Drei Länder, drei Sprachen, eine Währung

Kurz nach Acht ging es ab Brüssel Nord nach Liège-Guillemins. Prickeld fande ich die kurzfristige Verlegung des Zuges von Gleis 7 nach Gleis 3 gerade mal fünf Minuten vor Planabfahrt nicht, zudem wurde dies nur per Ansage gemacht (in F und NL), kein Hinweis im Anzeiger am Bahnsteig. Aber es hat geklappt.

Der IC nach Eupen besteht aus ein- und doppelstöckigen Wagen. Der DoSto mit 1. Klasse entspricht wohl einer modernisierten Version und zeigt alles abwechselnd in Französisch und Holländisch an.

Die Landschaft lädt zu einem Nickerchen ein.

In Liège-Guillemins wurde im Zuge des Baus der Schnellfahrstrecke aus Brüssel Richtung Aachen der Bahnhof komplett ungebaut dessen Architektur beeindruckt. Weniger beeindruckend ist die Griffigkeit des Bodenbelags der Paserelle welche gerade gereinigt wurde und eher einer Schlittschuhbahn glich.

Die Zeiten der lokbespannten IC nach Luxemburg sind leider auch vorbei. Auf der Radtour 2018 hatte ich noch einen fotografieren können.

Jetzt werden diese mit Desiro Mainline in Doppeltraktion der SNCB/NMBS gefahren bei deren der Unterschied zwischen zweiter und erster Klasse offensichtlich nur noch in der Zahl auf dem Aufkleber besteht.

Durch die sehr schöne Landschaft der Ardennen geht es das Tal der Amel hinauf nach Gouvy.

Kurz darauf wird vor Troisvierges die Grenze zu Luxemburg überschritten und ab hier hält der Zug wesentlich öfter und füllt sich auch merklich. Kurz vor dem Bahnhof von Luxembourg bietet die Bahnstrecke einen schönen Blick auf die Hauptstadt des gleichnamigen Landes.

Hier ist erstmal Umsteigen angesagt zum Zug nach Redon der mit einem CFL Doppelstockzug geführt wird und seine Görlitzer Abstammung schwer verbergen kann während am Nachbarbahnsteig ein in Frankreich als Z2200 bezeichneter Doppelstockzug der CFL wartet.

In Luxenburg, also dem Land, ist seit 2019 der gesamte ÖPNV gratis. Aber nur in der zweiten Klasse. Daher wohl der extra Hinweis am Eingang zum 1. Klasse Oberdeck.

In Bettembourg ist nochmal Umsteigen angesagt. Wegen Bauarbeiten verkehren die TER Richtung Metz erst ab hier und nicht wie normal ab Luxembourg.

Geführt wird der Zug mit zwei Z2200 der CFL über Metz bis Nancy. Die Tischlampen in diesen Fahrzeugen begeistern mich immer wieder aufs neue.

Und so geht es recht flott und bequem durchs ehm. Kohle & Stahl Gebiet Lothringens nach Metz.

Leider standen die diversen Werksbahnloks immer so dass man sie aus dem Zug nicht knipsen konnte.

Schneller Umstieg in Metz und im gut besetzen einzelnen dreiteiler AGC ging es flott auf der alten Hauptbahn und streckenweise vom Rhein-Marne-Kanal begleitet nach Strasbourg.

Kurz hinter Metz übrigens der einzige fahrende Güterzug des Tages. Soviel zu den dicken Backen diverser Güter EVU dass man ja wegen der überlasteten Rheinschiene auch via Belgien und Frankreich fahren könnte. Klar, wenn man Lust hat wegen 30min Verspätung auf die Seite genommen zu werden und eine neue Trasse erst Tage später zugewiesen zu bekommen. Dann kann man sich auch SNCF Infa antun, statt bei Verspätung dann durch DB Netz irgendwie doch noch durchgewurschtelt zu werden.

Klar, wenn nur 11min Umsteigezeit ist muss der Zug auch noch am Kopfgleis 31 weit vor der Halle in Strasbourg einfahren.

Aber auch dieser Anschluss klappt und im feinsten Corail Design geht es rasch nach Mulhouse. In Fahrtrichtung links grüsst die Rheinebebe und weit hinten der Schwarzwald, in Fahrtrichtung rechts die Vogesen.

Nach dem Bezug des fast am Bahnhof liegenden Ibis Budget geht es mit dem TER nach Than. Weiter bis Kruth leider nicht, da ist die Rückfahrt erst 2h später möglich.

Kurz vor dem Haltepunkt des Industriegebiet von Thann erstaunt dieser Bahnübergang ins Nichts dessen gut ausgebaute Strasse direkt in einem Feld endet und nebenan im vom Netz getrennten Gleisanschluss der Burda Druckerei wartet eine Köf auf bessere Zeiten (ohne Foto).

Mit den TramTrain der ab Lutterbach auf das Netz der Tram von Mulhouse übergeht geht es nach Mulhouse Republique.

Abendessen im Au Bureau. Ab 20 Uhr fahren wegen Bauarbeiten derzeit keine Tram und Tramtrain zum Bahnhof.

Dann halt noch den TGV nach Zürich vom Hotelzimmer aus fotografiert.

Morgen geht’s nach Dannemarie und ich versuche mal ein paar Fotos an den dortigen Viadukten zu machen die ich eigentlich auf der Etappe der Radtour ab St-Ursanne vorhatte und wegen Reifenplatzer ausgefallen sind.

Von der Küstenstrassenbahn nach Brüssel

Heute geht’s rüber zu den Belgiern bzw. nach Flandern. Um kurz nach Acht ging es von der Bushaltestelle beim alten Hafen mit dem alle 10min verkehrenden Bus C2 nach Leffrinckoucke Fort des Dunes, dort wartete dann schon der alle 30min fahrende Bus 09 über die Grenze nach Adinkerke Gare was die „De Panne“ Endstation der Kusttram ist. Leider ist die Bahnstrecke zwischen Dunkerque und Adinkerke ungenutzt und teilweise führt der Radweg über das ehm. zweite Gleis.
Die Busse in Dunkerque und der nach Adinkerke sind übrigens alle gratis.

Aus dem Bus ist schlecht zu fotografieren, daher nur Bilder vom Start und dann von Adinkerke/De Panne.

Die zwischen De Panne, Oostende und Knokke verkehrende Kusttram hat ab 2019 48 neue Fahrzeuge vom spanischen Hersteller CAF erhalten, welche sukzessive die 48 von 1994 – 1996 stammenden Wagen der Serie 6000 ablösen werden. Wegen des starken Saisonverkehrs im Sommer mit 10min Takt und auf Teilstrecken noch öfter, zu dem in früheren Jahren im Sommer nicht genutzte Wagen aus Gent oder Antwerpen zur Kusttram zur Unterstützung verbracht wurden, werden vermutlich einige der Altwagen im Einsatz verbleiben.

Obwohl erst wenige Jahre alt erkennt man bereits jetzt den anstrengenden Betrieb auf der 67km langen Strecke an den Fahrzeugen. Die hintere Tür ist bei diesen dauerhaft abgesperrt da diese sehr oft ausserhalb der Bahnsteige liegt.

Und so geht es erstmal bis Sint-Idesbald und zu Fuss zurück nach dem eigentlichen an der Küste liegenden De Panne.

Meine Fresse wie kann man hier nur den Urlaub vorbringen? Fast die ganzen Orte an der Kusttram sind zugebaut mit mehrstöckigen Appartementhäusern, eines langweiliger wie das Andere. Aber Hauptsache nur 50m bis zum Strand.

Naja, ein paar Fotomotive sind dann doch drin.

Mann muss ja nicht unbedingt die Plattenbauten in den Fokus nehmen, dann lässt es sich hier aushalten.

Weiter geht’s per Kusttram nach Domein Raversijde, dem einzigen Abschnitt in dem die Bahn relativ frei in der Natur zwischen Wasser und Düne fährt.

Das einzige nervige oder eher spannende sind die Autos und LKW auf der parallel verlaufenden Strasse welche natürlich immer dann im Rudel auftauchen wenn gerade die Tram ins Motiv fährt.  🙈

Aber mit etwas Geduld und dem Aufsuchen eines „Feldherrenhügel“ auf der Düne klappt es dann doch für ein paar Motive.

Im Endabteil des CAF Triebwagens geht es dann durch die ganzen „schönen Badeorte“ bis Knokke.

Ganz ehrlich? Von den ganzen Orten hat mit die Hafenstadt Zeebrügge ausserhalb des Hafengebiets am besten gefallen da nicht mit Urlaubsappartementbunkern zugepflastert.

In Oostende und Zeebrügge gibt es übriges Umleitungstrecken für die Tram falls die reguläre Strecke wegen geöffneter Klappbrücke an den dortigen nördlichen Schleusentoren nicht befahrbar ist. Dann geht es halt über die Brücke südlich der Schleuse.

Knokke macht auch einen recht angenehmen Eindruck. Aber anstatt Stadtbummel geht es rüber zum NMBS wie sich die SNCB im flämischen Teil Belgiens nennt.

Der Zug nach Brüssel besteht aus einem Vectron und neun Doppelstockwagen.

Die Sitzanordnung ist in den Doppelstockwagen des IC schon interessant. Die Festerteiler sind gegenüber der anderen Seite um eine Reihe verschobenen angeordnet. Ansonsten unterscheidet sich die 1. Klasse nur durch mehr Sitzabstand da ein Fenster weniger vorhanden ist.

In Brüssel Midi/Ziud/Süd verlässt mich meine Reisebegleitung und Organisator der bisherigen Rundreise der letzten Tage (vielen herzlichen Dank hierzu auch) und beginnt sich Richtung Darmstadt durchzuschlagen was durch ausfallende ICE und Langsamfahrt mit „nur“ 220 auf der SFS Köln-Frankfurt den Fahrplan ins Wanken bringt wie mir per SMS mitgeteilt wird.

Ich fahre erstmal bis zur Endstation, dem Flughafen vom Brüssel durch, um dann von dort im selben Zug der nun aber als IC nach Oostende verkehrt, aber am Bahnsteig nur bis Kortrijk angezeigt wird, nach Brüssel Nord zurückzukehren.

Einchecken im Best Western beim Bahnhof und dann geht es Richtung Altstadt zum Sightseeing und suchen einer Essensgelegenheit.

Gefühlt sind 90% der Gastronomie reine Bierkneipen oder Fastfood. Aber bis zur eigentlichen „Fressgasse“ wäre es noch etwas weiter.

Aber hinter dem Rathaus findet sich eine brauchbare Restauration für typisch komisches Belgisches Bier und einen üppigen Topf Muscheln in Weisswein und Knoblauch gekocht.

Mal sehen ob ich morgen das Abteil für mich alleine habe 😂

Auf dem Rückweg zum Hotel komme ich wie vor ein paar Jahren auf der Heimreise von England wieder bei Sonnenuntergang an der Cathedral of St. Michael and St. Gudula vorbei. Deja vue.

Morgen geht es dann durch Belgien nach Liège und weiter nach Luxembourg, Metz und Strasbourg mit Ziel Mulhouse. Mal sehen ob das klappr…

An der Küste entlang

Also zumindest so weit es ging. Heutiges Ziel war dabei Dunkerque kurz vor Belgien.

Die grosse Hitze macht erstmal Pause und am „Strand von Caen“ vorbei geht’s kurz vor 8 zum Bahnhof um 1,5h später im sehr einladenden *hust* Bahnhof Rouen-Rive-Droite anzukommen.

Im Tiefgeschoss bei der „Metro“, also der auf einigen Stationen in der Erde vergrabenen Strassenbahn sieht es auch nicht viel besser aus. Die alte Bahnhofshalle kann sich dagegen sehen lassen.

Für die Strassenbahn von Rouen hat es neue zusätzliche Fahrzeuge von CAF gegeben, heute fuhr aber keiner vor die Linse, nur die seit 2013 eingesetzten Citadis welche die TFS von 1994 ablösten.

Und ja, auch Rouen hat schöne Ecken.

Zurück am Bahnhof geht es wieder hinunter auf die schmalen Bahnsteige zum Zug nach Abancourt.

Vor Jahren mussten auf dem Bahnhof der irgendwo im Nirgendwo liegt 2h beim Umsteigen überbrückt werden während dessen kein einziger weiteter Zug fuhr und sich der Fdl in seiner Bude verschanzte da ihm drei Personen die Umsteigen wollten wohl sehr suspekt vorkamen.

Heute waren es nur 30min Umsteigezeit, aber 3 Züge (Amiens, Beauvis, Le Treport) in 30min musste der arme Fdl abwickeln. Das sind geradezu unzumutbare Arbeitsbedingungen.

Zum Glück ist der nächste „Taktknoten“ erst wieder in 3h.

Oh hoppla, jetzt kam sogar noch ein Güterzug. Mon Dieu.

Die Strecke nach Le Treport-Mers war mehrere Jahre gesperrt und nun wiedereröffnet. Keine Ahnung was während der Sperrung gemacht wurde, der Oberbau ist sehr „spannend“ von der Gleislage und wie üblich mit gelaschten Schienen versehen.

Einsam steht der dreiteilige AGC in den sechs Bahnsteiggleisen.

Beim letzten Besuch vor etlichen Jahren waren es noch Caravelle aus Abancourt und Abbeville mit mehreren Beiwagen und ein einsamer Wagenzug der auf die Rückfahrt nach Paris wartete die die Gleise belegten. Heute ist die Strecke nach Abbeville gesperrt und die Züge nach Paris fahren über Abancourt nur noch bus Beauvis wo in die RER umgestiegen werden muss. Besonders voll war der AGC auf der Herfahrt nun auch nicht.

Ein wenig am Hafen und der Küste die Füße vertreten und nach einer 3/4h wartet bereits der Bus nach Abbeville.

Bei der Fahrt durch Mers ist klar erkennbar dass gut 99% der Touristen per Auto kommen und dabei alles zuparken.

Die Wartezeit wird mit einer Runde zum Kanal zwischen Bahnhof und Stadt überbrückt und von der Bahnhofsüberführung ist gut der TER nach Paris abzulichten bevor der Zug nach Calais kommt.

Wieder ein AGC, diesmal ein Vierteiler in Doppeltraktion statt bisher einzelne Dreiteiler, mit seiner interessanten Sitzgruppe am Wagenübergang bringt die Fahrgäste zügig durch die teils hügelige bis flache Landschaft nach Calais-Ville während beim Halt in Noyelles Sur Mer gerade die dortige Museumsbahn einfährt. Die Drehgestell Wagons der Schmalspurbahn stammen zumrustvon der Schweizer BOB.

Kleine Runde um den Bahnhof, das Publikum ist hier teils etwas speziell… aber es hat auch hier nette Ecken und ulkige Stadtbusse, die bereits um 19 Uhr ihre letzten Fahrten haben.

Weiter geht’s nach Dunkerque wo erstmal die Einfahrt eines TGV abgewartet werden muss bevor es niveaugleich rüber zum Empfangsgebäude geht. Seit Abbeville hat das Renovierungsniveau der Bahnhöfe extrem nachgelassen bzw. ist deren Zustand eher grenzwertig.

Am alten Hafenbecken entlang geht es zum Hotel.

Und dann wieder in die Innenstadt auf der Suche nach einem brauchbarem Restaurant, die meisten haben Sommerurlaub.

Aber im „Bureau“ gibt es einen „Brexit is death“ vorneweg, Carbonat als lokale Gulaschart und was Süsses hinterher währen danach langsam die Sonne im Meer versinkt.

Morgen geht’s dann nach Belgien.

Museumsbahn in der Normandie

Heute geht es gemütlich los, denn erst um kurz nach 11 fährt der Zug nach Cherbourg.

Zeit zum Ausschlafen und noch ein wenig der Strassenbahn nachstellen.

Der Zug kommt pünktlich als Doppeleinheit Omneo von Alstom. Ein sehr eigenartiger Zug mit kurzen, fast nur aus Türen bestehenden einstöckigen „Wagen“ zwischen den Doppelstockwagen die dafür keine Türen besitzen. Aber recht bequem sind sie und es hat WLAN, sofern das Bordherät ein Funknetz erwischt.

Ab und an unterbricht die relativ flache Landschaft mit Gräben, Kanälen und Bächen die von Landwirtschaft geprägte Szenerie.

Kurz vor Cherbourg wird wird es aber recht Hügelig.

Achja, im Zwischenwagen zum Wagen 4 bzw 14 hatte es einen Kaffeeautomaten. Unbedingt merken für die Rückfahrt.

Cherbiurg ist nicht gerade eine Schönheit, der unschöne Grund liegt fast 80 Jahre zurück, aber hat trotzdem ihren eigenen Charme und am Hafen ist es recht angenehm, auch von dem Temperaturen um die 24°C herum.

Das Anschlussgleis zum grossen Hafen ist gekappt, Verkehrswende geht irgedwie anders denn vor ein paar Jahren waren auf der Tour nach Großbritannien waren zumindest noch leichte Nutzungsspuren erkennbar, aber der Bahnübergang über die Hauptstrasse existiert immernoch, inklusive Schikd in Französisch und Englisch wo man sich im Störungsfall melden soll.

Mit dem Bus geht es eine Stunde durch die hier nun recht hügelige Landschaft nach dem Südwestlich von Caen gelegenen Barneville-Carteret.

Beim Baustil der Häuser ist man sich nicht immer sicher ob man sich nun diesseits oder jenseits des Ärmelkanals befindet.

Nach der Runde durchs Ort kommt dann der Museumszug vom Train Touristique du Cotentin in den „Bahnhof“ Carteret hereingeschoben. Hereingeschoben wird er aus dem benachbarten Barneville wo sich auch das Depot des Vereins befindet, da im ehm. Bahnhof kein Umsetzgleis besteht. Das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhof ist heute ein Restaurant und auf dem einstigen Bahnsteigsbereich stehen diversen Food-Trucks. Der Zug fährt davor ab, an einem Bahnsteigrest.

Im mitgeführten Güterwagen werden Fahrräder verstaut und es befindet sich darun auch ein Stromaggregat für die Wagenbeleuchtung, Lautsprecher und insbesonder die Bar in der einen Häfte des blauen Wagens.

Feinster 60er Jahre „Silberling“ Charme geht von den Wagen aus. Leider gehen die Fenster alle nur auf einer Seite zu öffnen. Schlecht zum Fotografieren während der mit maximal 20km/h sehr gemächlichen Fahrt.

Nach gut einer halben Stunde ist das 10km entfernte Portbail erreicht. In der dreiviertel Stunde bis zur Rückfahrt fährt der Zug erstmal einige hundert Meter weiter um dann dort die Lok umzusetzen da am Empfangsgebäude nur noch ein Gleis zur Verfügung steht. Das ehemals vorhandene zweite Gleis musste der neuen Feuerwache weichen.

Und dann geht es ebenso gemütlich, mit zeitweise offenen Türen wieder zurück nach Carteret.

Nach dem Ausstieg der Fahrgäste, der Zug war mit ca. 200 Fahrgästen voll besetzt die zumeist wohl per PKW vor Ort kamen, setzte der Zug mit ordnungsgemäß inkl. Luftbremskopf besetzter Zugspitze nach Barneville Gare ins Depot zurück.

Und einige Zeit später kam dann kurz vor 18 Uhr der im 3h Takt verkehrende Bus nach Valognes, der letzte Personenzug von fuhr 1971. Die Museumsbahn ist dabei der westliche Abschitt des einst weit verzweigten Nebenbahnnetz zwischen Barneville-Carteret und Valognes was aber weitestgehend und sukzessive bis 2000 stillgelegt und abgebaut wurde.

Da erste Bild in der Collage passt nicht, es gehört nach Caen.

Während Kunden des Fernverkehrs am geschützt aufgestellten Automaten ihre Fahrkarte für die relativ wenigen Züge zwischen Caen und Cherbourg ziehen können steht der regionale Automat komplett frei und ist ohnehin defekt.

Der TER ist wieder ein Omneo, diesmal in Einfachtraktion und laut Reservierungsanzeige der SNCF App in der 2. Klasse ab Caen komplett ausgebucht. Aktuell muss man zwischen Paris St. Lazare und Caen in diesen TER zwingen reservieren da die SNCF Baubedingt den Verkehr ausgedünnt hat. Aber warum fährt man hier denn keine Doppeltraktion?

Dann ein Gang durch Caen ins Restaurantviertel unterhalb der Festung und gut gegessen.

Auf dem Heimweg zum Hotel boten sich dann noch ein paar Motive zur sogenannten Blauen Stunde an.

Lüge im Bad. Der Spender verspricht „großartiges Haar in der Flasche“. Auf den Schädel geschmiert … und nix ist passiert. 😂

Morgen gehts dann nach Dünnkirchen, aber natürlich nicht direkt.

Auf Umwegen in die Normandie

Da sich der ursprünglich zur Fahrt nach Nantes vorgesehene Intercité als ausgebucht herausgestellt hat und 3h Stehen auch nicht erstrebenswert sind wurde ein, wenn auch recht kruder, Plan B erstellt. Krude auch daher dass es billiger und auch einfacher war einen TGV nach Paris zu buchen statt nur von Bordeaux nach Tours. Der TER Verkehr nach Tours war keinerlei Alternative da zu wenig verfügbare und abgestimmte Verbindungen bestehen.

Es ging somit fast zur gleichen Zeit um viertel vor 10 in Bordeaux weg, aber nicht mit dem Intercité sondern einem der Nonstop TGV nach Paris Montparnasse.

Achja, wie vernünftige digitale Wagenstandsanzeiger, egal ob alleinstehend oder in der Zugzielanzeige integriert, zeigt neben den SBB auch die SNCF.

Und so wird mit zumeist 300km/h duch die auf weiten Strecken unspektakuläre Landschaft wieder nach Paris getobt.

Und pünktlich wird Montparnasse erreicht.

Eigentlich wäre der Transfer nach Austerlitz kein Problem, aber da mehrere TGV und Intercité fast gleichzeitig eintrafen waren die Fahrkartenautomaten belagert als wenn es in der DDR Südfrüchte gegeben hätte.

Also raus aus dem Bahnhof, einen anderen Eingang gesucht, Fahrkarten geholt, durch die Tunnel zur Metro 6 zum Place d’Italie und der Metro 5 zum Bahnhof Austerlitz der seit Jahren eine einzige Grossbaustelle ist. Aktuell ist man am Sanieren der Haupthalle was die Übersicht nicht fördert.

In fast letzter Minute wird der aus Corail Wagen gebildete TER nach Tours erreicht und somit gut die Hälfte der zuvor aus Bordeaux kommenden Strecke wieder zurückgefahren. Die Landschaft ist auf der Altstrecke über Orleans jedoch genauso unspektakulär wie auf der Schnellfahrstrecke, nur halt langsamer langweilig. 😂

Wieso sagt man eigentlich Aussteigen wenn es doch dann herunter zum Bahnsteig geht? 🤔

Tour ist erreicht und es hat recht angenehme 24°C mit einem erfrischenden Wind.

Am Prellbock werden per Schild die Lokführer der Dieseltriebwagen gebeten bei Halten >30min den Motor abzuschalten.

Der TER aus Paris hatte übrigens die respektable Länge von 12 Wagen und war sehr gut besetzt.

Der TER nach Caen fährt erst in 1,5h und so ist noch ein Gang durch die Stadt bis zur Brücke über die Loire drin.

Die Strassenbahn in Tours setzt Citadis 402 von Alstom ein die sich mit ihrem ausgefallenen Design, insbesondere der Front- bzw. Heckpartie, sehr im Kontrast zu der eher historischen Bausubstanz längs der Gleise befinden.

Und dann wieder zurück zum Bahnhof wo ein dreiteiliger Diesel AGC nach Caen das Transportmittel der nächsten drei Stunden wird.

Der Zug über Le Mans nach Caen ist gut besetzt. Ein vierteiliger AGC oder besser zwei dreiteilige wären von Vorteil gewesen. Aber da man früh genug da war hatte es auch einen Sitzplatz.

Auch Richtung Norden ist die Landschaft eher unspektakulär flach, erst vor Caen wird es etwas hügeliger.

Eigenwerbung der Region Normandie am Zug im Nachbargleis und bald ist Caen erreicht.

Abendessen mit Elsässer Einschlag im Careé nördlich des Bahnhofs.

Nach dem Essen sollst du Ruhen… oder dir die Füsse vertreten und den Sonnenuntergang genießen und ein wenig die Strassenbahn von Caen welche den erfolglosen Spurbus abgelöst hat betrachten.

Achja, hier hat es gradezu frostige 20°C die sich mit dem Wind noch kühler anfühlen.

Jetzt geht’s aber zum Aufwärmen ins Bett 😂

Morgen ist eine Museumsbahn nordwestlich zwischen Caen und Cherbourg auf dem Programm.

Gorillas ähm… Zahnradbahn im Nebel

Heute ging es noch ein wenig weiter nach Südwesten. Ziel war der auf der französisch / spanischen Grenze liegende Berg La Rhune.

Aber es lief nicht wie geplant. Ging es noch recht flott aus Bordeaux heraus so legte der Zug „irgendwio im Nirgendwo“ der hier sehr flachen Landschaft eine harte Bremsung hin. Man habe ein Tier erwischt.

Letzen Endes bedeutete dies knapp 1h Verspätung am Zielort St-Jean-de-Luz-Ciboure, wobei der Zug als Ersatz für die (warum auch immer) ausfallenden TER, welche zwischen Dax und Hendaye alle Stationen bedienen, nun ab Dax überall hielt und entsprechend wohlgefüllt war.

Der Anschlussbus zum Col de Saint Ignace, wo sich die Talstation der Zahnradbahn auf den Berg La Rhune befindet, war natürlich auch weg und somit auch die reservierungspflichtige Fahrt auf den Berg.

Kurze Runde hinter den Bahnhof, leider war keine Zeit die Markthalle eingehend zu erkunden, die Stände davor auch waren schon sehr interessant und gut besucht. Aber kaum eine Querstrasse weiter ist wieder richtig Ruhe vor dem Trubel durch den Markt und die Touristenmassen.

Der Bus zum Col de Saint Ignace hat auch 15min Verspätung, an der Talstation ist auch reger Betrieb. Die Strecke wird 2022/23 saniert wofür bereits ein Verladegleis über die Parkplatzzufahrt verlegt wurde. Ebenso erhält die Bahn im September eine Diesellok (von wem wohl… Stadler) und diverse Wagen zum Transport von Baumaterialien da die Strecke weitergehend nicht per Strasse erreichbar ist.

Alle Fahrten werden als Ausverkauft angezeigt. Aber nach Erklärung der misslichen Lage wird das Abteil 1 im Zug 1 zugewiesen was scheinbar das Reserveabteil für kurzfristige oder anderweitig verpeilte Fahrgäste ist.

Vom Abteil hat es einen guten Blick in den Maschinenraum der über hundertjährigen HGe2/2 aus der Schweizer Lokomotivfabrik SLM von 1914. Wobei die Strecke der La Rhune Bahn offiziell erst 1924 in Betrieb ging.

Einer der Jobs des Lokpersonals ist es an Weichen den Stromabnehmer abzuziehen dessen Leitung die andre Stromphase kreuzen würde.

Im Gegensatz zur ebenfalls mit Drehstromfahrleitung (2 Oberleitungen, 3. Phase ist die Schiene) betriebenen Jungfraubahn wird die Oberleitung nicht entsprechend der Weichenlage umgeschaltet. Während der Weichenüberfahrt läuft somit der Motor kurz nur auf zwei Phasen.

Ausser in der Zufahrt zum Depot und in der einzigen Kreuzungsstation gibt es keine Weichen auf der Strecke womit der Stress überschaubar ist.

Mit beschaulichen 8km/h geht es nun bergauf.

Und je weiter der Zug sich dem Gipfel nähert desto dichter werden auch die Wolken.

Normal wären gut 1,5h Zeit auf dem Berg gewesen, durch die Verspätung schrumpft diese auf knapp eine halbe Stunde.

Also erstmal schnell einen Fotostandort für die Talfahrt gesucht. Beim ersten Besuch in 2010 hatte es mit viel Glück ein kleines Wolkenloch gehabt mit Blick bis zum Meer. Da war Petrus beim nun zweiten Besuch andrere Meinung und begann den Gipfel mal mehr mal weniger einzunebeln.

So so, Laufen, Fahrrad- und Motorradfahren ist also entlang der Bahntrasse verboten. Und was ist mit Tretboot oder Surfbrett? 😂

Und es wird zeitweise Neblig bis unter 50m Sicht. Aber aks Fotomotive auch ganz interessant.

Die Bergfahrt des Zug 2 wird noch fotografiert bevor es strammen Schrittes hinauf zum Ende der Warteschlange kurz unter dem Aussichtsplateau am Funkturm geht.

Der Vorteil wenn man im ersten Zug der Talwärts fährt sitzt? Man kann den zweiten darauf folgenden mit etwas Glück fotografieren.

Und dann ist nach gut 40min die Talstation wieder erreicht. Bis 1937 gab es hier einen Anschluss per Bahn nach Sare und St-Jean-de-Luz-Ciboure. Aber der nun verkehrende Bus, immerhin heute im 1 bis 2h angenäherten Takt, 2010 gab es nur 2x am Tag einen Shuttlebus, kommt erst später und so bleibt Zeit die Bahn auf Höhe des Depots und der Talstation abzulichten.

15:43 geht es dann mit dem Bus auf der engen Strasse, welche früher wohl auch die Bahn nutzte, wieder hininter zum Bahnhof.

Es blieb auch noch Zeit für eine Runde zum Hafen. Da gerade Ebbe war konnte man den massiven Besatz der Brückenfundamente usw. durch Muscheln erkennen.

Der Zug kommt pünktlich, ersetzt wie auf der Hinfahrt den ausgefallenen „Dorf TER“ bis Dax ist aber in Bordeaux fast wiede pünktlich.

Die Landschaft bietet sich zum Meditieren oder einfach zum Wegdösen an.

Wiedermal die tolle Landkarte der Bahnstrecken in der Bahnhofshalle von Bordeaux bewundern, in Bahnhofsnähe etwas gegessen und nun nachdem der Tagesbericht fertig ist geht’s auch ins Bett.

Morgen geht’s nach Caen, also Richtung Normandie. Aber nicht wie geplant da es sich in der Vorschau der SNCF App herausstellt dass der gewünschte Intercité nach Nantes komplett ausreserviert ist und die Aussicht 4h stehen ist jetzt nicht gerade begeisternd.

Daher wieder per TGV nach Paris und dann via… ach das sieht man ja morgen.

Tramtrain in Paris und flott nach Bordeaux

Dee Tag beginn bewölkt und irgedwann die Nacht hat es wohl sogar mal geregnet.

Mit der RER Linie L geht es in gut einer dreiviertel Stunde die fast nur durch bebautes Gebiet des Grosstaum von Paris führt von St Lazare nach St Nom la Brèteche. Die Endstation liegt gerade so ausserhalb des dicht bebauten Bereichs und man fühlt sich fast „irgedwio im Nirgendwo“.

Hier stösst die Strecke der Linie L auf die Grande Ceinture welche einstmals durchgehend eine Möglichkeit schuf unter Umgehung der Kopfbahnhöfe Paris insbesondere im Güterverkehr zu umfahren.

Über das Innendesign der RER Triebwagen aus der AGC Familie von Bombardier kann man trefflich streiten.

Auf dem Abschnitt zwischen Saint-Germain-en-Laye und Saint Cyr wurde die Grande Ceinture zum Teil der Tram Linie T13 umgebaut wobei hier das System des Tram Train angewendet wird. Im Bereich der Grande Ceinture fahren die Züge mit den in Frankreich auf Bahnstrecken verbreiteten 25kV 50Hz, Bahntypischer Sicherungstechnik und im Linksverkehr wohingegen in der nördlichen Verlängerung ab Lisière Pereire (ehm. Saint-Germain Grande Ceinture) zum RER Bahnhof von Saint-Germain-en-Laye im Rechtsverkehr und 750V DC als Tram gefahren wird.

Aber erstmal ist Warten angesagt da auf Grund der starken Hitze der Vortage irgendwas am Oberbau nicht stimmt und daher der Betrieb erst um 11 Uhr aufgenommen wird. Real kommt der erste Zug nach Saint-Germain-en-Laye dann kurz vor halb Zwölf mit der dann zur Endstation und erstmal zurück nach Lisière Pereire gefahren wurde wo ein paar Wespen offenbar gefallen an einem Schloss eines Zugangstores gefunden haben.

In Lisière Pereire erfolgt der Seitenwechsel zwischen dem Bahn- und Tramabschnitt und das schön renovierte ehm Empfangsgebäude bietet sich auch als Fotomotiv an. Eventuell wird der Tramtrain auch noch über die beiden dezeit auf Prellböcken endenden links weiterführenden Gleise nach Achères verlängert.

Hmmm, ist das ein gesicherte Verbindung oder warum hängt da ein Schloss im Kabel 🤔😉

Nach der Fotografiererei geht es nach St Cyr, zumal man gemäss der Anzeigen im Display der Stationen wegen der Hitzemängel am Oberbau gegen 13:30 den Verkehr wieder einstellen will.

In St Cyr hat man (ohne Spannungs und Seitenwechsel) einen Verbindungsbogen zum RER Bahnhof gebaut, an der Endstation halten die Fahrzeuge aber eigenartig weit entfernt vom eigentlichen Streckenende.

Mit der RER Linie R die nicht von der SNCF sondern Transilien, welche auch die Metro betreibt, betrieben wird geht es im Doppelstockzug nach Montparnasse.

Dort kann wiedermal wunderbar der „Sturm auf die Bastille“ beobachtet werden wenn 20min vor Zugabfahrt endlich das Abfahrtgleis bekanntgegeben wird. Der Gleisabstand zwischen den Gleisen auf der Seite ohne Bahnsteig erscheint mir sehr knapp.

Um 15:11 geht es dann nonstop in knapp über 2h und zumeist um die 300km/h über die Schnellfahrstrecke nach Bordeaux.

Erst hinter der Brücke über die Dordogne endet die Schnellfahrstrecke und pünktlich wird Bordeaux bei 34°C erreicht.

Die Team fährt mal wieder nicht am Bahnhof, man saniert gerade die Gleise.

Gegen 19 Uhr geht’s dann halt zu Fuss in die schöne Altstadt zum Abendessen.

Abendessen mit Salat, Galette mit Chorizo und Ei und hinterher Crepe mit Eis. Dazu Cidre, die französische Version des Apfelweins.

So klingt der Tag aus, die Sonne geht somit auch in die Ruhepause und die Temperaturen werden erträglicher.

Morgen geht’s sn die Grenze zu Spanien zur La Ruhne Bahn.

Auf nach Paris

Und nun zum zweiten Teil der Sommertour2022, dieses mal ohne Fahrrad.

Zuerst ging es mit der RB82 nach Frankfurt um 8:56 den ICE nach Saarbrücken zu erreichen.

In Saarbrücken sollte es dann mit dem RE nach Forbach und per TER weiter nach Metz.

Der Grund liegt darin dass Reservierungen für TGV weder für Interrail des Mitreisenden noch erst recht nicht für FIP Freifahrt (über das komplizierte und teure Beantragen über die Freifahrtstelle will ich nicht reden) außerhalb Frankreich nicht möglich sind. Dazu muss man einen SNCF Schalter belehren.

Aber erstmal fällt der RE nach Forbach aus…

Eine Stunde und fünf Minuten später fährt aber dann noch einer und zwar direkt nach Metz. Der einzelne Walfisch im DB Regio Lack aber durch und durch ein SNCF Fahrzeug wird sich bis Metz gut füllen.

Nach dem erfolgreichen Kauf der TGV Reservierungen für den 15:05 nach Paris Est sowie morgen nach Bordeaux (Interrail 10,-€, FIP 1,50€) hat es noch etwas Zeit für eine kleine Runde durch Metz mit seiner hübschen Altstadt, wobei der Rundgang bei der Hitze nicht richtig Spass macht.

Hmm, wenn man schon Doppelgelenkbusse fährt könnte man ja auch gleich eine Tram bauen.

Das Empfangsgebäude von Metz ist zwar schön, aber der Bahnsteigbereich ist mit einem Parkdeck überbaut, schön ist etwas anderes.

Avfrdann geht es recht flott in gut 1,5h von Metz nach Paris Est.

Und dann rüber zum Bf St. Lazare bzw. der Metrostation Europe zum Hotel.

Nach dem Einchecken noch Getränke bunkern und ein wenig Sightseeing sowie Stöbern im einzigen hier geöffneten Modellbahnladen.

Danach geht es per Metro quer durch Paris südlich der Seine in die „Fressgasse“.

Auf dem Rückweg zur Metrostation und vorbei an der 2020 abgebrannten Kathedrale Notre Dame hat es von den beiden Brücken über die Seine einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang über Paris.

Und dann mit der Metro wieder zurück zum Hotel. Die Linienbandanzeige mit Leuchtpunkten der noch folgenden Stationen mag simpel erscheinen, erfüllt aber voll und ganz seinen Zweck, zumal die Ansagen von der Tonqualität her ohnehin kaum verständlich sind.

Achja, warum einem just in einem französischen Modellbahnladen ein Rocco Modellpaket mit zwei DB Schnellzugwagen ubd dem grossen Logo des Eisenbahnmuseum DA Kranichstein über den Weg läuft wissen wohl nur die Götter.

Morgen noch eine neue Tram Linie in Paris ansehen und dann geht’s nach Bordeaux.

Zwei mal Heppenheim und ein geschlossener Turm

Nach dem vorzüglichen Frühstück ging es los mit der 19. und letzen Etappe der Sommerradtour.

Nein, das Dach war nicht kaputt, die Deckenlampe im Flur gefällt aber.

Ich plane ein klein wenig um und fahre zunächst ins 3km entfernte Bockenheim.

In Bockenheim befindet sich das nördliche Ende der Weinstrasse welches entfallens mit einem „Tor“ markiert wurde.

Danach geht es rüber nach Neuoffstein umd der dortigeb Zuckerfabrik. Die Schienen sehen selten benutzt aus, der Oberbau stamnnt teils noch von 1896 wie Prägezeichen zu entnehmen ist, aber ein paar Silowagen stehen im Werksgelände.

Es ist schwer sich vorzustellen was früher hier und im benachbarten Bf. Grünstadt während der Zuckerrübenkampagne losgewesen sein muss.

Kurz hinter der Zuckerfabrik endet die ehemalige Strecke von Grünstadt nach Worms. Die Gleise liegen nich bis kurz vor Offstein, sind aber mehrfach unterbrochen. Ab Offstein ist die Trasse abgebaut, der Radweg verläuft aber nicht auf der teils überbauten Trasse.

Erst hinter Heppenhein (Rheinhessen) fädelt der Radweg in die Trasse ein. Am Ortsrand von Heppenheim liegt die Trasse teils im neuen Wohngebiet ubd teils als schlecht befahrbarer Feldweg.

Und so geht es ab ausserhalb Heppenheim entspannt talwärts ubd am ehm Bf Horchheim vorbei

Der ehemaligen Haltepunkt Worms-Zollhaus ist noch an den Bahnsteigkanten zu erkennen.

Durch Worms geht es dann recht flott, ausser dem Dom findet sich kein nettes Fotomotiv. Worms ist nicht gerade eine schöne Stadt.

Und dann ist auch schon die Rheinbrücke erreicht. Auch die mangelhafte Ausschilderung und die teils unfertige Zufahrt zur Brücke passt irgedwie zu Worns.

Und dann liegt Worms hinter mir und hessischer Boden ist wieder erreicht.

Teils parallel der Hauptstrasse teils entlang der Bahnstrecke geht es nun bis hinter Lorch wo noch ein Zug nach Bensheim ins Bild fährt.

Weshalb man bei Bensheim das Schwimmen und Fahren mit Booten auf der Strasse verbietet?

Vor Bensheim wird nach Heppenheim (Bergstrasse) abgebogen und durch das Hambacher Tal wird die Bergstrasse hinauf in den Odenwald erklommen.

Mit Steigungen von um die 10 von 12% ist die Strecke im Wald hinauf nach Schannenbach techt anspruchsvoll, aber dafür hat es hier oben schöne Ausblicke ins Rheintal / Ried wie z. B. nach Biblis.

Es geht hinüber nach Gadernheim und von dort hinauf auf die Neunkircher Höhe.

Leider ist der 34m hohe Turm nur am Wochenende wenn auch die dortige Gaststätte geöffnet hat begehbar.

Über die Gersprenzquelle und die Radarstation geht es nach Neunkirchen wo sich ein Panorana bis zum Taunus präsentiert.

Zu meinem Erstaunen hat der Grüne Baum in Neunkirchen Do bis Mo ab 12 Uhr geöffnet und so bietet sich dort eine Einkehr an.

Handkäsetatar klang zwar exotisch aber schmeckte sehr gut. Dazu Äppler… willkommen daheim.

Der Busfahrer nutzt seine kurze Pause zum Auffüllen des Wasservorrat aus dem Dorfbrunnen. Erinnter irgedwie an die Sommertour 2020 am Dorfbrunnen von Sent im Engadin.

Gut gestärkt geht es nun talwärts.

Noch schnell eine Nachspeise in Ueberau geholt und dann ist auch schon das heimatliche Reinheim erreicht.

Hier die Aufzeichnung der heutigen Etappe bei Komoot.

Und hier der Link zur Collection der Sommerradtour 2022 mit allen einzelnen Etappen der 19 Tage vom 14.07. bis 01.08.2022

Und das wäre dann die Zusammenfassung der Sommerradtour 2022 die auch meine bisher längste Radtour war.
19 Tage, 1.281km Strecke, 14.580m Aufstiege, einen platten Reifen und viele viele viele tolle Eindrücke, Landschaften und Menschen.
Hinterreifen ist definitiv runtergefahren, die Felge hat einen üblen Achter und regelmäßig musste ich die Speichen nachziehen (die Frage ist, kommt der Achter von den lockeren Speichen oder umgekehrt), das Vorderradlager klingt wie eine alte Waschmaschine aber sonst läuft es 1a.

Weinberge über Weinberge an der Weinstrasse

Nach einen vorzüglichen Frühstück ab 8:30 ging es gegen 10 Uhr los auf die vorletzte Etappe der Sommerradtour 2022.

Ist der Wandschmuck eines der benachbarten Häuser eine Warnung oder doch eher ein Statement? 🤔

Und dann begann die Berg- und Talfahrt durch kleine Dörfer und Weinberge die mich den ganzen Tag begleiten wird.

Ein erster Stop ist in Bad Bergzabern wo die RB aus Winden etwas auf sich warten lässt und einige Fahrgäste ihren Anschluss zum Bus verpassen.

Das Westwallmuseum hat leider noch geschlossen.

Und weiter geht es doch die Weinberge hinauf und hinab weiter.

Es lebe die Französisch – Deutsche Freundschaft.

Und weiter durch Weinberge und Winzerdöfer, leider mit immer seltener werdender Möglichkeit zum Einkehren.

Die Sonne meint es gut, aber noch ist es recht erträglich bei flotter Fahrt weshalb auch gerne mal die höheren Unterstützungsstufen für mehr Fahrtwind genommen werden.

In Neustädter Ortsteil Hambach unterhalb des Hambacher Schlosses wird gerade die Jakobuskerwe gefeiert. Eine gute Gelegenheit das Abendessen vorzuholen da das Restaurant im gebuchten Hotel Sonntags zu hat.

Rieslingschorle und Pfälzer Spiessbraten beim „Küfer Jean“ wecken wieder die Lebensgeister, wobei die Scholle dich recht gut „reinknallt“.

Und quer durch das Ort geht es erstmal geschoben weiter bis es dann wieder über die Dörfer gewohnt auf und ab geht.

Naja, weiter Weinberge und Dörfer und Neustadt an der Weinstrasse wird dabei eher links liegen gelassen 😉

Vor Bad Dürkheim ein Einsatz der Fotohornisse und am Bahnhof warte ich vergeblich auf ein Foto der Strassenbahn aus Ludwigshafen in der Webndeschleife. Der Grund ist später leicht gefunden. Wegen einer vom Fotostandort nicht erkennbaren Baustellen wendeten die Zweirichtubgsfahrzeuge des RNV vor der Baustelle statt die Schleife zu durchfahren. Naja, dann halt später mal.

Der erfrischenste Abschnitt der heutigen Etappe ist definitiv auf der Schattenseite des Gradierwerks in Bad Dürkheim.

Die Sonne knallt und bei über 30°C macht es einfach keinen Spass mehr und daher wird die kürzeste Fahrtzeit gewählt.

Warum stehen eigentlich vor dem Grünstadter Rathaus so viele Papiertonnen? Voll digital oder wie? 😂

Und dann ist endlich Asselheim mit dem Pfalz Hotel erreicht. Das Restaurant hat zwar Sonntags geschlossen aber es gibt Getränke. Sehr fein, zumal das Bier aufs Haus ging.

Sodele, somit wäre der vorgestestern eingeholte Kilometerrekord vom Juli 2020 mit heutigem Datum und zum Monatsende um 233km übertroffen.
Eigentlich wollte ich noch weitere 8km draufsatteln und noch bis zum nördlichen Weintor im benachbarten Bockenheim fahren, aber es ist mir bei um die 30°C jetzt um 20 Uhr einfach zu warm.
Da gönne ich mir lieber die oben gezeigte Weiss- und Rotweinschorle im Hotel.

Und hier der Link zur vorletzten Etappe der Sommerradtour 2022 entlang der Weinstrasse.

Heute hatte sich Komoot übrigens mal in die andrere Richtung vertan. Normalerweise waren es effektiv weniger Höhenmeter wie geplant, heute waren es 130m mehr aufwärts.

So, der Himmel macht nun auch Feierabend.