Das Basel Tattoo 2019

Ich hatte so meine Befürchtungen.

Nach der fulminanten Show 2018 u. a. mit dem Top Secret Drum Corps und vielen weiteren Highlights klang das 2019er Programm zunächst nicht so prickelnd und mit viel Singsang statt „wums“.

Aber ja, die Gesangseinlagen waren mehr, auch wurde moderner gespielt aber wer hätte gedacht zu was Dudelsäcke und Brassbands alles fähig sind. Genial!

Insbesondere die Griechische Truppe, die Chinesen und Niederländer seien mit ihren kreativen und toller Choreographie versehen Programme hervorgehoben. Oftmals mit viel Selbstironie. Griechischer Wein oder Blumen aus Amsterdamm mit einer „Frau Antje“ Parodie. Herrlich.

Für lacher sorgten auch die Chinesische Truppe die im finalen Akt der Gruppen mit ihren Drachenfiguren ab und an mitsangen, also die Münder bewegten und „groovten“ während die Gesangseinlagen liefen. 😎

Dazu immer mal kurze Einlagen der Hamburger Motorradstaffel als Pausenfüller und später natürlich als eigener Showact.

Die Red Hot Chili Pipers haben toll „gerockt“.

Ein absolutes Highligt war das „Schottische Element“ bei dem auch mal übliche Musikpfade verlassen wurden.

Alles im allem. Sehr gelungen.

Vor der Veranstaltung gab es erst mal Heineken ähm… Feldschlösschen und nach dem Zugang das Inklusivgetränk. Whiskey.

Die Grossfleischerei hat optimale Geschenke für missionierende Veganer auf der Wiese vor der Kaserne ausgelegt. Inkl. Beschilderung wie u. a. „Reserviert für Extrawurst“. Interessant auch der Blick von unten auf die Tribüne.

T minus 20. Es sieht besser besetzt aus wie 2018.
Und es beginnt das übliche Reihenrutschen bzw. Aufstehen. Aber man hat Humor.
„Entchuldiged sie, mer chömed spädr. Mir sönd vo Bärn“. Ich lach mich schlapp.

Pünktlich um 21:30 ging es los. Anbei diverse Impressionen:

Die Vorstellung geht bis kurz vor halb Zwölf. Die erste Tram Linie 8 wird knackevoll und da an der Hst. Bankverein gerade die Linie 10 nach Binningen schon steht fahre ich bis zum Bf. SBB weiter. Da war das Aussteigen wesentlich einfacher.

Zurück im Hotel gegen halb Eins dann bei Telebasel das passende Fernsehprogramm. Best of Tattoo Parade.

So, nun Matratzenhorchdienst damit ich fit für die Radtour bin.

Basel Tattoo Parade, Tram und Stadt

So, erst mal gut gefrühstückt und dann ging es mit Tram, Fähre und natürlich zu Fuss durch Basel.

Vom Zoo ging es zur Station Bachletten um die Pauluskirche nochmal mit Tram bei besserem Licht einzufangen und dann rüber zur Hst. Universitätsspital.

Man kann sich zwar fragen warum zwischen den nur im Abstand von mehreren hundert Metern liegenden Brücken noch Fähren verkehren, aber interessant ist die Fahrt mit der seilgeführten und antriebslosen Fähre schon und mit 1,60 CHF für Schweizer Verhältnisse geradezu spottbillig.

Am Universitätsspital hat mich nach dem obigen Foto vom gelben BLT Tram eine historische BVB Garnitur überrascht.

Das Spalentor darf als Motiv nicht fehlen und ein roter Rolls Royce sorgt für einen Farbtupfer im Bild.

Daher erst mal der Link zum Vor- und Nachmittag bei Komoot. Da hat es schon mal viele Bilder.

2019-07-13 Mit Tram, Fähre und zu Fuss durch Basel

Erstes Zwischenziel war natürlich die Basel Tattoo Parade.

Um kurz nach 13 Uhr war der Münsterplatz noch relativ leer. Aber die Chinesen sind schon da und machen schon etwas Musik, ebenso wie die Gruppe aus Bickenbach die ums Eck herum steht.

Aber der Platz füllt sich stetig, ich suche mir einen guten Platz in der Freien Strasse und die teilnehmenden Gruppen setzen sich alsbald bei bestem Wetter um Punkt 14 Uhr ab dem Münsterplatz mit dem Ziel der Kaserne in Bewegung.

Eine meiner Lieblingszugnummern war auch wieder dabei, die mitlerweile historischen Velotruppen der Schweizer Armee.

So eine Panzerfaust wünscht man sich ab wenn ein Vollhonk mal wieder quer auf dem Radweg parkt. 😎

Eine der ersten Zugnummern war der Sechsspänner der Feldschlösschen Brauerei der direkt von zwei Kehrfahrzeugen der Stadtreinigung verfolgt wurde damit keine der Folgeruppen in die Hinterlassenschaften tappt. Das System fand bei allen Gruppen mit Pferden Anwendung. „Switzerland in a Nutshell“. 😂

Insgesamt eine sehr schöne Parade und es hatte noch viel mehr Bilder und zugehörige Gruppen, zu viel um diese hier würdig zu präsentieren.

Nach der Tattoo Parade ging es erst mal Richtung Bruderholz wo sich das Tram nicht unerheblich den Berg hochschrauben muss ind dann wieder runter und zum MParc zum „günstigen“ Essen beim Migros Restaurant.

Nachdem ich am Vormittag am Universitätsspital von dem hist. Tram überrascht wurde rückten am späten Nachmittag die zwei historischen Garnituren just aus dem Depot Dreispitz aus als ich am MParc ankam. Da musste der Weg zur Migros noch etwas warten…

So, nach dem Essen kurz zurück ins Hotel, entspannt, den Bericht getippt und jetzt geht es gleich los zum Basel Tattoo.

Feierabend ist noch lange nicht.

Achja, mit dem Foto vom alten Tram habe ich noch ein wenig gespielt.

Das Depot Dreispitz soll übrigens auch das offizielle Museumsdepot werden, parallel zum Normalbetrieb.

Auf zum Basel Tattoo

… aber das ist erst am Samstag.

Am heutigen Freitag geht es erst mal „nur“ nach Basel oder besser gesagt Binningen, aber die Grenze zwischen Basel Stadt und Basel Land ist sehr fließend.

Aber der Reihe nach.

Statt mit der Vias ab Reinheim mit Umstieg in Darmstadt nach Mainz entscheide ich mich per Rad nach Dieburg zu fahren und erwische dort noch einen Zug früher wie (ab Darmstadt) geplant.

In Mainz war daher knapp 1h warten angesagt. Währenddessen tobte such bei Darmstadt ein Gewitter aus. War doch eine gute Idee so zu fahren.

Mit wenigen Minuten Verspätung kam dann der EC 7 der mich nach Basel bringen wird.
Der Zug ist gut belegt und es mussten erst mal Kinderwägen (akzeptabel) und Überseerollkoffer (inakzeptabel) aus der Bucht im Einstiegsbereich für die Fahrräder umarangiert werden. Aber am Ende war Platz für alle.
Hatte was von Tetris spielen unter Profis. 😉😂

Versorgung mit betriebswichtigen und wohlschmeckenden Verbrauchsstoffen wurde dann via Speisewagen sichergestellt.

Oha, GoAway Züge und dazu in Doppeltraktion gibt es in Karlsruhe auch in Real? Die werden doch nicht etwa langsam ihren Betrieb in den Griff bekommen? 😂

Wegen Warten auf den neuen Tf in Mannheim und „gezuckel“ bei Offenburg wird Basel Bad Bf mit 15min Verspätung erreicht.

Aber ab hier ging es eh per Rad weiter.

Nein Basel Bad Bf wurde nicht in „Change“ umbenannt und es geht weiter zur Messe wi sich interessante Fotoperspektiven ergeben.

Über die mittlere Brücke geht es auf due linke Rheinseite und weiter nach Binningen.

Basel mausert such ganz langsam zur Radfahrerstsadt. Die wege sind zwar nicht immer optimal aber gut benutzbar und die Nutzung ist auch gut.

Dass man in der Schweiz ist merkt man auch an so Dingen wie das Bild im Treppenhaus des Hotels am Schloss in Binningen. SBB Fahrleitung in einer Art Aquarell.

Die Haltestelle der Linie 10 liegt direkt vor der Haustüre.

Nach dem Check In und verbringen des Rads in die Unterstellung und kurzem Einkauf bei Coop begebe ich mich zur in der Nachbarschaft liegebdenden Endhaltestelle der Linie 2. Dort warten zwei „Cornichon“ (Gürkchen) mit einem Sänftenwagen. Die keilförmige Front- und Heckpartie dieser Fahrzeuge sorgen für interessante Sitzpositionen.

Aber schon zwei Stationen später geht es zu Fuss weiter.

Wie aufs Stichwort passieren ein TGV Lyria aus Paris und ein TER nach Mulhouse den mit Panzersperren Einschnitt.

Durch die Vorortstrassen geht es weiter zur Pauluskirche im Bezirk Bachletten und weiter in Richtung Altstadt.

Hmm, Julius Bär? War das nicht mal eine Privatbank? Scheint nicht mehr so zu laufen und man strukturiert um auf Blumenladen? Oder ist das nur Tarnung? Fragen über Fragen.

Mit der Linie 8 nach Weil am Rhein wo endlich die Bahnsteige an die Strassenbahnbrücke angebunden wurde.

Abendessen beim benachbarten Griechen. „Bratkartoffeln“ aus der Fritteuse. Bäääh. Aber die Leber war gut und der Griespudding in Blätterteig war gut. Und dazu alles in Euro. 😂

Nach dem Essen geht es wieder Richting Basel. In Kleinhüningen unterbreche ich um mich etwas in und um den Hafen umzusehen.

In einer halben Stunde startet das Basel Tattoo und um die Kaserne ist einiges los.

Aber meine Karte ist für Sanstag. Daher laufe ich weiter zum Claraplatz und zur mittleren Brücke und weiter Richtung Münsterplatz.

So viel um die Kaserne und Schifflände los war so geradezu ruhig ist es am Münsterplatz.

Mehr los ist zwischen Münster und Rhein wo sich etliche Touristen und Einheimische zu einem „Wegebier“ beim Blick auf den Rhein treffen.

Nun wird es dunkel und alsbald ist mit dem Tram 10 das Binninger Schloss erreicht.

Anbei die diversen heutigen Etappen

2019-07-12 Fr Etappe A Reinheim-Dieburg

2019-07-12 Fr Etappe B Basel Bad Bf – Binningen Schloss

2019-07-12 Sightseeing in Basel

Leipziger Sightseeing

Da der Zug nach Hause erst um 13:44 geht ist noch etwas Zeit für Sightseeing und so geht es mit der im Untergeschoss des Hbf verkehrenden S-Bahn zur Station „Völkerschlachtdenkmal“. Schon interessant an welch „tollen Stellen“ man in Triebwagen Klappsitze einbauen kann. Andererseits hätte man in anderen Bereichen hier vmtl. eine zweier Sitzreihe ohne Fenster reingequetscht.

Nördlich der Haltestelle lag das alte Messegelände dessen markantes Symbol der Leipziger Messe auch heute noch steht. Als dann noch eine Tatragarnitur vorbeikommt ist das Bild stimmig, auch wenn das Messeemblem nach der Umnutzung des Messeareals nun von einem benachbarten Möbelhaus dominiert wird.

Südlich der Bahnbrücke ein Hinweis wo es zur Messe oder zum Völkerschlachtdenkmal geht und noch ein wenig durch den Park und das Monument ist erreicht.

Das Völkerschlachtdenkmal hat einen elementaren Konstruktionsfehler. Es ist nach Norden ausgerichtet was zwangsläufig und ganztägig zu Fotos gegen die Sonne führt, wenn man nicht gerade die Rückseite Fotografieren will.
Aber mit ein wenig tricksen und dem Einsatz „taktischer Wolken“ gelang dann doch noch ein Foto in dem das Denkmal micht wie ein Scherenschnitt vor blauem Himmel aussah.
Aber mit angestrahlter Nord- und damit der Hauptseite, das geht halt nicht.

Hmmm, warum muss man auf ein Schild das am Tor in der Umzäunung des Völkerschlachtdenkmals hängt draufschreiben dass man aussen am Zaun weiterläuft. Kompatibel zur Generation „Klatschen und Tanzen“?

Geht es nur mir so, oder warum erinnern mich die vorgelagerten Gebäude, welche die Seitentreppen vor dem Wasserbecken des Völkerschlachtdenkmals begrenzen, an Bunkeranlagen wie sie u. a. „Tausendjährig“ an der französischen Atlantikküste errichtet wurden? Siehe unten aber auch das Bild oben rechts in der obigen Collage.

Noch ein letztes halbwegs gut ausgeleuchtes Foto und es geht weiter…

Zwischen dem Völkerschlachtdenkmal und der gleichnamigen S-Bahn Haltestelle liegt noch eine Wendeschleife in der die Linie wendet und am Sonntag ab 12 Uhr verkehrt. Also noch ein wenig warten, dem Fahrer beim händischen Umstellen zuschauen und dann geht es mit der S-Bahn zum Bayerischen Bahnhof.

Und was kommt vorbei nachdem ich aus der Tunnelstation wieder ans Tageslicht komme, der Wagen der Linie 2 von eben.

Der Portikus des ehm. oberirdisch als Kopfbahnhof gelegenen Bayrischen Bahnhof wurde seinerzeit beim Bau des S-Bahntunnels verschoben und im Seitengebäude befindet sich eine empfehlenswerte Gastronomie und Brauerei mit Biergarten. Nach einem Rundgang um das mit Blick auf das von Bahngleise befreite Areal kehre ich im Biergarten ein.

Dann ist es Zeit zum Hauptbahnhof aufzubrechen und dabei die Kunstinstallation am Treppenabgang zu bewundern. Oder hat msn einfach nur die Kabel- und Rohrtrassen beim Bau nicht umverkerlegt? 😉

Die Gleise an denen die ICE aus der VDE 8.1 Neubaustrecke ankommen, es steht gerade ein IC2 Richtung Hannover, ein ICE4 nach Hamburg und der 10min vor meinem IC verkehrende ICE-T nach Wiesbaden da, scheinen die einzigen zu sein bei denen die Funktion zum Anzeigen der Folgezüge am Zugzielanzeiger am Bahnsteig auch genutzt wird. Die meisten der 21 oberirdischen Bahnsteiggleise (die ausserhslb der Halle endenden nicht mitgezählt) haben keine Folgezüge in den nächsten 2h bzw. schon gar keinen Zug angezeigt. Der S-Bahntunnel macht sich bemerkbar und so erscheint die Haupthalle etwas wie die deutsche Version von Zaragossa Delicias. So viele Gleise, so wenig Züge.

Die Garnitur scheint die vom freitäglichen IC 1957 zu sein, wurde aber wieder regulär gereiht, aber mit Lok vorne und hinten. Vermutlich ist der Steuerwagen defekt, aber im Gegensatz zum Freitag funktioniert dessen Klimaanlage.

Von der Minibar gibt es brauchbaren Kaffee und pünktlich geht es weiter nach Darmstadt. Das trotz der „fliegenden Überholung“ in Hünfeld durch den ICE der vmtl. schon in Eisenach während des dortigen 9min Aufenthalts geschehen sollte. Der Tf fährt gemütlich in die Überholung und nutzt deren erhebliche Länge geschickt aus so dass er nicht zum Stehen kommt bis der ICE vorbei ist und den folgenden Blockabschnitt wieder geräumt hat. Dem Tf des ICE ging das evtl. zu langsam so wue wr beim Überholen auf Höhe der Zugspitze des IC hupte. 😂

Durch die durch die Streckensperrungen bei Frankfurt Ost wegen der Fliegerbombenentschärfung entstandeneN Nachwirkungen stockert es ab Frankfurt Ost ein wenig aber Frankfurt Süd wird wieder pünktlich verlassen und Darmstadt Hbf exakt zur Minute erreicht.

Die Kinzigtalsperre zeigte sich übrigens auch bei bestem Wetter.

Schön waren die Tage in Leipzig und Chemnitz und die Heimfahrt herrlich entspannt. Auch die VIAS ab Darmstadt kam zu Hause exakt pünktlich an. So macht Bahnfahren spass.

Am Freitag gehts weiter mit dem Basel Tattoo und der Sommertour.

Historisches nach und in Chemnitz

Um 8:20 ging es mit dem RE der MRB (Trandsev) nach Chemnitz. Dass der Zug auf Gleis 23 und somit neben dem Museumsgleis des Leipziger Hauptbahnhof abfährt passt irgebdwie. Denn das was hier als RE seitens der Besteller (Landesverkehrsgesellschaft des Landes Sachsen) den Kunden geboten wird ist wahrlich Museumsreif. Das modernste der Garnitur ist die ER20 „Hercules“ von Siemens. Der Zug besteht aus modernisierten ex. DR Abteilwagen mit dem optischen Charme einer Dixi Toilette und einem Wittenberger Steuerwagen. Laut, unklimatisiert, unruhiger Lauf, Klotzbremsen das ist kein zeitgemäßer SPNV. Das einzige Higlight war der Tf welcher fast alle touristische Highlights während der Fahrt aufzählte und erläuterte.

Von Chemnitz Küchwald geht es wegen Bauarbeiten nach einem kurzen Fussweg mit dem SEV Bus zum Hauptbahnhof und dann mit der Citybahn Chemnitz zum „Bahnhof“ Hilbersdorf. Vom einst bedeutenden Rangierbahnhof ist nunmehr nur ein Haltepunkt übrig gebliebenen.

Dank eines rührigen Vereins konnte u. a. das imposante Reiterstellwerk B3 inkl. der dort vorhandenen Hebelbank und der Steuerstände für die Seilablaufanlage die durch den Rückbau der Gleisanlagen nur noch teilweise vorhanden sind.

In der Unterhalb der Stellwerksräume befindet sich ein ehm. Fusssteg welcher seinerzeit das Gelände des Rangierbahnhof mit dem ehm. Sozialgebäude / Kantine verband. Diese wurden aber über den beiden Steckengleisen nach Dresden abgebrochen und nutzt nun als Ausstellungsfläche über die Geschichte und eingesetztes Handwerkszeug des Rangierbahnhofs.

Auf der oberen Etage beeindruckt die elektromechanische Hebelbank (VES Bauform 1912), der sächsische Bahnhifsblock, ein funktionstüchtiger Fernschreiber und natürlich die Steuerstände der Seilablaufanlage welche auf den sechs Gleisen der Einfahrgruppe über Jahrzehnte die sonst üblichen Abdrückloks ersetzte. Details siehe obiger Link zum Verein.

Auf einem kurzen Stück der ehm Gleise 1 und 2 hat der Verein die Seilablaufanlage nachgestellt, wenngleich die Seile an denen die Drückwagen hängen nicht mehr vom ca. 600m entfernten, auf Höhe des im ehm. Bw befindlichen sächsischen Eisenbahnmuseum, Maschinenhaus das auch das ehm Stw. B2 beherbergt. Das Umlaufseil wird daher von einem Elektromotor in einer Baracke angetrieben.

Zum Ärger der sehr motivierten und auskunftsfreudigen Vereinsmitglieder funktioniert das Abbremsen der Wagen mit den Hemschuhen nicht ganz so wie gewünscht, der Hemmschuh springt zu früh noch vor der Auswurfeinrichtung ab, aber beeindruckend ist die kleine Demonstration trotzdem.

Die imposanten Seilspannwerke sind auf Gund der Ersatzanlage zum Seilantrieb nicht mehr in Betrieb.

Es geht nun mit einem umgebauten Kleinwagen der DR zum ehm. Maschinenhaus.

Vom benachbarten sächsischen Eisenbahnmuseum grüsst der DR Schnelltriebwagen VT18.16 bevor es in den im Erdgeschoss des Stw. B2 befindlichen Maschinenraum der Seilablaufanlage geht.

Die drei Maschinensätze waren für die in den sechs Einfahrgleise befindlichen Seilablaufanlage zuständig wobei jeder Maschinensatz die Drückwagen in je zwei Gleise mit einem umlaufenden Seil antrieb. Es waren dies die Gleise 1 und 6, 2 und 5 sowie 3 und 4. Somit lief stets beim Abdrücken im einen Gleis der flach zusammengeklappte Abdrückwagen im anderen Gleis zurück in die Ausgangsposition.

Beeindruckende Maschinen, auch die mit einem zentralen Drehstrommotor gekuppelten Gleichstromgeneratorsätze zeugen von der Kreativität der Konstrukteure wie man seinerzeitig Probleme in der stufenlosen Ansteuerung kreativ umging.

Die Schallttafel im kleinen Maschinenraum passt jedoch nicht zu den dortigen Generatoren. Es dürfte sich um die alte Stromversorgungsschalttafel des Stellwerks handeln worauf die Spannungen 144V (Weichen) und 36V (Überwachungsschleifen im Stw.) hindeutet.

Eine Ludmilla (Baureihe 232) kommt laut hupend vorbei und es geht mit dem kleinen Pendelzug zurück.

Am Stellwerk bekommt die kleine Gruppe die Geschichte, Betriebsweise und Abläufe im ehm. Rangierbahnhof anschaulich erläutert.

Noch ein Rundgang durch den in Aufbau befindlichen Signalgarten und es ist Zeit für den nächsten Programmpunkt. Das derzeit noch recht wilde Gelände wurd sich vsl. noch verändern da es, zusammen mit dem Eisenbahnmuseum, Bestandteil der Landesausstellung in 2020 werden wird.

Mit dem Stadtbus geht es nun quer durch Chemnitz zur in der Nähe des Bf. Küchwald liegenden Pionier- / Parkeisenbahn wo sich am Bahnhof der Pionierbahn erst einmal gestärkt wird bevor es auf eine Rundfahrt geht.

Am Betriebshof wird die Fahrt unterbrochen um die im dortigen Innenhof liegende (LGB) Gartenbahn anzusehen und die funktionstüchtige alte Personenwaage mit Kartenausgabe genutzt (über deren Ergebnis schweige ich mich mal aus 😂) bevor es wieder zum Ausgangsbahnhof weiter geht.

Durch den Park geht es dann zu Fuss zum Bf. Küchwald und schon kurz darauf geht es im MRB „Gerümpelexpress“ eine schweißtreibende und laute Stunde lang zurück nach Leipzig.

Noch eine Runde durch die Leipziger Innenstadt und in der Nähe der Thomaskirche wird beim Italier eingekehrt und anschließend nebenan ein hervorragendes „Eis to go“ genossen bevor es nach einem Absacker bei Leos zurück ins Hotel und Bett geht.

Schön war es, besonderer Dank an Ralph und Manu für die Idee und Organisationen.

Leipziger Allerlei

Nachdem der Vormittag bis zum Feierabend mit einer recht positiv verlaufenen Fahrdienstleiterprüfung in der Frankfurter BZ ging es zur Nahrungsaufnahme in den Hauptbahnhof und dann zum IC 1957 nach Leipzig. Ein guter Bekannter der gerne zur Fahrt nach Gotha genutzt wird. Die Zugnummer hat gewisse Ähnlichkeit zum Baujahr der Fahrzeuge 😂

Der „Zonenflieger“ [tm] ist der IC 1957.
Wie es sich gehört erscheint er in geänderter Reihung. Der Wagen 6 ist am Schluss statt Spitze der Rest aber Richtig, daher am Bahnsteig auch nicht angezeigt (2, 1, 1/2, 2, 2, 2 statt 1, 1/2, 2, 2, 2, 2). Klimaanlage läuft aber wohl zu spät in der Abstellung aktiviert, Zf sagt durch dass er vermutet dass diese aber aber auch nicht richtig wollen wird.
„Zonenomi“ reisst erst mal die Klappfenster auf, selbst ist die Frau. Naja, schaumermal. Bin zu faul zum Umsetzen und richtig Sauna hat es hier auch nicht.
Immerhin einen Einzelplatz ergattert. 😉

Bald ist Fulda erreicht.
Leider ist der Ausblick bei Bbf Götzenhof (dem Beginn des Milseburgradwegs nach Hilders) in die schöne Rhön nur noch kurz da exzessiv „hübsche Kundenbeleidigungswände“ errichtet wurden.

So jetzt hies es aufpassen und nicht aus Gewohnheit in Gotha aussteigen. 😉

ETCS meets Wasserkran. Typisch Eisenbahn wenn sich Technik mehrerer Jahrhinderte trifft.

Der IC ist gut im Plan und erreichte Gotha schon vor der Planzeit.

Skandal!
Ankunft Erfurt Hbf um 18:34, damit 4 Minuten vor Plan und die Auskunft verschweigt es!!!eins!!!!elf! 😂

Der IC 1957 hat nicht unerhebliche Fahrzeitreserven, weshalb er auch im Gegensatz zum ICE 4,5h von Frankfurt nach Leipzig braucht.
In Wandersleben ging es, nachdem schon Erfurt ja schon vier Minuten vor Plan erreicht wurde und exakt nach Plan abgefahren wurde, in die Überholung aber es kamen nur ein ICE und Abellio entgehen jedoch keine Überholung. Trotzdem wurde auch die Endstation Leipzig vier Minuten vor Plan erreicht.
#pünktlichwiedieeisenbahn
#entschleunigung
#wandersleben
#aufdemrand
#wartenaufüberholung
#bahnidylle

Auch Leipzig Hbf wird 4 Minuten vor der Planzeit erreicht. Den gutgelaunten Zugchef frage ich beim Aussteigen ob ich bei Verfrühung nachzahlen muss. Er nahm es mit Humor.

Einchecken bei „Big Mama“ und rüber zu Leos Brasserie zu u. a. Ralph und Manu.

Ralph war nicht begeistert als eine Traube mehrmals „Zielschei**en“ auf ihn veranstalteten. Daher zog man besser unters Dach um.

Ein paar lustige Gespräche und Getränke später gehts durch die „heimelige“ Unterführung zurück zum Hotel.

Noch schnell ein Foto von der Strassenbahn vor dem Westflügel des Hauptbahnhof und weiter zum Hotel.

Morgen geht es „schon“ um 8:20 weiter nach Chemnitz.

Der „lange“ Weg nach Hause…

… oder warum direkt wenn es auch mit Umwegen geht.

Geplant waren 70km mit 350 Höhenmetern und sank diverser Abstecher wurden es knapp 87 mit 640 Höhenmetern.

Den Tourbericht werde ich erst im Laufe der Woche erstellen, mir ist es jetzt zu spät.

Zudem hat Komoot „Schluckauf“ und zickt beim Bilderupload, was auch noch repariert wird.

Ich bitte daher um etwas Geduld.

Trotzdem hier der Link zur noch bilderlosen Aufzeichnung bei Komoot.

2019-06-23 Etappe 5 Nieder Olm – Reinheim

Hinab zum Rhein, aber Moment!

Da gibt es noch was wichtiges auf dem Weg hinab.

Den noch bestehenden Rest der Hunsrückbahn und ihren Steilstreckenabschnitt zwischen Burgholz und Boppard.

Um die Liesenfelds Hütte zu erreichen hatte ich einen eher schmalen Wanderweg erwischt aber egal, der Weg ist das Ziel und wer sein Rad liebt, der schiebt und sei es bergab. Für heute und diesen Etappenabschnitt nicht das letzte mal.

Gut finde ich dass an allen Fotostandorten angepasste Fahrpläne hängen die über die nächste Fahrt über das Viadukt informieren.

Seit der durch Rhenus Veniro gewonnenen Ausschreibung hat es zumeist einzelne RS1 auf der Strecke, nur im Schülerverkehr kann es mal eine Doppeltraktion sein. Vorbei die Zeiten in der eine 213, 215 oder zuletzt 218 oder noch früher ein 798er (Schienenbus) röhrend ihre zwei Silberlinge (n-Wagen) den Berg mit stellenweise 80 Promille Steigung hinaufdrückte.

Aber ganz ehrlich. Heute fahren die RS1 und auch diese sind fotogen. Wenn auch etwas verloren in der Landschaft.

Ich schaue noch ob es am Tunnel brauchbare Fotostellen gibt was eher nicht der Fall ist. Dafür geht es steil und mit Spitzkehren bergab was ein aufwendiges und sensibles herabbugsieren des Rads auf dem schmalen und steilen Pfad bedeutet. Sn fahren ist nicht zu denken.

Aber bald ist wieder ein normaler Forstweg erreicht und das Hubertusviadukt nich mal von unten betrachtet. Ein entgegenkommender Wanderer informierte dass es bis zur Liesenfelds Hütte keinen weiteren Sichtpunkt zum Hubertusviadukt gibt was mir ein paar überflüssige Höhenmeter erspart und ich fahre daher nun durch das Mörderbach- und Mühlbschtal hinab nach Boppard.

Kurz vor dem Einfahrsignal wurde noch ein Zug in der Rampe kurz vor seinem Endbahnhof erwischt während im Hintergrund die Seilbahn auf den Bopparder Hausberg klettert.

So nun geht es erst mal bis Bingen am Rhein entlang und um es mal abgedroschen zu sagen:

„Ach ist es am Rhein so schön“.

Nur irgendwie schaffe ich es jedesmsl die auf dem rechten Rheinufer verkehrende Vias um gut eine Minute zu verpassen.

Egal, es fährt beiderseits des Rheins mehr als genug.

Interessant ist auch den grösseren Schleppverbänden und Flusskreuzfahrtschiffen zuzuschauen wie sich diese durch die teils engen Schleifen des Rheins geradezu „driften“.

St. Goar ist von der Wegeführung des Radwegs etwas chaotisch, wechselt dieser doch mehrmals die Strassenseite und zudem ist die Touristenquote ob der in der Nähe liegenden Loreley sehr hoch. Viel Verkehr auf dem Radweg, ab und an auf der Strasse (besonders mit nervig lauten Motorrädern), der Bahn und auf dem Rhein.

An vereinzelten Sandbuchten wird im Rhein gar gebadet. Etwas das man sich in den 1990er Jahren nicht freiwillig vorstellt konnte.

Auch der Schiffsverkehr kommt nicht ohne Signale aus. Die Anzeiger vor und in der Passage an der Loreley informieren die Schiffsführer über Gegenverkehr und Sperrungen.

Die Ablenkungsmanöver an der Loreley ließen mich kalt und es geht weiter Rheinauf nych Kaub.

Na, wer erkennt den kleinen Vias Zug hinter der markanten Burg im Rhein?

Und schon bald ist wieder Niederheimbach erreicht und somit der Mittelpunkt des „8er“ den die aktuelle Tour im groben Beschreibt durchfahren.

Irgendwo hinter Niederheimbach wurde „wieder mal“ der 50. Breitengrad überquert…

Bei Assmannshausen sieht der Wald nicht gut aus

War mir vorgestern beim Durchfahren gar nicht aufgefallen. Oder hatte hier mal ein Waldbrand gewütet? Muss mal googeln.

Bald ist aber Bingen erreicht.

Das Gelände des ehm. Güterbahnhofs wurde zur BuGa umgestaltet und erfreut sich auch heute weiterhin grosser Beliebtheit. Leider gibt es keine vernünftig freigeschnittene Stelle um ein gutes Foto vom Mäuseturm zu machen.

Noch ein Schiff mit Vias und dem Niederwalddenkmal und schon geht es weiter Richtung Bf. Bingen Stadt um dort in der Nähe beim Edeka Getränke zu bunkern.

Und schon geht es vorbei an den südlichen Resten der Hindenburgbrücke in Richtung Ingelheim wo wieder auf den Selztalradweg eingeschwenkt wird welcher teilwrise auf der Trasse einer ehm. Schmalspurbahn ab Ingelheim Fähre ins Rheinhessische Hinterland führte. Ich hatte diese bereits 2018 auf der Rückfahrt der Frühjahrstour genutzt und beschrieben.

Ab Ingelheim zieht es sich etwas zu und der Sonnenschein ist weg. Aber das ist nicht wild, hatte es doch bisher genügend Sonne damit die Stellen die im Frühjahr eher durch längere Socken bzw. durch längere „kurze Ärmel“ geschützt waren nach Sonnencreme rufen.

Kurz vor Nieder Olm nochmal kurz zim Getränkemarkt und eine Flasche der Rheinhessen Bräu weckt, nicht nur wegen der 1 Liter Gebindegrösse mein Interesse. Naja, warum nur Wein mit nach Hause nehmen.

Nach knapo 84km und „nur“ 310 Höhenmeter aufwärts ist Nieder Olm erreicht, wie hier bei Komoot mit vielen weiteten Bildern anzusehen. Die Pension überzeugt erst mal mit schön eingerichten Zimmern.

Danach geht es zum Kroaten im „Glückskind“ der geschmacklich sehr überzeugt und der lokale Wein passt gut dazu. Auf dem Heimweg noch ein feines Eis vom Italiener am Rathausplatz.

So, morgen geht es nun heim.

Hinauf in den „bahnfreien“ Hunsrück

81km und 880m nach oben wurden es heute beim Wechsel vom Seitental des Rheintals hinauf auf die Höhen des Hunsrück.

Heute mal den Link zu Komoot zum Anfang des Tourbericht.

2019-06-21 Etappe 3 Oberheimbach – Simmern – Buchholz

Aber nun der Reihe nach. Nach einer sehr erholsamen Nacht und einem guten Frühstück geht es erst mal für gut 6km das Tal von 170 auf 420 Höhenmeter stramm hinauf in den Hunsrück.

Dafür dass ich heute nach der Wetterprognose von Mitte der Woche zeitweise bis dauerhaft im Regen fahren würde ist Petrus aber ganz anderer Meinung wie das Wetter heute sein soll. Nur recht windig ist es, aber das ist hier oben normal was auch die hohe Zahl von Windkraftanlagen erklärt.

Recht schnell ist Rheinböllen erreicht und im am Ortsrand liegenden „Wasgau“ Supermarkt werden erst mal die Getränkevorräte ergänzt. Warum man hier Wein aus der Pfalz feilbietet? Aber lustig ist der Aufdruck schon.

Weiter stets etwas bergab und bergauf geht es über Argenthal nach Simmern.

Die Prioritäten in den Verkehrsmitteln liegen hier definitiv beim Auto und LKW. Der Ausbau zu mehrspurigen Bundesstrassen scheint keine Nutzen-Kosten Untersuchung zu erfordern wie bei einer Bahnstreckenreaktivierung. Anders sind die Autobahnartigen Bundesstrassen nicht zu erklären während man seit fast Jahrzehnten zwar von einer Reaktivierung der Hunsrückbahn redet aber es trotzdem nicht vorwärts geht. Typisch deutsche Verkehrspolitik. Milliarden für den Strassenverkehr und Sonntagsreden für die Eisenbahn.

Das Titelbild des Beitrags stammt von der „Einfahrt“ zum ehm. Bf. Argenthal. Das EG ist verkauft und gut im Schuss, der Bf auf ein Gleis zurückgebaut und existiert nur noch als Zugfolgestelle im Zugleitbetrieb.

Achja Argenthal, irgendwie kam ich mir wie im kitschigen Disneyfilm vor. Hinter dem Bü am östlichen Ortseingang (der wie alke anderen der Strecke der Lichtzeichen, Schrankenbäume und Andreaskreuze beraubt wurde, die Überwachungssignale, Antriebe, Schaltkontakte, Schalthäuser und -schränke sowie Masten blieben stehen) quert ein Reh raschen Schrittes die Hauptstraße am hellichten Tag und am andren Ortsende spielen Füchse, zunächst unbeeindruckt vom nahenden Radfahrer, mitten auf dem Feldweg.

Der Weg hier oben war schon zu Römerzeit eine der Hauptverbindungen von Mainz und Trier aber auch das ist Vergangenheit, wie derzeit der Bahnverkehr…

Regelrecht geschockt bin ich vom Bahnhofsareal in Simmern. Zwar sind die umfangreichen Gleisanlagen noch vorhanden aber völlig zugewachsen. Nur das Gleis zum Hausbahnsteig ist, wie die übrige Strecke, relativ frei von Bewuchs.

Ein wenig DB ist aber weiter in Simmern. Die „Gummibahn“ hat mit dem DB Ableger RMV Bus sein Domizil am Bahnhof.

Ich drehe eine Runde durch Simmern und ehrlich gesagt, ein Modellbahnladen wäre das letzte was ich hier erwartet hätte.

Am Schlossplatz gönne ich mir ein Eis und schon geht es weiter zum Schinderhannes Radweg welcher auf der stillgelegten Bahnstecke nach Emmelshausen verläuft.

Noch am Ortsrand von Simmern geht es an der Kläranlage vorbei *hust* und durch ein Tunnel nach Keidelheim.

Der Parkplatz in Simmern am Anfang des Rasmdweges brachte mich etwas zum Schmunzeln. Ausgeschildert als „Kläranlage Mitfahrer Parkplatz“
Schon mal ne Runde im Absetzbecken gedreht? 😂

Kurz danach wird, wie schon in der Festung Rüsselsheim, der 50. Breitengrad überquert bevor es bei besten Wetter und maximal 2% Steigung (und Gefälle) weiter geht.

Kurz vor dem noch erhaltenen Bahnhofsgebäude in Alterklüz finden sich am Wegesrand noch Reste der Telegraphenleitung.

Alsbald ist der ehm. Bahnhof von Bell erreicht, der wie der von Rheinböllen gut 2km vom Ort entfernt liegt. Der Bahnübergang ist schon lange abgebaut und das Schalthaus steht immernoch. Ich konnte es mir verkneifen nachzusehen ob das Innenleben des Schalthaus noch vorhanden ist.

Kurz vor Kastellaun weckt ein Hinweisschild zu einem Aussichtsturm mein Interesse und so mache ich einen kurzen Abstecher dorthin. Der Turm diente früher als Hochbehälter und auch heute noch als Löschwasserreserve.

Vom Turm hat es einen schönen Überblick auf die Hunsrückhöhen bis hinüber in die Eifel.

Zurück nach Kastellaun kann der auf dem ehm. Bahnhofsgelände gelegene Busbahnhof mit 13 (!!!) Haltebuchten bewundert werden der Fahrplanaushang dagegeb ist eher überschaubar. Der erste Bus fährt Mo-Fr um nach 7, der letzte Bus bereits vor 17 Uhr mit der Ausnahme der nur im Sommer am Wochenende fahrenden Tourismusbusse von denen einer im 19 Uhr fährt. Ergo, reiner Schülerverkehr und theoretisch könnte jeder Bus an einem Werktag an seiner eigenen Haltebucht verkehren. Einfach nur traurig…

Weiter in Richtung Pronsfeld das nach der Einstellung des Personenverkehrs und Stilllegung des Abschnitts bis Emmelshausen in 1983 der vorübergehende Endpunkt der Bahnstrecke aus Simmern war bevor auch diese, nach einer Verkürzung 1994 nach Kastellaun, gndgültig im Juni 1995 eingestellt wurde. Auch wenn kein Zug mehr nach Ebschied fährt so nennt sich der weit ausserhalb von Ebschied liegende Ortsteil am ehm. Bahnhof weiter Ebschied-Bahnhof.

In Lingerhahn wurde eine (Reichsbahn?) Rangierlok als Andenken aufgestellt und mit allerlei (teils falsch angeordneten) weiteren Elementen im Umfeld dekoriert.

Kurz darauf ist Pronsfeld erreicht.

In Pronsfeld wird derzeit aufcdem Bahnhofgelände am Neubau einer Eventgastronomie gearbeitet, was immer das auch werden wird, im Bereich des in Privatbesitz befindlichen Empfangsgebäudes stehen, in schlechtem äußerlichen Zustand, ein DR Schlafwagen, ein DB Schnellzugwagen sowie mehrere ehm. DB Bauzugwagen. In hervorragenden Zustand präsentiert sich, wie auch das Empfangsgebäude, der etwas neben dem Bahnhofsareal und hinter Bäumen gelegene Wasserturm.

Schöne Ausblicke mit passender Rastmöglichkeit hat es an der Strecke an vielen Stellen. Vorbei am 1991 errichteten Gedenkstein zum Unfall während des Bahnbaus in 1907 mit mehreren Toten wird am Kreisel in Emmelshausen die erste echte Streckenunterbrechung in Bezug auf die Trasse erreicht. Ansonsten ist diese fast durchgehend unbebaut und vollständig erhalten.

Dann noch eine kleine Runde am Bahnhof gedreht, der auch wieder ein, wenn auch kurzes, Umsetzgleis hat. Wofür? Die Zeiten der V100 ist schon lange vorbei und selbst diese fuhr seinerzeit mit Webdezügen.

Hmmm, Sonderfahrten mit steilstreckentauglicher Dampflok, das wär was. Emmelshausen ist neben Boppard der einzige Bahnhof an der Strecke, Fleckertshöhe war stets Haltepunkt und mit der Aufgabe der Güterverladung in Buchholz, einstmals gingen von hier Baumaschinen der Bomag per Bahn in die weite Welt, wurde dieser zum Hp zurückgebaut.

Nach dem entspannten Fahren auf dem Radweg ist die abschnittsweise Nutzung der Hunsrückhöhenstrasse eher unentspannt aber Lust auf den Umweg des offiziellen Radweg habe ich auch nicht.

Am Bü der alten Hunsrückhöhenstrasse konnte der seit 2011 verwendete Verkehrsträger, ein RS1 der Rhenus Veniro, abgefangen werden und dank der Nutzung der heute im Grunde überflüssigen Brücke über die A61, welche einstmals das Ausziehgleis zum talseitigen Rangieren in Buchholz trug da bereits die Brücke des Steckengleises über die A61 in das Steilstreckengefälle übergeht, wurde noch der Zug aus Boppard beim verlassenen der Steilrampe abgelichtet bevor es ins benachbarte Hotel Tannenhof ging.

Das Zimmer ist schön renoviert und großzügig und das Abendessen eine Freude für Auge und Gaumen.

So, morgen geht’s wieder runter an den Rhein und bis nach Nieder Olm. Natürlich nicht ohne ein paar Abstecher zu diversen Fotostellen an der Steilrampe zu machen.

Den Main und Rhein hinab und dabei ein wenig hinauf

Gegen 10 Uhr geht es weiter.

Geschlafen habe ich nicht gut, erst gegen 5 Uhr kam die Temperatur in einen Bereich der ein vernünftiges Schlafen erlaubte.

Zunächst aber entgegen dem Ziel in den Wingerten in Richtung Flörsheim und dann am Main entlang nach Kostheim (statt Schierstein sollte Kostheim auf dem Bild stehen).

Die Treppe zu Steg an der Staustufe Kostheim, der letzen bevor der Main in den Rhein mündet umgehe ich mit der Strassenbrücke von Kostheim nach Gustavsburg und statte der bei der Mainmündung gelegenen Mainzer Südbrücke einen Besuch ab.

Kurz vor der Mainspitze meint ein Vogel Zielschiessen auf mich zu machen. Kaum kommt man in die Nähe von Mainz, schon ist man der Angeschissene. 😂

Egal, die Treffer wurden beseitigt und schon geht es über die Südbrücke rüber nach Mainz. Ich bin mit der Idee offenbar nicht alleine.

Auf der anderen Seite der Tipp eines Mainzers (ich habe extra nachgerfragt da eigentlich Hochverrat) dass der Weg an Wiesbaden vorbei nach Rüdesheim die Schönere sei ggü. der nach Bingen. Oh oh!

Aber dann doch erst mal am Mainzer Ufer entlang, quer durch die Buden und Fahrgeschäfte des Mainzer Fest und durch den ehm. Hafen welcher sich in der Umwandlung zum Gewerbe- und Wohngebiet befindet.

Der heutige und gut genutzte Hafen liegt flussabwärts direkt hinter der Kaiserbrücke zu der ich via Treppe erst mal das Fahrrad hinaufochsen kann. In Schierstein auf der Hessischen Seite geht es ebenso wieder hinunter und via Kastel in Richtung Eltville.

Die Enten und Gänse am Ufer sind von den Radfahrern und Fussgängern recht unbeeindruckt.

In Geisenheim lege ich bei Bockwurst und lokaler Weinschorle eine kurze Rast ein bevor es weiter nach Rüsselsheim zur ehm. Hindenburgbrücke geht.

Die Sonne meint es wieder gut aber das soll sich ändern. Aus Richtung Bingen kommen dicke Wolken herüber.

Egal, es geht nun auf Umwegen da derzeit Rüdesheim mit Motorradfans belagert ist hinauf zum Hauptparkplatz der an der Stelle liegt wo früher die Zahnradbahn zum Niederwalddenkmal begann. Am Wegesrand grüsst auch eine alte Gondel der Seilbahn welche die Zahnradbahn ersetzte.

Der Zahnradbahnweg geht steil bergan, wenngleich nicht immer auf der ursprünglichen Trasse und wie bestellt beginnt es zu Regnen. Aber nicht genug im sich wetterfest Einzukleiden. Es geht weiter und bald ist auch fast die Berstation erreicht. Leider war ich zu langsam und konnte die mit der Seilbahn beförderte Harley nicht fotografieren.

Es herrscht Hochbetrieb am Niederwalddenkmal. Asiaten und Spanier scheinen in der Überzahl. Aber der Ausblick lohnt jedwede lange Anreise.

Das Gewitter ist von Bingen aus in den Rheingau weitergezogen und es scheint wieder die Sonne und so geht es mit tollen Ausblicken auf Bingen, den Mäuseturm und später Assmannshausen wieder stetig hinab ins Mittelrheintal.

Knapp ist die Durchfahtshöhe der Assmannshäuser Seilbahn über dem Weg (laut Schild 2,7m) die wie die Rüdesheimer hinauf in Richtung Niederwalddenkmal führt (und eine ebenfalls vorhandene Zahnradbahn ersetzte) aber einen längeren Wanderweg ab dem Jagdschloss bedingt.

Leider geht der Radweg nicht durchgehend auf eigener Trasse und so muss hinter Assmannshausen für ein paar Kilometer die Bundesstrasse genutzt werden bevor es ein paar Kilometer vor Lorch wieder abseits der Hauptstraße weiter geht.

Eine Fähre bedeutet auch Entschleunigung und so ist trotz 20min Takt ein wenig Warten angesagt bevor es hinüber nach Niederheimbach geht.

Der 628er auf dem Weg nach Bingen erstaunt durch rasche Fahrt. Sieht man diese doch sonst eher im Geschwindigkeitsraster einer Wanderdüne. 😂

Rasch ist ebenso Niedeheimbach erreicht und dieses ebenso schnell durchquert, insbesondere weil man dort Kanonen auf die Gäste richtet.

Und nach einem weiteren Kilometer ist das Weinberghotel Schlösschen erreicht. Zimmer beziehen, Fahrrad hinterstellen, Duschen und dann ein exzellentes Abebdessen genossen und auch der Abschlussschnaps „Möhre – Honig“ war schon etwas eigenartig aber gut.

So, hier noch die genaue Tour mit viel mehr Bildern.

2019-06-20 Etappe 2 Hochheim-Oberheimbach

Morgen geht es hoch in den Hunsrück.