Auf dem Weg in den Silvesterurlaub

Früh aber nicht zu früh ging es mit der Vias nach Frankfurt wo erst mal und schnell in der Kantine das Frühstück nachgeholt wurde.

Im ICE275 habe ich mal wieder zielsicher den „Fensterplatz mit Panoramablick“ erwischt. Da der Sparpreis mit Reservierung billiger wie Steuer auf „Freifahrt“ zzgl. FIP 0% war hatte ich mir den Mistplatz sogar selbst ausgesucht. Merke. Sitzreihe der 30er Nummern zukünftig meiden. 20er und 40er sind besser.

Naja, draussen ist eh neblig. Dann eben mal im ICE Portal surfen. Wahnsinn… mit fast 200 auf Mannheim zu.

Und dazu noch rudelweise „DAU“ im Zug. Ich frage mich immer wieder wofür die komischen Zahlen am und im Wagen angebracht sind. Weder Wagen noch Sitzplatznummern scheinen für die lesbar zu sein.

Das WLAN im Zug funktioniert, aber hinsichtlich der Netzabdeckung haben die Mobilfunkbetreiber noch einige Hausaufgaben zu machen. Denn das ICE Portal bietet zwar einiges an Filmen und Podcasts an, aber ein reiner Musikkanal fehlt. Das war im alten ICE System besser. So wurde halt www.radioswisspop.ch gestreamt, inkl. längerer Aussetzer bei Rastatt, Offenburg und im Katzenbergtunnel.

Weiter ist es etwas dunstig und schon wird Basel erreicht. Pünktlich um es mal klar zu sagen. Wie auf allen Bahnhöfen seit Frankfurt.

So wird der IC771 (IC Linie 3) nach Zürich erreicht der mit modernisierten EW IV, meinen Lieblingsfahrzeugen, geführt wird.

Und kaum hat es einen vernünftigen Sitzteiler und freie Sicht klart das Wetter auf. Nur ein Signal drängelt sich ins Bild. Geführt wird der Zug von der ehem. Schweiz-Express Re 4/4 II 11133 welche mit ihren über 50 Dienstjahren zu den immernoch unverzichtbaren Lokomotivtypen zählt.

Schnell ist Zürich erreicht wo mit ICN, TGV, ETR610 und Regio-Dosto schon die Nachfolger der Re 4/4 und EW IV grüssten.

Es grüsst auch das Stw. Zürich HB (SpDrS60). Wenn man bedenkt wie dominierend es früher im Stadbild war und nun geht es in der neuen Überbauung der ehm. Sihlpost geradezu unter.

Naja, die Regio-Dosto fahren zwar recht ruhig, aber 1. Klasse? Besonders die Längssitze an der Treppe nehmen sich schon komisch aus.

Aber das Wetter ist erst mal weiter gut.

Schweizer. Nur die Harten kommen in den Garten.
Kurz nachdem der Zug Wädenswil verlassen hat sehe ich dann jemand der in Badeklamotten zum Schwimmen in den Zürichsee steigt, die Winterkleidung dabei akkurat auf der Bank am nahegelegen Uferweg deponiert. Ist ja auch gut 5 °C an der Luft und damit „scotish warm“. Schade dass das Foto nicht klappte.

Vor Ziegelbrücke wird es wieder kurz etwas „suppig“ aber am Walensee ist wieder blauer Himmel angesagt und so wird bald und mit minus 1min wird überpünktlich Chur erreicht.

Ufff, die Kerrichtannahme ist nur für Churersäcke und nicht für alte Säcke. Da kann ich ja beruhigt bleiben und ein wenig die „Churer Strassenbahn“ anschauen bevor es ins Hotel „Zunfthaus zur Rebleuten“ geht. Schöne Zimmer, gepfegt in das historische Gebäude integriert.

Dann ist noch ein wenig Zeit für die „Strassenbahn“ aka RhB Strecke Chur – Arosa die sich die Trasse in Chur mit der Strasse teilen muss. Gegen die nach der Umstellung auf 11kV 16,7Hz verwendeten Ge 4/4 III nehmen sich die Allegra Triebwagen richtiggehend klein aus.

Und offenbar gibt es viele „PW-Lenker“ die mitten auf der Hauptstraße mittels der markanten Pfeife diszipliniert werden müssen. In Deutschland hing daher vmtl. an jedem 2. Haus ein Protestschild gegen die Bahn, statt gegen die Verursacher.

Der Veloabstellplatz im mittleren Bild, finde den Fehler.

Vorderrad abschliessen wenn das Rad Schnellspanner am Vorderrad hat. Irgendwie eine doofe Idee. 😎

Der Migros beim Bahnhof generiert so viel Fussgänger dass der dortige Fussgängerüberweg extra durch Verkehrspersonal gesichert wird.

Das „Foodporn“ fällt etwas magerer aus. Nach dem Einkauf beim Denner und Migros hab ich derart Kohldampf dass ich mich entschließe das Abendessen im Migros Restaurant einzunehmen.

Danach stand noch eine Runde über den Busbahnhof über und neben dem Bahnhof an.

Eine interessante Insallation hat es am Abgang zur Unterführung am Bahnhof. Rot leuchtet die Kontur der Schweiz der in Blau die Kontur von Graubünden hinterlegt ist.

Ein österreichisches Konsulat in der Churer Altstatt. Das wo man in unter 1h in Österreich sein könnte. 😂

Und im Erdgeschoss eine Spanische Bodega. Europa in a Nutshell…

Die Weihnachtsbeleuchtung hängt noch in den Strassen der Altstatt und macht sich richtig gut.

Das Hotel ist erreicht und damit das Bett 🙈

Achja, in der Mitte das Bild. Der Beleg dass es eine Strassenbahn ist und sich auch Bahnfahrzeuge sonst an das Schild „Einfahrt verboten“ halten müssten. 😂

So, mal sehen was ich morgen mache. Das Wetter soll ja weiter gut sein.

Winterliche Heimfahrt

Hoppla, was ist das denn?

Gestern sah man auf manchem Höhenzug in den Vogesen ganz oben leichtes Weiß, aber über Nacht scheint das Zeug den Weg hinunter in die Oberrheinebene gefunden.

Ich überlege kurz ob ich es trotz der „Chaosflocken“ wagen soll via Lauterbourg zu fahren, aber warum nicht. Von Strasbourg bis Lauterbourg geht es zweigleisig geradeaus und dann ist ja schon D in Sichtweite und dort sorgt DIANA für alles… [Sarkasmus off]

Obwohl beiderseits auf Hafas basierend (mon dieu SNCF, Le App und Programm von die Deutschen?!?) sind sich die SNCF App und die DB Navigator App uneinig ob 3 Minuten zum Umstieg in Lauterbourg reichen. Hint: Die Papierversion weist es als Anschluss aus.

Na dann lass ich mich mal überraschen und so wird sich zuvor gut gestärkt zum Bahnhof gestapft.

Die SNCF scheint derweil dank der „schmutzunempfindlichen“ neuen Lackierung ihres Premiumproduktes sich denen der DB anzugleichen. 😉

In Strasbourg habe ich genügend Zeit für den Fahrkartenkauf und zusätzlich auch noch zum Fotografieren der Tram.

Warum zusätzlich?

Nunja, der Zug nach Lauterbourg wird mit vsl. 25min Verspätung angekündigt. Grund ist die vorherige Leistung aus Lauterbourg die normal 10 min Wendezeit hat ind mit +30 angekündigt ist.

Somit hat sich auch die Frage zu dem 3min Übergang geklärt. 😎

Der Strasbourger Hauptbahnhof hat keine richtige oder adäquate grosse Haupthalle und so wurde vmtl. zusammen mit dem Tramtunnel eine „Glasraupe“ vor das Empfangsgebäude gelegt um hier grosszügige und wettergeschützte Warteflächen zu generieren.

Da das Wetter aber nicht so übel ist und der Zug auf Gleis 33 angekündigt wird schaue ich mir lieber die diverses aus Richtung Norden bzw. Westen einfahrende Züge an und mit exakt 30min Verspätung kommt auch der vierteilige AGC aus Lauterbourg an und mit +20 geht es durch die weiß gepuderte Landschaft nach Norden.

Durch die eher unspektakuläre Landschaft geht es rasch vorwärts und alsbald ist Rœschwoog erreicht. Vor dem Bahnhof überquert zunächst die ehemalige Strecke aus Haguenau die Trasse um dann hinter dem Empfangsgebäude vorbeizuführen. In der Verlängerung führte diese über den Rhein nach Wintersdorf und Rastatt und war damit Teil einer Verbindung von Saarbrücken und Metz nach Karlsruhe und Stuttgart. Ein kurzer Teil führt noch bis vor die Rheinbrücke zum dortigen Industriegebiet. Die ganze Strecke weist mit u. a. Herrlisheim, Rœschwoog und Lauterbourg eine insbesondere für französische Verhältnisse eine relativ hohe Anzahl von bedienten Gleisanschlüssen auf.

Kurz darauf wird Lauterbourg erreicht dessen ausladenden Gleisanlagen heutzutage recht überdimensioniert scheinen. Diese werden von je einem Stellwerk im Nord- und Südkopf bedient, wobei der stressigere Job im nördlichen Stellwerk besteht da hier stündlich Züge von und nach Wörth fahren und ein Bahnübergang zu bedienen ist. Im Süden dürfte es ob des „entspannten“ Fahrplans mit bis zu 4h Lücken wesentlich ruhiger zugehen.

Lauterbourg ist mit der letzte Bahnhof im Elsass mit angepassten „deutschen“ Signalen.

Der Zug erreicht das Gleis C (zweites vom Empfangsgebäude weg) währen auf dem Gleis A (drittes Gleis vom EG weg) ein dreiteiliger AGC wartet und später wird er entgegen dem auf den Monitor angezeigten Gleis C die Rückleistung nach Strasbourg übernehmen.

Pünktlich erreicht dann auch der DB Regio Talent aus Wörth den Bahnhof auf Gleis B und ja, die im Fahrplan auch in diese Richtung angegeben 3min Umsteigezeit klappen.

Kurz nach der Abfahrt des Zugs nach Strasbourg geht es im Talent weiter nach Wörth und über den Rhein nach Karlsruhe.

Dort verwirrt mich etwas die Kombination aus Polizeiwache und Bahnhofstoilette. 🤣

Die knappe Stunde Wartezeit wird mit einer Bockwurst überbrückt und dann geht es bequem im SBB Panoramawagen nach Mainz. Wegen der Sperrung zwischen Worms und Mainz wegen der Inbetriebnahme des ESTW Oppenheim geht es via Riedbahn und dann über Groß Gerau nach Mainz. Nicht ohne beim Einfahren in Groß Gerau die HLB auf dem Weg nach Darmstadt zu stutzen.

Aha, um 15:59 gibt es einen Flashmob im IC bei dem „Endstation Sehnsucht“ aufgeführt wird, oder wer hat hier bei der Eingabe gepennt?

Die HLB Kiste bleibt dann bei der Einfahrt erst mal im Gleis 4b stehen, es kommt prompt eine Ansage dass er heute in 4b hält (normal 4a) und kaum setzt sich die ganzen Heerscharen wartender Kunden in Bewegung um zum Zug zu laufen fährt die Gurke nach 4a vor. Super…

Die Sitze der HLB Grinsekatze / Mops Triebwagen verdienen einen Platz im Ranking des „Sitzmuster des Todes“ wobei ich nicht weis was schlimmer ist. Der Modeschmack der Tusse im Pseudofellmantel, das Sitzmuster oder die übliche Missachtung der Fensterteilung der ohnehin schon winzigen Fenster. Ach was war das vorhin im Panoramawagen so schön…

Aber bald ist Darmstadt erreicht und dann die Dienstkutsche für den morgigen Früheinsatz in Mainz Weisenau vom Schnee befreit.

Hier der heutige Fahrplan:

1) SWE87422
-> Strasbourg
Ab 10:19 Kork, Gleis 2
An 10:34 Strasbourg

2) TER30734
-> Lauterbourg
Ab 10:53 Strasbourg
An 11:42 Lauterbourg

Ab Strasbourg +27, Lauterbourg an +27

3) RB 52
-> Wörth(Rhein)
Ab 12:45 Lauterbourg
An 13:00 Wörth(Rhein), Gleis 4

4) RB 51
-> Karlsruhe Hbf
Ab 13:08 Wörth(Rhein), Gleis 5
An 13:27 Karlsruhe Hbf, Gleis 1

5) EC 8
-> Hamburg-Altona
Ab 14:12 Karlsruhe Hbf, Gleis 3
An 15:27 Mainz Hbf, Gleis 3a/b

6) RB 75
-> Aschaffenburg Hbf
Ab 15:49 Mainz Hbf, Gleis 4a
An 16:20 Darmstadt Hbf, Gleis 8

Adieu Vogesenbähnchen

Heute kam der eigentliche Grund für mein verlängertes Wochenende an die Reihe.

Aber erst mal der Reihe nach.

Erst mal fuhr ich mit den üblichen SWEG RS1 nach Strasbourg die wie gewohnt weit ausserhalb südlich der Halle ankommen. Der ICE nach Paris darf immerhin an den Hausbahnsteig.

Um die knapp zwei Stunden Wartezeit zu überbrücken fahre ich mit der Tramlinie C nach der Haltestelle République um von dort aus in den „Sperrbezirk“ der Weihnachtsinnenstadt zu gelangen.

Man fühlt sich schon sicher und richtig weihnachtlich wenn irgedwie halbherzig in Taschen geschaut wird und alle paar Meter einem schwerbewaffnete Sicherheitskräfte über den Weg laufen. 🤔☹

Also geht es nach einer Schleife über die Kathedrale und den Place Kléber zurück zum Place de République, wo gerade ein bemitleidenswertes Häuflein Gelbwesten demonstriert, und wieder mit der Tram zum Bahnhof.

Als Zug nach St-Dié-des-Vosges wartet mein persönliches SNCF Lieblingsfahrzeug, ein AGC von Bombardier und flott geht es heraus aus der vom Rhein glattgebügelten Ebene ab Molsheim hinauf in die Vogesen. Ab Molsheim stets begleitet vom typischen Klack-Klack gelaschter Gleise. Was insofern verwundert da der Oberbau teilweise erneuert ist. Aber an einigen Stellen würde in Deutschland eher eine Sh2 Scheibe stehen statt dass der AGC mit flotten 50 bis 80 Km/h durch die Landschaft kachelt.

In Saales warten weitere AGC auf ihren Einsatz und der Zug windet sich dann ohne weiteren Halt hinunter ins Tal nach St-Dié-des-Vosges.

Auf dem Hausbahnsteig Gleis A wartet schon der AGC Nachfolger Regiolis von Alstom welcher aber im Inneren gegenüber dem AGC eher verbaut und steril wirkt.

Zum Einsatz kommt ein Regiolis in der Version Oberleitung und Diesel.

Gut 15 bis 20 Fahrgäste befinden sich im Zug. Darunter auch ein Paar „Abschiedsfahrer“ aber trotzdem ist der Wert für eine französische Nebenbahn am Samstag Nachmittag respektabel. Der Grund für die „verspätete“ Stillegung könnte ggf. im Tunnel bei Vanémont liegen da dieser nur noch mit 10 Km/h durchfahren wird.

Verspätete Stillegung daher weil der Betrieb nicht wie sonst üblich zum Fahrplanwechsel (am 09.12.2018) eingestellt wurde sondern erst zum Betriebsende am Freitag 21.12.2018.

Der Bahnfahrplan war mit seinem 3 bis 4h „Takt“ nicht gerade berauschend, aber der ab 22.12. geltende Busfahrplan ist noch lückenhafter…

Auf die Minute pünktlich wird Epinal erreicht. Zeit für ein paar Bahnhofsfotos.

Und schon geht es nach gerade mal 12 Minuten zurück nach St-Dié-des-Vosges.

Adieu kleines Bähnchen.

Flott rumpelt der AGC dann über die Gleise zurück nach Strasbourg während sich die Sonne langsam verabschiedet.

Vom Tunnel unter dem Hauptbahnhof geht es mit der Tramlinie D nach Kehl wo ich am Bahnhof einen Stop einlege um die illuminierte Rheinbrücke mit Tram abfange.

Vom Rathausplatz geht’s mit dem Bus wieder nach Kork.

Apropos Bus. An der Gestaltung der Bushaltestelle scheint HEAG Mobilo und DADINA beteiligt gewesen zu sein. Die Fahrpläne hängen nicht etwa im gut beleuchteten Dachbereich aus sondern an Paddeln an beiden Enden des Bahnsteigs mit teils fast gänzlich fehlender Beleuchtung und zudem hängen an beiden Paddeln jeweils nicht alle Linien aus.

Bei Weihnachtsbier, badischer Schneckenschaumsuppe, Kalbs- und Schweinebäckchen und Eierlikör Parfait klingt ein schöner Tag aus.

Morgen geht’s wieder heim.

Aber hier erst mal der heutige Fahrplan:

1) SWE87422
-> Strasbourg
Ab 10:19 Kork, Gleis 2
An 10:34 Strasbourg

2) TER31848
-> St Dié des Vosges
Ab 12:25 Strasbourg
An 13:53 St Dié des Vosges

3) TER35888
-> Epinal
Ab 14:08 St Dié des Vosges
An 15:11 Epinal

4) TER35885
-> St Dié des Vosges
Ab 15:23 Epinal
An 16:26 St Dié des Vosges

5) TER31871
-> Strasbourg
Ab 16:37 St Dié des Vosges
An 18:12 Strasbourg

6) Ausgangspunkt Gare Centrale, Strasbourg

18:20 Tram Tram D Kehl Rathaus -> 18:45 Bahnhof, Kehl

7) Ausgangspunkt Bahnhof, Kehl

19:00 Tram Tram D Kehl Rathaus -> 19:04 Rathaus, Kehl

8) Ausgangspunkt Rathaus, Kehl

19:21 Bus Regionalbus 7136 Odelshofen Legelshurster Str. -> 19:27 Diakonie, Kork

Renaissance der Tram in Kehl

Nach einer kurzen Nacht und noch leicht von der Weihnachtsfeier geschädigt ging es, nach einem guten Frühstück im Hotel (es gibt wirklich noch Hotels mit richtigen Brötchen) erst mal mit der HLB vom Römischen Theater nach Mainz Hbf. Die verspätete HLB RB75 kam eher überraschend da nicht am Bahnsteig angezeigt.

Mit dem als SBB Garnitur verkehrenden EC7 ging es via Worms nach Karlsruhe.

Da der Zug irgendein techn. Gebrechen hinter Oppenheim hatte und gut 15min auf der Strecke herumstand wurde der Anschluss in Karlsruhe verpasst und so ging es mit dem eine halbe Stunde später verkehrenden RE nach Offenburg und mit dem „SWEG“ Walfisch nach Kork bei Kehl.

Nach dem Einchecken im Hotel Schwanen begab ich mich wieder zum Bahnhof und fuhr nach Kehl.

Dort wurde zunächst die zwei Haltestellen umfassende Verlängerung der Tramlinie D vom Bahnhof zum Rathausplatz abgegangen.

Der Rathausplatz wurde komplett neu gestaltet und dient seither als Vernüpfungspunkt der Tram nach Strasbourg mit den Linien des Stadt- und Überlandbusse. Wobei die Tramhaltestelle etwas aussieht als hätte Obelix eine Ladung Hinkelsteine verloren. Gut, die Gallier sind ja auch nicht fern. 😉

Der CTS Fahrscheinautomat steht dabei etwas abseits der über Eck liegenden Tramhaltestelle und eher in der Nähe der über Eck liegendenden Bushaltestelle.

Naverkehr ist halt was für Profis. Auto fahren kann jeder. 😎

Aber wenn man den Automaten erkennt und sich daran versucht gibt es derzeit auch noch Hilfe von „Automatenguides“ welche ich aber nicht in Anspruch nehmen musste.

Die Fahrgastinfo in den neuen Citadis begeistert. Es wird nacheinander die gesamte Strecke, ein Ausschnitt mit den nächsten drei Stationen inkl. der Darstellung der aktuellen Position und ein Situationsplan der nächsten Haltestelle angezeigt.

Hallo HEAG Mobilo. So geht Fahrgastinfo!

Auf Grund der Sicherheitsmaßnahmen zum Weihnachtsmarkt in Strasbourg hält die Tram nicht in den Stationen auf der Innenstadtinsel.

Am Hauptbahnhof hole ich mir zunächst die Fahrkarten für die Abschiedsfahrt zwischen St. Dié des Vosges und Epinal und fahre dann zurück nach Kehl, denn es wird langsam Dunkel und die einbrechende Nacht möchte ich für ein paar Aufnahmen zur „blauen Stunde“ nutzen. Die Dunkelheit blendet dann auch den heute ganztägig vorherrschenden Hochnebel aus.

Mit dem Bus geht es dann zurück nach Kork.

Apropos Kork. Das beim Bahnhof gelegene Hotel Hirschen hat eine interessante Lokalität aufzuweisen. Raucher müssen dort nicht im kalten oder Regen stehen sondern können ihrer Sucht im ehemaligen Tramwagen 124 von 1951 aus Linz frönen.

Ich habe mich im Hotel Schwanen einquartiert und nach einem guten Essen (herrlich die Sossen am Salat und Fleisch) kommt auch schnell die Müdigkeit.

Winterdampf

Mit dem 1. Dezember ist nun auch offiziell der Winter da, imner mehr Weihnachtsmärkte öffnen und es gibt hier zu auch Sonderfahrten.

So kam heute Nachmittag kurz nach halb vier ein Frankfurter Dampfsonderzug mit gut 40min Verspätung auf dem Weg nach Michelstadt bei Habitzheim vorbei.

Leider nicht Kessel voraus aber dafür mit schöner Dampfwolke.

Thüringer Herbst

Nach einer guten Nacht und einem hervorragenden Frühstück in der Pension Suzette einfach nach Hause fahren?

Das wäre langweilig wenngleich es beim verlassen der Pension um kurz vor halb Zehn gerade anfängt zu regnen.

Der Wetterbericht sagt aber dass dies nur kurzzeitig sei und daher geht’s mit der Waldbahn hinauf nach Tabarz.

Bei herrlichstem Herbstwetter wandere ich, vorbei am Reinhardsbrunnen hinunter an die Fischteiche bei Reinhardsbrunn.

Leider hat der Fahrplan der Bahn- und der der Strassen- / Waldbahnstrecke einen kleinen Versatz so dass in der Regel keine Parallelfahrten stattfinden. Aber auch so sieht es kurz vor Schnepfenthal ganz hübsch aus.

Danach geht es vorbei am Schnepfenthaler Waldfriedhof in Richtung Wahlwinkel.

Das Licht, die bunten Bäume und der Himmel…

Einfach herrlich.

In Wahlwinkel teste ich ein paar Fotostandorte aus bevor es um 14:53 zurück nach Gotha ging.

Die ganze Wanderung mit noch mehr Bildern gibt es wieder wie gewohnt bei Komoot.

Nach der Wanderung geht es direkt von Gotha nach Darmstadt. Wie schon am Freitag im IC 1957 dabei im deklassierten ex. 1. Klasse Grossraumwagen. Die Sitze sind neu aufgepolstert wie es scheint und entspechend bequem.
Reisevergnügen pur.

Hinter Fulda dann ein längerer Stop.
Begründung des ZuB. „Wir haben ca. 15 Minuten Verspätung da wir den Sicherheitsabstand zum vorherfahrenden ICE einhalten müssen.“ Komisch nur dass der aber nach München fuhr. Es ist dunkel draussen und von daher fehlt eh die Orientierung wenn man auch noch liest und döst. Aber eben dachte ich mir „Moment?!? Fulda – Hanau hat doch nur ein Tunnel, wo kommt jetzt das hier nach so langer Fahrtzeit her?“. Einfache Erklärung: Falkenbergtunnel bei Heigenbrücken und „der Sicherheitsabstand“ war wohl eher das Diktieren des Ersatzfahrplans für die Umleitung via Gemünden. 😁

Wobei der ggf. planmässig über Aschaffenburg läuft. Normal brauchen die IC/ICE Fulda – F Hbf gut 1h und der hier Fulda – F Süd gut 1,5h.
Lustige Führung der Leipziger IC. Der 1957 fährt ja öfter via Hanau Südseite und Rauschwald nach Fulda.

Egal wie, die Verspätung verkürzte mir die Wartezeit und somit sogar positiv.

Laut dem Aushangfahrplan käme der IC 1956 bereits um 18:30 herum nach Darmstadt (ohne Umleitung).

Im Betriebsfeld der Fachschule Gotha

Immer wieder schön ist es am Tag der offenen Tür im Betriebsfeld der Fachschule Gotha.

Wobei es fast schon was von einem AKA Bahn und DB Betriebsausflug hatte 🙈

Man merkt auch das „Bahn“ nicht mehr „old Fashion“ ist wenn man die Weiterentwicklung des Betriebsfeld in kleinen und großen Details so beobachtet.

Ein großes Lob an Lutz und die ganze Gothaer Mannschaft für die gute Organisation, den top Imbiss und die guten Gespräche.

Auf nach Gotha

Auf dem Weg nach Gotha.
Vor 29 Jahren war die Hauptzielrichtung vieler an diesem Datum eher umgekehrt.
Zitat:
„Das tritt nach meiner Kenntnis – ist das sofort, unverzüglich.“

(Schabowskis legendäre Pressekonferenz: https://youtu.be/kZiAxgYY75Y)

Der Ausblick auf die Rhön hinter Fulda ist immer wieder schön.

Die Fahrt im IC 1957 ist wieder erstklassig zum Preis der zweiten Klasse.

Museumsstellwerk und Überraschungsgast

Mech. Stellwerke. Ich mag sie und ich hasse sie.
Hilfe für den Förderverein des Museumsstellwerks Reinheim in Manpower und Sachverstand zum Ablassen der Spannwerke zur Sicherung für Besucher. Nicht dass noch jemand, trotz Sicherungshebel der Spannwerke in oberer Lage, davon doch erschlagen wird.

Danach ging es mit dem Rad weiter ins Büro nach Darmstadt, denn was man nicht im Kopf hat muss man in den Beinen haben. 😎

Da vergisst man das Handy im Büro und dann kullert da Stadtbahn vorbei. Diese war vorher auf einer Vorführung bezüglich der Regionaltangente West in Frankfurt unterwegs.

Dann noch schnell diverses kurzfristig für andere Fakultäten organisiert und als es nach Hause ging war es schon dunkel. Blöde Jahreszeit, aber das Rad hat wenigstens gutes Licht.
Die Nachtschicht in Babenhausen, Arheilgen und Bickenbach wartet.