Positives, Pech und Pannen

Nach dem Frühstück, irgendwie habe ich stets Glück mit dem Frühstück, ist erst maö eine Behelfsreparatur angesagt. Mit dem Verlängerungstück aus der Werkzeugtasche, Kabelbindern und jede Menge „Panzertape“ wird das abgebrochene Teil mit den Pedal angefügt. Fährt sich zwar komisch, aber hält erst mal. Der nächste Radladen ust erdt in knapp 15km bei Schlitz.

Der Morgennebel hält sich auch nach 9 noch im Tal, schön… (siehe auch das Titelbild).

Bei Unter Wegfurth muss noch mal nachgearbeitet werden. Der Schraubenzieher macht sich gut als Abstützung… 😂

und der Abschnitt Bad Salzschlirf–Schlitz

Im Radhaus Schlitz nahm man sich dem Patienten umgehend an und etwas mehr wie eine halbe Stunde später konnte ich die Fahrt mit einem Ersatzteil fortsetzen.

Hmm… ob ichvauf geschmiedetes Tretkurbeln umsteigen sollte?

Dann geht es erst mal weiter nach Schlitz um Getränke zu bunkern. Der Getränkemarkt hat auch den Schlitzer Kümmel. Der muss natürlich mit.

Den Turm hatte ich schon 2015 auf der Tour besucht und blieb diesmal aussen vor und so ging es flott weiter Richtung Bad Salzschlirf.

Die Brücke der ehm. Strecke von Niederjossa nach Bad Salzschlirfsteht immer noch wird aber leider nicht für den Radweg genutzt.
Der Personenverkehr wurde schon 1964 eingestellt. Stillgelegt wurde die Strecke in sukzessive. Der Teil Oberwegfurth – Niederjossa wurde schon 1973, Schlitz – Oberwegfurth 1974 und der Abschnitt Bad Salzschlirf–Schlitz 1989 stillgelegt.

Da ich mit der Radtour 2015 bereits auf dem Vulkanradweg und damit der Stecke Stockach – Gedern – Hartmannshain – Lauterbach unterwegs war entschied ich mich für den Bäderrradweg via Großenlüder und Kleinlüder.

Bäderradweg klingt komisch angesichts der seit 2018 geschlossenen Therme in Bad Salzschlirf. Aber der Kurbezirk ist trotzdem nett.

In Eichenau ergibt sich die Gelegenheit die HLB Lint in herbstlicher Umgebung zu fotografieren.

Tolle Bushaltestellen gibt es hier und das für gerade mal 8 Fahrten Mo-Fr…

Weiter dann über Land nach Grossenlüder.

Am Ortsrand von Großenlüder quere ich einen Bü mit den „exotischen“ SEM610 Antrieben (weg mit dem Dreck) am Anschluss zum Schotterwerk der leider nicht bedient wird. Aber der Zufahrt-Bü wurde mit Schwellen von 2014 saniert. Insofern hält Großenlüder als Anschlussbetreiber wohl an diesem fest.

In Großenlüder der nächste Spass. Das Navi und Steuergerät startet nicht mehr hoch. Unterstützung ist nur zwischen 30 bis 60sec während des „Whitescreen“ möglich. Also ist Strampeln und zumeist ohne Unterstützung angesagt.

Als dann bei Kleinlüder die Kette meinte vom vorderen Ritzel zu hüpfen hatte ich langsam keine Lust mehr und überlegte ganz kurz die Tour abzubrechen. Aber Aufgeben gilt nicht, Werkzeug ist somit nicht umsonst dabei und ausserdem entschädigt die Landschaft für all die Mühen.

In Crainfeld fädele ich in den Vulkanradweg ein und nachdem ich das Einschaltraster langsam im Blick habe entscheide ich mich bis hoch nach Hartmannshain zu fahren und bei „Zum Vogelsberg“ einzukehren.

Hmm, an der Stelle wo der LKWzu sehen ist fuhr einst die Oberwaldbahn hier für eine Schleife zim Höhengewinn über die Strasse und diente die damalige Muna (heute Industriegebiet Oberwald) an bevor sie die Stasse abermals querte.

Die Gastwirtschaftskatze begrüsste mich und nach einem guten Benedikter Bier und Schokoeis ging und dem erfolgreichen Reset des Steuergerätes (Navi) ging es auf dem Südbahnradweg hinab nach Völzberg und hinüber nach Bermuthshain.

Nach „nur “ 71 km und diversen Defekten wurde das deutsche Haus erreicht.

Montags ist die Gaststätte geschlossen aber es gibt es dort eine kleine Karte für Übernachtungsgäste und auch diese lies keine Wünsche offen.

So. Gut gestärkt ist der Bericht nun fertig.

Mehr hier bei Komoot.

Morgen geht es erst mal auf dem Südbahnradweg der nur wenige Abschnitte der ehm. Südbahn nutzt runter nach Wächtetsbach und dann rüber in den Kahlgrund.

Vom Knüllwald ins Jossatal mit Hindernissen

Wieder einmal gut gestärkt ging es nach so kuriosen wie auch wohlschmeckender Marmelade der Geschmacksrichtung „Kürbis-Apfel“ wieder auf die Tour.

Und Petrus meint es wieder gut mit mir, wobei bis Mittag die Jacke trotz blauem Himmel schon sein muss.

Auf dem Weg nach Schwalmstadt-Treysa gibt es allerlei nette Ecken und schöne alte Ortskerne zu sehen

Der vordere der Viadukte wird leider kaum noch befahren. Er gehört zum Abschnitt der Kanonenbahn von Eschwege nach Treysa.

Der zuletzt noch vorhandebe Güterverkehr bis Homberg wurde 2002 eingestellt. Seither liegt der Abschnitt im Dornröschenschlaf.

Treysa besitzt einen sehr schönen alten Ortskern der natürlich besucht wird bevor es auf zum Rotkäppchen Radweg geht.

Im Zuge des Baus derehm. Strecke von Treysa nach Bad Hersfeld wurde 1902 der Bahnhof von östlich und am Abzweig der Kanonenbahn als Inselbahnhof gelegen nach südwestlich der Altstadt verlegt.

Heute ist die Ausfädelung kaum noch zu erkennen. Gut zu erkennen ist hingegen der Schatten des Signals auf dem HLB Flirt.

Am Beginn des Radweg befindet sich ein grosszügiger Parkplatz aber keine Info zur Strecke. 1995 zum Zeitpunkt der Einstellung des Güterverkehrs bis Oberaula hatten die Eisenbahnfreunde Treysa noch Hoffnung die Strecke bis Oberaula zu übernehmen. Leider blieb dies ohne Erfolg so dass der Abschnitt 1999 stillgelegt wurde. Schade, aber der Rotkäppchen Radweg ist zumindest gut genutzt.

Der kleine und gefühlt zu 3/4 aus der Justizvollzugsanstalt bestehende Ort Ziegenhain verfügte einst über einen Nordbahnhif an der Kannonenbahn und den Südbahnhof an der Strecke nach Bad Hersfeld.

Ziegenhain ist von einem „Stadtgraben“ umfasst und besteht innerhalb fast azsschlazs historischen Gebäuden. Da passt der alte Ford Taunus (Badewanne) bestens dazu.

Einen weiteren Abstecher mache ich in Neukirchen. Auch hier hat das Ort einen touristischen Trumpf mit einer historischen Altstadt die aber leider von einem hohen Leerstand der Geschäfte geprägt ist. Entsprechend tot, gegenüber Treysa und Ziegenhain, erscheint die Altstadt.

Ab Neukirchen geht es kontinuierlich mit gut 2% Steigung hinauf nach Olberode, dem Scheitelpunkt der Strecke.

Leider hat der Kiosk in Olberode geschlossen und „Bei Hilde“ ist auf Grund einer Festgesellschaft nur ein schnelles Getränk vom Kloster in Bischofsheim in der Rhön drin und sidenn geht es frisch gestärkt und ohne grosse Anstrengung bergab.

Schnell wird Oberaula erreicht und in Walshausen wird die Bahntrasse verlassen. Der Radweg läuft nun auf Ortsstrassen und Feldwegen im Tal weiter.

Nach Walshausen haben sich zudem diverse der „Bahnsteigsfiguren“ verirrt wie sie in den 1990er auf den IC/ICE Bahnhöfen aufgestellt wurden.

In Kirchheim mache ich einen Abstecher zur Wälsebachtalbrücke der Schnellfahrstrecke Fulda – Kassel und zim nahegelegenen Nordportal des Kirchheimer Tunnel.

Die A7 flutet das Tal dabei permanent und in hoher Lautstärke, die Züge sind daher sehr spät erst in der Annäherung erkennbar. Ausser beim Tunnel der zunehmende Wind mit klassischem Tunnelgeruch meldet den Zug rechtzeitig vor.

Ein wahrlich „lauschiges Plätzchenzim Entspannen“ findet sich mit einer Parkbank direkt an der A7. Nein, danke. Da kann ich ja gleich bei VW Abgastester werden. 🤣🙈

Die örtliche Bauunternehmer in Kirchheim (Bickhardt Bau nicht Völker) hat zwei historische Dampfwalzen vor der Werkseinfahrt drapiert und während über die diversen Brücken die ICE und IC eilen rosten die Anschlussgleise zu den diversen Logistikunternehmen im Gewerbegebiet von Niederaula vor sich hin. Nur noch Holzverkehr besteht weiter bis Niederjossa und teils bis Breitenbach. Verkehrte Verkehrspolitik in Deutschland par Excelence…

Und wäre das nicht schon deprimierend genug, wobei der ICE im Abendlicht schon hübsch war, so erinnerte sich mein Rad daran wie man schon vor einrm Jahr mir die Laune vermiesen kann.

Wie letztes Jahr auf der Schweiztour brach am vierten Tag eine Tretkurbel ab. Damals bei Landquart die rechte Tretkurbel u d gut einen Kilomerter von der nächsten Radwerkstatt entfernt, so war es diesmal 3km vom Hotel entfernt die linke Tretkurbel. Hätte ich nicht in weiser Voraussicht im Nachgang beide Tretkurbeln erneuern gelaseen aber so? Hallo Bosch, was für ein Billigaluminium oder Gussklitsche verwendet ihr hierfür? Das kann doch nicht wahr sein dass die nach weniget wie einem Jahr brechen. Oder sind die nur für Mumien-Fahrer ausgelegt die nie mehr wie 200W treten?

Mal sehen was der Bosch Support sagt. Letztes Jahr hielt ich es für einen Einzelfall, aber so habe ich es mal gemeldet.

„Einpedalig“ ging es sodenn bis zum Hotel und der Ärger wurde mit Bayerischen Cirdon Bleu (mit Obatzder als Füllung), etwas Süssen und einem guten Schlitzer Kümmel hinuntergespühlt.

Sodenn, dann werde ich die Tretkurbel morgen notdürftig mit Panzertape und Kabelbindern flicken und hoffen nach 10km in Schlitz einen offenen Radshop zu finden der das Maleur ad hoc reparieren kann.

Somit entfällt die ursprüngliche Planung über Alsfeld und den Hoherodskopf, aber was solls. Die Gegend ist hübsch genug öfters befahren zu werden.

Und wie immer zum Schluss der Link zu Komoot mit noch mehr Bildern.

Wunderbares Ederseeland

Erst mal vorneweg. Jetzt gibt es erst mal keine Bilder da hier im Etappenziel Bergfreiheit eine Null Netzabdeckung besteht und das WLAN so lahm ist dass der Upload nicht klappt.

Die Bilder werden somit morgen nachgereicht, vorausgesetzt in Osthessen ist das Netz besser. Ähm, eher nicht. 😎

Update: Doch ist es LTE mit einem Balken und funktionierendes WLAN.

Egal, der Upload von Komoot für die Etappe von Korbach über Waldeck und den Edersee nach Bergfreiheit hatte aber geklappt. Daher gibt es dort jede Menge Bilder zur Etappe.

Zunächst ging es zum „Bahnhof “ Korbach Süd der gleichzeitig Versagen und Erfolg im SPNV zeigt. Einerseits die erfolgreiche Reaktivierung der Strecke nach Frankenberg und andererseits die (ab dem Stadtrand) seit 2000 sukzessive zum Radweg umgewandelte Strecke nach Bad Wildungen durch die eine Reaktivierung eher unwahrscheinlich ist. Die Strecke hätte Potential gehabt da diese ausser Waldeck fast alle Orte und diese gibt es grösser und reichlicher wie am Ast nach Frankenberg, zentral andient.

Über Sachsenhausen geht es nach Netze. Beide ehm. Empfangsgebäude sind gut im Schuss und belebt. Die Strecke ist bei gutem Wetter am heutigen Samstag sehr gut befahren.

Der Bahnhof von Waldeck ist recht abseits der Stadt und fristet ein tristes Dasein. Die Pfadfinder versuchen ihm wieder Leben einzuhauchen.

Der Radweg endet am ehm. Bf von Buhlen.

Statt wie ursprünglich geplant zum Bf. Waldeck zurückzufahren fahre ich auf den Bergrücken hoch in der Hoffnung weiter Ausblicke auf den (leeren) Edersee zu erhaschen. Das gelingt nur bedingt aber der Ausblick, die Landschaft und der Wald waren trotzdem schön.

Stramm geht, mit Ausblicken auf den See und die alte aber liebenswerte Seilbahn geht es hinauf zur Burg Waldeck.

Ein nettes Fleckchen haben sich die alten Rittersleute für ihre Burg ausgesucht, wobei es diesen weniger um die schöne Aussicht ging.

Steil ging es nun hinunter an den See bzw. die Strasse die am Ufer entlang führt um wieder etwas Richtung Westen bis zum Modell der Staumauer beim ehm. Ort Berich.

Der See liegt tief unten im Tal. Die Ausflugsschiffe sind nichts desto trotz gut belegt wenngleich sie kurz vor der ehm. Hütte bei Berich bzw. dem Modell der Staumauer mangels Wassertiefe wenden müssen.

Die Uferstraße ist nicht schön zu befahren. Den Seitenweg teilen sich „Sonntagsradler“ und „nicht mehr wie 50m vom Auto weg Spaziergänger“. Grauenhaft.

An der Staumauer ist ein „Betrieb wie in Frankfurt auf der Zeil“. Aber da muss man durch.

Vorbei an Essens- und Souvenirläden geht es dann hinab nach Hemfurt und zum Pumpspeicherwerk. Hier liegen noch ein paar Gleise des ehm. Gleisanschluss der bis hinunter in die Kaverne mit den Generatoren führte. In den 90er konnte ich die Kaverne mal besuchen.

Für die Standseilbahn zum künstlichen Stausee oberhalb des Untersees fehlt leider die Zeit und so geht es weiter Richtung Wega. Zwischen dem nötdlichen Ufer am Kraftwerk und Affoldern kann man das ehm. Anschlussgleis auf gut 2-3km mittels Draisinen befahren.

Weiter geht es am Untersee und der Eder entlang bis Bergheim-Gifflitz wo das Anschlussgleis von der Strecke zwischen Wega und Korbach abzweigte. Vereinzelt liegen noch Gleise am imposanten Gebäude der Landwirtschaftlichen Genissenschaft.

Schön der Lahn entlang wird Wega erreicht. Einst konnte man von hier unter Umgehung des Kopfbahnhofs von Bad Wildungen nach Korbach fahren, der Bahndamm ist der verbreiterung der Strasse geopfert worden. Im Bogen von Bad Wildungen Richtung Korbach steht aber heute noch das Blocksignal vor dem Tunnel wobei es keine Fahrten von und nach Wega mehr sichern muss.

Am Ortseingang von Bad Wildungen konnte ich einen GTW der Kurhessenbahn bei schlechten Licht anfangen bevor ich mich zur schönen Altstadt hochschraubte.

Danach ging es via Braunau *sic* über den Berg nach Bergfreiheit. Ja, das Ort nennt sich wirklich so.

Nach einem guten Abendessen und einem „Lager Korn“ von der Feinbrennerei Sasse klingt der Tag aus.

Morgen geht es über den Rotkäppchen Radweg nach Osthessen.

Auf dem Weg zum Edersee und zur Hansestadt

Nach einer geruhsamen Nacht und einem top Frühstück (inkl. Handkäse) ging es auf zur Etappe 2 nach Korbach. Auf Grund des niedrigen Wasserstand des Edersee hatte ich umgeplant um die Brücke bei Aslar aufzunehmen. Aber dazu später. Komoot meint dass es knapp über 85km und 1.110m nach oben wurden.

Aber erst mal ging es der Lahn hinauf nach Sarnau. Man baut derzeit eine neue Strecke für die B252, keine guten Zeichen für die Bahnstrecke nach Frankenberg. Diese müsste ebenfalls ausgebaut werden. Alleine mit der Beseitigung oder technischen Sicherung der zahlreichen nicht technisch gesicherten Bahnübergänge sollten etliche Minuten durch die Geschwindigkeitserhöhung möglich sein. Aber ein paar reichliche Millonen für die Strasse gehen der Politik halt leichter von der Hand wie wenige Hundertausend für die Bahn. ☹

Vor dem Abzweigbahnhof Sarnau (der eigentlich zum Ort Göttingen gehört), seit dem Bau des ortsnahen Haltepunkt an der Strecke nach Bad Lässige halten hier keine Züge mehr, werden der Zug nach Frankenberg und von Bad Laasphe abgefangen. Warum dieser Bahnhof nicht wie die übrigen nach Frankenberg und Korbach zu einem Scheidt&Bachmann ESTW umgebaut wurde erschließt sich mir auch nicht.

Mitten durch die Strassenbaustelle geht es weiter Richtung Frankenberg. Derzeit verkehren Desiro-Triebwagen der Erzgebirgsbahn aufdem Netz der Kurhessenbahn. Hinter Sarnau wird das Lahntal verlassen und in das Tal der Wetschaft gewechselt dem die Bahn nach Frankenberg nun folgt.

Kurz hinter Sarnau finden sich diverse Sperrwerke der alten Bewässerungsgräben, an einer ehm. Mühle erinnert ein Wagon an die ehm. Ladestelle und bald wird Niederwetter erreicht.

Aber auch dort war das Wetter gut. Dummer weise fiel der Zug nach Marburg aus der dort am südlichen Ortseingang ein nettes Motiv gehabt hätte.

Aber stattdessen präsentiert sich bei Münchhausen ein 628er mit Radwagen im schönsten Herbstlicht auf dem Weg nach Korbach um in Münchhausen den Desiro nach Marburg zu kreuzen.

Durch hübsche alte Ortskerne geht es nun hinauf um in Richtung des Tals der Eder zu wechseln.

Der Haltepunkt vin Burgwald-Birkenbringhausen liegt gut 2km von beiden Orten entfernt, ist aber besser ausgestattet wie die Stationen zwischen Hanau und Friedberg.

Es geht nun hinab ins Edertal mit alten Mühlen, der leider nicht mehr benutzen Stecke nach Battenberg (der Ausflugsverkehr wurde leider wie zuvor der Güterverkehr auch eingestellt) und Korbach.

In Korbach erklimmen ich den Hügeln hinauf zur Altstadt mit ihrem interessanten Rathaus.

Wieder zurück im Tal und stets vom Lärm der B253 begleitet geht es flussabwärts und Moment mal… was macht der Zweiwege-Bagger da auf der Strecke. Oha Sperrung vom 8. – 21.10. von Frankenberg bis Korbach. Na denn halt gelbe Fahrzeuge knipsen. Man wechselt Schwellen, baut Kabelkanäle und Randwege um vom Schienenfusskabel wegzukommen und in Ederbringhausen wird eine Brücke erneuert. Die Kühe auf der Wiese nebenan lässt das geschäftige Treiben unbeeindruckt.

Kurios nimmt sich der mitten auf der Strecke stehende und zwischen zwei, nicht mit Laternen oder zumindest Sh2 Scheiben gedeckten, Gleissperren einsame Schotterwagen aus.

Weiter an diversen Baustellen vorbei geht es dann nach Kirchlotheim.

Hmm, die Brücke bei Kirchlotheim darf mit 12t gesamt aber maximal 8t je Achse belastet werden und wenn ein Panzer oder Militär LKW kommt wurd das msl fast verdoppelt…

Bei normalen Wasserstand hat det Edersee bei Herzhausen sein östliches Ende. Aktuell fliesst die Eder etliche Kilometer erst mal weiter. Was normalvon Wasser bedeckt ist erscheint dabei in üppigen Grün.

Stets dem „Nicht See“ entlang wird Asel erreicht. Der Fährbetrieb ist schon lange eingestellt und mittels der Untiefe in Form der alten Brücke über die Eder kann der Edersee trockenen Fusses ähm. Rades durchquert werden.

In ein paar Monaten darf für Tonne wieder Schiffe vor der Brücke warnen.

An den Hängen / Kanten ist der „normale“ Wasserstand gut zu erkennen. Aber aktuell liegen die diversen Boote auf dem Trockenen.

Über Asel Bucht geht es nun hinauf um kurz vor Korbach in die ehm. Bahnstrecke von Korbach nach Bad Wildungen einzubiegen, welche ich morgen bis hinter Waldeck befahren werde.

Am Ende (bzw. Beginn) der Trasse am Ortseingang der Hansestadt (!) Korbach sind diverse Signale ubd eine Rangierlok ausgestellt. Letztere dürfte die Strecke nie befahren haben, war sie doch zuvor als Werkslok in Tambach-Dietharz (siehe hierzu auch die Radtour von 2015) in Thüringen im Einsatz.

Noch eine Runde durch die Altstadt von Korbach und dann checke ich in einem sehr grosszügigen „Zimmer“ was eher einer Ferienwohnung gleicht im Hotel Dahlwiger Tor ein. Auch das zugehörige Restaurant „Bei Meiers“ ist sehr zu empfehlen. Der hervorragende Marillenbrand aus Hörbranz rundete das super Schnitzel mit Leberwurst / Käse Füllung ab.

So, jetzt ab ins Bett…

Cölbe? Wo issn des?

Dem geneigten Eisenbahninteressierten ust natürlich klar dass hier, „irgendwo kurz hinter Marburg“, die Kurhessenbahn nach Korbach und Bad Laasphe von der Main-Weser-Bahn abzweigt. Für mich war es das heutige Etappenziel und somit jenseits von Marburg das Erste mit brauchbaren Übernachtungspreisen. Man könnte meinen die Frankfurter Buchmesse wirkt sich bis Marburg aus.

Aber erst mal der Reihe nach. Um 8:06 ging es zunächst mit der RB nach Wiebelsbach und dort im von der Garnitur nach Erbach angehängten Wagen ohne Unsteigen nach Hanau. In der Rampen- und Fahrstuhldiaspora Hanau Hbf ging es in geübter Manier von Gleis 106 treppab und treppauf zum Gleis 9 mit dem Talent Richtung Gießen. Der Anschlussfahrschein nach Friedberg kostet zwar den gleichen Preis wie nach Gießen, aber wegen des guten Wetters und der frühen Ankunft um kurz nach halb 10 in Friedberg entschließe ich mich die Tour bereits in Friedberg zu starten.

Boah! Am Friedberger Bahnhof sind die letzten 100 Jahre fast spurlos vorbeigegangen…

In Hanau Hbf haben ja noch einige Bahnsteige Rollstuhllifte an den Treppen, aber mit Rollstuhl usw. ist der Bahnhof von Friedberg eine „No Go Area“. Keine Treppenlifte, kein Aufzug, keine Rampen „Früher“ nichts, wie im übrigen auch alle Stationen seit Hanau recht „verwahrlost“ erschienen. Früher war Personal da das Rollstühle und ähnliches über die Karrenüberfahrten lotste. Heute gibt es weder Karrenüberwege noch Personal…

Genug gejammert. Bei bestem Herbstwetter geht somit die dritte und vsl. letzte Mehrtagestour in 2018 los.

Vorbei an bunten Bäumen und den Gradierwerken von Bad Nauheim wird Steinfurth erreicht und dort ein Frühstücksstop eingelegt.

Weiter geht es dann frisch gestärkt Richtung Münzenberg und regelmässig wird die Heimatstrecje der Butzbach-Licher-Eisenbahn getroffen.

Ich mache dabei einen Abstecher bis zum heutigen Streckenende und frage mich wer auf die Idee kommt derartige Rampen in ausgewiesene Fahrradwege einzuplanen.

Aber das passt zum Gesamtbild der Radwege in der Wetterau. Vielfach fehlen gerade an Abzweigen die Hinweisschilder. Einfach nur peinlich, oder bin ich von den Radwegen zu Hause (auch wen da nicht alles passt), Rheinland-Pfalz, Belgien, Luxembourg und gerade der Schweiz einfach nur verwöhnt? Eher nicht.wenn selbst der prominente RMV Radweg 2 nicht einmal richtig und durchgehend markiert ist.

Aber was will man schon in einer Region erwarten in der gefühlt doppelt so viele AFD und NPD Wahlplakate in den Orten hängen wie von demokratischen Parteien. ☹

Symbolisch für die verfehlte Verkehrspolitik ist der ungenutze und verfallenden Gleisanschluß zum Quarzitwerk bei Gambach, während der LKW munter parallel dazu fährt.

Im Bahnhof von Münzenberg findet neben den Fahrten der Museumsbahn auch Holzverladung statt. Aktuell werden neue Wege im Bahnhof erneuert sowie das Ausziehgleis etwas bis fast am die Straße verlängert. Aber bis Lich wird der Zug trotzdem nicht mehr kommen.

Die Weichenzunge der ehm. Einfahrweiche von Lich her trägt das Walzzeichen „Bochum 1903“ und verrichtet somit seit 115 Jahren ihren Dienst. Auch der verwendete Hakenverschluß ist eine nicht mehr allzu oft verwendete Bauart.

Wieder über die Rampen und ohne Zebrastreifen oder Ampel über die stark befahrene Strasse geht es nun nach Gießen.

Während der Radweg nach Gießen nun gut beschildert und ausgebaut ist gleichen Fahrradwege in Gießen einer Katastrophe da diese gerne mal plötzlich enden oder den Radfahrer auf mehrspurige Strassen zum links abbiegen einfädeln lassen. Grausam.

Aber irgendwann ist die Lahn mit dem zumeist gut ausgebauten und beschilderten Lahntalradweg erreicht. Dass gefühlt in jedem zweiten Dorf die Strasse aufgerissen wird wundert mich nicht mehr, denn das geht schon seit Friedberg so. 😎

In Wißmar (nein nicht die Hansestadt an der Ostsee, die schreibt sich anders) wird die ehm. Strecke von Lollar nach Wetzlar vom Radweg parallel begleitet.

In den 80er Jahren kann ich mich an eine DGEG Sobdefahrt erinnern bei der diese befahren wurde aber soweit ich mich erinnere nicht (mehr) durchgehend. Es wurde meine ich Lollar – Atzbach oder Dorlar gefahren dann via Lollar und Gießen nach Wetzlar um von dort aus Richtung Dorlar zu fahren. Egal, dieser ehm. Abschnitt der Kannonenbahn ist nun auch tot.

Am Ortsrand von Wißmar auf der Seite von von Lollar liegt das Museum für Holz und Technik was mit interessanten Exponaten aufwartet.

Lust auf Spanferkel? Die Bockwurst im Bistro fand ich geschmacklich besser. 🤣

Während der Radweg normal parallel zur ehm. Bahnstrecke läuft nutzt er nach Lollar das ehm. zweite Gleis auf der Lahnbrücke.

Im Inselbahnhof tobt sich gerade DB Station & Service mit neuer Unterführung und Bahnsteigen aus so dass derzeit alle Züge auf der ehm. Wetzlarer Seite halten.

Gemütlich, entspannt, relativ flach und zügig geht es weiter Richtung Marburg.

Vor Niederweimar fehlt an Sandgrube eigentlich nur noch ein Schiff und Seilbahn und dann wären mit Straße, Bahn und Förderband fast alle Transportmittel /-wege auf einem Fleck.

Marburg grüsst aus der Ferne und wird zumeist entlang der Lahn durchquert. Stets begleitet von der omnipräsenten und autobahnartig ausgebauten B3 die auch mal oberhalb des Radweg die Abgase auf die Lahn herabblässt.

Aber ausserhalb Marburgs geht es wieder (etwas) abseits der B3 weiter zum Etappenziel Cölbe.

Das Hotel sieht zwar etwas altbacken aus und das zugehörige Restaurant eröffnet leider erst wieder Ende des Monats, aber das Zimner ist 1a modernisiert. Radio im Bad als Steckdosennodul von Gira war mir auch neu, aber ich glaube das baue ich mir zu Hause ein. Dazu noch Bahnblick aus dem Fenster. Besser geht es nicht.

Halbschräg gegenüber hat es einen gut besuchten und langjährig ansässigen Italiener mit super Pizza.

So. Der Bericht ist fertig. 😎

Hier dann noch die Aufzeichnung bei Komoot über die erste und dann (auch dank der schlechten Beschilderung in der Wetterau) 85 km langen ersten Etappe.

Nachtschicht

Und wieder mal kommt eine Baustelle ungeplant um die Ecke.

Wegen Gleislagefehlern nach Arbeiten für den Bahnsteigneubau in Eberstadt muss nachgestopft werden. Warum man das nicht letzte Woche schon bei den Bauarbeiten in der Totalsperrung machte wissen wohl nur die Verantwortlichen bei DB StuS.

Und dann „Warten auf Godot“.
Seit gut einer 3/4h ist gesperrt. PZB und Az ausgebaut und wer kommt nicht in die Puschen? Die Stopfmaschine. Oh mann…

Aber irgendwann ging es los und zügig wurde man fertig.

Innotrans 2018 – Tag 2

Nach dem gewohnt guten Frühstück im Hotel Comenius ging es wieder zur Messe.

Der Herbst legte sich nochmal richtig ins Zeug und so ist es in der S-Bahn bereits recht warm. So warm dass von den gut getarnten Fahrschein-Kontrolltrupps der Satz zu vernehmen war „Wasn Glück sin mir durch. Dat hälst nich aus mit der Luft hier“. 😎

Platz ist in der kleinsten Hütte war vermutlich die Vorgabe an Stadler um die neuen Fahrzeuge für die Metro in Glasgow zu konstruieren. Das geradezu winzig erscheinende Profil war aber vermutlich nur eine der Herausforderungen beim Bau.

Danach ging es quer durch die Hallen. Interessant immer wieder ist was es so alles an Fahrgastinformationssystemen gibt.

Wieder im Aussenbereich sticht das kleine Zweiwege-Quad ins Auge? Würde das bei uns als Kleinwagen (Kl) oder Schwerkleinwagen (Skl) eingestuft? Wohl eher in einer neuen Gattung Ganzkleinwagen 💪😉

Im von Alstom hergestellten „Pop“ Triebwagen für Trenitalia zeigt sich auch wieder mal der schon auf der Sommertour beobachtete Trend der TI zu Fahrzeugen mit Nichtfenstersitzen wie es diese u. a. beim „Jazz“ gibt. Beim „Pop“ hat man diese Sitze noch schwachsinniger eingebaut so dass man nicht mal mehr an den Rückenkehnen vorbei zum Fenster linsen kann. Warum man die Sitze nicht mit dem Rücken zum Hochflurbereich setzt erschließt sich mir nicht. 🤢

Dagegen imponiert das neue Zweiwege Rettungsfahrzeuge der Schweizer Matterhorn Gotthard Bahn.

Und wenn man denkt dass der „Pop“ übelstes Plastikdesign mit abstrusen Sitzanordnungen das übelste Fahrzeug der Innotrans sei der war noch nicht im „Rock“.

Übel übel übel… dagegen ist (fast) jedes hier ausgestellte Wartungsfahrzeug geradezu luxuriös für seine Nutzer.
Hitachi (ex. Andaldo Breda) „Rock“ für Trenitalia.
Übelst verbaut, Plastik von vorne bis hinten. Wie auch in anderen „modernen“ FS TI Fahrzeugen rudelweise 100% Nichtfensterplätze (Foto oben links vom fensterlosen Zwischengeschoss hinter dem Führerstand), dazu noch pseudo Niederflur aber dann mit Rampen und eigenartig angeordneten Stolperstufen oder Minitreppen. Schrecklich.
Aber hauptsache zwei Fahrradstellplätze mit Lademöglichkeit für Pedelecs.
Zitat eines Besuchers mit Stadler Badget als er im nur einseitig zusteigbaren Obergeschoss war „Und wie kommt man wieder raus aus dieser Dose?“ 😂

Derart paralysiert dachte ich mir dass es eine gute Idee wäre zur Linderung der italienischen Schmerzen mal den von Skoda hergestellten München-Nürnberg-Express zu besuchen. Da dieser derzeit mit umgebauten / angepassten IC-Wagen gefahren wird ging ich davon aus dass im neuen Dosto ähnliches Niveau zu erwarten sei.

Aber weit gefehlt… ☹️

Denn Skoda hat es, bis auf die schwer zu unterbietenden Plastiksitze, geschafft die Hitachi Gurke zu unterbieten. Oder waren es ggf. die Bestellervorgaben der BEG die derartiges geberuerten?

Zwar fast ohne Nichtfensterplätze aber dafür mit bisweilen sehr engen Gängen, eigenartigen Rampen umd jede Menge steile und enge Treppen.
Oh mann…

Laut Produktblatt hat der Zug 26 Plätze erster und 648 Plätze 2. Klasse. Davon 79 Klappsitze.
Das das gezeigte 1. Klasse Abteil befindet sich im Endwagen, aber nur über zwei der drei Fenstern im Hochflurbereich über dem Drehgestell was für ein „Witz 2. Klasse Abteil“ an der Treppe führt. Das andere Abteil 1. Klasse scheint im Abteil hinterm Führerstand des Steuerwagen zu sein (ein Fenster).
Also eher Hasenstall.

Ach wie glücklich können sich da die Fahrgäste der SOB mit dem neuen Traverso (siehe den Bericht von gestern) schätzen.

Gegen den Rock, Pop und Skoda Dosto sind selbst dei schon gesten gezeigte und fürs britische Profil angepasste Flirt (Class 755) mit bimodalen Antrieb und der Desiro von Siemens geradezu luxuriös. Im Nachhinein betrachtet, wo waren eigentlich die Fahrzeuge von Bombardier?

Achja, natürlich klappere ich auch die LST Hersteller und andere Gewerke ab. Aber die Fahrzeuge sind halt besser zu fotografieren.
Zudem, je grösser ein Hersteller am Markt ist desto weniger Produkt wird gezeigt und dafür wird die Show und Theke immer grösser wie über die Jahre gut bei SchuB zu beobachten 😎

Und wenn das Stellwerk für den Stand zu gross ist macht man es halt kleiner, wie nett bei den Kollegen vom Berliner EBUEF zu sehen.

Das Spin Off der Uni von Barcelona ist mit ihrem vollumfänglichen Diagnosesystem für S700er Antriebe mit der Messung des Stellstrom und der Prüferausschnitte auch wieder da.

Braucht nich jemand eine kleine Hupe? Auch diese gibt es auf der Innotrans.

Und langsam wird es Zeit zur Heimfahrt die diesmal sogar durchgehend einen regulären Sitzplatz beinhaltet und der ICE hielt sogar in Wolfsburg 😌

Von Hanau dann im Vias Lint nach Wie-Heu während sich die Sonne langsam schlafen legt.

Es war wieder schön, informativ auf der Innotrans und Kollegen konnte man auch treffen.

Innotrans 2018 – Tag 1

Eigentlich wollte ich zur Toröffnung auf der Innotrans aufschlagen, aber diverse dienstlichen Telefonate sorgten für eine Verzögerung die tauglich für Fahrgastrechte wäre 😂

Aber irgendwann wurde doch das Messegelände erreicht und erst mal das bis zum letzten Platz belegt Aussenareal in Augenschein genommen.

Recht prominent präsentiert sich neben einer noch in Errichtung befindlichen Messehalle die neue Tram für Chemnitz von Skoda und weiter hinten am Gleis warten neue Fahrzeuge von Hitachi (ehm. Andaldo Breda) und Alstom die zur FS Trenitalia kommen sollen auf ihren Auftritt mit Lobeshymnen. Mal sehen ob die Fahrzeuge am Mittwoch öffentlich zu besichtigten sind und ob auch hier wieder massiv „Nichtfensterplätze“ verbaut wurden.

Daneben tumnelt sich der Doppelstockzug von Skoda der schon 2016 unfertig auf der Innotrans zu sehen war und zukünftig für den RE auf der SFS München – Nürnberg eingesetzt wird.

Positiv überraschte mich (wieder mal) der polische Hersteller Newag.

Selbst ein Arbeitsplatz für das (ab)gehobene Management und ein recht rudimentär erscheinender Fahrkartenautomat fehlt nicht.

Aber das absolute Highlight ist der Flirt der SOB wie er für den Voralpen-Express als auch zukünftig für den Verkehr über die Gotthard Bergstrecke eingesetzt werden soll.

Bequeme Sitze, ein vernünftiger Sitzteiler, zwei Serviceabteile mit Automat und Kaffemaschine und eine geradezu luxuriöse erste Klasse. So sollte Bahnfahren sein.

Nebenan steht ein für Schweden adaptierter Kiss von Stadler, die neue S-Bahn für Berlin, welche mir im Vergleich zu dem heutigen Fahrzeugen im Innenraum weniger Übersichtlich erscheint aber eine bessere Trennung von Sitzplatz und Mehrzweckbereich bietet, als auch der (das?) Worbla für die Berner RBS.

Interessant beim Worbla sind unter anderem die recht grossflächigen LED Anzeigen welche innen und außen die Türfreigabe anzeigen.

Die Suizidtest-Verbeugung am Fahrzeug kannte ich bisher nur von asiatischen Messebesuchern. 😂

Interessant fand ich dann passend dazu den Schriftzug auf der Schienenschleifmaschine von Linsinger.
Ob sich die Konkurrenz dran hält?

Interessant war auch der Bimodale Triebwagen für GB von Stadler inklusive selber Belegungsanzeige im Zug. Etwas dass ich mir sehr und gerade in den ICE von und nach Berlin wünschen würde. Für ein auf das britische Profil ausgelegtes Fahrzeug hat dieses eine recht grosszügige Sitzanordnung und wirkt „luftig“. Nur das Dieselmodul ist relativ eng im Durchgang und warum man durch die rollstuhlgerechte und die dahinter liegende kleinere Toilette einen engen Zick-Zack Gang generierte ist im sonst recht gelungen Fahrzeug etwas unverständlich.

Achja, natürlich gab es auch noch andere Hersteller neben Stadler welcher mittlerweile sehr dominant ist.

So z. B. Siemens mit einem Desiro für Great Northern welcher zwar etwas weniger elegant daher kommt da vmtl. vermehrt im Vorort- statt Langstreckenverkehr vorgesehen aber auch dieser erscheint aufgeräumt. Nur der Triebfahrzeugführer sitzt wegen der stirnseitigen Tür in einem engen Kabuff.

Hier nochmal Details des Bimodalen Flirt und dann das Fahrzeug für die Instandhaltung im Gotthardbasistunnel von Harsco welches einen interessanten modularen Aufbau besitzt.

Hering Bau lässt es wie üblich dampfen. Eine Modellbahnlok im Massstab 1:1 wird erst vermutet aber der Hersteller Bemo hat nur den Namen mit dem Hersteller von Modellbahnen gemein.

Auch der RRX in Form des Desiro HC von Siemens, wobei HC für „high Capacity“ und nicht etwa „Hardcore“ für den Fahrgast steht obschon man das bei der vom Besteller gewünschten „Packungsdichte“ vermuten könnte, ist zu sehen.

Eine gute Gelegenheit mal bei Sienehmens vorbei zu sehen was der DSTW Hype dort für Entwicklungen antreibt.

Besonders gut fand ich das „Cloudbasierte“ Diagnosesystem von der Weiche bis zu den ESTW Systemkomponenten. Ja, das ist ein guter Weg der auch dem Instandhalter vor Ort nutzt.

Eine Tram besticht durch ein Warnschild für Fußgänger am Heck und bei Strail sieht man den „güldenen Fahrweg“ mit silbernen Spannklemmen. 🤣

Es folgen weitere interessant Stände zusamnen mit einem ehm. Ausbildungskollegen und weit nach der Dämmerung geht es zur sogenannten blauen Stunde zum Abendessen.

Während der DB Stand vor der Messe lustige Wortspiele macht „überzeugt“ der Zugzielanzeiger am Halt Messe Süd mit üblichen Problemen denn der eingegebene Text ist schlicht zu lang als dass der durch Bauarbeiten bedingte Umstieg in die S7 nach Ahrensfelde im Bf. Zoo untergeht.

Tja… willkommen in der Realität.

Sodele. Genug geschrieben. Zeit zum Erholen für den zweiten Tag und die Heimfahrt.

Und wieder Berlin

Nach einer kurzen Nacht wegen der Baustellenbegleitung ab 3 Uhr in Eberstadt und einem Ärgernis wegen diverser zerschmetterter Kabelkanäle an der Hilpertstrasse („Top“ Bauüberwachung der Stadt Darmstadt) ging es um 14:20 mit gut 20min Verspätung ab Frankfurt Süd in der ehm. Metropolitan Garmitur die als ICE firmiert nach Berlin Ostbahnhof.

Ein wirklich schöner Zug mit viel Furnier als Verkleidung aber miserablem Handyempfang, ohne Steckdosen und ohne WLAN.

Bis Fulda und ab Braunschweig hatte ich gar einen der bequemen Sitzplätze, dazwischen war Fußboden hinter dem Führerstand im Notausstieg fällig.

In Berlin setzt langsam die Dämmerung ein. Ds Hotel wird noch vor 20 Uhr erreicht und ein langer Tag klingt im Hotel Comenius aus.

So. Nun ab ins Bett, morgen fordert die Innotrans alles 😊