Museumsbahn in der Normandie

Heute geht es gemütlich los, denn erst um kurz nach 11 fährt der Zug nach Cherbourg.

Zeit zum Ausschlafen und noch ein wenig der Strassenbahn nachstellen.

Der Zug kommt pünktlich als Doppeleinheit Omneo von Alstom. Ein sehr eigenartiger Zug mit kurzen, fast nur aus Türen bestehenden einstöckigen „Wagen“ zwischen den Doppelstockwagen die dafür keine Türen besitzen. Aber recht bequem sind sie und es hat WLAN, sofern das Bordherät ein Funknetz erwischt.

Ab und an unterbricht die relativ flache Landschaft mit Gräben, Kanälen und Bächen die von Landwirtschaft geprägte Szenerie.

Kurz vor Cherbourg wird wird es aber recht Hügelig.

Achja, im Zwischenwagen zum Wagen 4 bzw 14 hatte es einen Kaffeeautomaten. Unbedingt merken für die Rückfahrt.

Cherbiurg ist nicht gerade eine Schönheit, der unschöne Grund liegt fast 80 Jahre zurück, aber hat trotzdem ihren eigenen Charme und am Hafen ist es recht angenehm, auch von dem Temperaturen um die 24°C herum.

Das Anschlussgleis zum grossen Hafen ist gekappt, Verkehrswende geht irgedwie anders denn vor ein paar Jahren waren auf der Tour nach Großbritannien waren zumindest noch leichte Nutzungsspuren erkennbar, aber der Bahnübergang über die Hauptstrasse existiert immernoch, inklusive Schikd in Französisch und Englisch wo man sich im Störungsfall melden soll.

Mit dem Bus geht es eine Stunde durch die hier nun recht hügelige Landschaft nach dem Südwestlich von Caen gelegenen Barneville-Carteret.

Beim Baustil der Häuser ist man sich nicht immer sicher ob man sich nun diesseits oder jenseits des Ärmelkanals befindet.

Nach der Runde durchs Ort kommt dann der Museumszug vom Train Touristique du Cotentin in den „Bahnhof“ Carteret hereingeschoben. Hereingeschoben wird er aus dem benachbarten Barneville wo sich auch das Depot des Vereins befindet, da im ehm. Bahnhof kein Umsetzgleis besteht. Das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhof ist heute ein Restaurant und auf dem einstigen Bahnsteigsbereich stehen diversen Food-Trucks. Der Zug fährt davor ab, an einem Bahnsteigrest.

Im mitgeführten Güterwagen werden Fahrräder verstaut und es befindet sich darun auch ein Stromaggregat für die Wagenbeleuchtung, Lautsprecher und insbesonder die Bar in der einen Häfte des blauen Wagens.

Feinster 60er Jahre „Silberling“ Charme geht von den Wagen aus. Leider gehen die Fenster alle nur auf einer Seite zu öffnen. Schlecht zum Fotografieren während der mit maximal 20km/h sehr gemächlichen Fahrt.

Nach gut einer halben Stunde ist das 10km entfernte Portbail erreicht. In der dreiviertel Stunde bis zur Rückfahrt fährt der Zug erstmal einige hundert Meter weiter um dann dort die Lok umzusetzen da am Empfangsgebäude nur noch ein Gleis zur Verfügung steht. Das ehemals vorhandene zweite Gleis musste der neuen Feuerwache weichen.

Und dann geht es ebenso gemütlich, mit zeitweise offenen Türen wieder zurück nach Carteret.

Nach dem Ausstieg der Fahrgäste, der Zug war mit ca. 200 Fahrgästen voll besetzt die zumeist wohl per PKW vor Ort kamen, setzte der Zug mit ordnungsgemäß inkl. Luftbremskopf besetzter Zugspitze nach Barneville Gare ins Depot zurück.

Und einige Zeit später kam dann kurz vor 18 Uhr der im 3h Takt verkehrende Bus nach Valognes, der letzte Personenzug von fuhr 1971. Die Museumsbahn ist dabei der westliche Abschitt des einst weit verzweigten Nebenbahnnetz zwischen Barneville-Carteret und Valognes was aber weitestgehend und sukzessive bis 2000 stillgelegt und abgebaut wurde.

Da erste Bild in der Collage passt nicht, es gehört nach Caen.

Während Kunden des Fernverkehrs am geschützt aufgestellten Automaten ihre Fahrkarte für die relativ wenigen Züge zwischen Caen und Cherbourg ziehen können steht der regionale Automat komplett frei und ist ohnehin defekt.

Der TER ist wieder ein Omneo, diesmal in Einfachtraktion und laut Reservierungsanzeige der SNCF App in der 2. Klasse ab Caen komplett ausgebucht. Aktuell muss man zwischen Paris St. Lazare und Caen in diesen TER zwingen reservieren da die SNCF Baubedingt den Verkehr ausgedünnt hat. Aber warum fährt man hier denn keine Doppeltraktion?

Dann ein Gang durch Caen ins Restaurantviertel unterhalb der Festung und gut gegessen.

Auf dem Heimweg zum Hotel boten sich dann noch ein paar Motive zur sogenannten Blauen Stunde an.

Lüge im Bad. Der Spender verspricht „großartiges Haar in der Flasche“. Auf den Schädel geschmiert … und nix ist passiert. 😂

Morgen gehts dann nach Dünnkirchen, aber natürlich nicht direkt.

Auf Umwegen in die Normandie

Da sich der ursprünglich zur Fahrt nach Nantes vorgesehene Intercité als ausgebucht herausgestellt hat und 3h Stehen auch nicht erstrebenswert sind wurde ein, wenn auch recht kruder, Plan B erstellt. Krude auch daher dass es billiger und auch einfacher war einen TGV nach Paris zu buchen statt nur von Bordeaux nach Tours. Der TER Verkehr nach Tours war keinerlei Alternative da zu wenig verfügbare und abgestimmte Verbindungen bestehen.

Es ging somit fast zur gleichen Zeit um viertel vor 10 in Bordeaux weg, aber nicht mit dem Intercité sondern einem der Nonstop TGV nach Paris Montparnasse.

Achja, wie vernünftige digitale Wagenstandsanzeiger, egal ob alleinstehend oder in der Zugzielanzeige integriert, zeigt neben den SBB auch die SNCF.

Und so wird mit zumeist 300km/h duch die auf weiten Strecken unspektakuläre Landschaft wieder nach Paris getobt.

Und pünktlich wird Montparnasse erreicht.

Eigentlich wäre der Transfer nach Austerlitz kein Problem, aber da mehrere TGV und Intercité fast gleichzeitig eintrafen waren die Fahrkartenautomaten belagert als wenn es in der DDR Südfrüchte gegeben hätte.

Also raus aus dem Bahnhof, einen anderen Eingang gesucht, Fahrkarten geholt, durch die Tunnel zur Metro 6 zum Place d’Italie und der Metro 5 zum Bahnhof Austerlitz der seit Jahren eine einzige Grossbaustelle ist. Aktuell ist man am Sanieren der Haupthalle was die Übersicht nicht fördert.

In fast letzter Minute wird der aus Corail Wagen gebildete TER nach Tours erreicht und somit gut die Hälfte der zuvor aus Bordeaux kommenden Strecke wieder zurückgefahren. Die Landschaft ist auf der Altstrecke über Orleans jedoch genauso unspektakulär wie auf der Schnellfahrstrecke, nur halt langsamer langweilig. 😂

Wieso sagt man eigentlich Aussteigen wenn es doch dann herunter zum Bahnsteig geht? 🤔

Tour ist erreicht und es hat recht angenehme 24°C mit einem erfrischenden Wind.

Am Prellbock werden per Schild die Lokführer der Dieseltriebwagen gebeten bei Halten >30min den Motor abzuschalten.

Der TER aus Paris hatte übrigens die respektable Länge von 12 Wagen und war sehr gut besetzt.

Der TER nach Caen fährt erst in 1,5h und so ist noch ein Gang durch die Stadt bis zur Brücke über die Loire drin.

Die Strassenbahn in Tours setzt Citadis 402 von Alstom ein die sich mit ihrem ausgefallenen Design, insbesondere der Front- bzw. Heckpartie, sehr im Kontrast zu der eher historischen Bausubstanz längs der Gleise befinden.

Und dann wieder zurück zum Bahnhof wo ein dreiteiliger Diesel AGC nach Caen das Transportmittel der nächsten drei Stunden wird.

Der Zug über Le Mans nach Caen ist gut besetzt. Ein vierteiliger AGC oder besser zwei dreiteilige wären von Vorteil gewesen. Aber da man früh genug da war hatte es auch einen Sitzplatz.

Auch Richtung Norden ist die Landschaft eher unspektakulär flach, erst vor Caen wird es etwas hügeliger.

Eigenwerbung der Region Normandie am Zug im Nachbargleis und bald ist Caen erreicht.

Abendessen mit Elsässer Einschlag im Careé nördlich des Bahnhofs.

Nach dem Essen sollst du Ruhen… oder dir die Füsse vertreten und den Sonnenuntergang genießen und ein wenig die Strassenbahn von Caen welche den erfolglosen Spurbus abgelöst hat betrachten.

Achja, hier hat es gradezu frostige 20°C die sich mit dem Wind noch kühler anfühlen.

Jetzt geht’s aber zum Aufwärmen ins Bett 😂

Morgen ist eine Museumsbahn nordwestlich zwischen Caen und Cherbourg auf dem Programm.

Gorillas ähm… Zahnradbahn im Nebel

Heute ging es noch ein wenig weiter nach Südwesten. Ziel war der auf der französisch / spanischen Grenze liegende Berg La Rhune.

Aber es lief nicht wie geplant. Ging es noch recht flott aus Bordeaux heraus so legte der Zug „irgendwio im Nirgendwo“ der hier sehr flachen Landschaft eine harte Bremsung hin. Man habe ein Tier erwischt.

Letzen Endes bedeutete dies knapp 1h Verspätung am Zielort St-Jean-de-Luz-Ciboure, wobei der Zug als Ersatz für die (warum auch immer) ausfallenden TER, welche zwischen Dax und Hendaye alle Stationen bedienen, nun ab Dax überall hielt und entsprechend wohlgefüllt war.

Der Anschlussbus zum Col de Saint Ignace, wo sich die Talstation der Zahnradbahn auf den Berg La Rhune befindet, war natürlich auch weg und somit auch die reservierungspflichtige Fahrt auf den Berg.

Kurze Runde hinter den Bahnhof, leider war keine Zeit die Markthalle eingehend zu erkunden, die Stände davor auch waren schon sehr interessant und gut besucht. Aber kaum eine Querstrasse weiter ist wieder richtig Ruhe vor dem Trubel durch den Markt und die Touristenmassen.

Der Bus zum Col de Saint Ignace hat auch 15min Verspätung, an der Talstation ist auch reger Betrieb. Die Strecke wird 2022/23 saniert wofür bereits ein Verladegleis über die Parkplatzzufahrt verlegt wurde. Ebenso erhält die Bahn im September eine Diesellok (von wem wohl… Stadler) und diverse Wagen zum Transport von Baumaterialien da die Strecke weitergehend nicht per Strasse erreichbar ist.

Alle Fahrten werden als Ausverkauft angezeigt. Aber nach Erklärung der misslichen Lage wird das Abteil 1 im Zug 1 zugewiesen was scheinbar das Reserveabteil für kurzfristige oder anderweitig verpeilte Fahrgäste ist.

Vom Abteil hat es einen guten Blick in den Maschinenraum der über hundertjährigen HGe2/2 aus der Schweizer Lokomotivfabrik SLM von 1914. Wobei die Strecke der La Rhune Bahn offiziell erst 1924 in Betrieb ging.

Einer der Jobs des Lokpersonals ist es an Weichen den Stromabnehmer abzuziehen dessen Leitung die andre Stromphase kreuzen würde.

Im Gegensatz zur ebenfalls mit Drehstromfahrleitung (2 Oberleitungen, 3. Phase ist die Schiene) betriebenen Jungfraubahn wird die Oberleitung nicht entsprechend der Weichenlage umgeschaltet. Während der Weichenüberfahrt läuft somit der Motor kurz nur auf zwei Phasen.

Ausser in der Zufahrt zum Depot und in der einzigen Kreuzungsstation gibt es keine Weichen auf der Strecke womit der Stress überschaubar ist.

Mit beschaulichen 8km/h geht es nun bergauf.

Und je weiter der Zug sich dem Gipfel nähert desto dichter werden auch die Wolken.

Normal wären gut 1,5h Zeit auf dem Berg gewesen, durch die Verspätung schrumpft diese auf knapp eine halbe Stunde.

Also erstmal schnell einen Fotostandort für die Talfahrt gesucht. Beim ersten Besuch in 2010 hatte es mit viel Glück ein kleines Wolkenloch gehabt mit Blick bis zum Meer. Da war Petrus beim nun zweiten Besuch andrere Meinung und begann den Gipfel mal mehr mal weniger einzunebeln.

So so, Laufen, Fahrrad- und Motorradfahren ist also entlang der Bahntrasse verboten. Und was ist mit Tretboot oder Surfbrett? 😂

Und es wird zeitweise Neblig bis unter 50m Sicht. Aber aks Fotomotive auch ganz interessant.

Die Bergfahrt des Zug 2 wird noch fotografiert bevor es strammen Schrittes hinauf zum Ende der Warteschlange kurz unter dem Aussichtsplateau am Funkturm geht.

Der Vorteil wenn man im ersten Zug der Talwärts fährt sitzt? Man kann den zweiten darauf folgenden mit etwas Glück fotografieren.

Und dann ist nach gut 40min die Talstation wieder erreicht. Bis 1937 gab es hier einen Anschluss per Bahn nach Sare und St-Jean-de-Luz-Ciboure. Aber der nun verkehrende Bus, immerhin heute im 1 bis 2h angenäherten Takt, 2010 gab es nur 2x am Tag einen Shuttlebus, kommt erst später und so bleibt Zeit die Bahn auf Höhe des Depots und der Talstation abzulichten.

15:43 geht es dann mit dem Bus auf der engen Strasse, welche früher wohl auch die Bahn nutzte, wieder hininter zum Bahnhof.

Es blieb auch noch Zeit für eine Runde zum Hafen. Da gerade Ebbe war konnte man den massiven Besatz der Brückenfundamente usw. durch Muscheln erkennen.

Der Zug kommt pünktlich, ersetzt wie auf der Hinfahrt den ausgefallenen „Dorf TER“ bis Dax ist aber in Bordeaux fast wiede pünktlich.

Die Landschaft bietet sich zum Meditieren oder einfach zum Wegdösen an.

Wiedermal die tolle Landkarte der Bahnstrecken in der Bahnhofshalle von Bordeaux bewundern, in Bahnhofsnähe etwas gegessen und nun nachdem der Tagesbericht fertig ist geht’s auch ins Bett.

Morgen geht’s nach Caen, also Richtung Normandie. Aber nicht wie geplant da es sich in der Vorschau der SNCF App herausstellt dass der gewünschte Intercité nach Nantes komplett ausreserviert ist und die Aussicht 4h stehen ist jetzt nicht gerade begeisternd.

Daher wieder per TGV nach Paris und dann via… ach das sieht man ja morgen.

Tramtrain in Paris und flott nach Bordeaux

Dee Tag beginn bewölkt und irgedwann die Nacht hat es wohl sogar mal geregnet.

Mit der RER Linie L geht es in gut einer dreiviertel Stunde die fast nur durch bebautes Gebiet des Grosstaum von Paris führt von St Lazare nach St Nom la Brèteche. Die Endstation liegt gerade so ausserhalb des dicht bebauten Bereichs und man fühlt sich fast „irgedwio im Nirgendwo“.

Hier stösst die Strecke der Linie L auf die Grande Ceinture welche einstmals durchgehend eine Möglichkeit schuf unter Umgehung der Kopfbahnhöfe Paris insbesondere im Güterverkehr zu umfahren.

Über das Innendesign der RER Triebwagen aus der AGC Familie von Bombardier kann man trefflich streiten.

Auf dem Abschnitt zwischen Saint-Germain-en-Laye und Saint Cyr wurde die Grande Ceinture zum Teil der Tram Linie T13 umgebaut wobei hier das System des Tram Train angewendet wird. Im Bereich der Grande Ceinture fahren die Züge mit den in Frankreich auf Bahnstrecken verbreiteten 25kV 50Hz, Bahntypischer Sicherungstechnik und im Linksverkehr wohingegen in der nördlichen Verlängerung ab Lisière Pereire (ehm. Saint-Germain Grande Ceinture) zum RER Bahnhof von Saint-Germain-en-Laye im Rechtsverkehr und 750V DC als Tram gefahren wird.

Aber erstmal ist Warten angesagt da auf Grund der starken Hitze der Vortage irgendwas am Oberbau nicht stimmt und daher der Betrieb erst um 11 Uhr aufgenommen wird. Real kommt der erste Zug nach Saint-Germain-en-Laye dann kurz vor halb Zwölf mit der dann zur Endstation und erstmal zurück nach Lisière Pereire gefahren wurde wo ein paar Wespen offenbar gefallen an einem Schloss eines Zugangstores gefunden haben.

In Lisière Pereire erfolgt der Seitenwechsel zwischen dem Bahn- und Tramabschnitt und das schön renovierte ehm Empfangsgebäude bietet sich auch als Fotomotiv an. Eventuell wird der Tramtrain auch noch über die beiden dezeit auf Prellböcken endenden links weiterführenden Gleise nach Achères verlängert.

Hmmm, ist das ein gesicherte Verbindung oder warum hängt da ein Schloss im Kabel 🤔😉

Nach der Fotografiererei geht es nach St Cyr, zumal man gemäss der Anzeigen im Display der Stationen wegen der Hitzemängel am Oberbau gegen 13:30 den Verkehr wieder einstellen will.

In St Cyr hat man (ohne Spannungs und Seitenwechsel) einen Verbindungsbogen zum RER Bahnhof gebaut, an der Endstation halten die Fahrzeuge aber eigenartig weit entfernt vom eigentlichen Streckenende.

Mit der RER Linie R die nicht von der SNCF sondern Transilien, welche auch die Metro betreibt, betrieben wird geht es im Doppelstockzug nach Montparnasse.

Dort kann wiedermal wunderbar der „Sturm auf die Bastille“ beobachtet werden wenn 20min vor Zugabfahrt endlich das Abfahrtgleis bekanntgegeben wird. Der Gleisabstand zwischen den Gleisen auf der Seite ohne Bahnsteig erscheint mir sehr knapp.

Um 15:11 geht es dann nonstop in knapp über 2h und zumeist um die 300km/h über die Schnellfahrstrecke nach Bordeaux.

Erst hinter der Brücke über die Dordogne endet die Schnellfahrstrecke und pünktlich wird Bordeaux bei 34°C erreicht.

Die Team fährt mal wieder nicht am Bahnhof, man saniert gerade die Gleise.

Gegen 19 Uhr geht’s dann halt zu Fuss in die schöne Altstadt zum Abendessen.

Abendessen mit Salat, Galette mit Chorizo und Ei und hinterher Crepe mit Eis. Dazu Cidre, die französische Version des Apfelweins.

So klingt der Tag aus, die Sonne geht somit auch in die Ruhepause und die Temperaturen werden erträglicher.

Morgen geht’s sn die Grenze zu Spanien zur La Ruhne Bahn.

Auf nach Paris

Und nun zum zweiten Teil der Sommertour2022, dieses mal ohne Fahrrad.

Zuerst ging es mit der RB82 nach Frankfurt um 8:56 den ICE nach Saarbrücken zu erreichen.

In Saarbrücken sollte es dann mit dem RE nach Forbach und per TER weiter nach Metz.

Der Grund liegt darin dass Reservierungen für TGV weder für Interrail des Mitreisenden noch erst recht nicht für FIP Freifahrt (über das komplizierte und teure Beantragen über die Freifahrtstelle will ich nicht reden) außerhalb Frankreich nicht möglich sind. Dazu muss man einen SNCF Schalter belehren.

Aber erstmal fällt der RE nach Forbach aus…

Eine Stunde und fünf Minuten später fährt aber dann noch einer und zwar direkt nach Metz. Der einzelne Walfisch im DB Regio Lack aber durch und durch ein SNCF Fahrzeug wird sich bis Metz gut füllen.

Nach dem erfolgreichen Kauf der TGV Reservierungen für den 15:05 nach Paris Est sowie morgen nach Bordeaux (Interrail 10,-€, FIP 1,50€) hat es noch etwas Zeit für eine kleine Runde durch Metz mit seiner hübschen Altstadt, wobei der Rundgang bei der Hitze nicht richtig Spass macht.

Hmm, wenn man schon Doppelgelenkbusse fährt könnte man ja auch gleich eine Tram bauen.

Das Empfangsgebäude von Metz ist zwar schön, aber der Bahnsteigbereich ist mit einem Parkdeck überbaut, schön ist etwas anderes.

Avfrdann geht es recht flott in gut 1,5h von Metz nach Paris Est.

Und dann rüber zum Bf St. Lazare bzw. der Metrostation Europe zum Hotel.

Nach dem Einchecken noch Getränke bunkern und ein wenig Sightseeing sowie Stöbern im einzigen hier geöffneten Modellbahnladen.

Danach geht es per Metro quer durch Paris südlich der Seine in die „Fressgasse“.

Auf dem Rückweg zur Metrostation und vorbei an der 2020 abgebrannten Kathedrale Notre Dame hat es von den beiden Brücken über die Seine einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang über Paris.

Und dann mit der Metro wieder zurück zum Hotel. Die Linienbandanzeige mit Leuchtpunkten der noch folgenden Stationen mag simpel erscheinen, erfüllt aber voll und ganz seinen Zweck, zumal die Ansagen von der Tonqualität her ohnehin kaum verständlich sind.

Achja, warum einem just in einem französischen Modellbahnladen ein Rocco Modellpaket mit zwei DB Schnellzugwagen ubd dem grossen Logo des Eisenbahnmuseum DA Kranichstein über den Weg läuft wissen wohl nur die Götter.

Morgen noch eine neue Tram Linie in Paris ansehen und dann geht’s nach Bordeaux.

Zwei mal Heppenheim und ein geschlossener Turm

Nach dem vorzüglichen Frühstück ging es los mit der 19. und letzen Etappe der Sommerradtour.

Nein, das Dach war nicht kaputt, die Deckenlampe im Flur gefällt aber.

Ich plane ein klein wenig um und fahre zunächst ins 3km entfernte Bockenheim.

In Bockenheim befindet sich das nördliche Ende der Weinstrasse welches entfallens mit einem „Tor“ markiert wurde.

Danach geht es rüber nach Neuoffstein umd der dortigeb Zuckerfabrik. Die Schienen sehen selten benutzt aus, der Oberbau stamnnt teils noch von 1896 wie Prägezeichen zu entnehmen ist, aber ein paar Silowagen stehen im Werksgelände.

Es ist schwer sich vorzustellen was früher hier und im benachbarten Bf. Grünstadt während der Zuckerrübenkampagne losgewesen sein muss.

Kurz hinter der Zuckerfabrik endet die ehemalige Strecke von Grünstadt nach Worms. Die Gleise liegen nich bis kurz vor Offstein, sind aber mehrfach unterbrochen. Ab Offstein ist die Trasse abgebaut, der Radweg verläuft aber nicht auf der teils überbauten Trasse.

Erst hinter Heppenhein (Rheinhessen) fädelt der Radweg in die Trasse ein. Am Ortsrand von Heppenheim liegt die Trasse teils im neuen Wohngebiet ubd teils als schlecht befahrbarer Feldweg.

Und so geht es ab ausserhalb Heppenheim entspannt talwärts ubd am ehm Bf Horchheim vorbei

Der ehemaligen Haltepunkt Worms-Zollhaus ist noch an den Bahnsteigkanten zu erkennen.

Durch Worms geht es dann recht flott, ausser dem Dom findet sich kein nettes Fotomotiv. Worms ist nicht gerade eine schöne Stadt.

Und dann ist auch schon die Rheinbrücke erreicht. Auch die mangelhafte Ausschilderung und die teils unfertige Zufahrt zur Brücke passt irgedwie zu Worns.

Und dann liegt Worms hinter mir und hessischer Boden ist wieder erreicht.

Teils parallel der Hauptstrasse teils entlang der Bahnstrecke geht es nun bis hinter Lorch wo noch ein Zug nach Bensheim ins Bild fährt.

Weshalb man bei Bensheim das Schwimmen und Fahren mit Booten auf der Strasse verbietet?

Vor Bensheim wird nach Heppenheim (Bergstrasse) abgebogen und durch das Hambacher Tal wird die Bergstrasse hinauf in den Odenwald erklommen.

Mit Steigungen von um die 10 von 12% ist die Strecke im Wald hinauf nach Schannenbach techt anspruchsvoll, aber dafür hat es hier oben schöne Ausblicke ins Rheintal / Ried wie z. B. nach Biblis.

Es geht hinüber nach Gadernheim und von dort hinauf auf die Neunkircher Höhe.

Leider ist der 34m hohe Turm nur am Wochenende wenn auch die dortige Gaststätte geöffnet hat begehbar.

Über die Gersprenzquelle und die Radarstation geht es nach Neunkirchen wo sich ein Panorana bis zum Taunus präsentiert.

Zu meinem Erstaunen hat der Grüne Baum in Neunkirchen Do bis Mo ab 12 Uhr geöffnet und so bietet sich dort eine Einkehr an.

Handkäsetatar klang zwar exotisch aber schmeckte sehr gut. Dazu Äppler… willkommen daheim.

Der Busfahrer nutzt seine kurze Pause zum Auffüllen des Wasservorrat aus dem Dorfbrunnen. Erinnter irgedwie an die Sommertour 2020 am Dorfbrunnen von Sent im Engadin.

Gut gestärkt geht es nun talwärts.

Noch schnell eine Nachspeise in Ueberau geholt und dann ist auch schon das heimatliche Reinheim erreicht.

Hier die Aufzeichnung der heutigen Etappe bei Komoot.

Und hier der Link zur Collection der Sommerradtour 2022 mit allen einzelnen Etappen der 19 Tage vom 14.07. bis 01.08.2022

Und das wäre dann die Zusammenfassung der Sommerradtour 2022 die auch meine bisher längste Radtour war.
19 Tage, 1.281km Strecke, 14.580m Aufstiege, einen platten Reifen und viele viele viele tolle Eindrücke, Landschaften und Menschen.
Hinterreifen ist definitiv runtergefahren, die Felge hat einen üblen Achter und regelmäßig musste ich die Speichen nachziehen (die Frage ist, kommt der Achter von den lockeren Speichen oder umgekehrt), das Vorderradlager klingt wie eine alte Waschmaschine aber sonst läuft es 1a.

Weinberge über Weinberge an der Weinstrasse

Nach einen vorzüglichen Frühstück ab 8:30 ging es gegen 10 Uhr los auf die vorletzte Etappe der Sommerradtour 2022.

Ist der Wandschmuck eines der benachbarten Häuser eine Warnung oder doch eher ein Statement? 🤔

Und dann begann die Berg- und Talfahrt durch kleine Dörfer und Weinberge die mich den ganzen Tag begleiten wird.

Ein erster Stop ist in Bad Bergzabern wo die RB aus Winden etwas auf sich warten lässt und einige Fahrgäste ihren Anschluss zum Bus verpassen.

Das Westwallmuseum hat leider noch geschlossen.

Und weiter geht es doch die Weinberge hinauf und hinab weiter.

Es lebe die Französisch – Deutsche Freundschaft.

Und weiter durch Weinberge und Winzerdöfer, leider mit immer seltener werdender Möglichkeit zum Einkehren.

Die Sonne meint es gut, aber noch ist es recht erträglich bei flotter Fahrt weshalb auch gerne mal die höheren Unterstützungsstufen für mehr Fahrtwind genommen werden.

In Neustädter Ortsteil Hambach unterhalb des Hambacher Schlosses wird gerade die Jakobuskerwe gefeiert. Eine gute Gelegenheit das Abendessen vorzuholen da das Restaurant im gebuchten Hotel Sonntags zu hat.

Rieslingschorle und Pfälzer Spiessbraten beim „Küfer Jean“ wecken wieder die Lebensgeister, wobei die Scholle dich recht gut „reinknallt“.

Und quer durch das Ort geht es erstmal geschoben weiter bis es dann wieder über die Dörfer gewohnt auf und ab geht.

Naja, weiter Weinberge und Dörfer und Neustadt an der Weinstrasse wird dabei eher links liegen gelassen 😉

Vor Bad Dürkheim ein Einsatz der Fotohornisse und am Bahnhof warte ich vergeblich auf ein Foto der Strassenbahn aus Ludwigshafen in der Webndeschleife. Der Grund ist später leicht gefunden. Wegen einer vom Fotostandort nicht erkennbaren Baustellen wendeten die Zweirichtubgsfahrzeuge des RNV vor der Baustelle statt die Schleife zu durchfahren. Naja, dann halt später mal.

Der erfrischenste Abschnitt der heutigen Etappe ist definitiv auf der Schattenseite des Gradierwerks in Bad Dürkheim.

Die Sonne knallt und bei über 30°C macht es einfach keinen Spass mehr und daher wird die kürzeste Fahrtzeit gewählt.

Warum stehen eigentlich vor dem Grünstadter Rathaus so viele Papiertonnen? Voll digital oder wie? 😂

Und dann ist endlich Asselheim mit dem Pfalz Hotel erreicht. Das Restaurant hat zwar Sonntags geschlossen aber es gibt Getränke. Sehr fein, zumal das Bier aufs Haus ging.

Sodele, somit wäre der vorgestestern eingeholte Kilometerrekord vom Juli 2020 mit heutigem Datum und zum Monatsende um 233km übertroffen.
Eigentlich wollte ich noch weitere 8km draufsatteln und noch bis zum nördlichen Weintor im benachbarten Bockenheim fahren, aber es ist mir bei um die 30°C jetzt um 20 Uhr einfach zu warm.
Da gönne ich mir lieber die oben gezeigte Weiss- und Rotweinschorle im Hotel.

Und hier der Link zur vorletzten Etappe der Sommerradtour 2022 entlang der Weinstrasse.

Heute hatte sich Komoot übrigens mal in die andrere Richtung vertan. Normalerweise waren es effektiv weniger Höhenmeter wie geplant, heute waren es 130m mehr aufwärts.

So, der Himmel macht nun auch Feierabend.

„Dreiländerfahrt“ durch Baden und das Elsass in die Pfalz oder auch…

…entlang der Murg, des Rheins und der Lauter nach Schweigen.

Nach einem üppigen am Platz servierten Frühstück konnte es gegen halb 10 losgehen zur im Nachgang betrachtet entspanntesten Etappe der ganzen Tour. Komoot zeichnete 77,8 km auf, auf denen es „nur“ 320m aufwärts ging und mit 280m fast genau soviel abwärts. Wäre nicht der starke Gegenwind zwischen Lauterbourg und Wissembourg gewesen und dass Schweigen etwas am Berg liegt, ich glaube dann wären bei der Ankunft weit mehr wie noch 40% im Akku an Restkapazität verblieben.

Aber jetzt erstmal der Reihe nach.

Von Weisenbach bis ins benachbarte Hilpertsau führt der Radweg auf der B462, nicht schön, aber es geht. Der Gleisanschluss zur Papierfabrik in Hilpertsau existiert noch, ist aber ungenutzt.

In Obertsrot spare ich mir den Anstieg hinauf zum Schloss Eberstein. Gestern hatte es genügend Aussichtspunkte.

Bei und in Gernsbach dann wieder nette Ausblicke auf die wiedereinmal angestaute Murg, laut Infotafeln gibt es alleine in Gernsbach acht Wasserkraftwerke im Gemeindegebiet.

Aber auch die links der Murg liegende Altstadt kann sich sehen lassen.

Kontinuierlich geht es mit leichtem Gefälle bergab.

Bei Gaggenau oder besser bei Bad Rotenfels ist im dortigen Unimog Museum ein grosses Unimog Treffen am Anlaufen und einige der Teilnehner zeigen schon mal auf dem Parcour des Museums was ihre Schätzchen so können.

Kurz darauf ein weiterer Tiefpunkt seinerzeit CSU geführter deutscher Verkehrspolitik. Der Abschnitt mit Oberleitung für LKW auf der B462. Wie der auf der A5 zwischen Gräfenhausen und Langen ist er reine Verschwendung von Steuergeldern und nutzt nichts.

In Oberndorf dann das Denkmal für die letzte Schweinehirtin des Dorfes die ihren Dienst bis in die 1950er Jahre versah.

In Kuppenheim werden die Getränkevorräte wieder ergänzt, auch wenn es fast nur bergab ging so fordert die Sonne ihren Tribut bei Temperaturen um die 28°C.

Entlang des parallel zur Murg verlaufenden Kanals geht es entspannt und oft schattig nach Rastatt.

Dank der Lärmschutzwände auf der Brücke über die Murg taugt diese nicht mehr als Fotomotiv.

Kurz dahinter die ehm. Brauerei Franz deren Gelände nur noch für die Verteilung genutzt wird. Gebraut wird nun in Karlsruhe.

Quer durch Rastatt gehts wieder an die Murg und auf deren Damm weiter bis Steinmauern.

Danach fahre ich etwas auf Unwegen weiter, der Begriff Goldkanal auf dem Radwegweiser hat neugierig gemacht. Wobei es sich hier eigentlich nicht um einen Kanal sondern eher um einen alten Seitenarm des Rheins handeln dürfte. Aber es ist definitiv ein hübsches Fleckchen Erde hier und schade dass ich kein Badezeug und mehr Zeut habe.

Hinter Au am Rhein schlage ich mich etwas durch die Feldwege direkt zur Fähre zwischen Neuburgweiler und Neuburg.

Nachdem zwei Frachschiffe sich gekreuzt haben kommt die Fähre herüber und bringt neben ein paar Autos auch eine beachtliche Zahl an Radfahrern mit.

In die Gegenrichtung sind es mit mir 5 Radfahrer und ebenso 5 Autos. Die Lastgrenze der Fähre von 30t ist somit noch nicht erreicht.

Es ist schon lange her dass ich mit so einem Gerät einen Fahrschein ausgestellt bekam.

Am gegenüberliegenden in Rheinland-Pfalz liegenden Ufer warten wieder nicht gerade wenige Radfahrer auf die Ausreise nach Baden-Württemberg 😉

Hrmpf, eigentlich sollte das Handy ein Serienfoto vom 628er von Lauterbourg nach Wörth machen dessen Strecke hier am Bü auch durch ein Schott im Rheindamm führt. Aber die Bilder wurden zwar hochgezält im Display aber warum auch immer nicht aufgezeichnet. 2017 hatte ich ähnliches Pech beim Foto an gleicher Stelle.

Dann halt erstmal rüber ins französische Lauterbourg in dem noch zwei Stellwerke deutscher Bauform ihren Dienst verrichten. Wobei heute vermutlich nur das nördliche Stellwerk besetzt ist da zwischen Lauterbourg und Rœschwoog Schienenersatzverkehr besteht. Der AGC auf Gleis B döst daher in der Sonne während der 628er aus Wörth doch einiges an Fahrgästen mitbringt (dass der Bus nach Rœschwoog gut 10min zuvor abfuhr ist ja fast logisch) und nach kurzer Wende wieder nach Eörth zurückkehrt. Alle Stunde wiederholt sich dies. Eine Zugdichte von der man auf französischer Seite nur träumen kann.

— wird fortgesetzt—

Durch Lauterbourg geht es über die A15 mit Blick aufxderen ehm. Zollgrenzstation um in Scheibenhard kurz ins deutsche Scheibenhardt und wieder zurück zu wechseln. Eigentlich wäre es ein Dorf, egal ob mit „d“ oder „dt“ am Schluss geschrieben aber das Flüsschen Lauter trennt es in zwei Teile.

Hinter Scheibenhard liegt ein wenig Dallas in der Luft, aber die Ölförderpumpen stehen still, die Quelle ist scheinbar nun erschöpft. In einem Artikel von 2008 war von einer Restförderzeit von 10 Jahren die Rede.

Kurz danach fädelt der Radweg auf die ehemalige Bahnstrecke von Lauterbourg nach Wissembourg ein. Innerhalb Lauterbourgs ist diese schin lange überbaut und zudem von der A15 zerschnitten.

Der Weg verläuft nicht durchgehend auf der Trasse, da die Strecke Ende der 1950er stillgelegt uns zwischen 1860 und 1970 abschnittsweise Entwidmet wurde ist sie gerade in den Ortslagen meist überbaut.

In Salmbach steht noch ein Brückenfundament nun nutzlos in der Landschaft und das Restaurant de Gare hat azch schon bessere Zeiten gesehen schätze ich mal.

Warum man im Wohngebiet mit kaum Straßenverkehr auf der alten Trasse derartige pseudo Radwege anlegt, das verstehen wohl nur die Planer.

Die Störche auf dem Feld hinter dem Ort interesseren sich nicht für die Radler und suchen ungestört nach was zu Fressen.

Knapp verpasse ich die Fotomöglichkeit für den Zug nach Winden, allgemein ist es schwierig eine freie Fotostelle zu finden. Erst später entdecke ich dass eine der Brücken parallel zur Strecke nach Strasbourg einen Feldweg trägt. Insgesamt ist die Unterführung recht breit und hatte früher mal aus bis zu sechs Brücken bestanden. Warum? Vermutlich zur Anbindung der heutigen Brachfläche im Dreieck zwischen der Strecke nach Wörth und der nach Strasbourg. Bestand hier früher mal ein grosses Betriebswerk? Die Vermutung liegt nahe zumal in Wissembourg immer die Fahrtrichtung gewechselt werden musste und in der meisten Zeit unterschiedliche Bahngesellschaften hier aufeinander trafen.

Auch für den TER aus Strasbourg wird es knapp, er kann gerade noch am Bahnsteiganfang von Gleis C eingefangen werden. Der Regiolis auf Gleis B hätte schon nach Strasbourg gefahren sein sollen, wurde aber durch einen Bus ersetzt. Warum auch immer.

Durchgehende Züge gibt es heute nicht mehr. Die Züge aus Mainz/Neustadt/Winden enden auf Gleis A am Hausbahnsteig, die aus Strasbourg auf Gleis B und C.

Die Altstadt vom Wissembourg lasse ich wortwörtlich links liegen und steuere direkt nach dem Etappenziel Schweigen zur Pension Rebstöckel an. Die Fotomotive in und um Wissembourg werden auf eine spätere Tour vertagt.

Und dann ist schon Schweigen mit dem Weintor am südlichen Ende der deutschen Weinstrasse erreicht.

Das zur Pension gehörige Restaurant hat heute geschlossen und beim Schweiger Hof werde ich endlich nach diversen ausreservierten oder im Urlaub geschlossenen Restaurationen fündig.

Sehr satt ob der bodenständigen Pfälzer Kost geht es mit einem Schlenker über den nahen Weinberg mit Ausblick ins Elsass bis hinüber in den Schwarzwald und das Weintor zurück zur Übernachtung.

Wer es noch nicht gemerkt hat, der Link zur Etappen bei Komoot lag heute ganz zu Anfang des Blogbeitrags 😉

Vom Kinzigtal ins Murgtal

Kurz nach dem Aufstehen sah es noch nach Regen aus aber nach dem Frühstück sah die Welt wie so oft ganz anders aus.

Und so geht es nun azs Schiltach heraus und sofort zeigt sich einer der Grpndewarum ich heute keine Züge vor die Linse bekomme. Fa. Spitzke ist nicht nur hier schwer am Wühlen.

Ich gönne mir ein paar extra Höhenmeter und schaue mir die Burgruine Schenkenburg an. Nicht ohne dabri noch ein wenig dem Bagger zuzuschauen.

Die Platznot bei der am Ortsrand von Schenkenzell ansässigen Spedition muss enorn sein wenn diese ihre LKW schon auf dem Dach parken 😉

Der Bahnhof von Schenkenzell liegt derweil brach, das Gleis gehört Arbeitszügen und Baggern.

Es geht immer wieder mal weiter hoch und wieder runter aber allgemein kontinuierlich bergauf. So viele schöne Motive. Hier muss ich nochmal her und dann nicht nur auf der Durchreise.

Die Zollkontrolle an der Grenze Baden zu Württemberg verlief derweil ohne Probleme.

Im Alpirsbach wartet ein Arbeitszug auf den nächsten Einsatz, ebenso wie der „Durst-Löschzug“ mit Logo der hier ansässigen Brauerei.

Nach Alpirsbach geht es zunehmend steiler bergauf.

Eine Bank läd zur Rast an der plätschernden Kinzig und der alten Brücke ein, aber nein… es muss weiter gehen.

Vor Loßburg wird das Tal der Kinzig immer schmaler bis irgendwann nur nich ein schmaler Feldweg neben die Kinzig passt. Entlang des Weges informieren Schilder über die einst auf der Kinzig vorgenommen Fösserei des Holzes. Man kann es sich kaum vorstellen wie dies in diesem „Rinnsal“ überhaupt funktioniert haben soll, aber die Altforderen waren mit Anstauen und schwallweise Ablassen des Wassers sehr kreativ.

Es geht flott durch Loßburg durch und am Ortsrand wird noch ein Abstecher zum 35m hohen Vogteiturm gemacht und die Aussicht z. B. bis zum Testturn für Aufzüge bei Rottweil genossen.

Noch ein wenig die Aussicht genießen und danach ging es ein paar Kilomter leicht auf- und abwärts Richtung Freudenstadt.

Und das bis zum Herzog Friedrich Turm am Rande von Freudenstadt der mit seinen 25m Höhe auch noch erklommen wird.

Der Deutsche Wetterdienst versorgt hier aus seiner Wetterstation mit aktuellen Werten. 26°C? Kommt mir gar nicht so vor.

Nach den schönen Ausblicken und da es ab jetzt im Prinzip nur noch bergab geht wird in der benachbarte Gaststätte eingekehrt.

Und dann hinunter nach Freudenstadt das eine sehr schöne Ortsmitte aufweist. Am Stadtbahnhof warten derweil Fahrgäste auf den Zug. Aber der komnt erst noch, daher eine gute Gelegenheit weiter talwärts zu fahren.

Um die Brücke bei Christophstal besser in Szene zu setzen wird die Fotohornisse aktiviert ubd etwas weiter in Friedrichstal kommt die AVG Stadtbahn mit dem mitlerweile leider stillgelegten „Regio Bistro“ im Mittelteil vor die Linse. Die Züge sind allesamt recht gut ausgelastet.

Entspannt geht es an der Murg oder deren abzweigenden Kanäle weiter talabwärts.

Noch ein kleines Wehr mit Fischtreppe bei Baiersbronn, eine weitere RegioBistro AVG Stadtbahn kommt Richtung Freudenstadt vorbei und schon wird kurz vor dem Wehr der Murtalsperre bei Kirschbaumwasen wieder einmal die badisch – württembergische Grenze überschritten.

Das Viadukt kurz vor Gorbach gilt es auch irgendwann mal adäquat in Szene zu setzen, ggf. mit Fotohornisse. Aber heute bleibt nur bedingt Zeit und zudem kommt gerade kein Zug.

Wie der Bauart nach vermutet ist das Bauwerk ein „Provisorium“, wurde doch die ursprüngliche Steinbogenbrücke am Holdereck zum Ende des zweiten Weltkrieg hin gesprengt.

Das Tal ist hier im Abschnitt zwischen Kirschbaumwasen und Wasen sehr ursprünglich,  da der Weg recht weit oberhalb der Talsohle verläuft ist die wilde Murg kaum fotografierbar.

Forbach ist erreicht und ganz ehrlich, gewisse Parallelen zu Strecken der RhB oder andrer schweizer Gebirgsbahnen drängen sich schon auf. Es fehlen nur die 2000 bis 3000er Gipfen im Hintergrund.

Man kann sich schon vorstellen warum Dieter Ludwig als der seinerzeitige Chef der AVG, als es um die neuen Fahrzeuge u. a. für die seit 2000 von der DB gepachtete Murgtalbahn ging, für diese eine Pfeife wie sie bei der RhB üblich war wünschte und mit einem den Gerüchten nach mit einem Husarenstreich auch bekam.

Insbesondere als es hinter Forbach in einer weiten Schleife auf der alten Landstraße (gaanz früher mal wohl) ins Seitental geht wähne ich mich fast im Engadin oder an der BLS Südrampe.

Hoch über dem Talboden geht es weiter bis Langenbrand wo zusammen mit der Bundesstrasse der Talboden überquert wird. Auf der linken Talseite geht es vorbei an ehemaligen Fabriken nach Au.

Der Fuss- und Radweg „Tour de Murg“ ist hier leider unterbrochen, aber über die Bundesstrasse geht es auch.

Und so ist das Etappenziel Weisenbach erreicht und nach dem Einchecken im Hotel Grüner Baum / Melissone werden noch die Vorräte beim örtlichen EDEKA ergänzt und auf dem Rückweg fährt noch eine Stadtbahn nach Forbach vor die Linse.

Bier der Brauerei Hatz, eine Pizza „vier Bahnhöfe“ 😉, Tiramisu und zum Schluss ein Limoncello aufs Haus. Herz was willst du mehr.

Und so geht auch heute im Murgtal die Sonne planmäßig unter.

Apropos planmäßig.

Geschafft, 2km vor dem Ziel der heutigen Etappe wurde der Wert von 2020 erreicht.
Komisch ist nur dass die App meint der Bestwert aus 2020 wären 1480km.
Egal, drüber ist drüber und in diesem Monat kommen noch zwei der gesamt drei Etappen dazu.

Die heutige Etappe mit knapp 71km und 780m aufwärts hier bei Komoot en Detail. Auch Mittelgebirge haben es in sich. Aber auch auf der heutigen Etappe wie schon gestern war der zweite Akku nur das beruhigende Gewissen im Hintergrund. Wenn auch nur knapp.

Morgeb geht’s weiter talabwärts und nochmal kurz nach Frankreich, diesmal hoffentlich ohne Komplikationen.

Auf alten Bahnen nach Schiltach

Heute ging es nach dem Auschecken ertmal lange abwärts auf der ehemaligen Bahnstrecke von Furtwangen nach Hüffingen.

Innerhalb Furtwangens ist die Trasse überbaut und danach folgt der Radweg der ehm. Bahntrasse.

Beim Bahnhof von Schönenbach warten eigenartige Fahrzeuge auf den Einsatz in unwegsamen Gelände. Dee Radweg dürfte das eher nicht sein.

In Vöhrenbach warnt ein Verkehrsschild an einem Schuppen vor einem Bahnübergang, aber seit 1972 und somit gut 50 Jahren kam hier kein Zug mehr vorbei undbus auf wenige Stellen ist die Trasse noch frei, aber oftmals für Ortsstrassen mitbenutzt.

Die Trasse verläuft eher unspektakulär und fällt kontinuierlich mit 1 bis 2%. Bahnrelikte fehlen komplett.

Ausser ab ubd an ein ehm. Empfangsgebäude, zumeist wohlgepflegt.

Hinter Hammereisenbach weicht der Radweg von der Bahntrasse ab und verläuft nun mehrere Meter oberhslb der Trasse und umgeht Wolterdingen weitab der Bahnstrecke durch den Wald.

Hinter Wolterdingen fädelt der Radweg wieder in die Trasse ein.

Kurz vor Bräunlingen besteht heute noch die Brücke über die Breg welche 1972 der Grund für die Stillegung der Strecke ab Bräunlingen war.

Der Radweg nimmt, da die Brücke nicht benutzbar ist, den Weg durch die Altstadt von Bräunlingen.

Der Anschluss einer Verpackungsfabrik wird nicht mehr bedient, der heutige Haltepunkt liegt vor dem Bahnübergang am Werk. Das Schild zur Anschlussgleisgrenze direkt am Prellbock mutet eigenartig an.

Der am Ortsrand gelegene Haltepunkt wird heute stündlich vom Ringzug aus Donaueschingen aus angedient. Die Möglichkeit zum Umsetzen, wie seinerzeit zur Bedienung der Fabrik besteht ungenutzt weiter.

Über den Berg geht es hinüber nach Donaueschingen wo am schon im Bf von Donaueschingen gelegenen Haltepunkt Mitte ein HzL (mit SWEG fusioniert) des Ringzugs abgelichtet werden konnte.

Ich weiche von der Planung ab und folge dem Radweg entlang der Brigach nach Villingen.

In Klengen überrascht am Sportplatz ein Schlieren Mitteleinstiegswagen der heute als Gleis 1 Cafe am Wochenende dient.

Villingen besitzt eine sehr sehenswerte Altstadt und läd zum Erkunden ein.

Es geht wirde hinaus aus Villingen und permanent steigt es gemässigt an.

Der Radweg ist brauchbar ausgeschildert aber z. B. in Königsfeld fehlt innerorts jedwede Ausschilderung. Da bin ich aus der Schweiz anderes gewohnt.

Ein Abstecher zur Burgruine Waldau wurde gemacht und der Ausblick genossen. Die zugehörige Schränke hat leider nur am Wochenende auf.

Aktuell wird in der Ruine am Abend „Das Gespenst von Canterville“ aufgeführt.

Und über die Höhen geht es weiter nach Sulgen von wo unterwegs bis nach Hornberg ins Tal der Gutach blicken kann.

Am Wasserturm von Sulgen vorbei geht es nun nur noch bergab und das bis Schramberg teils sehr steil.

In Schramberg, der Heimatort der Fa. Junghans, erinnert nichts mehr an den bis 1990 existenten Güterverkehr, der Personenverkehr wurde bereits 1959 eimgestellt, auf der Bahnstrecke aus Schiltach.

Der ehm. Bahnhofsbereich amTalseitigen Ortsrand ist wie so oft mit Einkaufsmärkten überbaut. Nur ein wenig Bahn hat sich mit dem Busdepot des Bahnbus erhalten.

Ab dem Stadtrand beginnt dee Radweg auf der alten Bahntrasse wobei eine alte Bahnbrücke weiterverendet wurde.

Weiter talwärts eine interessante Brücke über die stark befahrene B462 welche nur dazu dient dass das Vieh des Deissebauernhif zu den Wiesen gelangen kann. Eine der Kühe steht auf der Brücke und beobachtet den Verkehr.

An der Felgenfirma BBS vorbei geht es weiter talwärts, die ehm. Bahnbrücke hat man hier nicht für den Radweg weiterverwendet sondern eine schmale neue gedeckte Brücke errichtet.

Kurz darauf wird Schiltach erreicht.

Neben Einkaufsmärkten scheinen auch gerne Alters- und Pflegeheime auf ehm. Bahntrassen errichtet, so auch am Ortsrand von Schiltach. Kurz dahinter ist die Trasse am ehm. Haltepunkt Schiltach Stadt aber fast unversehrt vorhanden.

Vorbei am ehm. Pulverhäuschen, welches ab dem Bahnbau nicht mehr zum Lagern von Schwarzpulver verwendet werden durfte, verlief die Strecke kurz danach in den Kirchbergtunnel.

Da der Tunnel nicht befahrbar ist geht es im Tal weiter.

An den Tunnel schließt eine Brücke an und dahinter steht als Reminiszenz an das ehm. Bähnchen eine dreiteilige Schienenbusgarnitur. Man könnte fast meinen der Schienenbus wollte jeden Moment nach Schramberg abfahren. Die Gleise liegen aber nur noch auf der Brücke und es besteht auch keine Anbindung an die Strecke Hausach – Freudenstadt mehr.

Und noch ein wenig Sightseeing im Fachwerkdorf Schiltach.

Und dann ist das Hotel Sonne erreicht und im rustikalen Ritterzimmer wird eingecheckt und danach wohl gespeist.

Gegen 21 Uhr zieht ein kleines Gewitter durch, Abkühlung bringt es aber eher nicht.

Zum Abschluss wie gewohnt der Link zur heutigen Etappe bei Komoot.

Mit Fotos von Zügen auf der Kinzigtalbahn wird es morgen eher nichts da wegen Bauarbeiten kein Verkehr zwischen Hausach und Freudenstadt besteht. Aber dafür wird vmtl. der Bestwert von 1420km im Monat Juli 2020 eingestellt. Schaumermal.