Ich bitte die zahlreichen Tipp- und Schreibfehler in den Berichten zu entschuldigen. 90% der Texte werden abends nach den Touren auf dem Smartphone erstellt und dann ist es bei der Konzentration, gepaart mit dicken Fingern, nicht mehr sonderlich gut bestellt.
Tag 3 der debx-Exkursion und heute war Ortswechsel angesagt.
Es ging von Brig via dem Goms, Furka Basistunnel, Andermatt, dem Oberalppass und dem Vorderrheintal nach Reichenau-Tamins und von dort über den Albula auf den Berniapass zum Tagesziel Alp Grüm. Und das bei herrlichen Herbstwetter.
Leider fehlt mir, bedingt durch die netten Gespräche am Abend in der Gruppe, wie gestern schon die Zeit für einen vollständigen Reisebericht.
Daher hier nun aber die Bilder zum heutigen Tag und die Details folgen dann später. Versprochen.
Der Wagen, welcher sich wie der ganze Zug sehr gut füllte wurde in Brig „geentert“ und dann das.
Der Wagen mit der Gruppenreservierung ist mit ausgefallener Klimaanlage oder Heizung bezettelt. Hmmm, die Heizung läuft was soll die Klimaanlage sein? Fenster nicht zu öffnen? Und ich frotzele noch und ja, eines der Fenster ist an der Gepäckablage hochgebunden. Das ist also die Klimaanlage. 🤣
Aber die anderen Fenster funktionieren und im oberen Goms wird der Zug auch ein wenig leerer so dass nun fleißig Signale und die herrliche Landschaft fotografiert werden können.
In Hospental kruezt dann ein „kurz Autozug“ aus zwei Transportwagen die mit einer Tunnellok Ge 4/4 III hinten und einer HGe 4/4 II vorne bespannt sind.
Nach dem Umstieg in den Regionalzug nach Disentis/Mustér, welcher erst kurz vor abfahrt mit einer HGe 4/4 II bespannt wurde fing es hinauf auf den Oberalppass.
Dieser präsentiert sich frisch verschneit. Der Regen heute Nacht wie in Brig kam also hier oben als Schnee herunter.
Der Umstieg in Disentis/Mustér ist wie üblich „knapp“ reicht aber für ein Bahnsteigfoto, insbesondere da der Zug Richtung Chur mit einer Ge 6/6 II bespannt ist.
Und das Winterwunderland am Oberalppass noch mal en Detail.
Durch das Vorderrheintal mit seinen imposanten Felsformationen geht es nach Reichenau-Tamins und nach einem weiteren Umstieg in den RE Richtung Albula.
Ein paar der Mitreisenden haben entdeckt dass der Zug aus Disentis bis Landquart durchläuft und fahren via Vereinatunnel ins Engadin.
Man bleibt hier aber bei der Ursprungsplanung und spät sommerlich bzw früh herbstlich präsentiert sich das Albulagebiet und Engadin.
In Samnden dann die nächsten „Verluste“, es wird die fahrt via St. Moritz gewählt. In anbetracht des guten Wetters lautet aber u. a. mein Entschluss „kürzeste Fahrtzeit bis Alp Grüm“ um noch ein paar Fotos um Alp Grüm herum machen zu können.
Herrlicher Tunnelblick in Ospizio Bernina.
Und dann ist auch Alp Grüm erreicht. Nach dem Einchecken und abklären wegen dem Zeiptunkt des Abendessens sowie dass die weiteren Teilnehmer nun „tröpfelches weise“ eintreffen werden geht es zu Fuß ein wenig in Richtung Ospizio Bernina zurück um den Zug aus St. Moritz mit dem nächsten Gruppenanteil abzulichten.
Neben dem Abstellgleis ist ein grösserer Mast für die Materialseilbahn sowie eine Fläche für die Baulogistik eingerichtet die für die Sanierung der Galerien unterhalb von Alp Grüm benötigt werden. Eine Baustelle die auch Bestandteil des morgigen Exkursionsprogramms sein wird.
Und dann kommt langsam die Abendröte über den Palü Gletscher gekrochenen.
die Nacht bricht herein. Jetzt erst mal eine Ovomaltine vor dem Abendessen.
Nach dem Esen und ausgiebigen Gespröchen ist jetzt erst mal Zeit für „Zzzzz“ denn Morgen steht ein eng getaktetes Programm auf dem Plan.
Tag 2 der debx CH 2019 beginnt mit dem Besuch in der Unterhalts- / Instandhaltungsanlage der SBB Personenverkehr in Brig.
Eine Folge der Trennung von Personen- und Güterverkehr ist dass hier zwei getrennte Serviceanlagen in einem Areal existieren. Mit je einer eigenen Verwaltung, Lager usw.
So sind im hundertjährigen Rundschuppen die Stände 1 bis 7 von SBB Cargo belegt und erst ab stand 8 „parken“ die Fahrzeuge von SBB Personenverkehr. Immerhin ist die Division Personenverkehr hier für die Fern- (außer IC2000 Garnituren) und Nahverkehrsfahrzeuge (auch die der Tochter RhoneAlps) zuständig.
Nach etwas „Powerpointkaraoke“ geht es durch die Unterhaltsanlage die im wesentlichen aus drei Hallengleisen besteht. Aber auch das Lager wurde besichtigt.
Nicht undokumentiert soll auch die typische Schweizer Handweiche bleiben die einem wenigstens das tiefe Bücken erspart, aber dafür recht aufwändig gestaltet ist.
Danach bekommen wir das wichtigste Werkzeug der Serviceanlage also den Kaffeeautomaten präsentiert und degustiert.
Nein die neue Waschanlage wird nicht mit Nespresso Kapseln betrieben, auch wenn der Aufdruck dies vermuten lies. Es handelt sich um Entkalkungsmittel in der Klinikpackung.
Da sich Brig im SIM (Simplon-Intermodal) 4m Eckhöhe Korridor befindet finden sich an diversen Engstellen die SIM Signale die eine Einfahrt in die dahinter liegenden Bereiche für Hupackfahrzeuge mit 4m Eckhöhe verbieten.
Der Interrecgio von Brig ohne Halt nach Domodossola um 10:44 ab Brig könnte heute mit seiner grün lackierten Re 4/4 und den EW I Wagen fast aus dem Fundus von SBB Historic bestehen.
Derweil bastelt SBB Infra am Ladegleis und wechselt u. a. ein paar alte Stahlschwellen aus.
Noch ein Blick in die Hallen, auf eine Re460 die sich leicht mit einem Gepäckkarrenfahrzeug (?) um die Profilfreiheit gestritten hat und in den Maschinenraum sowie Führerstand der Re 4/4.
Schnell gingen die 2h herum, Zeit für den Weg zum Bahnhof, eine Mittagspause und ein paar Fotos bevor es weiter geht.
Es folgt eine ausführliche Erklärung des Lötschberg Basistunnels mit vielen fachfragen bevor es im Kleinbaus zunächst an die breitesteTreppe der Schweiz, der Nothaltestelle am Nordportal des Basistunnels geht.
Und dann kommt das Highlight, die Einfahrt in den Lötschberg Basistunnel am Fensterstollen Mitholz. Zur Zeit des Baus hatte ihn die debx Gruppe auch schon mal besucht und im Juni 2004 war ich im Rahmen einer AKA Bahn Exkursion am Tag der offenen Baustelle auch schon mal drin. Es hat sich seither doch einiges verändert. Auf jedenfalls ist es nun wesentlich sauberer. 😀
Blick in die ausgebrochene nicht bahntechnisch ausgebauten Weströhre und eine der Technikzentralen. Warum die Container mit den Technikeinrichtungen aus Edelstahl sind? Weil es besser aussieht wie Alu. So in etwa eine nicht ganz ernst gemeinte Kommunikation.
Einblicke in die Querstollen und das Nordende des westlichen Stollens in der Versuchsstrecke in der der bahntechnische Ausbau vor dem eigentlichen Ausbau der Röhren geübt wurde. Ab hier fehlen noch 7km der westlichen Röhre bis Frutigen. Aktuell wird der bahntechnische Ausbau der westlichen Röhre vom Fensterstolten steg (unter Goppenstein) und Mitholz diskutiert. Zwar ist ein Verbindungstollen zwischen der Ost- und Weströhre vorhanden, diese ist aber so trassiert dass der Wechsel zwischen den Röhren nur für 80km/h möglich ist. Für eine Anbindung müsste daher ein neier Verbindungsstollen erstellt werden, was jedoch grössere und längere Sperrungen des Basistunnels zur Folge hätte. Ein Weiterbau bis Frutgen und somit eine durchgehende zweite Röhre wäre hier wohl die bessere Lösung.
Durch ein Fenster am Querstollen kann man einen Blick auf die mit bis zu 200km/h durch die Oströhre verkehrenden Züge werfen. Südlich des Versuchsstollens ist ein Ausstellungbereich vorhanden welcher ursprünglich auch für „Tunnelevents“ genutzt werden sollte. Es stellte sich aber heraus dass der Spritzbeton immer etwas bröckelt und damit sich schlecht auf Canapés und Co macht, zudem passen Baustellenhelme auch nicht unbedingt zum Abendkleid.
Noch ein paar Details vom Versuchstollen und der Zufahrt von Mitholz her.
Zurück im Besucherzentrum werden noch die Exponate begutachtet und sich am Integra Schalterstellwerk versucht. Aber irgendwas funktioniert nicht und in der Sicherungleiste sind defekte Sicherungen erkennbar wie die „üblichen Verdächtigen“ diagnostizieren. Aber irgendwie bekam man es dann doch zum Laufen.
Wieder über die Bergstrecke geht es zurück nach Brig.
Ein kleiner Umweg über das Stockalperschloss bietet sich an, das Wetter im Wallis ist eineindeutig besser wie nördlich des Alpenhauptkamm.
Abendessen im Good Night Inn. Und ganz nebenbei ist der Lötschberg Basistunnel mit seiner Schnellfahrweiche für 160km/h mit 12 Antrieben (9 für die Zunge, 2 am Herzstück und ein Herzstück Niederhalter) zur Überleitung am Fensterstollen Steg auch auf den neuen 10,- CHF Scheinen verewigt.
So, morgen get es durch das Goms und über den Oberalppass nach Ap Grüm
Heute beginnt die debx Exkursion. Basel erwacht langsam…
Und der Tag lässt sich mit einem schönen Sonnenaufgang schon mal gut an.
Auch der NightJet der ÖBB mit dem nicht wenige der Teilnehmer aus Deutschland anreisen ist auf die Minute pünktlich.
Aber auf dem Weg zur Hauenstein Bergstrecke fängt sich die S-Bahn kurz nach Basel SBB gut 8 min Verspätung ein und der Anschluss in Sissach ist weg. Der Zug wird zwar noch gesehen aber die Gruppe fährt einfach mit der S-Bahn via Basislinie nach Olten weiter und auf den Fussweg zur SBB Betriebszentrale Mitte beim Bahnhof.
Die Öffnungszeiten am Eingang beziehen sich definitv nicht auf die Zugverkehrsleiter (zu deutsch die Fahrdienstleiter) sind 24 / 7 da und halten den Bahnbetrieb am laufen.
Nach ein wenig Videos und allgemeinen Infos ging es auf die Runde durchs Gebäude welcher im Erdgeschoss bei den Notstromaggregaten beginnt. Zwei Aggregate sichern den Betrieb falls beide Ortsnetze ausfallen und einer der beiden Aggregate sichert den Betrieb der BZ, inkl. der Kaffeemaschine, und falls auch das Reseveraggregat nicht will gibt es noch zwei weitere welche gut drei Tage die Anlage, mit Einschränkungen, autark betreiben können.
Die Rechner usw. befinden sich alle unter dem Bedienraun womit auch weniger Lärm und Abwärme im Bedienraum erzeugt wird. Mit der Abwärme der techn. Anlagen wird das Gebäude beheizt und überschüssige Wärme wird in die Aare abgeleitet welche hierzu teilweise unter dem Gebäude verläuft.
Am Schulungsarbeitsplatz kann auch das Zeit-Wege-Liniendiagram vom verpassten Anschluss ansehen. Mehr wie vier Minuten darf dieser nicht warten da dies sonst den Umlauf auf der Bergstrecke nachhaltig gefährdet.
Nach der interessanten Besichtigung hat es noch etwas Zeit in Olten bevor es mit dem ICE nach Bern und der S-Bahn nach Kerzers geht.
Als nächster Punkt steht das Umformerwerk in Kerzers an.
Unser Führer durch Werk kannte vermutlich kein Bauteil zu dem er nicht eine interessante Geschichte erzählen konnte. Es war schon faszinierend was alles dazugehört um zwei Umformer und Schaltstellen am Laufen zu halten.
Feel the Power. Erstaunlich wie relativ ruhig der hintere und Betriebsführende Umformer läuft welcher aus dem 50 Hz Drehstrom 17,7 Hz zweiphasigen Wechselstrom für die SBB herstellt. Aber in den Etagen unter den Umformern wurde es doch etwas lauter und windiger.
Da es so viel zu zeigen gibt wird die Führung gut 30min überzogen, was wohl öfter vorkommt, wurde unser Führer bereits kurz nach der ursprünglichen Zeit fürs Museumsstellwerk von den dortigen Kollegen angerufen (nicht ich als Primärkontakt 🤗) und das weitere Vorgehen abgeklärt. Man kennt sich halt. Aber erst mal müssen noch die Trafos und Kühlanlagen gezeigt werden. Das fahrbare Unterwerk ging in der Fülle der Infos und Anekdoten fast unter.
Und dann wird endlich das Museumsstellwerk erreicht welches nicht nur aus dem markanten Stellwerksgebäude besteht, nein es existiert im Empfangsgebäude auch noch das Befehlsstellwerk Bauart Bruchsal welches mittels Drahtzugleitungen mit dem Stellwerk auf der anderen Seite, hinter Gleis 3 verbunden ist.
Wir bekommen das Vorgehen der bis 2005 und in Spitzenzeiten über 200 Zugfahrten pro Tag sichernden Anlage en Detail erläutert. Die Herren sind mit sehr grossem Elan bei der Sache und würde unser Zug nicht um 17 Uhr fahren, ich glaube die Gruppe hätte noch Stunden an der sich in hervorragend Zustand präsentierenden Anlage verbringen können.
Dass die Gleisfreimeldung des neuen ESTW für die Freimeldung und Aktivierung der Hebelsperren der Weichen abgegriffen werden ist dabei nur eines der vielen Highlights der Besichtigung.
Pünktlich geht es wieder zurück nach Bern und mit dem IC durchs Lötschberg Basistunnel nach Brig.
Hat eigentlich noch jemand eine richtige Kamera dabei? Ja, aber zumeist kommt das Smartphone zum Einsatz. Ich glaube das wird das Titelbild des nächsten debx Kalender 🤣
Und hier ist auch für die Gruppe reserviert.
Einchecken im Good Night Inn in Brig und Abendessen bei interessanten Gesprächen.
Das Wetter hat sich etwas eingetrübt aber das ist ja kein Grund zum Müßiggang.
Erst mal ein Blick aus dem Fenster… Aha, im Stellwerk brennt kurz nach Sieben dasLicht. Interessanter weise erst im ehm. Fdl Raum (diese sitzen nun in Olten), dann unten (vmtl. Technikerbüros) und später als es heller wurde auch in den Rechnerräumen (SIMIS-C wenn ich mich nicht irre). Naja, dann ist es mal Zeit zum Frühstücken, was sich wohltuend von einem typischen französischen Ibis Budget Frühstück abhebt. Insbesondere durch Bircher Müsli und einheimischer Wurst und Käse. Und nebenbei nich Trams zuschauen. Auch wenn das Wetter nicht mehr so gut wie gestern ist, so kann ein Tag beginnen.
Gut gestärkt geht’s zum Bahnhof und mit dem IC um 09:43 mit dem IR nach Aarau und mit der ehm. Wynen- und Suhrentalbahn, nun AVA wie auch die ehm. BDWM, nach Menziken.
Ich liebe die EW IV Wagen und im IR hat es gar einen „altsanierten“ Erstklasswagen. Herrlich.
Beim Umstieg in Aarau dann die Feststellung dass Aarau Harry Potter toppt. Statt einem Gleis 9 3/4 gibt’s hier ein Gleis Null, andernorts nennt man die 30 oder 40.
Im neuen Saphir Triebwagen (wie üblich von Stadler) geht es flott nach Menziken. In der Halle der Endstation warten zudem die älteren ABe4/8 von 1992/93 sowie auf dem zweiten Gleis im Hintergrund ein 2010 modernisierter Be4/4 von 1978/79 mit einem niederflur Steuerwagen ABt von 2008/09.
Die heutige Endstation Menziken war einst eine Unterwegsstation der normalspurigen Strecke von Beinwil nach Beromünster azf deren Trasse die WSB nach deren Stilllegung zwischen Reinach und Menziken verlegt wurde um diese vom Strassenplanum auf eine eigene Trasse zu verlegen.
Auch ausserhalb der Bahnhofshalle steht noch eine „Altgarnitur“.
Ich fahre nach Leimbach und von dort begebe ich mich zu Fuss in Richtung Zetzwil. Und auch die Altgarnitur aus der Bahnhofshalle bekommt „Auslauf“.
Weiter geht es von Zetzwil nach Gontenschwil. Leider zieht sich die Sonne hinter die Wolken zurück. Aber Wolken sind auch nette Motive.
Auch wenn die WSB schon vor Jahren den Rollbockverkerkehr und damit den Güterverkehr an sich eingestellt hat so haben ein paar Rollböcke überlebt. Sie wurden zum Transport von Schienen modifiziert. Die improvisierte Gleissperre / der Radvorleger erweckt dabei ein leichtes Schmunzeln.
Weiter geht’s von Gontenschwil auf der Nebenstrasse nach Oberkulm. Die Höhe der Ladekante des Güterschuppens von Gontenschwil zeigt dass früher nicht von Schmalspurwagen sondern auf Rollschemeln aufgebockten Normalspurwagen umgeschlagen wurde.
Der Weg entlang der Nebenstraße ist mangels Seitenstreifen nicht toll zu laufen aber die Autofahrer machen schweiztypisch sehr gut Platz selbst wenn man auf der Grasnarbe läuft.
Und dann ist Oberkulm erreicht und unter vielem Muhen geht’s über Aarau nach Schöftland.
Achja, ein paar mehr Fotos gibt es in der Aufzeichnung bei Komoot.
Interessanter weise zeigt die Bahnsteiganzeige und die Fahrplanauskunft an dass man in Aarau umsteigen müsse, aber die Züge sind stets mit Schöftland, in der Gegenrichtung mit Menziken, beschriftet.
Nach kurzer Wende geht’s zurück nach Oberentfelden um die niveaugleuche Kreuzung der meterspurigen und mit 750 V Gleichspannung betriebenen WSB Strecke mit der normalsputigen 15 kV 15,7 Hz SBB Strecke von Lenzburg nach Zofingen betrachtet wird.
Auch einer der wenigen WSB Streckenabschnitte im Strassenplanum findet sich hier.
Mit dem SBB NPZ, nun Domino mit Niederflurwagen, geht’s nach Zofingen.
Der Rettungsszug stattet, neben diversen NPZ und Flirt auch Zofingen einen Besuch ab. Das SBB Logo auf dem Bahnsteig hatte ich auch schon auf der Sommerradtour dokumentiert.
Mit dem IR im EW IV geht es flott über Olten nach Liestal und mit der Waldenburgerbahn nach Waldenburg.
Mit der nächsten Fahrt fahre ich zurück nach Oberdorf.
Nicht mehr lange wird die Waldenburgerbahn ihre Besonderheit der Spurweite von 750mm behalten. Die Triebwagen BDe 4/4 11 bis 14 von 1986) sowie 15 bis 17 von 1993 als auch die gleichalten Steuerwagen Bt 111 bis 114 sowie 115 bis 120 kommen langsam an die Jahre (teils mit über 2 Mio. Km) und sind zudem sind sie nicht barrierefrei. In 2022 soll die Strecke vsl. auf Meterspur umgebaut werden und gemeinsam mit den AVA beschaffte niederflurige Stadler Tramlink eingesetzt werden. Trotz ihres Alters und der nahenden Ausmusterung präsentierten sich die Fahrzeuge hervorragend gepflegt. BDe 4/4 Nr. 15 erreicht hier gerade die Ausweichstelle Bad Bubendorf auf dem Weg nach Waldenburg.
Noch ein paar Impressionen der Waldenburgerbahn.
Da die Auskunft etwas von +20 beim IR nach Basel verkündet hatte ich die Rückfahrt in Bad Bubendorf unterbrochen und noch eine Fuhre an dieser pittoresken Station dokumentiert.
Kleine Bahnbetriebe sind interessant. Kaum taucht man mehrfach an der Strecke auf wurd man vom Personal gegrüßt. 👋
Und bald ist Basel erreicht. Eingekauft hatte ich schon beim Coop in Oberdorf und so ging es erst ins Hotel und anschließend zum beim Bahnhof SBB gelegenen Restaurant Steinbock bei einem guten gemischten Salat und „Rösti Steinbock“ mit Schnitzel und Pilzen mit Käse überbacken.
So, jetzt ist Bettruhe angesagt. Morgen geht die debx Exkursion CH 2019 los.
Die debx Exkursion geht zwar erst am 02. Oktober los aber ich fahre heute schon nach Basel. Es gibt ja genügend Fotostellen…
Zum x-ten mal via Rheinstrecke? Langweilig 😎
Erst mal gut ausschlafen und dann soll es 10:49 via Darmstadt nach Karlsruhe gehen und ab dort mit dem RE nach Singen um mit der Dröhnröhre (IRE mit einer BR 612) über die Hochrheinstrecke nach Basel zu fahren.
In Darmstadt dann schon mal das:
Nachwirkungen vom Freitagschaos?
ICE 1565 fällt aus und wird mit IC 2901 (ohne Reservierungsanzeigen, Bordgastronomie, behindertengerechte Toilette, dafür mit +5) substituiert.
In der Gegenrichtung endet der IC 1296 aus Stuttgart nach Frankfurt mit +35 bereits in Darmstadt Hbf.
Und der EC 219 um 12:37 nach Graz (ggf. die Rückleistung des IC?) wird wenig später als Ausfall angezeigt.
Mal sehen ob sich das noch fortsetzt. Ich muss ja „nur“ bis Basel 🤣
Der Zug besteht in der ersten Klasse aus renovierten Avmz. Sehr angenehm zu sitzen, auch wenn die Sitzflächen nun festgelegt sind, die versiegelten Fenster zuverlässig das Handynetz abschirmen und es natürlich weder Repeater noch WLAN gibt. Digital detoxing sozusagen. 🤣
Aus den +5 wurden dann ab DA Hbf +15 und damit wird der Umstieg in Karlsruhe kritisch. Aber erst mal abwarten.
Bis Karlsruhe bleibt es, auch wegen diverser Gegengleisfahrten, bei +14 aber der Übergang von Gleis 6 nach 8 zum RE 4727 klappt trotz der nun nur noch verblieben 5min und was passiert?
Der RE verlässt Karlsruhe wegen Zugfolge mit +8 womit wiederum der Anschluss in Singen kritisch wird. Aber erst mal geht es das Rheintal hinauf nach Offenburg und dann stetig den Schwarzwald hinauf.
Sehr schön wie sich der gut gefüllte Zug bei gutem Wetter in den Schwarzwald hinaufschraubt. Ganz nebenbei entdecke ich einen schönen Radweg parallel zur Bahnstrecke und in Triberg gibt es sogar einen Bahnerlebnisweg.
[X] Muss ich mal befahren und erwandern… 2020?
Ab St. Georgen schmilzt die Verspätung und Singen wird pünktlich erreicht. Aber ich habe etwas umgeplant. Ich fahre weiter bis zur Endstation Konstanz was fast exakt um 16:16 auf Gleis 1 erreicht wird. Im südlichen Abschnitt wartet derweil schon die „S-Bahn“ über Kreuzlingen nach Weinfelden.
Herrlich die Ausblicke auf der Strecke von Konstanz nach Weinfelden. Zuerst grüsst noch der Bodensee und kurz vor Weinfelden vermittelt der Alpstein im Appenzeller Land alpine Eindrücke.
Wobei durch die Instagram Effekte es etwas wie gemalt aussieht.
Von Weinfelden geht’s mit dem IC2000 der Linie IC 8 nach Brig bis Zürich. Züge aus über 10 Doppelstockwagen, herrlich und die IC2000 Wagen mag ich sowieso.
Pünktlich auf die Minute, ja fast Sekunde wird der Tunnelbahnhof „Löwenstrasse“ um 17:55 auf Gleis 31 erreicht.
Sodann hinauf in die Haupthalle und um 18:06 gehts mit dem IR via Aarau nach Basel.
Manchmal hat man Glück. Und manchmal ist es halt ein Twindexx CH der einen weiterbefördert. Na dann auf zum fröhlichen Schunkeln bis Basel SBB.
Die Anzeigetafel in Zürich HB fasziniert mich immer wieder. Eine Spalte Fernverkehr und zwei für die S-Bahn. Auf der Fläche könnte die RENFE in Zaragozza die Abfahrten eines ganzen Montas darstellen. 🤣
Und weiter geht es mit dem Twindexx SwissExpress an Olten vorbei nach Basel.
Das Schwanken des Zuges ist schon heftig bei niedrigen Geschwindigkeiten, wenn er schneller unterwegs ist geht es jedoch.
Und so wird Basel SBB erreicht.
Es regnet kurz und leicht, aber der Weg über die Postpassage und durch das Peter-Merian-Haus führt schützt davor. Der Radweg der bis zur Münchensteinerbrücke teils unter dem Fussweg, sozusagen im Erdgeschoss der Bürogebäude geführt wird muss auch irgebdwann befahren werden.
Der Ausblick aus dem Hotelzimmer auf die Abstellanlage und Güterbahnhof Wolf gefällt sehr.
Auch der Blick auf die Münchensteinerbrücke aus dem Eckzimmer des Ibis Budget Basel City hat was.
Zum Abendessen hole ich mir was beim Coop am Basel SBB Bahnhof.
So, mal sehen wie morgen das Wetter wird.
Da meint man es gut und erklärt sich bereit am Freitag Nachmittag noch vor dem Urlaub für eine Fdl Prüfung in den „Jurassic Park“ zu fahren und wie revanchiert such sich das Karma?
Die Prüfung war nicht erfolgreich und noch während der Prüfung vernehme ich von der benachbarten Notfallleitstelle den Eingang eines Notrufs auf „MST“. Notrufe gibt es oft, gefühlt die meisten Proberufe, aber jetzt hat tatsächlich ein Baustellen LKW dort die Oberleitung sauber heruntergeholt. Nichts geht mehr über den Main nach F-Süd und F-Louisa. Über Niederrad geht es noch aber die freien Kapazitäten sind da sehr knapp.
Naja, dann erst mal im Hbf in die Kantine „Reste essen“ mit leckerer Leber und dann mal schauen ob es mit dem Vias 19:25 klappt.
Natürlich nicht. Erst wird er verlegt, dann gestrichen. Kein Wunder, stehen doch in dem Gleis schon die Dreieichbahn und davor die Vias über Hanau nach Wiebelsbach und beide kommen nicht vom Fleck.
Dazwischen habe ich es bei der S-Bahn probiert, aber die S3 gibg erst mal nur bis F-Süd. Also wieder hoch.
Alle Räder stehen still wenn es ein Schussel von LKW Kutscher es so will.
Naja, 20:20 soll wohl ein IC nach Stuttgart über Darmstadt fahren. Dieser wird von Gleis 12 nach 15 verlegt und was steht auf Gleis 14? Ein Vias als RB82 nach Eberbach beschriftet. Der Zugzielanzeiger meint zwar es sei ein RE nach Marburg aber egal… das Zugpersonal meint nach Darmstadt Nord usw. zu fahren, kann nur nicht sagen wann.
Egal, einsteigen, hinsetzen und abwarten.
Der IC fur irgebdwann nach 20:40 und „meine“ RB rollt kurz nach 21 Uhr aus der Halle. Juchu!
Kurz vor 22 Uhr komme ich dann endlich in Reinheim an. Fin…
Die Kollegen im Ried haben heute eine kleine Feier nach Feierabend angesetzt. Also Radelte ich nach Feierabend nach Gernsheim.
Naja, es kam wie es kommen musste, es gab viel zu Reden und zu lachen und irgendwann gin so langsam die Dämmerung los.
höchste Zeit zur Heimfahrt. Bei Bickenbach überzeugt die Natur mit einem wunderschönen Sonnenuntergang, mit dem Nachteil dass es immer dunkler wurde. Ach, echt jetzt?!?
Aber die Beleuchtung des Fahrrads ist richtig gut und obrhalb von Dilshofen beim Hochbehälter verblüffte mich die „lummelige“ Handykamera mit sehr schön aufgenommenen Sternenbildern beim Blick nach Obr Ramstadt. Via dem Instagram Filter konnte das dann noch etwas geschärft werden.
Alle Welt wettert gegen SUV als Autos und was macht der Himmel? Der hängt einen großen Wagen ans Firmament. Tz, tz, tz…
Unbeschadet und mit knapp 100 Tageskilometern auf dem Tacho ist das heimische Bett erreicht was auch schnell in Anspruch genommen wird.
Um von den Fahrten der letzten Tage nicht so abrupt von 100 auf Null zu landen wurde eine kleine runde durch den Odenwald gedreht.
Leider verpasste ich gerade die passende Zeit für ein Zugfoto am Himbächelviadukt.
Bei den Fliegern in Michelstadt hatte ich auch Befürchtungen zu verdursten, die Bedienung war etwas überfordert und an der Theke (um sich einen Sauergespritzen direkt abzuholen) herrschte Chaos, so dass ich mich entschied das späte Mittagessen eher auf ein frühes Abendessen in der Brauereigaststätte der Schmucker Brauerei zu verlegen. Eine gute Entscheidung.
Irgendwie war das Wetter gestern besser, aber ich will mich nicht beklagen. Es regnet ja nicht… noch.
An der Giebelwand des ehm. Empfangsgebäude von Langenprozelten erinnert ein Gemälde an die alte Dampfzeit wobei hier schon sehr lange mit Elektrotraktion gefahren wird. Ein ÖBB Taurus brettert dessen unbeachtet mit seinem Güterzug Mainaufwärts.
Als ich auf der Tour im Juni 2017 hier vorbei kam gab es noch die Fähre welche wegen der Brückensanierung verkehrte. Seit Dezember 2017 ist die Brücke aber wieder Befahrbar und die Fähre wieder im Rhein unterwegs. Der Fähranleger ist seither verwaist.
An einer Hauswand erinnert ein Pegel daran wie gerne der Main hier in den letzten hundert Jahren die Bewohner besuchte.
Ein Zwischenstop an der Mainbrücke der Nantenbacher Kurve muss wie auf der Tour im Mai 2019 versuche ich hier mein Glück. Jedoch ist mir Petrus heute noch weniger gewogen wie im Frühjahr und so radele ich weiter und lass die Truppen von der Y-Tours bei ihrer Schlauchbootübung auf dem Main wieder alleine.
Natürlich kommt dann wieder etwas blauer Himmel hervor nachdem ich das Fotomotiv der Brücke verlassen hatte. *hrmpf*
Und dann ist schon Lohr erreicht und es geht das Tal der Lohr hinauf nach Partenstein. Die Bewölkung ist etwas wie man es dem April unterstellt. Blaue Stellen am Himmel, dann wieder dunkel zugezogen und ganz kurz hat es auch mal ganz leicht Nieselregen gehabt.
Aber noch überwiegt das Blau mit Wolken, noch wie gesagt. Als och bei Wiesthal darauf warte dass endlich ein Zug nach Aschaffenburg kommt, in die andere Richtung fuhren derweil deren sechs Stück, zieht es sich richtig zu und es beginnt zu regnen.
Auf einem Stück läuft der Radweg direkt unter der Hochspannungsüberlandleitung. Der Nieselregen veranlasst diese richtig laut zu Brummen so dass nicht so ganz klar ist was das Geräusch vom regen beim Auftreffen auf den Boden bzw. Blätter und Gräser ist und was von der Stromleitung kommt, bzw. was lauter ist. Aber auch der Nieselregen geht vorbei und als ich an der Straßenkreuzung „Sieben Wege“ auf der Kuppe ankomme kommt schon wieder die Sonne durch.
Etwas bergauf aber im wesentlichen Bergab geht es nun hinunter nach Laufach . Dadurch dass ich ab „Sieben Wege“ der Radwegbeschilderung folgte und nicht der Ursprungsplanung bekam ich ein paar Höhenmeter und Streckenkilometer mehr auf den Tacho wie geplant. Aber egal. Der Weg ist das Ziel.
und auch die Sonne kommt wieder durch und sorgt bei Hösbach für spätsommerliche Bahnmotive.
Aschaffenburg wird durchquert und das Schloss spiegelt sich bei „bajuwarischen“ Himmel im Main. Rasch geht es weiter nach Nilkheim und schon bald ist via Schaafheim dann Klein Umstadt erreicht, wobei ich mit einer Abkürzung zwischen Großostheim und Ringheim ein paar Meter wieder einsparte. Leider wollte sich in Klein Umstadt kein Zug sich ins Motiv drängen.
Und so fuhr ich halt weiter. Das K2 in Habitzheim war das nächste Ziel um dort das Abendessen einzunehmen. Aber was sehe ich, Urlaub bis 19.09.2019. Naja, es sei ihnen gegönnt, und so fuhr ich noch einen Schlenker nach Groß Bieberau zum Odenwälder Lieschen im alten Empfangsgebäude des Bahnhofs zu einem echt guten Handkäse mit Musik und Äppelwoi. Mehr brauchte es nicht.
Der Forstberg taucht sich in leichte Abendröte und begleitet die letzten wenigen Kilomter bis nach Hause.
In Summe waren es dann (ohne den Ausflug zu Fuss in Naumburg) dann 6 Etappen mit gesamt 498,5 km und 4290m aufwärts-
Nun gilt es erst mal wieder ein paart Tage zu Arbeiten und dann geht es auf zur debx Exkursion durch die Schweiz mit anschließend etwas Entspannung in Südtirol.
Nach einem hervorragenden Frühstück mit fast ausschließlich regionalen Produkten geht es kurz vor halb 10 das Ulstertal weiter bergauf.
Birnout statt Burnout… Slogans hat man hier drauf. Als Mitbringsel geht ein Apfelsherry Halbtrocken „Klimawandel“ mit.
Aber zunächst fuhr ich noch eine Schleife durch das weitläufige Krenzers Areal und das Ort.
Die ehemalige Bahntrasse verlief in einem Einschnitt fast direkt hinter dem Hotel. Der Einschnitt wurde schon vor Jahrzehnten verfüllt, aber die Überführung des Birxgraben über den einstigen Einschnitt besteht immer noch. Nur nun halt nicht mehr freistehend.
Und nun weiter nach Wüstensachsen. In Melperts ist an der Dorffahne die Verbundenheit zum fränkischen Nachbarn gut erkennbar. Eine alte Stele informiert in Wüstensachsen über die Wegezeiten nach Hilders, Bad Kissingen und Bischofsheim.
Die Wasserrinne neben der Kirche ist das Überbleibsel der Brücke die den Bach ursprünglich über den hier vorhandenen Einschnitt der Bahnstehecke nach Wüstensachsen geleitet hat, der Einschnitt wurde verfüllt und so erinnert kaum noch etwas hier im Ort an die Bahn.
Sodann geht es hinaus aus dem Ort und auf der anderen Talseite nach Süden. in Melperts erkennt man an der Ortsflagge dass man seit jeher hier enge Kontakte nach Franken pflegt. Bald ist Wüstensachsen erreicht. Der Wegstein zeigt an wie weit es nach Hilders, Bischofsheim usw. ist. Das Bahnhofsgebäude am Ortsrand ist sogar noch erhalten, jedoch auf einem Privatgrundstück und schlecht zu fotografieren.
Mit den Strecken von Götzenhof via Hilders nach Wüstensachsen, von Fulda nach Gersfeld, von Jossa nach Wildflecken und von Bad Neustadt nach Bischofsheim führten aus allen vier Himmelsrichtungen Bahnstrecken in die Rhön die sich in ihrer Verlängerung sozusagen unter der Wasserkuppe gekreuzt hätten. Leider wurden keine dieser Strecken miteinander verbunden (auch ohne Basistunnel) und Fulda – Gersfeld ist die einzige die als Bahnstecke überlebt hat. Alle anderen wurden (teilweise) zu Radwegen umgebaut.
Nachdem der Radweg, da abseits der Bahntrasse verlaufend, seit hilders und Seiferts schon etwas „bergig“ war geht es nun hinter Hilders auf die Höhe.
Zunächst auf einem geteerten Feldweg geht dieser in einen Schotterweg über bevor er nach dem Überqueren der Bundesstraße immer schmäler wird und als Fußpfad durch die Wiesen führt. Stellweise war Schieben angesagt, aber den meisten Teil konnte man mit etwas Geschick auch fahren. Der Weg kam kurz vor dem Abzweig zur Wasserkuppe wieder aus „der Wildnis“ heraus.
Vorbei an der Quelle der Fulda und mit schönen Ausblicken ging es nun auf der Strasse hinauf zur Wasserkuppe.
Und dann ist der Gipfel (fast) erreicht. Um den Flugplatz und dem nebenan liegenden Souvenirladen tummeln sich u. a. Heerscharen von Bustouristen. Schnell weiter, vorbei an der ehemaligen Reichssegelflugschule / Groenhoff-Haus und dem Radom wird kurz darauf die Spitze erreicht und die Aussicht genossen.
Und das Wetter ist definitiv um Längen besser wie vorgestern am Großen Inselsberg. 😉
Führungen gab es im Radom zwar nicht aber für 2 Euro kommt man bis zur Kuppel hinaufsteigen und um den Sockel herumlaufen. Im Treppenhaus erläutern etliche Tafeln die Geschichte und Funktion des Radom. Die eigentliche Kuppel wird heute als Veranstaltungssaal genutzt und mittels „Lasershow“ illuminiert.
Vom Radom geht es runter zum Fliegerdenkmal und dann wieder hoch zum Regionalladen im Groenhoff-Haus wo ich etwas Marmelade und einen Dauerwurst von der Ziege einkaufe. Lecker!
Und schon geht es wieder runter vom Berg, wobei „schon“ etwas kleingeredet klingt. Es ist bereits nach 12 und noch über 3/4 der heutigen Wegstrecke liegen vor mir. Noch ein kleiner Abstecher zum Roten Moor, den Einstig zum Aussichtstum hatte ich verpasst und so blieb nur ein Blick auf das andere Ende des Moor mit mehr Wasser.
Von nun an ging es stes mal weniger und mal mehr steil bergab. und damit es nicht langweilig wird auch weiter hinauf. Der Radweg führt zum Glück abseits der Bundesstraße. Der Verkehr insbesondere mit großen LKW ist hier beträchtlich.
Noch ein wenig bergab und nach Oberweißenbrunn wieder bergauf und schon ist Wildflecken erreicht. Auch wenn die Brücke am Ortseingang danach aussieht, diese trug keine Bahnstrecke, sie war aber die Verbindung vom Truppenübungsplatz zur Verladerampe im ehm. Bahnhof Wildflecken.
Aufnahme von Betriebsstoffen im örtlichen REWE und etwas verwundert sein was Soldaten dort einkaufen. Statt Bierkästen nur „Energiedrinks“ und Toastbrot… oh wei, und es geht hinauf zum ehm. Bahnhof. Auf dem Bahnhofsvorplatz hatte der GLeisbauof Hanau vor vielen Jahren einen kleinen Signalgarten errichtet.
So dann mal auf den Rhön-Express-Radweg. Super liebe Dorfpolitiker im Landkreis Bad Kissingen. Die Strecke wäre nicht mal ohne Potential. Mit vernünftigen Durchbindungen bis Würzburg und Gemünden wäre hier bestimmt was zu holen gewesen. Der Straßenverkehr belegt das Verkehrsbedürfnis, aber die nicht mal 20 Radfahrer die mir in den gut 2,5h auf der Radweg bei bestem Wetter und teils Feierabendverkehr begegen bringen natürlich viel mehr wie ein vernünftiger SPNV. Aber woher sollen die es wissen, über Jahre mit Alibizügen entwöhnt und selbst der Busverkehr ist hier ein Witz….
Ab und an stehen noch Tafeln und Bü Signale an der Strecke.
Die Abrissfirma hat aber ab und an noch was liegen gelassen. Offenbar rentiert Schrott doch nicht mehr so sehr.
Unter der Sinnbrücke zeigt sich der ganze sinnlose Abriss. Nebenan eine Nebenstrasse auf der der Radweg auch laufen könnte und über dem Tal tobt die Autobahn mehrspurig übers Tal. in Brückenau Ost steht noch ein Alibi Formsignal und in Bad Brückenau Stadt besteht der Bü noch als Dekoration. Der Parkplatz am ehm. Empfangsgebäude weitet sich immer mehr auf die ehm. Gleisanlagen aus, nein Bad Brückenau hat kein verkehrsproblem…
Hinter Bad Brückenau wird es kurios. Eine Schranke über den Radweg. Häh? Ja, denn diese verhindert dass der Radweg als Ersatzweg genutzt wird während die Strasse saniert wird. Um dem Linienbus aber den Umweg zu ersparen nutzt dieser den Radweg nun als Busspur mit.
Bei Zeitlofs wird es noch „doller“. Hier reisst man den kaum ein Jahr alten Radweg wieder ab um ihn mit der Strassensanierung neu zu trassieren. Geld spielt bei sinnlosen Projekten vermutlich keine Rolle.
Achja, die Betonschalthäuser der Bahnübergänge hat das Unternehmen was sich auf Streckenabriss *kotz* spezialisiert hat natürlich nicht abgebaut. Das kostet ja nur und bringt im Gegensatz zu scheinen kein Schrottgeld. Teilweise stehen die Bahnübergänge auch noch fast komplett, teils mit Andreaskreuz, teils ohne. Was da die StVO dazu sagt?
Weiter in Richtung Hessen und unter der Schnellfahrstrecke Fulda – Würzburg durch ist Altengronau erreicht wo am östlichen Ortsrand der Radweg auf der Bahntrasse endet.
Bis auf die Bahnübergänge ist aber auch hier das Gleis zurückgebaut. Der Radweg schwenkt von der Bahntrasse weg und und es geht weiter das Sinntal mit der Bahnstrecke von Fulda nach Gemünden abwärts.
Ein Autohaus in Mittelsinn hat interessante alte Fahrzeuge ausgestellt. So klein können Autos also auch sein.
Bei Burgsinn ein kleiner Abstecher zur Schnellfahrstrecke als gerade ein ICE 1 mit 250 km/h (oder ggf. 280 ?) unter mir durchkachelt. 200 km/h bin ich ja vom Ried gewohnt, aber 250 ist eine ganz andere Hausnummer.
Bei Schaippach will man evtl. die Brücke erneuern oder eine Umgeungsstrasse bauen, oder beides. Schaunmermal.
Nochmal über die Sinn fahren und dann gerade noch so einen ICE auf der Talbrücke erwischen und es ist nicht mehr weit bis Gemünden wobei die Übernachtung eigentlich im Ortsteil Langenprozelten liegt.
Halbpension war im Hotel Imhof gebucht, aber irgendwie gab es die nicht, vermutlich weil keine Gruppen mit HP da waren. Ich konnte mir aussuchen was so die Karte herab. Und das war alles gut.
Vom zimmer aus hatte es einen Blick auf die Mainbrücke der Schnellfahrstrecke als auch auf die Strecke im Maintal von Würzburg nach Aschaffenburg. Während über die Brücke nur stündlich je Richtung etwas fuhr kam auf der anderen Strecke gefühlt alle paar Minuten etwas vorbei. Eine richtige Rollbahn…
Geschlafen habe ich trotzdem gut. Vielleicht gerade deshalb. Oder wegen den 100km bei 810 Höhenmetern aufwärts?