Ein Tag (fast) am Strand

Um 9:15 ging es mit dem Bus der Linie 601 in Richtung Lège Cap-Ferret.

Was für eine „Weltreise“.

Eigentlich sind es „nur“ in die 80km um von Bordeaux auf der Strasse nach Lège Cap-Ferret zu kommen. Der recht bequeme Überlandbus ab dem Bahnhof soll dafür 2:20 brauchen wovon gut die erste 3/4 Stunde nur mit „Gegurke“ durch alle möglichen und unmöglichen Ecken von Bordeaux draufgeht. Aber ab Arès, ungefähr auf der Hälfte der Strecke gelegen, ist eher „Aret“ angesagt. Stau vom feinsten der sich irgendwann nach X Kilomtern ohne erkennbaren Grund für einen Stau in Luft auflöst. Zum Schluss wurde aus den 2:20h Fahrtzeit gut 3:45h. Zeit die später fehlte.

Denn nun ist zudem das Bähnchen erst mal in der Mittagspause.

Die kleine Bahn oder Tramway von Cap Ferret verbindet den auf der Ostseite gelegene Fähranleger der Fährverbindung aus Arcachon mit den gut 2km entfernt liegenden Stränden auf der Westseite der Halbinsel welche die Bucht von Arcachon vom Meer trennt.

Interessant sind die „Galgen“ an der Strecke an denen Endschalter befestigt sind die beim Passieren dieser mit dem Zug dort die „Bahnübergänge“ ein- bzw. ausschalten.

Während der Mittagspause ruhen die Loks in der Remise während die Wagen in der benachbarten Endstation am Fähranleger stehen.

Gefahren wird im Einzugbetrieb und so macht sich Lok Nummer 2 nach der Pause und mit ihrem Personal wieder auf den Weg zum Anleger um von dort zum Strand und wieder zurück zu fahren. Zeit genug blieb dabei zum Wechseln der Fotostellen.

Nach den Fotos auf dem ersten der beiden Kilometer an Strecke geht es zum Fähranleger und mit dem Bähnchen zum Strand.

Unmittelbar am Zugang zum Strand ist dieser gut belegt aber schon wenige hundert Meter ist er nur noch mäßig besucht.

Unmittelbar an der Endstation befinden sich, wie auf früheren Touren schon in Ponte de Grave gesehen, noch Relikte des Atlantikwalls die nun vor sich hin korridieren und als Graffitifläche dienen.

Die gut 1,5h Stau und die Mittagspause fordern ihren Tribut. Für einen Sprung in den Atlantik bleibt nun leider keine Zeit mehr. 😥

So geht es alsbald mit dem Bähnchen zurück zum Fähranleger wo die Fischer gerade ihre Muscheln / Austernfarmen bewirtschaften.

Aber schon eine knappe 3/4h später (obiges Bild, untere Reihe Mitte) kommt das Wasser zurück.

Aufgrund des Tidenhub liegt der Fähranleger relativ weit von der Küste weg am Anlegesteg und in Arcachon dreht der Bohtsführer mehrfach Warteschleifen da einfach zu viele Boote diesen benutzen.

Im neuen Doppelstockzug der SNCF im TER Verkehr geht es in knapp einer Stunde flott zurück nach Bordeaux.

Im TER verstehe ich warum in letzter Zeit viele Leute ihr Handy wie ein Stück Knäckebrot vor die Kauleiste halten (man möchte dann im Vorbeigehen glatt Salami oder Käse drauflegen) oder wie ein modernes Fieberthermometer ans Ohr pressen.
Nicht weil es sinnvoll ist sondern weil die SNCF es verbietet das Telefon ganz normal ans Ohr zu halten. 😂
#wersprachnachrichtennutzthatdiekontrolleüberseinlebenverloren

Tagesrucksack ins Zimmer deponieren, Hände waschen und ab in Richtung Altstadt zum Abendessen. Heute war „Bretonisch“ also Galette, Cider und Crepe angesagt.

Abstimmung an der Börse. Im Hintergrund dominiert ein Kreuzfahrtschiff die Szenerie.
Gute Nacht!

Wunderbare Pyrenäen

Heute ging es weiter in Richtung Süden.

Zuvor aber erst mal zum Supermarkt um die Ecke und ich muss sagen ich bin immerwieder erschüttert wenn ich sehe dass der Franzose sein Kulturgut Wein in Tetrapacks und seit einger Zeit noch perverser in Schlauchbeutel abfüllt. Igitt, denk ich mir da nur.

Ohne Plastikschlauchwein geht es dann sehr flott nach Dax, eine auf der Strecke liegende Langsamfahrstelle wegen einer Gleisbaustelle scheint im Fahrplan drin zu sein denn über gut 20km nur 100 bzw 60 statt wie sonst auf dieser kerzengeraden Strecke mit 150 und mehr wäre sonst nicht ohne Verspätung abgegangen.

Verspätung von 10min hatte es ab Bordeaux aber in Dax wurde der Anschlusszug nach Pau sauber erreicht.

In Pau waren 1,5h zu überbrücken bisder Zug nach Bedous fährt, wobei der übernächste Zug nach Bedous bereits bereit steht.

Also wird sich ein klein wenig die Füsse vertreten.

Wäre die kleine Standseilbahn welche die auf einem Plateau liegende Stadt Pau mit dem Bahnhof verbindet noch etwas kürzer so bestünde sie bald nur noch aus der Ausweiche. Zumal der Höhenunterschied von höchstens 12 bis 15m auch bequem per Fussweg überwindbar ist.
Daher beginnt vmtl. der Dienst der Bahn an Sonntagen auch erst nachmittags.

Der Vorteil dass die Bahn noch nicht fuhr? Man musste den Moment der Kreuzung der beiden Wagen nicht anpassen. 😉

Dann noch ein paar Ausblicke vom oberen Ende der Stndseilbahn und später kommt noch ein Intercité nach Bordeaux durch den Bahnhof, ach waren das Zeiten als diese noch aus Corail Wagen bestanden.

Aber irgendwann geht es dann, nachdem der Zug aus Bedous ankam und die unkoordiniert mit Gepäck hantierenden Reisenden aus sowie die neuen Reisenden wieder einstiegeb, los nach Bedous, während der andre „Blauwal“ noch auf seinen Einsatz warten muss. Dieser wird später auf der Rückfahrt nach Pau auf seiner Fahrt nach Bedous in Oloron gekreuzt.

Die Stecke könnte, obwohl erst vor wenigen Jahren von Pau nach Oloron saniert und weiter bis Bedous reaktiviert dringend einen Freischnitt vertragen. Nur zu oft schneidet sich der Triebwagen selbst das Profil.

Niedrige Wolken und sattes Grün sowie die ersten schluchtartigen Talabschnitte folgen. Eine sehr schöne Gegend ist das hier und bald ist Bedous erreicht.

Während der Abschnitt von Olloron nach Bedous reaktiviert wurde wartet der Abschnitt von Bedous nach dem spanischen Grenzbahnhof Canfranc weiter auf die Wiederbelebung. Diskussionen dazu gibt es, mal sehen wann und ob überhaupt die Taten folgen.

Noch eine kurze Runde Richtung Ort und dann geht es schon wieder zurück nach Pau.

Ab Pau wird der Plan geändert. Statt mit dem Zug nach Dax geht es mit dem Bus in 2h bei sehr gemütlicher Fahrtgeschwindigkeit nach Mont-de-Marsan mit seiner Stierkampfarena am Bahnhof.

Das mechanische Stellwerk von Mont-de-Marsan
Von den einst fünf Stecken wird nur noch die von Morcenx im täglichen Personenverkehr bedient. Eine ist bereits abgebaut (Radweg) und auf einer (Roquefort) wird vmtl. noch ein Getreidelager am Rande von Mont-de-Marsan bedient. Die Strecke nach Tarbes ist noch vorhanden aber ohne Verkehr und die nach Dax sieht sehr zugewachsen aus.
Das Stellwerk steht auf dem Bahnsteig in der Bahnhofshalle und ist nur mit einem Gitterverschlag gegen unbefugten Zugriff geschützt. Freie Bahn für Fotos.
Links der grüne Kasten ist der Block nach Morcenx. Die anderen Strecken besitzen keine Blocktechnik (mehr).

Dazu noch die typischen „Care“ auf dem Bahnhofskopf Richtung Tarbes / Roquefort. Die Semaphore zur Streckensicherung sind auf beiden Bahnhofsköpfen nicht mechanisch sondern als Lichtsignal ausgeführt.

Die Meldetafel über der Hebelbank wurde per LED Melder „zukunftsfähig“ gemacht.
Mal den Fahrplan für Mont-de-Marsan in der Fahrplanauskunft ansehen. Das ist Stress pur. 😂.

Die gelben Markierungen an den Hebeln und Schaltern sind Sperrvermerke bzw. Hilfssperren. Viel wird somit nicht mehr bedient.

Im gut belegten AGC Triebwagen der übrigens nur bis Morcenx dieselte und dort auf die 3kV Gleichspannung umschaltete hing es zurück nach Bordeaux.

Die Landschaft ist eher unspektakulär und läd zum Dösen ein.

Auf dem Bahnhofsvorplatz waren Schlider vor Erdbeben. Also dass sich der Boden bewegt da die Notausgänge der Tiefgarage sich öffnen könnten. Noch ein Tramfoto und das Abendbier vor der Klimaanlage im Zimmer aufgestellt die heute, im Gegensatz zu gestern Abend, meint im Modus Kltin Sibirien zu laufen.

Abendessen mit Strassenbahnblick.

Da die Linie vom Bahnhof zur Innenstadt derzeut wegen Bauarbeiten zum Ersatz verschlissener APS Stromschienen und einer neuen Weichenverbindung für eine neue Tramlinie gesperrt ist wird noch das Umsetzen am Bahnhof bei Nacht fotografiert.


Am Montags geht es zur Strandbahn bei Arcachon und an den Strand und dann ist die Tour und der Sommerurlaub schon fast rum. *schnüff*

Von Caen nach Bordeaux…

… geht es über Paris. Also ganz im SNCF Stil. Aber dich nicht ganz. Dazu später mehr.

Der Tag beginnt relativ früh. Hmmm, irgendwas muss hier vor vielen Jahren gewesen sein an was man im Frühstücksbereich erinnert. Ja, ich kenne den Grund. Nicht wenige in der Heimat offenbar nicht (mehr).

Brotaufstrich „Spekulatius“ gibt es hier… ähm ja… irgendwie schräg das Zeug.

Noch ein Foto vimon der Tram am Bahnhof bevor es um 8:13 via Granville nach Rennes, und somit gänzlich entgegen der SNCF Logik.

Zunächst nur mässig besetzt (der nächste Zug der ab Caen bis Rennes durchfährt fährt übrigens erst am Nachmittag *sic*) füllt er sich zunehmend fällt aber ab dem Bahnhof Pontorson-Mont-St-Michel auf knapp unter 50% Belegung zurück.

In Granville wurde ein Betriebswerk neu erstellt das auch Elektrotriebwagen wartet weshalb es hier, weit weg von der nächsten elektrifizierten Strecke zwei Testgleise mit Oberleitungen gibt. Irgendwie schräg, wie auch die Zeichnungen auf den Triebwagen.

Und schon bald ist Rennes erreicht das im Zuge der Schnellfahrstrecke auch ein gänzlich erneuertes Empfangsgebäude erhielt.

Dann geht es erst mal ohne Halt über die Schnellfahrstrecke von Rennes nach Paris Montparnasse. Da die Landschaft wenig hergibt wird der Sitz inspiziert der neben dem Klapptisch (zweiteilig) mit Innenbeleuchtung zum Lesen, USB und 240V Steckdose auch einen Schminkspiegel besitzt. Frankreich halt.

Gegen die Toilette im Oberdeck des TGV inOui ist die eines „DB Silberling“ eine grossräumige Wellnessoase 😂

Und nach gut 1,5h ist schon Paris Montparnasse erreicht und dass trotz Offroadabschnitt.

Denn es kam mir irgebdwie bekannt vor was die Website zum Bord WLAN anzeigt.
Auf der VDE8 wandert der Positionsanzeiger im ICE4 oder WifiOnICE bisweilen auch abseits der angezeigten alten Route über die Frankenwaldrampe „irgendwo im Nirgedwo“ durch die Karte.
Dem TGV geht es hier ähnlich. Das Routing von Rennes nach Paris Montparnasse kennt die Schnellfahrstecke zwischen Rennes und Le Mans wohl auch noch nicht und zeigt daher die alte Strecke an und der TGV fährt daher anscheinend „offroad“ durch die Landschaft. 😂
Erst ab der Anbindung der Altstrecke an die Schnellfahrstrecke nördlich von Le Mans ist er sozusagen wieder auf der Spur.

Der Wagen 3 bzw. 13 der renovierten TGV auch TGV inOui genannt zeigen die Definition von Upper- und Lowerclass direkt. Die 1. Klasse „Upperclass“ ist oben und noch relativ bequem, wobei die Sitze recht hart sind und selbst ICE4 Sitze noch bequemer erscheinen, und die Lower also 2. Klasse unten verortet ist und eher an Legehennenställe erinnert was sas Problem der nicht ausreichenden Ablageflächen für Gepäck noch mehr verschärft.

Die Landschaft ist auch hier wieder eher unspektakulär und ich beehre den „Speisewagen“ im Oberdeck des „inneren“ Antriebswagens.

Der Zug fährt ab dem Beginn der Schnellfahrstrecke bei Paris bis kurz vor Bordeaux und dazu ohne Zwischenhalt fast durchgehend 300 bis 315 km/h. Respekt. Paris-Bordeaux in etwas über 2h. Das stinkt auch das Flugzeug ab.

Achja, man bekommt ein 300km/h Diplom auf der Zug WLAN Website, jedesmal wenn man diese besucht und der Zug >300km/h fährt. 😂

Kurz vor Bordeaux vermisse ich die 180 Grad Kehre mit anschließender 90 Grad Einfädelung in die alte Bahnstrecke. Stattdessen fährt der Zug einfach einer anderen Strecke nach. 😎😎🤗

Die Halle in Bordeaux St. Jean wurde über Jahre renoviert und präsentiert sich nun in einem herrlichen Zustand.

Aber auch hier hat man nun Zugangssperren nachgerüstet.

Achja, ich vergaß. In Paris Montparnasse waren diese offen, keine Bahnsteigkontrollen und keine Fahrscheinkontrolle im Zug. Komisch.

Nach dem Bezug des Hotels am Bahnhof gibg es zu Fuss Richtung Innenstadt zum Abendessen.

Mampf und nächtliche Impressionen der Altstadt an der Garonne.

Zum Abschluss noch ein Schweinebier aus Belgien. Mit Kirsch… örks.

Die Rückkehr der Strassenbahn

Heute ging es erst mal diagonal durch Frankreich, von den Bergen des französischen Jura/ France Comté über Paris in die Normandie nach Caen.

In Pontarlier wurde unsere kleine Gruppe vom Chef de Gare, der uns gestern schon das Stellwerk zeigte, erst mal per Handschlag begrüßt als er auf den Bahnsteig rüber kam um den Zug von Neuchâtel nach Frasne abzufertigen.

Mit diesem ging es dann nach Frasne um mit dem TGV Lyria, der Kooperation aus SNCF und SBB für die TGV Verbindungen zwischen Frankreich und der Schweiz.

Sehr bemühtes Personal. Der Chef de Gare fragt die am Bahnsteig eintreffenden nach der Wagennummer und lotst sie auf die richtige Startposition.

Bis Dijon fährt der Zug auf der teils eingleisigen Strecke bevor er dann auf die Schnellfahrstrecke nach Paris wechselt.

Ab Dôle und Dijon ist die Landschaft eher langweilig und so wird die Fahrt zu. Dösen genutzt.

In Paris Gare de Lyon empfängt das imposante Stellwerksgebäude während ein Ouigo TGV seine Fahrgäste, nach dem diese den vorherigen Check in am Bahnsteig bereits durchlaufen haben, nicht hinein. Komische Zustiegsregeln.

Mit der automatischen Metro Linie 14 geht unter Paris hindurch direkt zum Bahnhof St. Lazare.

Als kleiner gestalterischer Effekt wurde in der Metrostation der Linie 14 in Gare de Lion hinter dem Gleis nach der südlichen Endstation Olymiade ein kleiner pseudo Botanischer Garten angelegt. War da ein Architekt zuvor in Madrid-Atocha?

Sowohl der Gare de Lyon als auch St. Lazare präsentieren sich frisch renoviert und modern.

Zum modernen Style gehören wohl mittlerweile auch Bahnsteigsperren, wie in der Metro und RER schon lange üblich, nun auch an Fernbahnsteigen. Kombiniert mit der Bekanntgabe des Abfahrgleises erst 20min vor Abfahrt ergibt dies einen nicht gerade kleinen Stau als endlich „das Boarding“ des sehr gut besetzen 10 Wagen Intercité Zug beginnt.

Und so wird nach 2:13h pünktlich Caen erreicht und das Zimmer mit Bahnhofsblick bezogen.

Die Rückkehr der Strassenbahn in Caen.
1936 stillgelegt, 2002 dann als Spurbus „reanimiert“ erfüllte dieser die Erwartungen in Zuverlässigkeit und insbesondere die Kapazitäten nicht so dass Ende 2017 der Spurbusbetrieb eingestellt und in nur 1 1/2 Jahren die beiden Linien inkl. neuen kleinen Netzerweiterungen umgebaut so dass seit Mitte Juli 2019 nun drei Linien mit Alstom Citadis Fahrzeugen verkehren.

Aber normale Stadt- sowie Überlandbusse gibt es auch noch und auch lustige kleine Busse.

Bei einer Stadt der der „D-Day“ 1943 und die damit einhergehenden Kampfhandlungen bitterböse mitgespielt hat hätte ich nicht vermutet dass die Eröffnung der Tram unter dem Schlagwort „T-Day“ beworbenen wird.

Es ist wirklich erstaunlich was hier in 1 1/2 Jahren geschaffen wurde.

Diverse nette Fotostellen hat es, wobei das Universitätsklinikum (CHU) weniger schön ist aber ob seiner schieren Grösse beeindruckt.

An der Endhaltestelle „Campus 2“ der Linie T2 geht es erst mal in den Carrefour zum Kauf der Reisegetränke für morgen. Dabei beeindruckte der Gang für Wein alleine schon durch seine schiere Länge. Er muss aber ignoriert werden.

Anschließend geht es wieder mit der Linie T2 zur anderen Endhaltestelle beim ehm. Hafen.

Den Anzeigen an der Haltestelle kann man nur bedingt trauen und die realen Abfahrtzeiten haben selten etwas mit den Zeiten vom Aushangfahrplan zu tun. Gut, der Betrieb läuft erst seit zwei Wiche Wochen, das muss sich noch einschleifen.

Abendessen beim „Elsässischen Relais“ und beim schreiben dieses Tagesreport nicht was aus dem Norden. Geschmacksrichtung Weissbier-Export.

Und am Samstag gehts es auf Umwegen nach Bordeaux.

Zur Museumsbahn an der Grenze

Naja, der Tag verlief etwas anders wie geplant. Einer der Mitreisenden hatte etwas Probleme die vereinbarte Abmarschzeit am Hotel einzuhalten. Daher wurde der TER nach Frasne um gut eine Minute verpasst. Höllisch wie pünktlich hier gefahren wird, andererseits kein Problem bei der dürftigen Steckenbelastung.

Der am Hausbahnsteig parkende Blauwal nutzt uns nichts da mit dessen Leistung (umsetzen an den Mittelbahnsteig ist zudem zuvor nötig) einer der wenigen Busse nach Les Hôpitaux-Neufs nicht mehr erreicht wird.

Aber so kam unsere kleine Gruppe in den Genuss einer Stellwerksführung und Erläuterung. Bilder vom Stellwerk können aus verständlichen Gründen hier nicht gezeigt werden.

Die Systemtrennstelle 15kV und 16,7Hz mit 25kV und 50Hz liegt mittig im Bahnhof Pontarlier.

Es wird umdisponiert und so wird der TER / RE von Frasne nach Neuchatel am Ortsrand von Pontalier abgelichtet.

Auf dem Weg dorthin nich ein Foto vom ehm. Abschlussgleis zur Fa. Nestlé das mit einer eleganten Brücke über den Fluss Doubs führt aber wie die gesamte Stecke von Dôle hier her schon viele Jahre keinen Güterzug mehr gesehen hat.

Interessant ist dass das Einfahrsignal von Pontarlier (wie auch das Streckenausfahrsignal) nach schweizer Signalsystem „L“ signalisiert. Verwendet wurden hierzu normale französische Signale welche passende Schirmblenden erhielten. Das „selbstgebastelte“ Ausfahrvorsignal am Einfahrsignal kann dabei nur Warnstellung zeigen.

Nochmal ein separates Bild von der Staustufe des Doubs.

Mit etwas Aufwand wurd dann endlich ein Taxi gefunden das uns ins ca. 15km entfernte Les Hôpitaux-Neufs zur Museumsbahn „Coni’fer“ bringt.

Zuvor wurde jedoch in der Innenstadt von Pontarlier dieser „Gummistiefelhund“ entdeckt.

Das ehm. SBB Tigerli ist zwar angeheizt aber den aus umgebauten ehm. SBB Güterzugbegleitwagen „Sputnik“ bestehenden Zug zieht eine Baureihe 52 der ehm. DR, welche im übrigen primär mit Holz befeuert wird.

An der Endstation „Fontain Ronde“, irgendwo mitten im Wald wurde bereits ein Köhler Meiler aufgeschichtet. Mehrmals im Jahr gibt es Themebfahrten u. a. zur Holzkohleherstellung.

Hier erfolgt auch eine Information der zahlreichen Fahrgäste zur Geschichte der Strecke welche 1915 mit der Eröffnung der weniger steigingsreichen Linie von Frasne nach Vallorbe an Bedeutung verlor.

Hier wird auch die Lok beim Umsetzen mit frischem Holz und Wasser versorgt bevor es nach gut einer halben Stunde wieder zurück geht.

Eine Verlängerung der Strecke von hier bis zum Schloss kurz vor der Strecke von Pontarlier nach Neuchâtel ist erkenbar in Arbeit.

Hier steht auch noch einiges an Arbeitsvorrat, zumeist in Form von SBB oder BLS Wagen, herum.

Rückzus ist der Meister schneller unterwegs und so wurd um 16:45 nach 1 3/4h wieder der Ausgangsort de derzeit 7,5 km langen Museumsbahn erreicht.

Nach Auf- und Einnahme von leckeren „Himbeertörtchen“ der örtlichen Confisserie geht es mit dem TER Bus über die Dörfer nach Frasne wo der recht gut genuzte NPZ wie gestern den Anschluss aus Neuchatel zum TGV aus Lausanne nach Paris herstellt. Die TGV Verbindung über Vallorbe, derzeit die einigen Leistungen auf der Strecke zwischen Frasne und Vallorbe, stehen laut Lokalpresse derzeit (mal wieder) zur Disposition. Eigentlich unverständlich, der Bahnsteig in Frasne ist sehr gut gefüllt.

Mit dem Blauwal geht es dann weiter nach Pontarlier.

Abendessen mit Schrecken zur Vorspeise und Andouillette und ein Absackerbier im Hotel. Ein schöner Tag geht zu Ende.
Morgen gehts mit dem TGV ab Frasne flott nach Paris und dem IC nach Caen, die dortige neue Tram besichtigen die vor wenigen Tagen den wenig erfolgreichen Spurbus abgelöst hat.

Ab nach Frankreich

Nach einen ausgiebigen Frühstück ging es früher wie geplant per IC nach Basel wo einerseits einer der bereits im Einsatz stehenden Gioruno / Smile Fernverkehrstriebzüge von Stadler der SBB bestaunt werden konnte (irre das gut lesbare Dusplay in fast jeder Tür inkl. Anzeige zum Besetzungsgrad des jeweiligen Wagens als auch die pragmatische „Besenmethode“ wenn das Lichtraumprofil auf Fensterhöhe der Wagen ein wenig eingeschränkt ist.

Danach wird eruiert wo ich die krude Fahrkarte zum Schweinepreis von 4,70 CHF für die Fahrt mit der Tramlinie 3 nach St-Louis Frankreich herbekomne.

Der Bahnhof ist in anbedacht der morgigen Bundesfeier bereits beflaggt.

Bald darauf treffen Holger und Stephan pünktlicht (!) mit dem ICE 101 ein und die Fahrt nach Frankreich jann, mit Umstieg von der Linie 1 zur 3 beginnen.

Von St. Louis geht es mit dem TER zurück nach Basel SNCF/SBB und mit dem ICN nach Delemont. Ab dort mit dem RE aus Biel nach Meroux, dem Bahnhof für Belfort an der Schnellfahrstrecke „LGV Sud-Ouest“, durch den Schweizer Jura. Nachdem die Züge nun auch wieder das franz. Ort Delle aus und nach Frankreich erreichen und nicht nur aus der Schweiz wie seit Ende der 90er Jahre nennt er sich laut der Plakette am Empfangsgebäude „Gare international“ 😂

Es wäre vermutlich zu einfach wenn die stündlich verkehrenden SBB Züge bis Belfort durchgebunden wären aber so ist in Meroux umsteigen angesagt, sodenn nach dem kruden SBB Fahrplan auch eun direkter Anschluss besteht. Bei unserem Zug sind es „nur“ 7 Minuten und dann geht es im AGC der SNCF als TER Zug die wenigen Kilometer weiter nach Belfort.

In Meroux trifft sozusagen ein funktionierendes im integralen Taktverkehr laufendes Bahnsystem auf ein Bahnsystem das im Fernverkehr mit kruden Fahrplänen marktgerecht agiert aber im Nahverkehr in der Fläche zumeist weit am Bedürfnis der Kunden, oft sogar im wahrsten Sinne des Wortes, vorbeifährt.

Einst war Belfort ein bedeutender Bahnknoten auf der Linie Paris und Lyon nach Mulhouse. Aber ins inbesondere mit dem Bau der LGV Sud-Ouest ist er fast in die Bedeutungslosugkeit abgerutscht.

Dazu beitragen tuen auch Anschlusszüge nach erst 1:15 wie bei unserem Zug Richtung Besançon. Und das ist auch teils bei Übergängen von und nach Mulhouse der Fall.

Das gute Wetter läd ein die Wartezeit mit einem Stadtrundgang zu verkürzen bevor es mit dem Diesel AGC unter der Fahrleitung, stets dem Fluss Doubs folgend, nach Besançon. Der dem Fluss und Kanal begleitende Radweg ist gut genutzt und ist ein Abschnitt des Eurovelo 6 Atlantik- Schwarzes Meer.

In Besançon wird nich kurz die Strassenbahn abgelichtet bevor es mit dem neuen Nahverkehrstriebwagen von Aslstom der SNCF mit ihrer etwas zusammengestücket wirkenden Innenausstattung elektrisch nach Dôle geht.

Ab Dôle, wo wie auch in Belfort derzeit die Bahnsteige erneuert werden, geht es mit einer Doppeltraktion „Blauwale“ nach Pontarlier.

Die oft ohne Halt durchfahrenen kleinen Zwischenstation der ehm. zwei- und nunmehr zumeist eingleisigen Strecke sind bisweilen sehr schlicht ausgestattet und nicht selten fragt man sich woher die Fahrgäste überhaupt kommen sollten.

In Andelot ist dann volles Haus.

Ein doppelter Blauwal aus St. Claude / Morez nach Dôle, unser Zug nach Pontarlier und ein als Leergarnitur nach Morez fahrender Blauwal stehen gleichzeitig im Bahnhof. Stress pur für den Fdl.

Interessant ist dass parallel zum Leerzug ein SNCF Bus nach Morez und St. Claude fährt…. Typisch Frankreich.

In Frasne wartet ein NPZ der SBB auf den nächsten TGV aus Paris nachdem er zuvor Fahrgäste aus Neuchâtel zum TGV aus Lausanne via Vallorbe nach Paris gebracht hat.

Weite nahe fernen und wenig Menschen. Das französische Jura…

Aber dann wird Pontarlier erreicht, eine der grösseren Städte der Region.

Dem Bahnhof sieht man noch die einstige Bedeutung als Grenzbahnhof an. Heute reichen zwei Bahnsteigkanten der Gleise 2 und 3 zwischen welchen ein markantes einst u. a. zur Zollabfertigung dienendes Gebäude steht. Am Hausbahnsteig hält kein Zug mehr.

Eine nette Altstadt hat es hier auch.

Das Hotel liegt etwas ausserhalb und dabei wird eine ehemalige Strecke die zur Strecke Besançon – La-Chaux-de-Fonds führte und später als Industrieanschluss dienente gequert.

Achja, noch eine Impression vom Bahnhof und das Abendessen.

Morgen geht’s zur Museumsbahn die einen Teil der ehm. Strecke Pontarlie – Vallorbe befährt.

Olten, Aarburg und Hauenstein

Morgen geht die Runde durch Frankreich mit Holger und Stephan los. Ich fahre heute schon vor Richtung Basel.

Die Grundidee war ein paar Bilder vom Februar am Hauenstein bei besserem Licht zu wiederholen.

Ich fahre mit dem ECE451 von Frankfurt nach Basel. Er fährt, störungsfrei und es gibt guten Kaffee und Bündner Törteli.

In der ersten Klasse ist das Platzangebot auch ganz brauchbar und der Fensterteiler ist nicht ganz so schwachsinnig wie im ICE.

Aber er zuckelt ab Zeppelinheim dem verspäteten ICE101 (den hätte ich morgen ab Mannheim nehmen müssen wenn ich nicht vorgefahren wäre) hinterher und hat damit in Basel gut 8min Verspätung.

In Basel spiegelt sich der Triebkopf in der Bahnsteigbude genau passend zum Wagen.

Weiter geht es mit dem Doppelstock IC in Richtung Luzern nach Sissach.

Im Gleisvorfeld von Basel SBB parkt eine Re 4/4 im Schweiz-Express Lack.

In Liestal laufen derweil die Bauarbeiten zum viergleisigen Ausbau auf Hochtouren.

In Sissach kann man sehr schön den Taktknoten mit Bus und Bahn beobachten und die weitere Wartezeit wird für einem Einkauf bei Coop genutzt und schon geht es weiter auf der Hauenstein Bergstrecke.

Zim Einsatz kommen hier GTW der ehm. Thurbo mit ihrer 2+3 Bestuhlung und bunten Kopfstützen.

In Trimbach steige ich aus. Für deutsche Gewohnheiten nimmt es sich komisch aus dass dass der Bahnsteig mitten im Bahnübergang endet ohne dass es hier weitere Schranken gäbe.

Von der Station Trimbach laufe ich runter zur Aare um zunächst am linken Ufer, unterdessen wird das nach Sissach fahrende „Läufelfingerli“ erwischt und dann paar Bilder von Zügen auf der Aarebrücke der Hauenstein Basislinie, auf der gefühlt im Minutentakt Züge verkehren, aufzunehmen.

Auch die daneben liegende Brücke der alten Bergstrecke wird mit einem GTW abgelichtet. Siehe Titelbild des Beitrags.

Ich wechsle dann in der Nähe des Stauwehr die Flussseite und kurz darauf geben sich wieder die Züge im Blockabstand ein Stelldichein.

Darunter sind TGV Lyria, ICE und ICT.

Den ICT RABDe500 der mit einem 612er von DB Systemtechnik gekuppelt verkehrt und schon in Basel gesichtet wurde wird dabei leider verpasst zu fotografieren.

Und natürlich komnt auch wieder der GTW der Bergstrecke auf seiner Brücke zu Fotoehren.

Im angrenzenden Industriegebiet fertigt die zur Doppelmayer Gruppe gehörende Fa. CWA Seilbahngoneln. Nebenan wird eine Firma für Sonderabfälle per Bahn bedient.

Mit dem Bus geht es zum Bahnhof und zum Hotel zum Check in.

Auf dem Weg dahin gibt es nette Ausblicke auf die Aare und die Altstadt von Olten.

Mit dem Bus geht’s nun nach Aarburg mit seiner Burg ubd Kirche auf dem Felsen.

Durch die grosse Aufweitung des Flussbett vor der Strassenbrücke gibt es hier den interessanten Effekt dass das Wasser am rechten Ufer für mehrere hundert Meter wieder flussufwärts fließt.

Die beiden Tauben auf dem Geländer erinnerten etwas an Stadler und Waldorf aus der Muppetshow 😎

Mit dem Postbus geht es nun wieder nach Olten zum Bahnhof und dann mit dem Stadtbus zur Enthaltestelle Trimbach Eisenbahn.

Leider hat sich die Sonne schon hinter dem Bergkamm des Hauenstein verkrochen so dass kein Sonnenbild am Hauenstein Scheiteltunnel möglich ist.

Noch ein paar Käfern (oder was auch immer) beim „Chillen“ zugesehen ein „nicht vorhandenes Gebäude“ der ehm. Sperrstelle Trimbach gesichtet und schon kommt wieder der Zug nach Sissach.

Ich kehre beim „Isebähnli“ mit Blick auf die Bahnstrecke ein. Feldschlösschen Lager. Nicht mal übel, ebenso wie die Hörnli mit Gehacktem.

Dann mal gute Nacht.

Morgen geht’s u. a. über die wiedereröffnete Strecke über Delle nach Belfort.

Achso, hier noch die Wanderungen.

2019-07-30 Trimbach – Aarebrücken und mit Bus nach Olten

2019-07-30 Aarburg

Bei der letzten hatte ich in Trimbach vergessen die Aufzeichnung abzuschalten weshalb die Busfahrt zurück nach Olten dabei ist.

2019-07-30 Hauenstein Scheiteltunnel bei Trimbach

Nach Hause über den Col de Haut Baie-Ruisseau und Statistik

Alles hat ein Ende und so verlasse ich um kurz nach 10 Uhr das schöne Lindau. Eigentlich müsste ich erst um 11:05 mit dem RE nach Stuttgart nach Ulm fahren aber ich fahre früher um den Umstieg in Ulm entspannter zu machen. War natürlich klar das dann sowohl der 10:05 als auch 11:05 pünktlich ankanen aber der IC218 15min Verspätung hatte. 😂

Der Hauptbahnhof in Lindau auf der Insel wird sich in den nächsten Jahren wandeln. Derzeit finden umfangreiche Bauarbeiten im bisher nur als Betriebsbahnhof genutzten Lindau-Reutin statt. Dieser erhält vier Bahnsteiggleise und wird der zukünftige Knotenbahnhof u. a. auch für die künftig schneller und öfter verkehrenden EC Zürich – München. Der Inselbahnhof bleibt mit 6 der 8 Bahnsteiggleise bestehen, jedoch die Abstell- und Tankanlagen nach Reutin verlagert und für Grünanlagen und Wohnbebauung genutzt.

In Ulm steht am Gleis 5a ein NE81 Doppelpack der Schwäbische-Alp-Bahn deren Lackierung ein wenig an die der früheren TEE erinnert.

Rund um und im Bahnhof wird gebaut. Im Bahnhof die Einfädelung der Neubaustrecke aus Stuttgart und am Vorplatz dessen Umgestaltung und Neubebauung.

Ich schlage mich durch die Baustelle zur Haltestelle Theater durch und mache ein paar Tramfotos. Einen Abstecher in die Altstadt zum Ulmer Münster verkneife ich mir ob der chaotischen Verkehrsführung und insbesondere der Hitze.

Warten auf den IC218. Derweil noch ein wenig die andren Züge beobachten. Achja, mit den 245 welche für die RE Lindau – Stuttgart eingesetzt werden scheint es ein Problem zu geben wie vor Wochen zu lesen war und daher sind bei dem 11:05 ab Lindau und seinet Gegenleistung hier in Ulm um 13:15 Uhr wieder 218er zu sehen.

Mit Verspätung (Grund polizeiliche Ermittlungen in Österreich) erreicht der IC aus Graz dann Ulm und die unkoordinierte Radlergruppe die hier Ausstieg trug nicht gerade zum Abbau der Verspätung bei.

Mit zwei weiteren Radlern wurde dann um so schneller eingestiegen. Erst Einsteigen, dann sortieren. Hauptsache der Zug fährt.

Auch wenn om Steuerwagen mit den Radstellplätzen wieder mal die Klimaanlage nicht funktioniert. Erst ab Stuttgart kühlt es etwas durch mehr Durchzug durch die Klappfenster bei 200km/h.

Der IC218 kommt mit +18min in Stuttgart Hbf an. Die Ausfahrt steht bereits als der Tf noch nicht mal den Führerstand erreicht hat.

Von Stuttgart geht es wegen Bauarbeiten ohne Heidelberg Hbf über die Güterzugstrecke nach Weinheim.

Ich entscheide mich die nicht Fahrkarte nicht voll abzufahren (Darmstadt – Reinheim) und steige in Bensheim aus um via Auerbach, Kuralpe und Neutsch nach Hause zu fahren.

Aber zuerst kehre ich in Auerbach in der alten Dorfmühle zu Äppler und Handkäsesalat ein. Ein schöner Biergarten, gutes Essen. Alles perfekt

Frisch gestärkt geht es hinauf zur Kuralpe uns siehe da, Kehrschleifen sind kein Privileg von Bergstrassen sondern auch von Strassen bei der Bergstrasse. 😉

Und bei Ober Beerbach wurde bei der Kuppe zwischen Ober Beerbach und Wurzelbach ein interessantes Schild entdeckt. Siehe das Titelbild. 😂

Und alsbald sind die heimatlichen Gefilde erreicht.

Hier die kleine Abschlusstour:
2019-07-23 Bensheim – Reinheim

Die Statistik der Tour:

Gesamtstrecke per Rad: 591,86 km

Gesamthöhenmeter aufwärts: 10.140m

Gesamthöhenmeter abwärts: 10.090

Gesamt reine Fahrtzeit: 38h 27min

Die 14,5km und 50min Fahrtzeit per Schiff von Flüelen nach Brunnen wurden abgezogen.

Die „Wanderrunden“ Basel, Gelmersee und Aareschlucht wurden nicht eingerechnet. Insbesondere da in Basel auch einmal Tramfahrten enthalten sind.

Hier nochmal in bildlicher Übersicht:

Letzte Etappe – vom Appenzeller Land nach Lindau

Eine wunderbar Tour geht zu Ende und auch heute ist Petrus auf meiner Seite und ich werfe dabei meine ganze Zeitplanung über den Haufen. Zu viele schöne Fotomotive laden zum verweilen ein.

Auch heute hat der Bilderupload (im dritten Anlauf) geklappt. Daher auch heute nur eine kleine Auswahl an Bildern.

Die weiteren gibt es hier:

2019-07-22 Mo Etappe 9 Urnäsch-Lindau

Gegenüber der Planung wurden es 6km mehr und doppelt so viel Höhenmeter aufwärts.

Bei Uznach erst mal ein Stadler „Walzer“ ABe4/12 der Appenzeller Bahnen auf dem Weg nach Herisau.

Fast wie gewohnt bei bestem Wetter.

Mehr Landschaft bei Jakobsbad. Ich überlegte erst kurz mit der Seilbahn auf den Kronberg zu fahren, aber da ich bereits zeitlich im Verzug bin lasse ich es lieber.

Daher nur ein Seilbahnbild 😉

Und dann wieder ein Zug hinter Jakobsbad Richtung Gonten.

Und noch einer…

Und schon ist Appenzell mit seiner schönen Altstadt erreicht.

Swissnes pur…

Keine Bange, nur das Besucherzentrum hat noch geschlossen. Nicht die Brauerei.

Und auf die vielen Walzer folgt der „Tango“ ABe 8/12 welche für die Durchmesserlinie beschafft wurden. Seit dem Bau des neuen Ruckhaldetunnel und damit dem Entfall des Zahnstangenabschnitt in St. Gallen verkehren diese von Trogen über Gais bis in die Kantonshauptstadt Appenzell.
Wobei Stadler nach dem „letzten Tango“ für die Appenzeller Bahnen die Produktion dieser Fahrzeuge eingestellt hat und stattdessen die spanische Produktlinie ex. Vossloh fortsetzt.

Ein Tango erklimmt die Rampe von Appenzell zur Station Sammelplatz.

Auf dem Ast von Gais nach Altstätten Stadt geht es nicht ohne Zahnstange. Soeben erreicht der Zug bei der Station Stoss das Ende des Zahnstangenabschnitts.

9% Steigung enden hier. Die Maximalneigung der Strecke ist dabei 16%.

Gut gesichert ist die Station Kreuzstrasse mit direkt und indirekt erkennbaren Anlagen.

Fast noch steiler geht der parallele Weg abwärts mit teils 20%.

Ich glaube hinauf werde ich da nie fahren, warum auch wenn dder Zug extra einen Radtransportwagen besitzt.

Aber auch bergab ist das Rad sehr gefordert, besonders hinsichtlich der Bremse.

Auch hier zeigt das Bild nicht wie steil es hier bergab geht. Im Hintergrund liegt bereits Altstätten im Rheintal.

Nochmal Altstätten. Der Zug hat vor kurzem Altstätten Stadt verlassen und kämpft sich nun die Rampe hinauf.

Nachdem der Talboden erreicht wurde und die Bremse nicht mehr roch ging es recht flott weiter Richtung Bodensee. In Au (SG) wurden noch die Vorräte ergänzt da. Hier unten ist es richtig warm im Vergleich zu den noch recht angenehmen Temperaturen oben im Appenzell.

Da hilft vermutlich nur das Bahnersatzboot 😎

Und weiter geht es nach Norden.

Kurzer Abstecher zur Seebühne in Bregenz mit dem aktuellen Bühnenbild für „Rigoletto“.

Und dann ist Lindau nach 72km erreicht und wie aufs Stichwort erreicht ein Schiff den Hafen.

Zummerbezug im Hotel alte Schule und dann zum Abendessen. Sehr lecker und zudem in Euro bezahlbar 😉

Dabei noch ein Test dreier Sorten der Lindauer Brauerei.

Nach dem Essen ein Rundgang zum Hafen mit Abenddämmerung…

Und zur blauen Stunde.

Morgen geht es dann mit dem Zug über Ulm nach Hause.

Eine sehr schöne Tour geht zu Ende.

Auf Regen folgt Sonne oder vom Klöntal ins Appenzell

In der Planung hielt ich die Etappen über den Grimsel und insbesondere über den Furka für die Anspruchsvollsten.

Aber nach dem Erldbnis gestern am Pragelpass und heute mit wiedermal 1320 Höhenmetern und etwas über 78km muss ich mich korrigieren, insbesondere da die kleinen Pässe oftmals stärkere Steigungen aufweisen wie ihre prominenten grossen Kollegen.

An Warnhinweisen mangelte es heute jedenfalls nicht.

Die Nacht über hatte es immer wieder mal geregnet aber zum Frühstück beruhigte sich das Wetter und auf der Talfahrt nach Glarus regnet es nur einmal kurz, also wieder zu ignorieren.

Achja, heute gibt’s mal weniger Bilder, zumeist nur die via Instagram bearbeiteten. Die meistens sind, mit zwei Anläufen Marke Igel, bei der Touraufzeichnung bei Komoot hinterlegt.

2019-07-21 So Etappe 8 Rhodannenberg – Urnäsch

Durch den Regen in der Nacht waren die Blumen und gefühlt alles in der Flora satter und besser in den Farben.

Die Blumen auf der Hotelterrasse haben sich offensichtlich über den Regen gefreut und auch über dem See lösen sich die Wolken ganz langsam auf.

Apropos Wolken, auch diese können (auch wenn es bis kurz vor dem Foto regnete, nette Bilder erzeugen.

Und das Blaue im Himmel kämoft3sich langsam nach vorne.

Immer an der Linth entlang geht es Richtungen Ziegelbrücke. Wie auch dieser S-Bahn Doppelstockzug der S-Bahn Zürich.

Bei Mollis entscheide ich mich auf dem Damm einen kleinen Unweg weiter bis zur Mündung der Linth in den Walensee zu fahren.

Dass der Fluss dort mündet ist von Menschenhand gemacht. So wurde dieser ab Näfels in den Escherkanal umgeleitet so dass das mitgeführte Geschiebe sich nun im Walensee und nicht irgebdwo auf dem Weg zum Zürichsee ablagert.

Unterwegs wieder mal ein paar auffälig unauffällige Gebäude, die sogenannte Sperrstelle Näfels wird passiert.

Blick auf Weesen wo sich auch der Abfluss des Walensee via Linthkanal zum Zürichsee befindet.

Hinter Ziegelbrücke geht es zunächst durchs Flachland in Richtung Kaltbrunn. Ein Flirt der SOB eilt derweil nach Ziegelbrücke.

Keine Zeit zum Ausruhen und Rumhängen. Der erste tichtige Anstieg wartet.

Der nächste Flirt in Kaltbrunn auf dem Wdg nach Uznach.

Und nun geht es erst mal deftig hinauf nach Ricken, dann stramm hinunter nach Wattwil, wieder hoch nach Hemberg (hier war Akkuwechsel angesagt), hinunter ins Tal der (des?) Und via dem Weiler Bächli zum „Pass“ kurz vor Urnäsch.

Hier hat es zwar Wolken aber die Sonne überwiegt und setzt dabei das wolkenverhangenen Alpstein Gebirgszug mit dem Säntis gut in Szene.

Und dann ist Urnäsch fast erreicht. Finde den Zug 😉

Naja, kurz vor der Einfahrt nach Urnäsch ist er in der Kehre besser erkennbar.

Mal eine weitere „farbliche“ Spielerei mit dem Marktplatz von Urnäsch.

Zimmer mit Bahnhofssicht im Hotel Krone und ein vorzügliches Abendessen runden den Tag ab.

Verdauungsspaziergang zur Bahn mit Sightseeing im Ort.

So, morgen geht’s nach Bregenz und Lindau.