Regen am Rennsteig

Eigentlich wollte ich heute meinen „Lückenschluss“ auf dem Rennsteig fahren aber gut 77 km im Regen, danach stand mir dann doch nicht der Sinn. Ergo fuhr ich die Route vom Plan B mit 55 km. Also statt über Tambach-Dietharz ging es über Tabarz hinauf zum Großen Inselsberg und dann auf dem Rennsteig Richtung Bahnhof Förtha / Wolfsburg-Unkeroda.

Leider behielt die Vorhersage recht. Es regnet. Keine dicken Tropfen, aber doch wesentlich mehr wie das bisschen getröpfel vorgestern.

Die kürzere Strecke verschaffte mir morgens etwas Zeit um später wegzufahren aber der Regen hielt sich und so starte ich im Regen via der Gartenstadt und Sundhausen die Fahrt.

Erstes Etappenziel, nach der Tram in Sundhausen, war das Aquädukt über die ehm. Bahntrasse bei Sundhausen.

Im Zuge der Ertüchtigung und Elektrifizierung der Strecke Bebra – Erfurt wurde zwischen Fröttstädt und Gotha auch eine Streckenverlegung durchgeführt. So verlor das Aquädukt des Leinakanals die Bahnlinie und im Grunde auch seine Berechtigung. Aber die „Wasserbrücke“ blieb bestehen und überspannt nun das Biotop was früher mal ein Streckenabschnitt war. Unmittelbar nördlich davon befindet sich die neue Trasse welche der Leinakanal mittels eines direkt ans Aquädukt anschliessenden Dükers unterquert.

Das Aquädukt kann überquert werden, der Randsteg ist aber nicht sonderlich bereit. Aber es hat für das „eingesaute“ Rad und mich gereucht. Eingesaut daher da der Weg dorthin relativ aufgeweicht war. Naja, die Hose ist auch recht durchgeweicht.

Jetzt geht es Richtung Leina und entlang des parallel zu der A4 führenden Radweg zum Ortsrand von Wahlwinkel und weiter nach Waltershausen das neben der interessanten Ortsdurchfahrt der Strassenbahn auch noch durch sehr schöne historisch Gebäude im Ortskern besitzt.

Der Regen lässt nach und die Kleidung kann anfangen abzutrocknen. In Langenhain wird gerade der Bach von Aufwuchs gereinigt, einer Schafft, der Rest beobachtet 😉

Weiter nach Tabarz, ähm Bad Tabarz um korrekt zu sein. Der hiesige Bachlauf braucht noch keine Pflege und ich mache einen Schlenker zur Waldbahn.

So, jetzt geht es weiter bergauf und im Seitental von Tabarz findet sich der „Struwwelpeter Park“ und im anschließenden Gesteinspark treibt sich ein Dino herum.

Und von nun an gehts bergauf. Es geht recht stramm und auf teils recht übel ausgewaschenen Wegen stramm hinauf.

Ein kleiner Umweg, vorbei am Downhiltrail inkl. Sprungschanze, ust nötig da der in Komoot ausgewiesene Fuhrweg „nur“ ein Wanderweg mit Stufen ist. Dafür hat der Umweg aber einen schönen Ausblick nach Tabarz, trotz der tief hängenden Wolken.

Später geht es dann auf Landstraße weiter die zum Glück nicht besonders stark befahren ist.

Nach dem Abzweig geht es auf der gepflasterten Verbindungsstraße hinauf zum Großen Inselsberg. Da der Gasthof Stöhr Montags geschlossen hat und der benachbarte Gasthof wegen Renovierung geschlossen ist ist das gastronomische Angebot hier oben exakt Null. Auch der zum Aussichtsturm mit Kletterwand ungestaltete rechteckige ehm. Richtfunkturm hat wegen techn. Probleme geschlossen. Egal, es wäre ohnehin fast nichts zu sehen gewesen.

Also machte ich mich wieder auf den Weg nach unten, diesmal auf dem sehr steilen Wanderweg. So steil dass ich das Rad lieber schiebe.

Das Gasthaus Am Reitstein hat heute auch geschlossen, ein Aufsteller zeigt es zum Verkauf an, laut Internet seit gut einem Jahr, aber es hat geöffnet.

Aber die an der Strasse liegende Hotel „Keiner Inselsberg“ hat geöffnet und so ist dich eine kleine Mittagsrast drin.

Und dann auch noch Henninger Radler 🤣🤣🤣

Aber der Salat war üppig und das Omelett mit Pfifferlinge sehr lecker.

Örks, nach dem Essen der Blick aufs Thermometer. Nur 12°C… Sibirisch.

Oberhalb von Brotterode geht es mit Blick auf die Skisprungschanze auf dem Rennsteigradweg in Richtung Nordwesten und ab und zu kommt sogar kurz die Sonne durch.

Weiter gehts immer mit kurzen Zwischensteigungen aber in Summe abwärts weiter. Gut 15km vor dem Ziel wechsele ich den Akku. Die Anstiege hatten es in sich. Vermutlich hätte er noch bis Unkeroda gereicht, aber sicher ist sicher.

Bei der Station „Hohe Sonne“ verfällt ein schönes Gebäude mit exklusiven Blick auf die Wartburg.

Aber es geht weiter bis zur „Hoffmanseiche“ und an dort stellenweise steil hinab zum Bahnhof von Förtha welcher eigentlichen in Wolfsburg-Unkeroda liegt.

Zu DDR Zeiten zweigte in diesem Bahnhof die Ungehungsbahn nach Gerstungen ab die unter Umgehung der Strecke im Werratal welche über BRD Gebiet führte die Verbindung zwischen Gerstungen und Eisenach ermögliche. Mit der Wiedervereinigung wurde diese teil mit 20 Promille relativ steile Strecke obsolet und zurückgebaut.

In der Pension BB bekam ich dann noch eine Brotzeit gereicht. Das nette Angebot wurde bei der Buchung gemacht da damit gerechnet wurde dass am Rennsteig Montags fast alles zu hat. Auch das lokale Gasthaus hat Mo/Di zu und nur Fr-So auch abends geöffnet. Das Mett und die Leberwurst waren dabei der absolute Hammer.

So das waren im Abschluss sogar 63 km und 1000m nach Oben.

2019-09-09 Mo Etappe 3 Gotha-Inselsberg-Unkeroda

Morgen stehen 90km in die hessische Rhön an. Das Wetter soll aber besser werden, jedoch ist frühes Aufstehen angesagt.

Naumburger Strassenbahn

Nach der gestrigen Langetappe lass ich es heute ruhig angehen.

Um 11:39 geht es mit der RB20 nach Naumburg.

Während auf einigen Abellio Linien in Thüringen und drumherum der Zugverkehr bisweilen etwas unregelmäßig ist, von den neuen Netzen in Baden-Würtemberg gar nicht erst zu reden, läuft es heute auf der RB20.
Dieser verfügt zwischen Eisenach und Erfurt sogar über ein Catering. Somit ein sehr angenehmer Start in den Tag.
Statt dem 100. Foto der Gothaer Strassenbahn nutze ich den kurzfristig „baubedingt“ freien Tag auf der Radtour für einen Ausflug zur Naumburger Strassenbahn welche nach knapp 1,5h erreicht wird.

Die Einzelfahrt kostet 2,- € die Tageskarte fürs Strassenbahn Gesamtnetz 🤣 3,20 €. Da fällt die Wahl leicht.

Die Strassenbahn verkehrte bis zu ihrer Stilllegung 1991 eingleisig mit zwei Linien (Linie 1 gegen und Linie 2 im Uhrzeigersinn) um die Altstadt herum. Der Abschnitt durch die Altstadt zwischen Postplatz und Theater (Curt-Becker-Platz) wurde in den 70er Jahren aufgehoben (noch heute finden sich Rosetten an den Häusern und Schienen u. a. im Postring und am Markt) und erst später wieder zum Ring geschlossen. Dank der Bemühungen von Enthusiasten wird seit 2007 wieder regelmässig gefahren und der Ring sukzessive wieder aufgebaut. 2018 wurde als aktuell letzter Bauabschnitt die heutige Endstation Salztor wieder erreicht.

Somit ist etwas über die Hälfte des Rings wieder aufgebaut. Erklärtes Ziel des Fördervereins und der Betreibergesellschaft ist der Ringschluss, was bei einer Strassenbahn auch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal wäre.

Mehr zur Strassenbahn gibt es hier bei Wikipedia.

Ich habe die diversen Mitfahrten und das Aublaufen von ca. 3/4 der Strecke für Fotostellen bei Komoot aufgezeichnet. Wie üblich mit weiteren Fotos.

2019-09-08 Fotostellenwandern und Mitfahrt mit der Naumburger Strassenbahn

Zwar fährt die Strassenbahn mit ihren hist. Fahrzeugen um die gut erhaltene Altstadt von Naumburg herum, aber auch hier gibt es viel schöne alte Bausubstanz zu sehen. Am Salztor angekommen wird erst mal die Rückfahrt dokumentiert.

Bei einer Fahrtzeit von 11min und einem 30 min Takt (0 und 30 ab Hbf, 15 und 45 ab Sakztor) reicht derzeit ein einzelner Triebwagen für den Regelbetrieb aus.

Und dann kommt schon wieder der Wagen zurück in Richtung Sakztor.

Um dann auf dem Rückweg zum Hbf von der Brücke der Strasse „Thainburg“ noch mal im Spätsommerlaub erwischt.

Um 14:15 wurde eine Depotführung angeboten was nich ein wenig Zeit für ein Foto des Rekowagens mit einem zufällig vorbeikommenden Simson Mofa bot.

Gut eine Stunde dauerte die Führung mit interessanten Einblicken in den Kleinbetrieb und Mitarbeitern die mit Herzblut dabei sind.

Nach der Führung noch ein Schnappschuss vor dem Depot.

In der Postrasse kann durch ausblenden der parkenden Autos ein Retrobild erstellen.

Steil bergab Richtung Hbf geht es in der Bergstrasse.

Und dann ein Fotoschaden durch einen überholenden Motorradfahrer in der Jägerstrasse.

Nein, nur weil die Strassenbahn in Naumburg etwas ältem Semesters ist, dies ist nicht der neueste Bus im dortigen Stadtverkehr 🤣😎

Es dürfte sich um einen Bus des ehm. Nutzfahrzeughersteller NBW aus der Schweiz handeln.

Und zum Abschluss noch eine Runde durch die Altstadt…

… bevor es um 17:47 ab dem Curt-Becker-Platz zum Hbf (mit kurzem Fotostop) und es mit der RB20 in der „Lounge“ nach Gotha geht.

Abendessen im S’Limerick beim Hausbier (besser wie Guinnes), Irish Stout und hot Cake.

Abendstimmung in Gotha. 20:30 am Sonntag und die Bürgersteige klappen langsam hoch. 😎

Für Montag ist nun doch ganztags Regen gemeldet. Kein guter Ausblick für die Etappe über den Rennsteig. Auf der Suche nach einer (Nach)Mittagsrast auf dem Rennsteig, da im Etappenziel Montags im Umkreis von 5km keine Gastronomie geöffnet hat, muss ich feststellen dass der Rennnsteig am Montag anscheinend komplett geschlossen ist. Naja, ich lass mich überraschen.

Cxc

Leipziger Allerlei

Nachdem der Vormittag bis zum Feierabend mit einer recht positiv verlaufenen Fahrdienstleiterprüfung in der Frankfurter BZ ging es zur Nahrungsaufnahme in den Hauptbahnhof und dann zum IC 1957 nach Leipzig. Ein guter Bekannter der gerne zur Fahrt nach Gotha genutzt wird. Die Zugnummer hat gewisse Ähnlichkeit zum Baujahr der Fahrzeuge 😂

Der „Zonenflieger“ [tm] ist der IC 1957.
Wie es sich gehört erscheint er in geänderter Reihung. Der Wagen 6 ist am Schluss statt Spitze der Rest aber Richtig, daher am Bahnsteig auch nicht angezeigt (2, 1, 1/2, 2, 2, 2 statt 1, 1/2, 2, 2, 2, 2). Klimaanlage läuft aber wohl zu spät in der Abstellung aktiviert, Zf sagt durch dass er vermutet dass diese aber aber auch nicht richtig wollen wird.
„Zonenomi“ reisst erst mal die Klappfenster auf, selbst ist die Frau. Naja, schaumermal. Bin zu faul zum Umsetzen und richtig Sauna hat es hier auch nicht.
Immerhin einen Einzelplatz ergattert. 😉

Bald ist Fulda erreicht.
Leider ist der Ausblick bei Bbf Götzenhof (dem Beginn des Milseburgradwegs nach Hilders) in die schöne Rhön nur noch kurz da exzessiv „hübsche Kundenbeleidigungswände“ errichtet wurden.

So jetzt hies es aufpassen und nicht aus Gewohnheit in Gotha aussteigen. 😉

ETCS meets Wasserkran. Typisch Eisenbahn wenn sich Technik mehrerer Jahrhinderte trifft.

Der IC ist gut im Plan und erreichte Gotha schon vor der Planzeit.

Skandal!
Ankunft Erfurt Hbf um 18:34, damit 4 Minuten vor Plan und die Auskunft verschweigt es!!!eins!!!!elf! 😂

Der IC 1957 hat nicht unerhebliche Fahrzeitreserven, weshalb er auch im Gegensatz zum ICE 4,5h von Frankfurt nach Leipzig braucht.
In Wandersleben ging es, nachdem schon Erfurt ja schon vier Minuten vor Plan erreicht wurde und exakt nach Plan abgefahren wurde, in die Überholung aber es kamen nur ein ICE und Abellio entgehen jedoch keine Überholung. Trotzdem wurde auch die Endstation Leipzig vier Minuten vor Plan erreicht.
#pünktlichwiedieeisenbahn
#entschleunigung
#wandersleben
#aufdemrand
#wartenaufüberholung
#bahnidylle

Auch Leipzig Hbf wird 4 Minuten vor der Planzeit erreicht. Den gutgelaunten Zugchef frage ich beim Aussteigen ob ich bei Verfrühung nachzahlen muss. Er nahm es mit Humor.

Einchecken bei „Big Mama“ und rüber zu Leos Brasserie zu u. a. Ralph und Manu.

Ralph war nicht begeistert als eine Traube mehrmals „Zielschei**en“ auf ihn veranstalteten. Daher zog man besser unters Dach um.

Ein paar lustige Gespräche und Getränke später gehts durch die „heimelige“ Unterführung zurück zum Hotel.

Noch schnell ein Foto von der Strassenbahn vor dem Westflügel des Hauptbahnhof und weiter zum Hotel.

Morgen geht es „schon“ um 8:20 weiter nach Chemnitz.

Und wieder nach Hause

Irgendwie hatte ich keine Lust darauf Abellio Geld für die fahrt nach Eisenach in den Rachen zu werfen und da ich ohnehin relativ früh wach wurde fuhr ich die 30 km nach Eisenach auf dem Rad um dort in den Cantus nach Fulda zu steigen, mit Verspätung und und daher eher unentspannten Umsteigen in Bebra durch die dortige Unterführung.

In Fulda dann der K(r)ampf einen DB FV Automaten für die Regio Tickets zu finden. Die am Haupteingang sind dauerhaft belagert, also wieder zurück Richtung AW und siehe da, der dortige ist frei.

Und wieder zurück zu Gleis eins wo ein sehr gut belegtes Mehrzweckabteil im Steuerwagen wartet. Übliche Diskussionen mit Rentnern ohne Rad oder Kinderwagen die meinen ein Vorrecht auf die Klappsitze zu haben und ein Zugbegleiter der verwirrt ist als ich einer Dame mit Kinderwagen den Vortritt lasse. Seiner freundlichen Bitte doch in den weiteren Fahrradwagen in Zugmitte zu wechseln komme ich gerne nach was ihn noch mehr verwirrt. „Komisch, normalerweise habe ich da immer riesige Diskussionen“, so ein Kommentar. Warum? Kinderwagen und Rollstuhl vor Fahrrad und wenn andernorts im Zug mehr Platz ist, warum nicht.

Naja, im „Fahrradwagen“ sieht man dann wider wie Profis und Stümper Fahrräder unterbringen. die einen bekommen 3-4 Räder aneinandergestapelt. Andere meinen dass sie Sitzen müssen und ihr Rad vor sich halten. Naja, dann mal das Rad fies den Stümpern quer Beet reingeklemmt 😀

Ach wie gerne wäre ich noch vor Fulda ausgestiegen und noch eine Runde durch die Rhön gefahren, aber die Pflicht ruft am Montag…

Doofer weise war die Tür auf der in Fahrtrichtung linken Seite defekt und das Rad im Falle dass der Bahnsteig in Hanau just dort zum Liegen käme durch den Wagen ans andere Ende zu bugsieren, da hatte ich keine Lust darauf. daaher szeig ich bereits in Langenselbold aus. Uiuiui,… meinte es die Sonne heute gut. Da war der Fahrtwind des ICE richtig erfrischend.

Über Hanau-Wolfgang und Groß Auheim ging es über den Main nach Klein Auheim wo ein VIAS Lint in die Fotofalle ging.

Mehr Fotos hat es hier bei Komoot von der zweiten Tagesetappe nach Hause.

Im Wald westlich von Hainstadt entdecke ich auf der Komoot Landkarte Schienen und will mal nachsehen und in der Tat, hier liegt eine offenbar auch noch befahrene Feldbahn.

Einstmals gab es mehrere Feldbahnen die die Verbindung zwischen den im Wald gelegenen Tongruben zu dem am zu dem am westlichen Ortsrand liegenden Ziegeleien herstellten. Die Feldbahn der Bumörschen Ziegelei hat überlebt und wird von einem privaten Verein befahren. Die ehemalige Schleife im Wald ist dabei zwei Ästen mit Stumpfgleis gewichen.

Auf Grund der nicht unerheblichen Sonnenwärme geht es schnellstmöglich (Fahrtwind) weiter bis Messel ins Freizeitzentrum zur „Auszeit bei Axel“ um sich mit Sauerspritzen Äppler und Wurstsalat zu stärken.

Heimatliche Gefilde in Sicht. Schön wieder zu Hause zu sein.

Abschlusstatistik.

Zu den Kilometern die ich bis Gotha zusammengezählt hatte sind somit noch einige dazugekommen und so sind es am Schluss (Werte der Komoot App) :

747,2 km laut Kommot und dabei ging es an Höhenmetern 7.320 auf- sowie 7.670 abwärts.

So, das war es für diese Tour. Weiter geht es dann im Juli, quer über die Schweizer Alpen.

Gotha, Waldbahn und Kulturnacht

Nachdem am Freitag Gotha erfolgreich erreicht wurde ist heute vor der abendlichen Unterstützung der Kollegen im Betriebsfeld der FS Gotha noch etwas Zeit für Sightseeing.

Das Wetter zeigt sich von der guten Seite und so wird nach ein paar Straßenbahnfotos auch mal das Schloss Friedenstein besucht.

Bahnhofstraße und Schloss Friedenstein

Hübsches und markantes Gebäude, aber am schönsten ist der Blick von der Nordseite hinunter in die Altstadt zusammen mit den Wasserspielen und Brunnen. Der bereits seit 1369 bestehende und fast 30km lange Leinakanal versorgte einstmals die Stadt Gotha mit Trinkwasser und versorgte die örtliche Mühlen, aber auch nach dem Bau von Schloss Friedenstein die dortigen Parkanlagen und Brunnen. Auch heute noch werden die Brunnen vom Leinakanal versorgt.

Gothaer Altstadt

Weiter geht es nach einem Abstecher Richtung Ostbahnhof durch die südlich der Bahn liegende Gartenstadtsiedlung „Am schmalen Rain“ nach Sundhausen wo ich von einem historischen Triebwagen regelrecht überrascht werde da er sich klammheimlich hinter dem planmäßig verkehrenden Tatra „herangeschlichen“ hatte. 😉

Post Gotha, Gartenstadtsiedlung und Sundhausen

Von Sundhausen geht es via der Pferderennbahn Boxberg nach Leina wo sich neben der lärmenden Autobahn Tatra und Düwag ein Stelldichein geben.

Im beschaulichen Dorf Leina ist ein Storch relativ unbeeindruckt vom Fotografen und sucht sich in der Hörsel welche hier aus dem Zusammenfluss von Leina und Altenwasser entsteht nach einem Mittagsimbiss.

Auf dem Weg anch schnepfenthal begegnet mir das auf einem Multicar basierende Feuerwehrfahrzeug für „kleine Einsätze“.

Leina

Beim Ortseingang von Schnepfenthal zeigt man dem Werten Rindviech auch gleich auf seiner Wiese in welcher Gaststätte es vmtl. irgendwann auf dem Teller landet.

Am Haltepunkt Schnepfenthal sichert auch heute noch eine original WSSB Bahnübergangsanlage mit Blinklicht im Andreaskreuz die gemeinsame Kreuzung der meterspurigen TWSB nach Tabarz sowie DB Strecke nach Friedrichroda mit der Reinhardsbrunnr Straße.

Nach ein paar Bildern vom parallelen Abschnitt mit TWSB Tatra und RS1 der Süd-Thüringen-Bahn geht es weiter hinauf zur Marienglashöhle wo noch ein paar Tatra auf der schon oft als Motiv genutzten Wiese vor der Haltestelle abgelichtet werden.

Die Marienglashöhle ist heute das ausgelagerte Trauzimmer und nicht für Besuchergruppen geöffnet, aber das macht nichts. Ich hatte diese ja schon mal besichtigt (Prädikat sehenswert). So wird nun das Mittagessen mit Radler und Schnitzel (sehr gutes Schnitzel) nachgeholt. Hmm, der weinrote und mit Chrom verzierte Trabbi vom Parkplatz unterhalb der Höhle lief so vmtl. nicht in Zwickau vom Band.

und nun geht es wieder zurück nach Gotha. Am Hp. Reinhardsbrunner Teiche nochmal etwas „Parallelfahrt“ von Tram und Zug, leider fährt die Tram planmäßig wenige Minuten nach dem Zug, und via Leina wo nun Familie Schwan ihren Nachwuchs ans Wasser gewöhnt zurück nach Gotha. Fahrrad abstellen, Frischmachen und schon geht es zur Orangerie wo gerade eine Dudelsackgruppe mit Pipes and Drums ihr Programm gibt. Somit „Endet“ die Radtour damit, womit die nächste beginnt.

Wie üblich hier noch der Link zu Komoot mit der ganzen Radrunde und noch mehr Bildern,

Ein paar Impressionen vom Betriebsfeld mit Relaisraum und dem Flyer zur Kulturnacht die dieses Jahr unter dem Motto „very british“ stand.

Die Fachschule hat mit dem Betriebsfeld unter anderem ihren Sitz im Schloss Friedrichsthal, benachbart zur Orangerie des Schloss Friedensthal und im Treppenhaus vor dem Betriebsfeld und Obergeschoss unterhält derweil der Comedybuttler „Dr. Johnny Walker“ sein Publikum auf ganz eigene und amüsante Art.

NachMitternacht herum gehen langsam die Lichter aus, der Besuch im Betriebsfeld von den Besuchern der Kulturnacht war nicht unerheblich. Auch Mr. Igel schleicht sich nun langsam in Richtung Bett.

So, die Nachtruhe wird kurz. Aber morgen (oder ist es schon heute?) geht es eh heim.

Die letzte Etappe nach Gotha

Beitrag ist noch in Bearbeitung

Teilweise bewölkt ist es und die dünne Jacke kann man schon gebrauchen aber es ist doch irgendwie angenehm.

Also geht es von Neustadt erst einmal auf und neben der Strasse in Richtung Allzunah. Etwas nervig sind die vielen Motorradfahrer welche im Gegensatz zu den meist sehr vernünftig überholenden PKW sehr knapp überholen.

Ab Allzunah geht es auf der ehm. Bahntrasse aus Frauenwald in Richtung des Bf. Rennsteig.

Mitten im Wald dann der schon bei früheren Touren Hinweis auf das Bunkermuseum. Es ist kurz nach 10 Uhr und um 11 Uhr ist die offizielle erste Tour im Angebot. Also auf zur Zeitreise.

Unweit des heutigen Hotels befindet sich der Eingang zur „Unterwelt“. Die knapp einstündige Führung wird sehr kompetent und detailliert geführt und erläutert, das Bunkermuseum ist sehr detailverliebt ausgestattet.

Hernach geht es weiter zum Bf. Rennsteig in dem derzeit die Theatertruppe „Das letzte Kleinod“ gastiert deren Veranstaltungsort aus ehemaligen DB Bauwagen besteht.

Leider ist hier nur an Sa, So und Feiertagen Bahnbetrieb und die Bahnhofsgastronomie durch Motorradfahrer „belagert“ also fahre ich weiter zum 944m hohen Großen Finsterberg. Dessen Anstieg ist recht steil und so ist auch wieder mal Schieben angesagt. Von der Schutzhütte kurz unterhalb des Gipfels hat es einen schönen Ausblick auf den Thüringer Wald.

Der Rundumausblick vom Gipfel ist derzeit (noch) nicht möglich da der Aussichtsturm derzeit erneuert wird. Stramm geht es nun wieder bergab zur Hauptstraße. Kurz vor Schmücke oberhalb von Gehlberg wechselt der Radweg auf einen Waldweg auf dem sich eine Blindschleiche „sonnt“. Ich konnte sie aber überreden sich einen neuen Platz am Wegrand zu suchen damit sie nicht überfahren wird.

Eine kurze Rast mit Soljanka und Radler und nach dem Ausblick auf das Panorama geht es abwärts.

Oder eher gesagt erst noch mal kurz hoch und an einer Infotafel konnte einer Wespe beim Holzkauen für den Nestbau beobachtet werden. Von nun an ging es aber definitiv bergab. Ab der auf gut 930m.ü.M. liegenden Anhöhe gilt es nun auf gut 300m.ü.M. in Gotha hinabzusteigen. Das wird wieder einigen Verschleiß an den Bremsen bedeuten. Mal sehen ob diese bis Gotha durchhalten.

Heute sind auch mehrere Oldtimer Korso unterwegs. Bei Allzunah waren es Alfa Romeo und bei Gehlberg diverse MG.

In Gehlberg folgt einer 12% Rampe bevor es im Seitental nach Geraberg stetig bergab geht wobei der Feldweg besser selbst bremst wie eine Asphaltstrasse. In Geraberg dann ein vorzüglich gepflegter Wartburg.

Die Bremse schleift schon merklich… Ohn mann.

Vor Gräfenroda dann ein schlechtes Bahnfoto einer 612er Dröhnröhre auf den Weg vin Schweinfurt nach Neudietendorf.

An der Bahnstrecke Gräfenroda – Gotha wird das Wetter teils wieder besser. Obwohl die Strecke und der Haltepunkt Frankenhain anfang der 2000er Jahre umfassend saniert wurde erfolgte Ende 2011 die Einstellung des Nahverkehrs. Seit 2017 betreibt Zossen Rail die gesamte Infrastruktur, jedoch findet derzeit nur Güterverkehr zwischen Gotha und dem Tanklager in Emmleben statt.

Kurz hinter Frankenhain ist dann ein kurzer Werstatthalt fällig, nach gut 700km sind die vorderen Bremsbeläge fällig, 20min später und mit rabenschwarzen Fingern geht es weiter nach Crawinkel.

Wieder mal eine verlorene Investition. Hier vergammelt, wie auf Der Stecke ab Probstzella nach Lausca, wieder ein EBÜT80 Bü während andernorts noch Lo57 oder anderes Altzeug am Laufen gehalten werden muss. Einfach nur ärgerlich. ☹️

In Crawinkel war offenbar die letzte Station des Waggon von Compiègne.

In Crawinkel hatte man den mit mechanischen Schranken ausgestatteten Bü „westifiziert“ indem das Blinklicht aus dem Andreaskreuz in einen eigenen Signalschirm verlagert wurde. Die Schrankenbäume sind aber am Lagerbock angekettet, ein Schliessen ist somit nicht ad hoc möglich.

Es wird Ohrdruf durchquert welches über eine sehr schöne Altstadt verfügt.

Dann noch eine Fahrt auf dem Radweg quer durch den Randbereich des ehm. Truppenübungsplatz Ohrdrufund nach diversen“Schlenkern“ weiter nach Schwabhausen.

Und bald ist Gotha, oder eher der Ortsteil Töpfleben erreicht. Zur Begrüßung gibt es in der Übernachtung Cafe Suzette eine gute Thüringer Bratwurst. Danke dafür. Danach noch geduscht und eingekauft und dabei noch etwas Straßenbahnen fotografiert.

Noch ein wenig Statistik bis hierher.

624,2km laut Fahrrad, 611 km laut Kommot.

Aufwärts: 6.080m, Abwärts: 6.400m wobei da was nicht ganz stimmen kann da Reinheim mit 110m.ü.M. tiefer wie Gotha mit 300m.ü.M liegt. Demnach müssten weniger Abwärtsmeter drin sein. Aber das ist Hintergrundrauschen.

Naja, morgen ist vor der Kulturnacht ja noch etwas Zeit zum Radeln, Erkunden und Sightseeing. Es geht also weiter 😉

Bevor es vergessen geht, hier die heutige achte Etappe bei Komoot.

Thüringer Herbst

Nach einer guten Nacht und einem hervorragenden Frühstück in der Pension Suzette einfach nach Hause fahren?

Das wäre langweilig wenngleich es beim verlassen der Pension um kurz vor halb Zehn gerade anfängt zu regnen.

Der Wetterbericht sagt aber dass dies nur kurzzeitig sei und daher geht’s mit der Waldbahn hinauf nach Tabarz.

Bei herrlichstem Herbstwetter wandere ich, vorbei am Reinhardsbrunnen hinunter an die Fischteiche bei Reinhardsbrunn.

Leider hat der Fahrplan der Bahn- und der der Strassen- / Waldbahnstrecke einen kleinen Versatz so dass in der Regel keine Parallelfahrten stattfinden. Aber auch so sieht es kurz vor Schnepfenthal ganz hübsch aus.

Danach geht es vorbei am Schnepfenthaler Waldfriedhof in Richtung Wahlwinkel.

Das Licht, die bunten Bäume und der Himmel…

Einfach herrlich.

In Wahlwinkel teste ich ein paar Fotostandorte aus bevor es um 14:53 zurück nach Gotha ging.

Die ganze Wanderung mit noch mehr Bildern gibt es wieder wie gewohnt bei Komoot.

Nach der Wanderung geht es direkt von Gotha nach Darmstadt. Wie schon am Freitag im IC 1957 dabei im deklassierten ex. 1. Klasse Grossraumwagen. Die Sitze sind neu aufgepolstert wie es scheint und entspechend bequem.
Reisevergnügen pur.

Hinter Fulda dann ein längerer Stop.
Begründung des ZuB. „Wir haben ca. 15 Minuten Verspätung da wir den Sicherheitsabstand zum vorherfahrenden ICE einhalten müssen.“ Komisch nur dass der aber nach München fuhr. Es ist dunkel draussen und von daher fehlt eh die Orientierung wenn man auch noch liest und döst. Aber eben dachte ich mir „Moment?!? Fulda – Hanau hat doch nur ein Tunnel, wo kommt jetzt das hier nach so langer Fahrtzeit her?“. Einfache Erklärung: Falkenbergtunnel bei Heigenbrücken und „der Sicherheitsabstand“ war wohl eher das Diktieren des Ersatzfahrplans für die Umleitung via Gemünden. 😁

Wobei der ggf. planmässig über Aschaffenburg läuft. Normal brauchen die IC/ICE Fulda – F Hbf gut 1h und der hier Fulda – F Süd gut 1,5h.
Lustige Führung der Leipziger IC. Der 1957 fährt ja öfter via Hanau Südseite und Rauschwald nach Fulda.

Egal wie, die Verspätung verkürzte mir die Wartezeit und somit sogar positiv.

Laut dem Aushangfahrplan käme der IC 1956 bereits um 18:30 herum nach Darmstadt (ohne Umleitung).

Auf nach Gotha

Auf dem Weg nach Gotha.
Vor 29 Jahren war die Hauptzielrichtung vieler an diesem Datum eher umgekehrt.
Zitat:
„Das tritt nach meiner Kenntnis – ist das sofort, unverzüglich.“

(Schabowskis legendäre Pressekonferenz: https://youtu.be/kZiAxgYY75Y)

Der Ausblick auf die Rhön hinter Fulda ist immer wieder schön.

Die Fahrt im IC 1957 ist wieder erstklassig zum Preis der zweiten Klasse.

Wieder mal Gotha

Nach einer kurzen Nacht ging es km 6:30 av dem Darmstädter Hauptbahnhof nach Gotha.

Als das Gehirn verteilt wurde hatten die Koblenzer Eisenbahnschrate die sich hier ebenfalls im Wagen breit gemacht haben offenbar Schirme aufgespannt und nichts abbekommen.
Zu dumm zum Lesen, auf Hinweise reagieren die auch nicht und belabern einen ganzen Wagen mit ihrem geistigen Tiefflug. Kein wunder das Hobbyeisenbahner ein so beschissenes Standing in der Öffentlichkeit haben.

Heute mal zwei Schichten Bf Neben Typ GS III Sp 68. Feine Technik.🤗
Die Maroni aus dem Urlaub sind zwar nicht mehr Heiss aber nun aufgebraucht.
Eine dritte Runde habe ich ausgesetzt. Mit Fuzzys im Nachbarstw. die nicht mal rudimentäre Grundlagen des Bahnbetriebs geschweige denn eine Zugmeldung beherrschen arbeite ich nicht. Ein wenig Ernsthaftigkeit sollte schon sein.
Achja. Den Strassenbahnersatzbussen (Streckensanierung) scheint es auch etwas kalt zu sein 😉

Zum Abschluss machte ich den Ersatzmann in Langmoor als Fdl und Ww im Elektromechanischen. Sehr fein.

Der Tag beschließt mit einem guten Abendessen in der Weinschenke. Aber jetzt ist wahrlich Zeit das Schlafdefizit aufzuarbeiten.

Gotha im Januar

Tag der offenen Tür der Fachschule in Gotha.

Auf dem Weg dahin konnte ich einen Schnappschuss vom Wagen 313 mit neuer Werbung für die Stadtwerke Gotha machen.
Gut finde ich den Satz „Elektromobilität in Gotha seit 1894“. Den sollte man diversen Politikern die meinen Elektromobilität wäre was neues und gäbe es nur für Autos und LKW auf die Stirn tätowieren.

Da untypisch für den Termin im Januar eine guter Unterstützungsgrad besteht haben Peter und ich uns erst mal mit der Simulation des Betriebsfeld in der „BEST“ ESTW-Simulation beschäftigt. Auch ganz interessant. Besonders das „Ähm… da passt was nicht. Das sollte eigentlich… und warum fehlt hier die und die Funktion im Kontextmenü“. 😎🤗
Hat Spaß gemacht und selbst in der „Keramikabeilung“ gab es interessante Lektüre. 🤣
Am späteren Nachmittag war „Back to the Roots“ angesagt und wenn der „Spezialist“ in Tessin nicht nur eine grosse Klappe sonder wenigstens minimale Grundlagen im Bahnbetrieb besesseb hätte wäre es wenig nervenaufreibend gewesen. 🤔
Das Ausfahrsignal im Gleis 1 meinte es gut und hielt es in Anlehnung an „Mutti“ [tm]: „Die Signale stehen aufwärts“.
Gegen Abend zog es sich draußen langsam zu. Irgendwie etwas „spooky“ die Bäume am Eingang zum Betriebsfeld.

Schon länger geplant und endlich habe ich mal daran gedacht in die Weinschenke in Gotha zu gehen.
Fazit: Ich bin begeistert. Urige alte Ausstattung, eine super Roulade gefüllt mit Sauerkraut und Mett sowie richtigen Bratkartoffeln dazu. Und zur Verblüffung gibt hier in Gotha, mit einer der grossen Brauereistandorte von Oettinger (ähm *hust*), echtes „U“ von Mahrs Bräu aus Bamberg zu und das dazu in einer „Weinschenke“. 😊
Danke! Auch die Nachspeise war sehr gut und selbst bei der Entsorgung wird mitgedacht. 😂