
Ab und an klingt es nach einer deutschen Bahnübergangsakustik, aber die stellt sich als „Klingelton“ zur Abfertigung der Seilbahn direkt neben dem Gastof Schäfli heraus.
Das Zimmer hat übrigens sogar eine eingeschränkte Fotomöglichkeit auf die Gotthardbahnstrecke oder halt zur blauen Stunde auf den Bus nach Göschenen.
Apropos blau? Welcher der drei erlebt wohl morgen nicht mehr? Es wurde die Volg Eigenmarke und das naturtrübe kann sogar sehr überzeugen.
Durch die beiden Abstecher wurden es am Ende mit 68km, somit gut 10km mehr wie geplant, wobei die Höhenmeter aufwärts mit 1400m nur 170m mehr wurden und 36% Restakku war am Ende auch noch da.
Insgesamt also dann doch eine entspannte Tour und auch, so meine Meinung, in Süd-Nord-Richtubg am besten zu befahren. Denn im Individualverkehr von Hospental die erste Hälfte oder gar Göschenen – Andernatt hochzuochsen stelle ich mir nicht angenehm vor.
Morgen Mittag ist dann „Bergfest“ für die geplanten 21 Etappen.
Durch den Newsletter des Basel Tattoos habe ich mal neugieriger weise geschaut wie es von der Belegung her am Samstagabend aussieht.
Die mittel- und höherpreisigen Plätze sind fast alle ausgebucht aber im „Niedrigpreisbereich“ mit schlechteter Sicht hat es noch grosse freie Flächen.
Vielleicht müsste die Arena anders aufgebaut sein, aber geht vielleicht nicht da das auch wäre wie ein 30m breiter und 2m langer Bus weil jeder in der ersten Reihe sitzen will. 😉
Der Wetterbericht sieht für Samstagabend im Moment wenig gut aus, aber erstmal abwarten.
Ähm, wie? Basel liegt doch wie Darmstadt nördlich der Alpen.
Naja, man kann ja auch Umwege fahren und da der ECE151 von Frankfurt nach Mailand planmäßig kurz vor 11 in Basel ankommt war eine „Überbrückung“ bis zum Check In im Hotel gesucht und die sah dann so aus.
Eine Fotorunde an dee Läufelfinger Bahn wäre auch eine Idee gewesen, aber mit Koffer. Nee, kein Bock 😉
Wie schon in den letzten Tagen auf der Main-Neckar-Bahn gesichtet besteht der ECE151 aus einer TrenItalia Garnitur (laut Anschrift CH-TI) und nicht aus der SBB Adaption.
Ich bin kein Fan des ETR610, in der 1. Klasse ist er noch halbwegs erträglich. Die Garnitur ist eher oberflächlich gereinigt, das Raumgefühl ist eher einfallslos, die Sitze relativ abgenutzt und diverse Steckdosen und auch Sitzverstellungen funktionieren nicht wie man an den Nachbarplätzen beobachten kann. Nichtfensterplätze hat es, wie heutzutage fast normal, natürlich auch. Ein Fahrzeug das locker sogar den ICE4 unterbietet.
Egal, pünktlich geht es in Frankfurt los um in Darmstadt einen kurzen ausserplanmässigen Halt einzulegen.
Kurzzeitig kommt auch mal die Sonne raus. Aber nur ganz kurz und bei der Ladenburg geht’s wieder in der Suppe über den Neckar.
Da der Zug derzeit über die Main-Neckar-Bahn fährt entfällt der Halt in Mannheim und auch nicht via Heidelberg sondern von Friedrichsfeld direkt Richtung Schwetzingen und Karlsruhe.
Dafür hält der Zug auch im Weltstadthalt „Ringsheim“ was der Halt irgendwo im Nirgendwo vermutlich dem in der Schweiz recht beliebten Europapark verdankt.
Südlich Karlsruhe ist das Wetter 1a und die geringe Verspätung von 6min wird beim Kopf machen in Basel SBB mangels „Kulturpuffer“ und somit kurzer Wendezeit fast komplett mitgenommen aber ab Luzern (die am dortigen Querbahnsteig angebrachten Displays informieren stets über die nächsten Anschlüsse) ist er wieder planmäßig unterwegs.
Und so geht es ab Arth-Goldau mit Blick auf den Rigi mit ETCS L2oS flott nach Altdorf und dann durch den Gotthardbasistunnel. Überpünktlich wird Bellinzona erreicht.
Viel Zeit ist nicht, eine viertel Stunde später kommt der IR26 „Treno Gottardo“ aus Locarno an.
Der Traverso, im Grunde die Fernverkehrsversion des Stadler Flirt, wird im Gegensatz zum ETR610 welcher 2:39h für die Strecke von Basel nach Bellinzona brauchte über die Gotthard Bergstrecke und dabei mit fast regionalzugartigen Halteabständen bis Airolo 3:57h.
Aber es fährt sich sehr angenehm im von der SOB Südostbahn gefahrenen Traverso der suf dieser Linie als Treno Gottardo vermarktet wird.
Im Hochflurbereich am Wagenübergang gönnt man ihm sogar eine 1+1 vis-a-vis Bestuhlung.
Im Abschnitt bis Göschenen ist er in beiden Wagennkassen eher schwach besetzt.
Was aussieht wie ein verunglückter Wasserturm ist übrigens die Betriebszentrale Süd der SBB am Südportal des Gotthardbasistunnel in Pollegio.
Zeit für einen Kaffee (2,50 CHF) aus dem Self-Service Bereich und dann geht es mit diversen Kehrtunnels weiter nach Airolo.
Achja, es hat auch Traverso Bier. Aber ich glaube das wird den Weg bis nach Hause finden.
Und dann ist schon Göschenen erreicht. „Von nunan ging es bergab“.
In Göschenen füllt sich der Zug ein wenig mehr und ab Luzern wurd dem nun sehr gut besetzen Zug eine zweite Garnitur beigestellt.
Entspannt geht es über Rotkreuz, Luzern und Olten zurück nach Basel SBB was auch wieder pünktlich erreicht wurde.
Zum kleinen Ausgleich für gut 11,5h faules Bahnfahren schleppe ich den Koffer die Treppe zur Paserelle am „Rostbalken“, der alten Hauptpost, hoch von wo es einen schönen Blick durch die frisch sanierte Halle hat.
Entlang des Bahnhofsvorfeld geht es zum Ibis Budget Hotel an der Münchensteiner Brücke.
Und dann wieder zurpck zum Restaurant Steinbock am Bahnhof zu einem üppigen Salat und Rösti mit Schnitzel mit viiiel Käse überbacken.
An der Haltestelle „Peter Merian“ ein Blick auf den parallel zur Tram und Bahbhofsvorfeld in der unteren Etage verlaufebden Radfahrer Highway der im Gegensatz zum Foto sehr gut genutzt ist.
Nachspeise dann im Hotel 😉
Jetzt ab ins Bett. Morgen geht’s zur modenisierten Waldenburger Bahn.
Da der Sonderzug durch den 57km lange Gotthard Basistunnel erst um 14:20 Uhr ab Flüelen fährt wurde der Vormittag für einen Fotoausflug genutzt.
Mit erschrecken musste ich feststellen dass ich u. a. am Albula, Bernina oder Lötschberg fast jeden Stein persönlich kenne aber der Bereich des Gotthard habe ich, ausser im Zug oder Bus sitzend, noch nicht erkundet. Also geht es 09:04 ab Flüelen mit dem Bus nach Wassen. 12,80 CHF kostet die knapp einstündige Fahrt 😨.
Am Bahnhof von Wassen gibt es auch noch eine Granitverladeeinrichtung zu entdecken die bis zur Einstellung des Steinbruchs Ende der 1960er Jahre in Betrieb war.
Einige Höhenmeter runter und wieder hoch erreichte ich den Fotostandort an der unteren Wattinger Brücke und später in Wassen mit der mittleren und der oberen Meienreussbrücke die man von der Kirche in Wassen gut einfangen kann.
Noch verkehren beachtliche Güterzüge die mittels Doppeltraktion und fallweise Schiebelok über den Berg gefahren werden. Dies wird, wie auch die Fernzüge IR, ICN oder EC aus Basel oder Zürich nach Locarno, Lugano und Mailand, ab Dezember Geschichte sein.
Pünktlich brachte mich der Bus zurück nach Flüelen wo gerade der Raddampfer angelegt hatte. Nach dessen Abfahrt wurde der Sitzplatz 102 im Wagen 3 des „Gotthardino“ mit der Zugnummer 31271 besetzt.
Nach diverse Infornationsdurchsagen setzte sich der Zug in Bewegung und obwohl er nur auf 160 beschleunigte ind am Nordportal extra langsam fuhr wurde recht rasch der Bahnsteig „Sedrun Ost“ der Multifunktionsstelle Sedrun erreicht.
Der Nothaltepunkt befindet sich am Scheitelpunkt auf 550m. ü. M. und ist von über 2000m des Gebirge überdeckt. Von den vom Tal bei Sedrun in den Berg getriebenen Stollen führen zwei 800m tiefe Schächte die für den Bau des Tunnels erstellt wurden hinunter zur Station. Der Wunsch der Bewohner der Surselva diese für eine Bahnstation „Porta Alpina“ zu nutzen wurde nicht realisiert und so dienen die Schächte nun nur noch der Materialbersorgung für Instandhaltung und der Belüftung.
Das Hinweisschild gibt übrigens die Stecke zum Bahnsteig der Nothaltestelle in der Weströhre und nicht wie hoch man sich durchgraben müsste an. ☺
Die Teilnehmer der Fahrt wurden mit Wasser und Bündner Nusskuchen versorgt und einen Stempel für den „Pionier-Pass“ konnte auch geholt werden. Im östlich der Oströhre gelegenen Parallelstollen (während des Baus wurde diese als Installationsröhre und für Logistikanlagen genutzt) über die man zur Nothaltestelle Sedrun West und die Aufzüge kommen kann waren etliche Infotafeln aufgestellt und in einer seitlichen Kaverne lief ein Film über den Bau und die Vorgeschichte des Basistunnels. Leider konnte der Bereich mit den Aufzügen oder Technikanlagen nicht erkundet werden.
Nach gut einer 3/4h ging es bergab und vorbei an der zweiten Multifunktions- und Nothaltestelle Faido nach Bodio wo die Fahrt endete. Zurpck ging es mit dem regulären IR im 16:21 und über den Berg.
Raddampfer beim Anlegen in Flüelen. Der Tunnel als auch längere Abschnitte vor den Portalen (wie huer z. B. on Flüeken) sind mit ETCS L2oS ausgerüstet und verfügen nur über ETCS Tafeln. Die einzigen Lichtsignale sind die Rangiersignale welche jedoch nur bei Rangierstraßen einen Fahrtbegriff zeigen. Innerhalb einer ETCS geführten Zugstrasse bleiben diese in Halt. Sehr gewöhnungsbedürftig. Ebenso gewöhnungsbedürftig ist die Betriebszentrale Süd in Pollegrio am südlichen Tunnelportal von der aus die Strecken im Tessein als auch bis einschl. Arth-Goldau ferngesteuert werden. Hier hatten wohl, im Vergleich zr BZ Olten, die Designer und weniger die Techniker das Sagen.
Ein netter Gimmik waren die diversen „Fernrohre“ mit denen man in der Ausstellung in der Serviceröhre „nach draußen“ blicken konnte. 😂
Man sieht übrigens. Mit einem VW Caddy kommt man überall hin. Sogar mitten in den längsten Eisenbahntunnel der Welt.
Auch der Sapor-Seufenspender lebt bei den SBB munter weiter. Im Zuge der Überarbeitung der EW IV Wagen für die Nutzung in Zügen durch den Gotthard Basistunnel mit u. a. einer üppigen Nachrüstung mit Brand- / Rauchmeldern oder geschlossenen Vakuumtoiletten bleiben diese im Dienst.
Nicht mehr im Dienst ist aber das Gleis in Flüelen das direkt vor der Anlegestelle endet.
Foto- und Tunnelwandern macht hungrig.
Oha. Was mir auf der Karte vom Restaurant / Cafe Gotthard beim Bahnhof auffällt ist dass Flüelen fast die gleiche Postleitzahl wie mein Heimatort hat. Es fehlt nur eine Zahl in der Mitte.
Sodele. Ein toller Tag ist vorbei. Ab zum Matratzenhorchdienst.