Brückentag am Himbächelviadukt mit etwas Schnee

Eigentlich wollte ich den Brückentag für eine Rundfahrt per Bahn über Aschaffenburg, Walldürn, Seckach und Eberbach nutzen, aber der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigt dass über Nacht 1 – 2 cm „Chaospulver“ gefallen sind.

Also wurde umgeplant und aif das das winterliche Himbächel-Viadukt umgeplant.

Das Chaospulver hat seine Wirkung getan und so kommt um 09:18 statt der mit + 10 angekündigten RB81 nach Eberbach, welche eigentlich um 09:06 gefahren wäre, erstmal die RB81 nach Wiebelsbach, die um 08:31 hätte fahren sollen.

Währenddessen versammeln sich 10 „Orangene“ an der Weiche auf der Lengfelder Seite, die aber wohl funktioniert ode ob der Übermacht der Räumtrupps Angst hat nicht zu funktionieren?

Angesichts der ungeräumten Bahnsteige lässt mich eine derart sinnlose Rudelbildung schon etwas an den Winterkonzepten zweifeln.

Naja, dann erstmal nach Wiebelsbach vorfahren bevor in Reinheim noch das Bahnsteigroulette losgeht.

Nach der Ankunft in Wiebelsbach fährt erstmal die RB82 nach Frankfurt aus, was mangels einer Kreuzungsmöglichkeit in Lengfeld weitere Verspätung für die RB81 bedeutet. Diese kam dann mit fast 1/2h Verspätung rein, durch das Entfallen des planmäßigen Aufenthalt von 6 Minuten wurde etwas Verspätung abgebaut und auch untwerwegs läuft es recht flott.

Hinter dem Frau-Nauses-Tunnel im Mümlingtal liegt aber fast kein Schnee. +[oo]+ *mist*

Erst ab Erbach liegt wieder ein wenig Schnee und bis Hetzbach ist es wieder ein klein wenig mehr

Hetzbach wird mit knapp 20min Verpätung erreicht ubd es ist dort doch tatsächlich etwas vom Bahnsteig geräumt, aber sinniger Weise hält der Zug an der Stelle nicht. 🤦‍♂️

Der Zug verkehrt seit Erbach einteilig und macht sich weiter auf den Weg nach Eberbach während ich mich auf den Weg zum Himbächel-Viadukt mache.

Der Andrang im Freibad von Hetzbach hält sich heute in Grenzen  😉

Und es kommt am Himbächel-Viadukt sogar etwas die Sonne hervor.

Noch etwas warten und die Fotohornisse aufrüsten und in Stellung bringen.

Nach einer Kurzwende in Eberbach kommt die jetzt als RB82 nach Frankfurt verkehrende Garnitur um 11:00 Uhr und somit fast Pünktlich wieder über das Viadukt.

Leider entschied sich die Sonne kurz vor dem Zug sich hinter die vom böigen Wind getriebenen Wolken zu verziehen.

Na dann ist es Zeit auf die andere Talseite umzusetzen und es kommt nun auch wieder die Sonne raus.

Aber wie schon fasr zu erwarten versteckt sich auch hier wieder die Sonne kurz vor der pünktlichen RB82 nach Eberbach.

Die Zeit bis zu der Rückkehr aus Eberbach um 12:56 als RB82 nach Frankfurtwird mit einer kleinen Runde am Bahnhof vorbei zum ehem. südlichen Bahnhofskopf überbrückt.

Hier zweigte von 1904 bis 1964 die im Volksmund „Schellekattel“ genannte Strecke nach Beerfelden ab.

Und dann ging es wieder zurück zum „Bahnhof“.

Eigentlich ist Hetzbach nurnoch ein Haltepunkt. Die verbliebenen Gleise, so auch das eigentliche Gleis 1 denn das heutige Gleis 2 ist eigentlich das Gleis 2, auf denen noch ein paar schrottreife Fahrzeuge des ehem. Besitzers des Empfangsgebäude rumstehen sind nicht mehr angebunden.

Im Zuge des Ausbaus der Odenwaldbahn 203x auf Akku Züge mit Oberleitungsinseln soll hier wieder eine Kreuzungsmöglichkeit entstehen um dann auch stündlich statt zweistündlich zwischen Erbach und Eberbach fahren zu können.

Im Betriebsgelände der Vias Werkstatt das südlich des Bf. Michelstadt angebunden ist steht ein sehr abweichend lackierter Itino. Ob es der von der Erfurter Bahn übernommene Itino ist und ob alle anderen Fahrzeuge diesen komischen Lack bekommen weiß ich jedoch nicht.

In Michelstadt dann noch einen Abstecher zum Expert Stommel gemacht um etwas einzukaufen.

Mit dem RE80 nach Darmstadt, der dann wie fast üblich nicht als RB66 nach Pfungstadt weiterfährt und ab DA Hbf ausfällt, geht’s nach Hause.

Als ich zu Hause bin fängt es kurz aber heftig wieder an zu Schneien.

Im Odenwald scheint sich das Schneegebiet sich aber festgesetzt zu haben und so hat es oberhalb Erbach für hiesige Verhältnisse recht üppige Schbeeverhältnisse. In Beerfelden scheinen es gut 10 bis 15 cm zu sein weshalb der Strassen- und insbesondere der Busverkehr kapituliert.

Hier noch die Aufzeichnung der Wanderung rund ums Himbächel-Viadukt bei Komoot.

Talwechsel per Seilbahn und verschneite Wege

Nach dem vielen Sitzen und Essen wollte ich mich heute etwas bewegen und zwar nicht nur zum Frühstücksbuffet 😀

Es hat sich etwas zugezogen und der Wetterbericht ist sich auch nicht recht einig ob und wann sich die Wolkendecke verkrümelt.

Aber ein Blick auf die Webcam vom Parpaner Rothorn lässt dann den Plan reifen die Talquerung von Leinzerheide nach Arosa anzugehen.

Auf dem Weg zum Bus was zum Schmunzeln.

Die kleinere Dependance (?) vom Posthotel nennt sich Pöstli 😉

Die Fondue und Raclette Werbubg von Coop „Chli stinke muss es“ erinnert mich an meine Wandersocken 😀

Der Bus steht offen, aber ohne Fahrer bereits bereit. Schweiz hat. Wird schon keiner klauen…

Über Wiesen und Alvaneu Ort geht’s Richtung Lenzerheide/Lai. Da Brienz wegen Bergsturzgefahr evakuiert ist mit Umweg ohne Halt über Tiefencastel, als ich im Juni 2024 die Linie fuhr wurde der Ort Brienz noch via Feldwegen in Ortsnähe umfahren.

In Lenzerheide Post geht der Bus auf die Linie nach Chur über was ein Umsteigen erübrigt.

Wie schon im Albula- und Rheintal zu erkennen hängt auch hier eine Wolkendecke. Mal gespannt wie es oben aussieht. Hier am See bei der Takstation eher trist.

Für bescheidene 50,- CHF gibts die Fahrkarte zum Talwechsel mit Wanderung.

Die erste Sektion ist bei Downhillfahrern sehr beliebt, nur sieht der Berg mit den Trails noch schlimmer aus wie mit den Folgen von Skipisten. 🙁

Und so taucht die 2020 erneuerte 8er Gondelbahn erstmal in die Wolken ein.

Die zahlreichen Downhillfahrer scheint es nicht zu stören.

Die Station Scharmoin liegt dabei satt im Wolkendunst.

Raus aus der Station und direkt nebenan wieder rein zur Pendelbahn. Warum läsdt man nicht den Zugang in der Station zu?

Hier sind dann keine Downhiller mehr an Bord da die oberen Trails wegen Schnee gesperrt sind. Der (Berg)Wanderweg soll aber offen sein.

Und schon nach der Stütze keimt due Hoffnung auf Sonne auf.

Und ja, die Bergstation auf ca. 2850m.ü.M. die neben dem Westgipfel des Parpaner Rothorn liegt ist über den Wolken und in der Sonne…

… zumindest ist sie es zeitweise bis sich von osten her wieder Wolken hereinschieben.

Es hat angeblich um die 5°C aber es erscheint da recht windstill gerade in der Sonne viel wärmer.

Den ganzen Tag brauche ich daher ausser der Blåkläder „Strickjacke“ keine winddichte Überjacke.

Der Wanderweg macht mir etwas Sorgen da hier oben sogar etwas vereist, aber es kommt passend ein Wanderer hoch ubd bestätigt dass er mit der immer gebotenen Vorsicht begehbar ist und weiter unten auch kein Schnee mehr liegt.

Na dann mal los, der Weg ist gut erkennbar und dichter Nebel nicht angekündigt. Nur die steileren Abschnitte sind etwas herausfordernd, jetzt wären Wanderstöcke was feines.

Den Thron azs Stein besteige ich nicht, dafür ist es dann dich zu kühl.

Mit weitreichender Fernsicht ist auf dem „Panoramaweg“ nicht viel drin aber das Wechselspiel aus Wolken und Sonne mit eingeschränkter Fernsicht ist fast noch interessanter und schöner anzusehen wie „Postkartenmotive“.

Auch an der ersten Wegekreuzung auf 2690m.ü.M. im Abstieg liegt noch etwas Schnee aber ab jetzt überwiegen die schneefreien Wegeabschnitte.

Kurz vor der Gredigs Fürggli kommt dann nich eine im Winter mit Skifahrern bestimm gut bevölkerte Galerien, eine Wegführung ohne die Gallerie wäre dagegen sehr schwierig. Schon gar nicht im Winter für Skifahrer.

Die Galerie wird sogar von einer Brücke unterbrochen. Was nicht alles für Skifahrer gebaut wird. Aber es nutzt halt auch dem Wanderer oder Mountainbiker bzw. Downhillfahrer.

Und dann wurd auf 2615 m.ü.M. der Pass Gredigs Fürggli erreicht. Von hier könnte man durchs Tal nach Arosa hinabsteigen, aber ich hab ja bezahlt 😀 und will zur Seilbahn.

Kurz nach dem Gredigs Fürggli kommt der „Weisshorn Express“ in Sichtweite. Er wäre alternativ zur zweiten Sektion der Rothornbahnen eine Möglichkeit gewesen, der Weg von der Zwischenstation Scharmoin zur Talstation vom Express wäre aber durchgehend im Wolkendunst verlaufen. Da war die gewählten aber längere und anstrengendere Variante am Berg definitiv schöner.

Der neben der Seilbahnstation vom Urdenfürggli zum Hörnligrat liegende und nur im Winter betriebene Sessellift kommt kurz in Sicht bevor ihn wieder eine Wolke verschluckt.

Lustige Steine hat es ihr. Sehen aus wie ein Sandwich aus Granit und Sandstein.

Jetzt gehts nochmal stramm im Zickzack bergauf und kurz vor dem Ziel ist die Wegesignalisierung nicht ganz eindeutig. Links der Markierungen gehts nur auf den „Gipfel“ des Berggrat, der Weg zum Pass Urdenfürggli geht eher unscheinbar rechts weiter abwärts.

Dann noch ein kurzer Anstieg zur nicht gerade schön anzusehenden Bergstation der Urdenfürgglibahn hinüber zum Hörnligrat.

Die ganze Wanderroute mit wie üblich noch mehr Fotos kann hier bei Komoot angesehen werden.

Diese ist als zwei separat betriebebe einbahnige dreiseil Pendelbahn ausgelegt und interessanter weise nicht vom Platzhirsch Garaventa bzw. deren österreichischen Muttergesellschaft Doppelmayer oder der südtiroler Fa. Leiter sindern der eher unbekannteren Fa. Ludwig Steurer Maschinen und Seilbahnenbau GmbH & Co KG aus Österreich erstellt. Beim Anblick der Stationen merkt man dass man dort auch Materialseilbahnen herstellt. „Form follows Function“ scheint das Fienencredo und Designer gibts nur für die Gondeln welche aber auch aus CH von Gangloff kommen  😉

Ganz unabhängig scheinen die zwei Bahnen nicht zu sein, denn die „Rückführung“ des Zugseils dieser stützenlosen bahn erfolgt stets über die Kabine der anderen Bahn.

Mit 12m/s wäre die Urdenbahn mit die schnellste Seilbahn in CH. Davon und vom vermutlich recht spektakulären Ausblick merkt bzw. sieht man vor lauter Wolkendunst leider nichts.

Naja, noch schnell eiben Hügel erklommen für ein Foto der nicht minder hässlichen Talstation auf dem Hörnligrat ubd dann gehts rüber in die klassische, gut verpackte, Bergstation der Hörnlibahn und es grpssen Kettenförderer und imposante schrägstehende Seilscheiben und alles teils 80er Jahre typisch bunt angemahlt.

Die Anlage mit ihren 8er Gondeln inkl Mülleimer (eine echte Seltenheit) wurde 1986 von der einst bedeutenden schweizer Fa. Städeli erbaut, dies mit teils sehr hohen Fachwerkstützen wie man sie heute kaum noch sieht.

Aber lang wird dies nicht mehr so ein ind ggf war es ihre letzte Sommersaison denn zum Winter 2026/27 wird sje vsl. durch eine neue 10er Gondelbahn ersetzt.

Auch in der Talstation gatces bunte und imposante Seilscheiben. Technik die begeistert und irgedwie schöner angeordnet wie beim Urdenbah Monster.

Für ein paar Seilbahn Fotos lasse ich den Bus zum Bahnhof sausen da ich dachte dass dieser alle 10 bus 15min fährt.

Pustekuchen, es hat nur einen Stundentakt.

Na dann, auf zu Fuss durch Arosa zum Bahnhof, eas jetzt von den Ausblicken auch nicht die schlechteste Option war.

Arosa hat wurklich hübsche aber im Zebtrum auch recht gruselige Gebäude.

Ich lasse den Zug um 14:49 nach Chur sausen, gefäkkt mir das Motiv mit den Blumen und dem Gebirgs- und Wolkenpanorama doch so gut dass ich dies, mit leider abgeschnittenen Berggipfel aber dafür mit Zug umsetzen will. Was auch irgendwie gelingt.

Und so bin ich schon kurz nach dem ebenfalls abgelichteten bergwörts um 15:09 in Arosa ankommenden Zug in Arosa am Bahnhof angekommen.

Damit ist nun auch Zeit für einen kleinen Imbiss mit diversen Fleischsorten aus Graubünden während die zweite Wanderetappe von der Talstation des Hörnli-Express zum Bahnhof bei Komoot fertig gemacht wird.

Pünktlich geht dann auf die einstündige Fahrt hinunter ins gut 1000m tiefer liegenden Chur los.

Auch hier hängen teils Wolken über dem Tal aber es hat, wie bei der Zugkreuzung in Lizirüthi auch Sonne.

Die Arosabahn ist noch eine recht starke Domöne der Ge4/4 II Loks die hier zusammen mit den Allegra Triebwagen den Betrieb stemmen.

Der Entschluss steht nun fest, morgen nochmal nach Langwies fahren und bei besseren Wetter die Züge am Viadukt einfangen. Heute ist dafür keine Zeit. Eine Seilbahn Langwies  – Strelapass und weiter runter nach Davos. Das würde die Fahrtzeit enorm verkürzen 😉

Gelaufen bin ich das teilweise vor etlichen Jahren in der Gegenrichtung von der Davoser Weissfluh nach Langwies über den Tritt schon.

Umstieg in Chur in die aus einem Thurbo GTW gebildete“S-Bahn“ nach Landquart wobes sich langsam zuzieht.

Und was zeigt der Abfahrtsanzeiger? Zwei IC der Linie IC3 fallen aus. Da der Zug aus Zürich nicht nach Chur kommt fällt auch seine Rückleistung ersatzlos aus. Mon dieu, von der DB lernen heisst Siegen lernen oder was? Normal hat die SBB doch immer irgendwo noch Reservegarnituren rumstehen.

Egal, mein bis Kloster mit dem RE3 aus RE13 verkehrende RE1 steht bereit und flott und pünktlich gehts durchs dunstige Prättigau hinauf nach Davos wo sich die Wolkendecke langsam beginnt zu verziehen.

Und dann ist es schon wieder Zeit um 19 Uhr herim zum Abendessen zu schreiten.

Heute zum Tourbericht mal kein Monsteiner sindern was aus dem Engadin aus Marina hinter Scuol-Tarasp kurz vor der Grenze zu Österreich.

Heieiei, morgen ist schon Freitag und damit der vorletzten volle / echte Urlaubstag. Immerhin soll das Wetter wieder besser werden.

Vorläufiger Plan ist Vornittags/Mittag Langwies und kleine Wanderubg und auf dem Rpckweg ggf. mal den Haltepunkt am Landwasser-Viadukt testen.

Schnee, Planänderungen und Züge

Über Nacht kam der Schnee bis auf 1600m.ü.M. herunter, konnte sich dort aber nur al Puderzuckerdecke ausbreiten.Zudem setzt nun langsam ein leichter Schneeregen ein.

Egal, erstmal frühstücken und dabei überlegen was man heute macht.

Der Entschluss einfiel einstimmig für einen Tag im Zug. Favos – Klosters  – Scuol – Zernez – Landquart – Zizers – Chur – Samedan – Pontresina – St. Moritz – Filisur – Davos ist die Idee womit beide „Gleisdreiecke“ im Engadin, als auch die RhB Strecke zwischen LQ und Chur abgefahren werden wäre. Dann fehlt nur Chur – Arosa und ich hätte zusammen mit der debx Tour das ganze RhB Netz abgefahren. So der Plan…

Aber beim Blick aus dem Fenster mit den teils noch gepuderten Bäunen werfe ich die Idee (vorerst) über Bord und steige in Klosters Platz aus und in den wenige Minuten später abfahrenden Zug zurück nach Davos Laret ein.

Der Capricorn verfügt über beachtlich lang ausfahrbare Trittstufen, die er wegen der Halte im Bogen wie hier in Klosters auch braucht.

Und so geht’s wieder hinauf, aber nur bis Davos Laret.

Nein, ich stehe nicht illegal im Gleisbereich. Davos Laret hat schlichtweg nichts was nur andeutungsweise als Bahnsteig oder gar nur Bahnsteigkante interpretiert werden könnte.

Weie schon im Sommer dient das Bahnhofsareal als Lagerplatz und irgedwas baut man auch. Es werden dochh keine Bahnsteige werden?

Anders wie bei der Sommerradtour2025 bleibe ich auf dem Weg der näher zum Gleis verläuft und dann erreiche ich die schon vom Zug erspähte Unterführung.

Der in der Swisstopo Karte vermerkte Weg parallel zur Bahn ist recht zugewachsen, aber begehbar ubd so werden an wechselden Positionen diverse Capricorn Triebwagen erlegt.

Darunter auch der „Champagnersilberne“ auf seinem Weg hinab nach Klosters Platz.

Nich den nächsten Berg ubd Talwärts abfangen, mit den stündlichen RE1 und RB1 besteht ein zirka 1/2 h Takt.

Genug fotografiert, der Weg hinauf nach Davos Laret wäre zwar wesentlich kürzer aber ich will doch lieber runter nach Klosters Platz laufen.

Nein, da stand kein Bison oder Wisent im Wald,es ist nur eines der Ziele auf dem hier verlaufenden Bogenschieß Trail.

Nun ist die Strasse nach Davos zu queren, wo aber vergleichsweise wenig los ist. Es dürfte sich der Schnee auf dem Flüelapass bemerkbar machen und viele dann doch lieber mit dem Vereina Autoverlad fahren.

Hinter der Strasse witd auf den Schluchtweg gewechselt, wobei die eigentliche Schlucht schwer zu fotografieren ist.

Bei gutem Wetter ohne Wolken hat man von der Bank am Aussichtspunkt bestimmt eine Top Sicht auf Klosters und seine umgebenden Berggipfel. Heute halt nicht…

Am Ende der Schlucht liegt der Betriebsbahnhof Sekfranga. Eingeklemmt zwischen dem Nordportal des Vereinatunnels und dem von Klosters Platz kommenden Tunnel Zugwald findet hier die Autoverladung statt.

Es sieht nur so aus als wollte die Ge4/4 III ein Rennen mit den wartenden Autos fahren, aber sie zieht dann erstmal vor um später noch als Verstärker einzuscheren.

Zunächst kommt aber erstmal der Autozug aus Sagliains rein, dann der Güterzug von Pontresina nach Landquart und im Blickabstand ein Capricorn nach Landquart.

Das letzte mal als ich Selfranga sah ohne dabei im Zug zu sitzen war noch vor der Eröffnung,  damals noch ohne Fahrleitung ubd jahre später auf einer debx Tour mit Fahrt im Steuerwagen, damals waren die auf der Südseite eingereiht, durchvden Tunnel.

Ich schaffe mich einen Fekdweg hinauf für einen Blick auf den Bahnhof, die Schlange der Autos reicht fast bis zum Tunnelportal des Gotschna Strassentunnels.

Die Kühe auf der Weide kümmert das geschäfige Treiben am Autoverlad nicht, der knipsende Wandersmann ist eher interessant… 😀

Weiter nun hinab ins Ort, leider fuhr die Gotschnabahn nicht aus bis ich rüber zum Zug musste. Naja, dann hat das Ebtenpärchen auch weiter seine Ruhe.

Der RE1 aus Landquart flügelt hier, der vordere Teil geht weiter nach Davos und dann als RB1 nach Filisur, der hintere Teil nach St. Moritz.

Aber zuvor musserst der RE1 aus Davos abgewartet werden.

Noch mehr Bilder hat es in der Aufzeichnung der Wanderung nach Klosters bei Komoot.

Nochmal die Trittstufe, diesmal noch beim Ausfahren über den „kleinen“ Spalt und dann geht’s wieder den Berg hoch.

In Davos steht derweil die Ge4/4 II 626 in ihrer zu den Salonwagen passenden Lackierung.

Ich muss schon sagen, neben den üblichen roten Lack haben die Ge4/4 II und III schon einges an mal mehr mal weniger gelungenen Werbe- und Sonderlackierungen etragen müssen. Aber dies ist die mit Abstand gelungenste Sonderlackierung.

Weiter geht’s aber erstmal bis Filisur om allgegenwärtigen Capricorn bevor es nach kurzem Aufenthalt mit Belegfotos vom IR nach Chur wieder zurück, aber nur bis Davos Glaris, geht.

Umstieg auf den VBD Bus zur übernächsten Haltestelle „ARA“ was nicht auf einen Papagei hindeutet sondern die in CH geläufige Abkürzung für Kläranlage (Abwasserreinigubgsanlage) ist.

Abet ich will ja keine Fotos von Klärbecken machen und so laufe ich den Weg an der ARA vorbei Richtung Glaris bis kurz vor dem Stauwehr und finde je einen hübschen Platz für den Capricorn aus und den historischen Zug nach Filisur.

Da der Wind ein wenig weht und es relativ kühl ist will ich nicht die knapoe Stunde hier bis zur Rückkehr des historischen Zuges warten und laufe ebtlang des Landwassers Richtung Davos Frauenkirch.

Es geht stets dem Fluss entlang, auch wenn der Weg stellenweise in einer Wiese kaum noch erlennbar ist und den Barfuß Parkur erspare ich mir auch, aus Gründen. Die Grillstelle vor dem Parkur dient dann zum Abschluss mit über heisse Kohlen laufen? 🤔

Hinter Frauenkirch kommt dann die Bergstation von der Parsennbahn ins Bild, frisch gepudert und ohne Wolken.

Komische Anweisungen gibts für Reiter wenn diese den parallel zum Landwasser führenden Spazierweg nutzen wollen.

Interessant sind beim ausgelassenen Haltepunkt Davos Islen auch die den Bahnübergang denkenden Signale, diese dienen nicht der Blockteilung sondern schlicht nur der Deckung von Bahnübergängen ubd gehen dadurch auch in der Gegenrichtung in Fahrt. Der hintere Bü hat schon wieder geöffnet und dessen Signal zeigt daher Halt eas auch am Vorsignale angekündigt wird.

Für die Fahrt nach Filisur bietet sich eine Brücken über das Landwasser zu einem „Nicht-Bü“ an.

Den historischen Zug fange ich aber lieber neim ehemaligen Haltepunkt ab.

Der nächste Bus ab Islen würde erst in 20min kommen, daher beschließe ich weiter nach Davos Platuzu laufen.

Unterwegs endet die Postbusstrasse aus dem Sertigtal, ab jetzt hat der Postbus keine uneingeschränkte Vorfahrt mehr.

Die „Kernstadt“ von Davos ist erreicht.  Wegen Strassenbauarbeiten hat man ab dem Krankenhaus den Fussweg eine Umleitungsstrecke inkl. Sitzgelegenheit mit Panoramablick gezimmert. 😉

Und dann via Postplatz zum Hotel und später zum Abendessen.

Noch mehr Bilder gibts hier in der Aufzeichnung des Weges von Davos Glaris nach Davos Platz bei Komoot.

Der Tag klingt mit fränkischer Baukunst, denn den Braumeister hatte es aus dem fränkischen ins Land des Franken (CHF) verschlagen wo er in mit einer der höchstgelegenen Brauereien in Monstein das gleichnamige Bier in diversen Facetten braut.

Zum Abschluss nich die Fahrpläne der genutzten Züge.

Ab 08:56 Davos Platz – Gl. 1 (RE2, Richtung: Landquart)
An 09:28 Klosters Platz – Gl. 2CD

Umsteigen

Ab 09:31 Klosters Platz – Gl. 3CD (R 2, Richtung: Davos Platz)
An 09:44 Davos Laret

Wanderung über den Schluchtweg und Selfranga nach Klosters Platz

Ab 13:01 Klosters Platz – Gl. 3D (RE1, Richtung: Filisur)
An 13:56 Filisur – Gl. 3

Umsteigen

Ab 14:04 Filisur – Gl. 3 (R 1, Richtung: Landquart)
An 14:20 Davos Glaris – Gl. 2

Fussweg

Ab 14:33 Davos Glaris, Bahnhof (B 301, Richtung: Davos Laret, Landhaus)
An 14:35 Davos Glaris, ARA

Wanderung nach Davos Platz

Petrus spielte heute  nicht mit

Der Wetterbericht sagte für heute Regen ab ca 10 / 11 Uhr voraus.

Daher starte ich gut ausgeruht und nach dem Frühstück, was sehr in Ordnung war, schon um viertel vor 9.

Schon kurz hinter Peiting ging es beim zu der Zeit geschlossenen Biergarten kurz aber knackig mit gut 14% bergauf.

Der Ausblick war gut aber wegen der niedrigen Wolkendecke leider ohne Alpenblick.

Und dann fängt es vor Wildsteig erst leicht und sann stärker an zu regnen wobei es immer wieder mal kurz trocken ist.

Mit was wird wohl im Weiler Holz so geheizt?

Vor gut zwei Wochen hatte es um die 36°C, jetzt ist es nichtmal halb so warm.

Stets etwas auf und ab geht’s weiter bis die Kirche von Wies erreicht wird. Wobei der Ort Wies eine wesentlich kleinere Fläche einnimmt wie die Kirche inkl. des ganzen Tourikram (Souvenirläden, Café, Restaurant, Parkplätze,…).

Von nunan gings bergab. Nicht nur auf der Strasse. Der Regen nahm wieder zu und die Tefenpausen schrumpfen auf Null.

Die Kuhweide wurde problemlos gequert, auch wenn einige der Kühe den Weg gerne nutzten.

Und es regnet sich ein, bei Temperaturen die nur knapp zweistellig sind.

Auch in Halblech gibt’s Elektriker  😉

Der dem Ort seinen Namen gebende Fluss ist wohlgefüllt und tost recht imposant eine kleine Staustufe herunter.

Der Tegen verdirbt die Sicht auf Schloss Neuschwanstein und Hohenstaufen und bei dem Regen spare ich mir auch einen Schlenker zum bayerischen Disneyland.

In Schwangau regnet es so stark dass die Spatzen sich in den am REWE angegliederten flüchten und laut plappernd herumhopsen.

Weiter geht’s im strömenden Regen nach Füssen wo der Lech laut tosend über das Stauwehr strömt.

Aber der Regen lässt nun langsam etwas nach, was mir fast egal ist da ich eh pudelnass bin.

Und am Lechfall, eine künstliche Geländeschwelle bevor der Lech eine kurze Schlucht durchquert, geht Petrus langsam das Wasser aus.

Wer in die braune Sosse fällt ist verloren.

Kurz nach dem Lechfall geht’s rüber nach Österreich. Komisch? Ist die königlich bayerische Grenzpolizei im Urlaub oder warum macht man hier keine sinnlosen Grenzkontrollen wie anderswo?

Der ÖBB Haltepunkt an dem der DB Talent von München nach Pfronten-Steinach abgefangen wurde nennt sich „Ulrichsbrücke-Füssen“ was bei etwas über 5km bis zur Altstadt von Füssen eher verwirrend ist.

Aber hey, der Regen hat aufgehört…

Recht entspannt fährt es sich dann weiter den Lech nach Reuthe.

Hmmm, eine Trockenlegungsfirma wie auf dem Dorfplatz parkend könnte ich jetzt auch gebrauchen.

Aber erstmal geht’s nun hinter Reuthe stramm hinauf zur Burgenwelt Ehrenberg.

Die das Tal überspannende Hängebrücke welche die Burgruone Ehrenberg auf dem westlichen Hang und Fort Claudia auf der Ostseite verbindet sieht schon imposant aus.

Zur Hängebrücke führt eine Standseilbahn.

Aber ich bin noch zu Nass für irgendwelche Abstecher. Man kommt ja wieder mal her. Dann bei besseren Wetter…

Hinter dem ganzen Tourikram wird der Weg nochmal herausfordernd. Einerseits ist die Oberflächekaum verdichtet und zuem suchte such der kleine Bach, jetzt mit etwas mehr Wasser, den Abfluss entlang und quer über den Weg. Mit Schwung durch, das einzige was hilft.

Vor Heiterwang lockern die Wolken etwas auf bzw. steigen hoch und so ist neben dem Zug nach Reuthe und Pfronten-Steinach au h zu sehen dass die Gipfel der höheren Berge frisch mit Schnee bedeckt wurden.

Und in Österreich gibt es noch echte Telefonzellen mit Telefon statt Bücherregal.

Dann kommt auch ewas später der Gegenzug nach München während es auf der zum Fernpass führenden B179 etwas staut. Gut dass es einen separaten Radweg hat, der zudem frisch und durchgehend asphaltiert (auch wenn noch ein Schlif vor dem Ende der Asphaltstrecke warnt) und sehr gut befahrbar ist.

Dann nochmal etwas hinauf und vorbei am Bahnhof Lermoos gehe ich auf die Suche nach einem Fotostandort mit „Zugspitze vor der Zugspitze“ was mit der RB (in Österreich als S-Bahn gelabelt) nach Garmisch und München als Nachschuss gelingt.

Da in Ehrwald gekreuzt wird ist kurz darauf nochvein Versuch möglich.

Wobei sich die Zugspitze im Hintergrund eher bedeckt hält, die Seilbahn pendelt dessen unabhängig hinauf zum Gipfel.

Ich biege derweil vor Ehrwald nach Biberwier, dem heutigen Etappenziel ab.

Und dann wird die Pension Bergland erreicht. Zimmer mit Ausblick Richtung Fernpass zur Motivation für morgen.

Aber erstmal raus aus den nassen Klamotten.

Abendessen dann in Ottos Pistentreff neben der Marienberg Seilbahn.

Heute mal mit 3 Gängen, zum Aufwärmen.

Rindssuppe mit Käse“knödel“, Tiroler Gröstl und abschließend ein 1a Kaiserschmarrn mit Rosinen und Rum.

Das muss morgen wieder weggestrampelt werden.

Und bei der Rückkehr in der Unterkunft sehe ich dass bei RTL Nitro gerade „Spaceballs“ läuft. X-mal gesehen aber immer wieder ein Genuss.

Naja, so ganz passt die Überschrift des heutigen Blogeintrag dann doch nicht. Hinter Füssen war das Wetter dann doch ganz brauchbar. Etwas kühl, aber wenigstens ohbe Regen.

Wie üblich zum Abschluss der Link zur heutigen Etappe von Peiting nach Biberwier mit 84km Stecke und 1010 Höhenmeter aufwärts.

Morgen geht’s über den Fernpass und nach Innsbruck.

Bei Regen und Sonne durch drei Sprachgebiete

Vormittags sagte der Wetterbericht noch Regen voraus, daher halt erstmal mit dem Bus über den Julierpass und dann weitersehen.

Aber zuvor erstmal zum örtlichen Coop und Vorräte aufnehmen und um kurz nach 10 geht’s erstmal nach Tiefencastel wo bereits die Anschlussbusse in diverse Richtungen warten.

Durch den Regen, vorbei am Wintersportort Savognin und in den kleinen Orten weiter oberhalb auf einer bisweilen schmalen Strasse geht es das Tal der Gelgia hinauf. An der Haltestelle Sur Plazza della Posta hat es eine eierlegende Wollmilchsau als Geschäft.

Postfiliale, Lebensmittel, Grünzeug, regionale Käse und Wurst, Cafe, Bushaltestelle und natürlich Kommunikationspunkt für die Dorfbewohner.

Am Stausee Lai da Marmorera vorbei wird Bivio erreicht. Hier enden die stündlich verkehrenden Busse aus Tiefencastel. Nach St. Moritz fahren über den Julierpass aktuell nur zwei Busse (11:12 und 15:12 Uhr), ab Ende der Woche dann ab 9:12 fünf im 2h Takt.

Der Anschlussbus kommt aus St. Moritz an und fährt sofort zurück.

Kurz vor der Passhöhe geht der Regen in Schneeregen über, wird aber dann auf der Engadiner Seite kontinuierlich weniger.


Der Bus kam in St. Moritz trotz einer Baustellenampel mit Minus 8 an.

Ursprünglich hatte ich vor den Bahnwanderweg von Preda nach Bergen zu laufen, da es im Engadin jedoch noch leicht und laut Regenradar im Albulatal stärker regnet plane ich um auf die Berninabahn.
Und durch die Verfrühung des Busses konnte sogar der Zug nach Tirano 1h früher wie laut Fahrplanauskunft erreicht werden, was sogar eine Fahrt bis Tirano erlauben würde.

Auch am Bernina liegt noch einiges an Schnee. Der Regen lässt langsam nach.

Die Skipiste vom Divolezza herunter ist bis auf gut 400m vor der Talstation noch fast komplett vorhanden aber nstürlich nicht mehr fahrbar.

Aber auch Wandern ist ab Bernina Lagalp ob der nicht unerheblichen Schneeflocken eher Chancenlos.

Auf dem Lej Pitschen, Lej Nai und Lago Bianco am Berninapass hat es noch üppige Eisflächen.

Gefühlt liegt nun Anfang Juni noch mehr Schnee wie 2023 Anfang März während der debx2023 Tour.

Ab Alp Grüm ist der Schnee auf dem Rückzug und einige Wanderer wagen sich auf den Weg nach Cavaglia. Nee, das wäre mir zu matschig.

Der Ausblick ins Puschlav ist vielversprechend und immer öfter kommt sogar die Sonne heraus.

Die RhB saniert derzeit diverse Tunnel auf der Berninastrecke und hat dazu am ehemaligen Haltepunkt Privilasco einen Installationsplatz mit Gleisanschluss angelegt.

Die Schneefräse steht in Poschiavo bereit, wird aber hoffentlich vor dem Spätherbst nicht mehr zum Einsatz kommen müssen.

Das Wetter wird immer besser und bald wird nach dem Passieren des Lago Poschiavo Brusio erreicht.

Also wird kurzfristig nochmal umgeplant. Der Weg zum Kreisviadukt sollte 15min sein, die Auskunft zeigt für das Zeitfenster bis zur Rückfahrt nach Filisur einen Bernina-Express und einen Regionalzug nach Tirano an. Na dann… hinab zum Viadukt.

Der Wanderweg ist eher ungepflegt aber schön bahnparallel gelegen sowie vorbei an steinernen „Iglus“, alte Lagerräume für temperaturempfindliche Lebensmittel, zwischen denen es in der Tat kühler wie drumherum ist.

Die grössere Gruppe Koreaner bewegt sich dankenswerter weise Weise ausserhalb meines Fotoausschnitts.

Deren Guide hatte wohl gespannt dass ich mit ihrer Gruppe, die über die Hauptstrasse herlief, in Brusio ankam aber nun vor ihnen da bin. 😉

Die Gruppe kehrt nach dem Bernina-Express zurück zum Bahnhof, ich warte noch den Regio ab.

Strammen Schrittes geht’s zurück zum Bahnhof wo auch die Reisegruppe wieder wartet.

Der RE nach St. Moritz kreuzt hier mit einem Bernina-Express was eine weitere Wanderergruppe nervös werden lässt da dieser auf Gleis 1 einfährt und man befürchtet das der bergwärts fahrende Zug dann nicht erreicht wird. Es war etwas Überzeugungsarbeit nötig diese am Hausbahnsteig zu halten, nicht dass die Reisegruppe dann auch noch auf den schmalen Bahnsteig des Gleis 2 marschiert.

Und natürlich steht der RE noch nicht als der Bernina-Express losfahren, so wie man es halt in CH kennt.

Und dann gemütlich wieder hinauf zum Berninapass.

Die Gruppe stieg übrigens in Le Prese schon wieder aus.

Und weiter den Berg hinauf…

Der Schnee hat übrigens einiges vom Saharastaub abbekommen so rötlich gepudert wie er aussieht.

In Lagap kreuzt dann der Allegra ABe 8/12 3514 als „Ahnenzug“ im historischen Berninabahn/RhB Lack. Macht sich gut die Lackierung.

Der RE hat gut 4 Minuten Verspätung aber der Anschluss in Pontresina ist davon nicht gefährdet  und mit einer Doppeltraktion Capricon geht es nach Samedan.

Ab Samedan dann im von einem Allegra geschobenen „Gemischtwarenzug“ weiter Richtung Albula.

Am Sonntag geht der neue Albulatunnel II in Betrieb, aktuell ist er schon für ein Gleis angebunden und entsprechende Gleisstücke zum vollständigen Anschluss liegen bereit. Irgedwie sieht es aus als sei das alte Dienstgebäude in Spinas im Weg, oder es werden später die Gleise nochmals ein wenig anders verschwenkt.

Der Hilfsbahnsteig vor dem Tunelportal ist vermutlich für die Prominenz bei der offiziellen Eröffnung am 9.5.2024.

Auch in Preda ist alles vorbereitet. Aktuell ist der alte Tunnel nur über Gleis 3 und der neue über Gleis 2 erreichbar und die finale Verschwenkung vorbereitet. Neu hat es ein separates Kopfgleis 1 für die Schlittelzüge.

Da somit derzeit nur eine Bahnsteigkante zur Verfügung steht muss der Gegenzug erstmal vor dem Bahnhof warten.

Es nieselt leicht und bei tief hängenden Wolken geht es nun durchs Albulakarussel hinunter nach Bergen.

Die tief hängenden Wolken generieren ein interessantes Panorama bei Bergün.

Kurz vor Filisur wird im hoch oben am Berg liegenden Betriebsbahnhof Stuls noch die Kreuzung mit dem Glacier-Express abgewartet um Filsur dann mit wenigen Minuten Verspätung zu erreichen.

Drei CHF pro Nacht und Zimmer. Was für Preise,  gut zu der Zeit wäre das mit heutigen Preisen verglichen auch eher 150 oder mehr CHF gewesen.

Abendessen mit Apfel-Orange Suppe und „Riz Casimier“ keine Ahnung wann ich das zum letzten Mal hatte.

Dazu ein Riesling Silvaner aus der Bündner Herrschaft und Rhäzünser.

Besser wie die Biersimulation von Feldschlösschen.

Und auch heute ist die laut Menüblatt „Gebrannte Creme“ etwas anders. Vermutlich ein Running Gag des Koch und die steht die ganze Woche drauf und gibt es erst am Samstag… oder gar nicht. 😉

Der Wetterbericht sieht für Di bis Do gut aus und erst ab Fr soll es wieder etwas feuchter werden.

Noch ein bißchen Fotofuzzen vom Flurbalkon bzw. Zimmerfenster aus.

Der letzte Zug des Tages nach Chur wird vom silbernen „Champgner“ Capricon geführt. Das beleuchtete Bündnerwappen, da hatte ein Designer bei Stadler und der RhB wohl Freigang.

Morgen gehe ich, wenn das Wetter wird wie vorausgesagt, vsl. in die Vorderrheinschlucht.

Hier noch der Link zu Komoot vom Spaziergang zum Kreisviadukt von Brusio mit weiteren Bildern.

Sowie hier der Fahrplan von heute:

Ab 10:01 Filisur – Gl. 1 (IR 38, Richtung: Chur)
An 10:15 Tiefencastel

Fussweg

Ab 10:20 Tiefencastel, staziun (B 577, Richtung: Bivio, posta)
An 11:07 Bivio, posta

Umsteigen

Ab 11:12 Bivio, posta (B 182, Richtung: St. Moritz, Bahnhof)
An 11:50 St. Moritz, Bahnhof – Kante D

Der Bus kam mit Minus 8 an.
Daher wurde der Zug nach Brusio 1h früher erreicht.

Ab 11:48 St. Moritz – Gl. 7 (R 19, Richtung: Tirano)
An 14:02 Brusio

Ab 15:16 Brusio – Gl. 2 (RE9, Richtung: St. Moritz)
An 16:53 Pontresina – Gl. 3

Umsteigen

Ab 17:02 Pontresina – Gl. 1 (R 15, Richtung: Sagliains)
An 17:09 Samedan – Gl. 3

Umsteigen

Ab 17:15 Samedan – Gl. 2 (IR 38, Richtung: Chur)
An 17:59 Filisur – Gl. 1

Wandern und Rodeln nach Bussalp

Wolkenlos beginnt der Tag und heute habe ich vor die Rodelstrecke vom Faulhorn über die Bussalp nach Grindelwald anzugehen die 2017 aus Wettergründen nicht gemacht werden konnte.

Also wieder um 8:40 mit dem Zug nach Grindelwald.

Es ist Sonntag und „Grosskampftag“ weshalb über die Zugzielanzeiger Infos über weniger besetzte Teile des Zuges gegeben werden. Gemäss Anzeiger sollte also im zweiten Zusatzmodul noch genügend Sitzplätze verfügbar sein. Preisfrage: Wo stiegen die meisten ein die zumeist in Skifahrer Montur waren? Richtig, im Triebwagen des Grindelwalder Zugteils und maximal im vorderen Teil des ersten Verstärkermoduls. Naja, mehr Platz für mich.

Und es war so wenig los in dem Wagen dass man ohne jemanden zu stören aus dem offenen Fenster fotografieren konnte.

Noch schnell die WAB abgelichtet…

Und dann ging es zur Talstation der Firstbahn was zu Fuss auch gut zu überwinden war.

Es hat einen recht starken Andrang und so hat man eine Warteschlange einmal um die Talstation aktiviert hat. Es sei zu hoffen dass die Gondel für den Krankentransport nur selten gebraucht wird. Während der Wartezeit wurden auch etliche Schlitten wieder auf den Berg befördert.

Die Warteschlange ist zwar lang aber bewegt sich recht kontinuierlich und nach gut 10min wird die Kabine geentert und es geht zügig bergauf.

An der Bergstation angekomen noch eine Runde auf den Aussichtssteg des „Cliff Walk“ und dann ist es Zeit sich einen Schlitten für auszuleihen was mit 17 CHF zu Buche schlägt.

Und dann geht es von der Bergstation First auf 2165m.ü.M. hinauf in Richtung des Gassenboden (2552m.ü.M). Ab ubd an kann man mal ein kurzes Stück rodeln, mit dem Nachteil dass man dann die Höhenmeter den Schlitten im Schlepp wieder hochlaufen muss.

Aber irgenwann ist der auf langen Abschnitten recht steile Weg zum Gassenboden überwunden und ich stapfe Weiter bis auf ca. 2600m.ü.M kurz vor dem Faulhorn. Die letzten 80 Höhenmeter bis zum im Winter geschlossen Berghotel habe ich mir erspart. Der Weg war mir einfach zu steil.

Trotzdem ermöglicht die Stelle bereits einen Blick zum Brienzer See und rüber zum in Wolken liegenden Brienzer Rothorn. Dann geht es wieder zurück zum „Pass“ am Gassenboden.

Kurze Trinkpause und die atemberaubende Aussicht genießen und dann geht es mit dem Schlitten runter in Richtung Bussalp auf 1797m.ü.M.
Das erste Drittel der Rodelstrecke ist recht steil und zudem stark verfestigt. In der Folge war es schwer zu bremsen und zu lenken und hat es mich zwei mal vom Schlitten abgehoben. Einmal sogar mit filmreifen Überschlag in den Schnee nachdem ich zuvor die Schneewand gerammt hatte und dann rückwärts quer über die Rodelbah in den tieferliegenden Schnee „schoss“.

Aber zum Glück ohne irgendwelche Blessuren. Ich habe aber nach der Landung wohl wie der Yeti ausgesehen. 😎

Aber dann wird es etwas flacher und ich fahre recht entspannt weiter zur Bussalp.

Der direkte Weg über die Strasse ist gesperrt und so geht es mit kurzen Steigungspassagen rüber zum „Rasthyi“. Statt dem Weg weiter zur Zwischenstation „Bort“ wähle ich, da der Abschnitt Bort – Mühlebach als nicht präpariert angezeigt wurde, den direkten Weg runter zur Bussalpstrasse.

Leider hat sich der Schnee auch hier schon stark zurückgezogen und so ist zwischen den Bushaltestellen Lochsteinen und Weidli auf ca. 1300m.ü.M. endgültig Schluss mit dem Rodeln. Ab hier wurde der Schlitten talwärts zur Abgabestation beim Bahnhof geschleppt.

Es hätte zwar noch die Option des Bustransfers gegeben, aber warum denn Fahren wenn es bergab recht gemütlich zu gehen ist. Trotz Schlitten auf Asphalt im Schlepp.

Und dann ist auch bald Grindelwald wieder erreicht.

Bei Sport Graf wird der Schlitten abgegeben und im Einkaufszentrum „Eiger +“ noch schnell die Vorräte ergänzt.

Die Idee wieder über die Kleine Scheidegg zu fahren musste verworfen werden da ich 1h später wie gestern angekommen bin und somit keine Bahn nach Lauterbrunnen mehr ab der Kleinen Scheidegg fährt.

Ich wähle wieder das möglichst weit von den Zugängen entfernte Zugende (hier Richtung Interlaken Ost der Steuerwagen an der Zugspitze) und ohne Gedränge geht’s nach Wilderswil mit Ausstieg mitten auf dem Bahnübergang.

Der Anschlussbus nach der interessant klingenden Endstation „Saxeten, Skipintli“ wartet bereits aber mein Hotelzimmer ist ja hier in Wilderswil.

Und als der Ferne grüssen ein wenig später wieder wie die letzten Tage Mönch und Jungfrau im Abendrot.

Abendessen mit Käsefondue (mit gut dosierbaren Gasbrenner) und anschließenden Cup Colonel. Letzerer macht sich gut als Abschluss zum sehr gehaltvollen Käse.

Hier der übliche Link zur Aufzeichnung bei Komoot von der Wander- und Rodeltour.

Morgen geht’s zu. James Bond…

Schnee zum Abschied

Und dann kam, kaum waren alle Klamotten wieder trocken, der Winter zurück.

Also war früh aufstehen angesagt um die Fotostandorte bei Boltigen nochmal zu versuchen.

Und nach dem Frühstück lies sich sogar etwas Blau am Himmel entdecken.

Also hieß es Abschied nehmen von Lenk wieder mit dem 8:37 ging es zunächst nach Zweisimmen. Zeitweise schneite es auch wieder recht kräftig aber auch ab und an kam wieder etwas blauer Himmel durch.

Und dann in Zweisimmen rüber zum Löschberger nach Boltigen. Es gibt definitiv wesentlich unangenehmere Fahrzeuge. Aber an die „Kuschelsitze“ der EW III kommt er trotz Nutzung der TGV Bestuhlung nicht an.

Wieder steht der selbst am Sontag stündlich zum Jaunpass fahrende tpf-Bus mit Schneeketten vor dem Bahnhof. Somit kommt man von Boltigen öfter über den Jaunpass oder nach Weissenbach oder andre Orte zwischen Boltigen und Zweisimmen.

Nadenn, dann mal auf dem wegen den Bauarbeiten am Bahnhof umgeleiteten offiziellen Wanderweg rüber zum Damm der Simme.

Ich bin nicht alleine, ein Ostschweizer Bahnfahn versucht sich auch am letzten Sonntag mit Regeleinsatz der EW III mit der Motivumsetzung bei Boltigen.

Die Sonne kommt zwar (noch) nicht bis ins Tal, was aber wenigstens auch das Thema „dunkle Fahrzeugfront“ obsolet macht.

Pünktlich kommt dann wie gestern erst der RE nach Spiez als EW III Komposition und kurz darauf der R/RE aus Bern nach Zweisimmen als Doppeltraktion Löschberger.

Danach wie gestern, bei offensichtlich besseren Wetter, Umsetzen zum ehm. Hp von Reidenbach wobei auch Luftunterstützung genutzt wurde, was aber wegen der Nähe zur Bahnlinie einerseits und einer Überlandleitung andererseits nur einen schmalen Flugkorridor möglich machte.

Kurz nach 10 kam dann erst der R/RE aus Zweisimmen zurück und nach der Kreuzung in Boltigen der RE mit der EW III Komposition aus Interlaken Ost nach Zweisimmen.

Adieu schöner Zug mit den bequemen Sitzen und etwas „Star Trek Charme“ mit den „Schscht-Schscht Türen“ aber alles hat mal ein Ende. Letzterer planmäßiger Einsatz ist dann vsl. am nächsten Samstag 11.12.2021  der RE 4080 um 17:39 ab Zweisimmen nach Interlaken Ost bzw. RE 4081 ab Interlaken Ost um 17:08 sein. Ab 12.12. verkehren dann Lötschberger oder bei der BLS „Mika“ genannte Stadler Flirt 4 in deren Leistung.

Ich verzichten darauf den EW III um 11:49 als Abschiedsfahrt zu nutzen und fahre mit dem 11:11 bis Spiez.

Der R/RE fährt zwar bis Bern aber ich will noch ein schnelles Foto über den Thuner See machen und schaffe inkl. einem Foto vom „BLS-NPZ“ welche auch von den Mika abgelöst werden trotzdem noch den kurz danach fahrenden IC der Linie 61 nach Bern und Basel SBB was einen sehr entspannten Umstieg in Basel erwarten lässt. Das Wetter und Panorama ist eigentlich viel zu schade zur Heimfahrt…

Entlang des Thuner See geht es unter Zuführung des gewohnt guten und teuren SBB Kaffee nach Bern…

… und nach Richtungswechsel über Olten nach Basel. So leer war der zug natürlich nicht. Das Foto ist vom Ausstieg in Basel.

Ich bin immer wieder begeistert von der pragmatischen Anwendung der „verengtes Lichtraumprofil Besen“ in der Schweiz.

Ich glaube an das neue IC 2000 Design werde ich mich nie gewöhnen, aber das dachte ich auch von der DB ozeanblau/beige Lackvariante. 😉

Und was ist der ICE 279? Ein „toller ICE4“, dazu noch mit Originalbestuhlung. Immerhin erwische ich einen echten Fensterplatz und den einzigen Platz mit defekter Reservationsanzeige, aber nebenan ist auch frei und so geht es zügig das Rheintal hinunter. Nur hinter dem Katzenbergtunnel war eine längere Zwangspause eingelegt was dem Zug +8 wegen Bauarbeiten bescherte.

Aber bereits in Mannheim war die Ankunft sogar bei Minus 1 Minuten und trotz fast nur 160 auf der Riedbahn wurde Frankfurt Hbf pünktlich erreicht.

Irgendwo sammelte dann der Vias RB82 ein klein wenig Verspätung und so wurde Reinheim mit im Grunde nicht der Rede werten zwei Minuten Verspätung erreicht wo das ehemalige Stellwerk in weihnachtlichen Glanz erstrahlt.

Achja, die Kontrolle der mit heute verschärfte Einreiseregulierung mit vorheriger elektronischer Anmeldung, da die Schweiz als Hochrisikogebiet klassifiziert wurde, wird durch das Zugpersonal durchgeführt. Den gemischten CH Grenzwachtkorps / D Zoll Trupp interessierte es nicht.

So, das war es vsl. an Bahnausflügen für 2021.

Mal sehen ob es doch noch was im Februar 2022 mit Winterurlaub wird…

I’m singing in the Rain…

aber ob es das Wetter besser macht? 🙈

Der Wetterbericht behielt leider Recht und so verwandelte der nach Mitternacht einsetzende Regen den Schnee in Schneematsch uns setzte ihm in tieferen Lagen gar ein Ende.

Die Regionalzüge zwischen Lenk und Zweisimmen werden von den Triebwagen Be 4/4 abgedeckt. Diese ursprünglich mit einem Führerstand ausgerüsteten hochflurigen Triebwagen von 1976-79 wurden 2004-09 ungebaut und verkehren nun ohne Führerstand zwischen zwei mit Niederflureinstieg versehenen Steuerwagen. Ihr Alter merkt man nur beim Beschleunigen, denn statt dem heute eher üblichen Elektronikgejaule hört man noch eine klassische Stufenschaltung und Gleichstrommotoren bei der Arbeit.

Es regnet immernoch, aber das ficht den Zug nicht an und er erreicht pünktlich Zweisimmen. Am benachbarten Gleis 7 parkt einer der alten zweiachsigen MOB Güterwagen vor der Umspuranlage.

Mit dem Regionalzug geht es nun nach Boltigen wo am noch im Umbau befindlichen Bahnhofsvorplatz ein Bus der tpf zum Jaunpass wartet dessen Fahrer gerade mit dem Anlegen von Schneeketten beschäftigt ist.

Der Bahnhof wurde und wird grundlegend umgebaut um z. B. barrierefrei zu sein und um gleichzeitige Einfahrten zu ermöglichen.

Über den Bahnübergang und die quietschnasse Wiese geht es im Regen rüber zum Damm der bei Hochwasser die Simme zähmen soll.

Und dann kommt auch schon bald der RE 9:39 ab Zweisimmen nach Interlaken Ost welcher wie erhofft (noch bis Fahrplanwechsel) aus einer EW III Garnitur besteht.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/BLS_RABe_535Dieser kreuzt in Boltigen mit dem RE/R aus Bern nach Zweisimmen der aus einer Doppeleinheit Lötschberger besteht.

Ein klein wenig Talaufwärts auf Höhe des ehm. und schon länger zurückgebauten Haltepunkts von Reidenbach fährt dann der RE aus Interlaken Ost in die „Fotofalle“ was mit einem nicht abgeernteten Johannisbeerstrauch einen netten Nachschuss ergibt.

Nach einem weiteren Lötschberger geht es weiter Talaufwärts nach Weissenbach.

In Weissenbach quert eine schöne grdeckte Holzbrücke die Simme. Mit „integriertem Bahnübergang“ unmittelbar am linken Ufer.

Das Parkverbot von 1948 mit den drakonischen Strafen von 1 bis 40 CHF wollte ich nicht riskieren. 😂

Weiter das Tal hinauf und vorbei am grossen Feuerwehrhaus von Weissenbach und einem Weihnachtsmann am Bauernhaus geht es im mal mehr und mal weniger starken Regen. Die Hose ist schon durchnässt und die Jacke muckt bei Temperaturen um 2 bis 4 Grad Plus auch langsam.

Zwischen Zweisimmen und Boltigen halten die Züge in Weissenbach und Grubenwald nur noch nach 21 Uhr wobei das Ersatzangebot per Bus auch nicht gerade prickelnd ist wie der Fahrplan in Garstatt zeigt. Sonntags gar ganz ohne Bedienung, sowas hätte ich in CH nicht erwartet.

Oberhalb Garstatt bietet sich dann der Viadukt als Fotomotiv für die nächsten EW III RE an welche im 2h Takt verkehren und dann geht es über den kleinen Bergrücken weiter Talaufwärts.

Dann geht es wieder runter zum Talboden und zum nur noch spätabends bedienten Haltepunkt Grubenwald der trotzdem über alles verfügt was dazugehört. Es fehlt nur noch ein Fahrkartenautomat 😉

Und schon kommt ein einzelner Lötschberger vorbei.

Wer meint die Brücke im dritten Bild wäre die Hauptstraße durch das Simmental der irrt. Diese führt nur und ausschließlich zur dortigen Kläranlage.

Und weiter geht’s der Simme entlang nach Zweisimmen. Langsam bin ich klatschnass…

Und dann ist nach gut 11km Zweisimmen erreicht.

Erstaunlich wie gering gesichert hier die Fahrräder am Bahnhof abgestellt sind. Teils nichtmal mit Speichernschloss geschweige denn fest angeschlossen (nur das hochwertige S-Pedelec) und wenn doch dann mit Schlössern wo der gwiefte Fahrraddieb eher in Gelächter ausbricht.

Ich habe genugvom Regen, vielleicht schneit es ja weiter oben und so entere ich den zuschlagsfreien Panorama Express um 14:02 nach Montreux um nach Gstaad zu fahren.

Aber auf Grund der Schneedecke und „nur“ Schneeregen steige ich schon in Schönried als.

Hier lassen sich der Panorama Express nach Zweisimmen und der Regio nach Gstaad ablichten.

Zeit für einen Kaffee.

Schönried verfügt noch über ein älteres Stellwerk das früher Standard bei vielen Schmalspurbahnen war. Kurios nimmt es sich an dass alle Signale dunkel werden sobald der Bahnhof leer ist und beide Streckengleise frei sind. Sobald in einem der Nachbarbahnhöfe die Ausfahrt gestellt wird gehen diese wieder an und ein roter Melder erscheint am Streckengleis. Wenn der Zug die Strecke besetzt erlischt auch der grüne „Strecke Frei“ Melder.

Der Zug aus Gstaad kommt pünktlich an und wird in Zweisimmen zum Zug nach Lenk. Trotzdem ist ein wenig Zeit um die Umspuranlage in Augenschein zu nehmen.

Ob der Wagen im Gleis 7 als Prellbock vor der Umspuranlage dient? Jedenfalls finden regelmässig Fahrten von Spiez her in das Gleis statt. Wohlgemerkt signalmässig.

Wer kommt eigentlich auf die Idee in einem Schmalspurbahntriebwagen die Sitze in 3 + 1 Anordnung zu montieren?!?

Und dann geht es schon weiter nach Lenk wo sogar noch eine Gepäck- und Frachtenwaage existiert. Achja, Mo – Fr ist die Fahrkartenausgabe noch besetzt.

Der Lokführer hat derweil per Schlüsselschalter die Ausfahrt angefordert und das Stellwerk tut seinen Job.

Lenk ist nicht als klassischer Kopfbahnhof ausgelegt, aber weiter ging es hier nie.

Der Schnee hat auch in Lenk heftig Federn gelassen.

Ich entledigen mich im Hotelzimmer erstmal der nassen Klamotten und lasse diese auf der Heizung trocknen.

Ich wärme mich auf und deweil wird es wieder Nacht.

Nochmal muss ich aber raus, denn ruft doch die Halbpension im benachbarten Hotel Zum Gade und als ich wieder im Hotelzimmer zurück bin fängt es heftig an zu schneien.

Hier wieder die Komoot Aufzeichnung bei der mir erst im Zug nach Schönried kurz vor Oeschseite eingefallen ist dass ich diese bus Schönried pausieren lassen wollte.

So, morgen geht’s heim mit dem vollen Corona Einreisebrimborium da ab Sonntag Null Uhr die Schweiz als Hochrisikogebiet gilt. Warum auch immer. Ich „freu mich“ schon. 😔

Von Berg zu Berg

„Ihnen gefällt das Wetter nicht? Dann warten Sie 15min, dann wird es wieder anders“

Man sollte meinen dass dies das heutige Tagesmotto war. Ein Apriltag im Oktober.

Aber erstmal der Reihe nach.

Zunächst trafen sich einige Teilnehmer von debx2021 um kurz vor 7 vor dem Berggasthaus um zum Sonnenaufgang auf dem benachbarten Gipfel zu sein.

Die Nacht hatte es leicht geschneit und teils war es verdamnt glatt aber auf dem weiteren Weg war er gut begehbar.

Leider kam keine richtig intensive Morgenröte auf aber auch so war der Ausblick eindrucksvoll und faszinierend aber auch sehr frisch bei wenigen Grad unter Null.

Auf dem Rückweg zum Frühstück kam teils richtig der blaue Himmel durch aber nach 8 Ihr zog es sich wieder zu und der um 9:31 ankommende erste Zug des Tages kam im feinsten Schneefall auf dem Rothorn an.

Kurzzeitig trug sich die BRB mit dem Gedanken den 11:25 nach Brienz (und natürlich auch somit die vorherige Bergfahrt) ausfallen zu lassen aber die Intervention dass das Erreichen des 9:40 für die Gruppe und weitere Gäste recht hektisch weeden würde und der Fahrplan auf den 11:15 abgestimmt sei sorgte für ein kurzes Telefonat des Berggasthofpersonal und ein Umdenken.

Und wieder riss der Himmel teilweise auf und ermöglichte herrliche Panoramen.

Wie auch der 9:40 wurde der 11:15 mit einer Diesellok, einem alten Personenwagen mit einem bergseitig vorgestellten Pflug gebildet.

In der ersten Ausweichstelle unterhalb der Bergstation kam dann sowohl ein Dampf- als auch ein Dieselzug entgegen und es musste in den andren Dieselzug gewechselt werden da die Einheit mit Pflug wieder bergwärts fuhr.

Weiter also bei immer weiter aufklarenden Wetter mit Diesellok und zwei neueren „Panoramawagen“.

Die imaginäre Motivklingel des Fotos stand kaum noch still. Zu faszinierend waren die Aussichten, auch ohne begleiteten Dampfloksound.

Und so wurde überwältigt von den Eindrücken überpünktlich mit knapp 5min „Verfrühung“ Brienz erreicht.

Somit auch der IR nach Meiringen und Luzern erreicht.

Am Brünig zog es sich wieder zu und es regnete auch mal stärker aber schon bald waren wieder blaue Stellen am Himmel zu sehen.

Die Halter am Fenstertisch sorgen derweil dafür dass vom Reiseproviant aus dem Speisewagen/ Bistro nichts verloren geht.

Und bald präsentiert sich die Landschaft wieder bei strahlendem Sonnenschein.

Umstieg in Luzern auf das Schiff zur Fahrt nach Vitznau.

Und wie es sich für das heutige „Aprilwetter“ gehört fing es auch hier zeitweise das Regnen an.

Was aber die Ausblicke trotzdem nur geringfügig trübte und unter dem Dach am Schiffsheck war es gut auszuhalten.

Und bald ist pünktlich Vitznau erreicht.

Während der Fahrt besserte sich das Wetter wieder und lies schöne Ausblicke zu. Dazu kam noch eine der historischen Garnituren der Rigibahben entgegen.

Und so wird nach einer sehr kurzweiligen Fahrt um 15:33 Uhr Rigi-Kaltbad und das direkt am Bahnhof gelegene Hotel „Alpina“ erreicht.

Zimmer 4 mit Balkon, Bahnhofs- und Panoramablick. Sehr empfehlenswert.

Und somit bleibt noch etwas Zeit für einen Fotospaziergang von Rigi-Kaltbad nach Rigi-Staffel.

Nach dem Foto unterhalb von Rigi-Staffelhöhe zog es sich wieder zu.

Kurz vor Rigi-Staffel steht eine schlechte Replik der Lok 7 der Rigibahnen und die Bahn aus Arth-Goldau schleicht sich derweil im Nebel heran.

Ich drehe in Rigi-Staffel um und der aus einem älteren Wagen gebildete Zug nach Vitznau verbreitet mit dem Nebel spätherbstliche Stimmung aber schon wenige 100m später reißt es nach einem kurzen Schauer wieder auf und gewährt eine herrliche Weutsich nach Luzern ubd dem Vierwaldstädter See.

Unterhalb der Station Rigi-Kaltbad finde ich wieder einen Fotostandort mit Panoramablick aber ich denke es ist mühselig zu erwähnen dass es sich passend zu Ankunft des Zuges zuzog und zu regnen begann. 🙈

Im örtlichen Dorfladen gab es Rigi Bier „Lok 7“ was mit dem Blick vom Zimmer gut mit Zug in Szene gesetzt werden konnte.

Das hervorragende Abendessen inkl. eines „sehr gut gemischten“ Kaffee Fertig runden diesen sehr wechselhaften aber herrlichen Tag ab und so wird zum Tagesabschluss noch der letzte bergwärts und nur noch bis Rigi-Staffelhöhe fahrende Zug um 22:25 abgelichtet.

Ein paar mehr Bilder hat es auch noch in der Aufzeichnung der Wanderung bei Komoot.

Ein wenig Winter am Fuße des Brockens

Nach einem herrlichen Frühstück, inklm Harzer Roller, geht es erst mal ohne Umweg in der Sackgasse zum Bahnhof. Es regnet, aber das soll laut Wetterbericht nicht lange so bleiben. Also wird statt der ursprünglich geplanten Rundfahrt via Quedlinburg, Stiege und Eisfelder Talmühle der Plan gefasst nach Schierke zu fahren um weitere Fotos im unteren Abschnitt der Brockenstrecke zu machen.

Mit Volldampf voraus in den Harz. Der Regen hörte wie vorhergesagt auf und mit Begleitung der Sonne ging es hinauf in den Harz.

Und so wird um vor 10 Schierke erreicht.

Die Zeit zum Wasserfassen wird genutzt um den Zug zu unrunden.

Es geht auf dem parallel zur Bahnstrecke verlaufenden Feldweg kontinuierlich bergauf. Der Regen im Tal kam hier oben teils als Schnee herunter. Allerorten kommt aber Schmelzwasser aus dem Wald und an einigen Stellen sind noch die erst gestern ungefallen und nur teils beräumten Bäume zu sehen.

An der Stelle der alten Bobbahn von Schierke wird dann der erste richtig schöne Fotostandort mit Zugmotiv erreicht und auch der Himmel schaltet teils auf Blau.

Der Blick hinüber zum beim niedersächsischen Braunlage liegenden Wurmberg zeigt das auch dort, trotz erkennbarer Schneedecke, kein Wintersportbetrieb besteht. Nach dem Winterplan von Braunlage und Schierke wären dort normal mehrere Liftanlagen in Betrieb sowie umfangreiche Langlaufloipen bis hinunter ins Tal zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Aber nicht so in 2020, in 2019 muss es hier recht großzügige Schneemengen gehabt haben.

Aber egal, auch so sieht es hier nett gut aus und die schwer arbeitenderen Dampfloks sind ein Fest für Auge und Ohr.

Es geht weiter auf dem Bahnparallelweg zum Eckerloch.

Der Einduck der sich gestern ergab bestätigt sich. Durch die teils massiven Rodungen hat es hier mehrere interessante Fotostandorte.

Apropos Rodungen, diese sind beiderseits der Bahnlinie und des Weges recht umfangreich. Zwischen Bahn und Weg ist der Bereich beräumt in den angrenzenden Bereichen bleiben die Bäume einfach liegen.

Man kann es mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen wie Borkenkäfer und Stürme im Harz „Hand in Hand“ arbeiten. Einerseits gab es wohl selten so viele Freiflächen für „Weitwinkelmotive“ mit dem ganzen Zug, andererseits fehlt der Wald als Lunge und Schutzfunktion.

Im Naturpark Brocken scheint die Strategie zu bestehen dass der Borkenkäfer sich an Windbruch und Monokultur überfressen und sich so seiner Lebendgrundlage sozusagen selbst berauben soll.
Ziel ist dann dass im Totholz resistentere Mischwälder neu entstehen wenn ich ein hiesiges Plakat der Forstverwaltung richtig verstanden habe.

Am Eckerloch endet der Bahnparallelweg. Schade eigentlich. Den gut 2,5km weiter läge der Betriebsbahnhof Goetheweg mit dem dort gesten begangenen parallel zur Bahn verlaufenden Goetheweg und somit bestünde ein relativ langer aber recht bequem zu begehrter Weg hinauf zum Brocken. So geht es am Eckerloch oder der alten Bobbahn nur sehr steil und fernab der Bahn weiter zum Brocken.

Aber egal, ich will ohnehin nicht auf den Brocken und drehe um und kurz vor der alten Bobbahn dann noch ein „Notschuss“ da ich es verpeilt hatte dass der „13 Uhr Zug“ zum Brocken füher wie der um 12 Uhr bergan fährt.

Weiter in Richtung Bahnhof Schierke bietet sich an einem weiteren Wanderweg Bahnübergang zunächst der talwärts fahrende Zug und nach der Kreuzung in Schierke der Zug zum Brocken als Fotomotiv an.

Am recht weit ausserhalb des Ortes liegenden Bahnhof von Schierke wird dann der nächste Zug nach Drei Annen Hohne beim Passieren der Rückfallweiche abgewartet.

Zunächst ein Blick auf die Rückfallweiche.

Vom Bahnhof aus geht es quer durch den Wald zum kleinen Schierker Feuerstein, dem Namensgeber des hiesigen Kräuterschnaps. Der Weg ist im Wald recht schlecht ausgeschildert, der grosse Feuerstein ist schlecht erreichbar und von Bäumen verdeckt. Egal, es geht weiter bergauf. Vorübergehend begleitet von Graupelschauern.

Vom Trudenstein, der mittels Eisenleitern gut zu besteigen ist, hat man einen guten Ausblick ins Land. Fast permanent hört man derweil von der Brocken- und Harzquerbahn die Dampfloks Pfeifen.

Unterhalb des Trudenstein quert der Wanderweg einen Abschnitt mit relativ frisch entwurzelten Bäumen.

An den Bereich mit dem frischen Windbruch schliesst sich eine umfangreiche Rodungsfläche an.

Auf dem Feldweg geht es nun permanent bergab. Den Plan auf den vor Drei Annen Hohne bestehenden Bahnparallelweg zu wechseln unterlasse ich da einerseits der letzte zum Brocken fahrende Zug nicht mehr erreicht würde und der Weg zudem sehr matschig war.

Also weiter auf dem Feldweg hinunter zum Bahnhof. Der Loipenstart auf der grünen Wiese mutet mitten im Februar recht eigenartig an.

Vorbei an dem mit einer TH-BüP Anlage provisorisch gesicherten Bahnübergang der Strasse nach Elbingerode, vor dem früher auch eine Zweigestrecke nach Elbingerode abging, wird der Bahnhof von Drei Annen Hohne erreicht.

In früheren Zeiten hatte Drei Annen Hohne eine Fußgängerunterführung zu den Bahnsteigen die vom Baustil z. B. an die in Cranzahl erinnern. Der Treppenabgang am Hausbahnsteig besteht noch und ermöglicht durch ein Fenster einen Blick hinein.

Die modenen Ks Signale, wenn hier bei der HSB auch schon seit 2003 im Einsatz, stehen im interessanten Kontrast zu den alten Bahnrelikten wie der Uhr am schönen Empfangsgebäude, Wasserkran usw.

Im Vorbau des Empfangsgebäudes steht noch das alte Stellwerk, durch die Gardinen am Fenster ist das Fotografieren des Kurbelwerks recht knifflig.

Kurz nach 17 Uhr erreicht der Triebwagen von Wernigerode nach Eisfelder Talmühle den Bahnhof um dort den Anschluss an den Zug vom Brocken aufzunehmen.

Ich frage mich warum die HSB aufwendig die alten Triebwagen umgebaute. Eine Alternative zu teuren Neufahrzeugen wären ggf. die Beschaffung gebrauchter ÖBB 5090 gewesen deren Einsatzgebiet durch z. B. die Stillegung von Stecken (Ybbstalbahn, Krumpe, …) oder Umnutzung zum touristischen Verkehr (Waldviertel) geschrumpft war.

Pünktlich um 17:14 Uhr erreicht der Zug vom Brocken nach Wernigerode den Bahnhof.

Und nun mit schönen Ausblicken wieder hinab nach Wernigerode. Das kurz vor der Strassenkreuzung am Westerntor stehende Signal hat auf der anderen Strassenseite aufgestellt einen interessanten Standort.

Kurz danach ist Wernigerode Hbf erreicht.

Der Tag endet „Schrattauglich“ im „Restaurant 1835“ welches sich in bahnhofsnähe mit Blick ins Bw befindet. Die Tische an der Fensterfront werdn bei Getränkebestellungen per Spur G Bahn auf der Fensterbank bedient. Der Zug an der Decke liefert jedoch nichts. 😉

Mit Käse überbackenes Würzfleisch als Vorspeise, Thüringer Rostbrätel und aks Nachspeise ein sehr üppiger Becher Rote Grütze. Sehr fein das Ganze und abgeschlossen mit einem „Abtshof Aechter Brockenkräuter“.

Anbei wie üblich der Link zu Komoot zur heutigen Tour. Die Aufzeichnung der 18km ist knapp 1km zu lange da ich nach dem Einstieg in den Zug zunächst vergessen hatte die Aufzeichnung zu stoppen.

Morgen geht’s wieder nach Hause. Die Route steht noch nicht fest, aber ich denke ich werde erst mal nach Nordhausen fahren.