Tagesprogramm: Das Basler Hinterland

Eigentlich wollte ich nur etwas entspannt in den Juraausläufer fahren und dabei in Flüh und Rodersdorf wieder mal der Tram 10 auflauern.

Rausgekommen sind gut 85km und 950m aufwärts. Akku leer… fast. 😎

Dazu der weltbeste Wurstsalat in der Besenbeiz unterhalb des Remelsberg welche in einem Stall untergebracht ist.

Mehr Bilder im Komoot Bericht:
2018-07-22 Basel – Rodersdorf – Laufen – Flüh – Basel

So, jetzt fertig machen und auf zum Basel Tattoo. 😊

Gotthard mal anders

Der Tag beginnt bei „ausbaufähigem“ Wetter. Aber entgegen der Vorausschau sollte es über den Tag recht brauchbar bleiben und diese kleinen motorisierten Bergziegen faszinieren mich immer wieder.

In Erstfeld angekommen warten ein IR mit Re460 sowie der für Testfahrten hier weilende Gioruno RABe501.

In der Tourist Info im Bahnhof ist der Treffpunkt für die Sonderfahrt mit dem BDe 4/4 2646. Währenddessen macht sich die derzeit auch in Erstfeld weilede Ae4/7 der SBB Historic Gruppe in St. Maurice ebenfalls auf den Weg hinauf nach Airolo.

Nach dem Ausstatten mit Warnwesten geht es zu einer kleinen Führung durch Depot der SBB Historic und zum bereits vor der Halle bereitstehenden BDe 4/4.

Die Fahrt des BDe 4/4 ist wie ich es verstand eine Premiere und so sind auch diverse Amtsträger der Gemeinde Erstfeld unf Uri Tourismus dabei.

Der Triebwagen war viele Jahre als Schulzug unterwegs bevor er äußerlich wieder ins alte grüne Livre versetzt wurde. Der Fahrgastraum wurde mit einer Bar (inkl. Jura Kaffeemaschine) versehen und als Sitzgelegenheit dienen die Sessel aus dem ehm. Wagen des Bundesrat.

Neben dem freien Blick nach vorne besteht zudem an den Ladetoren die Möglichkeit den Ausblick und Fahrtwind zu genießen.

Das Tunnelportal bei Amsteg welches von den Druckrohren zum Kraftwerk gequert wird hat durch diese eine interessante Form.

Auf der Gutthardautobahn wenig lis zu sein, aber dies ist nur der Blockabfertigung geschuldet.

In Gurtnellen ist der erste Stop.

Das Schalterstellwerk hat seit ein paar Jahren ausgedient und das Stellwerk wird nun, zusamnen mit Wassen, von Göschenen aus bedient.

Insgesamt scheint die Gotthard Bergstrecke eine der wenigen Strecken mit örtlicher Bedienung (Erstfeld, Göschenen und Airolo) zu sein wobei die meisten Weichen der Gleiswechsel aber auch der ehm. Bf. Silenen „verschraubt“ sind.

Die ehm. Schalter in Gurtnellen präsentiert sich wie in einer Zeitschleife von 1930-50 stehen geblieben.

Auf dem Weg nach Göschenen wird die bekannte Kirche von Wassen passiert und kurz danach begegnet der Gotthard Panorama Zug bevor das ehm. Wärterhaus Eggwald und der Rohrbachbrücke gehalten.

Die Rohrbachbrücke ist nicht gerade eine Schönheit aber die Konstruktion war eine Folge aus der mehrfachen Beschädigung der vorherigen Eisenkonstruktion durch heftige Lawiensbgänge durch das Rohrbachtal. Vor Ort wird allerlei interessantes zur Konstruktion und den Bau der Brücke sowie zum Wärterhaus erläutert.

Das kleine Gebäude vor dem ehm. Wärterhaus ist übrigens ein Kabelhaus der Streckenverkabelung die ca. alle 800m errichtet wurden.

Inkl. grosser Glocke und Telefon.

Daa Wärterhaus hat keine Zufahrtstrasse und nur einen nicht erkennbaren Fussweg. Wie Wanderer zu den Infotafeln kommen sollen erschließt sich nicht direkt.

Zurück im Zug gibt es erst einmal Kaffee und schon ist Göschenen erreicht.

In Göschenen wird zunächst der Zug nach Erstfeld abgewartet bevor es in den 15km langen Scheiteltunnel geht aber ca. in der Mitte bei Tunnel-km 7,4 wird gestoppt. Der Besuch der Nische in der früher die Streckengänger und Arbeitet ihre Pause verbringen konnten.

Anheimelnd ist etwas anderes.

Man wollte den Raum seitens der Historic Gruppe seinerzeit reinigen was aber von der verantwortlichen Stelle mit der Aussage „Nein, denn da wurde noch nie geputzt“ sozusagen vom Tisch gewischt wurde.

Ich vermute ja dass der Aufenthaltsraum nur ein gut getarnter Zugang ins Reduit ist und man befürchtet dass einer beim Putzen den Schalter für die Geheimtür findet. 🤣😂🤗

Nach dem Foto von 2016 mit dem Gotthardino in der Multifunktionsstelle Sedrum im Basistunnel nun der zweite Tunnelzug im Gotthard.

Es ist, im Vergleich zum GBT, auch erkennbar wie viel enger es im Scheiteltunnel zugeht.

Wir verlassen des „gastlichen Ort“ und kurz darauf wird Airolo erreicht wo bereits die Ae 4/7 angekommen ist und sich nun ein Stelldichein mit dem BDe4/4 und einem Flirt gibt.

In Airolo ist Mittagspause in der ein feines 3 Gänge Menü in der Gastronomie gegenüber des Bf. gereicht wird. Achja, daher heute mal kein „Foodporn“. 😅

Die Ae 4/7 wurde trotz Parken im Parkverbot nicht abgeschleppt und im Scheiteltunnel wird nun an der Schutzpatronin der Tunnelbauer, die heilige Barbara , gehalten bevor wieder Göschenen erreicht wird.

In Göschenen war dann Stelltischkucken angesagt. Im Bf. Göschenen ist die Oberleitung auf den meisten Überhol- und Nebengleisen abgeschaltet. Der schleichende Rückbau zeigt sich. Zudem hat die Bergstecke zwischen 22 und 5 Uhr Betriebsruhe. Bis 2016 undenkbar.

Das Personal ist dankbar für die Abwechslung durch die Besuchergruppe und erläutert den ehm. und aktuellen Betrieb mit Herzblut bevor der Sonderzug stilecht mit Mütze und Kelle für die Fahrt nach Erstfeld abgefertigt wird.

Bei Amsteg setzt leichter Regen ein was der guten Laune und dem ganzen Erlebnis keinen Abbruch tut.

Nach 6,5h Bahnerlebnis pur geht es mit dem IR ab Erstfeld nach Zürich und dort mit dem direkten IC nach Basel SBB. Letzter IC verkehrt laut Fahrplan via Aarau und Hauenstein-Basistunnel verkehrte aber stattdessen via Rheinfelden was aber von der Fahrzeit absout gleich war.

Erstaulich auch wie sich das Umfeld des Zürcher Hauptbahnhof wandelt. Stand das markante Stellwerk früher einsam und dominant im Bahnhofsvorfeld so geht es nun in der Überbauung der ehm. Sihlpost geradezu unter.

In Basel SBB noch etwas Tango kucken und weiter ins Hotel.

So. Morgen wird ein langer Tag. Ich freue mich schon auf’s Basel Tattoo. Das Feuerwerk beim Abschluss der heutigen Abendvorstellung war vorhin schon mal über den Rhein bis hier in Binningen zu vernehmen.

Einmal nach Basel bitte…

… oder doch nicht? 😎

Aber erst mal der Reihe nach.

Pünktlich um 8:31 ging es zu Hause weg, in Darmstadt wurde das Rad aus seinem „Zwischenlager“ wo ich es gestern hin vorgefahren hatte geholt und gespannt auf den Zug gewartet.

Der Wagenstandsanzeiger lokalisierte das Radabteil im Steuerwagen und an der Spitze des Zuges, der Zugzielanzeiger meinte dass dieser am Zugende sei. Ein Text „geänderte Wagenreihung“ wurde aber nicht angezeigt. Na dann wartet man halt in der Mitte und siehe da… der Zugzielanzeiger hatte recht.

Von den 18 Stellplätzen waren 9 belegt unter anderem mit einer recht unkoordinierten Gruppe die ab Karlsruhe dann in den Schwarzwald RE wechseln wollte. Naja…

Ich hatte wieder mal die A-Karte mit einem „Hängeradplatz“ und somit beim Ausstieg hinter der Chaostruppe.

Aber in Karlsruhe hatte es über 50min Übergang so dass auch ein Mittagssnack drin war.

Uin und aus der Innerschweiznd 120er sind hier immernoch fleissig im Einsatz.

Frisch gestärkt ging es nach Gleis 2 und zu meiner Verwunderung war der Fahrradplatz mit dem Wagen 264 in der 1. Klasse des mit SBB Wagen fahrenden EC7. Insgesamt scheint der Zug somit gut mit Fahrrädern belegt gewesen zu sein wie bei der Einfahrt erkennbar war. Je Wagen hat es 2 Plätze und somit 20 in Summe.

Da mein Sparpreis nur 2. Klasse war machte ich es mir halt an der Tür bequem denn bei guter Belegung des Zuges min. 3 Wagen weiter ein Plätzchen zu suchen war mir auch zu doof.

So ging es in dem Wagen, dessen Herstellerschild viele nicht mehr existente Firmennamen trägt rasch nach Basel Bad Bf.

Es gibt doch scheinbar nichts was an sich schon komplex ist das man in Deutschland (ja dass Basel Bad Bf als DB Bahnhof in der Schweiz liegt ist bekannt) nicht doch noch verkomplizieren kann.
Im SBB Netz habe ich noch keine derartige Rudelbildung von ETCS Balisen gesehen.
12 Balisen bis zum Bahnsteigende und dahinter kommen noch ein paar und im Rücken ebenfalls.

Sodenn geht es quer durch die Stadt zu Hotel Nr. 1 für den heutigen Tag.

Schön dass es in Basel so viele Tramlinien gibt aber mit dem Rad muss man wegen der allerorten liegenden Schienen höllisch aufpassen.

Aber für nette Motive taugen sie ja auch. Trotz Sonnenschein erkennt man dass sich etwas zusamnenbraut. Aber zunächst bleibt es trocken und die beiden Blues Brother in Binningen schert das Wetter auch nicht.

Weiter geht’s zum Bahnhof Basel SBB und weiter in Richtung zum Hotel Nr. 2.

Es ist eklig warm und im Zug nach Luzern knacke ich erst mal weg. Der „knappe “ 7min Übergang in Luzern zum Voralpen-Express der SOB zum wird gut erreicht und mit einem Kaffee aus dem Bordautomat geht es frisch gestärkt nach Arth-Goldau wo es bereits leicht regnet.

Dort wartet derweil der IC nach Zürich auf den ICN aus Lugano.

Kein schmeichelhafter Reisetipps der da am ICN angezeigt wird. Eigentlich soll der doch nach Luzern und Basel gehen. Oder doch besser laufen?

Ich laufe erst mal zum Bahnsteigende wo es eine kleinen Bauzug zu bewundern gibt bevor der Voralpen-Express abgelichtet wird. Aktuell werden schon die Nachfolger für die Lok + Wagen + Lok in Form von Stadler Kiss Triebwagen abgeliefert. Lang werden die Garnituren mit den Re450 nicht mehr fahren.

Noch ein Bahnsteigwechsel, und zuvor im Bahnhofs Coop ein Kampf mit der Selbstbedienungskasse und es geht im gut gefüllten Flirt als S2 nach Sisikon am Vierwaldstädter See.

Es regnet leicht und die Temperatur wird richtig angenehm um die knapp über 20°C. Die Berge liegen leicht om Dunst. Trotzdem irgendwie schön… wenn nur die lärmige Kantonsstrasse nicht wäre.

So, Abendessen im Hotel Nr. 2.

Warum ich zwei Hotels habe?

Ursprünglich war nur das Basel Tattoo am Sonntag und am Samstag die Tattoo Parade geplant bevor es ab Montag auf die Radtour geht.

Aber kurzfrustig ergab sich die Möglichkeit einer Sonderfahrt über den Gotthard am Samstag und auf eine Abfahrt um 6 Uhr in Basel hatte ich auch keine Lust. Daher wurde das Rad und Hauptgepäck in Basel belassen und eine nette kleine Unterkunft in Sisikon gefunden.

So ist das Ausschlafen und insbesondere Frühstück gewährleistet und ich musste das Rad und Gepäck nicht sinnlos 2x in die Innerschweiz hin und her speditieren insbesondere bei den Preisen für Radfahrkarten.

Mal sehen wie das Wetter morgen wird…

Bauzugjagd

Über gut 1,5 Wochen wurde das Gleis von Reinheim bis zum ehm. Bf. Lengfeld sowie das Gleis 2 in Reinheim umgebaut.

Während das Bahnhofsgleis in Reinheim konventionell umgebaut wurde kamen auf der Strecke der Schienenumbauzug (SUM) und anschließend die Bettungsreinigungmaschine (BRM) zum Einsatz.

Die zuerst gefahrene SUM konnte ich nicht fotografieren da sie entweder dann fuhr wenn ich arbeiten musste und dann, da nur von 6-18Uhr im Einsatz, an unfotogenen Stellen stand.

Auch am Samstag den 7.7.2018 war die BRM schlecht fotografierbar. Aber als der Logistikzug mit seiner Nohab dann den Bagger vor sich herscheuchte um nach Lengfeld in den Feierabend zu kommen erinnerte mich das ein klein wenig an die legendäre Folge in der die Olsen Bande den Postwagen ausrauben will. Mächtig gewaltig 🙂

Nächster Versuch der Bauzugjagd dann am Sonntag Nachmittag.

Naja, die Bezeichnung Jagd ist natürlich etwas übertrieben. Aber auch eine sich nur mit 200m/h bewegenden Baumaschine kann eine Herausforderung sein, denn es dauert doch recht laaaaaaaaaange bis sie an einer geeigneten Fotostelle ankommt. Wenigstens war die Bauligistik dann mit 20km/h unterwegs die aber dann doch gut per Rad verfolgt werden konnte. Der Umbauzug ist hier im Einschnitt in Höhe des Ohmhof. Die BRM ist nich alleine unterwegs. Den Lärm und den Staub ficht den Schmetterling an der Böschung nicht an. Die BRM filtert den ausgebauten Schotter und brucht ihn teils neu um ihn dann wieder einzubauen. Nur zu kleine Schottersteine und eingetragener Schmutz / Erde wird herausgefiltert und in den vorauslaufenden Bunkerwagen zwischengelagert.

Irgendwann ertönt eine Hupe, die BRM bleibt stehen und nach und nach wird der Staub weniger.

Der Logistikzug hat die BRM erreicht und kuppelt an diese an.

Der Logistikzug hat angekuppelt, die BRM legt wieder los und parallel wird nun nun von einer machtigen Staubwolke begleitet der nicht mehr verwendbare Altschotter aus den an der BRM angehängten Wagen umgebunkert. Nach dem Verladen wird wieder abgehängt und es geht nach Lengfeld wo das Material bis zur Verladung auf LKW (*sic*) zwischengelagert wird. Zirka alle 2h wiederholt sich dieses Spiel.

Nachtschicht

Kurzfristig musste ich dann für einen Kollegen einspringen.

Also heim, auspacken, kurz Augenpflege betreiben, dann mit dem Rad im „Tiefflugmodus“ nach Darmstadt und die Dienstkutsche geholt und ins Ried gefahren.

Dank des Top Team vor Ort, vom Monteur bis Fdl, liefen die Schaltarbeiten recht reibungslos und ohne Beeinflussung des Bahnbetriebs.

Endlich ist der schon seit Jahren durch eine Unterführung ersetzte Bü66 in Wolfskehlen nun auch aus den Stellwerken in Goddelau und Dornberg verschwunden.

Die erfolgreiche Nacht wird dann durch einen herrlichen Sonnenaufgang über den Reinheimer Seewiesen gekrönt.

Tourende und Statistik

Nach einer erholsamen Nacht steht nun die letzte Etappe an.

Das Wetter ist herrlich und so entschliesse ich mich nicht auf dem flachen Weg über das Mühltal sondern über das Stettbacher Tal nach Ober Beerbach zu fahren.

Eigentlich wollte ich eine etwas längere Etappe fahren aber mein werter Arbeitgeber hat mir kurzfristig eine Nachtschicht beschert und irgendwie sollte ich die se dann auch wach durchstehen.

Mit einem Blick bei Franknhausen auf Frankfurt (im Dunst in der Ferne) geht es zum verspäteten Mittagessen zum Naturfreundehaus in Ober Ramstadt.

Runter ins Tal und am Hochwasserrückhaltebecken vorbei hinauf nach Rohrbach ist bald Reinheim und das Ende der Tour in Sicht.

Auch die letzte Etappe gibt es hier bei Komoot.

So, und nun ein wenig Statustik.

Geplant waren 10 Tage vom 16. – 25. Mai 2018, geworden ist es durch den „Schlenker“ über Gernsheim 11.

Geplant (Planungssoftware Komoot) waren 656,3km mit 6050 Höhenmeter aufwärts und 5940 Höhenmeter abwärts.

Die Aufzeichnung bei Komoot kam dann auf 795km mit 4550 Höhenmeter aufwärts und 4630 Höhenmeter abwärts.

Das Fahrradnavi kam dagegen auf 810km mit 6237 Höhenmeter aufwärts und 6279 Höhenmeter abwärts.

Der genau Wert wird irgendwo zwischen den Aufzeichnungen von Komoot und des Navis liegen.

Eine wunderbare Tour mit interessanten Eindrücken ist vorbei. Aber nach der Tour ist vor der Tour und schon Ende Juli geht es quer durch die Schweiz. Bis dahin muss auch die Bremse wieder 100% funktionieren. 😉

[Edit 27.05.2018]

Wenn ich mir das aktuelle Wetter in der Eifel so ansehe muss ich sagen dass ich bis auf den kleinen heftigen Schauer in Luxemburg Stadt richtig Glück mit dem Wetter auf der Gesamttour hatte.

Ein mal durch Rheinhessen

Der nächtliche Regen hat sich verzogen aber es ist noch recht diesig.

Nach einem sehr guten Frühstück mit Lachs und frisch gemachten Spiegelei, was ich so in einem Hotel dieser Kategorie nicht erwartet hätte, ging es erst mal hinab zum Bahnof um mal bei den Kollegen vorbeizuschauen.

Das Wetter klart weiter auf und so geht es an der ehm. Hindenburgbrücke vorbei in Richtung Ingelheim um dort in das Selztal Richtung Nieder-Olm einzubiegen.

Herrliches Wetter, tolle Landschaft, so macht Radfahren Spass. 👍

Noch eine ehm. Bahnstrecke auf der heutigen Radtour. Ich war etwas überrascht direkt am Rheindamm auf Höhe der Rheinfähre Ingelheim einen Lokschuppen zu entdecken.
Dieser gehörte zur 1954 nach 50 Jahren Betrieb stillgelegten Selztalbahn oder auch Zuckerlottche genannt. Im Areal von Böhringer in Ingelheim wird die ehm. Strecke noch im Werksverkehr (wieder) benutzt. Vermutlich hat es was mit der Bodensanierung im Umfeld des Werks zu tun. Die Container und deren UN Kennzeichnung deuten darauf hin. Der Rest der Strecke ist abgebaut, überbaut und teils ein Rad- und Wirtschaftsweg.
In Schwabenheim an der Selz hat man das ehm. Empfangsgebäude wie mir scheint zum Kindergarten umgebaut und das mit passendem Namen.

Hinter Elsheim-Stadecken verlasse ich die Selztalbahn aber bis Nieder-Olm bleibt die Selz der Begleiter.

Hinter Nieder-Olm geht es weitet über’s Land. In Hahnheim wird das Bahnhofsareal der ehm. Stecke Bodenheim – Alzey gequert bevor es weiter nach Friesenheim zur nächsten ehm. Bahntrasse geht.

In 1900 eröffnet wurde der PV schon 1951 eingestellt und 1960 die Strecke stillgelegt und abgebaut. Das „Valtinche“ von Nierstein hinauf nach Köngernheim.
Die Trasse ist zumeist ein Wirtschaftszweg oder zur innerörtlichen Strasse umgebaut bzw. überbaut.
Interessant ist das Konrad Adenauer 1957 mit seinem Wahlkampf-/Regierungszug diese Strecke befuhr als diese nur noch im Güterverkehr genutzt wurde. Der Zug übernachtet dabei in Dexheim. Am Rand von Nierstein erinnert ein kleiner Park an die denkwürdige Fahrt.
Die Empfangsgebäude von Dahlheim und Friesenheim sind gut erhalten und in privater Hand.

Hier noch ein paar alte Bilder unter:
http://amiche.de/valtinche/text.html

An der Fähre in Nierstein wird erst mal gerastet bevor es am Rhein entlang zur Fähre nach Gernsheim geht.

Ich habe das Kaffeezimmer auf der Rheinseite. Ob ich bei so viel Kaffee schlafen kann?

Die Küche des Rheingold ist wahrlich gut und der Ausblick auch schön.

Abendrot als Dessert 😁

Hmmm. „Regencreme“ und alle möglichen Regenklamotten habe ich fast für die Katz über 600km mitgeschleppt. Aber Sonnencrene fehlt definitv. Wobei heute dringend benötigt.

80km sind es auch wieder geworden wie Komoot belegt.

Hmmm. Und die Arbeit hat mich nun eingeholt. Kurzfristig werde ich Sa/So bei einem Umbau einspringen. Bin ja nun passend erhoht 🤣

Talabwärts

Nach dem Frühstück mit selbstgemachter Marmelade ging es für den Rest des Tages „bergab“ 😁 sprich dem Tal abwärts folgend. Ein Versuch auf die Draisinenstrecke einzufädeln musste abgebrochen werden da dort heute der Betrieb bergwärts lief.

Warum man für den Rad- und Fussweg nur so schmale Brückenteile erstellte erschließt sich mir nicht. „Radfahrer absteigen“ scheint auf dem Radweg im Glan- als auch Nahetal eher die Regel denn die Ausnahme zu sein. Schade eigentlich denn die Radwege an sich sind sehr empfehlenswert.

Schon bald wird Lauterecken erreicht. Hier endet die Bahnstrecke von Kaiserslautern. Auf der Draisinenstrecke stellt der Ort eine Zwischenstation dar. Eine Gruppe beginnt gerade ihre Etappe nach Altenglan während eine Schulklasse ihre Fahrt aus Staudernheim beendete. Aber auch die ganze Strecke zu fahren ist natürlich möglich.

Weiter geht es sodenn nach Meisenheim. Schade dass mir die Zeit fehlt das Örtchen mit seinem historischen Ortskern näher zu erkunden.

Hinter Meisenheim begegnet mir die erste und für heute einzige Draisine auf der freien Strecke.

Beim „Zum Radler“ im ehm. Bahnwärterhaus bei Rehborn wird zur Vesper eingekehrt bevor es Richtung Staudernheim an der Nahe weitergeht.

Nach der Brücke über die Nahe vor Staudernheim mit „Richtungsbetrieb“ auf den Randwegen inkl. dem üblichen „Radfahrer absteigen“ wurde ins Nahetal eingebogen.

Der Glantal Radweg wich zwar ab und an von der Tallinie ab aber im Nahetal geht es nach wenigen Kilometern hinter Boos erst einmal stramm hinauf in die Weinberge beim Gut Hermannsberg.

Die ehm. Verbindungsspange von Odernheim und Bad Münster am Stein ist zwischen Odernheim und Niederhausen leider nicht befahrbar so dass dieser Anstieg nötig ist. Aber der Ausblick ist es wert.

In Niederhausen wird die Nahe aufgestaut. Die Holzbohlen auf der Brücke über das Wehr lassen nach der Beschilderung 3,5t zu. Aber alleine schon der VW Bus der darüber fuhr brachte die Konstruktion sehr ins Wanken. Die Schwäne am Wehr sind davon unbeeindruckt. Am Kanal zum Turbinenhaus geht es weiter um dort auf die ehm. Bahntrasse zu wechseln. Diese dient heute primär als Radweg ist aber eine RWE Werksstrasse zur Zuführung von Trafos u. ä. zum Kraftwerk. Die Bahnbrücke kurz vor Bad Münster am Stein wurde durch eine Strassenbrücke ersetzt. Das Bahngleis endet unmittelbar vor der Brücke.

Bad Münster am Stein und Bad Kreuznach gehen wegen der ausgedehnten Kurparkanlsgen fast unbemerkt ineinander über. Unterhalb des Felsens des Rheingreifenstein wird sich ein gutes Eis gegönnt bevor es entlang der imposanten Gradierwerke weiter geht.

Bald ist danach Bingen erreicht und auf der anderen Rheinseite grüsst Hessen 😉

Nur „Halbdraussen“ zu sitzen geht gut bei der Gaststätte „Zur alten Post“. Zumal es nun anfängt zu regnen. Mit Weinschorle klingt der Tag aus.

Für morgen gibt es eine kleine Planänderung. Da in der Regel die Tagesetappen um min. 10km länger werden, wie auch heute 82 statt 72 entschliesse ich noch einen Zwischenstopp einzulegen damit die geplanten 84km bis nach Hause nicht noch dreistellig werden.

Aber hier erst mal mehr Bilder in der Aufzeichnung der Etappe durchs Glan- und Nahetal.

Achja. www.wetteronline.de lag wie gestern auch heute mit der Vorhersage voll daneben.

Während der ganzen Etappe war kein Regen in Sicht aber die App meldete stets welchen.

Der Weg ist das Ziel…

… ist eine gute Umschreibung für die heutige Etappe.

Ulmet ist daa heutige Ziel und darauf freute ich mich schon lange. Aber dazu später.

Zunächst gibg es wie geplant weiter der ehm. Köllertalbahn entlang. Obwohl erst in den 1980er stillegelegt ist die Trasse bereits teilweise abgetragen und vielfach überbaut. Aber das interessiert die Ente beim Dösen im Köllerbach nicht.

Bei Walpershofen mündete dann die Saarbahn auf die ehm. Trasse bis Lebach ein.

Im Bereich der Haltestellen Heusweiler Schulzentrum und Markt ist ein recht aufwendiger Bahnhof entstanden. Das ehm. Bahnhofsgebäude von Heusweiler liegt recht mittig zwischen den Stationen und dient heute einer Apotheke.

In Heusweiler Markt bestehen bahnsteiggleiche Anschlüsse zwischen Saarbahn und den Bussen. So muss es sein.

Hinter Heusweiler geht es erst mal stramm bergauf „nur“ um danach wieder nach Illingen runter zu fahren. Bis hier verkehren die S-Bahnen. Ab hier verkehren die stündlichen RB von Saarbrücken nach Lebach was somit via RB ubd Saarbahn angebunden ist.

Auch in Illingen wieder optimale Umsteigeoptionen. Da könnte man sich bei mir im Ort mal ein Beispiel nehmen.

Ab Illingen folge ich dem Radweg nach St. Wendel der großteils auf yen Höhenrücken verläuft. Schöne Ausblicke, stramner Wind und aufwärts Strampeln ist somit garantiert. Vom Radfahrer recht unbeeindruckt war der kleine Marder (Oder Iltis?) welcher erst mal mitten auf dem Weg stehen blieb.

Interessante Ortsnamen hat es hier. Und hinter Urexweiler – Habenichts 😁 geht es steil bergb nur um nach dem Queren des Bliestals wieder bergan zu strampeln und dann wieder runter ins Ostertal mit der Ostertalbahn.

Und was folgt nun. Ja… es geht wieder hoch und der Akku wird gut genutzt. Ab Frohnhofen geht es aber wieder bergab nach Schönenberg. Sehr gut zum Akkuschonen.

Achja, aus irgendeinem Grund funktioniert die Hinterradbremse, wenngleich auch mit verminderter Leistung (ca. 50%) wieder. Magic 😀

In Schönenberg mach ich eine kurze Kaffeerast und biege dann in den Blies- und Glantal Radweg ein der hier auf der ehm. Abschnitt der Glantalbahn von Homburg nach Glan-Münchweiler verläuft.

Achja. Der Galgen wurde nicht genutzt. Es war auch keine Mundharmonika greifbar. Er soll vmtl. Saarländer abschrecken. Denn hier ist man in der Pfalz. 😎

Nach der Brücke über die Glan geht es geschützt vor bröckelnden Gewölbe durch den Tunnel. Die Bienen und Hummeln erfreuten sich der rund ums Tunnel blühenden Akazien und anderer Bäume. Es summt fast ohrenbetäubend.

Etwas „speziell“ ist der Bahnübergang über die heute von Landstuhl nach Kusel verkehrende Teil der Glantalbahn. Drängelgitter für die Fußgänger und Radler und daneben ein richtiger Bahnübergang für die Zufahrt zur Wiese. Selbstverständlich gegeneinander stramm abgezäunt.

Weiter hinab im Glantal (mit Steigungen) gehr es ab Rehberg (mit Fotomotiv für den Zug) durchs Storchendorf Theisbergstegen mit seinem wegen der ehm. Steinbrüchen früher recht grosszügigen Bahnhofsareal. Heute reicht ein Bahnsteig und im Schulbusverkehr eingesetzte „Uraltbusse“.

Ein netter Wochenendsitz wäre der leider sehr desolate ehm. Schrankenposten bei Mühlbach. Der Posten lag mittig zwischen zwei gut 400m entfernten Bü. Überblick garantiert.

Bald ist Altenglan erreicht und der Wetterbericht hatte sich nicht bestätigt. Nur hintet Hezsweiler nieselte es mal kurz und es wurde danach stetig besser.

Nach dem Getränkekauf im Edeka in Altenglan war aber eine rapide verschlechterung festzustellen. Dunkle Wolken und starker Wind lassen nichts gutes Ahnen und so geht es stramm nach Ulmet was noch genau vor den ersten Regentropfen erreicht wird.

„Zum Steinernen Mann“. Ein geselliger Gasthof mit einem super Zimmer (wie schon vor zwei Jahren), tollen hausgemachten Essen und herzlichen Besitzern.

Der Tag klingt bei einem „Bier to go“ und dem Reisebericht auf dem Balkon aus.

Fazit. Das Folgen der Saarland sowie des Saar – Ostertal – Höhenweg statt der geplanten Route über Schwarzerden hat die Tour nicht einfacher aber interessanter gemacht.

Noch 14% Restakku… Passt…

Und hier noch mehr Bilder und die Route.

Weiter an der Saar entlang

Im Gästehaus gibt es das Frühstück auf dem Zimmer. Die Brötchen werden gehen 6 Uhr an die Türklinke geliefert. Dee Rest steht bereits im Kühlschrank. Kaffee und Tee stehen auch reichlich zur Verfügung. Der Tag kann beginnen.

Apropos Zimmer da im Zimmer keine direkte Abtrennung zur „Sanitärzone“ besteht verfügt die Toilette über eine „Direktabsaugung“. Ein Modell aus der Villeroy & Boch Erlebniswelt. 😂

Bei strahlendem Sonnenschein geht es die Saar aufwärts.

Hmmm. Dillingen und Menningen? Schreibfehler? Der Bahnhof im EBD schreibt sich anders. 😁😉

Der Bahnhof von Beckingen besticht mit einem interessanten Empfangsgebäude. Früher legte man noch Wert auf die Gebäudebauform.

In Rehlingen wird an der Schleusw die Seite gewechselt. Offenbar ist hier die Ferngesteuerzentrale der Saarschleusen untergebracht da der Turm besetzt ist. Zurück ans rechte Ufer der Saar geht es in Ensdorf.

Die auf der dortigen Abraumhalde stehende Skulpur weckte das Interesse. Im Ort steht aks Erinnerung an den 2012 im Saarland eingestellten Kohlebergbau eine Grubenbahn.

Die Abraumhalde des benachbarten Schacht Duhamel kann begangen werden. Im unteren Bereich verfügt dieser sogar über einen kleinen Wingert der von der RAG genutzt wird. Die RAG verfügt somit wie z. B. die Stuttgarter Baufirma Züblin über eigenen Hauswein.

In der oberen nicht renaturierten Bereich der gut 150m hohen Halde kommt man sich vor wie in einer Moodlandschaft. Der Ausblick ist gut aber die Rampen hinauf sehr steil. Auch herunter „schiebe“ ich lieber. Zumal die Hinterradbremse seit 2 bis 3 Tagen etwas „kaspert“. Diverse Moutainbiker rauschen derweil den Berg in beachtlichen Tempo herunter.

Es geht weiter in Richtung Völklingen. Auch wenn das Stahlwerk in Völklingen stillgelegt ist so gibt es noch weiterhin verarbeitende Betriebe der Saarstahl die den Stahl aus Dillingen erhalten. Es wird eifrig rangiert und die fast einen Kilometer Werkshalle ist schon beeindruckend.

Da für den späteren Nachmittag Gewitter angesagt sind und die kleine Bergfahrt den Zeitplan etwas verschoben hat lasse ich das ehm. Stahlwerk in Völklingen ausfallen und fahre direkt nach Püttlingen weiter.

Für das UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte muss ich für später mal vermerken. 2 bis 3h dürften dafür zu wenig Zeit sein.

Der Kaufhof wurde abgerissen der „hübsche“ Woolworth steht noch. Völklingen ist im Wandel…

Auf der ehm. Bahntrasse der Köllertalbahn geht es nach Püttlingen. Die Wolken werden dichter und irgendwann beginnt es zu Gewittern. Günstiger weise gerade dann als ich das Rad repariere (Hinterradbremse sieht schlecht aus, muss halt nun mit weniger Bremshundertstel fahren) oder beim Essen bin. 😉

Am südlichen Stadtrand liegt der gut erhaltene Bahnhof welcher von der einstigen Bedeutung der Strecke zeugt. Besass er doch einstmals sogar Unterführungen um zum zweiten Bahnsteig Inselbahnsteig zu kommen.

In der Stadtmitte ist der Damm nach der Stillegung mitte der 1980er teilweise abgetragen.

Abendessen beim Kosovo-Albaner (Restaurant Iliri) mit einer super Pizza der absoluten Spitzenklasse.

So. Morgen soll es ganztags regnen. Nicht toll…

Aber heute war ich trocken unterwegs. Wie üblich ist die Tour hier nachzusehen.